Es geht wieder los: Die ESC-Saison 2022 beginnt heute

Si comincia! Die „Zeit zwischen den ESCs“ hat ein Ende: Heute beginnt offiziell die ESC-Saison 2022. Alle Lieder, die von nun an veröffentlicht werden, können wir theoretisch im Mai auf der Bühne in Italien erleben.

Passend zum ESC-Auftakt steht die Bekanntgabe des Austragungsorts des nächstjährigen Eurovision Songs Contests unmittelbar bevor (vorgestern war es offensichtlich noch nicht soweit). Im „This Month“-Video von eurovision.tv heißt es am Schluss: „See you in September with more news on the 2022 host city race“. Und auch das Austragungsdatum werden wir wahrscheinlich in Kürze erfahren.

Vor uns liegen sicherlich viele spannende Monate, in denen hoffentlich auch wieder deutlich mehr „ESC-Normalität“ ohne allzu große Coronaeinschränkungen herrschen wird. Nachdem in der letzten Saison viele Künstler wiedernominiert wurden und so die Anzahl der Vorentscheidungen deutlich zusammengeschrumpft war, steht uns voraussichtlich wieder eine vielfältige Vorentscheidungssaison bevor. Erste Neuigkeiten aus einzelnen Ländern gibt es bereits! So wurde beispielsweise bekannt gegeben, dass der „Norsk Melodi Grand Prix“ in Norwegen wieder fünf Halbfinals haben wird, das Datum des „Dansk Melodi Grand Prix“ und von „Eurovision – Australia Decides“ wurde veröffentlicht und in vielen Ländern können aktuell oder bald Songs eingereicht werden, z.B. startet in Tschechien die Einreichperiode Mitte September; in der Schweiz ist es ab heute soweit.

Und im Mai erwarten uns dann wünschenswerterweise wieder Shows in einer mit italienischen und internationalen Fans gefüllten Halle, die Möglichkeit für alle wieder live vor Ort dabei zu sein und im Euroclub zu feiern, genauso wie zu Hause wieder in größeren Kreis vor dem Fernseher oder bei einem Public Viewing den ESC zu schauen.

Bis es „so richtig losgeht“, müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden. Zu vermuten ist, dass in guter alter Tradition Albanien mit dem „Festivali i Këngës“ die Vorentscheidungssaison kurz vor Weihnachten einläuten wird und wir so Ende Dezember den ersten Beitrag des ESC 2022 kennen werden. Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders und ein direkt nominierter Song wird zuvor veröffentlicht.

Freut Ihr Euch auf die neue ESC-Saison? Auf welchen Vorentscheid seid ihr besonders gespannt?


22 Kommentare

  1. Ich freue mich auf die neue Saison. Es werden viel mehr VE geben das heist mehr neue Songs kennen lernen und das freut einfach. Natürlich bin ich wieder ganz gespannt auf den VE aus Lutauen. Wird Gabrielius wieder dabei sein und wie wird er abschneiden? Hier nochmal sein neues Lied das schon mal vielversprechend ist.

    https://youtu.be/45btQLkYIrg

    Viel Spaß euch allen für die neue Saison

  2. Aktuell freue ich mich am meisten auf San Remo, das FdC und den französischen Vorentscheid mit diesem lächerlich langen und irgendwie auch peinlichen Namen, zum einen wegen der Qualität der Beiträge, zum anderen aber auch, weil Vorentscheide ganz einfach mehr Freude machen, wenn man die Sprache versteht.

    Eesti laul und das Melodifestivalen sind ja leider nicht mehr das, was sie mal waren, aber vielleicht geht es mit dem MF nach dem Rücktritt von Herrn Björkman, dessen Ansatz sich in den letzten Jahren totgelaufen hatte, wieder bergauf. In der Ukraine müssen wir abwarten, wie der Vidbir-Nachfolger wird. Ich hoffe, dass die exzellente musikalische Qualität, die wir seit 2016 kennen, auch in das neue Format gerettet werden kann.

    Und dann mein geliebtes Malta (nicht beim ESC, aber sonst …). Dort kehrt man ja auch zu einem Vorentscheid zurück. Ich empfehle weniger Titel als in den letzten Vorentscheiden, weil da doch immer sehr viel Schwaches oder gar Peinliches dabei war, was nicht überrascht, wenn man die kleine Musikszene auf den Inseln in Betracht zieht. Für Malta wünsche ich mir mal was in maltesischer Sprache, z. B. Corazon Mizzi:

    • Bei Malta ist die Rückkehr zum Vorentscheid noch nicht sicher. Es kann gut sein, daß es wieder die Castingshow The X Factor für die Teilnehmersuche genutzt wird.

  3. Ich würde mir wünschen, dass der esc wieder ein songcontest wird und nicht die sozialen medien ausschlaggebend sind, wer gewinnt. Ich persönlich kann auch gut darauf verzichten, dass die esc-songs unbedingt hitparadenrelevant sein müssen..mir hat der esc immer so gefallen gerade weil es nicht musik ist, die überall hoch und runter läuft.

    • wieder ein songcontest wird und nicht die sozialen medien ausschlaggebend sind

      der ESC war nie „ein“ songcontest.
      Der hat natürlich immer ein bestimmtes Publikum angesprochen, das mit den Jahren sich geändert hat, so oder so.
      Dem Festival di Sanremo ging es genau so. Jahrelang wurde der Festival von einem bestimmten „Markt“ dominiert (ich sage mal ein bisschen verallgemeinend und ungenau: „Schlager“). Das hat eine Weile funktioniert, auch wenn manchmal mit komischem Ausgang.

      Z.B. 1983: Tiziana Rivale gewinnt mit „Sarä quel che sarä“, Vasco Rossi wird Vorletzter mit „Vita spericolata“. Heute kennt jeder Italiener „Vita spericolata“ und kein Mensch erinnert sich mehr an Tiziana.

      Wer kann entscheiden, welche Lieder (Songs) beim ESC (oder Festival di Sanremo) gespielt werden dürfen? Keiner. Nur der Markt, ob wir das mögen oder nicht, kann das beeinflussen.

      Aber ich kann das Problem sehr gut verstehen. Falls es beim Karneval die anscheindend lustige hochdeutsche Schlager wieder gespielt würden (so ein bisschen wie in den 80er-90er, Apres-Ski-Party-mässig), dann würde ich nicht mehr Fastelovend feiern. 🙂

  4. Ich würde mich freuen, wenn es wieder einen öffentlichen deutschen Vorentscheid geben würde. Das mit den 2 Jurys und alles hinter verschlossenen Türen, hat ja rein gar nix gebracht.

  5. Dass der Austragungsort am Montag nun doch nicht verkündet wurde, erinnert mich an den Kommentar von Douze Points vom 1. Februar 2020, als der NDR seine Deadline nicht einhielt. Doch nur wenig später kam man doch noch mit Informationen nach. Das gilt jetzt hoffentlich auch für den Austragungsort. Und für den deutschen VE erhoffe ich mir auch mehr Details. Außerdem freue ich mich, dass es keine halbgare VE-Saison mehr gibt, wo die Hälfte der Teilnehmenden schon ein Jahr im Voraus feststehen. Und was ich mir auch wünsche: Dass sich in nächster Zeit nicht alles nur um Maneskin dreht, sondern dass andere ESC-Teilnehmende auch noch ihre verdiente Aufmerksamkeit bekommen werden. Bei Barbara Pravi kann ich es mir etwa vorstellen, dass sie beim JESC in Paris auftreten wird. Und wem ich auch noch alles Gute für ihre Karriere wünsche: Luka Cruysberghs, Ex-Sängerin von Hooverphonic. Kürzlich erzählte sie in einer Doku im belgischen Fernsehen, wie sie per Videocall ausgebootet wurde. Ein Soloalbum von ihr steht auch schon in den Startlöchern. Ich drück ihr die Daumen! Und uns natürlich auch, dass der Italien-Fluch beendet werden kann. Bei den ESC-Ausgaben 1965 und 1991 war unsere Nation nämlich nicht besonders erfolgreich…

  6. Ich bin schon gespannt ob die Türkei und Marokko zurückkehren und ob Irland einen öffentlichen Vorentscheid macht für dieses Jahr.

  7. Dieses Jahr kann man sich jetzt endlich wieder vom Anfang an der ESC-Saison (also ab heute) auf diese freuen! Letztes Jahr um die Zeit wusste man ja, aufgrund von Corona, noch überhaupt nicht ob der ESC 2021 stattfinden kann und vor allem, wie er stattfinden kann. Man wusste noch nicht einmal wann ein Impfstoff verfügbar sein könnte und ob überhaupt einer wirkt (dies wurde ja erst im November 2020 bekannt gegeben). Deswegen war wohl letztes Jahr um die Zeit die Vorfreude bei einigen etwas getrübt.
    Aber dieses Jahr jetzt endlich wieder Vorfreude pur! 🙂

    Und alle die nicht bis zum „Festivali i Këngës“ warten können, darf ich den JuniorESC ans Herz legen und diesen ein wenig mit seinen Vorentscheiden zu verfolgen. Die deutsche Vorentscheidung ist übrigens nächste Woche Freitag.
    Außerdem soll es diesen Herbst auch noch die neue „The Masked Singer“-Staffel geben, dieses mal endlich samstags und nicht dienstags. Vielleicht ist auch dort wieder der ein oder andere ESC-(Vorentscheid)-Künstler mit dabei.

  8. bei lasse ist doch immer saison! 😀
    momentan bin ich wieder ziemlich auf dem ethnomusiktrip – SCC 2020 platz 3 (hier gestern bei der vergeblichen! break me suche entdeckt) hat mich bei youtube u.a. nach bollywood geführt.
    faszinierende songperle mit hypnotischer wirkung anno 1975 vom (inflationsbereinigt) erfolgreichsten bollywoodfilm aller zeiten – genre „currywestern“ mit wie man so liest einem richtig guten schurken.
    das bollywood bei den alten schinken auch gutes 1080p inkl. topton kann,habe ich auch noch nicht gewußt.

  9. Neuigkeiten aus Finnland, dem Land der 1000 Seen und Saunen! Seit heute dürfen Wettbewerbsbeiträge für den nationalen Vorentscheid Uuden Musiikin Kilpailu (UMK) eingereicht werden:

    https://eurovoix.com/2021/09/01/finland-switzerland-eurovision-2022-song-submissions/

    Die Autoren haben dafür allerdings leider sehr wenig Zeit, denn der Einsendeschluß ist nämlich schon der 6. September 2021.

    Seit heute dürfen auch in der Schweiz Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden, im Gegensatz zu Finnland haben die Autoren aber bis zum 15. September Zeit.

    • Wenn es so kurze Bewerbungsfenster gibt, wie aktuell in Finnland, dann wird dies aber Wochen/Monate vorher schon angekündigt. Das heißt also nicht, dass die Songautoren jetzt innerhalb von ein paar Tagen einen Song schreiben müssen, sondern sie hatten davor schon Zeit. Finnland hat nämlich bereits am 24. Mai -und damit nur 2 Tage nach dem ESC 2021- die Regeln für „UMK 2022“ veröffentlicht und dabei auch gleich das Bewerbungfenster (1. – 6. September) bekannt gegeben. Die Songwriter hatten also seit 24. Mai ausreichend (über 3 Monate) Zeit einen Song zu schreiben. 🙂
      https://eurovoix.com/2021/05/24/rules-umk-2022/

  10. Nächstes Jahr sieht es so aus, daß das Melodifestivalen wieder in unterschiedlichen Städten ausgetragen werden wird. Die Produzentin der Show, Karin Gunnarson, hat das angedeutet:

    https://eurovoix.com/2021/09/01/svt-planning-tour-melodifestivalen-2022/

    Der Produzent des estnischen ESC-Vorentscheides Eesti Laul, Tomi Rahula, hat im Fernsehsender ETV, der auch für den ESC verantwortlich ist, verlauten lassen, daß es im kommenden Jahr eine Reform des Formates geben wird:

    https://eurovoix.com/2021/09/01/quarterfinals-introduced-for-eesti-laul-2022/

    Es gibt – ähnlich dem Melodifestivalen – vier Shows mit je zehn Wettbewerbsbeiträgen, aus denen sich die jeweils fünf besten für das Halbfinale qualifizieren. In den beiden Halbfinalshows treten dann jeweils zehn Wettbewerbsbeiträge an, von denen dann die besten Fünf das Finale erreichen. Das bedeutet, daß wir nächstes Jahr beim Lesergame SCC eine noch größere Auswahl haben werden. Die genauen Regeln für das runderneuerte Eesti Laul werden morgen offiziell präsentiert.

  11. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das ESC-Bruttosozialprodukt… mal sehen, wen der NDR nächstes Jahr in die Höhle der Löwen schickt und den Löwen zum Fressen vorwirft.

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