Bild-Zeitung: Russische Hackergruppe plant Cyber-Angriff auf ESC, um Sieg der Ukraine zu verhindern

Bild: EBU / Andres Putting

Der langjährige ESC-Reporter der Bild-Zeitung, Mark Pittelkau, und der Reporter Martin Eisenlauer berichten heute auf Bild.de, dass die Hackergruppe Killnet, die in der Vergangenheit immer wieder pro-russisch agiert haben soll, eine Cyber-Attacke auf den ESC plane. Damit solle – laut Zeitung auf Wunsch Putins – verhindert werden, dass die Ukraine den ESC gewinnt. Das sie gewinnt, ist nicht unwahrscheinlich, denn der ukrainische Beitrag „Stefanie“ von Kalush Orchestra wird von den Wettbüros als wahrscheinlichster Sieger des ESC in Turin gehandelt.

Laut Bild-Zeitung hat die Hackergruppe auf Telegram angekündigt, dass sie den ESC-Abstimmungsserver lahmlegen wolle: „Ihr könnt nicht online abstimmen“, sollen sie geschrieben haben. Technisch wäre so ein Angriff realisierbar, indem ein Server während der Abstimmung mit Anfragen überschüttet wird. Dadurch könnten die wirklichen TV-Zuschauer/innen nicht mehr voten.

Schlagzeile in der Online-Ausgabe der Bild-Zeitung

Die Bild-Zeitung hat die European Broadcasting Union (EBU), den Organisator des ESC, zu dieser Ankündigung der Gruppe befragt. Ein Sprecher sagte der Zeitung dazu: „Unser Abstimmungssystem verfügt über eine breite Palette von Sicherheitsmaßnahmen, um es vor äußeren Einflüssen zu schützen.“

Das ist das eine. Das andere ist die Tatsache, dass die Stimmen beim ESC-Voting auch über Telefon und SMS abgegeben werden können. Sicher sind das im weiteren Sinne auch online-basierte Systeme, die gehackt werden können. Aber das scheint sehr unwahrscheinlich. Letztlich bliebe aber auch dann noch das Jury-Voting. Deren Bewertungen sind bereits am Freitagabend beim Jury-Finale abgegeben und verarbeitet worden. Selbst wenn alle Möglichkeiten des Televotings nicht realisiert werden können sollten, hätte man deren Stimmen – und könnte damit letztlich einen Sieger oder eine Siegerin küren. Ob diese/r dann die Ukraine wäre, sei einmal dahingestellt.

Es scheint vielmehr so zu sein, dass das Hacker-Kollektiv allein mit der Ankündigung einer solchen Cyber-Attacke die russische Aggression in andere Länder tragen und den friedlichen ESC stören will. Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem Artikel da durchaus Erfüllungsgehilfen sind. Andererseits ist der Aggressionskrieg Russlands gegen die Ukraine ohnehin ständig präsent – beim ESC-Finale z.B. direkt in der Eröffnungsequenz. Die Sensibilität der Europäer für den Krieg und die Implikationen ist also vorhanden.

Letztlich ist es so: Wenn das Kalush Orchester in Turin am Samstagabend nicht als Sieger vom Platz geht, dann weil die 40 teilnehmenden Ländern das vollkommen frei so entschieden haben. An einem pro-russischen Hacker-Angriff werden die Veranstaltung mit ihrer völkerverbindenden Botschaft und die Ermittlung eines Siegers bzw. einer Siegerin nicht scheitern.


85 Kommentare

  1. Okay das ist das erste was ich gutes über russland höre tut mir leid abee der politische sieg für die ukraine muss verhindert werden das könnte den esc langfristig schaden also ist mir egal wie.

  2. Hmm. Klingt einerseits vorstellbar. Kommt aber andererseits von der BILD.
    Und wenn die Hackergruppe das vorher ankündigt, provoziert das doch eher den Streisand-Effekt.

  3. Eventuell hatten die auch heute im Semifinale die Finger im Spiel? 👀 Da war bei der Ukraine nämlich die Hälfte des Liedes nur die tiefe zweite Stimme zu hören, bis mit einem Knacken aus den Boxen dann auch die Hauptstimme dazu kam. Weiß man ob das nur in der Halle war oder auch in den Aufzeichnungen für die Jury? Sie haben den Auftritt jedenfalls nicht wiederholt.

  4. Und ein weiterer Baustein in der Aufmerksamkeitsspirale für die Ukraine. Jetzt wird noch mehr ein „Jetzt erst Recht: Wir gegen die“-Gefühl geschaffen… Menno, ich will einfach einen europäischen Musik- und Showwettkampf. Politisch ist das schon automatisch. Da braucht es nicht noch sowas… 🙁

    • Das sehe ich genauso. Die Ukraine muss scheinbar unbedingt gewinnen. Sogar die „Tagesschau “ ist auf diesen Zug aufgesprungen. Dann kann die Ukraine auch gleich zum Gewinner sämtlicher wettbewerbe von Fußball WM bis Wimbledon in 2022 ausgerufen werden. Den Menschen hilft es leider nicht.

      • Leute Ihr seid dabei Verschwörungserzählung zu verbreiten. Wer sollen denn die „finsteren“ Mächte sein, die hinter einem solchen Siegeswunsch stehen? Die üblichen CIA, amerikanisches Finanzkapital aka die Juden? Der BILD geht es da nicht eher um die Auflage.
        Würde Russland noch mitmachen, könnte man das eher verstehen, aber die Ukraine braucht diesen Sieg nicht wirklich, sondern langfristige militärische und wirtschaftlliche UNterstützung. Was soll denn damit gezeigt werden? Dass die Mehrheit der Europäer Putins Krieg verurteilen, dafür muss man nur die Nachrichten schauen. Und auch für Russland ist das egal, da sind die Sympathiewerte so im Keller da braucht es keinen ESC, auch da reichen die täglichen Verbrechen von Putins Militär.
        Ich sage es nochmal, wenn die Ukraine einen Bonus bei vielen Zuschauer hat, dann ist das eben so. Ob das zu einem Sieg reicht werden wir sehen. Das Lied wäre auf jeden Fall weit oben gelandet, auch ohne Putins Phantomschmerzen.

      • @ESC1975: Du hast natürlich recht, dass das eine Verschwörungstheorie ist. Und hinter vielen Verschwörungstheorien stecken antisemitische Motive, das stimmt auch. Man muss aber ein bisschen aufpassen, dass man nicht bei jeder Verschwörungstheorie automatisch diese Verbindung knüpft, sonst könnte das auch leicht ein Mittel werden, um jemanden, mit dem man nicht diskutieren möchte, zu diskreditieren (das stelle ich auch in letzter Zeit bei dem vermehrt verwendeten Wort „Geschwurbel“ fest: Sofort gibt’s die Assoziation mit Querdenkern und womöglich dann noch mit Reichsbürgern oder noch Schlimmerem).

        Und wenn man die Theorie, dass manche sich durch diese Meldung vielleicht einen Solidarisierungseffekt heute Abend mit der Ukraine erhoffen, berechtigterweise als Verschwörungstheorie sehen kann, könnte man ja auch die ursprüngliche Meldung als eine solche betrachten (erstens dass so etwas geplant ist bzw. zweitens dass Putin hinter den Hackern steht, auch wenn ihm natürlich viel Übles zuzutrauen ist).

      • @ESC1975: So wie ich das meine, hat das doch nichts mit Verschwörungserzählung zu tun! Das lass ich mir nicht unterstellen. Ich stelle lediglich fest, wie medial gerade berichtet und auf was gerade zugespitzt wird: Storytelling. Natürlich geht es da nicht um die Ukraine selbst, sondern um den verkaufsfördernden Erzähl- und Spannungsbogen. Es geht gerade nur noch um „Wird es die Ukraine schaffen?“ um – wie in medialen und erst recht politischen Berichterstattungen üblich – eine Höhe zu schaffen, bei der es die Leute dann interessiert, ob die erreicht und ob von der dann noch heruntergefallen wird Das könnte auch jedes andere Land betreffen. Hier ist es aber die Ukraine, und es kann doch nicht bezweifelt werden, dass bei sehr vielen nun die Aufmerksamkeit nun auf diesen Act gelenkt wird, der manchen sonst nicht so auffallen würde. Nur: Hier paart sich der Effekt mit dem impliziten Haltung vieler, auch Solidarität zeigen und „etwas“ tun zu wollen. Das kann und sollte man ja auch unbedingt auf so vielen Feldern machen, aber hier geht es immer noch um einen Musik- und Showwettbewerb. Und da enttäuscht es mich (auch für die anderen Künstler*innen), wenn der dann durch sowas überlagert wird. (Und von den Konsequenzen auf den ESC 2023, wenn die Ukraine maßgeblich auch durch solche Faktoren gewinnen würde, will ich hier noch nicht sprechen.) Ja, natürlich ist es auch ein guter Song; aber das scheint nur noch ein immer dünneres Trägerblatt für das Punktefundament zu werden und vielmehr von anderen Effekten zementiert zu werden, was ich schade finde und den ukrainischen Künstlern auch nicht gerecht wird.

      • Warum geht ihr nicht einfach Montag Abend gemeinsam spazieren?

    • „Menno, ich will einfach einen europäischen Musik- und Showwettkampf.“

      Denkst Du echt, dass es in der derzeitigen Situation wichtig ist, was Du willst? Oder auch irgendeiner anderer von uns dekadenten Wohlstandskindern …??? Das klingt in diesem Kontext echt verzogen und peinlich.

      • @togravus ceterum: Du weißt, ich schätze Deine Kommentare immer sehr, aber hier finde ich Dich etwas streng.

        Man hätte in diesem Jahr auch den ESC absagen und den Kritikern entgegenhalten können, dass in der derzeitigen Situation ein Bedauern der Absage verzogen und peinlich sei. Vielleicht ja auch in anderen Jahren, angesichts von grausamen Kriegen anderswo, wenn auch nicht in EBU-Ländern. Und meine Kritik am zunehmenden Gigantismus des ESC (die Du doch auch ein bisschen teilst, wenn ich das richtig einschätze?) und am Geld, das für Pyrotechnik und teure Lasershows verballert wird, könnte ich in Zukunft ja immer mit dem Zusatz garnieren, dass das angesichts des Hungers und Elends auf der Welt völlig dekadent ist (was es ja eigentlich auch ist).

        Wenn nun aber der ESC stattfindet, dann ist es doch legitim, sich zu wünschen, dass er sich nicht von einem Songfestival/einem Songcontest zu einer Veranstaltung entwickelt, deren Hauptziel es ist, politische Botschaften zu verkünden. Es gab hier ja auch Äußerungen, in denen genau das für dieses Jahr gewünscht wurde, im Sinne von „Es gehört sich einfach, dass die Ukraine in diesem Jahr gewinnt“.

        M.E. hätten es Kalush Orchestra mit diesem Song in der Tat verdient, zu gewinnen, aber eben aus qualitativen Gründen. Ich wünsche mir, wenn es tatsächlich zu einem Sieg kommt, einen möglichst knappen und nicht einen, bei dem am laufenden Band 12 Punkte für die Ukraine gegeben werden, dazu jedes Mal ein Blick ins jubelnde Publikum mit vielen blau-gelben Flaggen, dann würden sich die Kritiker nämlich so richtig bestätigt fühlen.

      • MMn geht es dieses Jahr nur um eines: Die Sichtbarkeit (oder Hörberkeit, wenn es das Wort gäbe) ukrainischer Kultur. Alles andere, auch das Ergebnis, ist für mich Nebensache. Andere können das gerne anders sehen, aber dann sage ich eben meine Meinung dazu.

      • Interessanter Standpunkt. Meiner sieht so auch: Es geht AUCH um die Sichtbarkeit ukrainischer Kultur.

      • Vor den Doppelpunkt gehört ein „aus“, kein „auch“

    • Beschwere sich im Kreml oder der russischen Botschaft. Als das blonde, russische Engelchen 2015 von Frieden jubelte, hat’s euch jedenfalls nicht so gejuckt…

  5. „auf Wunsch Putins“: das muss man sich mal vorstellen, dass da einfach jemand sagt „Ich will das“ und irgendjemand macht es dann auch, einfach weil er Putin ist.

    • Ich hoffe das alles dafür getan wird, das nicht diese Hackeridioten das Ergebniss verfälschen. Ich wünsche den Ukrainischen Künstlern trotzdem alles gute. Unfassbar was hier wieder für ekelhafte Kommentare abgeliefert werden. Die Ukraine hat sich diese Situation in der sie steckt nicht ausgesucht.

  6. Wenn Putin sich heute Abend benimmt, darf er zur Belohnung nächstes Jahr aus seiner Zelle in Den Haag die Übertragung des ESC 2023 in Sewastopol verfolgen.

  7. Ein Sieg der Ukraine ist ein politischer Sieg. Punkt! Wer dem Lied Qualität beimisst, ist nicht mehr ganz sauber. Man kann Solidarität auch in Form von Spenden oder Ähnlichem zeigen. Aber bei einem solchen Wettbewerb hat das nichts zu suchen. Das Lied hätte schon im Semi hängen bleiben sollen .. und wenn die Jury ihren Job ordenrlich macht, dann haben sie gestern das Lied nicht in die Top 20 gewichtet

    • Bist du es vielleicht, der nicht ganz sauber ist? Wie kann man nur so verbiestert sein? Ich kenne sehr viele denen das Lied ausgesprochen gut gefällt, ohne Ukraine-Bonus. Man darf seinen eigenen Geschmack nicht über den aller anderen Stellen und genau das machst du. Ein wenig mehr Gelassenheit würde dir sicherlich sehr gut stehen. Denn Hass macht hässlich und dein Kommentar ist hasserfüllt.

      • Hausmannskost – mir gefällt das Lied ….gerade den gesungenen Part (auf den Rap kann ich verzichten) finde ich genial gut und auch catchy …dazu noch die Flöte.
        Wenn Serbien in der Situation wie die Ukraine wäre und mit ihrem Lied gewinnen würde ….dann wäre es politisch ….denn das Lied von Serbien ist einfach nur schlecht und lässt mich verstört zurück. Warum viele aus der Bubble es so feiern – kann ich mir nicht erklären. Nun, sei es drum.

        Übrigens wird heute ganz überraschend das UK gewinnen.

    • Dann bin ich eben nicht mehr ganz sauber….. Jch kann damit leben.

      Sorry, um wirre Kommentare lesen zu müssen, dazu brauche ich nicht mal die Krawallpresse.

      Himmel hilf !

    • Glaube der Song war schon vor dem Krieg bei den Buchmachern weit vorne. Zu behaupten, die Ukraine hätte das Finale musikalisch nicht verdient bzw. niemals erreicht ist Quatsch

    • Und erstmals sehen wir „Paul“ hier. Er muss posten, weil er ja auf seiner Trollfarm in Minsk oder Novosibirk nichts zu essen bekommt. Was ich persönlich gut fände.

  8. Das der Artikel hin dessen Schwachsinn ist, zeigt sich schon in den ersten Sätzen. Es gibt keine Online-Abstimmung beim ESC.

  9. Der erste Kommentar unter diesem Artikel zeigt, dass man nicht über alles berichten muss. Hacker agieren überraschend und kündigen ihre Angriffe nicht an. Wie es Douze Point vielleicht schon selbst gedämmert ist, lässt man sich dadurch nur in die Propagandamaschinerie einspannen. Bitte den ganzen Beitrag löschen!

    • Das steht ja auch im Text: „Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem Artikel da durchaus Erfüllungsgehilfen sind.“ Wir ordnen aber diese Drohung ein und stellen dabei fest, dass das nicht als Propaganda ist. Der ESC wird stattfinden, es wird ein Sieger oder eine Siegerin gekürt. Punkt.

  10. Da es ja kein Online- sondern ein Televoting gibt, wird es für die vermeintlichen Hacker ein heiden Spaß, das gesamte Telefon- und SMS-Netz von 39 europäischen/eurasischen Staaten und von Australien, das in einer ganz anderen Hemisphäre liegt, lahmzulegen. 😂

  11. Wie bereits einige schon angemerkt haben kann auch ich das Zitat „Ihr könnt nicht online abstimmen“ nicht nachvollziehen, da es beim ESC keine Online-Abstimmung gibt!

    Es kann aber sein, dass Russland schon weiter voraus blickt und den JuniorESC, welcher dieses Jahr in Armenien stattfindet, im Blick hat, denn dort gibt es eine Online-Abstimmung?!

    Ich gehe davon aus, dass der JESC in den östlichen Ländern viel mehr Aufmerksamkeit bekommt als wie in den westlichen. Insofern würde es Russland auch hier nicht bekommen, falls die Ukraine hier gewinnen würde. Allerdings hat die Ukraine bis jetzt noch keine Teilnahmebestätigung für den diesjährigen JuniorESC öffentlich bekannt gegeben.

    • Australien führt nächstes Jahr bei seiner Abstimmung für den ESC das Onlinevoting ein und schafft damit das Televoting ab.

      • Tja, dann wäre ich draußen, wenn es so etwas bei uns gäbe. Keine schöne Entwicklung.

      • Interessant, dass bei der ESC-Abstimmung die Länder wohl ihre eigenen Wege gehen dürfen! Ich hatte bisher gedacht, dass die Abstimmungsart in allen Ländern gleich sein müsse!

  12. Gerade läuft im Radio ein Bericht aus Turin. Malik wünscht der Ukraine den Sieg, ist sein Topfavorit und auch sein gutes Recht.

    Und nun ? Sollen jetzt auch Teilnehmer boykottiert werden, die indirekt zur Wettbewerbsverzerrung aufrufen ?

    • Er ist mit Kalijush Orchestra sogar aufgetreten. Falls das Wunder geschehen sollte und er gewinnt, würde er den Sieg bestimmt nicht ablehnen. Ich hoffe das er soweit wie möglich vom letzten Platz abschneiden wird. Denn wenn das passieren sollte, das er wieder letzter wird, sollte sich die ARD grundsätzlich überlegen, ob es überhaupt noch Sinn macht, am Wettbewerb teilzunehmen. Denn nicht alle Länder, sind mehrheitlich so tolerant eingestellt wie Deutschland. Es gibt bestimmt einige Länder, ich denke auch an Länder aus dem Osten, die ein Problem damit haben, das ein People of Colour Deutschland vertritt. Ich drücke Malik trotzdem die Daumen.

  13. Was eventuell gemeint sein könnte das die Server attackiert werden. Man kann zwar abstimmen, aber das zusammenzählen geht doch über den Computer?

  14. Sollte man als ESC kompakt darüber berichten? Meiner Meinung nach: Jein. Natürlich ist das nicht unproblematisch, und man läuft Gefahr, sich zu einem Teil der Maschinerie zu machen. Andererseits: Der Artikel steht in der Online-Ausgabe, es wird aber auch in der Printausgabe entsprechend berichtet (zwar kleiner, aber über dem Bruch, so dass es jeder sofort sieht, selbst wenn er die Zeitung nicht kauft). Sprich: Die halbe Nation kann das heute lesen. Da kommen natürlich Fragen. Deshalb ist es aus meiner Sicht schon gut und richtig, darüber zu berichten und dabei auch einzusortieren.

    • Danke, Tamara. Endlich mal ein seriöser Kommentar, der nicht in irgendeiner Art und Weise völlig unnötig aufgebauscht wird.

  15. Durch solche Meldungen, wahr oder nicht wahr, bleibt doch immer eine Restfrage – war das Ergebnis manipuliert ?

    • Ich bin mir sicher, das es schon früher Versuche gab. Was war denn letztes Jahr mit Malta? Oder wie das mal vor Jahren mit Aserbaidschan? Komisch, seit da mehr hingeguckt wird, wurden die Ergebnisse von Aserbaidschan in den letzten Jahren deutlich schlechter. Das hatte jetzt aber nix mit dem Ukrainesieg zu tun. Das russische Hacker versuchen könnten, den ESC zu hacken, kann ich mir durchaus vorstellen. Ob es gelingt ist ne andere Sache. Oder Russland versucht auf anderem Wege, die Juroren zu beeinflussen. Russland traue ich jegliche Gaunerei zu.

  16. Ich glaube das Ziel russischer Akteure wird kein Hackerangriff sein, sondern vielmehr das Schaffen von Verunsicherung und Zweifel beim westlichen Publikum an der Legitimität eines möglichen ESC-Siegs der Ukraine.

    Wenn man liest, wie hier einige jetzt schon ins Raunen verfallen und Narrative von Manipulation und dem „politischen Sieg“ aufgreifen, dann scheint Saat die russischen Propagandamaschine ja aufzugehen. Herzlichen Glückwunsch… Nicht.

    • Danke. Endlich mal jemand, der kapiert, wie das Ganze läuft und nicht wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend gackert. Und nein, das rechte bis rechtsextreme Kampagnenblatt BILD nimmt man nicht ernst. Auch dieser „Artikel“ beruht auf Hörensagen und soll lediglich Empörung auslösen.

  17. Einerseits würde ich es ihnen durchaus zutrauen, andererseits ist die Quelle die Bild.

    Von daher keine Ahnung was ich davon halten soll.

  18. Russland versucht mittels Cyber-Attacken auch Präsidentschaftswahlen / Bundestagswahlen in den USA, Frankreich und Deutschland zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Daher überrascht mich eine solche Meldung, auch wenn sie aus der Bild-Zeitung stammt, nicht mehr. Auch wenn ich zugegebenermaßen an einen solchen russischen Cyber-Angriff bis gerade eben keinen Gedanken verschwendet habe.

    An die Personen – und zwar nur an die Personen – die aufgrund entweder ihres intellektuellen Unvermögens oder mangelnder Kinderstube dazu neigen, mich in die Pegida-Ecke, DDR-Verherrlichung, erzkatholischer Ultrakonservativen-Unterwürfigkeit zu stellen (davon gibt es hier ja eine kleine Minderheit), gebe ich für deren Weiterentwicklung der eigenen Allgemeinbildung sowie der sozio-kulturellen Kompetenz meinen ganz persönlichen Wunsch / meine Hoffnung mit auf den Weg, verbunden mit der Bitte darüber ernsthaft nachzudenken ohne dabei reflexartig die verbale Attackenkeule herauszuholen:

    Wenn der russische Angriffskrieg zu Ende ist, die Ukraine hoffentlich gewonnen hat und Russland hoffentlich verloren, Wladimir Putin hoffentlich vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal angeklagt wurde und in Russland ein neuer und hoffentlich demokratischer (was seine persönliche Überzeugung betrifft) Präsident regiert dann wünsche ich mir von der EBU und allen ESC-Fans (m/w/d) dass Russland am ESC wieder teilnimmt und mit offenen Armen und ohne Vorwürfe empfangen wird. Denn die Bundesrepublik Deutschland war trotz des von uns barbarisch verursachten zweiten Weltkrieges ein Gründungsmitglied der EU, durfte nach dem zweiten Weltkrieg sofort wieder an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen, wurde von den USA, Frankreich und Großbritanniens dank des Marshallplans volkswirtschaftlich und ökonomisch wieder aufgebaut und wurde nicht in ein Arbeiter- und Bauernstaat gelenkt (solche Stimmen gab es in den USA, Frankreich und Großbritannien viele) und Deutschland durfte nach dem zweiten Weltkrieg 1956 sofort am ersten Grand Prix Eurovision de la Chanson in Lugano teilnehmen. Aus Gründen der Völkerverständigung sollten gerade wir Deutsche (m/w/d) dies Russland, unter der Bedingungen, dass die oben genannten Voraussetzungen vorliegen, auch ermöglichen. Und zwar nicht nur aus Gründen der Vernunft, sondern aus Gründen der Freundschaft.

    Sollte Italien heute Abend entgegen meines Wunsches und meiner Prognose den ESC 2022 doch nicht gewinnen, sondern die Ukraine, dann werde ich mich mit meinen Freunden und auch dem restlichen Lokal, in welchem wir uns den ESC anschauen für die Ukraine freuen und allen anderen, die bereits jetzt und vorher die Ukraine als Sieger gesehen haben, gratulieren.

    • So lange Putin an der Macht sein wird, und auch darüber hinaus, muss Russland vom ESC verbannt sein. Glaubst du doch selbst nicht, das selbst wenn Putin abgesägt ist, das aus Russland dann eine Demokratie wird, die die Grenzen anderer Länder anerkennt und sich aus deren Angelegenheiten raushält? Russland ist in der Bringschuld. Russland muss sich das Vertrauen der anderen Länder erst wieder hart erarbeiten. Und nicht umgekehrt.

      • Als jemand, der Putin immer gerne mit Hitler gleichsetzt, solltest Du doch wenigstens dem Wunsch positiv gegenüber eingestellt sein, dass Russland auf einem (dann hoffentlich eingeschlagenen) Weg zur Demokratie ebensoviel Milde, oder besser Unterstützung, zukommt wie damals Westdeutschland.

    • Mal ne Frage: Sollte die Ukraine gewinnen, was macht dann die EBU bezüglich Austragungsort im nächsten Jahr? In der Ukraine kann dann der ESC 23 bestimmt nicht stattfinden.

      • Denke mal, sie macht das Gleiche wie 1973 und 1980 und wird ein anderes Land das Finale austragen lassen. Gerüchteweise haben Spanien, Island und Großbritannien schon Interesse angemeldet.

      • @ESCfan05 – das wäre dann Warschau oder London.

      • @4porcelli

        Wenn sie tatsächlich Polen wählen würden wäre ich persönlich eher für Krakau. Eine sehr schöne Stadt, gut angebunden und hat außerdem glaube ich die größte Indoor-Halle im ganzen Land.

      • @escfan05 – interessant mit der Halle und Krakau finde ich persönlich auch schöner. Wenn die Ukraine gewinnt, sollte sie sich den Partner aussuchen dürfen und es wäre sicher Polen. Das Geschwurbel der üblichen Verdächtigen hier ist mal wieder unerträglich.

      • @ESC1994, @escfan05 – sorry für die Verwechslung, aber Ihr seid beide cool,. Muss mein intellektuelles Unvermögen (m/w/d) sein.

    • Die Tatsache, dass der 2. Absatz Deines Traktats mal wieder um Dich geht und beleidigend gegenüber anderen Usern ist, bevor Du auf die Ukraine kommst, sagt alles aus.

    • PS @Timo1986:
      1) Das ICC in Den Haag ist nicht Teil der UN
      2) Deutschland durfte nicht an der ersten WM nach dem Krieg 1950 teilnehmen, erst 1954
      3) Der Marshallplan war nur die USA, nicht GB oder F
      4) Deutschland wirde korrekterweise zerschlagen und enztnazifiziert, das selbe müsste auch in Russland passieren
      Yo, Du bist echt sehr intelligent in Gegensatz zu allen anderen hier.

      • Wenn Du ernsthaft Russlands (in der Tat grausamen) Krieg in der Ukraine mit dem gleichsetzen willst, was Deutschland damals angerichtet hat, dann könnte man das auch als Verharmlosung der Nazizeit betrachten (denn mangelnde Intelligenz sehe ich bei Dir eigentlich nicht). Ist für Deutsche natürlich irgendwie entlastend – allerdings sollten sich diese mit Forderungen wie „Zerschlagung Russlands“ dann doch ein wenig zurückhalten angesichts dessen, was ihre Vorfahren bei dem Versuch einer Zerschlagung der Sowjetunion dort alles verbrochen haben (ja, auch in der Ukraine, aber eben auch in Russland, ich erinnere nur mal an die zweieinhalbjährige Blockade von Leningrad, mit Aushungerung der Bevölkerung, bei der geschätzt über eine Million zivile Bewohner der Stadt ihr Leben verlor).

      • Du verzettelst Dich bei Russland völlig. Putin führt einen Vernichtungskrieg, er will die ukrainische Kultur auslöschen, verschleppt zigtausende Ukrainer in den fernen Osten und die Infrastruktur des Landes wird völlig zerstört. Ich sehe da kaum einen Unterschied zu den Nazis. Russland hat da ja Erfahrung, der Holodomor war ein ebenso abscheuliches Verbrechen wie der Holocaust. Es ist mir unklar, wie das Russland-Problem ohne Zerschlagung und Entputinisierung gelingen soll, soll Roman Abramowitsch Präsident wurden und noch mal 100 Milliarden klauen?

  19. Cyber Angriffe sind doch nicht neu. Egal in welchen Bereichen. Finde einen solchen Beitrag der Bild nicht hilfreich. Aber das gehört ja zur Boulevard Presse dazu. Somit hat der Cyber Angriff im Grunde schon funktioniert. Denn die Zweifel sind gesät. Bei mir liegt der Beitrag der Ukraine auch nicht auf Platz 1. Aber wenn es zum Sieg der Ukraine kommt dann ist es so. Und natürlich ist es in diesem Jahr ein politisch geprägter ESC. Aber das ist nicht zu ändern. Wir hätten uns das alle anders gewünscht. Scheiß Krieg. Lernt die Menschheit nicht dazu?

  20. Ganz nüchtern betrachtet: Die EBU wird (und das hatte sie bestimmt schon bei den letzten ESCs auch) ein großes Team dafür bereitstellen, dass die Stimmenabgabe und die Auszählung der Stimmen nicht gestört wird. Ich bin mir sicher, dass die EBU auch über Spezialisten verfügt, die genau auf solche Szenarien vorbereitet sind. Trotzdem sollten natürlich die Sicherheitsvorkehrungen (wie bei jedem ESC) in und um die Halle auf Hochtouren laufen, aber da mache ich mir keine Sorgen.

  21. Die BUNTE schreibt heute Morgen um 09:21 Uhr:

    „Putinnahe Hacker […] geben den Plan wieder auf“

    „Auf Telegram erklärte „Killnet“, dass es „ihre Zeit und Aufmerksamkeit“ nicht wert sei. Sie hätten zwar die IP-Adresse ausfindig gemacht und diese lahmgelegt. (Anm. der Red.: Bisher ist die Voting-Seite des Eurovision Song Contests einwandfrei nutzbar.)“

    Was die Voting-Seite des ESC sein soll, die von der BUNTE-Redaktion geprüft wurde und im Moment nutzbar ist, verliert sich in den Nebeln von München-Bogenhausen.

    „Es ist unsere Zeit und Aufmerksamkeit nicht wert“ in der russischen Propaganda-Rhetorik heißt übersetzt: Wir haben bemerkt, dass wir keine Chance haben, unser Ziel zu erreichen und sorgen schon mal vor, damit sich keiner über uns lustig machen kann, wenn der Plan nicht aufgeht.

    Es geht sowieso nur darum, Zweifel an der Funktionalität der Abstimmung zu streuen. Die Technik ist beim ESC gut abgesichert, gehackt wird dort seitens der stümperhaft arbeitenden Kriegsverbrecher-Fans gar nicht (da zentral nicht möglich), nur von angeblichen Online-Abstimmungen wird wirr gelabert.

  22. Ich gönne der Ukraine den Sieg. Ob meine persönlichen Favoriten dann auf den Plätzen 1-5 oder eben 2-6 sind, spielt für mich keine Rolle. Ist ja nicht so, dass nur der Gewinner verkündet wird und die weitere Platzierung geheim bleibt.
    Für viele Ukrainer ist es ein wichtiges Zeichen, dass Europa sie auch hier unterstützt. Jetzt gehen erst recht ein paar meiner Stimmen an die Ukraine, nach dieser stümperhaften Drohung der Kriegsverbrecher-Fans.

  23. hier ist wieder was los!🤠

    das der ami eigentlich gut getarnt schon 2016 in der ukraine mit seinem stellvertreterkrieg loslegen wollte und war mir bis vor ein paar wochen nicht so bekannt – ein wichtiger senator und rüstungslobbyist und andere gewichtige US-personen waren damals schon vor ort,um die ukrainer(soldaten) auf eine glorreiche zukunft einzuschwören = donbass und krim zurückholen (alles bestens dokumentiert auf youtube und wikipedia) – da kam dann nur völlig überraschend dieser herr trump dazwischen und dieser hatte bekanntlich keine lust irgendwelche stellvertreterkriege zu führen.
    nun ist bei den amis aber der richtige präsident am ruder und alles wird gut,auch wenn es jahre dauern wird – kollateralschäden in europa (durch sanktionen und deren kettenreaktionen,boycotte ect.) sind hinzunehmen,betreffen ja nur uns aber in aller regel nicht die amis.😉
    und dieser herr melnyk,der beste botschafter im sonnensystem,regiert bei uns schon mit,so kackfrech und begeistert,wie er ukrainische kultur bei uns verbreitet.
    überhaupt,diese „ukrainische kultur“ wird uns noch länger beschäftigen und damit meine ich definitiv nicht die musik.
    übrigens,gewisse ukrainische künstler leben zunehmend gefährlich in ihrer heimat.
    ich nehme auch zur kenntnis,daß ich in unseren qualtätsmedien seit gut 11 wochen rund um die uhr mit ukraine (hochglanz) propaganda zugespült werde.
    und wenn die ukraine heute den ESC gewinnt dann legen die noch mal eine schüppe „kultur“ drauf!
    ach ja…😈🏴‍☠️

    p.s. wenn ich sehe,wie gut diese einseitige propaganda über den krieg bei uns verfängt dann hat sich diese sogenannte „pariapolitik (hier explizit gegen russland) seit gut 30 jahren seitens der amis bestens bewährt – wer BILD öfter mal liest und sei es auch nur online,der wird festgestellt haben,wie sehr gerade BILD dieses vorhaben teils an jeweiligen regierungen in berlin vorbei,transportiert haben – in den letzten 2-3 jahren kam identisches vorgehen bei china dazu.
    was hat deutschland eigentlich davon?
    ich frage für einen freund.😇

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