Thomas Schreiber: Deutscher Act und Song stehen bereits seit 12. Dezember 2019 fest

Bereits seit dem 12.12. (womöglich 12:12 Uhr) kennt der NDR den „Act und deutschen Song, der im Mai in Rotterdam zur Aufführung kommt.“ Das sagte der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber ergänzend zu den heute vom NDR veröffentlichten Informationen zum ESC 2020 und zu den Personalien im Interview mit dem Medien-Portal DWDL. 

Unmittelbar nach dieser Entscheidung habe man sich mit allen Beteiligten betroffen, um das weiteren Vorgehen zu besprechen. „Durch die frühe Entscheidung waren wir auch deutlich frühzeitiger als sonst in der Lage, international renommierte Leute anzusprechen, die Erfahrung mit der Inszenierung eines Music-Acts auf einer Fernsehbühne haben“, so Schreiber weiter. Nach vielen weiteren Meetings im Januar habe man sich nun „einem Vorschlag genähert“, der den Song am besten in Rotterdam präsentiert. 

Schreiber wollte sich in dem Zusammenhang nicht wissenschaftlich fundiert festlegen, wie wichtig genau die Inszenierung sei. Aus seiner Erfahrung heraus sei sie jedoch „extrem wichtig“, denn „das Bild ist stärker als alles andere“. Als besonders gelungen erwähnt er dabei die Bühnenumsetzung des ESC-Siegersongs „Heroes“. Und auch bei Michael Schulte sei das hervorragend gelungen, „aber leider nicht in jedem Jahr.“

Måns Zelmerlöw – Heroes (ESC 2015)

Im Interview berichtet Schreiber außerdem, dass das Abschneiden der S!sters in Tel Aviv für ihn „nicht vollkommen überraschend“ kam. Deswegen habe er es schnell rational verarbeiten können. Die Vorbereitungen für den ESC 2020 hätten aber schon vorher begonnen, nämlich mit der Suche von ESC-Experten, die vor dem Wettbewerb in Tel Aviv das Abschneiden von dort antretenden Beiträgen prognostizieren mussten. Diejenigen, die dabei am besten abgeschnitten hätten, seien dann in die Eurovisions-Jury gekommen, um den Beitrag für 2020 mitzubestimmen. Wie genau die Auswahl erfolgte, erfährt die interessierte Öffentlichkeit am Montag, den 17. Februar in einem Video eines „Fachwissenschaftlers im fiktiven ESC-Institut.“

Den Wegfall des nationalen Vorentscheids und des Zuschauervotings bei der Auswahl des deutschen Vertreters sieht Schreiber als nicht besonders problematisch. Es habe sich gezeigt, dass nicht nur die Zuschauergruppen der Vorentscheidung und des ESC unterschiedlich seien. Auch bei den Televotingstimmen hätte es so gut wie keine Überschneidungen gegeben: „93,4 Prozent aller Anrufer aus Deutschland, die für den ESC 2019 in Tel Aviv angerufen haben, haben sich beim Vorentscheid nicht zu Wort gemeldet.“

Die möglicherweise fehlende Euphorisierung des Publikums durch die interne Entscheidung hält Schreiber für vertretbar, zumal andere Maßnahmen eingeleitet worden seien: Am 27. sollen Song und Act in Hamburg „in Form eines Events und einer Show auf ONE“ vorgestellt werden. Hier hoffe man auf breite Berichterstattung. Außerdem soll der Song von diesem Tag an im Radio zu hören sein und es soll Auftritte im Fernsehen geben. Auch international will man für Interesse sorgen. So wird das Gesangsvideo von Barbara Schöneberger, das eurovision.de etwas euphemistisch als ESC-Hymne bezeichnet, mit englisch- und niederländisch-untertitelten Versionen veröffentlicht werden (unten ein Textausschnitt noch mit Rechtschreibfehler im englischen Teil). 


128 Kommentare

  1. Interessant wär ihr noch die passage gewesen, wie viele Anrufer vom VE auch beim ESC abgestimmt haben und dass nur ein kleiner Bruchteil war. Deswegen fände ich einen vorentscheid online oder mit app Abstimmung einfach eine gute Alternative. Aber dem Interview kann man nun auch entnehmen, dass wir so schnell nicht wieder eine Vorentscheidung erleben werden.

    • Steht doch oben drin? „93,4 Prozent aller Anrufer aus Deutschland, die für den ESC 2019 in Tel Aviv angerufen haben, haben sich beim Vorentscheid nicht zu Wort gemeldet.“ Oder meinst Du noch etwas anderes?

    • „93,4 Prozent aller Anrufer aus Deutschland, die für den ESC 2019 in Tel Aviv angerufen haben, haben sich beim Vorentscheid nicht zu Wort gemeldet.“

      Ich dachte, Trakol würde gerne wissen, wieviel von den VE-Anrufern noch in den 6,6% stecken. Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass das gar nicht so wenig sind, denn die Zuschauer-Quote dürfte sich ja ähnlich gravierend unterscheiden.

  2. Letztlich hat Herr Schreiber vollkommen recht, zumal er das jetzt auch empirisch untermauern kann. Der VE hat sich einfach nicht mehr gelohnt, das haben ja auch die Einschaltquoten gezeigt.

    • Herr schreiber fand auch „sister“ im Vorfeld ganz mega supi.. Es wäre eher ein Qualitätsmerkmal wenn er sagen würde „Ich finde unseren Beitrag dieses Jahr zwar scheußlich, aber das panel hat sich gegen meinen Vorschlag BroSis zu recasten und Frau Barker machen zu lassen entschiedenen“!

      Aber gut, wenn „Heros“ jetzt der Maßstab ist kann ich Herrn schreiber die vergangenen Fehltritte verzeihen..

      • Na ja was soll er in der Öffentlichkeit auch sagen??? Ne, Sisters ist absolut scheisse uns wird bestimmt letzter??? Ich glaube nicht….

      • Das wird für den ESC und das Ergebnis dort aber vollkommen latte sein.
        Es wird ab dem 28. Februar auf genügend Plattformen noch Promo-Möglichkeiten geben, den Song hierzulande bekannt zu machen. Auch das hat mit der Ausstrahlung auf One übehaupt nichts zu tun.

      • Naja, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben. Vielleicht wird der Song ja wirklich dieses mal öfters im Radio gespielt. (Glaube ja selbst nicht wirklich dran, bin halt jedes Jahr auf Neue naiv).

  3. Herr Schreiber beschreibt die Umstände sehr anschaulich. Es ist naiv, dass in manchen Fankreisen geglaubt wird, dass er da ganz alleine wirkt und keinen Bock auf den Job hat.

  4. Die Sachen, die er gesagt hat, hatte ich immer vorgeschlagen. Als hätte er sich alles durchgelesen und meinen Ratschlägen gefolgt. Ich bin 1:1 seiner Meinung.
    -> Inszenierung ist maßgebend wichtig
    -> VE-Voter sind nicht geeignet für die Wahl
    -> jüngere Leute kennen sich besser aus mit dem ESC
    -> Kostenersparnisse, die an anderen Stellen nun Vorteile bringen
    – – – – –
    Somit wären die nervigen ESC-Fans, die den heutigen ESC mit den ESCs aus den 70ern verwechseln, erfolgreich ausgeschaltet!
    Und wenn ich nochmal hier die gängigen Rentner-Argumente lese, dass der deutsche ESC-Song „authentisch“ sein muss, dann flippe ich aus. Geht es noch? Seid ihr ernsthaft der Meinung, dass die Menschen in Europa sich daran orientieren? „Huch, der war ja soo authentisch, für ihn vote ich jetzt!“. Oder generell, dass der Song radiotauglich oder radiountauglich sein soll. Was stimmt mit euch nicht? Radio? Ernsthaft? Im Jahr 2020? Wer hört Radio im Jahr 2020? Das Wort Radio hat überhaupt nichts bei der Beitragswahl verloren. Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Was spielt es eine Rolle, mit welcher Technik ihr früher Musik gehört habt?
    Schon mal daran gedacht, was beim heutigen ESC wirklich zählt? Ein guter Song wie Toy oder Fuego mit einer atemberaubenden Show wie DoReDos 2018 oder Sergej Lazarew 2016+2019 oder halt wie Heroes 2015. Oder ganz passendes Beispiel: Australien 2019!
    Und nicht eure nervigen Argumente wie: „Ahh, das könnte im Radio laufen und sie haben es sehr glaubhaft rübergebracht.“

    • Kann hier nur zustimmen. Michael Schulte war zwar sowohl authentisch, als auch radiotauglich, aber das „Erfolgsrezept“ ist es dadurch nicht. Es gibt ja genügend Top Platzierungen der letzten Jahre, die das sehr eindrucksvoll belegen.

      Und an Talent hat es bei Jamie-Lee, Levina und S!sters auch nicht gefehlt.

      Song und Inszenierung sind entscheidend, soviel sollte ja mittlerweile klar sein. Was mMn aber ebenso wichtig ist, ist eine gefestigte Persönlichkeit und Künstleridentität. Wären Jamie-Lee, Levina und S!sters zum Zeitpunkt der Teilnahme keine Newcomer gewesen, hätten die Ergebnisse ebenfalls anders ausgesehen.
      Mit etwas mehr Eigeninitiative der genannten Künstlerinnen, hätte man Song und Inszenierung noch deutlich verbessern können. Oder direkt den Song in der Schublade lassen und selbst etwas schreiben. So blieb es leider bei Acts, dem der NDR alles auf den Leib geschrieben hat.

      In diesem Sinne würde ich mir in den nächsten Jahren gerne mal Jamie-Lee für Deutschland zurückwünschen. Sie scheint ja mittlerweile ihren Weg gefunden zu haben!

    • Also wenn hier am Blog „radiotauglich“ liest, ist das eher als negative Kritik zu werten.
      Denn beim ESC zählt eben nicht, dass ein Song nach zehn Mal hören nicht weh tut, sondern dass er beim ersten Mal hören+ sehen in Erinnerung bleibt.

      Und allgemein lässt sich sagen, dass die Einschätzung der Kommentatoren hier relativ gut zutrifft.
      Hier wird selten ein Song gehypt, der danach abstürzt.

    • Authentisch. Ich bin wirklich nicht im Rentner-Alter und ich weiß nicht, was du darunter verstehst.

      Für mich ist ein Song authentisch, sobald man spürt, dass der Künstler weiß wovon er singt oder alles selbst geschrieben /komponiert hat. Diese Entscheidung trifft man unbewusst, im Kopf, in den ersten 15 Sekunden beim hören/sehen.

      Deine Beispiele sind den Auftritt entnommen. Von Sergej Lazarev gibt es viele Auftritte zusehen – der Kerl ist einen Perfektionist und seinen Auftritt in 2019 fehlte das gewisse Extra, was er sonst doch zeigen darf und kann. Von DoReDos gibt es einen anderen Show, wo das gleiche Lied ohne ‚Bühnegebäude‘, aber mit 3 Tänzer aufgeführt wird. Diesen Auftritt bleibt länger im Gedächtnis als den während des ESCs. Australien 2019 war bereits ein guter Song, der auch ohne große Show gut abgeschnitten hätte.

    • @Ruhrpottler: Als einer von den hier angesprochenen „nervigen ESC-Fans“ möchte ich betonen, dass ich Songs nicht hauptsächlich nach ihrer Radiotauglichkeit beurteile und dass ich das Wort „Authentizität“ hier schon öfters kritisiert habe.

      Weiter möchte ich Dir sagen, dass Deine Worte von solch einer unglaublichen Arroganz durchzogen sind, dass es fast nicht auszuhalten ist. Warum kennen sich jüngere Leute angeblich besser mit dem ESC aus? Warum machst Du hier Leute runter, die über Jahrzehnte dem ESC treu waren, auch als er nicht so populär war? Alles, was Du nicht kennst, was vor Deiner Zeit war, ist nichts wert? Und nur weil Du mit einem Radio nichts anzufangen weißt, brauchst Du die Leute, denen es anders geht, nicht herabzuwürdigen.

      Und wer sagt denn, dass das Konzept von ESC, dass Du hier gerade als das einzig Akzeptable preist, in ein paar Jahren noch Bestand haben wird? Vielleicht wird man sich dann verwundert die Augen darüber reiben, wie so etwas wie „Fuego“ Platz 2 erreichen konnte und man wird der vielen Pyro- und Lasershows überdrüssig sein (hoff!). Dabei gefallen mir ja auch einige der von Dir genannten Beiträge und deren Inszenierungen. Der Sieg Salvador Sobrals zeigt jedoch, dass auch sparsam inszenierte Songs ankommen können, hoffentlich in Zukunft noch häufiger. Ein ESC, bei dem für alle was dabei ist, sollte doch das Ziel sein (und zu „alle“ zähle ich eben auch die Rentner).

      • Vielen Dank für deine Antwort hier , das kann ich nur unterschreiben .
        Soviel Arroganz muss man erstmal haben als junger Mensch .
        Kaum zu überbieten !
        Ich bin 68 Jahre und schaue den ESC solange ich denken kann , deshalb bin ich jetzt nervig ?
        Geht gar nicht sowas !

    • @Thomas M.
      Da Ruhrpottler nun schon seit einem Jahr auf dem ach so nichtsnutzigen ARD-Zuschauer-Pöbel herumhackt, wird es wohl nicht viel nützen, aber recht hast Du natürlich.

      Und auch hier nochmal: ohne die Zuschauer und selbst ohne Johannes Strate) wäre es letztes Jahr nicht Aly Ryan geworden – trotzdem bleibt die internationale Jury erhalten. Würde mich mal interessieren inwiefern bei denen überhaupt geguckt wird, wie nahe ihre früheren Votings am entsprechenden Endergebnis waren. Werden solche Nulpen, die ihre Wertung verkehrtherum eingereicht haben, aussortiert?

      Und überhaupt: wenn nur die jungen Leute das richtige ESC-Verständnis mitbringen, warum darf dann immer noch die olle Schöneberger mitmachen? 😉

      • Danke, Frédéric. Wobei es mir ganz recht wäre, wenn Ruhrpottler seinen Furor nicht auch noch auf die internationale Jury ausdehnen würde, denn mit deren Wertung habe ich mich letztes Jahr ganz gut identifizieren können 🙂

        Und zu Barbara Schöneberger: Natürlich ist sie schon eine ganze Weile mit dabei, aber ich bilde mir ein, vor einem Jahr doch einige erleichterte Reaktionen hinsichtlich ihrer 2019 wieder aufgenommenen Moderation wahrgenommen zu haben (2018 war wohl vielen durch ihr Fehlen bewusst geworden, was man an ihr hat). Ich finde ihre Bemerkungen über Make-Up bei Männern auch reichlich missglückt, aber als völlig unverzeihlich seh‘ ich sie nun auch wieder nicht an.

  5. In anderen Ländern klappt es, Spannung aufzubauen und die Fans bei der Stange zu halten, indem sie im „alten Jahr“ den Künstler präsentieren, dann hier und da mal was durchsickern lassen, und den Song erst Anfang März präsentieren. Die Entscheidung zu diesem so sensationell neuen Auswahlverfahren ist ja wohl deutlich vor Mitte Dezember gefallen, und wenn das alles so toll ist, hätte man dass auch publikumswirksam inszenieren können, und nicht 2 Monate Stillschweigen bewahren.
    Ich glaube ja inzwischen, dass wir Künstler UND Song schon kennen und der NDR in der Videounterschrift nur ein Wort zu viel geschrieben hat: „Barbara Schöneberger singt … unser Lied für Rotterdam“ 😉

    • Richtig, aber halt auch nur in anderen Ländern – in Deutschland wird auf den eigenen ESC-Act gerne draufgehauen bis die Schwarte kracht, auch gerne schon prophylaktisch. Hat man ja dieses Jahr wieder sehr schön gesehen: Interpret noch nicht bekannt, noch nicht einen Ton gehört, aber die Fans wissen schon, dass es ein ganz furchtbarer „Schubladensong“ eines Nobody ist, der uns garantiert wieder einen Platz in der Bottom 5 verschaffen wird. Ganz ehrlich, da kann ich schon nachvollziehen, dass der NDR sich zurückhält, bis das komplette Paket steht und nicht das Risiko eingeht, sich den Act schon vorab von der deutschen Öffentlichkeit zerfleischen zu lassen.

      • Draufgehauen wird so oder so, das müssen die Beteiligten des NDR nach den Ergebnissen der letzten Jahre leider aushalten.
        Die Informationen von heute hätte der NDR also auch schon im Dezember veröffentlichen können, womit man das Theater der letzten Wochen vermieden hätte,
        Dazu hätte ein frühes Statement Selbstbewusstsein demonstriert:
        Wir machen keine VE, gehen einen anderen Weg, das gesamte Paket wird am 27.2. vorgestellt, Punkt.
        Der Aufschrei auf Fanseite wäre in diesem Moment gross gewesen, inzwischen hätte sich das aber gelegt und der Grossteil der Fans würde dem Tag der Veröffentlichung entgegenfiebern,
        Dieses Wegducken und nicht informieren hat dazu beigetragen, das der Unmut über den NDR und seinen Umgang mit dem ESC immer grösser wurde und der Act am 27.2 damit unnötigerweise noch mehr unter Druck steht

    • Stillschweigen ist besser – von 12. Dezember bis 9. März ist die Zeit knapp um den Song perfekt fertig zu mixen und dazu noch ein Video und Bühnekonzept fertig zu stellen. Alles muss mit einander im Einklang sein. In dieser Phase kann man gut und gerne auf die Öffentlichkeit verzichten.

  6. Eigentlich kommt es doch beim Act neben einem guten Song auch zum großen Teil auf die Vermarktung an. Wenn also seit Mitte Dezember Feststeht wer für Deutschland antritt kann man sich in der zeit bis zur Enthüllung um Organisatorisches kümmern um so auch vielleicht International den Song bekannter zu machen und auch in die Hot Rotation irgendwie zu bringen. Denn in der Heutigen Zeit kommt es weniger auf einen „Authentischen“ Song an… Also mal sehen was man uns da ende Februar präsentieren wird und ob nicht doch irgendwie schon was Geleaked wird vorab.

  7. Wenn ich schon Schweden 2015 als Beispiel nimmt….oje der NDR lernt einfach nicht von seinen Fehlern. Man braucht einen tollen Act der zuerst die Bevölkerung „mitnimmt“. Fast jedes Jahr wird das übern Haufen geworfen, was man zuvor gut fand. Man geht ohne Gefühl technisch an die Sache. Es klappt hinten und vorne nicht. Man hat die VE gegen die Wand gefahren. Eine ESC Teilnahme ist für gestandene Künstler inzwischen uninteressant. Die suchen sich andere Sendungen. So viele Länder zeigen uns Jahr für Jahr, wie man erfolgreich eine VE gestaltet. Wenn es offensichtlich an Ideen beim NDR mangelt, dann kann man sich wenigstens an anderen Ideen orientieren. Vor 10 Jahren und die Jahre danach war der ESC ein großes Ding in Deutschland. Dieser gute Ruf ist längst kaputt.

    • Ich sehe das ein wenig anders. Ein großes Problem der ESC songs in DE war es das man zum einen oft nach dem VE nicht mehr viel Mitbekommen hat und die Songs auch oft nicht in der Hot Rotation der Radios gelandet sind um den Song in den Kopf der Leute zu bringen. Der einzige der das in den letzten Jahren geschafft hat war Michael Schulte. Somit ist der Schritt den man dieses Jahr geht vielleicht nicht so doof. Man kennt intern den Act und kann so gezielt alles schon planen. International sowie National. Ebenso kann man sich mehr um die Verbreitung des Songs kümmern. Es kann also Funktionieren.

      • @ Max.

        Warum hat man nach dem Vorentscheid nix mehr von den Songs gehört? Meiner Meinung nach weil es einfach schlechte Lieder waren. Die Leute wollten die Songs nicht und die Radiosender auch nicht. Bei Sisters war es besonders krass. Nicht einmal eine Abendshow der ARD hat die Mädels eingeladen. Mein Hauptkritikpunkt ist, in den letzten 5 Jahren hat der NDR uns überwiegend schlechte Lieder zur Auswahl gestellt.

      • @ Max.

        Ich gebe Dir gerne Recht mit dem Einsatz auf Radiostationen. Das wäre sehr wünschenswert , wenn die viele Sender der ARD unseren Beitrag rauf und runterspielen würden. Das Problem ist glaube ich, man kann die Sender nicht dazu zwingen, diese Lieder zu spielen. Umso schwieriger ist es, wenn man merkt, dass unsere Lieder von 2015, 2017 und 2019 von der Bevölkerung nicht unterstützt werden. Aber es geht auch anders. Max, TL und Lena waren unbekannt. Doch ihre Siege wurden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen und die Radiosender haben die Scheiben gespielt.

      • @Andi

        Der Positive Effekt kam aber auch nicht sofort mit dem VE. Zum einen ist Raab auch an diesem Hype mit Schuld weil er weiß wie man so eine Show aufbauen muss und zum anderen wenn ich mich bei Lena richtig Erinnere hatte sie kurz nach dem Gewinn des VE doch eine Große Promotour gemacht gehabt was auch zur Folge hat das der Song mehr im Radio gespielt wurde. Erst dadurch hat sich der Hype um sie gebildet und man war Positiv gestimmt ob ESC Fan oder nicht.

    • Zeigen das die anderen Ländern? Zu 98 Prozent findet sich da auch schon zig fach Gehörtes. Und oft wird das zigfach gehörte auch noch ausgewählt.

      • @Andi

        Natürlich brauchst du auch einen guten Song und das man da auch in die Scheiße gegriffen hat gebe ich dir recht. Aber das Problem das man nichts gehört hat war weniger der Song sondern eine schlechte Planung des NDR. Eigentlich muss man mit allen Öffentlich Rechtlichen Stationen der ARD an einem Strang ziehen. Bedeutet der Song muss egal ob WDR,SR,SWR,NDR,BR,HR,MDR etc in den Radiostationen Gespielt werden um ihn Bekannter zu machen auch bei denen die Null mit dem ESC am Hut haben. Dann ein paar Auftritte in ARD Shows…Internationale Auftritte in Sendungen und man hat einen größeren Effekt als bei den Songs der letzten Jahre (Schulte Ausgenommen).

  8. Rumänien wird morgen seinen Teilnehmer beim ESC bekanntgeben. Hoffentlich ist es ein Mann, nachdem letztes Jahr eine Frau antrat und im Halbfinale ausschied.

  9. Schnell auf die Übersetzungen hier oben geschaut und sehe vieles, was man eben nicht so sagt (schreibt) auf englisch oder niederländisch. Vielleicht das nächste Mal ein Übersetzungsfirma aus den Niederlanden oder Belgien den Auftrag vergeben.

    • Wir sind beim Bierbraun groß => Wir brauen eine Menge Bier => We’re big at brewing beer /\ Wij zijn grote bierbrouwers.

      ‚den Fleiß‘ ist nicht zu übersetzen oder nur mit 4 bis 6 Silben-Worte (zu lange)

      Der ESC => The ESC => Het Songfestival (Umgangssprache) oder Het ESC (Abkürzung) oder De Contest. (Etwa wie ‚Der Frau und Die Mann‘)

      Der muss jetzt wieder klappen => It needs to succeed again = Again, it has to work (kürzer) => Het moet nu weer lukken
      (Het moet weer gaan werken => Passt nur wenn man von Geräte redet.)

      Da läuft’s noch nicht, da holpert’s noch => It is not doing well yet, it’s still stumbling => Dat gaat nog niet, daar struikelen we nog.
      (Het gaat niet helemaal goed => Verharmlosende Übersetzung => Das wirkt noch nicht ganz gut)

  10. Potzblitz – nach geschlagenen 10 Jahren ist endlich das Licht aufgegangen, dass Bilder und visuelle Umsetzung bei einer Fernsehshow eminent wichtig sind. Dann führt er auch noch „Heroes“ an, der Beitrag, der von Anfang an Dresche von ihm bezogen hat. Gratulation auch zu der Einsicht, dass der Faktor Zeit eine übergeordnete Rolle spielt. Die Aussage zu der S!sters-Pleite ist auch geschenkt. Die Kunst ist es ja gerade, Chancen und Potential VORHER zu erkennen, wenn der Act noch in den Kinderschuhen steckt. Im Nachhinein kann sich jeder als schlau hinstellen. Überhaupt, die Zeit der Erklärungen ist mehr als vorbei. Um Kredit zurückzugewinnen, ist nur noch abliefern angesagt und das müsste schon ein echter Paukenschlag sein, weil sich an der Grunderkrankung dieser Konzeption sonst nichts ändert – auf beiden Seiten des Teiches für Begeisterung sorgen zu können.

  11. Jetzt habt ihr es schwarz auf weiß, dass der deutsche ARD-Zuschauer besser nicht in den Prozess eingebunden werden sollte.
    Das klingt ja schon zu positiv um wahr zu sein.

    • Dafür durfte die internationale Expertenjury voten. Also genau jene Leute, die Sisters auf 1 hatten. Dumm gelaufen 😎. Allerdings wundere ich mich, dass so viele Leute ihren Schwerpunkt auf das Votingverfahren legen. Ich kann mich nur wiederholen, wenn nur schlechte Lieder zur Auswahl stehen, dann kann man auch nur für schlechte Lieder voten. Und genau das ist der wichtigste Punkt aus meiner Sicht…es braucht starke Songs. 2017, 2018 und 2019 hat es der NDR geschafft, die VE mit überwiegend schlechten Liedern zu bestücken.

      • @Porsteinn
        Ohne den Franzosen Bruno Berberes, die Finnin Aija Puurtinen und die Ungarin Adrienn Zsédenyi auch. Und selbst wenn am Ende bei Punktgleichheit „The Day I Loved You Most“ geschickt worden wäre … glaubst Du, das hätte signifikant mehr Punkte geholt?

      • @ Frédéric
        Bei Strate war glaube ich noch die Kontroverse, dass er irgendeine Verbindung zu einer der beiden Sisters hatte.
        Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass Makeda ein Ergebnis wie z. B. Lucie Jones 2017 eingefahren hätte, also immerhin noch Top 15.

      • Die Verbindung ist zwar bekannt, aber darüber, was ein anderer internationaler Juror für eine Wertung abgegeben hätte, zu spekulieren, halte ich für in etwa so müssig, wie über die evtl Platzierung von „The Day I Loved You Most“ (bei den dt Zuschauern gerade mal auf dem fünften Platz – oh, ich vergaß, dass die ja zum voten zu doof sind…).

  12. Moment, ich zitiere: „Schreiber wollte sich in dem Zusammenhang nicht wissenschaftlich fundiert festlegen, wie wichtig genau die Inszenierung sei. Aus seiner Erfahrung heraus sei sie jedoch „extrem wichtig“, denn „das Bild ist stärker als alles andere“ – und an diesem Punkt möchte ich dann mal nachhaken. Wieso gab es für die S!sters dann kein vernünftiges Staging in Tel Aviv – oder hatte man im Vorwege des Events den deutschen Beitrag bereits abgeschrieben (nach dem Motto „lohnt eh nicht kreativ zu sein“) ?
    Wenn gutes Staging so enorm wichtig ist, warum dann die gute Levina in dem grauen Kleid zum grauen Hintergrund ?
    Soll ich weitermachen?

    Bitte Herr Schreiber – machen Sie kein „Staging“ mehr sondern geben es in gute Hände ab.

  13. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Karten gelegt. Zusätzlich habe ich die Glaskugel (nein, ich meine nicht mein Glasauge) befragt und siehe da, ich hatte so Recht. Es wird (Trommelwirbel) Claudia Emmanuela Santoso werden.
    Ihr dürft mir gerne am 27.02. huldigen – oder wenn ich falsch liege für immer aus ESC Kompakt verbannen.

  14. Wenn sie es schon seit 12. Dezember wissen, was soll denn das ganze Theater. Glauben die etwa diese 45 Minütige Mini-Show auf One, hätte auch irgendwie messbare Quoten? Ach ja sie wollen Künstler schützen. Nee.

    • ich frag mich ja mit was diese 45 Minuten gefüllt werden sollen und für wen diese Sendung eigentlich gemacht wird. Zuschauer wollen sie ja allem Anschein nach keine haben…wenn ich das richtig einschätze hat die ARD abgelehnt das im Hauptprogramm zu senden. Das zu Sendende wird als unzureichend für das Hauptprogramm eingestuft. Das als Gütezeichen fehlzudeuten bedarf sehr reichlicher Fantasie (die komischerweise gerade hier aber verbreitet ist…)

      • In den ersten 10 Minuten: Dumme Sprüche von Frau Schöneberger. Dann die nächsten 10 Minuten, wie cool, schräg und witzig der ESC ist, dazu noch ein paar Einspieler von irgendwelchen B-Promis, die uns sagen wie cool und crazy sie das gezeigte finden. Weitere 10 Minuten Gespräche mit Studiogästen, z.bsp Thomas Herrmans, die uns sagen, wie toll sie den ESC finden und wie schrecklich die Klamotten von manchen Acts waren. 10 Minuten Interview mit dem armen Tropf der für Deutschland antritt, der uns dann sagt, wie toll doch der ESC ist, und das er seit er denken kann den ESC sieht, also noch nicht lang, und das für ihn/sie Musik doch das wichtigste im Leben ist. Minute 40 bis 43 der Song wird gesungen. Danach weitere „lustige“ Sprüche von Frau Quasselberger, mit dem Hinweis wie toll doch der Song ist. Sendung zu Ende. Toll.

  15. Der Vorwurf Schreibers, es hätten sich nicht ausreichend viele Personen am Televoting des Vorentscheids beteiligt halte ich für eine ausgesprochene Uneinsichtigkeit. Wie schon andere hier erwähnt haben ruft halt keiner für etwas an, was er/sie nicht gut findet. Für ‚Schrott‘ ruft keiner an. Vielleicht hätte ne Millionen Preisgeld ausgelost werden sollen. 500.000 für einen Zufallsanrufer und 500.000 für den dann gewählten Siegersong 🙂
    Unzulässig ist der Abgleich mit dem ESC Finale.
    Beim ESC Finale ist die Anrufbereitschaft traditionell hoch. Das kann man einfach nicht mit einem nationalen Vorentscheid vergleichen, da zb die ESC Finalsongs eine monatelange Vorlaufzeit hatten, was ja bei den deutschen Vorentscheidsongs eben nicht der Fall ist.

    • Ich sage es ja schon seit Jahren, man muss die Leute auch zum Vorentscheid locken. Man hätte sagen können, wenn du den richtigen Sieger tippst, gibt es das und das zu Gewinnen. Z. Bsp, das machen sie bei jeder popeligen Sportveranstaltung. Man macht keinerlei Werbung für den Vorentscheid, jetzt erwartet man einfach das ein Beitrag der dem Deutschen Zuschauer einfach so vorgesetzt wird, Begeisterung auslöst. Nee, bei mir keiner Chance.

    • Und wer von den Anrufern außer die Hardcore-ESC-Fans nutzt diese lange Vorlaufzeit, um sich vorher über die Songs zu informieren? Eben.

  16. Dürfen die eigentlich einfach so sensible Daten wie Telefonnummern ohne das Wissen der Leute miteinander abgleichen? Datenschutz? Und woher wissen die aus diesen Telefonnummern oder Daten, ob ein junger oder alter Mensch angerufen hat? Kann das mal bitte jemand aufklären?

    • Es ist echt zum Verzweifeln, wie sinnlos hier der NDR Energie verschwendet. Oder mit welchen Aufwand Juryleute zusammengestellt werden. Diese Energie sollten sie dort hinstecken wo es nötig ist: die besten Komponisten zu finden.

    • laut §15 Absatz 7 Telemediengesetz dürfen Telemedienanbieter Daten bis zu 6 Monate speichern. Laut §15 Absatz 1 darf ein Telemedienanbieter persönliche Daten speichern (v.a. zu Abrechnungszwecken). Für die Abwicklung der Abrechnung bei kostepflicthtigen Televotings muss die Telefonummer des Anrufers gespeichert werden, sonst kann ja nicht abgerechnet werden.

      Nicht klären kann ich, ob der Telemedienabieter die zu Abrechnungsszwecken erhobenen Daten so ohne Weiteres Dritten (der ARD/dem NDR) zur Datenanalyse zur Verfügung stellen darf. Soweit ich weiss arbeitet die ARD bei Televotings mit einem Telemediendienstleister zusammen.
      Hierzu wäre der Telemediendienstleister auf Anfrage gemäß DSGVO wahrscheinlich auskunftspflichtig.
      Ein Fachanwalt kann da aber bestimmt helfen!

    • Die Nummern waren „gehasst“, das heißt, dass z.B die letzten drei Ziffern weggelassen werden und dann wird geschaut, ob diese (verkürzte) Nummer bei beiden Shows gevotet hat. Ein Rückschluss auf die Person oder ihr Alter ist so nicht möglich. Unabhängig davon lässt sich die Anruferstruktur bei einer Show in einer separaten Erhebung messen und dann vergleichen.

  17. Das hatte der Herr Schreiber auch nicht gesagt, sondern, dass diejenigen, die beim Vorentscheid mitvoten, zum ganz großen Teil beim eigentlichen ESC nicht mehr mitvoten.

    • Das würde auch bedeuten, dass die Zuschauerschaft sich gänzlich unterscheidet.
      An dieser Stellschraube müsste man drehen, damit sich das angleicht.

      • Genau, Du sagst es: Man muss den internationalen ESC wieder seniorenfreundlicher machen! Weniger vom Lied ablenkende Pyro- und Lasershows, vom Show Contest wieder hin zum Song Contest! 🙂

  18. Wenn der deutsche Act schon seit dem 12. Dezember 2019 feststeht, warum wird das der Öffentlichkeit nicht schon rechtzeitig mitgeteilt? Stattdessen hüllt siich der NDR in Schweigen und muß sich jetzt nicht wundern, wenn es Gegenwind gibt!

    „Als besonders gelungen erwähnt er dabei die Bühnenumsetzung des ESC-Siegersongs „Heroes“. Und auch bei Michael Schulte sei das hervorragend gelungen, „aber leider nicht in jedem Jahr.““

    Bei Michael Schulte mit dem schlechtesten Gewinnersong des vergangenen Jahrzehnts zu vergleichen, ist anmaßend! Die Inszenierung von „You let me walk alone“ hatte eine durchstrukturierte Storyline, während „Heroes“ von der Werbung eines bekannten Salbenherstellers abgekupfert war:

    https://www.youtube.com/watch?v=d2YmhQ_k51I

    Bemekrung am Rande: bei den Buchmachern ist Deutschland aktuell auf dem elften Platz.

  19. Aus taktischen Erwägungen heraus ist es für die NDR Leute wohl aber noch viel eher für die federführende Plattenfirma (welche das wohl sein wird, hm?) durchaus (aus deren Sicht) nicht gänzlich ohne Sinn dem letztmöglichen Veröffentlichungstermin so nahe wie möglich zu kommen. Man verkürzt damit eventuell mögliche Agonie etwas. Ausserdem erhofft man sich davon offensichtlich irgendwelche Vorteile, sonst würde man es ja anders machen. Was die nun schon monatelangen ‚Vorbereitungen und Optimierungen‘ betrifft, ist es eindeutig so, dass die eigenen Leute (ARD) davon allem Anschein nach nicht arg angetan waren und sogar die Bekanntgabe schlichtweg ‚rausgeschmissen‘ haben. Der Verzicht auf diese Reichweitenstärke zur Peaknachfrageerzeugung ist nicht mit ’sinnhaft‘ umschreibbar. Es ist eine voll und ganz absichtliche Benachteiligung. Wahrscheinlich weil Act und Song so unsagbar fanta sind, muss ja ein richtig dollet Ding sein, wenn die bei der ARD den ‚Aus‘-Schalter gedrückt haben…
    Anstatt der ARD Main-Channel TV Verbreitung müssen andere Verbreitungs-Kanäle genutzt werden. Am Sinnhaftesten erscheint mir Youtube. Fällt mir aber kein Kanal ein, der so starke Power hat und so aktive Nutzer hat, dass dort eine Veröffentlichung von den Youtube Algorithmen als ‚prominent zu fördernd‘ erkannt wird. Youtube macht natürlich eigentlich aber nur Sinn wenn man dem dortigen hochaktivsten Publikum etwas potentiell ‚Gefallbares‘ anbieten würde, was mir aber wenig wahrscheinlich erscheint. Man kann natürlich auch teure Werbung bei Youtube schalten. Trotzdem muss das initiale Reaktionsaufkommen für ein Musikvideo des deutschen Beitrages hoch sein (beworbene Videos haben im Verhältnis zur Viewzahl fast immer ein geringes bis sehr geringes Wertungsaufkommen und wenig ‚teilen‘). Dabei spielt zunächst eher die Anzahl der Reaktionen eine Rolle, als wie tatsächlich bewertet wird. Für Spotify als Verbreitungskanal gilt fast das Gleiche wie für Youtube. Radio? Die öffentlich-rechtlichen Radioredakteure entscheiden selbstständig was sie spielen. Eine ARD Direktive gibt es nicht, die Abspielungen erzwingen kann. Die privaten Sender bespielen ihr Programm meist durch Dienstleister, die nach bestimmten Kriterien Songs auswählen. Chartplatzierung (Sales + Airplay) spielt da eine nicht unerhebliche Rolle.
    Wir werden sehen, ob überhaupt z.B. eine Youtube-Injektion erwünscht ist. So weit ich weiss ‚hassen‘ ja alle Plattenfirmen Youtube wie die Pest. Wenn man meint nen Winner auf der Hand zu haben könnte man locker auf Youtube verzichten.
    Nicht von der Hand zu weisen ist, dass niedrige Verbreitungsintensität die GAU-Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht. Die breite Öffentlichkeit wird von solchen Vorfeldentwicklungen jedoch kaum Notiz nehmen. Ein gutes Abschneiden im ESC 2020 Finale würde fast alles übertünchen können.

  20. Nachtrag zur Aussage:
    „93,4 Prozent aller Anrufer aus Deutschland, die für den ESC 2019 in Tel Aviv angerufen haben, haben sich beim Vorentscheid nicht zu Wort gemeldet.“

    Da ich keine Quelle zu Anruferzahlen finde, nur ein Blick auf die Zuschauer Zahlen:
    Vorentscheid: 2,99 Mio. (deckt sich übrigens nicht mit den Angaben in DPs Kommentar)
    ESC-Finale: 8,08 Mio.

    Für mich wäre hier die entscheidendere Frage, wieviel Prozent der Vorentscheid-Zuschauer auch im ESC-Finale angerufen haben (sehr wahrscheinlich mehr als 6,6%). Sogesehen kann ich Schreibers Aussage nur als Augenwischerei deuten.

    • Steht doch im Interview:

      „(…) hatten wir bei „Unser Lied für Israel“ 163.102 Anrufer, (…) Von ihnen haben nur 26.794 Menschen auch beim ESC mitgemacht (…)“

      Also 16,43 % der Vorentscheidtelevoter haben auch beim ESC abgestimmt. Wahrscheinlich fast alles nur die Hardcore-Fans.

      • 😮
        Jetzt hab‘ ich’s auch geschnallt. Danke!

        Wäre natürlich interessant, inwieweit sich die Wahl dieser 16,43% beim Vorentscheid vom Gesamtzuschauervoting unterschieden hat.

  21. Was ich interessant finden würde: Wie würde das Televoting-Ergebnis des Vorentscheids ausfallen, wenn man nur die Stimmen von den Anrufen zählen würde, die sowohl beim Vorentscheid als auch beim ESC abgestimmt haben?

  22. Ich denke stark das es die Tochter von Matthias Reim und Michelle ist Die heist Marie Reim beim insta Account steht bei ihr ihre erste Single wird am 28.2 veröffentlicht also am nächsten Tag wo das kommt also ich denke das sie uns vertreten wird oder Claudia von the Voice mir egal wer Hauptsache es ist ein guter song

  23. Für meinen Teil habe ich derzeit alles gesagt, was es zu sagen gab, ich warte jetzt ab, welcher arme Tropf sich das dieses Jahr antut. Und wen ich bedauern soll.

    • Einfach unglaublich „ESCFAN“ deine Negativität strahlt schon über das Bildschirm hindurch. Wenn der Song gut abschneiden würde, was tust du dann? Lobst du dann den Beitrag oder findest du immernoch eine Kritikmöglichkeit?
      NICHT zu fassen

      • Sollte es so kommen, dann hätte der NDR mehr Glück als Verstand gehabt. An meiner Kritik das die Zuschauer nicht gefragt wurden und wie der NDR die Zuschauer behandelt, ändert das überhaupt nix. Daran ändert ein noch so gutes Ergebnis daran nix, weil das für mich keinen Wert hätte. Aber so wirds nicht kommen.

  24. Dann rate ich auch mal mit: Also von den weiblichen Künstlern wird es evtl. eine von denen: Mandy Capristo, Lotte, Kerstin Ott, Claudia Emmanuela Santoso, Marie Reim, Oxa… und von den männlichen Künstlern evtl einer von denen: Daniel Schuhmacher, Benedikt Köstler, Nico Santos, Michael Leonardi, Michael Schulte, Julian Reim, Lucas Rieger… oder am Ende wird es vielleicht doch endlich mal wieder eine Gruppe/Band/Duo/Trio???

  25. Auch mit einer weiteren Gruppe kann ich dienen: Wie wäre es denn mit dem Comeback von Mekado: Titel: Wir feiern immer noch ne Party

    • Der Autor dieser Beitrag tut sich wirklich nicht großem Fachwissen hervor. Wer bei Michael Schulte, Michael wer, schreibt, der sollte erstmal besser recherchieren bevor er etwas ins Internet rülpst.

  26. unsere Kandidatin könnte Aly Ryan sein, sie war doch nach ihrem Ausscheiden beim VE 2019 nur im Falle einer Direktnominierung bereit beim ESC anzutreten.

  27. Es gibt ja ein sehr hartnäckiges Gerücht dass es MARIE REIM, die Tochter von Schlager – Michelle sein soll welche Deutschland 2020 vertreten soll. Ihre Single heist „SOS“

  28. Alexander Klaws ist es auf gar keinen Fall, denn der moderiert dieses Jahr DSDS. Santiano sind auch außen vor., denn die gehen auf Tournee und waren vorgestern im Morgenmagazin des ZDF gestern zu Gast. Ich tippe weiterhin auf Daniel Schuhmacher und John Riot sowie Prince Damien.

  29. Ich habe auch die Vermutung das es Daniel Schuhmacher ist. Denn gesternhat er einige aussagekräftige Bilder/Videos auf seinem Instagram Account gepostet. Zum einen ein kurzes Video, wonach es aussieht, dass sie ein Musikvideo gedreht haben (er hat viele Fragen dazu bekommen, meinte dann allerdings, dass er es uns nicht sagen kann). Und dann hat er nach Outfits gefragt oder eher gesagt wo er sie kaufen kann. Er hat nach der Farbe Weiß gefragt. Ja und was ist die am meisten getragene Farbe beim ESC? Richtig WEIß. Da der NDR usw. schon an dem Staging arbeiten könnte es doch sein oder nicht? Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass die Hamburger Goldkehlchen heute auf ihrem Instagram Account gepostet haben, dass ihr Lied für Rotterdam morgen erscheint. Bitte nicht die Goldkehlchen. 😭

    • Im übrigen, finde ich die aktuelle Mucke von Daniel Schumacher gar nicht mal soooo schlecht. Es stellt sich nur die Frage, ob der/die Künstler wirklich ihre eigene Musik machen kann, oder das dem Act wieder was vorgesetzt wird.

  30. Wenn es Daniel Schumacher werden sollte, wäre ich schon sehr enttäuscht. Wofür eine interne Nominierung, wenn dann eh nur ein Castingteilnehmer rauskommt. Es macht auch keinen Sinn, schließlich wurde Schumacher schon letztes Jahr von den Juroren bewertet und kam nicht einmal unter die ersten 7! Wenn doch würde der NDR sich absolut lächerlich machen.
    Die Goldkehlchen versuchen nun für ihr Lied Werbung zu machen. Das ist genau die selbe Strategie wie im Vorjahr bei Hyäne Fischer.
    Jedenfalls erwarte ich nun, weil intern ausgewählt wurde, entweder einen Topact der für uns singt oder einen Newcomer, der einen mutigen, originellen und „Mut zum Risiko“- Beitrag singt.

  31. Alli Neumann 100%, ist 2019 von NDR/ARD super gepusht worden (u.a. Inas Nacht, TTT), obwohl sie eigentlich kein Mensch kennt. Passt auch zum 12 Dez., bei TTT (lief kurz vorher, ARD) wurde gesagt „2020 wird ihr Jahr“.

  32. Hallo Zusammen,
    Jury hin, Jury her – der Telefonentscheid lag seit Lena Meyer-Landstrut eh immer daneben.

    Ich bin mal gespannt welchen Musikstil die experten ausgesucht haben!
    I
    ch habe beim deutschen Vorentscheid für flotte poppige Songs gewählt. Aber leider haben diese Künstler nie das Ziel des ersten Platzes erreicht und somit nie Deutschland beim ESC vertreten. Da war für mich schon klar, das Deutschland beim ESC nur auf den letzten Plätzen landet!

    Deutschland hat beim ESC-Song eh einen schlechten Musikgeschmack. Ich erstelle immer eine Tabelle mit allen Songs des ESC und stimme für mich ab, welcher Song gewinnt bis jetzt lag ich zu 98,9% richtig.
    Ich habe eine spalte mit Bemerkungen in die ich Kommentare hinein schreibe, Wie typisch ESC zu rockig, zu klassisch, zu piepsig, zu leise, zu laut Zuviel Lalala im Songtext (!!!!), oder auch typischeESC-Einheitsbrei-Melodie, etc. .

    Was immer gut Europaweit ankommt ist ein Pop-Song in internationaler Sprache vorgetragen und einem internationalem Bezug im Songtext. Keiner will Herzschmerz oder nationale Probleme eines Landes hören!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.