Auf dem Weg in die Niederlande: ESC-Termine und Host City am 30. August 2019

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Exakt drei Wochen müssen wir noch warten, dann ist die mit Spannung erwartete Entscheidung gefallen und der Austragungsort des Eurovision Song Contest 2020 wird bekanntgegeben. Zeitgleich wird die EBU voraussichtlich auch die drei Showtermine im Mai des nächsten Jahres bekanntgeben.

Am letzten Freitag im August ist es soweit: Die für den ESC 2020 verantwortlichen TV- und Rundfunkanstalten NPO, AVROTROS und NOS haben via Twitter bekanntgegeben, dass Sie sich in Abstimmung mit der EBU bis zum 30. August 2019 entscheiden wollen, wo der Eurovision Song Contest 2020 ausgetragen wird. Der Verkündigungstermin wurde am heutigen Freitag exakt um 17:00 Uhr publiziert, denn exakt bis 17:00 Uhr heute hatten die beiden verbleibenden Bewerberstädte Rotterdam und Maastricht Zeit, Ihre Bewerbungen zu vervollständigen.

esctoday berichtet ergänzend, dass zeitgleich auch die drei Showtermine veröffentlicht werden sollen.

Ein Blick auf die eurovisionären youtube-Selbstauskünfte der Städtefinalisten ist aufschlussreich.

Maastricht und Limburg präsentieren sich als eine Art nachhaltiger Heile-Welt-Kindergeburtstag. Sehr emotional mit zuweilen romantischem, zuweilen überfrachtetem Pfadfinder-Chic. Am Ende fragt man sich, wie die das infrastrukturell wuppen wollen, wenn wir nicht alle auf den vielen Blumenwiesen campen wollen?

Rotterdam präsentiert sich deutlich zeitgeistiger, urbaner, kantiger, weltlicher und Hipster-tauglicher. Es ist immer wieder faszinierend, wie ein gut und schnell geschnittenes Video eine architektonisch eher problematische Stadt pimpen kann. Mit ein bissel weniger Coca-Cola-Bildsprache wäre die Kultmetropole noch stärker rübergekommen.

Es dürfte transparent geworden sein, für wen sich der Autor dieser Zeilen ausspricht. Was ist Euer Favorit?



20 Kommentare

  1. Ach, diese Videos … Maastricht war zuerst, dann hat Rotterdam noch schnell aus dem Archiv von Citymarketing etwas zusammengeschnitten. Zwei Mal wie die Niederlande sind: klein. Alles ist klein. Man tanzt auf 0,5 Quadratmeter, man lebt innerhalb kleine Kreisen. Pfadfinder-Chic trifft es tatsächlich *lach*

    Hier die Quelle der Quelle https://pers.npo.nl/eurovisie-songfestival-2020-bekendmaking-gaststad-op-vrijdag-30-augustus/ und dort gibt es keine Angaben zu den Terminen. Ist ESC-Kompakt bereits auf der Presse-Mailingliste von NPO?

  2. Während sich der vorangegangene Artikel dieses Blogs um die finsterste Viertverwertung eines privaten Senders mit der deutschen ESC-Geschichte und um den schlechtesten Sänger und Songs des Jahrzehnts kümmert, schauen wir hier bei @Peter wieder in die Zukunft. Danke!!!
    Ich wäre für Rotterdam, da es zeitgemäßer, mit der besseren Infrastruktur ausgestattet und besser mit der Welt vernetzt ist.
    Natürlich hat auch Maastricht so seine Reize und bedient meine zweite Leidenschaft, die Geschichte. Aber es geht schließlich um die größte Musikshow der Welt und nicht um historische, politische Bezugnahme. Die Locations in Rotterdam haben bessere Voraussetzungen. Ich bin gespannt, wie man sich am 30.August entscheidet. Dann können die Vorbereitungen für den ESC 2020 richtig beginnen. Ich freue mich drauf.

  3. Ich bin weder für Maastricht noch für Rotterdam, sondern Amsterdam oder Arnheim und ich finde es schade, daß beide nicht mehr im Rennen sind.

  4. Ich glaube, dass neben finanziellen Zuschüssen die Verhältnisse in der Location am wichtigsten sind für die Entscheidung, insofern spricht alles für Rotterdam.

  5. Jetzt also erst Entscheidung am 30.08.
    Na egal, ich freue mich einfach nur, daß der ESC nächstes Jahr in die Niederlande geht…nach 45 Jahren 🤔🤷‍♂️
    Amsterdam, Rotterdam, Maastricht, Arnheim, Hilversum, was auch immer…kleine Stadt, große Stadt 🤷‍♂️
    Das Interessiert doch wirklich nur die ESC-Nerds. Es geht nicht nur immer darum, wo gibt es die beste Party/Hotel/FlugZugVerbindung.
    Es ist immer noch eine TV Show. Das hat Tel Aviv perfekt gezeigt 👍🏻

  6. Ich freue mich sehr auf den ESC in den Niederlanden. Egal ob es jetzt Maastricht oder Rotterdam wird. Das wird nen sehr geiler ESC, sehr liebevoll und authentisch in Szene gesetzt – und trotzdem sehr „traditionell“. Mich würde nicht mal wundern, wenn die Niederländer das Metropol-Orkest wieder reaktivieren würden. Was nach den Statuten der EBU allerdings sicher nicht passieren wird.

    Ich liebe das niederländische Volk und deren Politik. Was heißt, das ein Land, wie die Niederlande, trotz rechts-liberaler Regierung, trotzdem liberal und tolerant sein kann. Hier in Deutschland würde so eine Regierung – und Rutte führt nun mal eine rechte Regierung in den Niederlanden – gleich als Nazi-Regierung abgestempelt werden, es würde Lichterketten gegen „Rechts“ geben und dümmliche Konzerte, mit Betroffenheitsgesichtern von Baerbock, Habeck, Roth und Co.

  7. Mein Favorit ist nach wie vor Maastricht.
    Blumenwiesen und Pfadfinder sind doch auch mal ganz nett😂. Aber da ich eh nicht
    Live vor Ort sein werde, ist mir der Austragungsort eigentlich egal. Hauptsache die Show wird gut. Und das glaube ich schon.

  8. Und so nen „Provinz“-ESC ohne direkte Flughafen-Anbindung. Also wenn die „Fans“ ihren „Arsch“ auch im Zug mal bewegen müssten. Mal schauen, wer da noch übrig bleibt 😉

    Die müssten dann halt in Brüssel, Düsseldorf oder Köln/Bonn landen, um dann 1 Stunde mit dem Zug zu fahren. Eigentlich kein Drama, oder? Ich bin sicher, für den „geneigten“ ESC-Fan, zumal denen von der „Presse“, wird das zuviel des Guten sein. Da ist ein ESC mit Direktanbindung sicherlich wesentlich bequemer. Vor allem, wenn man dann in Maastricht noch eine queere Community erwartet. Die wird es in Maastricht sicher nicht geben.

    Das ist nen sehr schöner (auch kulturell) alter Ort. Ohne CSD, ohne Schwulen-Meile, ohne großartige schwulen Locations. Das ist nen Kaff mit ner super schönen Altstadt, schönen alten Gebäuden, schönen alten Kirchen.

    Das wars…. nen „Nest“ halt.

    Ich hoffe es wird Maastricht. Wirklich Leute, die Stadt ist superschön. Aber ist halt nicht viel mit Party oder so…. wobei sich die Veranstalter das sicher was einfallen lassen werden. Da bin ich sicher.

    Für „bequeme“ schwule ESC-Touristen ist Maastricht sicher der falsche Ort.

    Wobei ich mir eh schon seit Jahren die Frage stelle, muss ein ESC immer nur „schwul“ sein? Dieses aufdringliche „Schwule“ geht mir sogar als Schwuler mittlerweile nur noch auf dem Piss.

    Wieso also nicht nen ESC in nem niederländischen Kaff ohne Flughafen-Anbindung? Ohne großer Hotel-Landschaft?

    Vielleicht steht dann auch mal wieder mehr das Eigentliche eines ESC im Vordergrund, nämlich die Musik, und nicht wie und wo sich Schwule besonders in Szene setzen und etablieren können.

  9. Glaskugel:
    – Der ESC wird am 12., 14. und 16.05.
    – in Maastricht
    stattfinden.

    Grund:
    Schon die Tatsache, dass Maastricht es soweit geschafft hat, sagt aus, dass diese Stadt trotz Rotterdamer Konkurrenz und trotz Kleinstadt-Charakter vermutlich der heimliche Favorit ist.

  10. Das war mal eine Eilmeldung von Peter. Ich bin in Amsterdam, bei meiner Schwester Petra und habe es auf RTL4 boulevad. und de Telegraaf, auflagenstärkte niederländische Tageszeitung mit Sitz in Amsterdam und einer Verkauften Auflage beinahe 700.000 .

    und weiter geht’s mit : Auf dem Weg in die Niederlande. Genau da bin ich jetzt…

  11. Nachtrag: wollte noch schreiben : Entwicklungsprojekt Strassenarbeiter Bad-Godesberg

    • Bin wieder in Bonn, war im Krankenhaus. Bin nun an meine Wohnung gebunden. Muss noch eine Zeitlang zuhause bleiben. Benjamin , kann zure Zeit keine NEUEN Fotoklicks sende. Rotterdam verschierbe ich für ein paar Tage. Auf den Weg in die Niederlande, jaaa bald bestimmt. Manchmal ist dass warten auf Geschencke spannender wie der Ganze Geschencke wahn am Heilig Abend…

      • Ach was sehe ich da, HEUTE mein DICKSTER Tippfehler und davor auch schon…
        Da mache ich doch mal schnell eine Korrektur: AUS ENTWICHLUNGSPROJEKT wie der unser 31 Jahre junges ENTWICKLUNGSPROJEKT
        STRASSENARBEITER
        Jetzt auch in Bad-Godesberg

        hi, so kann ich nochmal die Werbetrommel Purrzzelbäume sclagen lassen.

        Der Sonderschüler , der ich mit 12 Jahren wurde, war der doch Schuler?

  12. Ups … Seltsames hier und dort.

    Entscheidend für den Zuschlag ist das Gesamtpaket. Zur Zeit arbeitet das kreative Team auf Hochtouren: welche Geschichte will man erzählen? Übersetzt: welche Bilder möchte man die Welt präsentieren? (Quelle: Sietse Bakker) Erst wenn das Konzept steht, wird entschieden und ferienbedingt dauert alles etwas länger als geplant.

    Politik. Da war jemanden zu faul sogar bei Wikipedia nachzulesen. Die letzte wirkliche rechte Regierung gab es um 2011 und seitdem hat die PVV den Aufkleber ‚unzuverlässige Partner‘ bekommen. Danach gab es eine Regierung von VVD und PvdA, rechtsliberalen und die Schwesterpartei der SPD.
    Die aktuelle Regiering ist eine Vierparteienkoalition aus rechtsliberalen, linksliberalen, Christdemokraten und orthodoxe Christen. Das ergibt eine Mitte-Regierung, wie es fast immer der Fall ist seit 1945.
    Oft werden die orthodoxe Christen, die ChristenUnion, rechts eingestuft. Real ist diese Partei eher zu vergleichen mit einer christlich-inspirierten Fraktion der Linke, wobei die Wirtschaftsansichten die der FDP ähnlich sind. Zum Thema Migration: Mitgefühl ist wichtiger als Ablehnung oder Ausgrenzung.
    Es ist wahr, die rechtsliberale VVD hat sich mehr nach rechts gewandert, zumindest nach außen, dennoch achtet man drauf sich stark abzugrenzen von Wilders PVV und Baudets Forum für Demokratie (FvD). Letztere Partei ist neu, erlebt zur Zeit seine erste Krise, und wirkt auf mich wie eine Sammlung von Esoteriker mit ultra-konservative Ansichten, die in rechtspopulistische Geschenkverpackung verkauft werden.
    Seit es das FvD gibt, verliert die PVV an Zuspruch und insgesamt haben solche Parteien weniger Resonanz als vor einigen Jahren. Thierry Baudet hat sich entpuppt als ein narzistisch angelegter Parteiführer, inklusive Aktbilder und Übt zur Zeit wie man Gegner innerhalb der eigene Partei am schnellsten beseitigt. Da ist die AfD eher auf einer Kindergarten-Ebene unterwegs.

    In Deutschland wäre die PVV verboten. Nicht nur wegen ihre Ansichten, auch weil sie keine richtige Partei ist (sondern eine Stiftung) und ihre Finanzen nicht offenlegt. FvD wäre zur Zeit zumindest unter Beobachtung, auf den Weg zum Verbot. Diese Partei ist real auch gegen die Ehe für Alle, nur als Beispiel und überhaupt, Homosexualität gehöre verboten zu sein …

    Medien. Zeitung ‚De Telegraaf‘ schwankt um die 700.000 Leser. Tendenz schrumpfend, weil die Leserschaft vor allem grau und in Rente ist. ‚Algemeen Dagblad‘ gilt als die Sport- und Regionalzeitung schlechthin und ‚De Volkskrant‘ hat mittlerweile über 500.000 digitale Leser und etwa 200.000 Leser, die doch die gedruckte Version bevorzügen. Fast alle große Zeitungen sind in Handen von zwei belgischen, flämischen Herausgeber.

    Vor eine Woche gab es in Amsterdam die Pride-Woche, abgeschlossen mit der Canal Pride. Obwohl es in A. keine richtige schwule Szene mehr gibt – sicher nicht im Vergleich zu Berlin-Hamburg-Köln-München – war die ganze Stadtmitte doch farbenfroh ausgestattet und sehr offen auf die etwas andere Kundschaft zugegangen. Inklusive Schaufenster mit Puppen in eindeutige Positionen und mit Leder, Lack und Latex bekleidet 😉
    Fazit: Viele Organisationen, Laden und Firmen haben mitgemacht. In Maastricht wäre so etwas auch möglich in der ESC-Woche, in Rotterdam eher nicht, weil dort die Kontraste großer sind, das Personal nur halbherzig die hardcore ESC-Fans willkommen heißen wird.

  13. Der ESC 2020 wird ohne das Fürstentum Liechtenstein stattfinden:

    https://escxtra.com/2019/08/13/liechtenstein-will-not-debut-in-eurovision-2020/

    Damit hat nach Monaco der zweite Kleinstaat abgesagt.

    In Slowenien macht ein Gerücht die Runde, wonach die Teilnehmerin für 2020 schon feststeht:

    https://escxtra.com/2019/08/13/has-senidah-been-internally-selected-to-represent-slovenia-at-the-2020-eurovision-song-contest/

    Das wäre schlecht, denn mit Hannah Mancini scheiterte vor sechs Jahren bereits eine intern ausgewählte Künstlerin im Halbfinale. In Malmö trat sie im ersten Halbfinale an und belegte den letzten Platz.

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