Auch Finnlands Aksel wird sich 2021 nicht erneut der ESC-Vorentscheidung stellen

Auch Aksel Kankaanranta aus Finnland schaut – in diesem Fall umrahmt von seinen Zimmerpflanzen – nun nur noch auf den Eurovision Song Contest 2020 zurück und nicht mehr nach vorne auf den kommenden Wettbewerb. Das hat der Sänger in einem Interview bekanntgegeben. Im April hatte er noch angekündigt, wieder einen Beitrag für die finnische Vorentscheidung „Uuden Musiikin Kilpailu“ (UMK) im kommenden Jahr einreichen zu wollen. Offenbar hat sich Aksel dann allerdings vor Einreichungsschluss doch noch anders entschieden und sich nicht für den finnischen Vorentscheid beworben. Erst kürzlich wurde bekanntgegeben, dass das Finale von UMK 2021 am 20. Februar stattfinden und die Teilnehmerliste bereits am 19. Januar veröffentlicht wird. Die Songs bekommen wir dann in den folgenden Tagen nach und nach zu hören.

Aksels Entscheidung (bzw. deren öffentliche Bekanntgabe) fällt ausgerechnet in die Woche, in der wir auch erfahren haben, dass der deutsche ESC-2020-Vertreter Ben Dolic freiwillig aus dem Auswahlprozess für den Eurovision Song Contest 2021 ausgeschieden ist. Wenn man bedenkt, dass zahlreiche andere Künstler gleich nach der Absage des diesjährigen Contest entschieden haben, zumindest nicht direkt im kommenden Jahr erneut an einer Vorentscheidung teilzunehmen, lässt sich hier durchaus ein Muster erkennen. Bislang wissen wir eigentlich nur sicher, dass Uku Suviste 2021 erneut an der estnischen Vorentscheidung „Eesti Laul“ teilnehmen wird. Darüber hinaus gilt es als wahrscheinlich, dass The Mamas sich erneut dem schwedischen Melodifestivalen stellen. Ob THE ROOP in Litauen erneut an „Pabandom iš naujo!“ teilnehmen und dort ihren sicheren Finalplatz einnehmen, ist bislang noch offen. Insgesamt werden sich also nicht wirklich viele Künstler gleich im kommenden Jahr einer erneuten Vorentscheidungsherausforderung stellen und die Entscheidung für einen Vorentscheid wird in den meisten Fällen eine Entscheidung gegen den jeweiligen Künstler gewesen sein.

Aksel Kankaanranta gewann 2017 die Castingshow „The Voice of Finland“ und konnte ein Jahr später in Zusammenarbeit mit dem finnischen Rapper Pyhimys die Nummer 1 der finnischen Charts erreichen. Ihr Titel „Jättiläinen“ wurde sogar der erfolgreichste Titel des Jahres in Finnland. Anfang 2020 setzte er sich dann etwas überraschend mit „Looking Back“ im finnischen Vorentscheid „UMK“ durch. Ob er sich vorstellen kann, zu einem späteren Zeitpunkt erneut an einer ESC-Vorentscheidung teilzunehmen, hat Aksel übrigens offen gelassen.


11 Kommentare

  1. Na ja, wirklich traurig bin ich nicht. Fand den Song einfach nur stinklangweilig und außerdem sah Aksel auch nicht so aus als ob er sich auf der Bühne besonders wohlfühlt.

    Ihn persönlich wünsche ich alles gute für seine weitere Laufbahn.

  2. Schade, aber verständlich, dass er sich dem Stress erst einmal nicht mehr aussetzen möchte.
    Sein Song war dieses Jahr wirklich ein wenig langweilig, aber ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass er durch seine Art viele Sympathien hätte gewinnen können.
    Na ja, alles Gute für ihn, und vielleicht versucht er es 2022 noch einmal.🙂

  3. Die ersten 60 – 90 Sekunden von „Looking Back“ sind durchaus hörbar – danach wiederholt sich das Lied zu sehr – als wäre es ein zu kurzes Lied, welches entsprechend zwei- oder dreimal gesungen wird …

    Beim nächsten Versuch (wann immer das sein wird) bitte etwas abwechslungsreicheres …

  4. Ich glaube, dass Aksel Kankaanranta das Ganze über den Kopf gewachsen ist, wenn ich mir die Aufnahmen so anschaue. Er kommt mir so wie damals Andreas Kümmert vor.
    Ich wünsche ihm alles Gute und vielleicht auf ein Wiedersehen.

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