Aserbaidschans Beitrag für den ESC 2020: „Cleopatra“ von Efendi

Aserbaidschan hielt sich lange bedeckt darin, Informationen bezüglich des diesjährigen Acts für den ESC bekannt zu geben. Vor etwas mehr als einer Woche wurde dann verkündet, dass die Sängerin Samira Efendi das Land beim ESC in Rotterdam vertreten wird. Nachdem der Song bereits im Internet kursierte, steht nun fest, dass Efendi – so ihr Künstlername – mit „Cleopatra“ nach Rotterdam fährt.

Samira Efendi war eine von fünf Künstler/innen, die sich einer Jury von Musik-Experten und Journalisten gestellt hatten. Laman Dadasheva, Elvin Novruzov, Jabrail Rasulov und Riad Abdulov mussten sich Samira geschlagen geben. Es war Samiras fünfter Anlauf, um das „Land des Feuers“ beim ESC zu vertreten, dementsprechend zeigte sie sich auf Instagram stolz und glücklich über die Nominierung.

„Cleopatra“ bringt orientalische Elemente in einem ethnisch inspiriertem Uptempo-Song unter. Der Refrain setzt nach einer Pre-Hook mit einem starken elektronischem Beat ein. Die instrumentalischen Parts bleiben auch im weiteren Verlauf des Songs erhalten. Nach dem zweiten Refrain wechselt die Instrumentierung: es kommen eher lateinamerikanische Einflüsse dazu. Zudem ist ein Piano im Hintergrund zu hören. Zum großen Finale des Songs steigert sich die Instrumentatierung noch einmal.

Samira – Cleopatra

Der Song ist – wie die Titel bereits vernehmen lässt – eine Ode an die ägyptische Königin Kleopatra. Als starke und selbstbewusste Frau gibt sich ebenfalls Samira, die klar und deutlich zu verstehen gibt, was sie zu sagen hat. „Cleopetra“ ist eine Abrechnung mit einer vergangenen Beziehung. Samira stellt unweigerlich klar, dass sie nicht weiter auf die Person angewiesen ist und ihr Leben bestimmt – wie eben Kleopatra.

Samira nahm bereits an der aserbaidschanischen Version von The Voice teil. Zudem war sie im Jahr 2017 Teil des internationalen Gesangswettbewerbs „Silk Way Star“, der unter anderem in der Türkei, Russland und Kasachstan ausgestrahlt wurde. Zur Wahl stand neben „Cleopatra“ der Song „Scars Into Stars“. Letztendlich entschied man sich aber für „Cleopatra“.

Nach dem erfolgreichen Abschneiden von Chingiz und seinem Song „Truth“ im vergangenen Jahr, der im ESC-Finale auf Platz sieben landete, will Samira nun an die erfolgreiche Bilanz des Landes anknüpfen. Lediglich ein Mal reichte es nicht für die Finalteilnahme, als Aisel 2018 mit dem Titel „X My Heart“ das Finale mit Platz elf knapp verpasste.

Mit „Cleopatra“ wird Samira am 12. Mai in der zweiten Hälfte des ersten Halbfinals starten.

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100 Kommentare

  1. Total überladene Produktion, die in der Bubble sicherlich einige Anhänger finden wird. Mit einem trashigen Staging kann das auch weit vorne landen, denke ich. Es ist ja recht unterhaltsam und sofern Publikum in der Arena sein wird, ist es bestimmt ein toller Stimmungsmacher. Aber ich finde es eigentlich schrecklich.

  2. „Ich habe total viele Ideen für unseren Beitrag“ „Ja, ich auch!“ „Dann tun wir doch einfach alle in den Song!“ So oder so ähnlich lief es wohl in Aserbaidschan. Dann lag noch ein Schnipsel Ofra Haza rum und diese Helena Paparizou hat doch auch mal gewonnen. Dann ziehen wir ihr noch diese geilen Stiefel an. Etwas aktuelles? Dann tragen die Tänzer einfach einen Mundschutzlappen. Wegen Corona und so.
    Mir etwas zu konfus, aber es fällt durchaus auf. Wie auch immer…

  3. Man könnte sie wie weiland AIDA unter dramatischem Gesinge auf der Bühne einmauern. Nur so kann sie das Semi überstehen. Samstags holen wir sie dann feierlich wieder aus dem Verlies und wechseln triumphal von Verdi zu Mozarts Zauberflöte

  4. Natürlich wird Aserbaidschan sich qualifizieren gerade auch aus dem Grund weil dieses Jahr solche Titel in der starken Unterzahl sind und somit herausstechen.
    Qualitativ jedoch vernachlässigbar und somit wird sich Efendi auf der rechten Scoreboardseite letztlich wiederfinden.
    Würde selbst niemals dafür anrufen!

  5. O nein, ich habe es ein zweites Mal gehört und direkt einen Ohrwurm bekommen. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil: Es ist großartig!
    Wahrscheinlich werde ich demnächst auch für Serbiens Beitrag schwärmen.

  6. Kann bei all den nichtssagenden Titeln dieses Jahr gut mithalten. Der Titel „Cleopatra“ vermutete auf etwas mehr upbeat. Leider keine neue Sertab noch Ofra Haza.

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