Auf dem Weg in die Niederlande: Angeblich nur noch Maastricht und Rotterdam im Rennen

Bild: Instagram @rotterdam_info

Jetzt geht es plötzlich Schlag auf Schlag. Erst am vergangenen Mittwoch wurden die offiziellen Bewerbungen („bid books“) der potenziellen Gastgeberstädte für den Eurovision Song Contest 2020 übergeben und eigentlich sollten die Einreichungen von Arnheim, Den Bosch, Maastricht, Rotterdam und Utrecht nun auf Herz und Nieren geprüft werden. Anscheinend waren aber drei Bewerbungen so mangelhaft, dass sie bereits auf den ersten Blick ausgeschieden sind, das berichtet zumindest der am Auswahlprozess beteiligte Sender NOS selbst. Die Namen der verbliebenen beiden Städte werden Mitte der kommenden Woche bekannt gegeben und es wird erwartet, dass diese dann auch von einer Delegation besucht werden, damit sich die Organisatoren vor Ort selbst ein Bild der potenziellen Austragungsorte machen können.

Etwas seltsam mutet es an, dass mit NOS nun einer der für den ESC 2020 zuständigen Sender selbst in wilde Spekulationen verfällt, dabei aber augenscheinlich auch auf Insiderinformationen zurückgreift. Denn obwohl die betroffenen Städte selbst aktuell noch nicht benachrichtigt wurden, berichtet der Sender, dass sehr wahrscheinlich Rotterdam und Maastricht in der Endrunde stehen. Dass Utrecht kaum Chancen hat, hatten wir schon berichtet. In Den Bosch soll die Anzahl der Hotelzimmer das große Problem sein. Und Arnheim soll daran gescheitert sein, dass es mit dem GelreDome zwar eine große Arena, aber keine zusätzlichen Hallen für die Produktion, für Garderoben und das Pressezentrum hat.

Bleiben also die Ahoy Arena in Rotterdam (Aufmacherbild) und das MECC in Maastricht. Bei Maastricht steht nach wie vor ein großes Fragezeichen hinter der Hallenhöhe und -größe. Auch darüber haben wir bereits berichtet. Rotterdam dürfte ebenfalls in Sachen Anzahl der Hotelzimmer, was laut Executive Producer Sietse Bakker ein mit ausschlaggebendes Kriterium ist, die Nase vorn haben. Deshalb sieht NOS Rotterdam auch auf jeden Fall im „Superfinale“ und dort mit leichten Vorteilen gegenüber Maastricht. Laut wiwibloggs ist Rotterdam auch die einzige Stadt, die bislang offiziell von den Organisatoren um einen Vor-Ort-Termin gebeten wurde.

Ist das Rennen also schon gelaufen und wir fahren 2020 nach Rotterdam? Die endgültige Entscheidung wird für Mitte August erwartet und wir halten Euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden.



25 Kommentare

  1. Wiwbloggs hat ad.nl zitiert und ‚Algemeen Dagblad‘ hat nur eine Bestätigung bekommen, dass man Ende nächste Woche sich vor Ort umschauen möchte. In Limburg hat man den MECC-Direktor angerufen und der kann noch nichts wissen, weil erste Ansprechpartner die Bürgermeisterin ist und sie war gestern Abend unerreichbar.

    NOS kurz erklärt. Es gibt drei Sparten: Nachrichten, Sport und Veranstaltungen (Events).
    Die verlinkte Nachricht stammt von NOS-Nieuws, wo man mit viel zu wenig Journalisten versucht aus aller Welt zu berichten.
    Der ESC wird von NOS-Events mitorganisiert. Das ESC-Team hat kein Kontakt mit den Kollegen im Nachrichtenbereich, dafür hat man den NPO-Pressesprecher mit am Tisch.

    Die Ursprung dieser Nachricht ist eine NPO-Pressemitteilung, die völlig falsch verstanden ist, weil der Pressesprecher doppeldeutige Sprache verwendet hat. Man wollte klarstellen, dass man zuerst weiter macht mit zwei Städten (Shortlist). Die Angebote der andere Städte sind in der Warteschleife gelandet.

    In Klartext: zwei Städte haben so ein gutes Angebot gemacht, dass man vorerst damit weiter macht. Gibt es doch Komplikationen oder keine Übereinkunft, macht man weiter mit den dritten Stadt.

    Die Finanzlage von NPO ist schwach. Je weniger NPO zahlen muss, je höher die Chancen der Stadt. Dafür kann man nicht nur auf die Millionen schauen. In Rotterdam werden die Sicherheitskosten hoch sein, in Arnhem sollen freiwillige Helfer zum Einsatz kommen, in Maastricht muss die Halle eingerichtet werden.

    Irgendwo sonst sah ich noch einen Fehler: Rotterdam will 15 mio. zahlen; 1 Mio. davon wird die Provinz zahlen. Für Rotterdam bleibt das Angebot auf 15 Mio. stehen, nicht 16.

    • Ich verstehe, dass NOS groß ist und das unterschiedliche Bereiche sind. Aber ich finde es trotzdem seltsam, dass man da versucht investigativ die Entscheidung der eigenen Kollegen vorab zu berichten. Das wäre ja wie wenn Spiegel Online die Exklusiv-Story aus dem Spiegel unabgesprochen vorab berichten würde.

    • Es ist seltsam (mit der Betonung auf ‚ist‘).

      Das NOS-Artikel ist ein Zweiteiler. Erst die Mitteilung, das noch zwei Städte dabei sind. Danach folgt die Einschätzung des eigenen Hofberichterstatters, der sich bedeckt hält. Rotterdam wird dabei sein, aber ob die zweite Stadt nun Maastricht oder Arnhem ist, weiß er nicht.

      Wie bei Algemeen Dagblad: alles Interpretation.

  2. Die vorzeitige Reduzierung auf 2 Städte ist natürlich schade für die Blogger, die sicher die 5-teilige Serie von kiebich zu den Bewerbungsstädten eingeplant hätten.
    Dass es auf Rotterdam und Maastricht herausläuft, ist glaube ich den meisten seit dem Verzicht Amsterdams klar. Rotterdam mag mehr Hotelbetten haben, die sind aber meiner Erfahrung nach eher Business und teuer; Maastricht kann da dank Einzugsgebiet sicher mithalten.

    • Ach komm, dir geht es doch nur um eine gut bestückte Mini-Bar!

      Als Logistikzentrum gibt es in Rotterdam neben sachlichen Absteigen für mittleres Management doch sicher reichlich Fernfahrer-Hotels mit Blick durch graumelierte Gardine auf Gewerbehöfe. Das Gentrifizierungsportal AirBnB gibt nicht viel mehr her, so knapp über 300 Zimmer. Da ich ungerne nachts 30km in die Nachbarstadt fahre, bleibt nur landestypische Anreise im Wohnmobil oder Asyl bei einem Trucker auf nem LKW-Abstellplatz. 😉

      • Sicher kannst Du auch einen charmanten Gastgeber in einer der zahlreichen Shisha-Bars finden.

      • .. ist das nicht sowas wie der orientalische Heiratsmarkt des 21. Jh.?

        Wird sich schon ein Bett ohne Heiratsversprechen finden lassen, aber man darf gerne alle Facetten so einer Diskussion ausschlachten.

    • Hallo Zusammen,

      eine kurze Nachricht

      Am 13. bin ich mit Nicola nach Rotterdam gefahren. Wackelige Fotos von der Stadt sind auch da, vielleicht kann ESC kompakt , Benjamin und sein Team ,dass eine oder andere Foto gebrauchen.
      Vor der Ahoy Arena war es schon spannender! Es war Konzert und ein Trubel überall. Sah schon beinah so aus wie zum 1. Halbfinale. Davon gibt es Bilder und auch bewegte Bilder. Das war schon aufregend.
      Dann ging es nach Amsterdam zu unserer Schwester. Am 14. sind wir nach Maastricht gefahren. Einfach überall Fotoklick gemacht. Das MECC hat mich dann aber runter geholt. Ein Komplex der so nüchtern aussah und so wirr . Große Baustelle , kann ich dazu nur sagen. Bewegte Bilder gibt es auch vom MECC.

      Rotterdam und Maastricht. In den Niederlanden stecken die MACHER jetzt ganz bestimmt die Köpfe zusammen. Wie wollen wir uns in Europa und auch über den Großen Teich zeigen. Klein gemütlich oder mit einer Stadt die den größten Hafen von Europa hat. Und einer Bebauung die mich schon ein bisschen Sprachlos gemacht hat.

      Jetzt wieder in Bonn, geht es am Dienstag wieder auf Reisen. Arnheim und Utrecht, mal schauen …

      Sende die Bilder am Mittwoch Abend an Benjamin. Vielleicht ist ein Blick drauf Hilfreich und vielleicht auch der schnelle Zugriff wenn weitere Städte rausfallen. Bis dann.

  3. Soweit ich es verstanden habe, sind Utrecht und Den Bosch nicht mehr im Wettbewerb als Austragungsort des ESC im kommenden Jahr und damit Arnheim, Maastricht und Rotterdam noch dabei sind und es sich zwischen diesen Drei entscheiden wird. Offiziell soll der Zuschlag für den ESC 2020 im August fallen.

    • Ich bin bei dir mit deiner Einschätzung.

      Utrecht: irgendwo las ich ‚Trollbewerbung‘ und genau das ist sie. Einen Zelt, null Unterstutzung der Gemeinde und Provinz. Selbst die Bahnhofshalle vom Utrecht Hauptbahnhof wäre geeigneter (hoch und um die 200 * 100 Meter).

      ’s-Hertogenbosch: zu wenig Hotelbetten in der Nähe und zu wenig Geld von der Gemeinde (und Provinz Noord-Brabant). Das Angebot selbst ist nicht offen, aber was davon bekannt geworden ist, hört sich eher ‚klein‘ oder ‚kleinkariert‘ an.

      Arnhem. Gelredome hat im Grunde ausreichend Platz für den ESC inklusive Nebenräume. Skyboxen als Kommentarpositionen, die Konferenzräume als Umkleide (und davon braucht man keine 40, sondern 30 fürs Finale und Pausenacts). Dazu ein wirklich ausgedehntes, umfassendes Randprogramm. Aber auf den ersten Blick zu wenig Geld. Man unterschätzt die Logistik, die in Arnhem sehr teuer sein wird, weil die Entfernungen ziemlich groß sind. Unterkunft in Nimwegen oder im grünen ‚Veluwe‘, Randprogramm in Arnhem-Zentrum und Gelredome irgendwo dazwischen.

      Rotterdam. 4Porcelli hat recht: das Hotelangebot in Rotterdam ist eher auf Geschäftsreisenden ausgelegt. Selbst bei http://www.bastionhotels.com ist alles blockiert in Mai 2020, auch hier gibt es größere Entfernungen für alle. (Ahoy in Rotterdam-Süd, alles andere auf den anderen Ufer der Maas/Meuse) In Randprogramm fehlt die Einbindung der Einwohner. Die 15 Mio. sind wirklich knapp kalkuliert. Einen Selbstläufer ist Rotterdam nicht.

      Maastricht. So weit bekannt, versucht man alles auf 1, 2 Quadratkilometer zu konzentrieren. Falls Maastricht den Zuschlag bekommt, wird der ganze MECC für den ESC zur Verfügung stehen. Das Randprogramm soll sich 1500 Meter weiter in der Innenstadt abspielen. Das ist einen Fußweg entfernt und Gehwege sind billig, da bleibt mehr übrig für alles andere. Dazu noch die Unterstützung der Provinz (bis 25 Mio) und die Chancen für Maastricht sind recht gut.

      Deckenhöhe ist nur wichtig, damit es nicht zu warm wird in der Halle. Für einen Fernsehshow braucht man nicht viel höher als 10-12 Meter zu gehen.

      Airbnb? Bitte. Genau auf diesem Portal zahlt man den Höchstpreis. Viele Angebote sind nicht von Vermieter/Anbieter selbst, sondern über Reiseagentüren dort zu sehen. Aus einem Zimmerpreis von 100 euro wird auf Airbnb zumindest 120 Euro in der Anzeige und der Gast zahlt am Ende 135 Euro inklusive Gebühren, Servicekosten und was noch mehr. Am Besten direkt beim Unterkunft anrufen oder anschreiben. Oft gibt es bessere Zimmer als angezeigt auf Airbnb oder Booking oder sind doch Zimmer frei, wo die Vermitlerportale ‚ausgebucht‘ melden.

  4. BIn auf drm Weg in den Niederlanden. BIlder von Rotterdam sind in Kasten. Heute Maastricht. MIttwoch am Abend sende ich die Fotoklicks.

  5. BIn auf dem Weg in den Niederlanden. BIlder von Rotterdam sind im Kasten. Heute Guesst Maastricht. MIttwoch am Abend kommen mit Email Fotoklicks…

  6. Für Maastricht würde ich mich am meisten freuen. Stelle ich mir sehr charmant und gemütlich vor. Ich war zwar noch nie persönlich dort, aber nach allem, was ich gehört und gelesen habe, soll es wunderschön dort sein.

  7. Läuft wohl alles auf Rotterdam hinaus. Die Halle sieht mir recht kompakt aus, nicht besonders groß, aber auch nicht zu klein.

  8. Zeitung ‚De Volkskrant‘ hat heute im Kulturteil 2 Berichte in Sachen ESC. Erst die andere Städte, danach Maastricht.

    Rotterdam. In sofern es noch freie Hotelzimmer gibt, sind zur Zeit die Preise verdreifacht. Savoy in Mai 2020 € 331 und einen Monat später € 98 pro Nacht.

    Utrecht. Die Idee ist, einen nachhaltigen Songfestival auf die Beine zustellen. Dafür ignoriert man die EBU-Bedingung, dass es für jede Delegation eine Reisebus geben soll. Fahrrad, Gehen und öffentliche Verkehr sollen ausreichen.

    Arnhem. zu wenig Hotelbetten in der Nähe und die Verkehrsprobleme rundum das ‚Gelredome‘. Gibt es Konzerte, steckt man bevor und danach fest im Stau. Trotz Pendelbusse und Großparkplätze verteilt über die Stadt.

    In Den Bosch gibt es ebenfalls zu wenig Hotels und dort ist man enttäuscht von der Provinz Noord-Brabant, da die Provinz nur Garantien abgeben will für 1 Mio.

    Amsterdam. RAI und Arena haben gemeldet, dass man den ESC nicht haben kann, wegen andere Veranstaltungen. Ziggo Dome hat bereits in den acht Wochen bevor Mitte Mai 2020 über zehn Künstler eingeplant. Verbindlich reserviert oder eine Option und die Verträge haben keinen Entbindungsartikel. Vertrag ist Vertrag – für einen ESC sollen die Touren der internationalen Stars nicht erneut geplant werden.

    Acht Wochen Vorbereitungszeit? Sietse Bakker: ‚Erst müssen 130 LKWs mit Equipment ausgeladen werden und auf Explosiven untersucht werden. Danach folgt der Aufbau. Dann ist man bereits drei Wochen weiter. Die technische Proben dauern eine Woche, die normale Proben und Liveshhows zwei Wochen. Abbau fragt vier Tagen. Viel kurzer als sieben Wochen ist unmöglich.‘

  9. Teil 2, Maastricht. ‚De Volkskrant‘ hat vor einer Woche Cécile Narinx dorthin geschickt. Eine Weltreise von 217 km zwischen Redaktion und der Arbeitszimmer des Gouverneurs, wo sie mit ihm (Theo Bovens) und die Bürgemeisterin (Annemarie Penn-te Strake) geredet hat. Wie üblich, wird das Gespräch erst vier mal überprüft bevor es in der Zeitung erscheint. Dieses Mal hat man noch mehr Leute gesprochen und alle Infos so ergänzt. Hier einige neue Dingen aus dem Artikel.

    MECC. Geplant sind 10.300 Sitz- und 2.500 Stehplätze.

    22 Minuten nach Duncans Sieg hat MECC eine Pressemitteilung in die Welt geschickt. Maastricht 2020! Das war bereits Mitte April abgestimmt zwischen MECC, Stadt und Provinz.

    Limburg singt. 27% der Gesangvereine in NL haben ihren Sitz in dieser Provinz. Die Stadt Maastricht hat immer noch Vorteile von der EU-Gipfel 1992 und das ‚Vertrag von Maastricht‘. Und die Stadt hat die meist internationale Universitát des Landes, wo alle glauben, dass es die Universität von Amsterdam ist. Das gleiche gilt für Limburg selbst. Wo alle Süd-Holland als international sehen, ist es Limburg.

    Bürgermeisterin erzählt von einer Stadtumfrage. Im Viertel Wittevrouwenveld hat ein Mitglied der Gemeinderat sich umgehört und entdeckt, dass alle für einen ESC in Maastricht sind.

    Nachteile eines ESC in der Stadt: die Kosten für die Sicherung sind riesig und die Sicherheit hat für eine Bürgermeister oberste Priorität. (In NL gibt es nur eine Polizei und gehört Sicherheit zum Aufgabenbereich eines Bürgermeisters). Man hat Erfahrung. Die jähliche Konzertreihe von André Rieu auf dem Vrijthof bringt 12 Abenden 12.000 Zuschauer in den Stadt und das geht reibungslos. Die Logistik hinter diese Konzerte ist großer als die eines ESCs. Außerdem hat man Erfahrung mit Hochsicherheit. In MECC gibt es jedes Jahr eine Kunstmesse, wo man Sachen in Wert von 2 Mrd. Euro sichern muss. MECC ist gut in Sicherung der Veranstaltungen. Andere Nachteile sehen die beiden nicht. Man sollte nur Stadt und Region einbinden.

    Das Angebot enthält auch die Unterstutzung von alle Bürgermeister in SüdLimburg sowie aus Belgien: auch Hasselt und Liège (Luik) wollen mitmachen und Sachen organisieren. Dazu im Angebot: Maastricht hat 43 Viertellen und die Gemeinderat hat vorgeschlagen jedes Viertel mit einer der teilnehmende Länder zu verbinden. Festliche Ausstattung nach Landesangewohnheit, Essen und Musik aus dem Land, falls möglich auch einen Auftritt der Teilnehmer aus dem jeweiligen Land. Damit alle die Idee haben dabei zu sein, mitzumachen. ‚Side Events‘ soll es in der Nähe von Sphinx-Gelände geben, rundum der Gashouder. (Sphinx ist einen Porzellanhersteller und der Gashouder einen Relikt aus der Stadt mit Stadtgas. Ein hohes, rundes Gebäude.)

    Die Rolle von André Rieu ist offen und frei. Er hat von sich aus Werbung gemacht für den ESC in Maastricht und die Idee um das Angebot mit einem Bus in Hilversum abzuliefern, stammt von ihm. Danach folgt Verwirrung ob NPO dabei sein wird, wenn Rieu seine Konzerte spielt. Ja, Rundfunk ist dabei, weil Avrotros seine Konzerte sendet.

    Die Gerüchte, dass die EBU den ESC gerne in Maastricht abhalten möchte, werden erwähnt. Nein, Gouverneur und Bürgermeisterin sind ebenfalls von diesen Gerüchten überrascht worden, haben nichts damit zu tun oder sie in die Welt gestreut.

    Was ist die Schwierigkeit beim Einschätzung des Angebots? Die Beiträge sind nicht wichtig, meint der Gouverneur. Wichtiger ist was man anbietet. MECC bietet die Halle umsonst an und das ist dann einen Beitrag ohne dass Geld fließt. Wenn jemanden einen Feier veranstalten will, macht dieser Feier das Angebot attraktiver. Die Bürgermeister ist stolz drauf, dass die Stiftung Zusammenarbeitende Hotels versprochen hat die Preise nicht zu erhöhen, anders als bei andere Großveranstaltungen. Wonach der Gouverneur erklärt, dass man alle Leute, die wichtig sind, dabei haben will. Künstler, EBU, Journalisten sollen alle dabei sein und man soll es sich leisten können. Deswegen hat man 3000 Zimmer geblockt gegen übliche Preise. Erst dann wird es gelingen alles in der ‚Kompakte Stadt‘ zu gestalten, damit alle einander am Abend wieder sehen.
    Wonach er sich fragt ob man das in Rotterdam erreichen kann. Falls die Künstler in Delft oder Rijswijk (zwischen Delft und Den Haag) untergebracht werden, ist das Gefühl einen Festival zu erleben, viel kleiner.

    In Maastricht hat die Reporterin Leute gesehen mit T-Shirts ‚Maastricht Douze Points‘ drauf. Für 10 Euro beim Fremdenverkehrsamt zu bekommen. Als unabhängige Journalistin darf sie solche, extrem teuere Geschenke nicht annehmen. Gouverneur zu seinem Sprecher: ‚Sorgst du dafür, dass so ein Shirt in die Tasche der liebe Frau hinunterfallt?‘

    Die Kosten bis jetzt zahlen alle Beteiligten aus dem Marketingsbudget. Das Angebot hat schon Effekt: man hat seine Ziele für 2019 bereits erreicht. Und danach wird klar, dass in den letzten Jahren man die Marketing und Werbung der Provinz und Stadt klar offensiver gestaltet hat. In Limburg ist man nicht arm, die Wirtschaft floriert.

    Nebenartikel.

    Anfang Mai hat NPO die ersten Gespräche über einen ESC in NL geführt mit Avrotros und NOS, weil der ESC zu groß ist für nur einen Rundfunkanstalt

    Zur Zeit sind 6 Leute im Projektteam (und das ESC-Komitee sucht den Song für 2020). In Februar werden 60 Leute beschäftigt sein mit dem ESC. Inge van de Weerd produziert alles fürs Fernsehen, Sietse Bakker kummert sich um alles andere, wie Transport, Presse und Kartenverkauf.

    Zeitplan. Mitte August: Bekanntgabe der Stadt. Bevor Weihnachten: Start Verkauf von Zutrittskarten. Ende Januar: Auslosung Halbfinalen und der offizielle Übergabe von Tel Aviv nach der Stadt in NL. Mitte März: Start umsetzung der Songs ins Bild (kreatives Team). Anfang Mai: Probenstart.

    Ein genaues Zeitplan gibt es später und die Moderatoren werden frühestens Ende 2019, eher später, bekannt gegeben. ‚Innerhalb von NPO (gemeint sind hier allen, die unter diese Marke senden) gibt es so viele Talente, dass wir ohne Zweifel jemanden finden werden.‘

    Maastricht als EBU-Favorit? Sietse Bakker: ‚Ein bizarres Gerücht. Er und sein Team entscheiden und legen ihre Wahl der EBU vor, nicht andersherum. Neben alle Bedingungen ist es sehr wichtig was eine Stadt einbringen kann. Geld oder Dienstleistungen.‘

    Sietse Bakker: ‚In gewisse Sinne kann man selbst entscheiden wie teuer den ESC wird. Die Einspieler zwischen den Songs können 2,5 Mio kosten, aber auch 600.000 euro. Wer Kreativ ist, spart kosten.‘

    Sietse Bakker: ‚Es ist nicht gesagt, dass die Stadt mit dem größten Geldbeutel den Zuschlag bekommt. Wichtig ist auch, dass das Austragungsort alle Bedingungen erfüllt.‘

    • Ich schlage vor, das Ganze auf dem Blog als Gastbeitrag zu veröffentlichen, denn sonst verliert man schnell den Überblick.

      • Sorry, das ist in diesem Fall unmöglich. Für einen Blog-Beitrag muss es Quellen geben (link-klick) und dieses Artikel ist nur für zahlende Leser zu sehen, somit für Benjamin nicht zu überprüfen. Deswegen gibt es alles als Kommentar, nicht als Artikel.

  10. Ich bin mir sicher das Hotel Savoy in Rotterdam, gehört bestimmt zu den teuersten und besten Hotels in der Stadt. Da gibt es bestimmt noch günstigere Hotels.

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