Albanien: Klare Sache für Favoritin Elvana Gjata beim Festivali i Këngës?

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Ihr Song „Me Tana“ hat innerhalb kürzester Zeit die Millionen-Marke auf Youtube geknackt, ihre Konkurrenten sind davon weit entfernt. Die Rede ist von Elvana Gjata, die, wenn es nach dem derzeitigen Hype geht, ihr Land Albanien in Rotterdam vertreten könnte.

Die 32-jährige Sängerin aus Tirana ist ein Star in ihrem Land. Nummer-1-Hits in Albanien und im Kosovo prägen ihre Karriere. Bislang blieb sie dem Festivali i Këngës, das mittlerweile als Vorentscheid für den ESC dient, aber fern. Ihre einzige Teilnahme war im Jahr 2003 mit dem Song „Prane Teje“; damals nahm Albanien jedoch noch nicht am ESC teil. Nun will Elvana es jedoch wissen und startet mit einer eingängigen Pop-Nummer nächste Woche bei der 58. Edition des traditionsreichen Festivali i Këngës.

ESC-Fans feiern Elvana

Auf Social-Media-Plattformen wie Twitter wird Elvana bereits von ESC-Fans aus ganz Europa gefeiert. Manch einer zieht Vergleiche zu den letzten beiden zypriotischen Beiträgen. Ein albanisches „Fuego“ also? An dieser Stelle sei noch mal gesagt, dass Eleni Foureria selbst albanische Wurzeln hatte. Aber nun wieder zu Elvana.

Ihr Song „Me Tana“ gilt wohl als aussichtsreichster Beitrag im albanischen Teilnehmerfeld. Über eine Millionen Mal wurde das Lied auf YouTube abgespielt. Zum Vergleich: Der zweitbeliebteste Beitrag auf YouTube ist „Bohem“ von Eli Sara & Stresi, das traditionelle albanische Klänge mit Rap-Einlagen mischt. Es zählt bislang etwa 188.000 Aufrufe.

Wenn es nach den Fans geht, wird jedoch auch Era Rusi ein Wörtchen mitreden. Auch sie startet mit einer poppigen Nummer mit traditionellen Einflüssen. Doch Vorsicht bei den Hypes: ESC-Fans verlieben sich leicht in Pop-Songs. Diese sind in der Vergangenheit europaweit aber auch gerne einmal abgestürzt. Zudem ist der Geschmack der Albaner traditionell schwer einschätzbar.

Für Elvana spricht jedoch, dass sie nicht nur bei ESC-Fans, sondern auch in ihrer Heimat bestens ankommt. Und: Auch für deutschsprachigen Fans hat sie etwas zu bieten: Im August erschien „Meine Liebe“, eine gemeinsame Single mit dem ehemaligen DSDS-Teilnehmer Ardian Bujupi.

Es wird spannend am 19., 20. und 22. Dezember, wenn das 58. Festivali i Këngës in Tirana steigt. Für viele ist es eines der stärksten, wenn nicht das stärkste Teilnehmerfeld der letzten Jahre beim albanischen Vorentscheid. Und wie so oft liefert das Festival (voraussichtlich) den ersten Beitrag der neuen ESC-Saison. Auf ESC kompakt bieten wir für beide Vorrunden einen Live-Chat an; zum Finale wird es dann einen Live-Blog geben. Stay tuned!


19 Kommentare

  1. Der Song gefällt mir wirklich sehr gut. Es würde mich freuen, wenn Elvana Gjata mit diesem schönen Stück in Rotterdam auftreten könnte.

  2. Nach Mall und Ktheju Tokës wäre dieser Song für mich schon eine Enttäuschung, da er überhaupt nicht meinen Geschmack trifft. Aber besser als Replay gefällt er mir auf jeden Fall und wenn er auf Albanisch bleibt kann ich mich vielleicht sogar mit ihm anfreunden

    • Die Albaner sollten sich dieses Jahr unbedingt mal für etwas Moderneres entscheiden – Elvanas Song gefällt mir gut, und ist glaub ich auch mein Favorit!
      Ich hab sehe nur 1 Problem: Der Song ist fast 40 Sekunden länger, als er eigentlich für den ESC sein darf. Einen Song so zu kürzen, dass es einem Zuhörer nicht so vorkommt, dass etwas fehlt ist glaub ich nicht so einfach (siehe Glorious von Cascada 2013).
      Ich wüsste auch nicht, was sie kürzen sollte. Es ist stimmig, so wie es ist. Der Beginn sollte auf jeden Fall bleiben, der lässt den Song noch wachsen und von der Klassik zur Moderne werden, wenn man das so schreiben kann 😂

  3. Von den drei Songs finde ich ganz klar „Bohem“ am Interessantesten.

    Außerdem würde die albanisch bohemische Rap-sodie auch exzellent zu unserem deutschen Beitrag von DHG passen. 😀

  4. Oh Albanien! Sollte man mir genau 10 Jahre nach Juliana Pasha den Gefallen tun, eine moderne Nummer von einer jungen Künstlerin nach Rotterdam zu schicken, die dem lustigen Fakt gerecht wird, dass so viele aktuelle Pop-Weltstars ihre Wurzeln in der Region rund um Albanien und Kosovo haben (Dua Lipa, Ava Max, Rita Ora und Bebe Rexha)? Da kommt soviel Uptempo-Potenzial her! Let’s Go! 😃

      • Das stimmt! Aufgewachsen sind alle in UK oder US. Und ich bin sicher, dass das förderlich für ihre Karrieren war in Bezug auf Ausbildungen an Musikschulen, Plattenverträge etc, wenn man sich so die Lebenswege bei wiki durchliest… Trotzdem spannend 😀

  5. Ich kann mit „me tana“ gar nichts anfangen. Aber 25x hören, dann wirds schon gehen.
    Zu ardian bujupi. Er hat vor ein paar jahren mal am f.i.k. teilgenommen mit einem song, der mir tiptop gefallen hat, aber ich kann ihn nirgends mehr finden. Kann mir jemand helfen?

  6. Damit hätte sie mal 10 Jahre früher kommen müssen. Ledina Çelo reloaded in langweilig. Es gibt so viel besseres beim FiK 58

  7. Me tana wäre top für den Contest.
    Aber auch die Ballade Shaj gefällt mir.
    By the way: Shaj von Arilena Ara hat 350.000 Aufrufe und müsste „zweitplatzierte“ sein

    • Hey Nils. Als ich den Artikel geschrieben habe, war sie auf „Platz drei“. Ich habe jetzt auch gesehen, dass sie ordentlich zugelegt hat.

  8. Für mich ein ungewohnt starkes Jahr für albanische Verhältnisse. Doch ich muss dringend davon abraten, jemanden vorschnell zum Sieger zu küren. So sehr mir Elvanas Song gefällt, muss man bedenken, dass in Albanien immer noch Jurys das Wort haben. Und selbst wenn das Publikum abstimmen würde, so hat es oft anders gewählt als die Eurovision-Fans!

  9. So wie wir die albanischen Juroren kennen, werden sie etwas wählen, womit keiner so richtig rechnet. Allerdings überzeugen mich die „Favoriten“ auch alle nicht so sehr, von daher hätte ich nichts dagegen, wenn jemand anderes gewinnt.

  10. Viele von uns sind als Gastarbeiterkinder außerhalb Albanien,oder Kosovo geboren. Das bedeutet aber nicht das,,nur „unsere Wurzeln albanisch sind. Ein Albaner ist immer ein Albaner,zum Beispiel ich bin hier geboren aber ich helfe und unterstütze die Landsleute wo und wie immer ich kann. Bester Beispiel sind Rita Ora und Dua Lipa,die sofort nach dem Erdbeben 2 Millionen Euro gespendet haben,obwohl sie nur wie sie es nennen die Wurzeln tragen. Genau so respektieren und schätzen wir unsere jetzige Heimaten.
    Liebe Grüße an alle.

  11. Mich hat dieses Lied leider nicht überzeugt. Von Eugent Pushpepa (2018) und Jonida Maliqi (2019) war ich jeweils nach wenigen Sekunden begeistert. Ich habe die anderen FiK-Beiträge noch nicht gehört und hoffe, dass da wieder etwas typisch albanisches rausspringen und gewinnen wird. Dieses Lied ist doch zu sehr 08/15 und langweilig, weswegen ich nicht verstehe, warum das gehyped wird. Ich kann mir vorstellen, dass das es nicht durch das Halbfinale schafft.
    Aber bei dem Hype um den estnischen Song „Beautiful Lie“ bin ich dabei und hoffe, dass Estland genau das wählt.
    Sind ansonsten noch woanders potentielle ESC-Song schon hörbar oder sind Albanien und Estland zurzeit die einzigen Lieder?

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