Bestätigt: Hurricane vertreten Serbien beim ESC 2021 in Rotterdam

Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, wird die dreiköpfige Girlband Hurricane Serbien beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam vertreten. Nachdem die Gruppe durch die Absage des diesjährigen ESC um einen internationalen Auftritt mit ihrem Beitrag „Hasta la vista“ gebracht wurde, bekommt sie nun also die Chance, doch noch auf der großen ESC-Bühne aufzutreten. Diese Tatsache wurde mittlerweile sowohl von dem Pressesprecher der Band als auch von der Unterhaltungs-Chefredakteurin des serbischen Senders RTS Olivere Kovačević bestätigt.

RTS hat sich mit der Entscheidung für Hurricane sehr lange Zeit gelassen. Ursprünglich war eine Entscheidung für September oder Oktober in Aussicht gestellt worden – mittlerweile haben wir Ende November. Offensichtlich ist es den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, sich gegen eine Fortsetzung der Vorentscheidung „Beovizija“ zu entscheiden.

Die Band Hurricane existiert seit 2017 und besteht aus den Sängerinnen Ksenija Knežević, Ivana Nikolić und Sanja Vučić. Letztere konnte schon 2016 mit „Goodbye (Shelter)“ einen 18. Platz für Serbien beim ESC erreichen. Die erste Single von Hurricane mit dem Titel „Irma, Maria“ spielt auf zwei heftige Stürme an, die die Karibik erschütterten – so entstand auch der Bandname. Mit dem im letzten Jahr veröffentlichten Lied „Favorito“ konnte das Trio über 58 Millionen Aufrufe auf YouTube verzeichnen und landete einen der meistgehörten Hits des Jahres.

Gerade erst in der vergangenen Woche haben die drei Damen drei neue Songs gleichzeitig veröffentlicht: „Čaje Šukarije“, „Want Ya“ und „Lopove“. Alle drei wurden nach dem Stichtag am 1. September veröffentlicht und sind damit potenzielle Beiträge für den ESC 2021. Was meint Ihr – käme einer davon als Song für Rotterdam in Frage?

Wie der Beitrag von Hurricane für den kommenden ESC ausgewählt wird, wurde heute übrigens noch nicht kommuniziert. Vielleicht gibt es ja doch eine Vorentscheidung mit mehreren Liedern der drei Frauen? Sobald es etwas Neues gibt, erfahrt Ihr es natürlich hier auf ESC kompakt.


16 Kommentare

  1. Oh je, ich finde die 3 ja tendenziell eher ganz schlimm. Hasta la vista war wirklich billigst. Von den 3 Songs hier finde ich Lopove noch etwas erträglich, obwohl es ziemlich an Sofi Marinowa‘s Love Unlimited (Bulgarien 2012) erinnert.

  2. Der Song „Čaje Šukarije“ kommt als potenzieller ESC-Beitrag nicht in Frage, da er eine neue Version eines ehemaligen Titels ist. Die Sängerin Esma Redžepova, die der Bevölkerungsgruppe der Roma angehörte, hatte im Jahr 2009 damit bereits einen erfolgreichen Hit:

    https://www.youtube.com/watch?v=yXs5cotq8RU

    Esma Redžepova starb am 11. Dezember 2016 im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

  3. Caje Sukarije (kann leider keine Sonderzeichen tippen) kommt für den ESC schon mal nicht in Frage, dabei handelt es sich um einen Klassiker der Balkangypsyfolklore, bekannt geworden 1961 in der Version von Esma Redzepova (Teilnemerin Nord-/Mazedoniens 2013), die den Song angeblich auch mitgeschrieben hat (hier eine spätere Liveversion):

    https://www.youtube.com/watch?v=nUBmm45H43o

    Und Sanja hat es vor zwei Jahren auch schon mal in eher klassischer Version gesungen:

    https://www.youtube.com/watch?v=SaZOBZXNwf4

    Und ja, das billige Titten- und Arschgewackele der drei finde ich auch bisweilen etwas anstrengend, aber zumindest inszenieren sie sich dabei nicht als den Männern untertane Weibchen, ganz im Gegenteil.
    Und – ganz wichtig für diesen Blog hier – in ihren Videos wird auch die eine oder andere Herrentitte bewackelt…

  4. Gute Nachrichten aus der Wetterredaktion. Das serbische Sturmtief macht auch in der ESC-Saison 2021 sämtliche Errungenschaften von Alice Schwarzer und Johanna Dohnal platt 😉
    Die Suffragette unter meinen Persönlichkeitsanteilen findet das nicht hinnehmbar, aber ehrlich: Ich WILL beim Song Contest auch unfreiwillig unterhalten werden, und zwar unbedingt 😀

      • Wenn Hurricanes nächster Beitrag nur halb so „unfreiwillig“ ist wie „Hasta la vista“ – dann schmeiß ich mich weg. Dafür rufe ich im Ernstfall sogar an 😆

  5. Super, ich freue mich. die drei vorgestellten Songs sind viel besser als „Hasta La Vista“. Richtig klasse, finde ich.😊

    P. S. Ein bißchen schade um die serbische VE ist es aber schon.

    • Kleine Anmerkung noch: „Lopove“ gefällt mir am besten. Ist zwar, zugegeben, etwas billig, aber der Song gefällt mir musikalisch einfach besser als „Hasta La Vista“.

  6. Danke schön. Selten früh schon so viel geschmunzelt wie heute nach dem Anschauen der Videos der 3 Grazien.
    Also Standard „Stangentanz“ beherrschen sie ja wohl und müssen es in jedes Video pressen. Auch die Schulterbewegung „Schlange“ scheint Standartprogramm zu sein. Nur das singen könnten Andere übernehmen.
    Ich musste sofort an Uschi Blum denken ,die so treffend bei ihrem legendären Interview mit Nela Lee sagte (wer es noch nicht kennt, einfach auf Youtube schauen, göttlich! ) …“und dann bin ich in so Bumsschuppen aufgetreten wie das Schlagerparadies Dormhagen.
    Da kriege ich 800Euro für 20 Minuten Vollplayback mit Animation!“
    Also, ich freue mich 2021 auf den serbischen „Hurricane“ und seine Folgen…. und nehme Lied 4.

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