Elena Tsagrinou vertritt Zypern mit „El Diablo“ beim ESC 2021 in Rotterdam

Heute wurde bekanntgegeben, welche Künstlerin Zypern beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam vertreten wird. Die Nachfolgerin von Sandro, der das Land 2020 mit dem Titel „Running“ vertreten sollte, heißt Elena Tsagkrinou bzw. Tsagrinou.

Die in Griechenland und Zypern erfolgreiche Sängerin wird in den Niederlanden mit dem Titel „El Diablo“ antreten. Geschrieben wurde der Song von Jimmy „Joker“ Thornfeldt, Laurell Barker, Oxa und Thomas Stengaard. Die Beteiligung von The-Voice-of-Germany-Teilnehmerin Oxa lässt sogar vermuten, dass der Song in einem deutschen Songwriting-Camp entstanden sein könnte. Artistic Director wird Marvin Dietmann sein.

Elena Tsagrinou ist eine der talentiertesten und glamourösesten Sängerinnen der griechischen Popszene. Sie wurde 1994 in Athen geboren und nahm im Alter von 14 Jahren an der Talentshow „Greece Got Talent“ teil. Dort erreichte sie das Halbfinale. 2013 wurde sie von der Band OtherView als Leadsängerin ausgewählt und veröffentlichte mit ihnen mehrere Hits. Nach fünf erfolgreichen Jahren mit der Gruppe begann Elena ihre Solokarriere und veröffentlichte eine Single mit dem Titel „Pame Ap’Tin Arhi“ (Von Anfang an), geschrieben von Dimitris Kontopoulos und Nikos Moraitis.

Elena Tsagkrinou – Pame Ap’Tin Arhi

Es folgten weitere Singles, deren Videoclips auf YouTube Millionen von Aufrufen generiert haben und Elena Tsagrinou zu einer der beliebtesten Popsängerinnen mit Zehntausenden von Followern in den sozialen Medien machten. In den letzten Jahren hat Elena bei einer Reihe von Konzerten bei den größten Musikshows in Griechenland und Zypern mitgewirkt und mit vielen anderen berühmten griechischen Künstlern zusammengearbeitet.

Sie kann auch eine erfolgreiche Karriere im Fernsehen vorweisen, die 2014 mit ihrer Teilnahme als Coach an der TV-Musikshow „Just The 2 Of Us“ begann. 2016 bis 2017 war sie Co-Moderatorin von „The Voice of Greece “. Seit Oktober 2020 präsentiert sie ihre eigene Show mit dem Titel„ K-POP Stars “bei MAD TV, dem führenden Musiksender in Griechenland und Zypern.

Mike feat. Elena Tsagkrinou – Pare me agkalia (Πάρε Με Αγκαλιά) (2020)

Die Bekanntmachung der Künstlerin sollte heute Morgen um 10 Uhr zyprischer Ortszeit über den Sender RIK1 erfolgen. Eine entsprechende Ankündigung war gestern Abend von Andreas Frangos, dem Vorsitzenden der Cyprus Broadcasting Corporation CyBC, über Twitter verbreitet worden.

Schon etwas eher als 10 Uhr ließ CyBC die Bombe über die sozialen Medien platzen:

Das zyprische Fernsehen CyBC und Sandro hatten sich Anfang Juni entschieden, für den ESC 2021 keinen gemeinsamen Anlauf zu unternehmen. Ein Grund dafür wurde nicht veröffentlicht. Man hätte sich im gegenseitigen Einvernehmen darauf verständig, hieß es damals. Seitdem gab es etliche Diskussionen und Spekulationen, wer die Mittelmeerinsel in Rotterdam vertreten könnte. Eleni Foureira hatte allerdings bereits eine Einladung ausgeschlagen. Gerüchte gab es u.a. um Kalomira, Elias Kolas und auch Ivi Adamou.

Zypern hat sich seit 2015 jedes Jahr für das ESC-Finale qualifiziert und 2018 mit dem 2. Platz für „Fuego“ von Eleni Foureira seine bislang beste Platzierung eingefahren. In diesem Jahr drohte dieser Erfolgsserie zu reißen, denn Sandros „Running“ war weder in den Wettbüros hochgewettet, noch schnitt der Song bei den diversen Fan- und Ersatzvotings besonders gut ab.  Beim ESC kompakt Index landete der Beitrag nur auf Platz 39 von 41.


51 Kommentare

      • Ich wollte damit Humoristisch darauf hinweisen, dass der Song unter anderem von Laurell Barker geschrieben wurde 😀

      • Gibt es in Zypern keine guten Komponisten? Warum müssen diese Dauer- Mehrfachteilnehmer nun auch die Mittelmeerinsel behelligen???

      • @Trakol
        Verstehe, aber irgendwie auch schade, denn ich glaube, dass der landestypische Charme verloren gehen kann, wenn immer wieder dieselben Komponisten inverschiedenen Länder tätig sind. Egal ob Barker, Steengaard, Siegel, Milanov…
        Na ja, abwarten, bin gespannt.😉

      • Laurell Barker – Oh… mein… Gott

        Sie hat eine ESC-Bilanz im negativen Sinn. Alle ihre ESC-Songs sind abgeschmiert.

        Es tut mir so leid, dass ich das so deutlich sagen muss.

  1. Künstlerin: Toller Look und Ausstrahlung.
    Songtitel: „El Diablo“? Das klingt richtig gut! Bisschen Western, Uptempo, Sass, Attitude (ja, meine gern gebrauchten bösen Begriffe wieder ^^).
    Das klingt SEHR vielversprechend!
    (Und wenn Laurell Barker eins kann, dann ja wohl Uptempo-Banger schreiben 🙂 )

  2. Nach „Fuego“ 2018 schickt Zypern einen Song mit einem spanischen Titel zum ESC „El Diablo“ (Der Teufel). Leider hat Frau Barker ihre Griffel im Spiel und das finde ich bedenklich, zumal sie uns mit „Sister“ eine schwache Platzierung letztes Jahr bescherte.

    Ich vin gespannt, in welche musikalische Richtung der Song geht.

  3. Aha, daher stammten also Oxas verdächtige Instagram-Followings 😉
    Und weil sie noch weiteren Personen mit ESC-Verbindung folgt (Anderz Wrethov, Andreas „Stone“ Johansson, Michelle Leonard sowie Dotter (!)) und diese ihr auch zurück, bin ich ganz zuversichtlich, dass sie bei uns noch im Rennen ist.

    Elena macht auf jeden Fall etwas her; die beiden verlinkten Songs finde ich jetzt eher unspektakulär, aber sie ist ein interessanter Typ und erscheint auch etwas individueller als die typische griechisch-zypriotische ESC-Göttin. Das verspricht ein spannenderes Paket, als wir dieses Jahr mit Sandro geboten bekommen haben.
    Nur den Dietmann hätte ich jetzt nicht gebraucht.

    • Stimmt! Außerdem folgt Oxa doch auch noch Borislav Milanov, Daniel Schuhmacher, Benedikt Köstler, Frazer Mac und Lienne. Der Kreis schließt sich verdächtig.

  4. Wie cool, dass Oxa da mitgeschrieben haben und scheinbar in der engeren Auswahl ist. Ist aber auch wenig überraschend. Damals bei The Voice war irgendwie klar, dass Oxa irgendwie mit dem ESC interagieren wird <3
    Laurell Baker hingegen…….warum?

  5. Erst ,die immer wiederkehrenden Gesichter der internationalen Jurys, jetzt auch schon wieder ,die immer wiederkehrenden Komponisten Songwriter etc ..Der Esc ist zur Mafia geworden :)…und dann der Titel „El Diablo“…nach Fugo jetzt also Diablo…wie „interessant“…Kann Spanien nicht mal El Diablo schicken ..?

    wie schön war der ESc noch 1997 zb

  6. ich bin dafür das die Ländersprachenregelung wieder eingeführt wird…jeder muss in Landessprache singen ..war viel besser….sie können gern ne spanische oder englische Version zusätzlich produzieren ..

    • Ich höre Landessprachen auch oft gerne, bin aber gegen jede Form von „Muss“.
      Und, mal ehrlich, wer hätte denn für folgenden Text deutschen angerufen: „Ich denk‘, dass Du / Du weißt, was ich will / Du machst mich echt fertig / Oh, sag’s nicht der Mutti (…) / Du geiles Teil“.
      Gut, auf Englisch ist das inhaltlich nicht besser, doch phonetisch tut’s weniger weh 😉

      Andererseits haben bei mir Landessprachen – abgesehen von Dt. Engl. und Ital. – den Vorteil, dass ich den Text nicht verstehen muss. Das half z. B. bei „Hasta la vista“ enorm – und ich meine, da half sonst eigentlich gar nichts mehr 😀

      • 😃😀Ich glaube, viele Zuschauer, die das Lied nur an einem Abend hören, achten gar nicht so genau auf den Text, und wenn, ist es doch gut, wenn sie ihn nicht verstehen.😉

      • Da hast Du in beiden Punkten sicher recht 😉 Ich höre ja auch meistens vorbei, ich geb’s zu, teilweise schon aus Furcht, ich müsste das Lied sonst hassen 🙂

    • Das bringt nicht viel, fürchte ich, denn das hat Darko Dimitrov nicht davon abgehalten, seine Songs in Albanien abzuladen. Dann ist halt die Verpackung anders, aber letztendlich bekommt man das gleiche.

    • Stimme Dir zu, ich fände es auch besser, wenn die Länder mehr in der Landessprache singen würden.

      In meinem persönlichen Umfeld, wird die Sprachenfreigabe interessanterweise als erstes kritisiert (bin dort der einzige Fan). Vieles würde wie normale Radiomucke klingen.😉

    • Ich wollte ja eigentlich zur zugegeben immergleichen Sprachendebatte nichts mehr sagen (klinge fast wie @Jorge ^^), aber eins ist mir persönlich dann noch wichtig: „Muss“ wäre völlig der falsche Weg und würde jede gesellschaftliche Realität im Jahr 2020/2021 verkennen. Das ist für mich so ein Riesen-Brett vorm Kopf, ich werde es niemals begreifen, aber das „muss“ ich auch gar nicht 😀

    • Nun, mir wird definitiv auch zuviel auf Englisch gesungen. Allerdings finde ich die Möglichkeit toll, das z.B. Österreich einen französischen Beitrag einreichen kann und Litauen was Italienisches (oder war das damals Lettland?).

      Folgende Regelung wäre gut: Ein Land ohne Englisch als Landessprache muss nach Einreichen eines Beitrags in englischer Sprache eine einjährige Englischpause einlegen (man kann das auch gerne auf die anderen Sprachen ausdehnen, sodass z.B. für Österreich 2017 ein weiterer Titel auf französisch nicht möglich gewesen wäre).

      • 1. Es war Lettland (2007).
        2. … finde ich die Möglichkeit toll, dasS z.B. Österreich

      • Oh ja, die Zoe war schon sehr charmant. Den Song höre ich heute noch sehr gerne.😊
        Okay, ich gebe zu, mit „Sprachzwang“ erreicht man heutzutage nicht mehr viel. Bin da auch etwas nostalgisch verklärt. Ich höre einfach gerne die verschiedenen Sprachen, das macht für mich auch Vielfalt aus.
        Es wäre schonmal viel gewonnen, wenn man die ursprünglich in den VEs in der Landessprache vorgestellten Songs nicht noch nachträglich ins Englische übersetzen würde.
        Denn die Zuschauer haben ihn ja im Original gewählt. Übersetzt man diese, habe ich manchmal den Eindruck, es entsteht ein völlig anderer Song. Und diese Änderung ist leider oft nicht sehr vorteilhaft.

      • Ne, also ich lehne jegliche Sprachregelung kategorisch ab. Ich finde es zwar auch schade dass man manche Sprachen gar nicht mehr hört auf der Bühne, aber so eine Regelung hat für mich immer etwas bevurmundendes.

    • Was heißt denn „hätte anstelle Ben fahren sollen“? Ben hat das Verfahren gewonnen.
      Ich bin froh, dass der Song nicht unser Lied war. Der klingt nach San Marino-Trash.

    • Gefällt mir etwas besser als „Viollent Thing“. Hätte aber live auch ziemlich viel „Absturzpotential“.
      Eine richtige Stimme hat Oxa ja mal gar nicht. Da hat Ben mehr zu bieten, auch wenn ich mich an seine Stimme ein bißchen gewöhnen mußte. „Viollent Thing“ war einfach nicht sein Song, bin ich der Meinung.

  7. Also, „on topic“ freue ich mich jetzt einfach mal für Zypern und sein ESC-Team. Letzteres kommt mir ja ob des neuen Beitrags sehr enthusiasmiert vor, schön 🙂

    Leider fürcht‘ ich mich ein bisschen vor einem „Fuego Got Me On Replay Like A Supergirl“ 🤔 Aber ich werfe schon wieder Haare in die Suppe, Verzeihung! 😀

  8. Ich bin ja auch überhaupt nicht davon begeistert, wenn ein immer größerer Prozentsatz an ESC-Songs von einer kleinen Gruppe Komponisten geschrieben wird. Bei der Komponistin des schönen „Sister“-Songs bin ich aber inkonsequenterweise etwas milder gestimmt (ach ja, und Ralph Siegel darf auch gern mal wieder einen tollen Titel raushauen, zumal man ja schon eine Weile nichts mehr von ihm gehört hat) 🙂

  9. Was für eine furchtbare „Mode“ ist es heutzutage beim ESC, dass zig Autoren an einem Werk basteln. Waren es früher in der Regel zwei Leute, die ein Lied geschrieben haben, so sind es jetzt 5 oder 6 oder noch mehr Leute. Und noch schlimmer, die selben Teams schütten die verschiedenen Länder mit ihren Kompositionen regelrecht zu. Manchmal in mit wechselnden Teilnehmern in den Teams. Ich glaube nur noch die Ostländern werden davon verschont.

    • Heutzutage sind Songwriting-Teams von drei bis vier Leuten eigentlich Standard; bei DJ-Songs, die ja oft auch Featurings mit mehreren Interpreten sind, können es auch mal bis zu zehn sein.
      Die Zeit, in der die Rollen fest verteilt und die Zusammenarbeit von einem Komponisten mit einem Textdichter die Regel war, ist vor allem im internationalen Business, aber z.B: auch im deutschen Schlager, schon lange vorbei.

  10. Ich finde es auch sehr bedauerlich, dass die EBU den Dauerteilnehmern keinen Riegel vorschiebt! Warum ist es möglich das zb Laurell B. oder Boris M. in einem Jahrgang für mehrere Länder antreten? Diese Komponisten können ja beim ESC teilnehmen. Aber bitte dann doch die Energie in ein Land stecken.

  11. Es gibt erfreuliche Neuigkeiten aus der Schweiz! Der ESC-Teilnehmer Gjon’s Tears (bürgerlich Gjon Muharremaj) hat auf Instagram heute bekanntgegeben, daß er den passenden Wettbewerbstitel, mit dem er beim ESC im kommenden Jahr antritt, gefunden hat:

    https://eurovoix.com/2020/11/25/switzerland-gjons-tears-has-chosen-his-eurovision-2021-entry/

    Wie der Song sich anhört und welchen Titel er hat, bleibt derzeit ein bestgehütetes Geheimnis.

  12. Elena Tsagrinou hat in einem Interview mit dem griechischen Sender ALPHA bekanntgegeben, daß ihr Wettbewerbstitel für den ESC wird im März 2021 veröffentlicht wird:

    https://eurovoix.com/2020/11/26/cyprus-el-diablo-to-be-revealed-in-march/

    Sie erwähnte auch, daß es sich bei „El Diablo“ um einen Dance-Pop-Titel handelt. Es könnte also entweder ein Fuego Reloaded werden oder sowas ähnlliches wie das:

    https://www.youtube.com/watch?v=UX-lQykOrRg

    Es bleibt also spannend!

    • Oder, viel besser als „Fuego“, sowas wie „Die for you“ (2001) oder „This is love“ (2017). Oder am allerbesten wie „Mana Mou“ (1997). Hoff!

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