Erste Probe Estland: Victor Crone – Storm

Erste Probe Estland Victor Crone Storm ESC 2019 2
Foto: Andres Putting

Victor beginnt seinen Auftritt mit Gitarre und einem warmen, hellen Orange als Hintergrundfarbe. Zum ersten Refrain gibt es die Gitarre dann ab (eigentlich soll das natürlich nicht zu sehen, war es aber im ersten Durchlauf) und der Backdrop wechselt zum bekannten Sturm-Thema.

Erste Probe Estland Victor Crone Storm ESC 2019
Foto: Andres Putting

Victor trägt Lederjacke, eine dunkle Hose und ein sehr weit geöffnetes, weißes Hemd. Es ist gut, dass Backgroundsänger hinter der Bühne erlaubt sind, denn so sitzen auch die hohen Töne, wobei man deutlich hören kann, dass Victor hier unterstützt wird und nur begrenzt selbst singt.

Einen lustigen Moment gab es während der Stelle, wenn Victor eigentlich mitten im Sturm stehen und sich einmal um die eigene Achse drehen soll. Da sah man nämlich nicht ihn, sondern ein Stand-In. Diese stelle ist dann später also ganz offensichtlich nicht live, sondern wird noch mit Victor aufgenommen und dann eingespielt.

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Foto: Andres Putting

Tatsache: Jetzt wird die Sequenz tatsächlich mit Victor aufgenommen und deshalb verzögert sich der nächste Durchlauf. Der Tontechniker weiß aber offensichtlich nicht, welche Stelle nun gefragt ist und spielt die falsche Musik ein. Well, dafür ist es eine Probe…

Jetzt dauert es aber auch der Produktion zu lange, so dass jemand dafür plädiert, doch jetzt bitte mit der Probe weiterzumachen, anstatt die  gleiche Sequenz immer und immer wieder zu filmen. Wo genau das Problem liegt, können wir von dieser Stelle aus nicht sagen.

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Foto: Andres Putting

Aha, ein zweiter Durchlauf! Gab es in der Vorentscheidung auch schon einen Donnerknall vor dem ersten Refrain? Den gibt es hier jedenfalls. Aber ansonsten liegt technisch doch noch einiges im Argen. Die vorhin aufgenommene Sequenz wird zwar abgespielt (was man daran erkennt, dass Bild und Ton nicht synchron sind), allerdings sind da jetzt leere Zuschauerränge zu sehen (wann nehmen sie das richtig auf, wenn die Probenshows doch alle nicht ausverkauft sind?) und ansonsten aber keine Effekte oder ähnliches (warum wurde das dann überhaupt aufgenommen?). Sehr seltsam, sind wir mal auf die zweite Probe gespannt. Der tolle Effekt aus dem Vorentscheid, bei dem Victor nur noch auf einem Felsen mitten im Sturm steht, fehlt jedenfalls bisher.


27 Kommentare

  1. Was heißt eigentlich „Backgroundsänger hinter der Bühne“? Stehen die wirklich hinter der Bühne, da wo die ganzen Kabel und Technik ist oder sind die bloß am Rand der Bühne?

    • Das kommt auf den Act an, wie die Bühne ausgenutzt wird usw. Bei Kate zum Beispiel standen die Backgroundsängerinnen anscheinend direkt unter ihnen, also am Fuß der Stelzen. Manchmal sind sie auch hinter irgendwelche Bühnenaufbauten versteckt.

    • In den letzten beiden Jahren standen sie jeweils links der Bühne hinter der Rampe (2017 konnte man sie sogar auf dem Fernsehbild oft (z. B. bei Serbien und Georgien) gut erkennen), dieses Jahr scheint da aber nur wenig Platz zu sein, wie man gestern in den Videos gesehen hat. Wahrscheinlich stehen sie dann noch weiter links Richtung Künstlereingang zur Halle.

  2. Ich habe mich bislang am Estland-Bashing nicht beteiligt, fand den Song noch recht OK, aber der Typ wird mir leider immer unsympatischer, Zudem im „Sandwich“ genau zwischen Island und Portugal ist wohl alles andere als ideal.

  3. Diese Sturm-Stelle war übrigens auch im Vorentscheid ein ,Playback‘. Das hat man gesehen, dass er nach dem Sturm plötzlich eine Gitarre in der Hand hatte. Gleiches hatte man ja 2018 bei Nordmazedonien gemacht in den ersten Sekunden. Ich jedenfalls mag den Song und das Staging ist auch gut. Wie gerne ich jetzt aber anstelle von Victor jetzt die Kaia Tamm mit den Katzen hätte. Katzen! Wo sind sie hin? Katzen! Mal suchen gehen!

      • Wenn es nach mir geht gar keines.
        Wenn das so weitergeht haben wir bald einen Videocontest.

        Im Vorentscheid war es aber 31 Sekunden Videomaterial (die kurzen Einblendungen, also die runden Aussparungen in der Sturmsequenz in der das Publikum zu sehen war – zeigten dann aber das Livepublikum).

        Insgesamt sieht man also 1/6 des ganzen Beitrages die Bühne nicht sondern vorher aufgenommenes Material. Das finde ich ganz schön krass und ganz egal was ich vom Song eigentlich halte – ich hoffe das wird extrem abgestraft.

      • Ist denn da sowohl Ton als auch Bild voraufgezeichnet oder nutzen sie nur Bildmaterial und es wird weiter live gesungen? Letzteres wäre auch doof, aber nicht so schlimm – aber wenn dann nicht mal mehr live gesungen wird, ist es schon wettbewerbsverzerrend und sollte von der Journalie vor Ort angeprangert werden…

      • Kann man den Ton live übergangslos schneiden? Da Bild und Ton nicht synchron waren, gehe ich davon aus, der er live weiter singt und dazu die Bilder eingespielt werden.

      • Ich finde sowas gar nicht so verkehrt. Es bringt Abwechslung in die Beiträge, solange es nur einzelne Länder machen und nicht alle. Sonst wird die ganze Show ermüdend bzw. weniger spektakulär. Da wären 1/6 eines Auftritts für mich auch nicht zu viel. Bei Victor passt es ja auch zum Songtitel: Storm. Da der ESC kein Gesangswettbewerb aka DSDS oder TVOG ist, sondern ein Multimedia-Komponistenwettbewerb, ist das hier sehr passend. Es dürfen also gerne Playback-Videos eingespielt werden.
        Auch die Einblendungen wie bei Aserbaidschan 2018, Bulgarien 2017, Malta 2018 und Armenien 2016 finde ich auch okay. Diese haben den Nachteil, dass jede Millisekunde und jeder Millimeter zählt. Bei Christabelle war diese eingeblendete Kugel nicht genau in ihren Händen und bei Fuego hat Eleni die linken Dampfnebel-Teile zu früh zur Seite geschoben.

      • @Benjamin – Die Bilder, die vorher aufgezeichnet sind, werden zusammen mit der Musik abgespeichtert, damit man während die Sendung nur die Bilder von der Bühne und den Gesang hinzufügen müss. Ob alles perfekt passt, hängt vom Regie ab.

  4. Den Song mag ich eigentlich ganz gern, Radiopop der besseren Sorte. Aber mit dem Typen werde ich nicht wirklich warm, wirkt irgendwie selbstverliebt auf mich.

  5. Ist drollig, dass das Aufmacherbild auf der Startseite den Bachelor auf einer Strandliege zeigt, auf der Tel Aviv loves me steht :-).

  6. Ich finde das Lied grundsätzlich ganz gut, befürchte aber, dass das Finale für Estland immer weiter in die Ferne rückt. Diese Videosequenz fand ich beim Eesti Laul schon komisch, und jetzt funktioniert sie ja offensichtlich nicht mal richtig. Dazu kommen noch Victors eingeschränkte gesangliche Fähigkeiten.

  7. Uhhh, ein Hauch von Antipathie durchweht die Kommentarspalte. 🙂

    Diejenigen, die das mochten – meist ESC-fremde Frauen zwischen 40 und 70 – hatten sich beim vorspielen an der eingespielten Choreo nicht gestört, gingen beim Song mit und fanden ihn sexy. Wie die Jurys darüber denken? Keine Ahnung. Vermute aber, dass diese Einspieler-Diskussionen im Televoting keine Rolle spielen.

  8. Estland ein schwieriger Fall. Nach Australien und Island stinkt Estland gewaltig ab. Wenn man schrill mag. Oder kommt Estland gerade deshalb gut an. Weil es ein normales Popliedchen ist?

    • Jipp, da bin ich auch sehr gespannt, was sich dann durchsetzt. Australien und Island werden viele nicht mögen, für die wird Estland womöglich der Silberstreifen am Himmel sein. Ich sehe aber Estland noch nicht recht im Finale, aber das wird eh immer schwerer zu prognostizieren sein.

  9. Wenn’s ins Finale kommt, dann nur wegen der Juries. Estland fand ich mal richtig gut im ESC, aber heutzutage kommt von den Balten nix Gescheites.

  10. Ich glaube, daß der Gesang jetzt definitiv nicht mehr vom Band kommt. Falls doch, würden sich die Teilnehmer ins eigene Fleisch schneiden.

  11. Eigentlich müßte da Uku und nicht dieser Exilschwede da auf der Bühne stehen! Das Outfit wirkt wie aus einem Second-Hand-Laden und bei den Journalisten hat Victor auch nicht gerade einen Blumentopf ernten können. Estland wird das Finale klar verpassen.

  12. Meiner Meinung nach ist der Startplatz ein Segen für Estland, das Lied ist gut und seicht genug um gegen das ganze exalzierte rundherum nicht unterzugehen. Victor Crones Gesang könnte ein Stolperstein werden.

  13. Auch wenn der Song aus Estland bestenfalls Durchschnitt ist, nach dem Gejaule und Geschreie davor, wird der Song bestimmt als erfreuliche Wohltat empfunden. Besser kann die Startnummer nicht sein. Wenn er einigermaßen bei Stimme ist, könnte er ins Finale kommen.

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