Der ESC 2021 soll in Rotterdam stattfinden

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Der Eurovision Song Contest 2021 soll in Rotterdam stattfinden. Das hat heute eine überwältigende Mehrheit des Stadtrats von Rotterdam entschieden, indem sie zusätzliche 6,7 Millionen Euro für die Durchführung des Wettbewerbs im kommenden Jahr freigegeben hat. Wie Eurovoix meldet, soll der ESC 2021 am 11. Mai starten und mit dem Finale am 15. Mai enden.

Die Entscheidung des Stadtrats war notwendig geworden, weil nicht alle Kosten, die Rotterdam in die Vorbereitungen für den abgesagte ESC 2020 gesteckt hat, von der Versicherung gedeckt wurden. Entsprechend muss die Stadt für den Contest im kommenden Jahr also weiteres Geld zur Verfügung stellen.

Schon kurze Zeit nach der Absage des diesjährigen ESC hatte die European Broadcasting Union (EBU) Anfang April von der Stadt Rotterdam eine zügige Entscheidung darüber eingefordert, ob sie auch im kommenden Jahr als Gastgeberstadt für den Contest zur Verfügung stehen würde. Aber auch die Ahoy Arena brauchte als möglicher Austragungsort schnell Klarheit, da für April und Mai 2021 bereits Veranstaltungen gebucht waren, die nun verlegt werden müssen. Heute Nachmittag fiel dann die Entscheidung, dass der ESC 2021 in der Ahoy Arena in Rotterdam stattfinden soll.

Unabhängig von der Entscheidung, wird sich in den kommenden Monaten erst zeigen müssen, wie und ob Großveranstaltungen wie der ESC im Mai 2021 überhaupt stattfinden können. Das hängt davon ab, wie sich die Corona-Pandemie in der nächsten Zeit entwickelt.

Sollte alles gut gehen, wird der Eurovision Song Contest 2021 der fünfte Contest sein, der in den Niederlanden stattfindet – Rotterdam war aber bislang noch nie Gastgeberstadt. Zuvor fand der ESC in Hilversum (1958), Amsterdam (1970) und zweimal in Den Haag (1976, 1980) statt. Insgesamt neun niederländische Städte hatten nach dem Sieg von Duncan Laurence (Aufmacherfoto) beim ESC 2019 Interesse an der Austragung des ESC 2020 angemeldet, fünf haben letztendlich eine formelle Bewerbung abgegeben. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Maastricht erhielt letztendlich Rotterdam den Zuschlag. Umso größer war die Enttäuschung bei den Verantwortlichen, als der ESC 2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Aber jetzt gibt es also im nächsten Jahr eine neue Chance zu sagen: Open Up!


40 Kommentare

      • Vermutlich ist Mans mal dort aufgetreten; dass wäre für Metty ein ganz klarer Grund, Rotterdam für „unwürdig“ zu halten.

    • Rotterdam hat sich doch schon vorbereitet. Sogar das Bühnendesign stand schon. Alles ist auf die Ahoy-Arena zugeschnitten. Von daher ist es doch nur folgerichtig, dass Rotterdam den ESC nach Möglichkeit 2021 ausrichten soll.
      Ich weiss zwar nicht, ob Du live vor Ort sein wirst, aber am Fernseher ist es doch egal, in welcher Stadt die Show stattfinden wird. Es wird bestimmt eine gute Show.

      • Gerade in diesen schwierigen Zeiten und mit einem Stadtrat, der mit überwältigender Mehrheit dafür stimmt, hat sich Rotterdam als würdig erwiesen.

    • Wer vermag zu beurteilen ob eine Stadt oder ein Staat würdig oder unwürdig ist den ESC auszutragen? Das war und wird vermutlich nie ein Grund sein eine Stadt auszuwählen. Es gibt eine Ausschreibung und am Ende gewinnt die Stadt mit dem besten Konzept. Früher hat der Sender ibestimmt wo es stattfindet meistens war es die Hauptstadt des Landes. Mir dauert das sowieso mittlerweile schon zu lange bis eine Stadt gefunden ist wie lange soll das noch dauern wenn jeder noch daher kommt zu hinterfragen ist die Stadt überhaupt würdig genug. Wenn du also Rotterdam für nicht würdig genug hältst ist das deine Meinung aber ansonsten absolut unwichtig außer um sich drüber zu wundern

      • Wenn der gute Matty nicht will, dass der ESC in Rotterdam ausgetragen wird, muss er halt zu sich stehen und einfach wegbleiben. Vielleicht passt ihm ja beim Austragungsort für den ESC 2022 🙂

  1. Erstmal find ichs echt gut, dass da nun etwas mehr Planungssicherheit herrscht, für alle Beteiligten.

    Aber für mich sind Großveranstaltungen grad derart weit weg, dass mir die Fantasie fehlt, mir auszumalen, dass das 2021 auf jeden Fall mit dem ESC was wird. Ich will ja nix beschreien, aber im Moment isses nicht viel mehr als eine Hoffnung, dass der ESC 2021 stattfinden kann.

    • Da hast Du (leider) recht. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben, heißt es wohl. Bei den ganzen schrecklichen Nachrichten braucht man einfach einen Strohhalm, an dem man sich klammern kann. Und sei er noch so klein.

  2. Das habe ich erwartet, Rotterdam hat ja schon sehr viel investiert gehabt. Ich drücke der Stadt die Daumen, dass es 2021 klappt! Wir alle werden einen ESC dann dringend nötig haben, ich gehe bereits jetzt am Zahnfleisch 🤪

  3. Hoffentlich gibt es bald Termine für 2021. Ich denke spätestens am 16 Mai sollten die Termine feststehen. Das könnte man passend in der EBU Show verkünden. Aktuell kann man den Verlauf der Pandemie beobachten und evt. Rückschlüsse für 2021 ziehen.

  4. Gute und einzig richtige Entscheidung. Mit zwei Jahren Vorlauf erwarte ich jetzt den besten ESC aller Zeiten – mindestens 😉 . @Benny: Der 11. Mai 2021 ist ein Dienstag, ob da das Finale ist… 😉

    • Im Artikel von Benny steht eindeutig, dass der Finaltermin am 15. Mai wäre.

      Was für exorbitante Erwartungen hast du denn nach zwei Jahren Vorlaufzeit für den besten ESC aller Zeiten?

      • Als ich den Kommentar geschrieben habe, stand in der Überschrift, dass das Finale am 11. Mai wäre. Ich bin nicht ganz blöd.

        Ich werde jetzt auch nicht versuchen ironisch gemeinte Aussagen zu erklären, das ist nämlich Unsinn.

  5. Das wäre das Himmelfahrtswochenende. Das ist eine ganz tolle Nachricht. Schön, muss ich nicht am Freitag für die Hinfahrt die Arbeit schwänzen. ;D

  6. Einiges spricht für den 15.Mai. Eine Woche später findet das DFB- Pokalfinale statt. Und am 29.Mai wird das Champions League- Finale ausgetragen. Es ist aber auch möglich, die EBU verlegt den ESC in den Juni.

  7. Gut gemacht, Rotterdam. Hoffentlich gilt das diesjährige Motto Open up wirklich auch im Mai 2021 für alle Mitwirkenden..

  8. Ich freue mich auf Rotterdam 2021. Selbst wenn es bis dahin noch nicht zu Ende sein sollte mit Corona, hat man bis dahin sicherlich schon Maßnahmen gefunden, die es möglich machen, auch Großveranstaltungen durchzuführen. Ich bin da zuversichtlich.

  9. 11.-15. Mai scheint mir sehr unwahrscheinlich. In der 18. und 19. Woche in 2021 gibt es überall Gedenk- und Feiertage. Christi Himmelfahrt ist am 13. Mai.

    Alternativ Vorschlag: Wien. Österreich zeigt zur Zeit wie man wieder halbwegs ins normale Leben zurückfindet. Da sind die Chancen auf einem ESC höher als zur Zeit in den Niederlanden, wo sogar im Fußball Spiele ohne Publikum bis 1.9. untersagt sind und alle sich bitteschön vorbereiten sollen auf die 1,5-Meter-Abstand-Gesellschaft.

    • Im Mai gibt es viele Feiertage, das hat die Terminfindung bisher auch nicht gestört. Und warum sollte das auch stören? Und die NIederlande werden sicherlich nicht ein Jahr brauchen, bis sie auf die „normalen“ Corona Maßnahmen, wie sie sich in Mitteleuropa gerade langsam einpendeln, hochfahren werden. Natürlich weiß man nicht, ob es rechtzeitig vor der nächsten großen Welle eine Impfstoff geben wird, aber Europa wird dann wieder relativ gleichmäßig betroffen sein.

  10. Wenn in Holland der ESC wegen Corona nicht stattfinden kann, dann kann der Wettbewerb sicher auch nicht in Wien oder sonst wo stattfinden. Wegen Termin, erst vor 2 Jahren hatten wir in der ESC Woche einen Donnerstag Feiertag 😉

  11. Vielleicht lernt die EBU ja auch ein bisschen was daraus und zieht das ganze Event zwei, drei Nummern kleiner auf. Der ESC ist ja schon lange an seine Grenzen gestossen – immer grösser und üppiger geht auch nimmer.

    Hab erst letztens wieder den ESC 1997 (der letzte mit Live-Orchester) geschaut – das war mE die richtige Grössenordnung, auch was die Location anbelangt.

    • Das stimmt doch gar nicht, der ESC war vor zehn Jahren schon viel größer und wurde 2013 wieder runtergefrahren. Seither waren die Shows etwa gleich groß dimensioniert. So hat es sich doch ganz gut eingependelt.

      • Liebe Roxy,
        Christian hat völlig recht. Schau dir den 1997er-ESC nochmal an. Ab dem Jahr 1998 wurden die Hallen und Bühnen sowie das komplette Drumunddran immer größer und größer. Hier die Ausnahmen 1999 & 2013. Allein schon was die Israelis letztes Jahr auf der Bühne gepackt haben, war unglaublich opulent. Was ich an Bildern und Animationen der Niederländer bezüglich 2020 gesehen habe, wollen das niederl. TV nochmal was drauf packen.
        Aber es stimmt, die ESC-Events dürfen gerne bescheidener werden, damit wir uns, die Zuschauer und auch die Fans, auf die Lieder konzentrieren können. Hier reichen auch max. zwei Moderatoren und nicht vier. Petra Mede hat es 2013 auch völlig allein moderiert.

      • Mit Verlaub, es stimmt doch einfach nicht, dass der ESC immer größer wird. Wie @roxy schon angemerkt hat, ist der ESC in den letzen sieben Jahren eher kleiner geworden. Letztes Jahr hatten wir bspw. die kleinste Halle seit 1999. Auch die Bühne haben wir schon viel viel größer gesehen und die Intervalacts waren eher weniger innovativ, wenn ich da etwa an 2016 denke.

        Zu 1997 möchte ich noch anmerken, dass der ESC damals kurz vorm Exitus stand und beginnend im Jahr danach die größten Reformen ever angestoßen wurden. Außerdem haben wir 2020, mit Konzepten von 1997 lockt man heutzutage niemanden mehr vor den Fernseher. Der ESC hat es ohnehin schwer genug, sich in der verändernden Medienlandschaft zu behaupten.

  12. Auch der ESC 2021 wird es schwer haben und nur mit viel Glück wie üblich über die Bühne gehen. Alles steht und fällt mit einem Impfstoff. Wenn bis in den Herbst es keinen realistischen Ausblick auf eine Impfung gibt werden viel Künstler und Komponisten gut überlegen ob Sie ins Rennen gehen. Also es gilt – Pray for medicine

  13. Der offiziellen EBU- Seite Eurovision. tv ist es bis jetzt aktuell keine Meldung wert, dass Rotterdam den ESC wieder möchte. Da habe ich kein Verständnis dafür.

  14. Wenn die Teilnehmerländer ihre Teilnahmegebühr nicht entrichten können, aber trotzdem teilnehmen wollen, springt die EBU ein und legt das Geld aus. So summieren sich entsprechend die Kosten für einige Teilnehmerländer, die dann bei Nichtzahlung erstmal keine Teilnahmeberechtigung erhalten, siehe z.Zt. Bosnien & Herzegowina.

    Rumänien trieb es mal auf die Spitze und zahlten 9 Jahre nicht. Nur merkwürdig, dass die EBU das mitgemacht hat.

    Es dringen immer wieder mal die Infos durch, dass es so manche Länder mit der Bezahlung nicht so haben. Hier richtet sich der Blick auf das süd-östliche Europa.

    Mich wundert, dass die Pleiteländer wie z.B. Griechenland, Italien, Spanien u. Litauen das immer wieder hinbekommen, die Gebühr zu entrichten. Wer weiß was da im Hintergrund läuft.

  15. Ich frage mich wie das aktuell mit den Gebühren ist? Die Länder werden schon vor Wochen bzw Monaten ihre Teilnahmegebühren für 2020 bezahlt haben. Aber was bedeutet das? Bekamen die Länder ihr Geld zurück? Oder bleibt es bei der EBU und die Länder müssen 2021 nichts zahlen?

    • #Andi…puh…gute Frage.
      Solche Fragen werden von seitens der EBU und des Veranstalters nicht beantwortet.

      Ich habe in den letzten 10 Jahren immer wieder mal Fragen an die EBU gerichtet. Nie habe ich Antwort oder Reaktion bekommen.

  16. Die EBU wird ja auch dabei was verdienen dann sollen sie auch mal eine Finanzspritze geben wenn die Restkosten für heuer schon so hoch sind
    Ich habe immer das Gefühl die EBU kassiert aber so wie es heuer ist wollen die nix dazu zahlen

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