Andorra kehrt wohl zum ESC zurück – allerdings erst 2022

Susanne Georgi Andorra ESC 2009 La Teva Decisió Get A Life)
Bild: NDR/Rolf Klatt

Vor einiger Zeit haben wir an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass es in Andorra Bestrebungen gibt, dem Land ein ESC-Comeback zu ermöglichen. Maßgeblich vorangetrieben wurde und wird dieses Unterfangen von der ehemaligen ESC-Teilnehmerin Susanne Georgi (Aufmacherfoto), die einen Sponsor für die Teilnahme des Zwergstaates gesucht und wohl auch gefunden hat.

Nun gibt es erfreuliche Neuigkeiten in dieser Sache: Im Interview mit William Lee Adams von wiwibloggs berichtet Susanne Georgi, dass es erst kürzlich ein Gespräch mit den Verantwortlichen gab, in dem diese grünes Licht für eine erneute ESC-Teilnahme Andorras gegeben hätten. Wegen der unsicheren Situation im Hinblick auf die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Eurovision Song Contest 2021 sei das Comeback aber nicht für 2021, sondern erst für 2022 geplant. Susanne selbst möchte dann nicht als Künstlerin für Andorra auf der Bühne stehen (auch wenn sie das für die Zukunft nicht ausschließt), sondern die ESC-Mission als Head of Delegation leiten.

Alles scheint also darauf hinauszulaufen, dass wir Andorra 2022 wieder beim ESC sehen werden. Susanne weist im Gespräch mit William allerdings auch darauf hin, dass bislang nichts schriftlich fixiert ist, sondern es nur mündliche Aussagen und Absichtserklärungen gibt. Insgesamt hat sie aber das Gefühl, dass sowohl die Verantwortlichen des Senders RTVA als auch die andorranische Regierung dem Plan sehr wohlwollend und aufgeschlossen gegenüberstehen.

Andorra beim Eurovision Song Contest

Andorra debütierte 2004 beim ESC in Istanbul und nahm bis 2009 sechsmal am Wettbewerb teil. Dabei konnte das Land nie das Finale erreichen. Die beste Platzierung für Andorra schafften Anonymous mit Platz 12 im ESC-Halbfinale 2007 mit „Salvem el món“. Susanne Georgi war 2009 die bislang letzte ESC-Teilnehmerin Andorras und landete mit „La Teva Decisió (Get A Life)“ auf Platz 15 im ersten Halbfinale.

Andorra gibt 2022 wahrscheinlich sein ESC-Comeback – freut Ihr Euch über diese Nachricht?


29 Kommentare

  1. Das sind tolle Neuigkeiten! Mir ist das Pyrenäenland als Rückkehrer lieber als die Türkei! Sollte es 2022 klappen, dann drücke ich dem Land, das von Frankreich und Spanien umgeben ist, einen tollen Song, mit dem erstmals der Finaleinzug gelingt. San Marino hat es als flächenmäßig kleinstes Teilnehmerland auch geschafft!

  2. Genau das gleiche hatten wir doch vor 2-3 Jahren schonmal; da hieß es auch, die Regierung hätte grünes Licht gegeben und die Gelder stünden bereit, doch dann: Pustekuchen!
    So lange man nicht auf der Teilnehmerliste steht, kann man viel erzählen. Ich will jetzt nicht die Party crashen, aber auf mich wirkt das ganze eher wie eine reine Publicity-Kampagne von und für Susanna Georgi. Wer weiß, vielleicht plant sie ja eine DMGP-Teilnahme und möchte die Bubble schon mal ein bisschen anheizen.

  3. Das wäre natürlich schlecht für Deutschland: Da Andorra immer viele Punkte an Spanien gegeben hat, könnte UNS dann nur noch UK vor dem letzten Platz retten.

  4. Immer gern willkommen… Ich freue mich insbesondere jeden Microstaat, der es Mal wieder schafft, teilzunehmen. Allerdings fehlt mir da noch grad der letzte Glaube, dass es klappen wird. Es gibt derzeit so viele (insb. coronär bedingte) Umbrüche, dass selbst Aussagen für 2022 in diesem Zusammenhang meines Erachtens zu unsicher sind.

    Könnt mir aber auch vorstellen, dass Andorras Wiedereinzug viel Mut den Unabhängigkeitsbestrebungeb Kataloniens zu tun hat, insbesondere um schon mal die Sprache und Kultur zu promoten. Geld könnte klar auch aus dieser Wirtschaftsregion kommen…

    • Glaube nicht, dass das die Unabhängigkeitsbewegung irgendwie beeinflusst. Hat es in der Vergangenheit auch nicht.
      Wird in den nächsten 100 Jahren auch nichts mehr

  5. Ja, am besten, kehren alle zurück. Neben Andorra dann noch Bosnien und die Türkei und Monaco und Luxemburg. Und Liechtenstein muss endlich debütieren. Und Kasachstan. Und der Mond.

    Ja, blasen wir den Contest ruhig noch mehr auf.

    • Gerne, warum nicht?😊

      Wobei…na ja, bei der Türkei wäre ich etwas zwiegespalten. Das Land hat den ESC mit tollen Beiträgen bereichert, aber in der jetzigen politischen Situation könnte ich auch gut auf die Türkei verzichten.

      • Warum man den Contest nicht noch mehr aufblasen sollte? Dazu könnte ich ganze Abhandlungen schreiben, aber das passt natürlich auf keinen Fanblog. Also dachte ich, ich persifliere das Ganze mal.

  6. 1/3 der wartezeit auf den nächsten esc ist schon wieder vorbei☺👍. In 5 monaten sollte bereits die erste vorentscheidung stattfinden. Ich wäre ja schon sehr interessiert zu wissen, welche szenarien die ebu bzw. das rd-ok.jetzt schon in der engeren wahl hat für den esc21

  7. Genau…warten wir erst mal ab bis es soweit ist. Bei diesen Mikrostaaten weiß man nie.

    Es gibt für die europ. Zwergstaaten die Olympischen Spiele der Kleinstaaten. Warum also nicht auch einen ESC für die Kleinstaaten veranstalten.

    Für Kids gibt es ja auch den JESC.

    • Ich bin mir nicht sicher, ob sich Malta für diese Idee begeistern könnte. Es wären ja nur 6 mögliche Teilnehmer in Europa, wenn ich mich nicht verzählt habe.

  8. Laut EU gibt es 14 Mikro-, Klein- u. Teilsouveräne Staaten.
    Mikrostaaten: Andorra, Liechtenstein, Malta, Monaco, San Marino & Vatikanstadt.
    Kleinstaaten: Luxemburg & Zypern.
    Teilsouveräne Staaten: Åland, Färöer, Gibraltar, Guernsey, Isle of Man & Jersey.

    • Ja, gut, ich hab jetzt nur die Zwergstaaten gezählt. Ich glaub, du merkst nun selber, dass deine Idee da noch etwas, sagen wir, unausgereift ist, oder? 🙂

      • Färöer, Gibraltar, die Kanalinseln sowie Isle of Man haben wenigstens ihre eigenen Covid-Statistiken bei Worldometer.

    • Ich wollte gerade noch das autonome Territorium Grönland hinzufügen, das ja irgendwie zu Dänemark gehört, allerdings habe ich zum Glück noch schnell nachgeschaut und meine Zweifel bestätigt gefunden: Grönland ist geografisch ein Teil Nordamerikas.

    • Du hast das Fürstentum Seborga vergessen – das war schon mit Fans und Flagge bei ESC dabei (aber natürlich nicht mit Song). Sowie Akrotiri und Dekalia (britisches Gebiet auf Zypern) und auch Aruba, Bonaire, Curacao oder Martinique oder St. Marteen, Saint Martin… gehören ja auch zur EU. Aber die meisten dieser Klein-, Microstaaten oder Außengebiete der EU haben vermutlich keinen eigenen Radio oder TV Sender und gehören somit nicht zur EBU. Leider oder Gott sei Dank.

  9. Ich hasse solche Beiträge, die auf einer Aussage einer einzigen Person beruhen, die schon bisher kaum durch Glaubwürdigkeit aufgefallen ist. Wenn ihr nicht recherchieren könnt oder wollt, dann lasst es lieber ganz bleiben. Sommerloch hin oder her!

    • Deinen letzten Satz finde ich reichlich unverschämt, sorry.☹️
      Die Blogger machen es ehrenamtlich, das darf man nicht vergessen. Ausserdem, egal, was an der Meldung dran ist oder nicht, es macht doch auch Spass, ein wenig zu spekulieren. Gerade im Sommerloch🙂.

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