Erste Probe ÖSTERREICH: Vincent Bueno – Amen

Heute ist nun endlich auch der große Tag, an dem der Österreicher Vincent Bueno die ESC-Bühne in Rotterdam zum ersten Mal betritt. Wie viele der anderen Teilnehmer*innen in diesem Jahr musste er sehr lange auf den Moment warten. Wir sind gespannt, wie er seinen Song „Amen“ hier umsetzen wird.

Nach der Uptempo-Nummer „Alive“ wird es in diesem Jahr deutlich ruhiger. Das offizielle Video zum Song zeigt ihn am Beginn eingesperrt in einem engen Raum. Dann kommt eine schwarzer Rabe und Vincent fasst den Mut die Tür aufzustoßen und ins freie zu gehen. Dort wartet nicht nur das bunte Leben auf ihn, auch der Vogel hat auf einmal ein buntes Federkleid.

Natürlich stellt sich die Frage, ob der Choreograph Marvin Dietmann diese Idee auch für den Bühnenauftritt aufgreift (was einigermaßen naheliegend ist). Zur Überraschung des Autors hat Dietmann am ersten Probentag  mit dem kroatischen Beitrag schon einen Kylie-meets-Friedrichstadtpalast-Auftritt erster Güte kreiert. Etwas ähnlich Durchschlagendes erwarten wir nun auch für Vincent Bueno, Eurer Top 4 der Best Looking Male Artists beim ESC 2021.

Die Mittagspause hier in der Ahoy Arena müsste schon seit ein paar Minuten vorbei sein. Wir hören aber noch nichts aus der Halle, wie es sonst bei der ersten Probe der Fall ist.

Der Auftritt beginnt ruhig mit Blick auf sein Profil. Aus dem Hintergrund wird er sehr hell angestrahlt.

Foto: EBU / Andres Putting

Zusammen mit etwas Nebel sieht man Vincent nur als schwarzen Schatten. Dann fährt die Kamera etwas um ihn herum und man erkennt das Gesicht. Vincent trägt einen schwarzen Gehrock, der am Revers und Saum einen dicken Glitzerstreifen hat.

Foto: EBU / Andres Putting

Zum Refrain leuchten bis in die volle Höhe der Halle Scheinwerfer auf, die ein goldenes Licht machen. Damit wird auch die Enge ausgedrückt in der er sich befindet. Sein Gesicht sieht beim Gesang sehr leidend aus.

Foto: EBU / Andres Putting

In der zweite Strophe wirkt die Stimme noch etwas unsicher. Vincent geht nach vorn, so dass etwas Dynamik zu erkennen ist. Dann spielt er mit der Kamera. Aber alles wirkt sehr getragen.

Foto: EBU / Andres Putting

Zur Brücke wird das Licht wieder goldener und alles heller. Es gibt große und lange Kamerafahrten, bei denen das Licht eingefangen wird, das jetzt aus ganz vielen verschiedenen Quellen kommt.

Foto: EBU / Andres Putting

Zum Schluss wird es noch einmal sehr dunkel. Dann folgt die vollständige goldene Explosion mit viel Gold-Backdrop. Sicher kommt da gleich auch noch Pyro.

Foto: EBU / Andres Putting

Beim zweiten Durchlauf gibt es zum Auftakt etwas weniger Nebel, so dass die Konturen von Vincent besser zu erkennen sind. Vincent hat auf der Bühne ein extra Podium, auf dem er geht. Er nutzt nicht den bestehenden Laufsteg ins Publikum.

Foto: EBU / Andres Putting

Dieses Mal arbeitet er beim Gesang mehr mit dem ganzen Körper.

Foto: EBU / Andres Putting

Benny findet es gut, dass für diesen Auftritt letztlich nur die Scheinwerfer vollumfänglich genutzt werden und nicht alle weiteren technischen Spielereien. Das macht den Beitrag ruhiger, aber auch edel und vor allem nicht so überfrachtet.

Foto: EBU / Andres Putting

Ich kann mich dem durchaus anschließen. Allerdings weiß ich nicht, ob das in der Form so reicht. Es gibt ja durchaus Ähnlichkeiten zu Cesár Sampson. Diese Vibes spüre ich hier allerdings weder beim Lied, noch beim Auftritt. Mit Unterstützung der Jurys kann das aber für das Finale reichen.


40 Kommentare

  1. Vincent ist phantastisch. Vorher hatte ich den Beitrag abgeschrieben, jetzt könnte das zum Jury-Pleaser werden.

    • Aber meinst du nicht, dass Österreich nach so einer Darbietung wie Griechenland untergehen könnte? Sollte er es ins Finale schaffen, dann definitiv nur dank der Jury, aber ich glaube da tatsächlich nicht dran, dass die Juroren es stark genug bewerten.

      • Österreich hat das Pech im starken Semi 2 starten zu müssen. Gerade in Konkurrenz mit den guten Beiträgen aus der Schweiz und Bulgarien. Im schwachen Semi 1 wären die Chancen viel besser.

      • Ich denke wie eccehomo42, dass es eher ein Vorteil ist. Dadurch wirkt der Kontrast besser. Und diejenigen, die mit der ganzen technischen Spielerei Griechenlands nichts anfangen können, empfinden das „auf das Wesentliche“ reduzierte Österreich dann umso erholsamer.

        Ich denke aber auch, dass wenn er es schafft, es an der Jury liegen wird.

  2. Wie? Das macht den Beitrag ruhiger?
    „Amen“ ist sowieso schon langweilig, und dann noch unauffälliger, wenn nur mit Scheinwerfer gearbeitet wird.
    Das kann bei manchen Beiträgen bestimmt sehr hochklassig wirken, aber eben nur wenn der Song stark genug ist.
    Bei Sanna Nielsens „Undo“ hats damals z.B. super geklappt.
    Aber bei Vincent mache ich mir Sorgen, dass er so komplett vergessen wird.

  3. Ich wüsste nicht, wie man das anders inszenieren sollte. Sieht auf jeden Fall gut aus. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass mich der Song überhaupt nicht erreicht und ich mir immer noch nicht vorstellen kann, dass Österreich sich qualifiziert.

  4. Oje, bei den Buchmachern gibt es keine Trendumkehr. Im Gegenteil, Österreich rutscht nach der Probe eher weiter ab.

  5. Der Tourist aus den Alpen, der das Wandern ja gewohnt sein sollte, bricht zur Nordsee auf. Er setzt bei seiner Route nicht wirklich auf eine schöne Landschaft, welche eher kahl und düster ist. Viel mehr legt er den Fokus auf ihn selbst, da man eine gewisse Atmosphäre kreieren möchte. Einzig und allein nutzt der Tourist den Stand der Sonne und seinen Spiegel, um mit gewissen Effekten rumzuspielen. Doch auch diese werden nur reduziert eingesetzt.
    Ob es der Tourist mit seiner unscheinbaren Route in die engere Auswahl des “ Wanderweg des Jahres “ schafft, ist weiterhin fraglich.

  6. Ob das für Österreich reicht ins Finale zu kommen? Da muss er dann im Semi aber stimmlich hervorragend drauf sein, um weiterzukommen.

  7. Also nach den gefühlten 1000 hupfdohlen gefällt mir das richtig….ich hoffe, dass er dank der jury und mir locker legere ins finale einzieht……obwohl ich aus taktischen gründen möglichst wenige balladen im finale möchte.

  8. Die Bilder gefallen mir sehr gut. Vincent sieht auch toll aus in seinem Anzug, viel besser als bei der TV-Präsentation. Ich denke, er wird positiv auffallen.😊

  9. Waaas keine 4 Tänzer?! Hat er den das Fax der EBU nicht gelesen, in dem stand, dass das Pflicht sei?! :O
    Scherz beiseite. Das sieht gut aus, ja, ähnlich wie bei Cesar damals. Wird er damit eventuell auch einen dritten Platz erreichen? Nö. Zum einen hat Vincent nicht das Charisma eines C.S., und das sage ich, obwohl ich ihn mag. Und zum anderen ist der Song leider nicht ganz so mitreißend wie „Nobody But You“. Das wirkt alles gut, mal nicht überfrachtet, aber auch nicht komplett öde. Aber erreichen tut mich das minder. Der Finaleinzug ist nicht unmöglich, aber höchstens mit Juryunterstützung möglich.

  10. Tolles Outfit und bei Pyro bin ich auch immer dabei. Und der Song gefällt mir immer besser.
    Aber wo ist denn der Rabe aus dem Video? Das wäre cool! Als Animation, als LED, als Statue zum Ansingen oder von mir aus wie Nathans Mond als große Figur, auf der Vincent sitzt und die dann mit Seilen nach oben gezogen wird und Vincent fliegt davon. DAS wäre ein Hingucker 😍🙈😂

  11. Das ist wirklich eine angenehme Abwechslung, wie gewünscht. Ich glaube bei Österreich an ein Ergebnis ähnlich wie 2017. MIt einem recht guten Juryvoting und einem schwachen Televote ins Finale und dort rund um Platz 15.

  12. Auch bei mir auf dem aufsteigenden Ast, das ist eine sehr angenehme Perfomance. Könnte in der Tat dank der Jury der Überraschungsfinalist sein.

  13. Das Problem ist, es sind viele ruhige Nummern dabei. Und die meisten Acts werden gelobt. Aber kommen Österreich, Bulgarien, Albanien oder Portugal alle ins Finale. Nicht zu vergessen die Schweiz.

  14. Auf den Bildern und Ausschnitten wirkt die Inszenierung auf mich eher langweilig. Aber wie immer, ohne Schnitte und Close-Ups schlecht zu beurteilen.

    Eine Frage an die Blogger: wisst ihr, wozu dieser Extra-Laufsteg gut sein soll? Die paar Schritte hätte Vincent doch auf der eigentlichen Bühne auch machen können, oder?

    Für mich sieht es im Moment nach etwas langweiligem Lied mit etwas langweiliger Inszenierung und folglich keinem Finale aus.

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