Charts-Check Ben Dolic 2: So ging es für „Violent Thing“ weiter

Anfang März haben wir in einem ersten Überblick bereits den aktuellen Stand der Dinge zum Chart-Verlauf von „Violent Thing“ dargelegt. Nun, etwa vier Wochen danach, ist es Zeit, erneut einen Blick auf die Zahlen zu werfen – wie schlägt Ben Dolic sich im Streaming, bei den Downloadzahlen sowie bei den Radiosendern?

Single-Charts

In der Woche nach der Veröffentlichung konnte „Violent Thing“ sich weder in den Midweek-Charts noch in den offiziellen Top 100 der deutschen Charts platzieren. Allerdings schaffte Ben es in die Trending Charts, wo er auf Platz 8 landete, somit kann er den Sprung in die Single-Top 100 nur knapp verpasst haben. Den Sprung in die top 100 hat „Violent Thing“ auch danach (noch) nicht geschafft geschafft.

Downloadcharts

In den offiziellen Downloadcharts landete „Violent Thing“ Anfang März auf Platz 52. Da die Charts vom 2. März sind, konnte Ben Dolic nur vier der sieben Verkaufstage nutzen. In der Folgewoche landete „Violent Thing“ bereits auf Platz 14 der wöchentlich auf iTunes am häufigsten downgeloadeten Titel. Seitdem konnte der Song sich hier jedoch nicht mehr platzieren.

iTunes

Nach der Veröffentlichung am 28. Februar konnte „Violent Thing“ sich auf Platz 2 platzieren und verblieb das Wochenende über in den Top 3. In anderen Ländern stieg der Song nach der Veröffentlichung ebenfalls ein, darunter das Vereinigte Königreich, Österreich, die Schweiz oder auch Schweden.

Aktuell steht Ben am 10. April noch auf Platz 160 der deutschen iTunes-Charts.

Amazon

Auch in den Amazon-Downloadcharts stieg „Violent Thing“ hoch ein: in den Höchstphasen lag der Song auf Platz vier. Aktuell kann Ben sich dort jedoch nicht in den Top 100 platzieren.

Streaming

Spotify

Bisher verpasste „Violent Thing“ den Sprung in die deutschen Top 200. Seit Veröffentlichung ist der Titel 1.784.323-mal gestreamt worden. Insgesamt hat Ben über 250.000 monatliche Hörer erreicht. Bei den Playlisten sieht es hier besser aus als auf Apple Music. Neben Digster Mega Hits 2020 Playlist, der über 579.000 Menschen folgen, ist Ben auch in dem Hitradio von Spotify vertreten. Auch in einer ersten Sommerhits-Playlist ist der Song zu finden (13.000 Follower). Zudem ist „Violent Thing“ in der Charts April 2020 Playlist, der 120.000 Menschen folgen.

Natürlich ist Ben Dolic auch in zahlreichen Eurovision-Playlists vertreten. Neben der offiziellen ESC-Playlist (244.000 Follower) sei die EUROVISION 2020 Playlist von Martin Philipp Fjellanger erwähnt, der 142.000 Menschen folgen.

Apple Music

Am Freitag nach der Veröffentlichung platzierte sich „Violent Thing“ in den Top 300 der deutschen Apple Music Charts. Aufgrund der geringen Anzahl von Playlisten, in denen der Song enthalten ist, fiel er seitdem wieder ab. In den Pop-Genre-Charts lag er auf Platz 65 in Deutschland und auf Platz 98 in Slowenien.

Derzeit befindet sich der Titel auf Platz 434 der deutschen Apple Music Charts, nachdem er zwischenzeitlich nicht mehr in den Top 500 vertreten war. Zudem ist der Song in den kuratierten Playlisten Eurovision 2020 (Topsify) oder Mega Hits Austria 2020 (Deezer) vertreten.

YouTube

Neben Deutschland schaffte Ben es auch in Slowenien in die YouTube-Trends. Dort stand er zwischenzeitlich, nämlich am 28. Februar, dem Tag der Veröffentlichung, sogar an der Spitze der Aufrufzahlen – knapp 63.000 Aufrufe kamen alleine am Donnerstag aus Slowenien. Auch bei zahlreichen YouTube-Reaktionen schnitt Ben insgesamt positiv ab. Nur fünf Tage nach Release konnte das Musikvideo bereits eine Millionen Aufrufe verzeichnen. Insgesamt kommen die beiden auf YouTube verfügbaren Versionen des Musikvideos mittlerweile auf 2,5 Millionen Aufrufe.

Airplay

Im Vergleich mit vorherigen deutschen ESC-Beiträgen schlägt „Violent Thing“ sich bisher durchaus erfolgreich und ist bereits bei zahlreichen Radiosendern zu hören gewesen. Eine erste ausführlichere Analyse von Douze Points könnt ihr hier abrufen.

Gemessen an den letzten Jahren liegt Ben hier im guten Mittelfeld, wohl aber vor Michael Schulte mit „You Let Me Walk Alone“, welches erst nach dem Eurovision Song Contest in Lissabon zum Radiohit wurde. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dieser gute Start fortgesetzt werden kann und „Violent Thing“ sich in den Radiosendern festsetzt.

„Violent Thing“ schaffte es somit bis auf Platz 35 der deutschen Airplaycharts. Die Höchstposition erreichte Ben vor zwei Wochen, danach ging es erstmals wieder abwärts. Nach Platz 38 in der Vorwoche steht der Song an diesem Freitag auf Platz 41 der meistgehörten Songs im deutschen Radio.

Promotion

Direkt am Tag nach der Präsentation von Unser Lied für Rotterdam saß Ben im Sat.1 Frühstücksfernsehen. Mit weiteren Promostopps, darunter zahlreiche Besuche bei Radiosendern, setzte er seine Promotour fort. In der Pierre M. Krause Show, die im SWR ausgestrahlt wird, war Ben ebenfalls zu Gast. Dort performte er „Violent Thing“ in der Akustikversion. Auf Instagram können währenddessen „Violent Thing“-GIFs zur Verwendung für die Instagram-Stories verwendet werden.

Ursprünglich sollte Ben bei Eurovision in Concert am 4. April in Amsterdam auftreten. Nachdem das Event allerdings abgesagt wurde, entfiel der Auftritt. Stattdessen ist Ben bei der online stattfindenden PrePartyES dabei. Diese beginnt am morgigen Samstag, dem 11. April, um 22 Uhr. Zudem wird Ben am 16. Mai in der Countdown-Show um 20:15 in der ARD dabei sein und dort seinen Song „Violent Thing“ performen.

Was sagt Ihr zum bisherigen Abschneiden von „Violent Thing“? Glaubt Ihr, der Song kann durch die ESC-Shows am 16. Mai einen zweiten Anlauf in den Charts starten?


10 Kommentare

  1. Schade ist natürlich, dass ihm die ganze Promotion rund um den ESC fehlt und der Final-Abend, wo ja nochmal eine deutlich größere und andere Zuhörerschaft den Song hören könnte – das hätte ihn dann, wenn es auch noch eine relativ gute Platzierung bemi ESC am Ende gewesen wäre, sicherlich in die Top 100 katapultiert. Wäre schön für ihn, wenn da trotzdem noch ein Push kommen würde.

    • Wenn es noch eine Chance gibt, dann mit dem Auftritt im Countdown in der ARD – hoffentlich wird er auch in der Show von Raab irgendwie inkorporiert, dann hätte er auf jeden Fall beide Zuschauergruppen erreicht!

      • Es gibt, glaube ich, keinen Grund, davon ausgehen zu können, dass Ben in Raabs Show irgendeine Rolle spielen wird. Es ist ein Gegenprogramm, bei dem man, denke ich, nicht von größeren eurovisionären Bezügen ausgehen sollte. Dadurch würde man auch Gefahr laufen, doch noch Zuseher an die ARD zu verlieren.

  2. Ich mag das Lied ja wirklich. Deswegen würd ich dem Song einen eventuellen Erfolg ja gönnen.
    Aber ich glaube nicht dran. Es ist sicher kein Vollflop, aber definitiv so, dass man konstatieren muss, dass weder Ben Dolic noch der Song irgendwie verstärkt Aufmerksamkeit erregt hätte.

  3. Ein teurer Kappes. Die Geldausgabe für die meisten Rohrkrepierer aka „ESC-Beitrag“ ist nicht mehr zu rechtfertigen, Das ist in Schweden und Italien anders. Das Auswahlverfahren muss sich ändern, Zunächst muss Schreiber in musikalische Quarantäne.

Schreibe eine Antwort zu Andi Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.