Charts-Update: Måneskin auf Platz 2 und 3 der deutschen Single-Charts

Bild: EBU / Andres Putting

Sie sind aktuell in Deutschland nicht zu stoppen: Måneskin legen in den deutschen Single-Charts weiter nach und schnellen mit „Beggin'“ auf Platz 2 und „I Wanna Be Your Slave“ auf Platz 3 der offiziell ermittelten deutschen Top 100.

Damit muss sich die italienische Band in Deutschland nur noch Olivia Rodrigo mit ihrem Song „good 4 you“ geschlagen geben, der auch in dieser Woche wieder die Charts anführt. Ihr ESC-Siegertitel „Zitti e buoni“ muss mit Platz 35 in dieser Woche zwar etwas nachgeben (in der Vorwoche auf 23 platziert), hält sich damit aber ebenfalls weiter in den Top 100. Auch weltweit erfreut sich die Band weiter großer Beliebtheit: In den Global Top 200 auf Spotify steht „I Wanna Be Your Slave“ mit über 3 Millionen Streams am gestrigen Freitag auf Platz 11, „Beggin'“ auf Platz 16, „Zitti e buoni“ auf 27.

Zudem findet sich weiterer ESC-Bezug in den deutschen Charts: Lena schafft es mit ihrer neuen Single „Strip“, die letzte Woche auf 78 einstieg, in dieser Woche immerhin auf Platz 75. In den Album-Charts stehen die No Angels nach ihrem Nummer-1-Comeback in dieser Woche mit „20“ auf Rang 10, „Teatro d’ira – Vol. I“ von Måneskin verbessert sich um einen Rang auf 26. Vorentscheidungsteilnehmer Thomas Anders steigt mit seinem neuen Album „Das Leben ist jetzt“ auf Platz 47 ein. Und mit „Il ballo della vita“ ist noch ein zweites Måneskin-Album mit Platz 93 in den Top 100 platziert.

Das Interesse an der Band scheint in Deutschland damit weiterhin ungebrochen zu sein. Erst vor wenigen Tagen gaben die vier ein aus Berlin gestreamtes TikTok-Konzert, bei dem sie natürlich auch ihre aktuellen Hits präsentierten. Unverändert auf Platz 3 der Trending-Charts steht Michael Schulte mit „Stay“.

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf die deutschen Airplay-Charts: Hier liegt Michael Schulte mit „Stay“ in dieser Woche auf Platz 10 und ist damit der aktuell meistgespielte Titel mit ESC-Bezug. Interessanterweise steht Laurell Barker als Künstlerin selbst mit ihrem Titel „Habit“ auf Platz 42 und schon in der siebten Woche in den deutschen Radiocharts. Neu dabei und höchste Neueinsteigerin der Woche ist Lena mit „Strip“ – gute Vorzeichen, dass der Song noch zum Hit wird?

Alle wichtigen ESC-Neuveröffentlichungen (darunter auch die neuen Songs von Lena und Michael Schulte) könnt Ihr in unserer Spotify-Playlist abrufen und streamen. 

Freut Ihr Euch, dass „Beggin'“ und „I Wanna Be Your Slave“ in Deutschland so populär sind? Und glaubt Ihr, dass es einer der Songs auf Platz 1 der deutschen Charts schaffen könnte? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare!


55 Kommentare

  1. Super, Glückwunsch an Måneskin.😊

    „Habit“ – der Beat gefällt mir gut, aber mit der Stimme von der Laurell komme ich nicht wirklich klar.

    • Ich denke, Barker macht bewusst ein bisschen auf Tones & I („Dance Monkey“, an das der Song ja etwas erinnert). In ihren übrigen Songs, die schon ein paar Jahre draußen sind, klingt sie wesentlich natürlicher.

    • Ich dachte auch erst, dass es Tones&I seien, finde aber den Song dennoch richtig gut. ☺☺

      Und ich frage mich die ganze Woche schon, wer diese Laurell sein soll. 😅😅
      Danke für die Aufklärung.

  2. Ich freue mich wahnsinnig über den Erfolg von Måneskin. Schade nur, dass die englischen Songs erfolgreicher sind als die italienischen. Die gefallen mir nämlich gar nicht. Ich mag Damianos englische Aussprache und die englischen Texte nicht und finde außerdem, dass Damianos Stimme im Italienischen besser/rauer klingt. Aber egal. Erfolg ist Erfolg – und ich gönne es der Band. Hoffentlich machen sie weiterhin italienische Songs. Wenn sie ganz auf Englisch umschwenken, bin ich raus… 🤷‍♀️

    • Bei den italienischen Texten lehnt sich Damiano an der Cantautori-schule, die englische Texte sind einfach aus übliche Rock-floskeln gebaut. Kein Zufall, dass ihre schöne Balladen auf Italienisch sind…..

  3. Die Wikipedia-Schreiber (hier stimmt das Maskulinum sogar) sind sich nicht so ganz einig, wo Frau Barker wohnt. In der deutschen sagt man Schweiz und in der englischen Schweden. Würde beides Sinn machen, sie ist ja mit ihren schweizer Beiträgen (wovon einer vom NDR übernommen wurde) aufgefallen und da die ESC-Autoren sonst alle in Schweden sind, wäre auch das gut möglich. Wahrscheinlich stimmt beides.

  4. Eigentlich sollte es mal wieder ein Musik-Roundup geben, schließlich sind wir ja wieder in der „ruhigeren“ Zeit für ESC-Fans. Ich hätte auch gleich eine Empfehlung: „Mi Jarana“ von Maria Isabel, JESC-Siegerin 2004 und VE-Teilnehmerin 2016. Gestern veröffentlicht und am selben Tag von mir entdeckt worden: https://www.youtube.com/watch?v=mUc9TFdRPAA

    Dafür wusste ich bis eben gar nicht, dass Laurell Barker auch selbst Lieder singt und damit im Radio läuft! Was wäre wohl rausgekommen, wenn sie „Sister“ selbst gesungen hätte?

    Und was Maneskin angeht: Dass ein ESC-Sieger so einen Lauf hatte, und das nicht nur in Deutschland, gab es schon länger nicht mehr. Mich wundert nur, dass sie in Italien selbst noch gar nicht auf Platz 1 waren. Das heißt, ihr jüngstes Album war tatsächlich schon auf Platz 1, aber im März und damit noch vor dem ESC!

    Gut möglich, dass sie gekommen sind, um zu bleiben, während die Anderen, vor allem Jendrik, in einem Jahr wieder vergessen sind…

  5. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit Maneskin weiterentwickelt. Nummer Eins glaube ich nicht, da wird bald wieder Deutsch-Rap Gedöns eintrudeln.
    Zu Laurell Barkers Habit habe ich eine Frage: Sowas spielen Radiosender? Puuh

    • Wenn es wenigstens mal guter Deutschrap wäre (den gibt es in der Tat)…. Leider handelt es sich meistens nur um ziemlich grenzdebile Typen, die mich mit Autotune nerven.

      Allerdings wären Songs wie im Stil von Frau Barker auch keine Alternative, fast sogar noch schlechter…..

      • Gibt es natürlich nur guter Deutschrap, der mainstreamkompatibel ist selten.
        Frau Barker hat auch gute Songs, allerdings auch überlagert von viel Schund.

  6. Ist Habit nicht einer der beiden Songs, die Lienne in Köln gesungen haben könnte. Ein Song, der erstaunlich gut zu Lienne gepasst hat? Beide Folgen sich auf Insta und scheinen bereits zusammengearbeitet zu haben.

  7. Nach Lena (2010) und Loreen (2012) mit deren Siegerliedern, die zu Superhits wurden und bis heute im Radio gespielt werden, jetzt wieder mit Maneskin und deren Siegertitel ein Superhit. So sollte es sein! Nur so bleibt bzw. gewinnt (wieder) der ESC an Bedeutung.

  8. Sehr schön, dass ESC-Siegertitel bzw. andere Songs der Band wieder mal charten <3

    Ich höre "Habit" immer noch so gerne wie bei der Veröffentlichung 😀 Als ich Laurell über Insta gratuliert hab, sah sie wohl, dass ich aus Deutschland komme und nannte mich "sweet Jendrik" 😀 Ich mag sie ja…

    • Schmalz, Trief…Heuchelei ohne Ende…😂 Die Laurell versucht gerade bei uns ESC-Fans nach ihren zahlreichen Pleiten Boden gut zu machen. Wie ich die Art hasse 🤢

      • Erstens dreht sich nicht die ganze Welt um ESC-Fans und zweitens wüsste ich nicht, wieso Laurell Barker Boden gut zu machen hätte.

  9. So ein Erfolg Ist einfach eine Duftmarke, mit der diverse ESC-Theorien auf scheinbare Plausibilität getestet werden (Band, Genre, Song nicht für ESC produziert) und diese negative Wahrnehmungs-Spirale wird mal durchbrochen. Macht den ESC als Braut für Acts attraktiver, die nicht an Hotelbars ihr Geld verdienen.

    • Lustig, wie sich Hitze auf das Gehirn auswirkt. Ich hab es jetzt nach 3 mal lesen aufgegeben, diese 2 Sätze zu verstehen. Ich glaub, mein Hirn wird langsam zu Brei..

    • Ich denke, dieser Paradigmenwechsel hin zu allen Genres und zu individueller, auf den ersten Blick „sperrigerer“ Musik ist eigentlich schon ein paar Jahre im Gange und hat dieses Jahr mal extrem Früchte getragen; der letzte „typische“ Sieger, wie ihn sich mancher vorurteilsbelastete Zeitgenosse vorstellten mag, war ja eigentlich „Rise Like a Phoenix“. Wie lange dieser Trend noch anhält, wird man sehen; es könnte nächstes Jahr auch wieder so kommen wie 2008: Viele individualisierte Titel im Feld, auch verhältnismäßig viel Rock, und am Ende sind in der Top 5 vier stark amerikanisierte Mainstream-Popsongs ;).
      Dass Maneskin gerade in Deutschland jetzt so einen überraschend nachhaltigen Charterfolg haben, finde ich aber auch eine sehr positive Überraschung.

      • Nun gut, 2008 gab es noch reines Televoting…. Ich hoffe, daß diese Spekulation nicht Wirklichkeit wird. Dann währte meine Freude nur kurz…

      • „Heroes“ war keineswegs sperrig und durchaus chartkompatibel (zudem für dieses Genre gelungen).

      • „Sperrig“ meinte ich auch eher im Sinne von „nicht dem vermeintlichen ESC-Mainstream entsprechend“. „Heroes“ ist tatsächlich weit über dem Mello-Standard der letzten Jahre und war 2015 auch musikalisch auf der Höhe der Zeit, im Gegensatz z. B. zu einem „Only Teardrops“, das ich damals zwar ganz gut fand (den großen Hype im Vorfeld konnte ich allerdings nicht so recht nachvollziehen), für mich aber heute nur noch klingt wie geschrieben, um den ESC zu gewinnen. das hat zwar geklappt, muss man zugeben, aber wirklich hängen geblieben ist der Song nicht.
        Und stimmt, 2008 gab es nur Televoting (in den Jahren davor (HRH, Molitva) aber auch), ich bin mir aber sicher, dass „Believe“, „Shady Lady“, „Secret Combination“ und „Hold On Be Strong“ auch bei den Juries gut weggekommen wären, „Qele Qele“ aber wegen der recht simplen Komposition und den nicht besonders hohen Ansprüchen an Sirushos Gesangsfähikeiten.nicht ganz zu Unrecht wahrscheinlich eher abgestraft worden wäre (da kann auch das nette Folklore-Intro nicht drüber hinwegtäuschen und heute fallen diese Mankos auch mir auf, damals habe ich den Song geliebt!).
        Kleiner Fun-Fact übrigens, der mir erst vor kurzem aufgefallen ist: Armenien und Deutschland waren 2008 Trendsetter; sie haben nämlich beide ihre Backings versteckt.(hinter der Säule auf der linken Seite der Bühne). Das gab es zwar schon seit den 80ern vereinzelt mal, aber nie bei zwei Acts in einem Jahrgang.

    • Vermutlich ein modernes Gedicht, und Lyrik muss man fühlen oder kann man höchstens interpretieren.

      Ich vermute mal hier wird modernen Sichtweise „negative Wahrnehmungs-Spirale“ in einen spannenden Kontrast zu Szenen aus den 50er – 60er Jahren gesetzt, die wir aus Hollywood-Filmen kennen „an Hotelbars ihr Geld verdienen“. Bei der Aussage bin ich mir nicht ganz sicher, vermutlich ein durchaus positver Ausblick auf eine bestimmte Kultur-Szene.“Band, Genre, Song “ aber dies wohl als Beispiel für die gesamte Gesellschaft.

      • 😀 ganz süß maburayu. Du hast den Abend für mich gerettet. Ich hab endlich mal wieder richtig gelacht.

        Sorry Jorge, ich mag dich trotzdem.

        Wo ich schon mal am PC sitze..
        Mein Sommerhit wird wahrscheinlich.. tatataataaaa:

        https://www.youtube.com/watch?v=QH3Fx41Jpl4

        und pünktlich geht dazu gerade ein Feuerwerk los in Erfurt.
        Geht doch!

      • verdammich, lasse muss mir das mit den Videolinks noch mal erklären. blöd, blöd..

      • @doredo: Mir ist es mit den Videolinks wie in Deinem Kommentar hier ehrlich gesagt viel lieber. Die großen Videofenster unterbrechen den Lesefluss des Threads.

      • @Thomas M. (mit Punkt)

        Gutes Argument eigentlich. Hab ich bisher noch nicht drüber nachgedacht, aber es geht lädt (? – immer noch warm im Dachgeschoss) ja auch schneller. Danke.

  10. Morgen gibt es in der Show „Immer wieder sonntags“ in der ARD ein Wiedersehen mit der dreimaligen ESC-Teilnehmerin Ireen Sheer (1974, 1978 und 1985). Anschließend sind im ZDF-Fernsehgarten der zweifache ESC-Sieger Johnny Logan (1980 und 1987) sowie Free-ESC-Teilnehmer Kelvin Jones zu Gast.

  11. Der Song von Barker ist total nervig und für mich definitiv kein Verlust, daß es nicht zu ESC-Ehren kam. „El Diablo“ hat absolut gereicht…

    Zustimmung bei Maneskin: Ich mag die Band eigentlich auch nur auf Italienisch,

  12. Sorry, wer guckt denn hier ernsthaft „Fernsehgarten“ ? Dagegen sind ja fast schon die Silbereisen-Shows halbwegs professionell….

    • Der Fernsehgarten ist aber immer noch besser als Immer wieder Sonntags. Zwingt dich niemand diese Sendung sich anzuschauen. Aber seit über 30 Jahren schauen das immer noch sehr viele Menschen. Ich mag den Fernsehgarten und Kiwi Kiewel.

      • Den Fernsehgarten habe ich noch nie verfolgt. Ist einfach nicht meine „Fernseh-Zeit“. Aber das LineUp klingt oft gar nicht so schlecht. Ich bin allerdings nicht der Riesenfan von Frau Kiewel.

    • Ich habe mir den Fernsehgarten zwar wirklich noch nie bewusst angeschaut, aber warum sollte jemand daran nicht eine Freude haben dürfen? Wenn ich die Wahl hätte, den Fernsehgarten anzuschauen oder die Top 20 der deutschen Charts durchzuhören, würde ich mich wohl für den Fernsehgarten entscheiden (und das auch wegen Maneskin auf 2 und 3).

      • Weder noch… Da ziehe ich lieber andere Formate vor (beispielsweise Klassikradio…)

  13. „I wanna be your Slave“ gefällt mir besser als Zitti E Buoni. Ich finde das Lied toll. Ich denke von der Band werden wir noch was hören. Die werden bestimmt nicht in der Versenkung verschwinden, wie so mancher ESC-Sieger.

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