Deutsche ESC-Vorentscheidung 2020: Was wir bislang wissen – und was nicht

Unser Lied für Israel 2019 Deutschland
Bild: NDR/Julian Rausche

Es ist „zwischen den Jahren“ und es gibt nach wie vor keine offiziellen Informationen zur deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam. Nun könnte es aber jeden Tag soweit sein und der verantwortliche Sender NDR sich offiziell zu Wort melden: In der Saison 2018 etwa, als das aktuelle Vorentscheidungsformat etabliert wurde, wurden die am Vorentscheid teilnehmenden Acts am 29. Dezember 2017 bekanntgegeben. 2016 wurden die Details für „Unser Lied für Stockholm“ am 5. Januar öffentlich gemacht – der bis dato späteste Bekanntgabetermin der vergangenen Jahre.

Also: Lange kann es nicht mehr dauern und wir nutzen die Stille, um hier nochmal alle Informationen gebündelt zusammenzustellen, die wir über die vergangenen Monate zusammengetragen haben.

Die Fakten

Wie in den vergangenen beiden Jahren konnten sich Künstler und Komponisten auch in diesem Jahr wieder online für die deutsche Vorentscheidung bewerben. Die Plattform mein-esc-lied.de (auf der aktuell übrigens schon Beiträge für den ESC 2021 gesucht werden) wurde allerdings nicht aktiv beworben und war schwer auffindbar (so schwer, dass uns teilweise täglich mehrere Anfragen erreichten, wie man sich denn für die deutsche Vorentscheidung bewerben könne), so dass davon auszugehen ist, dass viele Acts auch direkt vom NDR bzw. dessen Partnern digame mobile und Simon Kucher & Partners angesprochen wurden.

Neu war in diesem Jahr, dass von Beginn an nach dem perfekten ESC-Song gesucht wurde. Wir erinnern uns: In den vergangenen beiden Jahren wurden zunächst jeweils die Künstler für die Vorentscheidung ausgewählt, für die dann ein Lied gesucht bzw. geschrieben wurde. In diesem Jahr standen allerdings von Beginn an Act-Song-Kombinationen zur Wahl und ein Künstler konnte auch mit mehreren Songs in der Auswahl sein. In dieser Hinsicht ist das Format also geöffnet worden und theoretisch wäre es möglich, dass die Wahl zum Schluss zwischen mehreren Liedern desselben Künstlers fällt. Die Songs wurden teilweise nur als Audioversion bewertet, teilweise – im Gegensatz zu unserer früheren Vermutung – wie in den letzten Jahren auf Basis einheitlicher Videos.

Bewertet wurden die Songs und Künstler in mehreren Runden sowohl von einer 100-köpfigen Eurovisions-Jury bestehend aus Fans, Zuschauern und Interessierten, sowie einer 20-köpfigen internationalen Fachjury. In dieser Hinsicht lief das Verfahren also wie in den vergangenen beiden Jahren. Nach und nach wurden die potenziellen Kandidaten so dezimiert, vor einem knappen Monat waren noch etwa 20 Act-Song-Kombinationen im Rennen. Mittlerweile dürften die Teilnehmer für die Vorentscheidung bzw. der deutsche Beitrag für Rotterdam feststehen.

Offene Fragen

Öffentliche Vorentscheidung – ja oder nein?

Lange Zeit war vollkommen unklar, ob es überhaupt eine öffentliche Vorentscheidung gibt oder nicht. Mal standen die Zeichen eher darauf, dass der NDR die beiden Jurys komplett ohne Beteiligung der Fernsehzuschauer entscheiden lässt, mal sah es danach aus, als würde am Ende des Prozesses doch eine öffentlich ausgestrahlte Vorentscheidungsshow stehen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit können wir wohl davon ausgehen, dass die Entscheidung NDR-intern mittlerweile gefallen ist – kommuniziert wurde sie allerdings noch nicht.

Datum, Titel usw.

Klar, einen Namen sowie ein Datum braucht die Vorentscheidung nur, wenn sie auch tatsächlich im Fernsehen ausgestrahlt wird. Sollte das der Fall sein, dürfte die Show wohl in der Tradition der vergangenen Jahre unter dem Namen „Unser Lied für Rotterdam“ firmieren.

Was das Datum angeht, könnte die deutsche Vorentscheidung in diesem Jahr eher nicht am traditionellen Termin in der vorletzten Februarwoche stattfinden, da ist nämlich bereits Fasching/Fastnacht/Karneval. Da wir bislang noch keine Informationen über eine Ausstrahlung haben, können wir wohl davon ausgehen, dass „Unser Lied für Rotterdam“ eher nach hinten verschoben und somit am 28. oder 29. Februar stattfinden würde. Aufgrund der nicht wirklich zufriedenstellenden TV-Quoten an einem Freitag im vergangenen Jahr ist wohl eine Rückkehr auf den bewährten Donnerstagabend wahrscheinlich und somit wäre dann der 28. Februar der Termin der Wahl.

Ziemlich sicher würde wieder Barbara Schöneberger die Vorentscheidungsshow moderieren. Sie ist jedenfalls schon in irgendeiner Art und Wiese in den aktuellen Prozess eingebunden.

Die teilnehmenden Künstler

Mehr oder weniger vollkommen im Nebel stochern wir, was die potenziell teilnehmenden Künstler angeht. Wir wissen, dass Sandro mit mehreren Beiträgen unter den letzten Songs vertreten war, sich dann aber lieber vorzeitig für die Direktnominierung in Zypern entschieden hat. Wir wissen auch, dass sich Die Hamburger Goldkehlchen beim NDR beworben haben, ob sie allerdings noch im Rennen sind, verliert sich in den Nebeln von Norwegen (und ist vermutlich nicht sehr wahrscheinlich). Ralph Siegel hat wohl einen Song eingereicht, ist aber nicht mehr Rennen. Außerdem sollen dem Vernehmen nach „Wiederholungstäter“ sehr weit gekommen sein, d.h. Künstler, die bei einer der vergangenen Vorentscheidungen im Rennen waren. Welche das sind, da müssen wir uns überraschen lassen.

Der NDR hat sich in diesem Jahr gegen die kontinuierliche Etablierung des aktuellen Vorentscheidungsformats entschieden. Das ist schade. Ob sich die Änderungen sowie das eiserne Schweigen am Ende auszahlen, wissen wir dann in ein paar Monaten. Wir halten Euch hier natürlich auf dem Laufenden.


94 Kommentare

  1. Es gibt folgende Möglichkeiten:

    1. Love Love Peace Peace
    Der perfekte Song als vermeintlicher Idealweg der Mitte.

    2. Der Superstar
    Die Direktnominierung eines arivierten nationalen Künstlers.

    3. Der Jury-Liebling
    Dieser Beitrag schielt auf vermeintlich sichere Punkte.

    4. Das Schubladenlied
    Gott steh uns bei.

    5. Die Überraschung
    Sollte es gelingen, trotz des Verfahrens und des abschliessenden Lack- bzw. Blendüberzuges einen Unbekannten samt „gutem“ Titel zu finden, wäre die Überraschung perfekt.

    Optionen 1-4 führen direkt ins Nirwana der Plätze 24-26, Option 5 ist mMn unwahrscheinlich.

    Sehr offensichtlich ist für mich, dass man die Fans übergehen wird. Man strafe mich Lügen, wenn es denn anders kommt.

    • „4. Das Schubladenlied
      Gott steh uns bei.“

      ROFL

      Irgendwann muss diese verdammte Schublade doch auch mal leer sein. Oder wir stehlen den Schlüssel und werfen ihn in die Elbe …

  2. Die Goldkehlchen nicht sehr wahrscheinlich für den VE? Ach Gott, da wird Blogger Peter sicher in Depressionen verfallen.

  3. Wenn es Neuigkeiten gibt, dann heute. Der NDR hat sich immer wieder den Freitag ausgesucht, um Infos zum Vorentscheid an die Öffentlichkeit zu bringen. Ansonsten rechne ich erst im nächsten Jahr damit. In diesem Sinne: Guten Rutsch!

  4. Moin aus Hamburg! Warum ist es wenig wahrscheinlich, dass die Goldkehlen meiner Heimatstadt nicht mehr im Rennen sind? Ich war so gespannt auf den Beitrag…

  5. Keine neuen Infos. Interessant finde ich hingegen die Info, da bisher am VE teilgenommene Acts mit guten Chancen dabei sind.

    Da keimt bei mir ja folgende Hoffnungen auf:

    Lilly among Clouds
    Laing <3<3<3<3<3<3
    Fahrenhaidt
    Blitzkids
    Makeda
    Avantasia
    Alexa Feser
    MarieMarie
    Madeline Juno

    Das wären so Acts, die mal beim VE teilgenommen haben, die ich gerne wieder sehen wollen würde.

  6. Da Alexandra Wolfslast seit kurzem mit Joe Dialo bei Facebook befreundet ist, tippe ich auf eine Direktnominierung eines Airforce1-Acts, also Alvaro Soler oder Beyond the Black (oder natürlich Santiano als Supergau).

      • Die K*llys – meine Achillesferse… DAS wäre wirklich der absolute Supergau! 🤮
        Vor allem Angelo K*lly sollte von der Sippe bloß daheim bei seiner Familie bleiben…

  7. Nun die 100 – köpfige Eurovisionsjury müsste doch wissen, ob es eine öffentliche Vorentscheidung gibt. Es wundert mich nur, dass von den 100 keiner etwas ESC – Kompakt gezwitschert hat ;-).

  8. Wenn der ndr jetzt nicht einen super-knaller song vorstellt oder zumindest einen perfekten ve., dann lachen wir sie gemeinsam alle aus und hauen sie kräftig in die pfanne. Ich tippe immer noch auf sarah connor.

    • Nun, das Auslachen wäre doch auch bei einer früheren Bekanntgabe erfolgt, wenn es nicht allen genehm gewesen wäre. So kann der NDR die Auslachphase der anspruchsvollen Fans immerhin zeitlich etwas begrenzen.

      Mich stört es überhaupt nicht, wenn ich jetzt von der deutschen VE noch nichts weiß, es gibt doch VEs anderswo (viel zu früh, wie ich finde, ein ESC-Teilnehmer sollte nicht schon knapp fünf Monate vorher bekannt sein). Für mich ist das wunderbare ESC-Kompakt Lesergame Niederlande viel spannender, ebenso wie es der tolle Adventskalender hier war 🙂

    • Wenn es ein etablierter Künstler wird, dann tippe ich auf Nico Santos. Er hat die Motivation und Zeit im Mai.
      Alternativ wäre auch Max Giesinger ein Kandidat. Er hat während Michael Schulte ESC-Vorbereitung in mehreren Interviews gesagt, dass er auch gerne zum ESC will.
      Erfolgreich sind zurzeit beide unterwegs. Also wäre es vorstellbar, dass einer der beiden das Ticket schon in der Hand hat.

      • @Sven

        Wenn ich die Wahl zwischen den beiden hätte würde ich eindeutig Nico Santos wählen, bei Giesinger mag ich nur seine sexy Brustbehaarung. 😉

      • Musikalisch gesehen ist es mir egal. Aber mit der Brustbehaarung wäre er ein Eyecandy 😂😂

  9. Die Vorfreude ist groß und in dieser Hinsicht finde ich es gar nicht so schlecht, dass ich im Ungewissen bin. Besser als letztes Jahr, wo lange und groß der MEGA-Hit Sister angekündigt wurde und dann (in meinen Ohren von Anfang an) Perfect Life 2.0 war. Aber die Intransparenz signalisiert mir als Hardcore Fan schon etwas anderes als nur „Wir erhöhen die Spannung“. Statt einzugestehen, dass letztes Jahr Fehler passiert sind (Zu subjektives Jury-Voting, Vergabe der Startreihenfolge usw.) wird damit in meinem Augen die „Schuld“ so ein bisschen auf die Fans geschoben nach dem Motto „Diese Doofen, nur weil die letztes Jahr zu viel wussten und Aly Ryan mochten, haben Sisters schlecht abgeschnitten und deswegen sagen wir denen jetzt gar nichts mehr“
    und das fühlt sich als Fan schon schade und nicht nicht wertschätzend an

    • Naja wenn man die Spannung erhöht, dann muss man aber am Ende auch liefern. 2017 hat man das so absolut gar nicht geschafft. Ich gebe dir Recht, man versucht indirekt den Fans das schlechte Abschneiden der Sisters anzuhängen, dabei war von Anfang an klar, dass die nicht wirklich gut abschneiden. Da gab es noch nicht einmal die ganzen Aussagen. Unabhängig davon wären die Sisters sowohl mit als auch ohne Kommentare mit der Performance und den nichts aussagenden Song abgeschmiert.

  10. Wir „wissen“ alle nicht, ob Aly Ryan besser abgeschnitten hätte. Mich würde interessieren, ob viele Fans genauso über die Startnummer 4 beim internationalen Finale geklagt hätten wie über die Startnummer bei der VE (bei der es ja nur 7 Titel und nicht 26 waren).

  11. Danke für die vielen Tipps der schlauen Leser hier! Dank eurer Tipps hier mit Alexandra W. und Joe C. auf Facebook befreundet usw. habe ich hier recherchiert und habe u. a. Johannes Oerding, REEN, Lenny und außerdem Michael Leonardi mit dem möglichen ESC-Song „Fade Away“ als mögliche Teilnehmer beim ESC(-Vorentscheid) identifiziert!

    • Wäre sicher nicht die schlechteste Wahl, hieße aber auch, man hätte nichts aus der „Regel“ gelernt, nicht einen ähnliche Songs wie den amtierenden Gewinnerbeitrag auszuwählen. 😉

    • Michael Leonardi – Kina
      Manu hat Recht, dazu habe ich die Idee einen Demo-Song zu hören. Für Ost-Europa zu wenig Dramatik, für andere Länder zu kalt. Das gewisse Extra fehlt hier noch, weiß nicht ob dieses Lied einen volleren Klang braucht oder doch eine andere Stimme.

  12. Na ja. Das der NDR keinen Bock mehr hat die große Schar der Fans mit einzubeziehen, finde ich sogar verständlich. Viel Arbeit und unterm Strich keinerlei Mehrgewinn. Mal völlig abgesehen vom „S!stersgate“. Wobei ich trotzdem anmerken will, wie schade ich es finde, dass man sich selbst bei sachlich geäußerter Kritik verwehrte.

    Hoffen wir mal, dass die, die mit einbezogen werden, einen guten Job machen und einen Beitrag finden, mit dem sich zumindest viele identifizieren können.

  13. Ich stimme Marius zu 100% zu. Und hinzufügen möchte ich, dass immer wenn der NDR so einen Spannungsbogen gemacht hat, wir IMMER danach schockiert gewesen sind!

    2016: Es wird eine Überraschung angekündigt für den Jamie-Lee-Auftritt. Am Ende gab es keine Überraschung.

    2017: Die beiden Songs Wildfire und Perfect Life werden nach zwei letzten Plätzen und langer Warterei veröffentlicht und wir waren uns SICHER, dass in dem Doppel-Last-Place-Status diese Lieder unbedingt Welthits sein müssten, weil angeblich extra für den ESC geschrieben und amerikanische Songwriter. Was passiert? Wir sind gnadenlos schockiert wir grauenvoll diese Lieder waren, egal welche Versionen der fünf Kandidaten.

    2017: Die angekündigte neue Version von „Perfect Life“ kommt raus und wir erhoffen uns eine letzte Rettung. Fehlanzeige! Kein Unterschied.

    2018: Nach der großartigen Begeisterung über das neuen System stehen die Kandidaten fest, auf die wir so lange gewartet haben: die Hälfte sind The-Voice-Recyclingware.

    2019: Wieder sind ist die Hälfte aus dem The-Voice-Container (Gregor, BB, Linus, Carlotta).

    2019: Es wird im Januar Werbung für den siebten Act gemacht (S!sters) und dass der Song doch so gut sein soll. Einen Tag vor dem VE wird dieser Song veröffentlicht und kaum jemand mag das. Umso schockierter sind wir, dass das auch noch gewinnt!

    2019: Die Drehbühne der S!sters soll abgeschafft werden. Während wir was wenigstens besseres erwarten, sind wir während der Proben schockiert: Die Performance ist noch langweiliger, leerer und seelenloser als beim Vorentscheid!
    —-
    Was ich mir NICHT wünsche:
    2020: Der NDR kündigt nach langem Schweigen an, dass ein Künstler+Song direkt nominiert sein soll, weil das ja soo gut bei den Jurys angekommen sein soll aber das Lied kommt erst im März raus. Und dann: Es ist eine Germanistikstudentin aus Potsdam, die über verschiedene Sorten von Käse rappt, weil das zu den Niederlanden ja so gut passt.

    • Okay. Ich stimme dir jetzt nicht 100%ig in allem zu, aber beim letzten Teil deines Kommentars musste ich mich totlachen. Ich weiß was du meinst. S!sters, die keine Schwester sind, sich vorher nicht kannten, plötzlich wie „Schwestern“ waren, nichts mit Politik oder Frauenrechten zu tun hatten und dann so ein halbgares „Frauen müssen zusammen halten und dafür stehen wir“ – Marketing-Konzept durchgezogen haben… Naja, das hatte mich schon sehr an Martin Schulz erinnert, der trotz der Prognosen kurz vor der Wahl noch lauthals sagte, er würde gewinnen. Es ist halt alles unauthentisch und künstlich gewesen, wie ein Abend mit Carmen Nebel..

    • 😂 Jetzt will ich unbedingt genauso einen Käse-Rap in Rotterdam sehen! Mit Ganzkörperkostüm so wie Edwards Tänzer im Mello 2018!

    • Wenn der Käserap die richtige Show bekommt -ich denke da an Gouda, Schweizer Bergkäse, Geramont und Belgien hat sicher auch ne Käsesorte- dann bekommen wir sicherlich die Punkte. Der bekloppteste Beitrag kommt immer in die Top10.

  14. Es ist sicherlich schade, dass man noch nichts hört. Aber was sollte man auch jetzt mit einem Ergebnis? einen fertigen Act (Künstler und Lied) jetzt schon zu veröffentlich, wäre strategisch sehr unklug. Andere Länder können sich auf sowas einstellen. (Wenn jetzt sehr viele männliche Balladen kommen, können andere Länder weiblich Uptempo Nummern schicken… Z.b.) nur den/die Künstler*in zu veröffentlichen ohne ein lied, vielleicht nur den Titel, bringt auch gar nichts. Ich wüsste nicht was ich jetzt mit dem österreichischen Sänger anfangen sollte. Meiner Meinung nach sollten wir das komplette Konzept der Schweiz übernehmen. Vorher nichts sagen, alles intern per Jurys auswählen, nicht den schlechten Geschmack des TV Publikums übernehmen und dann zu gegebener Zeit alles präsentieren. Solange gute Qualität am Ende rauskommt, kann ich mit allem Leben. Und wenn wir nächstes Jahr wieder versagen, kann der NDR wenigstens behaupten, er hätte alles versucht richtig zu machen.

    Vielleicht haben die Jurys – und im Falle eines VE auch das Publikum – ja auch Einfluss auf das staging. Nach den S!sters hat der Ndr inszenatorisch Nachholbedarf.

    • In einem anderen Forum wurde erwähnt, dass Laurell Barker seit kurzer Zeit Nico Santos auf Instagram folgt und dass Nico keinerlei bekannte Termine von Anfang April bis kurz nach dem ESC hat…

      • Müsste er dann ohne Lena durchziehen… Die ist ja bekanntlich unterwegs. Wenn das Lied sehr gut ist: Meinetwegen! Stimmlich ist er vermutlich nicht der Beste, aber gute Stimmen hatten wir ja schon.

      • Vielleicht braucht Frau Barker noch Unterstützung beim Songschreiben. Ich möchte aber auf gar keinen Fall, daß sie mit einem Titel in den Vorentscheid geht. Ein Debakel wie in diesem Jahr reicht!

      • Laurell Barker, Thomas Stengaard und Nico Santos waren auch Anfang Dezember zusammen in Berlin und haben geschrieben. Konnte man in ihrer Story sehen 😉 Mehr wurde dazu dann nicht gepostet…

      • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nico Santos bei einem VE mit anderen Künstlern teilnimmt. Entweder Direktnominierung oder VE mit ihm alleine und wir dürfen einen Songs aus verschiedenen auswählen. Wäre mit seiner Person aber durchaus zufrieden!

      • Laurell Barker ist ESC-mäßig genauso ein „Hit or Miss“ wie Thomas G:son oder Thomas Stengaard. Wobei die beiden Thomasse immerhin schon jeweils einen Sieg geschafft haben (mit den richtigen Co-Songwritern). Mit Spanien ist G:son mit der Ausnahme Pastora Soler auch nur baden gegangen. Von der „spanischen“ Norwegerin 2007 mal ganz zu schweigen.

        Bis auf „She got me“ sind bisher alle Barker-Songs beim ESC durchgefallen (Vorletzter, Letzter, Semi-Aus). Dass ich damals bereits „Stones“ und das in Großbritannien 2018 nicht gewählte „Legends“ (übrigens auch schon mit den 2019 so beliebten Synth-Bläser-Samples!) sehr mochte, hilft da auch nicht weiter.

        Die richtig konstant erfolgreichen Songwriter kommen aus anderen Gegenden: Alex Papaconstantinou (7, 3, 16, 2, 13) und das so genannte Dreamteam Kirkorov und Kontopolous (okay, ein Semi-Aus 2018 und „nur“ 19. in 2017, aber das war auch beide Male ohne Kirkorov, sonst nie schlechter als Platz 7). Kirkorov alleine nie schlechter als Platz 10 (DoReDos).

        Erfolg und Misserfolg liegen natürlich teilweise auch an den Interpreten und dem Gesamtpaket.

        Fazit kann eigentlich nur lauten: Es ist nicht wichtig, wer einen Song schreibt, sondern dass diejenigen, die den Song samt Interpreten am Ende für das Land auswählen das richtige Gespür haben.

  15. Na ja, ich glaube nicht, dass wir dieses Jahr noch etwas vom NDR hören werden, lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren. Aber so schlimm finde ich es mittlerweile auch nicht mehr, dank Euren tollen Blogs gibt es genug andere Themen im Bezug auf den ESC, über die man diskutieren kann.
    Außerdem: Das Spekulieren macht ja auch Spaß, irgendwie.

  16. Hieß es nicht, dass die s!stärZ nach Tel Aviv an „weiteren“ spannenden Projekten arbeiten wollten? Vielleicht kommt ja 2020 in Rotterdam die Wiedergutmachung des supersympathischen Duos!

  17. Beim Lesen mancher Kommentare von ESC-Fans hier (also von Leuten, die ESC-Teilnehmern in der Regel freundlicher gegenüberstehen als der Durchschnitt der Bevölkerung) könnte der Gedanke aufkommen, dass vom NDR deshalb nichts zu hören ist, weil er einfach niemanden findet, der beim ESC antreten will. Der oder die müsste ja auch schon ziemlich masochistisch veranlagt sein!

    • Hey, du weißt doch wer alle hier schreiben. 😉 Guck mal, der NDR hat einen 100-Köpfigen ESC-Jury und ESC-Kompakt hat 100 Scharfrichter in Stellung gebracht, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

  18. Ich rechne mit Informationen spätestens im Januar 2020. Mir persönlich hätte es schon gereicht, wenn man mitgeteilt hätte ob es nun eine VE oder eine interne Nominierung gibt. Natürlich je mehr Infos desto besser. An einen Superknaller glaube ich eh nicht. Die sind doch schon jetzt in Silvesterstimmung.

  19. „Der NDR hat sich in diesem Jahr gegen die kontinuierliche Etablierung des aktuellen Vorentscheidungsformats entschieden. Das ist schade.“ – Ich bin da ein wenig anderer Meinung! Ich finde es nicht so schade um dieses Vorentscheidungsformat! Aktuell würde ich sogar mal wieder eine interne Auswahl begrüßen! Ich habe manchmal das Gefühl, dass beim deutschen Vorentscheid viele Personen zuschauen bzw. abstimmen, welche „ESC unerfahren“ sind, also sprich den eigentlichen ESC überhaupt nicht schauen! Wie erwähnt, es ist mein Gefühl, ob dies stimmt, weiß ich nicht!

    Aber nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt darauf was sich der NDR jetzt genau hat einfallen lassen für den ESC 2020 bzw. für die Vorentscheidung! Egal ob interne Auswahl, personelle Vorentscheidung durch Publikum oder Song Vorentscheidung durch Publikum – ich bin auf das Konzept und/oder der internen Auswahl gespannt!

    Noch eine Kleinigkeit am Rande:
    Wenn man sich auch für JuniorESC interessiert dann kann man auch doppelt gespannt sein, ob Deutschland denn nun „endlich“ nächstes Jahr beim JESC teilnehmen wird, nachdem bei diesjährigen eine Delegation vom KiKA vor Ort war. Hatte man zwar auch schon in der Vergangenheit, aber dieses mal muss es doch endlich mal was werden!
    Und wenn ich jetzt schon beim JESC angekommen bin, kann man sogar dreifach gespannt sein, wo dieser im nächsten Jahr ausgetragen wird. Nachdem Polen dieses Jahr den Sieg geholt hat, dachte ich, wie die meisten wahrscheinlich auch, dass dies nur eine kleine Formalität wäre, dass Polen nächstes Jahr den JESC auch wieder austrägt, aber andere Länder haben etwas dagegen, dass Polen erneut der Gastgeber ist. Kasachstan möchte auch gerne, darf aber nicht, da Kasachstan kein EBU-Vollmitglied ist. Bin auch hier gespannt wie die EBU dieses Problem lösen wird!

    Also ich freue mich auf das ESC-Jahr 2020!!!

  20. Ich muss Matt zustimmen.
    Man sollte es zumindest mal mit dem Konzept der Schweiz versuchen.
    Alles hinter verschlossen Türen regeln und sich genug Zeit nehmen für einen guten Song mit passender Performance. Vor allem sollte man nichts kopieren, was im Vorjahr gut abgeschnitten hat, dass funktioniert nämlich leider nur einmal und dann erstmal nicht mehr. Ein bisschen Beobachtungsgabe und Logik sollte sich auch der NDR zulegen.
    Den Namen des intern gewählten Künstlers würde ich allerdings schon etwas eher preisgeben, damit die Fans sich über ihn informieren können und nicht völlig ins kalte Wasser geworfen werden.

    Sollte es aber doch unbedingt einen Vorentscheid geben, dann sollte er so aussehen:
    Ein Vorentscheid mit Publikumsstimmen funktioniert in Deutschland nur bedingt, wie wir gesehen haben.
    Wenn es also einen Vorentscheid geben sollte, wovon ich leider ausgehe, sollten die internationalen Fans mehr Stimmgewalt erhalten. Diese Gruppe spiegelt den Europäischen Musikgeschmack am besten wieder. 50% deutsches Publikum und 50% die internationalen Fans, deren Votum im Falle eines Gleichstandes mehr wiegt.
    Jurys sollten zwar im Auswahlprozess, aber nicht während der Show abstimmen dürfen, da sie nicht den internationalen Musikgeschmack vertreten. Außerdem wird dadurch Vetternwirtschaft verhindert.
    Des weiteren sollten alle Künstler entweder ihren Song selbst geschrieben oder von einem namhaften Songschreiber passend für ihr Genre erhalten haben. Gerechtigkeit für alle!
    Die Songs sollten einige Wochen im voraus veröffentlicht werden, damit sich die Zuschauer ein Bild machen können.

    Dass sind natürlich alles nur Vorschläge.
    Der NDR wird vermutlich wie jedes Jahr ein neues gruseliges und zum scheitern verurteiltes Konzept herbeizaubern. Leider!

    • Ich kann dir da leider nicht zustimmen. Eine „internationale Fan-Jury“ wird nicht den europäischen Geschmack treffen, sondern den, der ESC-Fans. Denn die Hausfrau aus Baku würde nicht in so einem Gremium sitzen, wenn sie nicht Hardcore-Fan wäre. Beim ESC schauen aber vor allem europäische Durchschnittszuschauer zu (denn so viele Fans sind wir nicht, dass wir solche Einschaltquoten hinbekämen) die interne Jury des NDR wird jedes Jahr neu auf wissenschaftlicher Basis nach dem europäischstem Geschmack zusammengesucht. Die und die Fachjury sollten alles entscheiden. Das Problem ist, das der NDR immer noch Angst hat, etwas selbst zu entscheiden… #NaidooGate #MissKissKissBang

  21. Ich finde das nicht tragisch, dass es noch keine Infos gibt. Spricht eher dafür, dass man sich heuer besonders viel Mühe gibt. Natürlich darf man sich gerade hier nicht wundern, dass nicht mehr proaktiv kommuniziert wird, da es gar nicht so viele deutsche Foren-Nutzer gibt, die ihre Meinung sachlich und ohne Untergriffe kundtun können.

  22. Mir ist völlig unklar, warum der NDR dieses Jahr wirklich gar keine Informationen kommuniziert, gerade wo sie doch in den letzten Jahren ja eine richtige Transparenzoffensive gab („Road-Show“, Schreibers Kommentare beim Prinz Blog etc.). Ich kann mir auch absolut keinen nachvollziehbaren Grund vorstellen, wieso sie in Hamburg diese völlige Funkstille fahren. Zumindest einen winzigen Hinweis, in welche Richtung es geht, kann man schon vor dem neuen Jahr erwarten.

  23. So beachtlich das eiserne Schweigen auch sein mag, bezweifel ich, dass sich daraus großartige Rückschlüsse auf die Qualität der Machenschaften dahinter resp. dem VE-Modus ziehen lassen.

    Die Erklärung, dass die Transparenz der letzten zwei Jahre wenig bis gar keinen Nutzen brachte, ist zwar einleuchtend, der Umkehrschluss (null Transparenz=viel Nutzen) aber ganz und gar nicht. Deshalb befürchte ich eher, dass eine abschliessende Entscheidung über den VE tatsächlich noch aussteht. Ich möchte einer internen Auswahl gegenüber nicht zu skeptisch sein, aber ich sehe nicht so recht, wann das ach so schlimme deutsche VE-Publikum einen eklatanten Fehlgriff getan haben sollte (obschon ich auch schon andere Favoriten hatte – wer könnte wirklich sicher sagen, ob die besser gefahren wären?).

    Nico Santos, gleich noch intern nominiert, wäre für meinen persönlichen Geschmack eher ein Desaster, von den Erfolgsaussichten aber vermutlich sogar ok – allerdings würde ich ein Joy Flemming Szenario (schlechter Platz mit einem tollen Beitrag) auch jederzeit vorziehen.

  24. Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass nicht immer so junge unbedarfte Mädchen als Interpretinnen ausgesucht werden. Tut mir in der Seele weh, wenn die so „verheizt“ werden und während der Punktvergabe dann aufs Klo müssen.

  25. Der VE ist doch ein Ereignis an sich, in der Vergangenheit konnten sich dort eine ganze Reihe guter Künstler präsentieren, die die Sendung allemal wert waren, auch wenn sie sich am Ende vielleicht nicht fürs europäische Finale qualifizieren konnten. Ähnliches gilt auch für die beiden Halbfinale (an denen Deutschland ja dummerweise nicht dabei ist)!
    Dabei sein ist alles – dieser olympische Gedanke sollte sich mehr durchsetzen anstelle Häme, Besserwisserei und geradezu lechzen nach einer Niederlage (die so wohl nicht unbedingt zu sehen ist),
    Das Publikum zumindest mitentscheiden zu lassen ist allemal besser, als am Ende einen vermeintlichen Erfolgsgaranten zu präsentieren, der sich im schlimmsten Fall als Reichsbürger entpuppt! Die Mischung der Entscheidungsfindung macht es – letztes Jahr waren die S!sters als 7. Act und Seiteneinsteiger zumindest im VE eine gute Wahl. Auch ein Wiedersehen mit ihnen im VE 2020 als Vorjahres-Gewinner wäre gerechtfertigt (bei der Niederlage im Finale lag es wohl nicht so sehr an ihnen).
    Wenn man allerdings als Ausrichter nicht selbst überzeugt ist, eigentlich gar nicht will (bzw. nicht so recht weiß was man will), kann man eine Teilnahme am Wettbewerb auch ganz sein lassen – wer soll dann als Künstler denn noch ernsthaft antreten wollen? Es gibt sicherlich auch andere und bessere Musikformate, allerdings kaum von dieser Größe.

  26. Wir schreiben jetzt das Jahr Anno 2020 ….und es ist bereits der 4. Tag diesen Jahres – und immer noch nichts neues von der -Front- ääääh dem NDR.
    Ich mag es ja gar nicht sagen, aber ich denke, dass Claudia Emmanuela Santoso (ja genau, dass ist die Siegerin von TVOG 2019 (kommt aus Indonesien – lebt aber in München) im Vorentscheid mitmischen wird.

    • @Thorsten

      Na hoffentlich nicht!! Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Castingshows, finde es aber nicht gut wenn die Vorentshceidung zu einer Art von „Recyclinganlage“ für nicht erfolgreiche Castingshowteilnehmer wird.

  27. Monster ist echt nicht verkehrt, hört sich auch ein bisschen wie Falco und Nina Hagen an, und ein deutscher Text, dass wär mal was, wahrscheinlich der erste nach dem nicht ganz deutschen Wadde hadde …

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