Bestätigt: Intelligent Music Project vertritt Bulgarien mit „Intention“ beim ESC 2022

Foto: BNT

Jetzt ist sicher, worüber wir bereits Mitte September gerüchteweise berichtet haben: Das Intelligent Music Project wurde vom Sender BNT intern ausgewählt, Bulgarien beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin zu vertreten. Damit ist jetzt auch klar, dass Schlagzeuger Stoyan Yankulov-Stundzhi zu seiner mittlerweile dritten ESC-Teilnahme kommt. Zusammen mit Elitsa Todorova vertrat er Bulgarien bereits 2007 mit „Water“ und 2013 mit „Samo Shampioni“ beim Wettbewerb.

Das Intelligent Music Project wurde von Milen Vrabevski gegründet, der auch als Produzent und Texter fungiert. Es besteht aus acht festen Mitgliedern und wird jeweils um internationale Gaststars ergänzt.

Da die Rock-Band in wechselnder Zusammensetzung auftritt, war eine besonders spannende Frage, wer als Sänger mit auf der ESC-Bühne stehen wird. Die Wahl ist auf den chilenischen Sänger Ronnie Romero gefallen, der Leadsänger der Band Rainbow sowie der Michael Schenker Group (MSG) ist und bereits in der Vergangenheit mit dem Intelligent Music Project zusammengearbeitet hat (Video unten). Neben den beiden bereits genannten Mitgliedern werden außerdem Bisser Ivanov, Slavin Slavchev (Gewinner von X Factor Bulgarien 2014), Ivo Stefanov und Dimiter Sirakov mit zum ESC fahren.

Auch der Titel des bulgarischen Beitrags für den kommenden Wettbewerb steht bereits fest: „Intention“. Weitere Details zu dem Lied sind bislang noch nicht bekannt, allerdings soll es wohl schon Anfang Dezember weitere Informationen geben und dann eventuell auch schon der Song veröffentlicht werden.

Neben Circus Mircus für Georgien und Jeremie Makiese für Belgien ist das Intelligent Music Project bereits der dritte Act, der für den Eurovision Song Contest 2022 gesetzt ist. Dass für Georgien und Bulgarien jeweils Bands ins Rennen gehen, die zumindest nicht den Mainstream-Pop-Geschmack bedienen, könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass wir im Jahr nach Måneskin auch einige alternativere Musikrichtungen beim ESC zu hören bekommen.

Was haltet Ihr von der bulgarischen Wahl für den ESC 2022? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.


30 Kommentare

  1. Oh der Maneskin Effekt.. es geht los.

    Victorias Abschneiden muss für BNT ein ziemlicher Schlag in die Magengrube gewesen sein? 😛

    Bevor der Song zu hören sein wird, versuche ich mich erstmal von skeptisch zu „warten wir’s ab“ zu robben und hoffe natürlich auf einen Kracher.

    Good luck Bulgaria

    • Ich hoffe mal, das zieht sich nicht durch den gesamten Jahrgang, aber man ist es ja vom ESC gewohnt, dass sich viele am Vorjahressieger orientieren. Ich fürchte nur dass sich am Ende eine Ballade durchsetzen wird und die muss wohl leider noch nicht einmal gut sein

  2. Nun ich mag ja Rock, aber es sollte dann doch etwas neuer als Deep Purple anno 1971 klingen. Ansonsten solide gemacht mit guter Stimme.

  3. Wieso? IMP geht doch 😉

    Da kann man auch schöne Sätze draus machen; z.B. wenn der Beitrag der Band Mist ist, und man einen Revamp fordert:

    „Pimp Your Imp“ 😉😎

  4. Bei mir verschmilzt hier schon alles. Die ganze Zeit dachte ich „Das ist doch nicht neu“, bis mir im letzten Absatz bewusst wurde, dass das eine Musikprojekt ja Georgien war und das jetzt Bulgarien ist. 😀

  5. Naja, musikalisch innovativ sind die ja nicht gerade (und erst das Musikvideo, urks; toll: Frauen können inzwischen genauso blöd Autofahren wie Männer).
    Gegen ein, zwei Rocksongs pro Jahr hab ich nix, aber falls sie dominieren, nervt mich das mindest genauso wie 50 % schwedeske Songs. Hoffen wir mal nicht das Schlimmste!

    Vorteil: die ganzen Rockbands werden sich alle gegenseitig rauskegeln. Nachteil: ein äußerst langweiliges Portfolio im ESC-Jahrgang 2022.

  6. Hallo Benjamin. Vielen Dank für deinen interessanten Text. Du und der Twink schreibt beide regelmäßig sehr gute Beiträge auf diesem Blog. Auf den bulgarischen Beitrag bin ich gespannt. LG Fabius

  7. Schade, ich habe auf ein Comeback von Borislav Milanov und Joacim Persson gehofft. So wird das vermutlich nichts, es sei den der Rocksong wird noch aufgebrezelt, so wie Zypern 2016 von G:son oder Belarus 2012 von Kontopoulos. Milanov hat ja schon Erfahrung mit Na Inat 2011.

    • Ich denke, dass wir dieses Jahr wieder einen Beitrag von Boris Milanov beim ESC sehen werden. Möglicherweise aus einem DACH-Land. Aber warten wir mal ab.

  8. moin!
    erstmal muß der song da sein,leute.
    wenn der obige sänger vom musikvideo diesen aber intoniert,wird der songstil ziemlich vorhersehbar sein.
    rock hat so viele facetten und hier dann halt 80iger retro powermetalmucke.
    meine baustelle ist das jetzt nicht unbedingt.

    • lasse rechnet 2022 und vielleicht auch 2023 eher mit einem zunehmen von sowas hier – also harte rockelemente verbunden mit pop und etwas elektro usw.
      fand ich übrigens 2016 so schlecht nicht aber georgien war da noch mal besser und auch härter.

  9. Ich persönlich freue mich, wenn mehr Rock in den ESC kommt. Melodic Rock aus den 80ern gefällt mir ebenso wie Alternative mit Synthesizer-Elementen a la Linkin Park.

    Letztlich gibt’s aber in jedem Genre gute und schlechte Songs. Mehr Rock muss also nicht unbedingt besser oder schlechter sein.

    Im Sinne der Vielfalt darf es gerne noch etwas mehr Rock sein als in den letzten Jahren. Aber zehn Rocksongs im Finale brauche ich jetzt zum Beispiel auch nicht.

    Glaube aber auch nicht, dass es dazu kommt.

    Dafür ist Rock im Allgemeinen – trotz Maneskin im Speziellen – nicht Mainstream genug.

    • Ich habe auch nichts gegen Rockmusik, ganz im Gegenteil. Gerade in diesem Genre gibt es ja so viele unterschiedliche Strömungen. Es sollte sich halt thematisch nicht zu sehr an den Sieger anlehnen, mMn.
      (Wobei mir Blind Channel noch besser gefallen hat wie Måneskin, um ehrlich zu sein.😉)
      Also am liebsten mag ich eine schöne Rockhymne (Ballade) oder aber richtig auf die 12. Beispiel lieber Türkei 2010 oder Georgien 2011 wie BiH 2010, was ich ziemlich lasch und seicht fand. Na ja, schau’n wir mal, was Intelligent Music Project uns zu bieten hat. Viel Glück, Bulgarien.🙂)

      • die eventuellen 22er rock/metalacts werden sich,sofern sie es denn tun,sich sicher eher an den finnen orientieren.🤔

  10. Mit Intelligent Music Project könnte die Ernte beginnen wo Maneskin letztes Jahr gesät haben.
    Immer dieses auf’s gleiche Pferd springen, ob das toll ist, sei dahingestellt.

    • Tja, wie viele Schwedensongs gab es schon ? Sorry, da wurde in der Tat noch viel mehr abgekupfert und zum Teil ziemlich erbärmlich. Rockmusik ist meines Erachtens sehr facettenreich.

  11. Na bravo. Aber seit rotterdam wissen wir ja, dass diese art musik 25% zuschauer-punkte potential hat. Wenn aber jetzt noch ein paar länder auf maneskin machen, wirds schwierig.
    Ich vermute eher, dass nächstens ein rapper gewinnen wird.

  12. Ronnie Romero ist nicht nur ein Hingucker, sondern kann auch live singen. Mit Maneskin kaum vergleichbar, die ruhigen Stücke der Gruppe klingen vielmehr nach Veteranen wie Scorpions und Aerosmith und wären sicherlich auch für die „Traditionalisten“ unter den Fans vermittelbar. Vamos a ver….

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