Das Orchester kommt zum ESC zurück – zumindest ein bisschen

Beim Finale des Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam wird wieder ein Orchester (Aufmacher-Symbolfoto von Larisa Birta) auf der Bühne spielen – allerdings nicht die Musik der 26 um den Sieg kämpfenden Beiträge. Vielmehr wird es als besonderer Act in Erscheinung treten, möglicherweise im Rahmen der Pausenunterhaltung.

Die Veranstalter AVROTROS, NPO und NOS haben einen Aufruf gestartet, um Musiker für dieses Symphonieorchester zu rekrutieren. Gesucht werden junge professionelle Musiker und Studenten (ab dem dritten Studienjahr oder auf Master-Niveau). Das Vorspielen – Neu-Deutsch: die Auditions – finden bereits am 11. Februar in Amsterdam statt. Konkret gesucht werden Holzbläser, Blechbläser, Streicher, Schlagzeug und Harfe, allerdings nicht Klavier.

Für das Vorspielen sollen die Interessenten zwei kontrastierende Stücke vorbereiten. Gewünscht wird ein Spielen ohne Noten. Neben dem reinen Vorspielen müssen die Musiker auch Bewegungs- bzw. Theater-Übungen absolvieren. Darauf brauchen sie sich nicht vorzubereiten. Es deutet aber darauf hin, dass während des Auftritts im ESC-Finale untypische bzw. überraschende Bewegungen von den Musikern vorgesehen sind. So etwas macht einen reinen Orchesterauftritt deutlich lebendiger und passender für eine lange Unterhaltungsshow.

Mal eben so nebenbei lässt sich die Aktion nicht umsetzen, denn die Künstler müssen am 11., 18., 25. und 29. April sowie 
1., 14., 15. und natürlich am Finaltag, dem 16. May 2020 ganztägig zur Verfügung stehen. Dafür gibt es aber auch eine Aufwandsentschädigung.

„Mit diesen Auditions geben wir jungen niederländischen Musiktalenten die Möglichkeit, sich der Welt auf einzigartige Weise zu präsentieren“, sagt Gerben Bakker, Head of Show des Eurovision Song Contest 2020. „Wir wollen einen besonderen Auftritt eines großen Sinfonieorchesters bieten und zeigen, was die Niederlande in diesem Bereich zu bieten haben.“

Es ist nicht das erste Mal, dass das Orchester nach seiner Abschaffung beim ESC nach dem Jahr 1999 zur Veranstaltung zurückkehrt. So war 2015 das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Peter Pejtsik ein wesentlicher Bestandteil der Eröffnungsnummer des Finales. Ein schöner musikalischer Farbklecks ist es in jedem Fall.



9 Kommentare

  1. Mir fehlt noch einen Aufruf für TänzerInnen.^^

    So weit meine Infos reichen, hat man
    – diese Idee aus die Bewerbungen von Maastricht und Arnhem übernommen. Später haben anderen ebenfalls vorgeschlagen ‚etwas mit einem Orchester zu machen‘.
    – vor das Orchester mit so viele ehemalige Teilnehmer wie möglich spielen zu lassen. Nicht alle sind mehr unter uns, nicht alle wollen mitmachen (Sieneke an erster Stelle) und nicht alle sind in der Lage auf zu treten (Gesundheit).

  2. Ich freue mich auf den ESC umso mehr wenn ich so ne tolle Nachricht lese. Bin mal gespannt was unsere Nachbarn sich noch so tolle Sachen einfallen lassen. 👍😊

  3. Die Eröffnung in Wien hat mir auch sehr gut gefallen hat natürlich auch sehr gut zu Rise like a Phoenix und Building Brightes gepasst.
    Für Arcade würde es sicher auch gut passen.

  4. Das klingt sehr aufregend. Das wäre in Deutschland nicht möglich, da dürften die pogepuderten, weil steuerfinanzierten Berufsorchester dran scheitern, die spielen nur denselben alten Kram. Hoffentlich wird es ein besserer Pausenfüller als letztes Jahr. Da würde ich gerne einige Altstars wieder sehen.

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