ESC 2020: RTVE wählt den spanischen Vertreter für Rotterdam intern aus

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Gerade heute haben wir auf das Debütalbum von Miki, dem spanischen ESC-Vertreter in diesem Jahr hingewiesen, da veröffentlicht der Sender RTVE auch schon erste Details zur Auswahl des spanischen Vertreters für Rotterdam im kommenden Jahr: Nach 2015 kehrt der Sender zu einer internen Auswahl zurück. Der nächste Vertreter Spaniens soll ein schon bekannter Künstler sein, der direkt vom RTVE-Management ausgewählt wird.

Im letzten Jahrzehnt hat das spanische Fernsehen die Methode der internen Wahl des Kandidaten für den ESC nur dreimal angewendet: 2012 bei Pastora Soler, 2013 bei El Sueño de Morfeo und 2015 bei Edurne. Lediglich Pastoras Beitrag „Quèdate conmigo“ konnte dabei mit der Unterstützung des Schweden Thomas G:Son den 10. Platz und damit ein gutes Ergebnis erzielen, El Sueño de Morfeo wurden Vorletzte, Edurne erreichte nur einen 21. Platz.

Pastora Soler erreichte intern ausgewählt mit „Quèdate conmigo“ 2012 einen 10. Platz

Diesen Ergebnissen stellt RTVE allerdings auch die Platzierungen der Vertreter gegenüber, die in einem der unterschiedlichen Vorentscheidformate seit 2010 gefunden wurden. Mit ernüchterndem Ergebnis: Ruth Lorenzo, die 2014 mit ihrem Titel „Dancing in the rain“ knapp vor Brequette das Format „Mira quién va a Eurovisión“ gewann, erreichte wie Pastora Soler einen guten 10. Platz. Daniel Diges, der den meisten wohl noch als leidtragender des Flitzers Jimmy Jump bekannt sein dürfte, landete 2010 immerhin noch auf dem 15. Platz.

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#Foto de @byjpb.

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Alle anderen Künstler mussten sich mit den Plätzen 22 bis 26 zufrieden geben, egal wie hoch sie im Vorfeld von den Fans bejubelt wurden.

Ruth Lorenzo gewann zwar 2014 nur knapp den spanischen Vorentscheid, holte aber in Kopenhagen die bis jetzt letzte Top10-Platzierung für Spanien

In Spanien ist also nicht wirklich zu erkennen, welches Auswahlverfahren den größten Erfolg beim ESC verspricht. In anderen europäischen Ländern – unter anderem in Deutschland – wird das ja gerade auch diskutiert. Trotzdem kann nun schon munter losgeraten werden, welchen „bekannten“ Künstler der spanische Sender RTVE wol zum Eurovision Song Contest 2020 schicken wird!



38 Kommentare

  1. Eigentlich dramatisch, dass Spanien seit Jahren nix gerissen kriegt, wo Latino-Sounds in den Charts überall dominieren und gerade in den letzten Jahren Zypern und die Schweiz mit Songs, die eigentlich auch aus Spanien hätten kommen können, weit vorne landeten…

  2. Und? Laufen die spanischen Fans schon Amok oder ist das Mirela-Bevormundungsdrama inzwischen verdaut? 😉
    Selbst, wenn es am Ende „nur“ auf einen alten Bekannten wie Aitana oder Famous hinausläuft, kann es für Spanien nach fünf Bottom-Five-Platzierungen in Folge nur noch bergauf gehen. Nur schon wieder was von G:son muss nicht sein!

  3. Es würde mich nicht wundern, wenn Spanien es noch einmal mit Ruth Lorenzo oder Pastora Soler versucht. Amsonsten wäre Enrique lglesias auch eine gute Wahl oder es könnte auch Ricky Martin sein.

  4. Sie sollten Brequette nehmen, falls sie überhaupt noch will, und ihr einen ähnlichen Song wie sie damals im VE hatte geben und schon ist der 10. Platz wieder drin, vielleicht auch etwas höher 😀

  5. Das hier der Name Rosalía nicht gefallen ist, ist ein weiteres Indiz dafür, dass es sich für sie durchaus lohnen würde, ihre Popularität in Europa zu erhöhen. Man kann ja hoffen.

    • Das wäre allerdings grandios und die Fans würden wohl durchdrehen. Aber Rosalía ist mittlerweile wohl schon viel zu groß um beim ESC mitzumachen… 😔

      • @Matty: Das ist momentan wohl DIE spanische Sängerin, zumindest stürmt alles was sie veröffentlicht die Charts. Ihre Videos erreichen mehrere 100 Millionen Aufrufe auf Youtube. Rosalías Musik verbindet traditionellen Flamenco mit modernem Pop.

        Hat was, auch wenn ich persönlich ein paar Hörgänge brauchte um den musikalischen Reiz voll zu erfassen – und wäre wahrscheinlich eine der besten Möglichkeiten den ESC für Spanien zu gewinnen.

        Hörproben: „Malamente“ https://youtu.be/Rht7rBHuXW8 und natürlich „Con Altura“ https://youtu.be/p7bfOZek9t4

    • Rosalía wäre schon ein Hammer, müsste aber auch mit einem ähnlichen Erwartungsdruck auskommen wie Sergey 2016. Da sie also kaum was zu gewinnen hätte, wäre ich auch sehr überrascht, wenn sie kommen sollte.

  6. Rosalía, Alvaro Soler, Pablo Alborán, Lola Indigo, Miss Coffeina, Enrique Iglesias (so wie Rosalía zu groß) wären alle genial werden es aber sicherlich nicht werden.

    Pablo Lopez, Melendi, Chenoa, etc. auch eher unwahrscheinlich.

    Denkbar wäre dann die dritte Liga wie Pastora, Ruth etc.
    Besser wäre aber ausgefallenes wie Las Bistecs (die sollten sich wieder zusammen tun)

    Genug namedropping, es wird eh 4 Monate dauern, bis wie es rausfinden

    • Ich habe ja beim Rückblick tendenziell eher Angst, dass Spanien nun vermeintlich auf Nummer sicher gehen wird und eine nächste Schrei-Ballade schickt. Das waren ja die einzigen Beiträge, die in den letzten Jahren funktioniert haben (Pastora & Ruth)…

  7. Dass die interne Wahl dieses Jahr zunehmend in Mode kommt, ist für den Fan eine mittelschwere Katastrophe, für die wir uns vermutlich bei den erfolgreichen Nachbarn (CH + NL) bedanken können.

    Obwohl die lieben Österreicher immerhin gezeigt haben, dass das auch keine Garantie für irgendwas ist …

    • Auch Polen, Belgien, Armenien und Irland haben dieses Jahr zusätzlich zu Österreich gezeigt, dass eine interne Auswahl nichts bringt – im letzten Jahr waren es sogar Mazedonien, Kroatien, Belgien, Aserbaidschan, Georgien, Russland und mit abstrichen Griechenland, die trotz einer internen Auswahl nicht übers Halbfinale hinauskamen.

      Wenn ein Vorentscheid schlechte Quoten einfährt, scheint es die einfachere und vor allem günstigere Methode zu sein, einen geeigneten Künstler zu finden. Zudem scheinen einige Künstler durch einen heimischen Vorentscheid abgeschreckt zu sein…

  8. Ich rechne bei den Niederlanden in nächsten Jahr wieder mit einem Vorentscheid so wie in Finnland in diesem Jahr. Ein Interpret präsentiert drei Titel und die Zuschauer stimnen ab, mit welchem ihr Land beim Heim-ESC in Schrotterdam antreten.

      • @porsteinn

        Er ist wohl immer noch frustriert dass weder sein „Schatzi“ Sergei noch sein „Schokohase“ John gewonnen hat.

    • Ich glaube fast, dass wir hier noch einen Artikel brauchen mit Art der Vorentscheidung, politische Lage und Finanzlage des Rundfunks.
      In den Niederlanden gibt es überhaupt keine Diskussion – es gibt eine interne Entscheidung und fertig. Eine offene Vorentscheiding ist teuer, das liebe Geld fehlt an allen Ecken und Kanten und der ESC 2020 hat Vorfahrt. Erwartete kosten für die Gemeinde 20 und für NPO 30 Million. Auf einmal scheint Baku nicht so teuer mehr …

      • Wer die Zuschauer ignoriert muß sich nicht wundern, wenn es mit den Einschaltquoten bergab geht! Aber die niederländischen TV-Sender haben das anscheinend noch nicht begriffen! Wenn es an Geld fehlt, dann sucht man sich zahlungskräftige Sponsoren! Gibt es in unserem Nachbarland keine Rundfunk- und Fernsehgebühren? Wenn nichz, sollte die Politik mal darüber nachdenken, diese einzuführen.

      • In den letzten 10 Jahren waren in NL die ESC-Einschaltquoten immer besser als in D. Sponsoring / Werbung ist streng reguliert, zum Großteil verboten. Rundfunkgebühren gab es, ist entfallen, weil man sich so eine Behörde spart (waren nur 60 Vollzeitstellen). Erst wenn alles an die Wand gefahren ist, werden die Politiker erkennen was sie falsch gemacht haben, aber das trifft auch auf andere Bereiche zu. Fazit: in NL wird intern ehtscheiden oder man nimmt nicht mehr Teil am ESC.

      • Man könnte mittlerweile meinen, dass die Deutschen ein Volk von Masochisten geworden sind. Besteuer mich, verbiete mir was! Geiler Scheiß! Wie kann man eigentlich ernsthaft wollen, dass sich andere Länder eine Rundfunkgebühr zulegen, wo wir mir unserer eigenen schon genug Ärger haben?

  9. Spanien hatte immer gute Lieder im VE. Leider wurden sie nur nie gewählt (mit Ausnahme von 2014)… eine interne Auswahl ist von daher vielleicht gar keine schlechte Idee.

  10. Derzeit verhandelt RTVE mit der ehemaligen ESC-Teilnehmerin Ruth Lorenzo und der Sängerin Diana Navarro über eine mögliche Teilnahme im kommenden Jahr in Schrotterdam:

    https://eurovoix.com/2019/09/19/spain-rtve-reportedly-in-discussions-with-ruth-lorenzo-and-diana-navarro/

    Der aktuelle Song von Diana Navarro heißt „Encrucijada“ (Scheideweg):

    https://www.youtube.com/watch?v=PKRlgZEhh14

    Ich bin mal gespannt, mit wem RTVE noch Kontakt aufnimmt.

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