Advent der besten DACH-ESC-Beiträge (24): Who can this person be?

Wir haben Euch im letzten Monat nach Euren liebsten ESC- und Vorentscheidungs-Beiträgen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gefragt – einen lieben Dank an dieser Stelle an alle, die dabei so fleißig mitgemacht und so insgesamt 154 unterschiedliche Beiträge in die Auswahl gebracht haben. Diese haben wir ausgewertet und präsentieren Euch nun Eure liebsten 24 Beiträge der sogenannten DACH-Länder – jeden Tag einen neuen. Bis Heiligabend!

 

Platz 1: Conchita Wurst „Rise Like a Phoenix“ (Österreich 2014)

„I dream of a world where we don’t have to talk about unnecessary things like sexuality, who you love“

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern – also vielmehr habt Ihr es in den Kommentaren schon sehr richtig vermutet: Conchita Wurst ist eure diesjährige Nummer 1 im Adventskalender. Wobei die Platzierungen ja eigentlich gar nicht so wichtig sind, sondern die Erinnerungen, die mit den einzelnen Beiträgen verbunden werden.

Nachdem Dana International als Transsexuelle mit ihrem Lied „Diva“ und wohl vor allem mit ihrer Botschaft von Respekt und Toleranz den Eurovision Song Contest 1998 knapp gewonnen hatte, schien sexuelle und geschlechtliche Vielfalt beim ESC allgegenwärtig. Seither nahmen Drags teil (wie z.B. Dänemark 2007 oder Slowenien 2002), ganze Auftritte richteten sich an ein homosexuelles Publikum (man denke nur an das Regenbogen-Kleid der Spanierin 1999) – Diversität war und ist nichts Besonderes mehr. Die Stimmen der Gay-Community waren so aber nicht automatisch zu bekommen. Das oberflächliche Gefühl in vielen westlich orientierten Ländern, mittlerweile vom größten Teil der Gesellschaft zumindest respektiert zu sein, ebneten den Weg, auch die Beiträge aus der schwulen Community fair im Vergleich zum restlichen Teilnehmerfeld zu bewerten. Der Toleranzgedanke wurde zudem oft auch von anderen Teilnehmern aufgegriffen und fast wirkte der Ruf nach einer toleranten Gesellschaf schon übertrieben.

Doch wie privilegiert wir in den DACH-Ländern sind, in einer zumindest mehrheitlich toleranten Gesellschaft zu leben, wird uns immer wieder bewusst – beispielsweise, wenn ein offen schwuler Sänger, wie z.B. Mirud vor ein paar Tagen erst aufgrund seines Bühnenkostüms, gar Todesdrohungen erhält.

Selbst ein westliches Land wie Österreich erlebte vor ein paar Jahren noch, wie eine Kunstfigur zwischen den Geschlechtern erzürnte Reaktionen auslösen kann. Im Jahr 2011 tauchte der damals 23-jährige Tom Neuwirth in der österreichischen Sendung „Die große Chance“ als seine eigens geschaffene Kunstfigur Conchita Wurst auf. Sechs Jahre zuvor nahm er schon an der Castingshow „Starmania“ teil und erreichte das Finale, in welchem er auch den griechischen ESC-Beitrag „Everything“ von Anna Vissi vortrug. Daraufhin war er für kurze Zeit Teil der Boyband „Jetzt Anders!“, die sich aber schon bald wieder auflöste.

Wie schon in seiner Kindheit bekam Tom viele negative Kommentare zu hören, die sich durch seine Figur der Conchita Wurst, der „Frau mit Bart“, noch verstärken sollte. Auch die Jury bei „Die große Chance“ – allen voran der deutsche Rapper Sido – hatte nicht immer lobende Worte für Conchita Wurst. Am Ende belegte Conchita im Finale einen 6. Platz.

2011 wurde Conchita zum Kaiser geladen, eine sehr erfolgreiche Sendung in Österreich

Doch schon im kommenden Jahr kehrte Conchita auf die Fernsehbühne zurück und bewarb sich bei „Österreich rockt den Song Contest“ als Teilnehmerin für den ESC in Aserbaidschan. Mit der Toleranzhymne „That’s What I Am“ unterlag sie im Superfinale dem prolligen Spaßauftritt „Woki mit dem Popo“ der Trackshittaz äußerst knapp mit 49 zu 51 Prozent. Die Trackshittaz wiederum waren im Vorjahr mit dem interessanteren „Oida Taunz!“ knapp Nadine Beiler unterlegen.

Doch Conchita blieb im Gedächtnis und wurde, nachdem Österreich 2013 mit Natália Kelly erneut das Finale verfehlte, von den Verantwortlichen des ORF intern ausgewählt, am Song Contest teilzunehmen. Für Tom alias Conchita ging ein Traum in Erfüllung. Schließlich entschied sich Conchita für das Lied „Rise Like a Phoenix“ – ein passenderes Lied konnte es wohl nicht geben, bezieht sich der Liedtext doch auf das in der Mythologie bekannte Motiv des Phönix aus der Asche. Verpackt wurde „Rise Like a Phoenix“ musikalisch als bondesque Ballade, die sich klassisch an Divengrößen wie Shirley Bassey orientiert. Die Ballade steigert sich zum Ende hin und Conchita wird auch gesanglich gefordert.

In Österreich wurde Conchitas ESC-Teilnahme politisch wie auch gesellschaftlich sehr erhitzt diskutiert, die Veröffentlichung des nicht unbedingt geglückten Videos verstärkte die Diskussion noch. Selbst der ehemalige ESC-Teilnehmer und Kabarettist Alf Poier konnte sich nicht verkneifen, dass er mit Conchitas „verschwulter Zumpferl-Romantik“ nichts anfangen könne. Auch lehnten sämtliche Plattenfirmen Österreichs die Veröffentlichung von „Rise Like a Phoenix“ ab, so veröffentlichte ihn der ORF schließlich selbst. Trotz dieses Einsatzes des ORF, wurde das Potenzial von Conchita bis zuletzt allerdings massiv unterschätzt. Niemand schien intern ernsthaft daran zu glauben, den Eurovision Song Contest gewinnen zu können – das Ziel der Verantwortlichen schien es zu sein, zumindest das Finale zu erreichen.

Auch Gegenwind aus einigen anderen Ländern ließ nicht lange auf sich warten: Der polnische Politiker Jarosław Kaczyński sah in der Kunstfigur den „Verfall des modernen Europas“ (interessant, wenn man mal überlegt, wie sich Polen gerade 2014 auf der ESC-Bühne darstellte). In Russland wurde zum Boykott und einem Ausstrahlungsverbot aufgerufen, in Weißrussland wurde gar von einem „Brutherd der Unzucht“ gesprochen. Bis heute benennen türkische Verantwortliche den Auftritt Conchitas als einen Grund, nicht mehr am ESC teilzunehmen. Auch der im Vorfeld zum Favoriten erklärte Aram Mp3 aus Armenien konnte sich anfangs nicht zurückhalten und nannte Conchita „nicht normal“ und „nicht passend“. Bei einer Pressekonferenz am 20. März hatte der Sänger dann davon gesprochen, es „irgendwie ertragen“ zu müssen, gemeinsam mit Wurst auf einer Bühne zu stehen. Er entschuldigte sich erst medienwirksam bei Conchita, als er merkte, dass es sein eigener Titel „Not alone“ dadurch womöglich Sympathien eingebüßt hatte.

Man sieht, so sehr wir es uns auch anders wünschen, solche Auftritte und Kunstfiguren stoßen auch heute immer noch auf massive und laute Gegenreaktionen und solange das so ist, werden die Rufe für eine tolerante Gesellschaft wohl immer einen Platz bei Veranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest beanspruchen.

Selten hat jemand dann die mediale Aufmerksamkeit vor Ort so sehr genutzt, wie Conchita es tat. Ihr witziges, aber dabei immer Erhabenes und Toleranz vorlebendes Auftreten, aber auch die ihr entgegengebrachte Ablehnung schien die Gay-Community europaweit zu vereinen. Ein unfassbar würdevoller und fantastisch gesungener Auftritt auf der Kopenhagener Bühne tat sein übriges und plötzlich, nachdem sie sich für das Finale platzierte, schnellte Conchita Wurst in den Wettquoten bis auf den ersten Platz. Dem Saalpublikum schien es nur noch darum zu gehen, dass Conchita den Wettbewerb gewinnen möge. Fast ging unter, dass sich mit dem niederländischen Beitrag der Common Linnets ebenfalls eine weitere Überraschung andeutete, denn auch die waren vor dem Halbfinale nicht unter den ersten 20 gewettet, vor dem Finale aber auf Platz 2 in den Wettquoten.

Bei der Punktevergabe wurden schließlich alle genannten Punkte für Österreich frenetisch bejubelt, Punkte für die russischen Tolmachevy Sisters lautstark ausgebuht. Die Moderatoren prägten früh den Begriff „Queen of Austria“ und gaben schon nach der 34. Wertung bekannt, dass die mittlerweile völlig aufgelöste Conchita den Wettbewerb gewonnen habe.

„This night is dedicated to everyone who believes in a future of peace and freedom. You know who you are – we are unity and we are unstoppable.“ Auch die anschließende Preisübergabe nutzte Conchita eindrucksvoll für ihre Botschaft.

„Rise Like a Phoenix“ erreichte zumindest kurzzeitig in einigen Ländern die Top 10 in den Charts. Der niederländische Beitrag „Calm After the Storm“ wurde kommerziell erfolgreicher und hielt sich wochenlang, teilweise monatelang in diversen europäischen Charts, was den Eindruck verstärkt, dass Österreich vor allem wegen der Person Conchita Wurst, ihrer Botschaft und aufgrund des absolut perfekten Auftrittes gewann. Seit diesem Sieg ist Tom Neuwirths weibliches Altes Ego weltweit ein Begriff und konnte schon im Bundeskanzleramt und im EU-Parlament sprechen.

Heute ist Conchita aus den weltweiten, aber vor allem heimischen Medien nicht mehr wegzudenken. Im letzten und in diesem Jahr ging sie sogar gleich mehrfach unter die Moderatoren auf ProSieben: So war Tom (natürlich) bei Queen of Drags als Jurymitglied dabei und moderierte den Free European Song Contest – Stefan Raabs Ersatz für den ausgefallenen Song Contest in diesem Jahr. Auch durch die neue Castingshow FameMaker führte Tom als Moderator.

Seit letztem Jahr trenne Tom Neuwirth nicht nur namentlich seine Kunstfiguren – aus Conchita Wurst wurde die bekannte Conchita und die neue Figur WURST. WURST ist eine sehr viel männlicher angelegte, fetischorientierte Figur mit einem ungewöhnlicheren, elektronischeren Sound, etwas fern vom Mainstream. In dieser Figur war er auch im umjubelten Intervallact beim ESC 2019 zu sehen, selbst wenn er dort als Conchita Wurst angekündigt wurde.

Conchita hat 2014 einen ganz besonderen und geschichtsträchtigen ESC-Moment geschaffen. Auch für das folgende politische Engagement und das Ausleben seiner unterschiedlichen Facetten gebührt Tom Neuwirth alias Conchita alias WURST tiefster Respekt.

Frohe Weihnachten mit Conchita Wurst!

Und damit verabschiede ich mich vom diesjährigen Adventskalender. Lieben Dank, dass ihr wieder mitgefiebert habt und mit mir Eure Momente geteilt habt. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht!

Genießt die Weihnachtstage, passt bitte auf Euch und auf Eure Lieben auf, bleibt gesund und munter, damit wir bald wieder ein bisschen mehr Normalität miteinander erleben können!

Und noch ein kleiner weihnachtlicher Hinweis: Auch wenn für viele dieses Weihnachten ein bisschen anders als gewohnt ist, so sind auf ESCape Radio die nächsten drei Tage viele Weihnachtslieder oder Unpluggedversionen von ehemaligen ESC-Teilnehmern bzw. Teilnehmern aus nationalen Vorentscheiden im regulären Programm zu hören. Vielleicht bringt das auch ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu Euch.

In dem Sinne – Frohe Weihnachten!

 

Die bisherigen Adventstürchen findet Ihr hier:
Platz 24: Timebelle „Apollo“ + Cesár Sampson „Nobody But You“
Platz 23: Ben Dolic „Violent Thing“
Platz 22: Mary Roos „Nur die Liebe lässt uns leben“
Platz 21: Max Mutzke „Can’t Wait Until Tonight“
Platz 20: Katja Ebstein „Diese Welt“
Platz 19: Roman Lob „Standing Still“
Platz 18: DAWA „Feel Alive“
Platz 17: Peter, Sue & Marc „Io senza te“
Platz 16: Lena „Taken By A Stranger“
Platz 15: Rosenstolz „Herzensschöner“
Platz 14: Ella Endlich „Adrenalin“
Platz 13: Lena Valaitis „Johnny Blue“
Platz 12: Gjon’s Tears „Répondez-moi“
Platz 11: Luca Hänni „She Got Me“
Platz 10: ZOË „Loin d’ici“
Platz 9: Texas Lightning „No No Never“
Platz 8: Udo Jürgens „Merci Cherie“
Platz 7: Michael Schulte „You Let Me Walk Alone“
Platz 6: Blitzkids mvt. „Heart on the Line“
Platz 5: Lilly among clouds „Surprise“
Platz 4: Mia. „Hungriges Herz“
Platz 3: Lena „Satellite“
Platz 2: Joy Fleming „Ein Lied kann eine Brücke sein“


58 Kommentare

  1. Jaaa, Queen Conchita! Eine absolut würdige Nummer Eins! In diesem Sinne allen ein frohes, gesundes und friedliches Weihnachtsfest und bleibt bitte gesund und paßt gut auf Euch auf!

  2. Ach, wie aufregend die Tage vor dem Finale waren, als sich etwas Großes für Conchita und Österreich anbahnte. Das Finale mit dem Gänsehaut erzeugenden Auftritt, die Anfangs kaum zu fassendenden Punktevergabe und die emotionalen Siegesansprache – einfach unvergesslich.
    Genauso wie mein (wohl auch aufgrund eines Magenvirus noch verstärkter) anschließender Kreislaufzusammenbruch mit Fahrt ins Krankenhaus…Ach ja, zwei Wochen vor dem Finale hatte ich erstmals in meinem Leben versucht, bei einem Wettanbieter einen Tipp zum Song Contest abzugeben, und zwar auf Sieg Österreichs. Leider hat mein Kreditkartenbieter die Zahlung nicht durchgeführt, was ich als Zeichen genommen hab, das Wetten dich zu unterlassen. Aber egal, das Erleben des Song Contests 2014 war fantastisch und wird nie vergessen werden.

    • Oh man… was habt ihr an dem Abend nur alle durchgemacht! Krass…

      Ich wette die letzten Jahre auch immer – zumindest einen kleinen Betrag von 10 Euro – und das schon immer Wochen vor dem Finale, sozusagen mit dem ersten Eindruck der Lieder. 2014 hatte ich meinen Einsatz mit dem Tipp auf die Niederlande zwar verloren, aber dafür die folgenden 4 Jahre immer gewonnen. Wenn man es nicht verbissen sieht und eh davon ausgeht, den Einsatz in den Bulli zu werfen, kann das Spaß machen.

  3. Schimpf. Schimpf. Rohrspatz. Schimpf. Flügelschlag. Schimpf. LOL

    „Ruhig, Brauner.“

    OK, jetz mal ganz sachlich: Hier war alles perfekt: Komposition, große Orchestrierung, Selbstaufbautext, Schwellung … Steigerung … Explosion …, stimmliche Ausführung, Bühne, Kleid, Licht. Einziger Makel dabei: Nichts davon berührt oder erreicht mich. Ganz im Gegenteil: Bei solch grandiosen Gesamtpaketen muss ich immer schmunzeln. Trotzdem Glückwunsch!

    P.S. Wo ist Nicole? LOL (ein Reim zum Heiligen Abend …)

  4. Würdige Nummer eins. Das war wirklich ein besonderer Moment damals, In Österreich löste das einen ungeheuren Hype aus. Schade dass es Nicole nicht in die 24 geschafft hat, aber daran sieht man auch, dass ihr Lied damals, obwohl es eigentlich ein Welthit war, doch nicht für die Zukunft gemacht wurde.

    • Ich würde nicht sagen, dass Nicoles Lied nicht für die Zukunft gemacht wurde/wäre, eher zeigt mir der Kalender, dass die ESC-Enthusiasten hier doch in ihrer eigenen Blase leben. Nicht wenige der Lieder, die es reingeschafft haben, waren WIRKLICH „zukunftsträchtig“ (um bei diesem Begriff zu bleiben), ihr Erfolg bescheiden.
      Was den Kalender nicht schmälern soll. Danke dafür. War schon vieles überraschend, was ich eher positiv bewerte. Aber halt wirklich so ein ESC-Kosmos-Ding ohne Ausstrahlung darüber hinaus. Was ich – nochmals – nicht abwertend meine, ist ja schließlich ein Forum was sich mit dem Contest beschäftigt, darüber hinaus nur, wenn gewisser Bezug besteht.

      • Schlecht formuliert. Gemeint ist: Einige der Lieder, die es reingeschafft haben, waren nicht WIRKLICH „zukunftsträchtig“

    • Als wir in den Top 5 angelangt waren, hatte ich schon befürchtet, dass Nicole hier wohl nicht mehr auftauchen würde, aber ein Fünkchen Hoffnung war schon noch da. Dass mein Lieblingstitel unter den deutschen Grand-Prix-Siegern es gar nicht in den Adventskalender hineingeschafft hat, finde ich nun schon ein bisschen schade. Aber ich will mich nicht beklagen, ich hatte sie, wie auch alle anderen DACH-Siegertitel, ja auch nicht auf meiner Liste, und schließlich waren viele andere schöne Titel hier im Kalender mit drin, auch manche positiven Überraschungen.

      Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass „Ein bisschen Frieden“ nicht für die Zukunft gemacht wurde. Wenn wir den Winter 2020 als „Zukunft“ aus damaliger Sicht definieren wollen, dann vielleicht schon. Wir leben gerade in einer Zeit, in der Lagerdenken, Polarisierung, eindeutiges Parteiergreifen und „moralische Klarheit“ an Gewicht gewonnen haben, da kommt ein Lied mit „Ein bisschen“ in der Titelzeile womöglich nicht so gut. Aber wahrscheinlich ist das viel zu viel hineininterpretiert. Was ich eigentlich sagen wollte: Die „Zukunft“ von damals ist eben nicht nur der Winter 2020, in ein paar Jahren kann alles schon wieder ganz anders sein und Nicoles schöner Titel wieder viel höher im Kurs stehen. Dass solche Änderungen recht schnell gehen können (auch in die andere Richtung), sieht man daran, dass sie im letzten Jahr noch einen achten Platz im Adventskalender geschafft hat, wenn ich mich richtig erinnere.

    • Nicole landete auf Platz 44.

      Ich würde aber nicht soweit gehen, dass das Lied heute nicht mehr berührt. Es gibt ja einige Liebhaber davon und „Ein bisschen Frieden“ ist ein absoluter Klassiker.

      Persönlich glaube ich eher, dass das Lied ein paar Schrammen bekommen, da Nicole sich nicht immer ganz so sympathisch gezeigt hat (ich erinnere mich da an einige unglücklichen Kommentare neueren ESC-Teilnehmern gegenüber oder ihren katastrophalen Auftritt beim ECG-Fantreffen). Aber vielleicht ist das auch nur mein persönlicher Eindruck.

      Mir ging es beim Kalender, bzw. der Frage nach euren liebsten Beiträgen ja eigentlich nur darum, eure Lieblingsbeiträge mit Erinnerungen wiederzubeleben und für diese Erinnerungen eine möglichst große Schnittmenge zu finden und nicht darum eine wissenschaftlich sicherere Statistik am Ende zu haben. Und da können natürlich auch nicht alle guten Lieder drin auftauchen.

      • Danke für diese Informationen, Manu. Ich wusste nicht, dass Nicole sich durch einen Auftritt bei einem ECG-Treffen bei manchen Fans womöglich unbeliebt gemacht hat. Vor ein paar Jahren war sie Überraschungsgast beim OGAE-Jahrestreffen, dort kam sie laut Bericht auf der OGAE-Homepage bestens an.

  5. Hier unterscheide ich zwischen den Auftritt und den Song. Der Auftritt war sensationell, es wurde auch eine wichtige Botschaft in die Welt getragen.
    Der Song sagt mir allerdings nicht so zu. Akustisch gibt er mir nichts, nur in Verbindung mit dem Auftritt. Aber ich hatte das Gefühl, man wurde damals schon schief angeschaut wurde, wenn man sagte: „Nee, der Song gefällt mir nicht“. Im schlimmsten Fall wurde man als homophob kritisiert. Das fand ich nicht in Ordnung.
    Ganz besonders ist mir negativ in Erinnerung geblieben, wie die russischen Zwillinge ausgebuht worden sind,
    weil sie wohl stellvertretend für die Politik Russlands verantwortlich gemacht wurden, an dem Abend.
    Fand ich, mit Verlaub, widerlich.😕

    Egal, die Niederlande waren zwar mein Favorit, aber ich habe mich für Conchita Wurst und Österreich trotzdem sehr gefreut.🙂 Die Österreicher haben uns ja auch einen wundervollen ESC beschert.

    Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Manu für den tollen Adventskalender bedanken, ich habe mich jeden Tag darauf gefreut.😊

    Euch allen und Euren Lieben wünsche ich ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest in diesem wirklich schwierigen Jahr. Versuchen wir, das Beste draus zu machen. Und bleibt gesund.

    • Gaby, danke für diesen Kommentar. Auch ich fand und finde das Lied nicht soo besonders, aber der Auftritt war wirklich ganz große Klasse. So richtig konnte ich mich an diesem Abend nach der Wertung jedoch nicht freuen, weil mich das Ausbuhen der Tolmachevy Sisters so schockierte. Da war doch eine ganze Menge Toleranz-predigender Menschen ähnlich wie die Conchita-Gegner in einem Gut-Böse-Schema verfangen. Hatte man die Zwillingsschwestern erst mal als Repräsentantinnen des „Bösen“ (in Form von Russland) identifiziert, war für manche „Guten“ die Berechtigung, ja womöglich die moralische Verpflichtung gegeben, hemmungslos herumzubuhen. Wie es dabei wohl den jungen Künsterlinnen dabei ging, war den moralisch Rechtschaffenen in dem Moment ganz offensichtlich egal.

    • Conchitas teils massive Gegenreaktionen haben 2015 sehr deutlich gemacht, dass Menschen aus unterschiedlichsten Gründen noch immer stark angefeindet werden.

      Ich glaube das hat viele ESC-Fans einfach aufgebracht. Und da war es einfach sich auf den Feind „Russland“ einzuschießen, schließlich kamen aus Russland ja auch viele drastischen Anfeindungen gegenüber Conchita. Diese Wut hat sich beim Contest in gewisserweise entladen, die beiden Schwestern konnten einem dabei tatsächlich leid tun, auch wenn der Unmut nicht ihnen als Künstlerinnen galt.

      Ein ähnliches Verhalten gab es ja auch ein Jahr danach. Da hatten die Fans aus diesem Zwischenfall eigentlich gelernt und die russische Künstlerin vom politischem Verhalten des Landes „freigesprochen“ – bejubelten diese sogar ausgiebig. Als sie dann im Voting aber führte, war Polina aber eben doch der russische Beitrag und die Fans in der Halle wurden immer unruhiger – gewinnen sollte Russland ja nun nicht, da wollte man ja nächsten Jahr nicht hinfahren müssen.
      In der Fernsehausstrahlung wurde an den stellen Fake-Applaus drüber gespielt (wie auch bei einigen Auftritten), aber in der Halle war der Unmut laut zu hören, deshalb haben die Kommentatoren und Conchita das Publikum zurechtgewiesen.

      • Danke für die Info, Manu. Mir ist klar, dass die Zwillinge nicht als Künstlerinnen ausgebuht worden sind. Aber es war trotzdem sehr unsensibel, denn sie haben es natürlich auf sich bezogen, und, ich glaube, sie haben hinterher auch geweint. Wen wundert’s.

      • Noch ein kleiner Nachtrag, um nicht mißverstanden zu werden: Conchita Wurst konnte natürlich nichts dafür, das ist mir auch klar.

      • Der Zorn über fiese Angriffe auf Conchita damals ist vollkommen berechtigt. Dass die Tolmachevy Sisters viel von diesem Zorn abbekommen haben, auch wenn es nicht direkt auf sie bezogen war, hätte aber trotzdem nicht sein dürfen.

        Dass der bei manchen anscheinend vorherrschende Gedanke, ganz Russland sei gegen Conchita, falsch war, zeigt sich an den 5 Punkten, die von dort an Österreich gingen (ich glaube, beim Televote lag Conchita dort sogar auf Platz 3).

        2015 hat sich Conchita sehr fair gegenüber Polina Gagarina verhalten und sie in Schutz genommen, das rechne ich ihr sehr hoch an (damals habe ich mich über die Dramaturgie bei der Reihenfolge der Wertungen sehr geärgert, es sollte eine Weile so aussehen, als ob Russland gewinnt; die Reihenfolge sollte meiner Meinung nach schon vor Abgabe der Jury-Wertungen genau festgelegt werden).

        Und zuletzt (das habe ich oben glaube ich nicht klar genug ausgedrückt): Ich habe mich über Conchitas Sieg damals trotz meines oben beschriebenen Buh-Frustes wirklich gefreut.

      • Ein Satz von mir im Abschnitt zu 2015 (in der Klammer) ist sehr verwirrend, daher nochmal ein Versuch:

        Um solche Dramaturgie-Spielchen zu verhindern, hätte die Reihenfolge, in welcher die Wertungen abgegeben wurden, bereits vor dem Jury-Finale einen Tag vor dem ESC-Finale feststehen sollen (heute ist durch die gesonderte Bekanntgabe des Televotings nach der Jury die Reihenfolge der Jury-Wertungen ja eh nicht mehr ganz so wichtig).

        Man konnte in jenen Jahren auch davon ausgehen, dass das Land mit den ersten 12 Punkten nichts mit dem Gesamtsieg zu tun haben würde.

  6. Uiuiui, ein Abend, den ich wohl nie vergessen werde.
    Nach meiner Kindheit der erste ESC, den ich mitverfolgt und bei dem ich mitgefiebert hatte.
    Ich hatte einige Zeit vorher ahnungslos ‚Willkommen Österreich‘ gesehen und zu Gast war eine gewisse Conchita, die ihren ESC-Beitrag zusammen mit Russkaja zum Besten gab. Ich hab den Mund nicht mehr zu bekommen und war hin und weg. Daher stand für mich fest: Ankucken und abstimmen!
    Am Abend des ESC war es dann soweit. Ich saß auf der Couch und hab mir mit wachsender Begeisterung Erdnüsse in den Rachen geworfen. Und dann isses passiert: Atmen ging weder ein noch aus.
    Es ist mir bis heute noch nicht ganz klar, wie man sich die Luftröhre mit einer Schxx..Erdnuss so dermaßen abdichten kann.
    Neben mir mein pennender Schatz, sehr müde wegen Frühschicht und absolutem Desinteresse an der kulturellen Veranstaltung. Und den krieg mal wach! Sprechen war auch schlecht so ohne Luft.
    Irgendwann hab ich ihn mit ein paar Hieben erwecken können und nach anfänglichem Mosern nahm er die Panik in meinen Augen war.
    Rumdrehen, auf Rücken hauen und irgendwann ‚plopp‘.. Ich war fix und alle. Aber superglücklich nachdem auch so viele andere begeistert waren wie ich von diesem Wahnsinnsauftritt.

    Schöne Weihnachten Euch!

  7. Mich wundert ein bisschen wo Céline Dion ist…
    Meine Awards:
    Bester Song Deutschland: 3-geteilt: 2005, 2012, 2016 (ja, so bin ich eben)
    Bester Song Österreich: Geteilt: 2016, 2018
    Bester Song Schweiz: 2020 (2016 nur ganz kanpp dahinter)
    Bester VE-Song: Scooter beim deutschen VE 2004 mit Jigga jigga

  8. Ich hab zwar absolut gar nichts mit der Lbgt (heißt das so?) zutun, aber dieses Lied mit Conchita Wurst ist für mich einer der Besten Sieger.
    Und ich hab nie diesen ganzen Scheiß mit: „Ekelhaft“ oder „iii eine Frau mit ein Bart“ verstanden.^^
    Sie ist so sympatisch und der ESC in Wien war stark.

    Euch allen eine Frohe Weihnachten und bleibt Gesund! 🙂

  9. Auch ich wünsche allen hier wunderschöne Feiertage. So toll wie Manu den Adventskalender gemacht hat, werde ich ihn nächstes Jahr als NIkolaus für die Kinder buchen. 😉

  10. Viele Weihnachtslieder an den kommenden drei Tagen auf ESCape Radio? Sollte am 25. und 26. nicht die Rangliste mit den besten ESC- und Vorentscheidstiteln aller Zeiten erscheinen, für die lange die Umfrage auf ESCape Radio geöffnet war?

    • Ganz ehrlich… die letzten Tage waren sehr arbeitsintensiv und ich habe die Auswertung noch nicht abschließen können.

      Asche auf mein Haupt – aber die TOP 300 wird es jetzt erst an Silvester und Neujahr als Wiederholung geben können. Wird aber auf der Homepage, Instagram und Twitter in den kommenden Tagen noch angekündigt.

      • Überhaupt kein Problem! Ich hatte nur nachgefragt, weil ich durch die Programmänderung schon befürchtet hatte, es seien nicht genug Stimmen für eine Top 300 eingegangen und das Ranking habe sich erledigt. Schön, dass es doch stattfindet! Und ob Weihnachten, Neujahr oder auch erst im März – überhaupt kein Problem, Vorfreude ist schließlich die schönste Freude 🙂 Also, lass dich nicht irgendwie hetzen, sondern genieß die Zeit zwischen den Jahren!

        Überhaupt: Allen Bloggern wie Lesern wunderschöne Weihnachten!

  11. Ich als Nicole Fan bin schon traurig das sie nicht dabei war aber letztendlich ist es Wurst wer an erster Stelle ist. Chonchita ist es und damit herzlichen Glückwunsch sie hat es verdient.
    Allen ein frohes aber auch besinnliches Weihnachtsfest. Bleibt gesund

    • Wie schön, ich fühle mich gerade, als hätten „wir“ (=🇦🇹) den Song Contest noch ein weiteres Mal gewonnen.
      Danke für den schönen Weihnachtscountdown und alles Gute Euch allen!

  12. @manu

    Danke für diesen wieder mal sehr interessanten Kalender, habe diesmal leider versäumt etwas abzuschicken.

    Kleine Idee für nächstes Jahr: Da könnte es doch um die besten Siegertitel gehen, also dass jeder da in bewährter Manier seine Lieblingssieger schickt und man daraus so einen Kalender wie dieses und letztes Jahr macht.

    Wünsche allen Forumsmitgliedern ein schönes und frohes Weihnachtsfest!!

    • Danke, das freut mich wirklich sehr das es einigen von Euch so gefallen hat.
      Und danke für den Denkanstoß – ich werde das Jahr nutzen mir etwas schönes auszudenken.

  13. Was für ein Abend.

    Ich live dabei, neben mir auf der anderen Seite des Ganges ein junger Österreicher.

    Nie habe ich vorher erlebt, dass der Saal das ganze Lied mitgesungen hat. Okay, kommt schon mal vor, dass die Spanier unter den Zuschauern ihren Song lauthals singen, aber der ganze Saal?

    Und dann gewinnt die das Ding auch noch. Und meine zweite Favoritin wird 3., ich hatte mein Undo Parfüm aufgetragen…. Mit Holland kann ich übrigens bis heute nicht soviel anfangen. Verstehe den zweiten Platz bis heute nicht Aber, Gaby, …Geschmäcker sind verschieden.

    Diese Punktevergabe….ui ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich sie mir anschaue, genau wie bei Lenas Sieg. Und dann habe ich „meinem“ Österreicher noch gesagt, es reicht, ihr seid nicht mehr einzuholen. Und er ist mir um den Hals gefallen. Dann erst haben es die Moderatoren verkündet. Man was für eine Nacht.

    Der Österreicher ging und hat mit für meinen Support gedankt……..vielleicht hätten wir zusammen feiern sollen? Zu spät.

    Hinterher hat Conchita dann noch mehr Anerkennung bekommen, durch ihr Auftreten über das ganze folgende Jahr.

    Ich liebe diesen Song und auch ihr gesamtes erstes Album. Kann ich bis heute rauf und runter hören.

    Kleines PS zum Ende: Die russischen Zwillinge wurden gar nicht ausgebuht, nur eben das Land. Es war gerade die Zeit als Russland die Krim annektiert hatte. Klar, die Mädels konnten einem leid tun. Aber viele Buhs kamen auch für die Juries, wenn mal wieder die Post-Sowjetstaaten sich die Punkte zuschoben, passiert übrigens auch wenn, Zypern von Griechenland 12 Punkte bekommt (und umgekehrt), egal wie schlecht der Song ist.

    Euch allen ein frohes Fest.
    Danke, dass es dieses Forum gibt. Und mögen wir uns in einem Jahr um diese Zeit über die Frage streiten, ob wir denn nun verdient in Rotterdam gewonnen haben oder es doch verdientermaßen Schweden hätte werden müssen.

    • Tolle Geschichte und es ist in der Tat immer interessant was für flüchtige aber herzliche Kontakte man beim ESC knüpft. Da kann man nur hoffen, dass es bald wieder möglich ist ihn wieder live zu erleben.

  14. Danke Manu für Deine informativen und teilweise sehr persönlichen Texte, ich bin gespannt, welche Idee Du im nächsten Jahr hast 🙂

    Schöne Feiertage allerseits und Gratulation an unsere Kaiserin 🙂

  15. Auch von mir vielen Dank an Manu für diesen tollen Adventskalender!

    Ich wünsche allen BuBs und LuLs (Bloggerinnen und Bloggern und Leserinnen und Lesern 🙂 ) schöne Weihnachten!

  16. Ich mag den Song an sich schon sehr gerne, habe aber sowieso eine Schwäche für „Bond-Balladen“ 😀 Dazu der Look, die Ausstrahlung, das Bühnenbild, die Message… ein absolut verdienter Sieg 2014 und im Adventskalender 2020 (außerdem gut für meine Christstollen-Planung ^^)

    Danke @manu für die tollen Geschichten. Ich hoffe, wir werden nächsten Jahr den nächsten Adventskalender erleben 🙂

  17. „oder es waren Auftritte von eindeutig schwulen Teilnehmern (wie z.B. Bosnien 2004 oder Rumänien 2006)“ – Hatten beide nicht Freundinnen gehabt? Warum eindeutig schwul? Woran wird das festgestellt? Geoutet haben sie sich beide doch nicht, vielleicht also doch nicht so eindeutig? Man will ja nix unterstellen, was nicht stimmt.

    • Mir ist nicht bekannt, dass die beiden mal Freundinnen hatten und sicher liegt es mir fern jemanden „aus Versehen“ zu outen. Ich hab also nochmal recherchiert: Deen sagt von sich tatsächlich nicht schwul zu sein, es tut mir leid, das hatte ich total falsch im Kopf, ich dachte beiden gehen damit sehr eindeutig und offensiv um. Danke für den Hinweis.

      Ich habe die Stelle im Artikel auch insgesamt gelöscht, vielleicht bin ich mit den Beispielen etwas übers Ziel hinausgeschossen.

      • Bei Rumänien 2006 habe ich da auch meine Zweifel, ob der umtriebige Mihai Trăistariu wirklich dem gleichen Geschlecht zugeneigt ist.

      • Auch wenn ich da keine Zweifel habe, ich hab es gelöscht. Ist ja auch irgendwie blöd, sich darüber Gedanken zu machen, soll ja jeder für sich selbst entscheiden und das war Mutmaßungen waren nicht mein Bestreben.

  18. Oooooh ich bin entzückt! Was für eine würdige Nummer 1! Conchitas Ansprache nach ihrem Sieg ist für mich nach wie vor der größte ESC-Moment ever. War das ein toller Abend!

    Auch danach ging es ja hoch her, und meiner eigenen Nachbetrachtung habe ich bis heute eigentlich nichts hinzuzufügen. Wer sie lesen mag, bitteschön: http://sixtussagtmiau.blogspot.com/2014/05/das-finale-platz-1-conchita-toleranz.html (ich hoffe, ich darf das hier verlinken!)

    Meine persönliche Reihung für den Adventskalender hätte (natürlich) deutlich anders ausgesehen, nichtsdestotrotz war das eine sehr schöne Adventslektüre mit einigen sehr hübschen Überraschungen. Lieber Manu, vielen, vielen Dank für die Mühe, die Du Dir und die Freude, die Du uns damit gemacht hast!

  19. Eine absolut verdiente Gewinnerin und sehr positive Überraschung! Als ich hörte, dass Conchita ausgewählt wurde, waren meine Erwartungen sehr niedrig und ich dachte „Oh Gott, eine Reality-Trash-Figur“ (im Sommer davor war sie in einem Format „In high heels durch die Wüste oder ähnlich“. Dann der Song and the rest is history! War im Semi live dabei und fast die ganze Halle sang den Refrain mit woooow! Bei der Bekanntgabe der Finalteilnehmer wurde Österreich gemeinerweise als letzte bekanntgegeben, Wahnsinnsspannung. Entschuldigung noch mal an unsere österreichischen Nachbarn für die Wertung durch unsere von Asi-Rapper Sido dominierte Jury. Aber Ende gut, alles gut!
    Was man von diesem Jahr zumindest insoweit sagen kann, als dass es sich dem Ende entgegen neigt – Danke an alle Blogger und (die meisten) Kommentatoren, die viele Lichtblicke beigetragen haben. Allen frohe Feiertage! xxx.

  20. War es ein Zufall, dass ausgerechnet gestern bei uns dass W-Lan zusammengebrochen ist? Aber so ein ehemaliger Fernsehtechniker im Haus hat schon so seine Vorteile.
    .
    Der 1. Platz ist nicht meins, alles zu kalkuliert, und dieses James Bond Thema, nee mag ich nicht, aber was solls.
    .
    Vielen Dank für diesen wieder sehr gelungenen Adventskalender und die tollen Artikel, echt klasse.
    Und frohe Weihnachten allen zusammen🎅

  21. Auch von mir vielen Dank für diesen schönen Adventskalender. War besser als meiner zu Hause.
    Finde auch eine verdiente Nummer 1 (war meine Nummer 4), während die Gesamt-Nummer 2 meine Nummer 1 war. Was mich ein wenig wundert…bisher hat noch keiner nach den weiteren Platzierungen gefragt, außer punktuell Nicole und Celine Dion (die beide auch nicht in meinen Top 10 waren). Allerdings vermisse ich aus meinen Top 10 noch einige Beiträge, wie zum Beispiel das wunderbare „Falter im Wind“ von den Milestones aus 1972.
    Habe ich was verpasst und man kann die weiteren Platzierungen irgendwo sehen, oder gibt es die Möglichkeit diese zu veröffentlichen?

Schreibe eine Antwort zu RichardEsc13 Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.