Die letzten Plätze der Big 5 und die Punkteverteilung der Blogger bei den Songchecks – Ein Statistik-Nachklapp

Die Nachricht kommt jetzt nicht wirklich überraschend, aber es muss an dieser Stelle nochmal gesagt werden: ESC kompakt hat einfach die besten Leser*innen/Livestream-Zuschauer*innen/Podcast-Zuhörer*innen. Das hat sich in den letzten Tagen mal wieder daran gezeigt, dass wir nach dem letzten ESC kompakt LIVE gleich drei (!) E-Mails bekommen haben mit genaueren statistischen Auswertungen zu bestimmten Fragestellungen, die wir mit halbem Zweidrittelwissen während des Livestreams diskutiert haben. Vielen Dank dafür und weil die Ergebnisse zu interessant sind, um sie in irgendwelchen E-Mail-Postfächern zu versenken, hier ein kurzer Überblick über die Ergebnisse.

User Maggisama hat sich mit der Frage beschäftigt, ob die Big 5 und das Gastgeberland – wie von uns behauptet – tatsächlich häufig auf einem der letzten Plätze landen. Und tatsächlich: In neun der 10 letzten Fälle belegte mindestens eines der gesetzten Länder einen der beiden letzten Plätze, in sieben dieser Fälle lag eines dieser Länder auf dem letzten Platz und dreimal wurden gleich beide letzten Plätze von für das Finale gesetzten Ländern belegt.

Mit dieser „einfachen“ Auswertung hat sich Maggisama aber nicht zufrieden gegeben, sondern in Excel zufällige ESC-Ergebnisse simuliert. Das hier ist das Ergebnis:

„Lässt man mal alle Faktoren, die den Erfolg eines Landes beeinflussen außen vor (Diaspora, per se qualitativ gutes Auswahlverfahren, etc.), ist die Wahrscheinlichkeit für ein solches Ereignis sogar noch wesentlich höher. Es war mir spontan zu kompliziert, es stochastisch als Zufallsversuch zu modellieren, also habe ich es mit Excel ein paar Tausend Mal simuliert. Die Prämisse ist die, dass jedes Land jeweils einen randomisierten Score zwischen 0 und 1 über die Beliebtheit des Songs zugeordnet bekommt, nach der sich am Ende die Finalteilnahme und später auch die Platzierung richtet. Durch das Aussieben der „schlechten“ im Halbfinale ist die Latte für die gesetzten Länder im Finale schon im Zuge des Wettbewerbsmodus derart hoch, dass empirisch sogar in 95% der Fälle eines dieser Länder letzter und 76% der Fälle sogar zwei dieser Länder die letzten Plätze belegen.

Wie gesagt, alles unter der Annahme, dass jedes Land die gleiche Wahrscheinlichkeit für gute oder schlechte Punkte hat, was natürlich nicht der Realität entspricht Aber selbst, wenn ich z.B. den Score für Italien so verändere, dass es de facto gar nicht hinten landen kann, liegt die Chance für die anderen 5 immer noch bei 92% bzw. 68%.“

Das bestätigt also die Annahme, über die wir auch während des ESC kompakt LIVE gesprochen haben: Weil in den Halbfinals so viele Lieder aussortiert werden, die schlecht(er) ankommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass eines der gesetzten Lieder ganz hinten liegt – zumindest, wenn man alle anderen Faktoren unberücksichtigt lässt. Aus Sicht der Big 5 geht die Rechnung aber natürlich auf: Lieber ganz oder weit hinten landen, als im Halbfinale rausfliegen und so die TV-Quoten für das Finale zu ruinieren.

Die anderen beiden Zuschauer*innen haben sich unsere Punkteverteilung bei den Songchecks genauer angeschaut, über die wir ebenfalls während des vergangenen Livestreams gesprochen hatten. Sam hat aufgelistet, welcher Blogger im Schnitt wie viele Punkte vergeben und welche Punktzahlen wie oft vergeben hat.

Das Ergebnis ist zumindest an der Spitze nicht überraschend: Peter liegt ganz vorne mit einem Schnitt von 9,13 Punkten und hat – wie Sam treffend dokumentiert – öfter 12 Punkte vergeben als alle anderen Blogger jeweils 12, 10 und 8 Punkte. Ein wenig überrascht war die Blogger-Runde dann doch, dass manu NOCH weniger Punkte vergeben hat als Max – wer hätt’s gedacht?

Last but not least hat Sarah analysiert, welche Länder sich im Vergleich zum letzten Jahr am stärksten verschlechtert und verbessert haben – hier in der Liste sortiert nach Differenz der Platzierung in unserem Blogger-Ranking.

Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurde Deutschland, denn während „Violent Thing“ von Ben Dolic im vergangenen Jahr unsere Nummer 3 war, liegt „I Don’t Feel Hate“ von Jendrik im Gesamtranking nach den Songchecks nur auf Platz 29. Den größten Sprung nach vorne schafft dagegen das kleine San Marino – und das auch noch mit derselben Künstlerin wie 2020. Während wir Senhits (Aufmacherfoto) „FREAKY!“ nur auf Platz 39 gelistet hatten, liegt „Adrenalina“ in diesem Jahr auf Rang 6. San Marino und Deutschland sind auch die beiden Länder, die mit Blick auf die absolute Punktzahl den größten Zuwachs bzw. den größten Verlust verzeichnen.

Aus diesen Zahlen, Daten und Tabellen könnte man natürlich noch viel, viel mehr herauslesen und wir freuen uns schon jetzt auf Eure Kommentare dazu, was Euch bei der genaueren Betrachtung auffällt. Für den Augenblick belassen wir es aber dabei und enden nochmal mit einem herzlichen Dank an Maggisama, Sam und Sarah!


63 Kommentare

  1. Dass der deutsche Beitrag in den Bottom 5 landet erscheint mir mal zum mal plausibler. Aber mittlerweile glaube ich eher an einen vorletzten Platz vor den Niederlanden…
    bestenfalls 24. Platz vor Spanien und Niederlande.
    Glaube nicht, dass der Song höher als 24. landet

  2. Nach dem ESC, wenn die Ergebnisse feststehen, wird sowieso alles was vorhergesagt wurde, solange verdreht und gewendet, bis es wieder passt. Das erlebe ich seit x-Jahren. Immer das gleiche Spiel. Das wird nie aussterben 🤣🤣

  3. „Leser*innen/Livestream-Zuschauer*innen/Podcast-Zuhörer*innen.“

    Was stimmt bei euch nicht mehr richtig?

      • Es geht um das Gendersternchen, das die deutsche Sprache verunstaltet! Es hat sich nocht durchgesetzt und das ist auch gut so!

      • Ah, okay, verstehe zwar nicht, was an diesen Gendersternchen so schlimm sein soll… aber naja.😉

      • An dieser Stelle möchte ich noch mal eine Lanze für das Gendern nach Phettberg brechen: die Zuschauys, die Lesys, die Zuhörys 😉

      • Zumindest, was das Gendern angeht. 🙂 Irgendwelche reaktionären Kleingeister werden das mit der Gleichberechtigung auch in der Sprache nie verstehen
        Mir persönlich ist es ja latte, ob man Zuschauerinnen und Zuschauer sagt/schreibt oder Zuschauer*innen. Aber notwendig isses allemal.

      • @Andi: Natürlich gefällt mir Ton und auch Inhalt des Ausgangskommentars hier nicht, ich würde aber dennoch, wie Peterchen weiter unten, nicht sagen, dass alle diejenigen, die dem Gendern skeptisch gegenüberstehen, „reaktionäre Kleingeister“ sind.

        Ich habe auch früher schon immer ganz gerne „gegendert“ (ohne den Begriff zu kennen) und mach’s auch jetzt noch sehr oft, meist mit Binnen-I oder Klammer oder beiden Formen (nie mit dem Sternchen), aber das hängt von meiner Laune ab, manchmal ist es mir auch einfach zu blöd. Aktuell weckt die Verve, mit der manche das Gendern zunehmend als neue Norm etablieren wollen (und entsprechend heftig gegen „Normverletzer“ reagieren) meinen Widerspruch, sodass ich immer öfter daran Gefallen finde, einfach nur eine der beiden Formen zu benutzen, in der Regel die kürzere, also männliche.

        Es heißt von Gendern-Befürwortern immer wieder, „Sprache entwickelt sich“ und „Man soll nicht deskriptiv am Altem festhalten“, aber was ist denn dieses Gendersternchen sowie diese Pause vor dem Sprechen des „innen“ anderes als etwas Deskriptives, also Vorgegebenes oder gar Vorgeschriebenes?

        Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass Gendern der Gleichberechtigung von Frauen groß hilft. Wenn eine Person bei „Arzt“ an einem Mann denkt, dann hat das nicht unbedingt mit der männlichen Form zu tun, sondern vielleicht eher mit den bisherigen Eindrücken dieser Person, nämlich dass er/sie Ärzte bisher eher als Männer wahrgenommen hat, was bedeuten könnte, dass Frauen im Arztberuf unterrepräsentiert sind (war nur so ein Beispiel, ich wollte jetzt keine Aussage über den Anteil der Frauen in diesem Beruf machen). Das „Innen“ hintendran beim Sprechen ändert da erst mal nicht viel dran.

        In der DDR war es ganz normal, von einer Frau z.B. zu hören „Ich bin Kranführer“, weil es da einfach mehr Frauen als Kranführer(innen) gab als bei uns. Obwohl dort so gut wie niemand gegendert hat, waren DDR-Frauen in vielen Berufen ähnlich stark vertreten wie Männer, anders als damals im Westen (ok, sie hatten allerdings auch viel mehr Doppelbelastung, weil nicht wenige Männer zu Hause keine Hand gerührt hatten).

      • @Thomas M.
        Es geht ja nicht um Skepsis. Wer etwas skeptisch gegenübersteht, ist ein Skeptiker. Einer, der aber vielleicht noch mit Argumenten zu erreichen ist.
        Glaubst du, dass jemand, der schreibt „Was stimmt mit euch nicht?“, „Verunstaltet Sprache“ etc. noch für Argumente empfänglich ist? Ich ja nicht. Da sind wir über normaler Skepsis weit hinaus. Auch das ist okay. Aber wer Neuerungen nicht mitmacht und sie so ablehnt aus der Haltung „Das hatten wir ja noch nie, wir sind bisher gut ohne ausgekommen“ ist reaktionär, nicht mehr zeitgemäß.

        Das Kleingeist kannste meinetwegen streichen. Aber reaktionär hab ich der Wortbedeutung nach hier auch benutzt und meiner Meinung nach sehr richtig. 🙂

      • Bei fast allem stimme ich Dir zu, vor allem bei dem, was Du zur Erreichbarkeit über Argumente schreibst – wobei ich Leute, die an Altem festhalten wollen, grundsätzlich erst mal eher als „konservativ“ bezeichnen würde. Ich find’s generell besser, wenn man für eventuelle Skepsis gegenüber Neuem Argumente vorbringt, aber eigentlich liegt der größere Begründungsdruck m.E. schon bei denen, die etwas ändern wollen. Ich kann durchaus verstehen, wenn manche denken: „Die sollen erst mal sagen, warum das Alte nicht mehr gut genug ist“ (und ja, die bisher mangelnde Gleichberechtigung von Frauen ist in diesem Fall ein SEHR triftiger Grund, die Frage ist, ob das Gendern da was nützt).

        Hättest Du Dir die drei Worte „nicht mehr zeitgemäß“ verkniffen, hätte ich jetzt aufgehört zu schreiben, aber diese Worte lösen bei mir eine gewisse innere Unruhe aus. „Zeitgemäßheit“ wird ja hier (und auch in anderen Zusammenhängen) öfters mal als Argument benutzt, im Sinne von, „XYZ ist zeitgemäß, also ist XYZ gut“ (von mir etwas plump vereinfacht). Dass ich auf diese Argumentation nicht anspringe, bringe ich bei Musikdiskussionen hier ja auch öfters mal zum Ausdruck, wahrscheinlich gehe ich damit Einigen gehörig auf die Nerven. Ich bringe jetzt mal ein zugegebenermaßen extremes Beispiel, das wirklich nicht direkt zu dem hier Diskutierten passt (da ist das Gendersternchen völlig harmlos und supersympathisch), aber darin liegt einfach ein tieferer Grund für meine Skepsis gegenüber Aussagen wie „man muss doch mit der Zeit gehen“. Und nein, ich will ja auch gar nicht dafür plädieren, immer GEGEN die Zeit zu gehen, ich meine nur, dass Neues und Trendiges nicht automatisch „gut“ ist.

        Aber nun endlich zum angekündigten Beispiel: Vor knapp 90 Jahren (wenn man’s genau ausrechnet, kommt zufällig die Zahl raus, die in bestimmten Kreisen für die im Folgenden angedeutete Begrüßungsformel steht) war es auf einmal auch „mit der Zeit“, andere Leute nicht mehr mit „Guten Tag“ oder „Grüß Gott“ zu begrüßen, sondern mit zwei mit „H“ beginnenden Wörtern. Viele, die damals den Machtwechsel, also das Ende der Weimarer Republik begrüßten, fühlten sich als Vertreter einer „neuen Zeit“, und für viele Leute, die einfach nur gerne mit der Zeit gingen, war das sehr ansteckend, was man an bewegten Bildern von damals doch ganz gut sehen kann, z.B. wenn Vertreter der neuen Machthaber unter viel Applaus durch irgendeine Stadt kutschierten (oft ist beim Publikum am Straßenrand zusätzlich noch eine seltsame Armhaltung zu erkennen). Wohlgemerkt, ich rede von den vergleichsweise „harmlosen“ Anfangsmonaten dieser viel zu viele Jahre andauernden Epoche (Betonung auf „vergleichsweise“), als noch nicht allen klar war, was kommen würde und als es noch nicht lebensgefährlich war, NICHT mitzumachen.
        Natürlich ist der Zeitgeist keineswegs die alleinige Begründung für das frühe „Mitmachen“ recht vieler Leute, aber er hat halt doch eine Rolle gespielt.

        Sorry für dieses Beispiel, aber ich wollte nur mal erklären, warum ich bei „Zeitgemäßheit“, „Zeitgeist“ und „mit der Zeit gehen“ nicht automatisch an etwas Positives denke und bei diesen Wörter hier gerne rumnörgle. Natürlich finde auch ich den Zeitgeist zu manchen Zeiten sympathischer als zu anderen, und wenn ich ihn sympathisch finde, wehre ich mich auch nicht mit Händen und Füßen dagegen …

  4. Ist das nicht schön. Es gibt einige die lebhaft kommentieren und andere die tolle Tabellen erstellen. Manche machen sogar beides. Das ist ein gutes Miteinander 😁

  5. Puh, also irgendwie verliere ich so langsam den Überblick, was hier wer wann und warum abgestimmt hat. Das soll keine Kritik sein! Das liegt ganz allein an mir. 🙂

  6. Herr Hertlein, warum steht da sam drinnen? Ich kann Ihnen versichern das ich es nicht war der das gemacht hat. Klaut da jemand etwa meinen Nicknamen? Oder gibt es jemand der hier genauso heißt wie ich? Ich bin ratlos.

      • Ach so vielen Dank. Da kann man aber schon ganz schön durcheinanderkommen. Und Entschuldigung an den Sam mit großen S wegen des Vorwurfs des Klauen. War nicht so gemeint. Ich habe mich nur im 1. Moment so erschrocken. Sorry nochmal.

    • Wie ich grad unter einem anderen Beitrag lese, bin ich mit meinem Hinweis wohl etwas spät dran. Ich entschuldige mich für die Störung.

  7. Off-topic: Heute wurden die Ergebnisse der Prä-Contest-Abstimmung (Premath) auf ET veröffentlicht. Hier die TOP 5:

    1. Litauen
    2. Frankreich
    3. Schweiz
    4. Italien
    5. Ukraine
    …………………
    32. Österreich
    36. Deutschland

    Was die TOP-Plätze betrifft, waren wir auf ET in den letzten Jahren auf ET sehr treffsicher. Allerdings ist die Ukraine so ein ganz spezielles ET Ding. Go_A werden mMn nicht so weit vorne landen.

    • Die ersten zwei könnten so kommen, aber ich denke, dass mindestens zwei andere Titel in die Top Five am Ende kommen. Go_A ist schwierig einzuschätzen, ist normalerweise ein typischer Platz Vier Titel (da landen ja gerne elektronisch gefärbte progressive Titel), könnte aber auch auf 22 landen.

      • Malta war auf 6, was im ET-Geschmackskontext ein sensationelles Ergebnis ist. Warten wir mal die Prognse ab. Heute ging es ja nur um den persönlichen Geschmack. 🙂

      • Malta auf Sechs, hmm. Je länger ich in mich gehe, um die Chancen zu evaluieren, umso weniger sehe ich Malta in den Top Fünf^^
        Da habe ich andere Titel entgegen der Wettquoten mehr auf der Rechnung (unter anderem einen, mit dem du nix anfangen kannst)

      • Zum Beispiel? Spann mich nicht auf die Folter. 😉
        Die Jurys lieben Malta ja fast jedes Jahr, und wenn Destiny es schafft, dass ihr charismatischer Funke überspringt, kann das auch im Televoting gut laufen. Persönlich bin ich allerdings kein Fan von „Je me casse“.

      • Rumänien, kommt sicher in die Top Ten, vllt Top Five
        Kann, aber ich halte es für unwahrscheinlich, Jurys vielleicht Top Fünf, aber Televoting wird unter 100 Punkte bleiben^^

      • Oh! Rumänien ist der einzige Beitrag, den ich nicht bis zu Ende hören kann. Das liegt vor allem an Roxens fürchterlichem Englisch, das ganz herrlich mit dem bedeutungsschwangeren Lied kontrastiert. Ich muss immer gackern, wenn ich „Amnesia“ höre, und dann fühle ich mich jedesmal schlecht. Deshalb klicke ich dann Stop!

    • Toll The Roop auf Platz 1. Die von ET scheinen ja echt Ahnung und Musikgeschmack zu haben. Super! Aber Schade das Jendrik so weit hinten gelandet ist. Gut das er beim ESC selber auf Platz 36 gar nicht landen kann.

      • Das ist allerdings gut für Jendrik. 🙂
        ET ist ein ganz besanderes ESC-Biotop. Wir sind nur ungefähr 30 Leute, die dort regelmäßig kommentieren, aber die meisten kennen sich seit vielen Jahren und sind rausgewiesene ESC-Experten.

      • Hm, ET müsste ich auch mir auch mal ansehen, gerade, weil mich so Geschichte und älteren Jahrgänge mittlerweile so brennend interessieren. Ihr schaut Euch da auch eher ältere Jahrgänge an, oder? Ich traue mich aber selten auf neue Blogs, ich störe da nicht gern. 😉

    • Solange es die Ukraine ins Finale schafft ist mir die Platzierung ziemlich egal! Aber dieser Song verdient das Finale!

    • @togravus ceterum

      Litauen, die Schweiz und Frankreich könnten in der Tat die drei ersten Plätze unter sich ausmachen. Aber auf dem 4. Platz würde ich eher Malta sehen als Italien, obwohl mir der italienische Song auch gut gefällt. Und GO_A finde ich super, aber ich fürchte, es könnte schon schwierig mit dem Finale werden, da die Musik evtl. nicht jedermanns Sache ist.

    • Interessant… Ich bin ja bekanntlich kein Fan von Litauen, glaube aber auch, dass sie in die Top 5 kommen werden. Allerdings bin ich mir recht sicher, dass bei der Dichte, der als Favoriten gehandelten Beiträge, Litauen wenige Chancen auf den Gesamtsieg hat. Das Televoting könnten sie gewinnen, dass Juryvoting wird wahrscheinlich etwas schlechter ausfallen.
      Ich prognostiziere ja einen regelrechten „Krieg“ zwischen Jury und Televotern, da die Ergebnis in diesem Jahr bestimmt sehr unterschiedlich ausfallen werden. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass am Ende ein Beitrag gewinnt, der bei den Jurys z.B. auf Platz 5 ist und bei den Zuschauern auf Platz 3.
      Meine Einschätzung zu den vermeintlichen Favoriten:
      – Malta: um Platz 6-8
      – Schweiz: Platz 1-2
      – Frankreich: Platz 1-3
      – Litauen: Platz 2-4
      – Italien: 6-9
      – Island: 3-7
      – Bulgarien: 6-10

      • Ich finde auch, dass es schwierig ist, dieses Jahr das Ergebnis vorherzusagen, bin mir aber nach wie vor sicher, dass Frankreich gewinnen wird. Aber mit den Proben werden die Karten ja noch einmal neu gemischt. Es bleibt auf jeden Fall spannend. 🙂

      • Frankreich wird definitiv nicht gewinne. Top10 sicher, aber ich sehe da kein Televotingergebnis, dass für den Sieg reichen könnte.
        Litauen sehe ich auch keinen Sieg.Italien und Schweiz allerdings durchaus möglich.
        Bei der Ukraine sehe ich Mittelfeld.

    • Ein wenig aussagekräftiger ist das Voting von ESC United mit viel mehr Votes und wöchentliche Auswertung.
      Dort sieht es aktuell so aus:
      1. Italien
      2. Schweiz
      3. Litauen
      4. Finnland
      5. Ukraine
      6. Frankreich
      7. San Marino
      8. Rumänien
      9. Malta
      10. Island

      27. Deutschland

      38. Österreich

      • Der Clue ist aber, dass ET seit Jahren eigentlich immer richtig liegt, weil sich dort richtige Experten tummeln. 🙂

      • Aber nicht bei den PreShow-Polls. Da haben sie zumindest bei 2017 und 2018 genauso daneben oder richtig gelegen, wie die ganzen anderen Fanpolls.

      • PreRehearsal-Poll.
        PreShow-Poll ist da eh bei vielen sehr ähnlich richtig.

  8. @ Cali, wir haben regelmäßige Abstimmungen über ältere Jahrgänge auf unserer Partnerseite Virtual Festival of Songs. 🙂
    Und Neuankömmlinge sind immer willkommen. Du müsstest Dich in der ersten Zeit nur damit abfinden, dass Du viele Insider-Kommentare, die sich auf Unterhaltungen von vor 10 Jahren beziehen, nicht verstehst. Aber wir haben immer wieder Neuankömmlinge, die auch bleiben.

  9. @an die Blogger
    Früher gab es immer mehere Wettquoten-Updates. Ist da noch was geplant?
    @an Alle
    Irgendwie sind derzeit keine Wetten auf den ESC aus Deutschland möglich. Begründet wurde mir dies mit den aktuell geltenden rechtlichen Regelungen. Hat Jemand eine Idee oder Erfahrungen wie man dies umgehen kann, um auf den ESC zu wetten?

  10. Oh je… Und dabei meckere ich nichtmal über die Qualität der Lieder in diesem Jahr.

    Ich werde es beherzigen: Nächstes Jahr gibt es punktetechnisch von mir mehr Peter als Max 😉

  11. Wer Gendern ablehnt und nicht praktiziert, ist weder reaktionär, noch ein Nazi, noch ein Chauvi. Man kann ja gerne Bloggerinnen und Blogger sagen und schreiben, so sind wunderbar beide Geschlechter sichtbar, den Asterisk sieht das Deutsche schlichtweg nicht vor. Gerade eimal 1600 bundesweit eingetragene Divers-Personen rechtfertigen das Aufoktoyieren neuer Grammatikregeln nicht! Meine beiden syrischen Nachbarn kamen eines Tages aufgeregt zu mir, weil sie einen Schrieb vom Amt nicht verstanden, in dem von Antragsteller*innen und Leistungsbezieher*nnen die Rede war. Oberbürger*innenmeister*in oder Schüler*innenlots*innen braucht niemand. Das ist nichts als Ideologie! Der Zustand einer Straße wird nicht besser, wenn man neue Verkehrsschilder aufstellt.

    • Sag Du’s doch einfach, wie Du willst, und ich sage es, wie ich will. Für mich ist das vollkommen okay und wir können beide glücklich sein. Davon abgesehen finde ich inklusive Sprache zwar auch gut, aber darüber hinaus „Leser*innen/Livestream-Zuschauer*innen/Podcast-Zuhörer*innen“ auch einfach kompakter als „Leserinnen und Leser/Livestream-Zuschauerinnen und Livestream-Zuschauer/Podcast-Zuhörerinnen und Podcast-Zuhörer“.

    • 1. Von Nazi und Chauvi sprach doch gar keiner.
      2. Es geht nicht nur um 1600 Divers-Personen.
      3. Es will dir niemand aufoktroyieren, denn es ist ja grad eben keine neue offizielle Grammatikregel.
      4. Nur weil es keine offizielle neue Grammatikregel ist, kann man trotzdem auf Sprache und Gleichstellung achten.
      5. Bürger*innenmeister*innen ist doch eh ein quatschiges Beispiel. Denn niemand würde das ernsthaft so gendern wollen. Oder hast du in journalistischen Beiträgen der letzten Wochen und Monate mal „Minister*innenpräsident*innen“ gelesen? Nein? Siehst du. Es geht auch nicht um sowas wie „Bürger*innensteig“ oder sowas. Mit solchen Beispielen will man einfach nur eine an sich sehr richtige Sache schlechtreden. Und das find ich vor allem eines: schade.

      • Es heißt „oktroyieren“, denn „aufoktroyieren“ ist nämlich ein Pleonasmus (Verbindung bedeutungsgleicher oder -verwandter Ausdrücke).

      • @Matty:
        „Aufoktroyieren“ steht im Duden. Du hast Recht, dass schon „oktroyieren“ diese Bedeutung hat, was das Wort „aufoktroyieren“ zu einem Pleonasmus macht. Aber ein Pleonasmus ist letztlich ja kein Fehler, sondern nur eine rhetorische Figur. Und auch in diesem Falle ist „aufoktroyieren“ durchaus richtig.

  12. Es gibt Neuigkeiten zum Ablauf des großen Finals des ESC 2021:

    https://escxtra.com/2021/05/04/more-details-of-2021-grand-final-revealed/

    Nachdem Norwegen und Island bereits eine ESC-Songcheckshow präsentieren, hat Finnland das Konzept ebenfalls aufgegriffen und das Ganze nennt sich „Viisukupla – Eurovisionsbubblan“:

    https://eurovoix.com/2021/05/04/panel-viisukupla-eurovisionsbubblan/

    Gespannt darf man dann auf das Abschneiden Deutschlands sein.

  13. „Leser*innen/Livestream-Zuschauer*innen/Podcast-Zuhörer*innen“ ist vom „Bürger*innesteig“ nicht weit entfernt! Andi und Benjamin H., so einfach ist es auch wieder nicht. Es kann eben nicht jede und jeder reden und schreiben, wie er will. Sprache und Schrift sind Verabedungen, die die Kommunikation erleichtern (sollen).
    „Sprecher*innen für Arbeitnehmer*innenrechte“ ist offizielles Wording der Berliner Grünen, auch ein quatschiges Beispiel? So redet kein Mensch! 60 Geschlechter mittels Genderschreibe und -sprech repräsentieren zu wollen, hat etwas von Umerziehung. Und macht Literatur unmöglich! Texte mit Binnen-Asterisk (*) betonen eine geschlechtliche Unterscheidung, um die es primär ja gar nicht geht. Und: Wo kämen wir denn hin, wenn wir konsequent wären? Also bitte: In Zuknuft auch von Neandertaler*innen reden und schreiben und von Zubereitungen im Römer*innentopf.

    • „Es kann eben nicht jede und jeder reden und schreiben, wie er will.“
      Doch, hier können alle Leser*innen reden und schreiben, wie sie wollen und nicht wie ER will. 🙂

      • Trotzdem sieht es gestelzt aus, wenn man das Gendersternchen benutzt! Diese Regelung hat sich erfreulicherweise nicht durchgesetzt und die Mehrheit der schreibenden Zunft hat sich davon verabschiedet! Wenn man sich andere Sprachen anschaut (z. B. Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch und Spanisch), gibt es sowas nicht

      • Der Vergleich zu anderen Sprachen ergibt diesbezüglich überhaupt keinen Sinn, da jede Sprache anders gestaltet ist. Z.B. gibt es ja im Englischen nur eine geschlechtsneutrale Form von Lehrer (Teacher), weswegen es da überhaupt keinen Sinn macht, dies mit gendergerechter deutscher Sprache zu vergleichen.

  14. Okay! Wer von den 16 ist Trans oder inter*? Das Gendersternchen steht NICHT für Mann UND Frau sondern für alle dazwischen wie intergeschlechtlich, zweigeschlechtlich oder Cross-Gender und dergleichen. Bei den Minsterpräsidentinnen und -präsidenten ist das * also aktuell falsch und unangebracht. Liebe Dina, natürlich kann jede und jeder so schreiben wie er und sie will. Es erleichtert aber die Kommunikation und das Verständnis, wenn man sich an das Regelwerk hält. Als zentrale Instanz in Fragen der Rechtschreibung befindet der „Rat für deutschen Rechtschreibung“ über den Schreibgebrauch der deutschen Rechtschreibung. Die inzwischen von vielen Verwaltungen auf Kommunal- und Landesebene mehr oder minder individuell gewählte „Geschlechtergerechte Schreibung“ lehnt der Rat ab. So what!

  15. Ich komme mit dem Gendersternchen klar solange es nicht ins absurde abgleitet wie Bürger*innensteig oder Mann*innenschaft

    • Und genau das sind die Beispiele, um die es nicht geht und die das eigentlich richtige Vorhaben ad absurdum führen. Auch das Römertopf-Beispiel von weiter oben. Das ist ja schlicht und ergreifend Unsinn. Oder wie von Friedrich Merz neulich gepostet, ob man dann noch „Vaterland“ sagen dürfe. Das ist doch einfach nur dumm.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.