Advent der besten ESC-Momente (7): Platz 18 – „Söngchen wechsel dich!“

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Wir haben Euch im letzten Monat nach Euren ESC-Lieblingsmomenten gefragt. Momente, die Euch berührt haben, Momente die euch ausflippen und zum ESC-Fan haben werden lassen. Einen lieben Dank an dieser Stelle an alle die dabei mitgemacht und so insgesamt 224 unterschiedliche ESC-Momente in die Auswahl gebracht haben. Diese haben wir ausgewertet und präsentieren Euch nun Eure liebsten 20 Momente – jeden Tag einen neuen. Bis Heiligabend!

 

Platz 18: Interval-Act „Switch Song“ (36 Punkte)

Ehemalige ESC-Teilnehmer als Intervall-Act zu engagieren mag jetzt nicht so super kreativ sein. Doch der Clou in diesem Jahr: Conchita Wurst, Måns Zelmerlöw, Eleni Foureira und Verka Serduchka spielten eine Art „Bäumchen-wechsel-dich“ mit den jeweils anderen Songs bzw. dem letztjährigen Siegersong.

Schon im Vorfeld der Show wurden die jeweiligen Konstellationen bekanntgegeben. Doch dank der Zusage von Madonna ebenfalls als Intervall-Act aufzutreten, rückte dieser Programmpunkt etwas in den Hintergrund des Fan-Interesses und der Berichterstattung. Und das – das kann man in der Nachbetrachtung eingestehen – völlig zu Unrecht.

Eingebettet in eine Art stilvolle Spielshow begrüßte der Moderator Assi Azar eine dunklere, männlichere Conchita Wurst auf der Bühne. In einer Klamotte mit viel nackter Haut, nur versteckt unter transparentem Netzstoff und schwarzem Bikini, mit dunkel geschminkten Augen, Ledercap und Federboa, sorgte sie für den ersten „wtf-moment“. Conchita sang unter den skeptisch-interessierten Augen von Måns Zelmerlöw eine mystischere Version seines Gewinnerbeitrages „Heroes“ – samt bekanntem Strichmännchen.

Måns Zelmerlöw mit seinem „Heroes“ in Wien 2015

 

Måns zeigte sich begeistert und erhielt seinerseits wiederum den Titel „Fuego“ von Eleni Foureira, die sich in eine riesige rosa Federboa gehüllt hatte. Auch Måns zog bei „Fuego“ die Handbremse und interpretierte das feurige „Fuego“ als moderne Popballade.

Eleni Foureira entfachte ihr „Fuego“ 2018 in Lissabon und holte damit das beste
Ergebnis aller Zeiten für Zypern beim Eurovision Song Contest

 

Eleni kippte dann allerdings den Schalter um, übergab divenhaft ihre Boa an Assi, stand in einem Hauch von Nichts und mit glitzernden Sternen auf der Haut auf der Bühne und versetzte die komplette Halle augenblicklich in den Partymodus. Der zwölf Jahre alte Beitrag „Dancing Lasha Tumbai“ von Verka Serduchka schafft es von sich aus zwar schon jede Party in Ausnahmezustände zu bringen, aber Elenis Version und Auftritt samt vier Tänzern hob „Dancing Lasha Tumbai“ erfolgreich ins Jahr 2019.

Seit nunmehr 12 Jahren fest im Herzen vieler ESC-Fans eingebrannt:
Verka Serduchkas „Dancing Lasha Tumbai“ – 2007 Platz 2 in Helsinki

 

Dieses Level hielt auch anschließend Verka Seduchka, die Nettas letztjährigen Gewinnerbeitrag „Toy“ in einer Verka-typischen „1-2-3-Disco-Partyversion“ darbot.

Netta holte mit diesem Auftritt im letzten Jahr zum insgesamt
vierten Mal den Titel nach Israel.

 

Vereint sangen die vier zum Schluss noch mit Gali Atari die Siegerhymne „Hallelujah“ die 40 Jahre zuvor den Eurovision Song Contest gewonnen hatte.

Eine ESC-Hymne für die Ewigkeit: Milk and Honeys
Gewinnertitel von 1979 im eigenen Land

 

Das Bühnenbild erinnerte an die Bühne von 1979, das Publikum sang lautstark mit und kürte diesen Intervall-Act damit zu einem ganz besonderen Moment der Eurovision-Geschichte.

 

Die bisherigen Adventstürchen findet Ihr übrigens hier:
Teil 1 – Die frühen Jahre (1956 bis 1999)
Teil 2 – Alles Neu? Die Jahre 2000 bis 2019
Teil 3 – Das große Drumrum (Openings & Interval-Acts)
Teil 4 – Und bei uns so? Deutsche Beiträge
Platz 20: Johnny Logan „Hold me now“ (33 Punkte)
Platz 19: Dana International „Diva“ (34 Punkte)



19 Kommentare

  1. Ich wundere mich, daß das on den Top 20 gelandet ist. Eine müde Kopie von „Sing mein Song“. Leider war auch die Teilnehmerauswahl suboptimal. Neben Conchita wären Edsilia Rombley, Loic Nottet und Ruth Lorenzo die bessere Wahl gewesen.

  2. Supernummer mit vielen Überraschungen; nach Love, love, peace, peace – das sicher noch kommt – mein Lieblings-Intervallakt!

  3. Hatte ich irgendwie gar nicht auf der Rechnung.
    Mit dem Katastrophenauftritt von Madonna hab ich den Intervallact 2019 unverdientermaßen verdrängt.
    Dabei war das super interpretiert, vor allem Fuego von Mons finde ich sehr schön. (inkl. der kopierten Kameraeinstellungen zu Beginn)

  4. Bei den Pausenacts kenne ich mich nicht aus, weil bei uns während der Pausenacts immer heiß diskutiert und fleißig Punkte gezählt wird. Nach dem ESC bin ich dann meist zu faul, mir die Pausenacts anzuschauen. Also kenne ich gar keine, außer der legendären Petra & Måns-Nummern von 2016. <3
    Habe mir jetzt die im Artikel verlinkten Clips angeschaut. Ganz nett, aber nichts, was ich unbedingt noch mal sehen muss.

  5. Der Gig war mega…leider waren aufgrund der überspannten Berichterstattung für Madonna, alles darauf fokussiert. Dann doch ziemlich zu unrecht…na ja, hinterher ist man immer schlauer 😉

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