ESC 2020 in der Elbphilharmonie: Etwa so hätte Ben Dolic „Violent Thing“ in Rotterdam präsentiert

Das deutsche Finale des Eurovision Song Contest 2020, das gestern Abend in der ARD live aus der Elbphilharmonie übertragen wurde, bot offensichtlich das auf, war zu Corona-Zeiten machbar ist, ohne die Hygienevorschriften zu verletzen. Insofern ist aus Fan-Perspektive der ARD und den Künstlern zu danken, die nach Hamburg gefahren und dort vor leeren Rängen aufgetreten sind.

Obwohl der für Rotterdam geplante deutsche Vertreter Ben Dolic außerhalb des Wettbewerbs startete, gab es doch erhebliche Erwartungen in Bezug auf seinen Auftritt. Immerhin war angekündigt worden, dass man für die Show in Rotterdam den bekannten Choreographen Marty Kudelka verpflichtet hatte und sich der Auftritt in Hamburg nun im Rahmen der Möglichkeiten daran orientieren sollte. Außerdem war der Künstler selbst voll im Leitungsmodus und hatte sich intensiv auf die Sendung vorbereitet (siehe Instagram-Post).

Zunächst zum Äußeren: Ob man es mag oder nicht – Ben Dolic ist ausgesprochen trendbewusst, auch wenn das die breite Masse überfordern mag. Als er sich bei der Songpräsentation im Februar mit einem „Topfschnitt“ präsentierte, war der Aufschrei groß. Und auch beim Outfit läuft er eher vor als mit dem Mainstream. Gestern trug er also ein schwarzes Shirt, eine hellgraue Hochwasser-Stoffhose mit tiefem Schritt, schwarze Schuhe und darüber eine Bomberjacke, die zwar groß war, in der er aber nicht so verloren wirkte wie im letzten Jahr der Belgier Eliot Vassamillet. Zu seinem Song war Ben also durchaus authentisch gekleidet.

Er begann seinen Auftritt allein auf der Bühne in dunkler, blau-lila Beleuchtung, die Clubatmosphäre vermitteln sollte. Dann kam der riesige Screen zum Einsatz, auf dem wiederum viele kleine Bildschirme zum Teil mit seinem Video des Songs zu sehen waren. Mit dieser Bildschirmwand bzw. einzelnen Screens darauf interagierte Ben dann im Laufe des Auftritts und zeigt dabei mehrfach der Kamera den Rücken.

Hier zeigte sich vermutlich schon ein wesentlicher Unterschied zu Rotterdam. Denn dort sollte es halbtransparente Screens geben, auf denen das sicher beeindruckender ausgesehen hätte (auch wenn wir das so ähnlich schon mal bei Dami In 2016 erlebt haben). Außerdem waren natürlich die Kamerawinkel in der Elbphilharmonie eingeschränkt, so dass es zu den mehrfachen Rückenaufnahmen von Ben kam.

Zum Refrain tauchten dann schließlich auch die angekündigten Tänzer*innen auf. Deren Outfits waren zwar nicht ganz so aus der Zeit gefallen wie bei ähnlichen ESC-Ansätzen von Ralph Siegel für San Marino oder bei Bojana Stamenov 2015 für Serbien. Aber so richtig clubbig war das nicht. Außerdem hätte man sich gewünscht, dass Ben zumindest einzelne Teile der Choreographie der Tänzer in seine Bewegung übernimmt und so die Brücke zu ihnen herstellt. Dann wäre vielleicht auch die Idee des Auftritts klarer geworden, nämlich dass er mit einer der Tänzerinnen anbandelt.

Musikalisch hatte Ben vermutlich vor allem mit der Situation in der leeren Halle zu kämpfen. Da hätte ihn die Masse in der Ahoy Arena in Rotterdam sicher besser getragen. Und etwas mehr Wumms/Bass hätte der Nummer auch nicht geschadet; zumindest wirkte es am Fernseher so. Der Gesang war in Ordnung, auch wenn es einmal einen Aussetzer gab und die backing Vocals sehr deutlich zu hören waren. Auch der hohe Ton saß, so weit man das hören konnte.

Der Auftritt war sicher nicht die Innovation – und wäre es auch in Rotterdam nicht gewesen. Das grundsätzliche Konzept erschien aber schlüssig und hätte bei passender Performance von Ben auch gut ankommen können.

Wir reden um 16 Uhr auch in unserem Rückblick auf YouTube über den Auftritt von Ben Dolic. Dafür wollen wir von Euch wissen, wie Ihr den Auftritt von Ben Dolic fandet. Stimmt hier mit ab und kommentiert gern unter dem Artikel. Außerdem wollen wir auch noch von Euch wissen, ob Ihr den Sänger für den geeigneten Kandidaten für das nächste Jahr haltet.

Wie hat Dir der Auftritt von Ben Dolic mit "Violent Thing" in der Elbphilharmonie gefallen?

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Soll Ben Dolic beim ESC 2021 wieder für Deutschland antreten?

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90 Kommentare

  1. Ein sehr wohlwollender Kommentar, lieber Doute Points. Mir gefiel der Auftritt gar nicht. Das war eher Dorfdisco.

  2. Am Ende von ‚Europe Shine A Light‘ wurde für Bens Auftritt folgendes Votingergebnis verkündet:

    12 Punkte: 44,2 %
    10 Punkte: 15,4 %
    8 Punkte: 7,8 %
    7 Punkte: 6,1 %
    6 Punkte: 2,9 %
    5 Punkte: 3,1 %
    4 Punkte: 6,0 %
    3 Punkte: 2,7 %
    2 Punkte: 1,5 %
    1 Punkt: 10,3 %

      • Wahrscheinlich wollte der NDR checken, wie Bens Song bei Leuten, die bereit sind anzurufen, jetzt schlussendlich ankommt, um dann zu schauen, ob er nächstes Jahr fährt.
        Ich glaube, Ben Dolic hatte das in seinem Call mit NikkiTutorials angekündigt.

      • Na ja, es werden primär Leute angerufen haben, die den Song gut finden – warum Leute anrufen, um zB zu sagen „2 Punkte“ wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    • Wie viele haben denn da angerufen bzw. mitgemacht? Man kann da auch fragen: Nur 44,2 Prozent fanden den Auftritt 12 Punkte wert? Der Auftritt sah aber auch leider ziemlich amateurhaft aus. Deutschland kann einfach nicht Performance!

      • Das Team dahinter kann’s nicht so recht, glaube ich. Man sollte es mal mit einem etwas selbstständigeren Künstler, der seine eigenen Ideen hat und umsetzen kann, probieren. Ich habe wirklich nichts gegen Ben, er hat eine interessante Stimme und ist mir total sympathisch, aber auf der Bühne wirkt er leider noch unsicher und unerfahren.

  3. Ich bringe mal schnell meinen Kommentar unter, bevor die große Kritik kommt xD

    Ich fand den Auftritt ok bis gut. Wahrscheinlich nicht gut genug, aber auch keine Katastrophe. Ich denke, man muss auch verschiedene Dinge differenzieren. Solche Aspekte wie die Kameraführung oder die Interaktion mit dem Screen hätten auf der großen Bühne in Rotterdam mit Sicherheit ganz anders ausgesehen. Bei den Möglichkeiten in der Elphi hätte es vermutlich einer anderen Inszenierung bedarft, aber man wollte uns ja gerne das geplante Konzept präsentieren.

    Stimmlich fand ich es auch recht gut, weil der Song nicht leicht zu singen ist.

    Aber was natürlich auch stimmt, ist das er das ganze irgendwie nicht wirklich rübergebracht hat. Die wenigen, einstudierten Choreo-Elemente wirkten extrem aufgesetzt und unglaubwürdig und er sah extrem verloren aus in der großen Jacke. Also performancemäßig hätte da wirklich mehr kommen müssen und so wirklich passt der Song nicht zu ihm. Die Stimme schon irgendwie, aber nicht sein Charakter.

    Was mir aber wichtig ist: Man kann ihm deswegen keine grundsätzliche Bühnenpräsenz bzw. Charisma absprechen. Wenn man sich seine The Voice Auftritte anguckt (v.a. Stay) kommt da ganz viel rüber und er sieht viel authentischer aus und sehr souverän und besonders. Wahrscheinlich liegen im die langsamen Sachen einfach besser. Michael Schulte fand ich in der Elphi z.B. auch wieder sehr berührend mit YLMWA, und dann igrendwie albern und unpassend als er bei seinem aktuellen Lied rumtanzte. Und bei ihm ist definitiv ganz viel rüberkommen in Lissabon.

    Sprich: Ich lehne es entschieden ab, Ben für nächstes Jahr wegen dem Auftritt jetzt nicht mehr nominieren zu wollen. Wenn man nächstes Jahr z.B. in eine ruhigere Richtung geht, kann ich mir immer noch eine spektakuläre Performance vorstellen. Gerne auch mit einem anderen Styling, denn die Frisur steht ihm meiner Meinung nach nicht wirklich.

  4. Mir hat der Auftritt nicht zugesagt, da ist noch viel Luft nach oben. Aber wie an anderer Stelle schon erwähnt, kann man an der Ausstrahlung noch arbeiten. Deshalb wäre ich dafür, wenn Ben eine neue Chance erhält, dann aber mit einem besseren Song.

  5. Viele Fans schienen enttäuscht von der gestrigen Performance gewesen zu sein. Hier muss jedoch berücksichtigt werden dass Bens Performance nie 1:1 genau so auf die Bühne in Rotterdam übertragen wäre. Vielmehr wurde sie an die gestrigen Gegebenheiten angepasst.

    Der Song ist und bleibt gut und wäre Top 10 Material gewesen. Wie die Umsetzung letztendlich auf der Bühne gewesen wäre, werden wir wohl nie erfahren 🤷‍♂️

  6. Kleine gesangstechnische Anmerkung: Es gab nicht einen „Aussetzer“ bei Bens Vortrag, an dieser Stelle hätten die Backings planmäßig kurz übernehmen sollen, da dies in einem Atemzug schwer zu singen ist. Das liegt an der Anschlussstelle zum nächsten Songpart, bei dem sich die Leadvocals für einen Sekundenbruchteil überlagern sollen.
    Weil es keine Live-Backing-Vocals gab, ist das besonders ungut aufgefallen.
    Ein ähnliches Problem gab’s letztes Jahr bei Tamtas „Replay“, da war der Hintergrundchor zu leise abgemischt. Viele dachten deshalb, Tamta hätte einen Texthänger gehabt.

      • Hallo @inga. Bitte entschuldige, ich hatte dein Reply nicht gesehen. Bei Tamta ist es genau diese Stelle bei 2,44. Wie bei Ben gibt es da in der Studiofassung einen sog. Overdub, da wurden zwei Gesangsspuren übereinandergelegt. Denn die Gesangslinie überlappt sich um einen Sekundenbruchteil und (!) es gibt einen kleinen Key Change. So was kann man live unmöglich singen, ohne dass die Backgroundsänger*innen einspringen.
        Auch Ben & Tan hatten in der Elphi mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, da wurde deshalb zwei- dreimal ein Konsonant nicht gesungen, um dann in der Gesangslinie normal weitermachen zu können.

  7. Ich bin völlig anderer Meinung als Douze Points – der Auftritt war beschämend.
    Ben Dolic ist ein guter Sänger, die Stimmfarbe mag man oder eben nicht, ich persönlich konnte sie aushalten. Leider konnte er gestern insbesondere in den tieferen Lagen keineswegs überzeugen.
    Das Outfit war eine Katastrophe! In welchem Universum der von DP erwähnte „Topfschnitt“ Trend sein soll, muss DP unbedingt noch verraten. Auch die Kleidung hätte deutlich mehr Style vertragen, aber damit hätte ich noch am ehesten leben können.
    Das Staging war aber wirklich das Allerallerschlimmste was dem geneigten ESC-Zuschauer seit Levina zugemutet wurde und demonstriert eindrucksvoll, dass der NDR einen vielversprechenden, in vielen Ländern hoch gewetteten Titel noch mit Anlauf an die Wand fahren kann. Der Song lebt von seiner Dynamik und seiner Tanzbarkeit und Ben hat nichts davon transportiert. Die Tänzer*innen wirkte total gestrig und erinnerten absolut an alte Siegel-Klassiker. Es ist mir unbegreiflich, warum man Ben nicht nahegelegt hat, etwas mehr für den Auftritt zu trainieren. Ohne Tanzen des Interpreten funktioniert der Song einfach nicht.
    So wäre das in Rotterdam niemals etwas geworden!

    • „Die Tänzer*innen … erinnerten absolut an alte Siegel-Klassiker“

      Hey, das klingt ja sehr verheißungsvoll, vielleicht schaue ich mir nachher doch mal seinen Auftritt an 🙂

    • Ich bin wirklich genau deiner Meinung. Der Song und das Video sind klasse, aber der Auftritt gestern war grottig. Jeder TVoG-Auftritt von ihm war besser.

    • Triple A Analyse… das größte Armutszeugnis ist jedoch all denjenigen auszustellen, die in Verantwortung stehend das offene Messer zum x-ten Mal nicht erkannt haben, in das man auch nun wieder gerannt wäre. Die wenigen Möglichkeiten, die der eingeschlagene Weg spärlicherweise bietet, werden zudem fahrlässig verschleudert. Abschreckender geht’s nimmer, Leidtragende sind die, die auf der Bühne stehen, die Verursacher winden sich raus. Noch besteht die Chance, nicht kolleteralgeschädigt das Deponieschicksal der vielen ausgedienten NDR-Mohre teilen zu müssen. Eine Liaison mit Boris Milanov ohne ESC wäre vielleicht ratsamer. Think about things, Ben….

  8. Ich bin absolut dafür das Ben Dolic im nächsten Jahr für Deutschland wieder antritt, er kann nix dafür das die EBU den ESC abgesagt hat. Er sollte diese zweite Chance bekommen. Punkt. Der Auftritt gestern, war der bestmögliche unter den gegeben Umständen. Der hätte unter normalen Umständen in Rotterdam doch ganz anders ausgesehen. Rückschlüsse auf ein Platzierung lässt der Auftritt nicht zu. Auch wenn vielleicht der Auftritt nicht ganz optimal war, er hat eine zweite Chance trotzdem verdient. Alles andere wäre unfair.

    • Ja, was den Auftritt betrifft. Mit Visual Effects und mit dynamischem Steadycams, die Ben viel näher kommen, hätte auch die Bühne nicht so entvölkert gewirkt. Sah ja bei Michela 2019 auch ganz gut aus, von ihrem Gesichtsausdruck abgesehen, der größtmögliches Unbehagen nahelegte.

    • Wie DU, ich wiederhole, DU (!) plädierst für eine neuerliche Direktnominierung und erneut keinen VE? Jörgi….was hast Du geraucht? Plötzlich so milde….ich kann es nicht glauben, nachdem wie Du Dich über die Absage eines dt. Ve`s hier ausgekotzt hattest ***staun***

  9. Ojeojeoje …
    Da ich allerdings finde, dass alle 2020-Künstler nächstes Jahr eine zweite Chance bekommen sollten, gilt das natürlich auch für Ben.

  10. Irgendwie kam Ben da das „Glück“ zur Hilfe dass der ESC abgesagt wurde. So blieb ihm eine böse Niederlage erspart. So sehr ich den Song auch mag, aber das war nix. Die Klamotten okay. Kann man machen, passt zum Song und spricht die Zielgruppe des Songs an. Aber das war es auch schon. Stimmlich oh weh, aber ganz schlimm die „Performance“. Da passte nichts, leider gar nix. Und das was Ben zu dem Song fehlt, ne abgebrühte Rampensau zu sein, das hätte man ihn auch nicht antrainieren können.

  11. Mir gefällt der Song an sich immer noch- aber wie man solch eine Inszenierung dem Publikum antun kann, ist mir ein Rätsel! Gewiss: In Rotterdam wären die Bedingungen besser gewesen. Aber so einen teuren Choreografen zu engagieren und dann kommen solche lächerliche Bewegungen raus, das geht gar nicht. Styling ebenso. Der NDR weiß anscheinend immer noch nicht, dass beim ESC das Auge einen weit größeren Einfluss hat. Schade, dass aus der eigentlich tollen Nummer eine Lachnummer geworden ist…

  12. Gerne wiederhole ich meinen Eindruck vom Auftritt:
    – Dorfdisko
    – Karaoke
    – im trendigen Topfschnitt mit langweiligen Outfit
    – das Video auf einer Leinwand zu zeigen ist total kreativ(los)

    Das wirkte alles so halbgar und hilflos.
    Ein Nichts von Inszenierung.

    Erinnerte stark an die ersten Auftrittsversuche von Elaiza, bevor man dann alles umgeworfen hat, und da ist es am Ende hinteres Drittel geworden.

    Am lustigsten waren damals die andauernden Beschwörungen von Seiten der Verantwortlichen, dass man radikal alles geändert hätte und und und. Wie man sich doch irren kann.

    Irgendwie erinnern mich hier die Kommentare im Sinne von „das Beste draus gemacht“ daran: Zauberformeln zur Selbstbeschwichtigung helfen hier leider auch nicht weiter.

    • Kannst du bitte dieses Dauergenörgel lassen? Es war unter den Umständen der bestmögliche Auftritt. Außerdem das deutsche Publikum würde ihn zu 44,2% 12 Punkte geben, also ist deine Kritik irrelevant.

      • Ich habe mich hier seit einiger Zeit extrem zurück gehalten, nur ein paar Gedanken :

        Ich habe mit Absicht gestern nichts, auch rein gar nichts von den Ersatz – Angeboten mir reingezogen. Ich habe alte Jahrgänge konsumiert. Es kann keiner was dafür, aber es konnte ja nur in die Hose gehen. Dieses elend was ich mir heute im schnelldurchlauf gegeben habe, vollkatastrophe. Diese Häme die shine a light abbekommt ist zwar berechtigt, free esc und Schreibers Barbara show waren aber keinen deut besser. Dies war aber absehbar, corona und die idee des esc sind nun mal völlig konträr.

        Ben hatte einen Auftritt bei dem man sich beinah die SISTER!S zurück wünschen würde, dady und the roop waren aber auch nicht viel besser. Dennoch, sie hatten zumindest eine gewisse eloquenz, Ben ist so völlig nichtssagend, mag der Song sein wie er will.

  13. Tja, nur leider war diese Abstimmung in keinster Weise repräsentativ. Zudem gab es beim FESC wesentlich interessantere Auftritte.

    • Der Fake-ESC? Das war doch das lächerlichste überhaupt an diesem Abend. Mit so tollen Ländern wie der Mond. Das war doch eine ziemlich billig gemachte Kopie vom richtigen ESC ohne Sinn und Verstand. Der Gipfel der Verarschung war als Helge Schneider für Deutschland auftrat. Was sollte der Schwachsinn mit dem Mond? Nur weil man unbedingt noch Max Mutzke drinn haben wollte. Ben Dolic hatte mehr Stimme als alle Acts vom Fake-ESC zusammen.

      • Sorry, gegen Max Mutzke stinkt doch Ben Dolic total ab. Sieger Nico Santos hat bewiesen, was eine „Rampensau“ ist (und er war definitiv nicht mein Favorit). Zudem wurde konnte man hören, wie vielseitig die deutsche Musikszene ist (die Länderflaggen hätte mah gerne weglassen können). Bei ESC gibt es fast immer nur Retortensongs von ausländischen Autoren zu hören. Sorry, da habe ich nunmal eine andere Vorstellung.

      • Helge war wie immer genial ! Ich singe „Forever at home“ schon den ganzen Tag vor mich hin. Das wird die Hymne des Sommers.

      • Hä? Beim fesc wäre ben aber komplett abgestunken. Ich fand den astronaut fabelhaft

  14. Es hieß in einem ESCkompakt Artikel „…In diesem Jahr nun hat der NDR angekündigt, nicht nur viel Zeit und Geld in die Auswahl des Beitrags zu investieren, sondern auch in die Umsetzung des Songs auf der Bühne. In diesem Zusammenhang sprach der neue ESC-Teamchef Christian Blenker schon von einer „Wahnsinns-Inszenierung“…“

    Wir, die ESC-Fans, haben gespannt auf die Performance Ben Dolic zum Lied „Violent Thing“ geschaut. Der renommierten Choreograph Marty Kudelka wurde verpflichtet und ist für diese Darstellung verantwortlich. Nicht Ben!

    Ich bin Theaterpädagoge, habe selbst u.a. Regie geführt und weiß was wie man Szenen und Performance aufbaut und darstellt. Es gibt einfache Grundlage, die jeder beherrschen muss, der auf einer Bühne vorm Publikum steht. Es fehlte Ben an Selbstbewusstsein, Dynamik, Energie, innere Anspannung und Kraft. Ich habe ihm deutlich angesehen, dass er seine Performance rein technisch durchgegangen ist. Gefühlt hat er nichts. Seine Konzentration lag bei den Gängen und Bewegungen. Sie müssen aber scheinbar aus dem herauskommen. Mit Ben und den Tänzern würde nicht genügend gearbeitet. Das alles war unsauber und unenergetisch.

    Ben ist ein hervorragender Sänger, aber kein Tänzer bzw. mit Bewegungen hat er seine Defizite, an deren man gut arbeiten kann, dass muss Mister Kudelka doch wissen.

    Ich gebe Ben die Chance für 2021 sich gut vorzubereiten. Beim „Fernsehgarten im ZDF“ hat er doch bewiesen, dass er es kann!

  15. Auch ich muss mich hier anschließen, dass der Auftritt eher nix war. Für diesen Song braucht man wirklich einen anderen Interpreten mit weitaus coolerer Ausstrahlung. Für jemand wie Vincent Bueno z.B. wäre das Lied ideal. Die sehr freundliche Besprechung hier erinnert mich ein wenig an „…aber Levina hatte doch so ein schönes silbernes Kleid an…“

  16. Mag sein, daß die Kleidung trendy ist. Ich fand sie eher zusammengesammelt wie vom Wühltisch aus dem second-Hand-Laden.
    Alles in allem war das eine sehr durschschnittliche Leistung.

    Von meiner Anfangseuphorie („Ben ist das Maß aller Dinge“) ist nichts mehr geblieben.

  17. Ich glaube, dass die ESC-Fans hier vergessen haben, dass das eine Ersatzsendung war und den Auftritt so bewerten, als wäre er gestern live in Rotterdam beim echten ESC präsentiert worden. LEUTE! Das war eine Notlösung-Show und es ging nicht darum, eine abgefahrene Show zu liefern, sondern dass Ben Dolic überhaupt einmal singen darf. Dazu ist er außer Konkurrenz aufgetreten und die Auftritte von Dänemark, Island und Litauen waren auch keine Megashows.
    Beim Haupt-ESC haben die Länder mindestens 12 Proben und bereiten sich monatelang vorher vor. Corona hat alles ruiniert, Ben konnte nirgendwo Erfahrungen sammeln und es gab – wenn überhaupt – nur eine oder zwei statt zwölf (!) Proben und das ohne Crew. Dass ich das extra noch schreiben muss, ist schon unnötig, aber wenn ich so Dinge höre wie „Damit wären wir Letzter geworden“, dann fehlen mir echt die Worte…

    • Sorry, aber wenn man erst nach der Nominierung anfangen muss, an Bühnenpräsenz, Stimme und Auftritt zu arbeiten und meint, sich das nötige Selbstbewusstsein, Ausstrahlung und Coolness in 10 weiteren Proben aneignen zu können, dann ist das kein Kandidat für den ESC. Ich mag Ben, ich mag seine Stimme, ich mag den Song sogar sehr, aber er hat schon mit den beiden home concerts so ziemlich alles falsch gemacht was ging. Neues Jahr, neues Glück wünsche ich sagen.

  18. Ben soll 2021 zurück kommen, aber diesmal mit einer Ballade. Damit (männlicher Interpretplus Ballade) schneidet Deutschland meist am besten ab. Siehe 2012 und 2018

  19. Der Auftritt von Ben bei der Ersatzshow darf überhaupt keine Rolle spielen, bei der Frage ob er in Rottterdam 2021 für deutschland antreten darf. Er war der Act für Deutschland 2020, der ESC 2020 ist ohne seine Schuld abgesagt worden, also ist er der ACT für 2021 alles andere ist unfair. Er hat so oder so ne zweite Chance verdient.

    • Ich wiederhole mich @Jörgi – gerade aus DEINEM Mund klingt ein Pladoyer für eine neuerliche Direktnominierung (von Ben) krass unglaubwürdig. Warst nicht DU derjenige, der die gesamte Saison über wie ein Berserker gegen den NDR gehetzt hat weils keine VE gab? Sorry, aber Dich kann ich echt nicht mehr ernst nehmen.

  20. Ich mag Ben, und seine Klamotten und Frisur mögen trendy sein… Aber auf einer Glamourbühne geht dieser Stil mit dem Song nicht. Das russische oder litauische Lied waren ja nicht so viel besser, aber die Auftritte waren gut. Bens Performance war schlecht. Mit seinen Stiefeln stapfte er wie Rumpelstilzchen über die Bühne, und die Tänzer hampelten auch nur unkoordiniert herum. Die können alle nicht mehr singen, und tanzen schon gar nicht.
    Insofern kann er von Glück sagen, dass es dieses Jahr keinen ESC gab. Er wäre auf der rechten Seite der Tabelle gelandet.

  21. Der Auftritt war erwartungsgemäß nix. Aber das war aber keine Überraschung. Das hier nicht viel Geld in die Hand genommen wurde ist doch verständlich. Wäre doch unnötig rausgeschmissen. Also er war schon etwas unbeholfen. Da wurde nicht viel geübt. Ich denke es wäre optimaler gelaufen in Amsterdam. Aber aus Ben wird kein guterTänzer das ist schon klar…

  22. Es hieß ja, dass der Auftritt dem echten nahekommen sollte – aber ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass man nach Absage des ESC tatsächlich noch viel Geld und Zeit in die Live-Umsetzung gesteckt hat. Oder weiß da jemand mehr? Eigentlich finde Ich „Violent Thing“ und Bens Stimme super – aber tatsächlich war der Auftritt gestern für mich eher mau. Irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass er mehr „für sich selbst“ singt und nicht für die Zuschauer vor den Kameras. Da kommt einfach noch nicht viel rüber. Vielleicht wäre eine Ballade für 2021 doch besser, da kann er mehr bei sich bleiben, als die Rampensau geben zu müssen..

    • Ben’s früherer Künstlername war „Usually Quiet“ – ich denke, das sagt alles über ihn aus. Er ist kein wilder Party-Aufreißer, vielleicht wirkt er deshalb bei Violent Thing so deplatziert. Es gibt eben doch keine magisch-mathematische ESC-Gewinner-Formel. Hier hat man ein gutes modernes Lied, einen talentierten Künstler mit einer außergewöhnlichen Stimme und ein (scheinbar) Expertenteam für’s Staging und Choreographie, aber rein GAR nichts passt zusammen. Dabei müsste es nicht zwingend ein Künstler sein, der all seine Lieder selbst schreibt, denn Authentizität lässt sich auch auf andere Weise vermitteln, Netta mit Toy ist ein aktuelles Beispiel. Hier in Deutschland gibt es ein großes Problem: das Gefühl, der Blick für das Gesamtbild fehlt – noch immer.

      • „Hier in Deutschland gibt es ein großes Problem: das Gefühl, der Blick für das Gesamtbild fehlt – noch immer.“
        Nicht nur, allerdings insbesondere ein deutsches Problem. Aber bravissimo – diese Quintessenz ist der mit Abstand zielführendste Wegweiser ins eurovisionäre Schlaraffenland…

  23. Mach doch mal eine Mode-Rubrik, in der du die Outfits der Künstler besprichst, wäre bestimmt lustig.

    Ansonsten fand ist es schon die letzten Tage unwürdig, wie Ben hier in Kommentaren runter gemacht wird, daher schön, dass du dich ersthaft mit dem Auftritt beschäftigst. Ich denke wir können nur erahnen, wie das in Rotterdamm ausgesehen hätte. Positiv ist auf jeden Fall, dass man versucht hat eine Geschichte auf der Bühne zu erzählen. und mit 10 anstannt der 2 Kameras gestern, hätte das dann am Fernseher auch besser ausgesehen.
    Habe gerade Spiegel gelesen., dass sich bei Raab keiner Gedanken zuCorona gemacht hat, die Tänzer haben da wohl mit Körperkontakt agiert. Vielleich war der NDR hier übervorsichtig.

  24. Also, Topfschnitt ist nun wirklich nicht modern. Und wird es auch nicht werden.

    Ben wirkte da gestern komplett verloren. Das Lied ist nachwievor gut und sicher hätte das auf einer echten ESC-Bühne mit mehr Kameras etc. deutlich besser ausgesehen und vielleicht sogar gewirkt. Aber so war das nix. Das wirkte gestern eher peinlich.

    Mir ist Ben nicht sympathisch. Ich sehe in ihm keinen guten Sänger bzw. Entertainer. Mir persönlich gefällt auch seine Stimmfarbe nicht. Insofern: bitte nächstes Jahr auf keinen Fall Ben Dolic.

    • Gott sei dank wird kein Fan da gefragt, ob Ben für Deutschland antritt oder nicht. Ich bin der Meinung das alle Acts die in diesem Jahr nicht in Rotterdam auftreten durften, 2021 wieder antreten.

  25. Die Auftritte aller Künstlern, die wir gestern gesehen haben, konnten bestenfalls einen kleinen Eindruck von ihrer für Rotterdam geplanten Performance vermitteln. Die Bedingungen waren sicher alles andere als einfach und sollten daher nicht überbewertet werden.

    Ich habe gestern an anderer Stelle geschrieben, dass Ben Dolic auf der leeren Elphi-Bühne in einer übergroßen Jacke so verloren wirkte wie 2019 Eliot aus Belgien. Auch in seinen Interviews kommt er wie ein schüchterner, zartbesaiteter Junge rüber. So war ich nicht verwundert, dass seine Bewegungen teilweise sehr unsicher waren und er nicht immer wusste, wohin mit Armen, Beinen und Blicken.

    Eine großartige Regie und eine sensationelle Kamera hätten in Rotterdam vielleicht tolle Bilder von Bens Performance kreiert, aber dass sie zaubern und süße kleine Frösche zu Prinzen küssen, das passiert sehr selten. Ben könnte vielleicht ein gutes Körpersprache- und Schauspielcoaching guttun, um im nächsten Jahr deutlich ausdrucksstärker zurückzukehren. Das werden er und sein Management aber besser beurteilen können als ich. Es wäre jedenfalls aus meiner Sicht nicht fair, ihm aufgrund eines Versuches unter widrigen Umständen die Chance am ESC 2021 teilzunehmen, nicht geben zu wollen.

    Zu seinem Styling möchte ich noch anmerken, dass Hochwasserhosen und eine „Topffrisur“ seit circa drei Jahren durchaus zum sogenannten Streetstyle der Hip-Teens (und Twens bis circa 40 Jahre) in Großstädten gehören. Top-Trend ist das zumindest in den Metropolen nicht mehr. Dieser simple Streetstyle ist inzwischen im Mainstream angekommen. Ich beurteile das aus beruflicher Perspektive und Beispiele dazu findet man online. Zum Beispiel auf Instagram und auf der Seite von einem großen Modeunternehmen namens „A..s“.
    Ob man das versteht und ob es einem steht, ist eine andere Frage.

  26. Was nun etwas unterging, gestern wurden die OGAE Votes veröffentlicht. Ben Dolic wurde sehr guter 7ter 👍. Litauen siegte. Für Österreich sah es sehr mau aus…nur 7 Punkte gab es. Hoffentlich bekommt Vincent nächstes Jahr ein „rundes“ Lied.

  27. Da offenbart sich die Schwäche des Auswahlsystem, die rein nach Song und Videoclips der Künstler vor sich geht. Die Wettbewerbstsuglichkeit, die Fähigkeit live zu performen und die Ausstrahlung eines Künstlers kommt nicht zum Tragen und wird nicht geprüft . So kommt dann ein Act wie von Ben Solic raus.
    Ben wirkte während seines Auftrittes doch sehr unsouverän und den „Achtung jetzt kommt ein hoher Ton“- Blick sollte er unbedingt ablegen.
    Es wâre in meinen Augen nicht richtig aus falsch verstandener Nibelungen-Treue an ihm fest zu feshalten.

  28. In welchem Paralleluniversum der gestrige Auftritt als adäquat durchgegangen wäre, interessiert mich wirklich. Ich habe bessere Auftritte und Dance-moves beim Talenttag in der örtlichen Schule gesehen. Das soll jetzt auch kein Ben-Bashing sein, aber man kann doch hier wirklich nichts schönreden. Dieses „bei 3 geht der Fuss nach links, dann nach vorne, in die Kamera schauen, aber sexy schauen, jetzt umdrehen, Arm in die Luft, schaut wie fein ich das gelernt habe“, man konnte es ihm vom Gesicht ablesen. Man hat es oder man hat es nicht, das je ne sais quoi. Das kann man nicht erlernen. Da können noch so viele Choreographen oder Stylisten (Topfschnitt, echt jetzt?) involviert sein, wenn dieser Instant-Appeal nicht zündet, dann kann man auch keine connection zum Publikum generieren. Aber klar, beim echten ESC wäre das natürlich viiiel besser geworden und nächstes Jahr sowieso… #delusional

    • Genau wie du richtig sagst, wirkte das ganze halt noch extrem ungeprobt. Wann auch? Aber guck dir einfach mal sein Stay bei The Voice an, dann siehst du das er auch enorm viel Ausstrahlung hat, wenn ihm der Song liegt.

  29. DP fand die Sendungen gestern alle enttäuschend und langweilig – mit Ausnahme des genial inszenierten Auftritts von Ben Dolic. Ja klar, ne… als nächstes bitte noch ein Artikel von Peter „Wie die „Goldkehlchen alles im Alleingang gerettet hätten“.

    • Charmant wie eh und je 😂
      Wo haste dich denn gestern versteckt? Wir haben dich vermisst bei den Liveblogs. Kaum ist Serhat nicht dabei, schon erlischt dein Interesse am ESC.

      • Ich habe in Solidarität boykottiert… es wurde doch sicher ein Boykott angekündigt oder?!?

  30. Ich konnte es kaum glauben, als ich den Auftritt sah. Ich dachte, dass ein professioneller Auftritt vorbereitet wurde, gesanglich hat es auch gepasst, aber Ben kann sich gar nicht bewegen. Ich denke, es ist klar, dass er nicht der richtige für die große Bühne ist. Falls man ihn 2021 nach Rotterdam schicken sollte, was ich nicht glaube, sollte man eher eine ruhigere Nummer für ihn suchen.

  31. Wahrscheinlich wollte Deutschland es der Schweiz 2019 gleich machen, aber im Gegensatz zu Ben Dolic hat Luca Hänni bewiesen, dass er vor der Kamera tanzen und strahlen kann. So sehr ich das Lied von Ben Dolic auch mag, wenn er so in Rotterdam performt hätte, dann wäre es wahrscheinlich wieder zu einem „weniger guten“ Ergebnis für Deutschland gekommen. Ok, man kann sagen, es lag an den wegen Corona eingeschränkten Möglichkeiten. Aber selbst unter solchen Voraussetzungen sollte es ein Künstler schaffen, die Bühne zu kontrollieren und einzunehmen. Leider wirkten die Bewegungen der Tänzer/innen eher einstudiert als natürlich/energetisch. Auch das mit der Kamera spielen hätte man mit Ben trainieren sollen. Er wirkte zu verkrampft, als ob er es schnell hinter sich bringen wollte. Es fehlt an Frische, Energie und Selbstbewusstsein für so einen Titel. Kann es evtl. sein, dass der Titel ursprünglich für einen anderen Künstler gedacht war? Gab es nicht auch das Gerücht, dass Sandro (Zypern 2020) für Deutschland gedacht war? Wenn man bedenkt, dass die Kombination aus Ben Dolic und Violent Thing bereits seit Dezember besteht, hätte man mit einem mehr professionellen & eingespielten Auftritt rechnen dürfen oder hat der Choreograph erst seit Anfang letzter Woche mit Ben gearbeitet? Ist mir aber schon am 27. Februar aufgefallen: So sehr mir das Lied auch gefällt, Ben kann super singen, aber so ein Titel passt eher zu einem anderen Typen von Künstler. Aber was weiß ich schon, der NDR mag ja eh keine konstruktive Kritik.

  32. Ich war auch eher skeptisch, als es hiess Ben würde seine für Rotterdam angedachte Bühnenperfo im Rahmen der Sendung „ESC – der deutsche Sieger der Herzen“ präsentieren. Dass der NDR hier nicht 1 zu 1 die gesamte Bühnentechnik des ESC aufbietet war schon vorher klar – das ging schon wegen der Kosten nicht und mE ist für sowas auch eine Konzerthalle (in welcher es vor allem um erstklassige Akkustik geht und nicht um Show auf der Bühne) nicht gut geeignet.

    Das komische ist – gestern am TV wirkte das alles arg blass und sehr verloren, im Gegensatz dazu jetzt die Nachbetrachtung im obigen Videoclip. Man hätte Ben aber denk ich einen besseren Gefallen getan, wenn man das ganze eher in einem kleineren TV-Studio mit den entsprechenden techn. Möglichkeiten gedreht hätte; dann wäre ihm auch erspart geblieben vor leeren Zuschauerrängen singen zu müssen. Die Gesamtperformance wäre denk ich gar nicht schlecht gewesen. In dem Zusammenhang möchte ich mal an Lena erinnern – die hat sich auch erst mit der Zeit gesteigert und ihr Live-Auftritt in Oslo war dann DER stärkste von ihr überhaupt (und im Gegensatz zu Lena ist Ben ein toller Live-Sänger, das hat man bei TVOG erleben können!).

    Was 2021 angeht – ich wäre dafür, dass man ihm zumindest eine nochmalige Chance gibt; wenn der NDR das jetzt richtig anpackt, dann macht er einen kleinen Wettbewerb draus mit zwei, drei weiteren Kandidaten und versucht so einen Spannungsbau herzustellen. Dann muss Ben auch nicht mit dem Makel leben, dass er und sein Beitrag dem deutschen Publikum einfach per Order mufti vorgesetzt wurde. Aber ne Chance sollte man ihm unbedingt geben!!

  33. Ich habe so das Gefühl dass ich Ben altersmäßig hier näher komme, als die meisten, die sich hier über Bens Style äußern. (Gut, so nah bin ich jetzt auch wieder nicht dran, aber dadurch dass Ben ja eh jünger wirkt, als er ist, kann ich ihn schon fast in meine Generation reinzählen)
    Dieser „Assi“-Look ist tatsächlich (leider) gerade voll in, eigentlich hätte nur noch so ne Bauchtasche gefehlt.
    Das ändert aber nichts an dem Punkt, dass sowas auf einer Bühne trotzdem fehl am Platz ist und in Rotterdam echt lächerlich gewirkt hätte. Es hätte auch noch andere Möglichkeiten gegeben, sich am Puls der Zeit zu kleiden und trotzdem passend zu einer Bühne wie dem ESC gekleidet zu sein.

  34. Schade, auch der Liveauftritt gestern hat mich nicht überzeugt. Am liebsten wäre mir nächstes Jahr wieder ein Vorentscheid.

  35. Ich war auf den Auftritt wirklich gespannt und hab mich gefreut. Was ich dann aber zu sehen (und hören) bekam, war einfach nur beschämend. Der Junge kann sich überhaupt nicht bewegen, hat null Ausstrahlung und wirkt einfach nur unbeholfen. War da niemand, der ihm etwas Gefühl für Bewegung und groove – der in der Musik ja enthalten ist – beibringen konnte ? Ich bin heilfroh, dass uns das in Rotterdam erspart geblieben ist.

  36. Alle Fürsprecher möchte ich nur nochmal auf Bens Interview bei Nikkie Tutorials hinweisen, in dem er die Auffassung vertrat, dass eine erneute Nominierung für 2021 nicht unwesentlich von seinem gestrigen Auftritt (und dem Feedback darauf) abhängen würde; und dass er diesen so nah wie möglich an den für Rotterdam geplanten Auftritt anlehnen wolle.

    Ich gebe zu, dass ich mich über den abgesagten dt. Vorentscheid (speziell die Art und Weise) sehr geärgert habe und es „Violent Thing“ infolge dessen bei mir sehr schwer hatte – tatsächlich mag ich den Song immer noch nicht besonders, aber ich respektiere, dass er offensichtlich viel Zuspruch bekam. Nichtsdestotrotz komme ich nach dieser Performance zum Schluss, dass der Song und vor allem die erforderliche Bühnenbeherschung nicht zu Dolic passen.
    Da ich ihn für einen brauchbar-cuten Kandidaten halte, soll er ruhig noch eine Chance kriegen, aber gefälligst in einem „klassischen“ deutschen Vorentscheid (in den er durchaus mit einem gewissen Vorteil starten würde)!

    @escfan05
    Darf ich dich daran erinnern, wie Du hier vor Monaten noch wochenlang Gift und Galle gespuckt hast, wie der NDR dem Publikum einfach das Mitbestimmungsrecht entziehen könne, um dann bestimmt nur einen weiteren Casting-Show-Versager zu präsentieren (das ist noch sehr höflich zusammengefasst).
    Nachdem der NDR dann genau dies tat, machst Du dich mit deiner Kehrtwende und der Behauptung, dass der NDR jetzt fairnesshalber unbedingt nochmal dasselbe mit genau diesem Kandidaten tun solle, maximal lächerlich. Und ich füge hinzu: ich bin enttäuscht von dir!!!!!1!!

    • Ich erinnere mich auch noch gerne an den sehr differenzierten Kommentar von escfan05 zum Song von Ben am 27.02.:

      „SCHROTT“

  37. Satz mit X – war wohl nix… Das war extrem blutleer und unausgegoren. Klar, hätte er persönlich mit dem Choreographen proben können, hätte das sicher noch anders ausgesehen. Auch die Bühne wäre ganz anders gewesen in Rotterdam… Aber dass das nun alles so Siegel-Like wirkte, war wirklich erschreckend…

  38. Das wirkte wie „Let’s Get Happy“ im Landschulheim. Wieso man dazu einen millonenschweren Choreographen aus den USA verbraten muss, ist mir schleierhaft. Selbst Sandra Kim hat sich da professioneller bewegt.

    • Lustig, an Sandra Kim musste ich auch denken. Denn wenn schon ein halbes Kind auf der Bühne steht, erwarte ich eine ähnlich hysterisch-überdrehte Ausstrahlung wie bei der guten Sandra…

  39. Mich hat die Inszenierung eher an einen typisch-verkrampften Siegl-Auftritt à la Lou – Let’s be happy, let’s be gay, erinnert. Warum müssen zur Zeit alle angeblich modernen „frischen“ (meine Oma sagte „flott“) ESC-Auftritte so auf die „junge“ Zielgruppe getrimmt sein, die dann eh Mainstream-Raab auf ProSieben gucken. Der arme Junge sah so furchtbar aus mit diesem Topf-Schnitt, dieser Clochard-Hose und der bronzenen Neo-Nazi-Jacke! Armer Ben! In seiner vor ESC-Zeit sah er doch eigentlich ganz gut aus.

    Ich kann diesen Milanov-Songs ja auch nichts abgewinnen. Das ist der Thomas G:son der 2010er+ – und diese Schwedenmassenware hing uns vor zehn Jahren doch auch irgendwann zum Halse raus…

  40. An anderer Stelle habe ich es schon erwähnt, nachdem ich die Auftritte von Ben bei „The Voice of Germany“ gesehen habe: Der Junge kann was!!! Nur leider war „Violent Thing“ überhaupt nicht der richtige Song für ihn. Er sollte eine ruhigere Nummer singen, wo er sich nicht viel bewegen muss. (Musste unwillkürlich an Corinna May 2002 denken, der man auch einen Uptempo-Son gegeben hat, womit sie aber aus nachvollziehbaren Gründen überfordert war).
    Also Ben sollte nächstes Jahr auf jeden Fall nochmal eine Chance bekommen, mit einer schönen Ballade🙂

    • Volle Zustimmung! 🙂 Ich mag den Song sehr, er kann ihn auch singen, aber performance-technisch strahlt Ben einfach mehr mit einer Ballade oder einem Midtempo-Song. Er ist nicht umsonst 2. bei TVOG geworden (und da hatte er SO eine schöne Frisur. Ich verstehe das tatsächlich überhaupt nicht…). Also vielleicht 2021 ein kleiner „Ben-Balladen-VE“ 😀

    • Das habe ich auch schon so gesagt. Er ist ja ein gefühlvoller Sänger, eine Ballade würde viel besser zu ihm passen. Ich glaube aber, dass sich der NDR gegen eine erneute Nominierung von Ben entscheiden wird. Fair wäre es aber schon, wenn er noch eine Chance bekäme.

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