Aus zwei mach vier: Diese Szenarien sollen den ESC 2021 garantieren

Vor einem knappen Monat haben wir bereits vermeldet, dass für die Durchführung des Eurovision Song Contest 2021 unterschiedliche Szenarien ausgearbeitet werden, damit das Event trotz Corona auf jeden Fall stattfinden kann. Damals war von zwei Szenarien und mehreren Unter-Szenarien die Rede. Heute nun hat die EBU gemeinsam mit den niederländischen Rundfunkanstalten NPO, NOS und AVROTROS ihre Pläne konkretisiert und vier mögliche Szenarien vorgestellt.

Szenario A: ESC wie immer

Dieses Szenario ist uns bestens bekannt, aber auch ebenso unwahrscheinlich. Dass Corona bis zum Mai 2021 wirklich überhaupt kein Thema mehr ist, wird von Monat zu Monat unwahrscheinlicher. Die EBU selbst sagt dazu, dass dieses Szenario maßgeblich von einem verfügbaren Impfstoff und zuverlässigen Tests abhängt.

Szenario B: ESC mit Social Distancing

In diesem Szenario müsste die Verantwortlichen und alle Beteiligten permanent auf den Mindestabstand von 1,5 Metern achten. Die Live-Shows würden mit Publikum stattfinden, aber eben mit beschränkter Auslastung der Hallenkapazität. In diesem Fall würde ausgelost werden, welche Ticketinhaber aus 2020 weiterhin an den Shows teilnehmen dürfen. Die Anzahl der Delegationsmitglieder und die Anzahl der Journalisten vor Ort wären streng limitiert. Dieses Szenario ist – zusammen mit Szenario C – aktuell vermutlich das Wahrscheinlichste.

Szenario C: ESC mit Reisebeschränkungen

In diesem Fall würde alles stattfinden wie in Szenario B, aber einige Delegationen dürften nicht aus ihren Heimatländern aus- oder in die Niederlande einreisen. Die betroffenen Acts würden dann in ihrem Heimatland auftreten und die Performances in die Live-Shows aus Rotterdam eingespielt werden. Unklar bleibt hierbei noch, ob es sich dabei um Live-Schalten oder aufgezeichnete Performances handeln würde.

Szenario D: ESC im Lockdown

Man könnte auch sagen: Das JESC-Szenario. Hier würden die Shows komplett ohne Publikum stattfinden und die Künstler würden alle in ihren Heimatländern auftreten.

Welches dieser Szenarien am 18., 20. und 22. Mai tatsächlich zum Einsatz kommt, soll Anfang 2021 entschieden werden. Die richtig gute Nachricht ist aber schon jetzt: Der ESC 2021 findet statt.

Außerdem wurde heute auch offiziell bestätigt, dass viele bereits für den ESC 2020 vorbereiteten Elemente im kommenden Jahr erneut zum Einsatz kommen: „Open Up“ bleibt das Motto, die Bühne bleibt dieselbe und auch die Moderatoren Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit sowie Nikkie de Jager alias NikkieTutorials, die ihre Feuertaufe bereits bei „Eurovision: Europe Shine A Light“ hatten, führen wieder durch die Shows.

Was sagt Ihr zu diesen vier Szenarien und welches haltet Ihr für wahrscheinlich?


46 Kommentare

  1. Szenario A wäre in der Tat leider unrealistisch, und ich fürchte, dass sich die Situation bis Mai 2021 nicht ändern wird.

    Szenario B fände ich einen guten Kompromiss, wäre toll, wenn es funktionieren würde. Aber ich zweifle ein wenig daran, dass die Mindestabstände (zumindest unter den Fans) dauerhaft eingehalten werden können. In der Halle während der Shows wäre es sicher möglich. Aber davor und danach? Fraglich. Aber ich will hier nicht die Spaßbremse geben, vielleicht entspannt sich das Infektionsgeschehen doch ein wenig, so dass dieses Szenario denkbar wäre.🙂

    Szenario C fände ich persönlich doof. Wäre für mich die schlechteste Alternative.

    Am wahrscheinlichsten wäre wohl Szenario D, meiner Meinung nach. Ich bin gespannt, wie sich das System beim JESC bewährt. 🙂

  2. Am besten wäre ein ESC wie immer. Das ist aber ausgeschlossen. Am warscheinlichsten halte ich die Vorschläge A und C, einer von denen wird es wohl werden.

  3. Ich sag mal so der ESC 2021 und groß Events wie z.B. die Fußball Europameisterschaften können bestimmt nicht normal stattfinden wen die Infektion zahlen überall steigen. Aber wenn Molly Sandén 2021 am Melodiefestivalen teilnimmt dann wird alles wieder besser.

  4. Eine entscheidende Frage ist auch, bis zu welchem Datum man über das endgültige Szenario entscheiden muss. Wenn es dann noch so wie jetzt ist, dass die Lage kaum vorhersehbar ist, könnte das schwierig werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass im schlechtesten Fall Szenario B zur Anwendung kommt. Mit einem ausgeklügelten Eintrittssystem könnten alle Zuschauer getestet werden, es gibt schon zuverlässige Tests, die in wenigen Minuten ein Resultat liefern.

    • zuverlässig und in wenigen Minuten? und über welchen Zustand macht dann das Testergebnis die vermeintlich zuverlässige Aussage? wohl nicht vom Testzeitpunkt oder kurz davor… in Party- und Veranstaltungskontexten würde ich ein solches System für schwierig erachten. Ich hoffe nur nicht, dass man bei der ESC-Ausrichtung auf Teufel komm raus ein Exempel statuieren möchte. Für mich persönlich steht mehr oder minder schon jetzt fest, dass der ESC nächsten Jahres leider zumindest kein bedenkenlos besuchbares Event sein wird.

      • Ich glaube auch nicht, dass ein zuverlässiges und aussagekräftiges Testergebnis innerhalb von wenigen Minuten möglich sein wird, gebe ich Dir recht.

      • Na ja, okay, aber wenn mit Zuschauern nächstes Jahr geplant würde, halte ich es für wahrscheinlicher, dass jede/r Zuschauer/in einen negativen Corona-Test mitbringen muss, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Denn eine Vor-Ort-Testung könnte ich mir gar nicht vorstellen, da zu zeitaufwendig, meiner Meinung nach.🙂

      • @Thilo

        Hm…stimmt schon, irgendwie. Aber eine 100%ige Sicherheit gibt es wohl nicht, fürchte ich.
        Den Schnelltests vor Ort traue ich aber nicht so ganz, wobei ich auch keine Fachfrau bin.🙂
        Im Idealfall gibt es nächstes Jahr einen wirkungsvollen, gut versträglichen Impfstoff, und die Lage entspannt sich, dann wären die Diskussionen eh hinfällig. Alles würde seinen normalen Gang gehen. Im Moment glaube ich leider nicht wirklich dran. Aber, abwarten, vielleicht geschieht noch ein Wunder.
        Ansonsten glaube ich eher an einen ESC ohne Zuschauer, mit Liveschalten zu den einzelnen Ländern, die dort ihre Beiträge zum Besten geben. Täte mir natürlich für die Fans sehr leid, die den ESC live vor Ort verfolgen. Die Atmosphäre ist bis ins heimische Wohnzimmer zu spüren. Aber alles ist besser als überhaupt keinen ESC zu veranstalten.

      • Der Sinn des Schnelltests ist eben, dass man dann auf die Minute genau weiß, dass die Person positiv oder negativ ist, nach 48 Stunden kann sich das ja wieder geändert haben. In Wien wurde das letzte Woche reibungslos bei einer Veranstaltung mit 3000 Personen so durchgeführt. Mit digitaler Unterstützung ginge das auch für 10000 Leute sehr rasch. Es gibt meines Wissens auch schon mehrere Schnelltests, einen aus der Schweiz von der Firma Roche. Die wurden eben genau für solche Anlässe, also Großveranstaltungen, konzipiert.

    • Moment, man möge mich korrigieren, aber in der Quelle lese ich jetzt nur was davon, dass Eleni angefragt wurde und ihre Plattenfirma eigentlich nur Künstler*innen zypriotischen Urprungs vorschlagen möchte. Nichts davon, dass die Insel (also: der Sender RIK) nur Bewerber*innen mit zypriotischen Wurzeln akzeptieren würde und auch nicht, dass sie anderweitig denn als Künstlerin „an der Suche nach einem passsenden Kandidaten“ beteiligt werden könnte… wie auch immer…

  5. Wer weiß….was heute noch geht, geht plötzlich morgen nicht mehr 🤷‍♂️
    In diesem Sinne, finde ich die Überlegungen eher in Richtung Glaskugel.
    Alleine in den letzten 5 Monaten gab es so viel auf und ab, wer weiß was in 9 Monaten abgeht 🤷‍♂️

  6. Also werfen sie ihr „ESC ohne Live-Auftritte verfehlt den Geist des ESC“ auch beim großen ESC über Bord. Warum war das dann nicht auch dieses Jahr möglich?

      • Stimme Dir da zu. Als die ersten Corona-Fälle in Europa bekannt wurden, hatte man wahrscheinlich gehofft, dass sich die Situation nicht so dramatisch entwickelt, und der ESC nicht betroffen sein wird. Und als die Lage im März richtig schlimm wurde, war die Zeit wohl zu knapp, um Alternativen zu entwickeln und vorzubereiten (vermute ich mal).

    • Das steht aber doch nirgends, oder habe ich etwas verpasst?
      Selbst wenn alle von zuhause aus singen müssten heißt das doch nicht, dass das nicht in Verpflichtung eines Liveauftritte sein kann…

      Warum das dieses Jahr noch nicht möglich war?… Erinnern wir uns doch nochmal zurück was wir damals über Corona wussten und was heute. Ich denke die Frage muss dann auch nicht mehr gestellt werden…

      • Wen meinst Du denn jetzt?
        Ach egal, kannst ja die „oberlehrerhaften Kommentare“ einfach ignorieren, und gut. Nichts für ungut.☹️

      • Sorry, wenn ich zu „oberlehrerhaft“ rüberkomme. Aber deshalb muss man mich noch lange persönlich angehen, tue ich schliesslich auch nicht.
        Wie gesagt, zwingt Dich keiner, den „oberlehrerhaften Scheiß“ zu lesen.🙂

  7. Die Frage, die sich mir hier nur noch stellt, ist, wie schnell man denn von Kozept B z.B. zu Konzept C oder D springen, kann, wenn sich die Situation wieder verschlimmert.
    Da ich derzeit im Gesundheitsamt arbeite, kann ich bestätigen, dass wir höchstwahrscheinlich im Januar oder Februar, wann das Konzept bestimmt wird, eine niedrigere Infektionszahl haben, als im Mai.
    Wie schnell sich die Lage ändern kann, sieht man an Israel: Vor vier Wochen waren die Leute noch im Urlaub und nun ein Lockdown wie im März.
    Übrigens: Von eurovision.de wurde ein Make-of-Video zum Musik-Video-Dreh von „Stronger with you“ veröffentlicht. Dort sieht man auch einen Dreh mit Levent am Klavier und Susan live am Mikrofon in einem Opernhaus. Uiiii, könnte das schon die Aufnahme des Auftritts gewesen sein. Das würde dann sehr edel aussehen.
    Die Aufnahmen sind aber insgesamt sehr gut.😊

    Ich sehne mich übrigens schon nach einem Esc-kompakt Live. Macht mir auch nichts, wenn es kaum Themen gibt. Zur Not redet’s einfach über Corona.🙈

  8. Es wird Zeit, dass man mal wieder etwas vom NDR und Herrn Schreiber bezüglich Unser Lied für Rotterdam hört …. Eine Wasserstandsmeldung wo man sich gerade im Auswahlverfahren befindet wäre echt schön. Wenn ich richtig liege , dann müssten die ja in gut zwei Monaten wissen , wer das Verfahren gewonnen hat und der beste deutsche ESC Beitrag aller Zeiten sein wird .🙏😏🎤

  9. Die Corona-Situation wird sich von alleine nicht mehr so sehr bessern, dass ein normaler ESC möglich ist! Mal ist Corona stärker, mal schwächer, aber immer so stark, dass eben ein eng zusammen stehen in einer Halle nicht möglich ist! Also scheidet Situation A für mich schon mal deutlich aus!
    Die eigentliche Frage ist also: Wann steht ein Impfstoff zur Verfügung? Einige Impfstoffunternehmen haben ja gesagt, dass sie so um den Jahreswechsel herum die Zulassung beantragen könnten! Vor zwei Monaten hat Biontech sogar mitgeteilt, dass sie im Oktober bereits die Zulassung beantragen könnten! Oktober ist ja bald, mal schauen was daraus wird! Dann muss der Impfstoff natürlich auch noch hergestellt werden und letztendlich dann auch geimpft werden!
    Die meisten Wissenschaftler und Politiker gehen ja davon aus, dass ein Impfstoff dann im Frühjahr zur Verfügung steht, aber ich befürchte leider zu spät für einen „Situation A“-ESC 2021, da man ja nicht nur den Mai als ESC-Monat im Kopf haben muss, sondern immer auch die Vorrausplanung, welche das ESC-Team braucht! Da muss die endgültige Entscheidung darüber wie man den ESC nun austragen möchte dann wahrscheinlich schon im März/April feststehen! Außer man verschiebt den ESC 2021 vielleicht ausnahmsweise mal in den Juli/August?

  10. Tippe mal die Proben werden als erstes unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Generalproben fallen als nächstes, das Finale nur mit minimierter Zuschaueranzahl.

  11. Auch wenn die Neuinfizierungen höchstwahrscheinlich gerade im Herbst und Winter wieder steigen werden, kann ich mir gut vorstellen, dass diese sich zum Februar langsam wieder abschwächen werden. Aber ich bin natürlich kein Fachmann.

    Ich könnte mir aber unter der Annahme vorstellen, dass man mit Szenario B plant (A halte ich leider für ausgeschlossen), aber den ESC so plant, dass kurzfristig immer noch auf Szenario C umgeswitcht werden kann, sollte es doch Reisebeschränkungen geben.
    In Szenario B dürfte es dann ähnlich wie beim Fußball nur noch Sitzplätze in der Halle geben, die während der Show nicht verlassen werden dürfen.

    Daumen drücken also, dass die Neuinfizierungen möglichst gering bleiben – und das nicht nur für den ESC sondern für alle.

  12. Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, konnte sich die vier Szenarien selbst ausrechnen. Also blieben die „großen“ Überraschungen aus. Wie die vielen Sportevents MUSS auch der ESC veranstaltet werden. Es geht dabei um unbeschreiblich viel Geld, sprich das Ganze ist ein rein wirtschaftlicher Faktor, sonst steigen die Sponsoren aus. Welcher Sponsor will schon Millionen in den Sand setzen?

    • Ich ergänze mal um ein paar Sätze:
      Diese Show gestern von „Willkommen bei Carmen Nebel“ sollte eigentlich bereits die letzte sein, aber das ZDF hat sich, aufgrund von Corona, dafür entschieden, dass Carmen Nebel mit ihrer Show einen ordentlichen Abschied haben sollte mit viel Publikum und haben deswegen „Willkommen bei Carmen Nebel“ um eine Show „verlängert“ sozusagen!
      Übrigens hört Carmen Nebel erstmal nur eben mit „Willkommen bei Carmen Nebel“ auf! Dem ZDF bleibt sie vorerst weiterhin treu mit ihren Weihnachtsshows „Die schönsten Weihnachtshits“, welche immer in der zweiten Adventswoche gesendet wird, sowie mit „Heiligabend mit Carmen Nebel“, welche, wie der Name schon vermuten lässt, an Heiligabend kommt!
      Die jährliche Herbstshow von „Willkommen bei Carmen Nebel“ steht, wie es gestern ja auch der Fall war, immer im Zeichen der „Deutschen Krebshilfe“ und es wird dort zu spenden aufgerufen! Dieses Konzept wurde von „Melodien für Millionen“, mit Deiter Thoms Heck, übernommen, welche ab 1994 ebenfalls mit der „Deutschen Krebshilfe“ dort zusammen arbeiteten!
      Mal sehen ob die Kooperation zwischen der „Deutschen Krebshilfe“ und dem ZDF weiter geht und vor allem wie es weiter geht!
      Auch „Die schönsten Weihnachtshits“ ist eine Spendenshow für die kirchlichen Organisationen „Misereor“ und „Brot für die Welt“! Das Konzept dieser Sendung entstammt aus „Winterwunderland“ mit Carolin Reiber!

      • Ja das stimmt, aber leider haben wir ansonsten keinen Off-Topic-Berreich hier und ein Artikel über diese Carmen Nebel-Sendung, wo ehemalige Vorentscheids- sowie ESC-Teilnehmer auftreten, gibt es auch nicht, weswegen man dies mal unter einem anderen Artikel erwähnen muss 😉

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