Andorra: Rückkehr zum Eurovision Song Contest im kommenden Jahr?

Susanne Georgi ESC 2009 Eurovision Moskau Andorra

Kehrt Andorra im kommenden Jahr nach 12-jähriger Abstinenz zum Eurovision Song Contest zurück? Darüber gibt es unterschiedliche Angaben, wie unter anderem wiwibloggs berichtet.

Eigentlich hat sich der Zwergstaat in Form des verantwortlichen Sender RTVA festgelegt: 2021 soll es kein Comeback beim ESC geben. Diese Nachricht kam überraschend, denn eigentlich muss die Regierung darüber entscheiden, ob sie RTVA das zusätzliche Budget für die Teilnahme am Eurovision Song Contest bereitstellt – und war offensichtlich bis vor Kurzem auch bereit dazu. Warum es nun doch – und auch noch zu einem so frühen Zeitpunkt – eine Absage an eine Rückkehr gab, verliert sich in den Nebeln von Norwegen.

Doch es gibt noch Hoffnung: Die ehemalige andorranische ESC-Teilnehmerin Susanne Georgi (Aufmacherfoto) hat nämlich öffentlich gemacht, dass sie einen Sponsor aufgetan hat, der bereit ist, die ESC-Teilnahme Andorras mit Susanne als Teilnehmerin im kommenden Jahr zu finanzieren. Das hat sie wohl sowohl Regierungschef Xavier Espot Zamora mitgeteilt als auch dem Sender RTVA. Eine definitive Rückmeldung hat sie bislang nicht bekommen, man könne ihr aktuell weder eine Zu- noch eine Absage geben. Es gibt also durchaus noch die Möglichkeit, dass sich die Verantwortlichen in Andorra noch anders entscheiden und das Land doch am Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam teilnehmen wird.

Susanne Georgi war die sechste und bislang letzte Teilnehmerin, die für Andorra zum ESC gefahren ist. Mit ihrem Lied „La Teva Decisió (Get A Life)“ trat sie 2009 beim Contest in Moskau an und landete auf Platz 15 von 18 im ersten Halbfinale. Nachdem sich Andorra auch bei den fünf vorangegangenen Versuchen nicht für das ESC-Finale qualifizieren konnte, hat das Fürstentum seitdem auf eine Teilnahme am Eurovision Song Contest verzichtet.

Würdet Ihr Euch über eine Rückkehr Andorras zum ESC freuen?


52 Kommentare

    • Meine Güte, was muss Aly Ryan als billige Sing-Sang-Lady gehalten werden, wenn sie für jedes Land herhalten muss, nur um irgendwelche Wunschvorstellungen zu befriedigen. Hört doch auf damit, lasst die Frau selbst entscheiden.

  1. Xavier Darcy wäre auch eine Option für den Pyrenäenstaat. Ich würde mich freuen, wenn es zu einer Rückkehr von Andorra kommen würde und die Türkei weiterhin dem Ereignis fernbleibt.

    • Ich würde mich über Andorra und die Türkei freuen. Gerade die Türkei hat den Contest musikalisch schon oft bereichert.
      Und Monaco darf gern auch wieder starten, ich fand deren letzte Starter gar nicht so übel 😀

      • Nö, erst wenn Erdogan kein Präsident und die AKP nicht mehr Macht ist, darf die Türkei wieder zum ESC zurück.

    • Ich bin absolut für eine Rückkehr der Türkei.
      Die Belarus Diktatur nimmt fröhlich teil und dort sagt niemand was.
      In der Türkei funktioniert Demokratie und deswegen hat die AKP fast alle wichtigen Städte in der Regionalwahl verloren.
      Erdogan ist seit 2003 Präsident und die Türkei hat 10x unter seiner „Regentschaft“ am ESC teilgenommen

    • Über die Türkei würde ich mich sehr freuen, weil ich ihre Beiträge meistens immer noch sehr mag.🙂
      Ich glaube aber leider nicht an eine Rückkehr, genau so fürchte ich, dass wir auch Ungarn längere Zeit nicht mehr beim ESC sehen werden☹️. Es ist sehr, sehr schade, gerade Länder, die richtige Juwelen beisteuern, verabschieden sich vom ESC.
      Bei der Türkei wird es wohl politische Gründe geben, weshalb sie nicht mehr teilnehmen. Bei Ungarn weiss ich es nicht genau, aber schon möglich.
      Ich hoffe nur, dass sich vor allem kleinere Rundfunkanstalten in Zukunft den ESC noch leisten können.
      Gerade im Hinblick auf die Corona-Krise, die ja so manches Loch in die Staatskassen reißt. Selbst wenn ein Impfstoff verfügbar ist, und es wieder eine Veranstaltung mit Publikum geben kann, wird so manches Land schon ins Grübeln geraten.
      Die EBU sollte hier Kulanz gegenüber finanzschwacher Länder zeigen, finde ich, denn Musik und Unterhaltung ist gerade in schwierigen Zeiten extrem wichtig

  2. Für mich ist jedes Land eine Bereicherung, daher würde es mich freuen, wenn Andorra wieder teilnehmen sollte. Andererseits hat kein Song des Landes bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, was bedeutet, dass für mich bei jeder Absage eines anderen Landes die Teilnahme von Andorra kein Ausgleich wäre.

    Kurz: Würde mich über Andorra freuen, aber es ginge auch ohne sie.

    • Casanova und noch viel mehr ihr 2007er-Beitrag (Salven El Móm von Anonymous) haben ganz sicher nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen (Finale in Helsinki: „WHERE IS ANDORRA?!“).

      „aber es ginge auch ohne sie“ ist doch Nonsens, könnte man je nach Geschmackslage zu fast allen Ländern schreiben – objektiv betrachtet sind ganz offensichtlich nur fünf Länder unverzichtbar.

      Kurz: jedes Land kann eine Bereicherung sein, auch (möglicherweise sogar erst recht) wenn seine Regierung schwer zu wünschen übrig lässt…

  3. Ich würde mich über ein ESC-Comeback Andorras freuen. Zwar waren ihre acht Teilnahmen immer im Semi gescheitert, aber sie hatten durchaus gute Beiträge.

    Es sollte eine Neuregelung geben, dass neue Länder oder Wiederkehrer, die nach über 10 Jahren Abstinenz, am ESC teilnehmen wollen, automatisch für das Finale nominiert sind. So hat man es mit Australien auch gemacht. Hier würde es nur fair sein.

  4. Wir haben mal ein Microvision Song Contest privat veranstaltet, dass heißt ein ESC der europäischen Kleinstaaten (Andorra, Liechtenstein, Malta, Monaco, Luxemburg, San Marino, Vatikan) und mit teilautonomen Staaten wie Åland-Inseln, Jersey, Färöer-Inseln, Gibraltar…). Das Ganze wurde wie beim ESC abgehalten, dass hat mega Spaß gemacht. Am Ende hat Liechtenstein mit dem Lied „Your Picture“ gewonnen.

  5. Das würde mich echt freuen!!! Andorra hat beim ESC schon Potenzial bewiesen, meiner Meinung nach, zumindest musikalisch. Okay, das Staging war meist nicht so pralle.
    Aber prinzipiell freue ich mich über jedes Land, welches beim ESC teilnimmt.🙂

  6. Vielleicht ist ja Ralph Siegel der Sponsor wer weiß. Auf jeden Fall würde ich mich über Andorra freuen wie über jedes andere Land das zurückkehren würde. Monaco, Luxemburg, Türkei, Slowakei, Bosnien, Ungarn, Montenegro. und Marokko. Und wenn Neulinge wie Kasachstan, Kosovo und Liechtenstein debütieren würden wäre das auch toll ganz zu schweigen von den Staaten die bereits mitmachen dürften aber wegen Israel nicht mitmachen: der Libanon, Ägypten, Tunesien, Libyen, Algerien und Jordanien. Wenn der Vatikan debütieren würde wäre das auch krass. Allerdings möchte ich dann nicht entscheiden müssen wer nicht mitmachen darf wenn es mehr wie 46 Länder werden. Ich bin mal gespannt was noch alles passiert natürlich immer mit der Annahme das der ESC überhaupt stattfindet

    • Da fällt mir was ein: Ich hab letztens mal was in den Regeln nachgeschaut, und die maximale Teilnehmerzahl ist tatsächlich auf 44 runter gesetzt worden. Hat mich sehr gewundert, dass die EBU das überhaupt nicht angekündigt hat. Insofern ist nicht mehr allzu viel Spielraum für Andorra etc.

      https://eurovision.tv/about/rules/

      • Danke Anmey für die Info. Jetzt nur noch 44 Teilnehmer erlaubt. Ich denke wer sich in Zukunft zu spät anmeldet hat Pech gehabt. Blöd aber so wird es dann wohl kommen. Da aber bisher mit 43 Teilnehmer bei zwei Song Contest das meiste waren werden die wohl danach gegangen sein. Das heißt wenn 2021 die 41 Nationen wieder dabei sind von 2020 können nur noch 3 Nationen zurückkehren oder debütieren. Daraus könnte man fast ein Tippspiel draus machen😂 Ich jedenfalls begrüße jeden der mitmachen möchte

    • Die arabischen Staaten wie Libanon, Ägypten, Tunesien, Libyen, Algerien und Jordanien würden erst dann teilnehmen, wenn Israel aussetzen bzw. nicht teilnehmen würde.
      1980 nahm Marokko teil, weil Israel die ESC-Teilnahme absagte.
      Die politischen Verhältnisse zwischen Israel und der arabischen Welt sind extrem jahrhundertelang angespannt, da kann auch kein ESC völkerverbindend wirken. Leider!

  7. Für mich würde ein ESC-Comeback Andorras nur Sinn machen wenn dann auch tatsächlich ein andorranischer Interpret oder zumindest eine andorranische Komposition ins Rennen geschickt wird. Einen zweiten Scherz-Teilnehmer neben San Marino, wo das Ticket einfach an den meistbietenden Kunden verbimmelt wird (in der Regel R. Siegel oder Edel-Fans mit Halbtags-Musikkarrieren) brauchen wir glaub ich wirklich nicht.

  8. Na ja, gibt es solche Meldungen über eine vermeintliche Rückkehr Andorras nicht gefühlt jedes Jahr?? Für mich fällt das in die Kategorie „Sommerloch“.

    Außerdem waren die andorranischen Beiträge alle maximal Mittelmaß und sind völlig verdient im Semi hängen geblieben.

    • Bereits im Herbst hatte die Regierung von Andorra Bereitschaft zur Rückkehr gezeigt und nun hat man sogar einen Sponsor der die 150.000€ für die Teilnahme finanzieren will, also jetzt nein zu sagen, wäre schon ziemlich absurd

  9. Wie jedes Jahr müssen wir aber auch wieder über Kosovo, Kasachstan und Liechtenstein reden. Und Ungarn und Montenegro haben bestimmt auch wieder Bock.

    • Liechtenstein, Kosovo und Kasachstan müssen erstmal die Vollmitgliedschaft erlangen, dann könnten sie erst teilnehmen wobei Kasachstan als assoziiertes Mitglied mit einer Einladung auch so teilnehmen könnte wie Australien und auch einige andere Nationen bzw. deren Sender sind assoziiert und könnten theoretisch eingeladen werden. Australiens Teilnahmeberechtigung endet erstmal 2023 danach wird man sehen ob verlängert wird oder ein anderes eingeladen wird oder kein assoziiertes Mitglied nimmt mehr Teil

      • Australien wird auch nach 2023 teilnehmen. Da bin ich mir sehr sicher. Schon vergessen, wie es 2015 gelaufen ist? Nur zum Jubiläum, dann einfach so weiter.

    • Mit Australien hat man uns Fans veräppelt. Erst wurde 2015 gesagt, dass das eine einmalige Sache sei, dass Australien zum 60. ESC-Jubiläum teilnimmt, dann durfte Australien teilnehmen, wenn auch durch die Semis. Das war doch von Anfang klar, dass das durch die Hintertür so beschlossen wurde.

      • Ganz ehrlich: Auf Australien könnte ich, rein musikalisch gesehen, eher verzichten als Andorra, Türkei, Liechtenstein, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Monaco, Luxemburg…
        Aber das ist nur meine persönliche Meinung🙂.

      • Da hat jeder seine eigene Meinung – mir geht auch auf den Keks, dass die australischen Beiträge fast schon traditionell von DNA produziert werden.
        Aber es ist (bisher) auch nicht so, dass sich irgendwer zwischen AUS und etwaigen europäischen Teilnehmern entscheiden muss.

    • Liechtensteins nationaler Sender 1FLTV hat leider absolut nicht die finanziellen Mittel um auch nur die jährliche Gebühr für die EBU-Mitgliedschaft aufzubringen. Die Regierung bezuschusst den Sender nur mit ein paar Hunderttausend Euro im Jahr, das ist quasi nix um einen Sendebetrieb zu organisieren.

      Der ehemalige Chef des Senders Peter Kölbel war aber stets ambitioniert und wollte Liechtenstein mit Hilfe von Sponsoren zum ESC bringen. Leider hat dieser 2018 den Kampf gegen den Krebs verloren und dann stand sogar die Weiterführung des Senders in Frage. Somit war eine ESC-Teilnahme erstmal komplett vom Tisch.
      Mir sagte man, dass eine Teilnahme nur denkbar ist, wenn der Sender deutlich mehr staatliche Unterstützung bekommt.

  10. Natürlich wird Andorra nicht teilnehmen, wurde ja schon offiziell verkündet. Da will sich nur jemand ein bisschen wichtig machen. Aly Ryan lässt grüßen.

    • Schwachsinn, in der Absage von RTVA hieß es ja, dass die Entscheidung bei der Regierung von Andorra liegt und diese bis jetzt ihre Einstellung noch nicht geändert hat

      Man wäre dumm ein solches Angebot auszuschlagen, immerhin ist Andorra auf den Tourismus angewiesen und eine solche internationale Bühne bietet ideal Platz für Werbung.
      Susanne wird alles daran setzen Andorra nächstes Jahr zum ESC zu bringen, das hat nix mit wichtig machen zu tun

      • Das bezog sich jetzt mehr auf die katholische Organisation als ganzes. Zur CH Garde kann ich da nichts sagen.

  11. @ESC-kompakt
    Ihr geht es nicht darum selbst anzutreten. Sie will sogar, dass jemand anderes die Chance bekommen soll das Land zu vertreten

  12. Sehr anregende Diskussion 😀 Dazu meine Meinungen:
    * Andorra: sehr gerne! Sponsorentum gibt es ja mittlerweile auch bei Bulgarien (aus den bekannten finanziellen Gründen), also why not?
    * Türkei: aufgrund der Begründung, die etwa Conchita als ein Negativbeispiel des Contests anführt (nachzulesen u.a. bei eurovision.de), habe ich da aber mal so gar keine Lust mehr drauf. Musikalische Gründe hin oder her…
    * Australien: bereichert für mich den ESC ungemein, stellt 2016 und 2019 meine persönlichen Gewinner und 2019 einen Auftritt meiner Top 5 des ganzen Jahrzehnts. Gerne auf ewig!
    * Begrenzung auf 44 laut eurovision.tv: Schade, aber irgendwo auch verständlich, obwohl ich mich auch schon für 2 HFs mit 20 Teilnehmern (also dann 46 insgesamt) ausgesprochen hatte.

    • Bei Australien 2019 stimme ich Dir zu. Obwohl ich anfangs rein akustisch gar nichts mit dem Song anfangen konnte, einfach weil ich Popera meistens fürchterlich finde, hat mich der Auftritt echt umgehauen. Gehörte hinterher zu meinen Jahrgangsfavoriten 2019🙂

    • Zu Thema Türkei: Du hast natürlich völlig recht, mir geht es eigentlich im Moment um die Künstler. Es ist schade, denn sie haben den ESC schon bereichert, meiner Meinung nach.

  13. Danke für den Tipp, werde mir den 2007er-Beitrag nochmal anhören.
    Habe die Halbfinals damals noch nicht so verfolgt wie heute – kann durchaus sein, dass mir was entgangen ist.

    Zum „Nonsens“: Klar könnte man zu jedem Land sagen, dass es verzichtbar ist (auch innerhalb der Big 5 wie das Beispiel Italien zeigt).
    Für mich persönlich gilt es bei einigen aber mehr als bei anderen, weil mich einige Länder musikalisch sehr häufig ansprechen und andere es noch nie bzw. sehr selten getan haben. Und dann halte ich letzteres für verzichtbarer als das Erste.
    Aber wie gesagt: Je mehr, desto besser – auch Andorra wäre wieder toll. 🙂

    • Ich bin mal so frei und poste meine Antwort nochmal:

      Liechtensteins nationaler Sender 1FLTV hat leider absolut nicht die finanziellen Mittel um auch nur die jährliche Gebühr für die EBU-Mitgliedschaft aufzubringen. Die Regierung bezuschusst den Sender nur mit ein paar Hunderttausend Euro im Jahr, das ist quasi nix um einen Sendebetrieb zu organisieren.

      Der ehemalige Chef des Senders Peter Kölbel war aber stets ambitioniert und wollte Liechtenstein mit Hilfe von Sponsoren zum ESC bringen. Leider hat dieser 2018 den Kampf gegen den Krebs verloren und dann stand sogar die Weiterführung des Senders in Frage. Somit war eine ESC-Teilnahme erstmal komplett vom Tisch.
      Mir sagte man, dass eine Teilnahme nur denkbar ist, wenn der Sender deutlich mehr staatliche Unterstützung bekommt.

  14. Andorra ist für mich verzichtbar. Aber auch okay sollten sie wieder am ESC teilnehmen wollen. Ich glaube wirklich vermisst hat Andorra niemand.

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