ESC 2020: Wird der Wettbewerb in den Juni oder September verschoben?

Die Auswirkungen rund um das Coronavirus werfen immer größere Schatten auf die Planungen für den diesjährigen Eurovision Song Contest in Rotterdam. Neben den Pre-Parties, die bereits abgesagt oder verschoben wurden, ist weiterhin fraglich, ob und wie der ESC im Mai stattfinden kann und wird. Bei einem heute stattfindenden Treffen der EBU-Referenzgruppe wird genau diese Thematik beratschlagt. Und dabei soll es womöglich auch eine ganz neue Option gehen – nämlich den ESC um einen Monat zu verschieben.

Zuerst berichtete wiwibloggs über das neu bekanntgewordene Gerücht, dass der ESC möglicherweise verschoben werden könnte. Laut der offiziellen Facebookseite der tschechischen Delegation findet heute ab 10 Uhr das Treffen der EBU-Referenzgruppe statt. Normalerweise würde diese sich mit der genaueren Ausgestaltung des Fahrplans bis zum 16. Mai in Rotterdam beschäftigen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus scheint aber auch darüber beraten zu werden, wie es ganz grundsätzlich mit dem ESC 2020 weitergeht.

 

Das Treffen wird auch das auftretende Problem der Postkartendrehs adressieren. Dieser wurde mittlerweile ausgesetzt. Nachdem bereits Israel und Litauen ihre Drehs in der Niederlande absagten, wären durch die 30-tägige Schließung der EU-Außengrenzen weitere Länder betroffen gewesen. Neben Australien hätte das u.a. für die ehemaligen Staaten der Sowjetunion gegolten, die nicht Teil der EU sind.

Auf dem Blog von Hod45, der von einer unbekannten Person betrieben wird, die angeblich enge Kontakte zu dem Kreis der Head of Delegations besitzt, steht dazu folgendes: „Die niederländische Regierung sowie die EBU sind der Auffassung, alles in ihrer Macht stehende tun zu müssen, damit der diesjährige ESC stattfinden kann, um die Menschen des Kontinents durch Musik zu vereinen, wie es bereits vor 65 Jahren der Fall war. Für sie ist der Grund nicht finanzieller Natur, sondern symbolisch.“ Hod45 lag in der Vergangenheit mit einigen exklusiven Informationen richtig, mit anderen aber auch falsch.

Weiter geht Hod45 auf die verschiedenen Optionen ein, die auf dem Tisch liegen: „Es sind derzeit mehrere Optionen auf dem Tisch, aber der Plan, der nach unserer exklusiven Information die besten Chance hat, ist, das Event um drei Wochen zu verschieben, sodass das Finale entweder am 6. oder 13. Juni stattfindet; der 20. Juni sei aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. Anhand des Beispiels von China glaubt die EBU nach Gesprächen mit Experten, dass die Coronavirus-Pandemie sich in den ersten zehn Tagen des Aprils in Europa abschwächen wird, was drei Wochen vor Ankunft der ersten Künstler und Journalisten in Rotterdam wäre.“

Der Blog führt weiter aus: „Nach diesem Plan kann die zusätzliche Zeitspanne von 30 bis 35 Tagen die Sicherheit aller Besucher sicherstellen. Außerdem wird nach Auffassung vieler Wissenschaftler das COVID-19 ähnlich wie viele andere Coronaviren nicht unter Wärme bestehen können. Für Rotterdam würden diese Tage hinsichtlich der vorherrschenden klimatischen Lage einen großen Unterschied machen. Es ist allerdings ebenfalls nicht ausgeschlossen, den ESC bis zum September zu verschieben, in diesem Fall ist das Hauptbedenken die Zeitspanne für das Siegerland und die entsprechende Fernsehanstalt, das Event im nächsten Jahr zu organisieren.“

Eine Verschiebung des Wettbewerbs – ob in den Juni oder gar später – stellt natürlich einen großen logistischen Aufwand dar. Neben der Verfügbarkeit der Ahoy-Arena müssen auch die Delegationen und die Künstler ihren Zeitplan adjustieren. Auch die Technik-Crew müsste erneut verfügbar sein. Dazu kommen die finanziellen Mehrkosten, die für die nationalen Rundfunksender sowie für die EBU entstehen würden. Ist es wirklich realistisch, dass die Veranstalter diesen logistischen Aufwand betreiben, obwohl nicht klar ist, ob sich die Lage bis Juni wirklich gebessert hat? Es bleibt weiterhin fraglich, ob die EBU sich für einen solchen Weg entscheiden wird, oder ob beispielsweise eine Austragung im Mai ohne Zuschauer oder mit Schalten in die unterschiedlichen Länder präferiert wird – dazu berichteten wir bereits.

Was sagt Ihr zu einer möglichen Verschiebung des ESC 2020? Glaubt Ihr, dass es die beste Lösung für alle Beteiligten wäre, das Event zeitlich nach hinten zu legen?


67 Kommentare

  1. Kurze Antwort: JA. Verschieben ist besser als ganz abzusagen. Noch weiß man nicht, ob der Virus im Sommer wirklich schwächer wird. Trotzdem ein Verschieben auf Sommer oder September wäre gut. Natürlich muss man dem Folgeausrichter mindestens ein Jahr Zeit geben zur Vorbereitung. So das auch 2021 der ESC im Sommer stattfindet. Ist es eigentlich ein Naturgesetz, das der ESC immer im Mai stattfinden muss?

    • Quasi. Ich glaube nicht, dass die angeschlossenen Fernsehsener einen ESC während der Fussball-WM oder Olympia haben wollen. Ergo fällt der Juni und der Juli als permanente Terminmöglichkeit komplett aus.

      • Es gibt heuer keine Fußball-WM. Die Fußball-EM wird verschoben und Olympia ist im Juli/ August. Also keine Gefahr.

      • escfan05 redet nicht allein von diesem Jahr, sondern von einer generellen Verschiebung des ESCs in den Sommer.
        Bitte gewissenhaft lesen!

      • Er redet davon, dass es 1 Jahr Vorlaufzeit bedarf, um den nächsten ESC auszuführen. Was beeutetet das für die folgenden ESC, wenn der ESC 2021 im Sommer veranstaltet wird?
        Richtig.. Permanenter Termin für den ESC im Sommer.
        Mitdenken gehört zum gewissenhaften Lesen dazu. Rechtbehalten zu wollen eher nicht. 🙂

      • @vondenburg Roxy hat sich doch nur lustig über deine Überheblichkeit gemacht. Und du bestätigst das auch noch mit feiner Antwort! Wegen so einer Kleinigkeit, chill doch mal

  2. Das wäre natürlich super. Hoffen wir mal, dass sich die Lage bis dahin entspannt hat. Allerdings ist es in der Tat fraglich, ob sich das finanziell und organisatorisch realisieren läßt. Im Moment glaube ich leider nicht wirklich dran. Lasse mich aber gern positiv überraschen.

  3. Immer dran denken, dass Hod45 (wie auch bei wiwibloggs erwähnt) mehrfach mit seinen Infos daneben gelegen hatte. Ergo wäre ich sehr vorsichtig mit deren Infos.
    Also einfach mal abwarten.

      • Die beteiligten Sender liegen mehrere Vorschläge vor (Plan A bis Z).

        Meine Interpretation: Slowenien favorisiert einen Schaltsendung, Tschechien eine Verschiebung.

        Letzteres war übrigens nicht in der Vorschläge drin, muss also von einigen Sendern selbst stammen, die anscheinend fest damit rechnen, dass in Juni der Sport ausfällt.

        Und bemerke: Tschechien hat sich zur Zeit völlig von der Welt abgeschottet. Das ergibt eine andere Perspektive als die von Slowenien oder die von Deutschland auf alles.

        Nebenbei: Ben Dolic soll sich kritisch über frühere Deutsche Teilnahmen geäußert haben. Kein Plan was er gesagt haben soll, ist vielleicht einen anderen Eintrag wert.

      • In unserer Zeitung wurde er zitiert, dass er sagte, dass der deutsche Beitrag es oft schwer hätte herauszustechen, weil er oft ähnlich zu anderen Beiträgen war. Er hätte bessere Chancen, weil er eine Uptempo Nummer performt und es dieses Jahr viele Balladen gibt.
        Ich finde nicht, dass das irgendwie eine Meldung wert ist 😉

  4. Ja ich wäre auch dafür ihn Zu verschieben. Nicht nur weil ich ne Karte habe sondern weil ne Absage erst recht doof wäre und ein online bzw. Liveschalte Contest nicht dem ESC in seine Gänze entspreche! Lasst ihn im Juni stattfinden oder im September damit wenn dieser ganze Corona Mist vorbei ist wieder Europäisches Liedergut gefeiert werden kann mit allen Fans live vor Ort

    • Naja, jeder sagt halt was anderes, einfach weil dieses Virus noch total unbekannt ist.
      Bleibt also nur abzuwarten und das Beste hoffen. Und bleibt alle schön gesund, bitte.

  5. Ich halte ein Verschieben für nicht sehr sinnvoll, zumindest nicht um einen solch kurzen Zeitraum – nur drei bis vier Wochen?! Eben in der aktuellen Pressekonferenz der Robert-Koch-Instituts hieß es auf Nachfrage, dass die aktuellen Maßnahmen der Politik im Extremfall bis zu zwei Jahre anhalten könnten, wenn die Pandemie nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Ich denke zwar nicht, dass dieser Fall eintritt, aber ich sehe z.B. auch nicht, dass die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen werden. Denn wenn wir das tun, was genau soll verhindern, dass die Infektionsketten dann nicht wieder von vorne losgehen?

    Nein, ich denke, dass es planungssicherer wäre, wenn sie jetzt von vornerein einen ESC mit Videoschaltungen in die einzelnen Länder planen würden. Da kann zum einen der Termin -wahrscheinlich- beibehalten werden und zum anderen ist die Planung dann nahezu unabhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Krise.

    Das schlimmste (aber auch unwahrscheinlichste) Szenario wäre für mich das vollständige Absagen des ESC 2020.

    • Das Virus wird uns immer bleiben, das ist schon relativ klar. Die Frage ist, wann die Infektionszahlen derart sinken, dass es ein normales Leben wieder möglich ist, also die Krankenhäuser genug Kapazitäten dafür haben bzw. Impfstoff und Medikamente gefunden werden.

  6. IN den Juni zu verschieben, wäre sehr riskant. Das Virus wird keinesfalls verschwunden sein, es kann sein, dass das normale Leben wieder zurückgekehrt sein wird, aber ob dann wirklich alle Delegationen anreisen können/ werden? Natürlich wäre es schön, wenn man eine Party feiern könnte, wenn das Gröbste vorbei ist, aber September kling für mich realistischer.
    Man könnte die Semis ja wirklich als Video-Contest oder mittels Schaltungen durchführen, und dann „nur“ das Finale nachholen. Dann würde man sich auch finanziell und etwas an Probenzeit sparen.

  7. Ich gehe nicht davon aus, dass im Juni schon Großveranstaltungen erlaubt sein werden.
    Würde also einen ESC ohne Zuseher bedeuten.
    Dafür könnte man aber auch gleich den Originaltermin einhalten.

    Falls man unbedingt eine Variante mit Zusehern will, bleibt nur eine Verschiebung in den September oder später.
    Dann sollte man aber auch gleich einen neutralen Austragungsort für den ESC 2021 benennen, damit die Vorbereitungszeit für den Gewinner nicht zu kurz wird.

    • Es sollten sich Länder schon vorab bereit erklären, finanziell und personell den späteren Sieger zu unterstützen bei Bedarf, damit man dann schnell loslegen kann. Dann müsste das leicht bewältigbar sein in mehr als einem halben Jahr.

  8. Ich denke eine zu kurze Vorbereitungszeit für den nachfolgenden ESC 21 sollte nicht der Grund sein, um gegen eine Verschiebung zu sein.
    Länder wie Schweden, Niederlande,…, sind auch in der Lage den Esc ohne 12 Monate Vorbereitung zu organisieren. Dann verzichtet man halt auf den ewig langen Austragungsort- Auswahlprozess, sondern entscheidet so schnell wie möglich.

    Kritisch würde es dann werden, wenn wie in Kiew paar Monate vor dem ESC das Organisationsteam hinschmeißt.

    • Selbst da hat es mit Hilfe von Schweden letztendlich gut funktioniert. Nicht vergessen, die Ausschreibung für die Bühne ist damals erst im Jänner erfolgt, wenn ich mich richtig erinnere. Davor ist außer der Auswahl des Austragungsortes praktisch nichts passiert.

  9. @indigo: Keine Sorge. Ich bin gechilled. Falls meine Antwort überheblich rüber kam, dann entschuldige ich mich dafür. War ehrlich gesagt so nicht gemeint.

  10. Eine Verschiebung wäre zwar eine Option; die Umsetzung ist aber tatsächlich sehr schwierig. Nicht nur für die Veranstalter (Location/Infrastruktur…), sondern auch alle Zuarbeiter und vor allem die Gäste/Zuschauer. Ich habe meinen urlaub schon im November planen müssen und dann auch die Flüge und die Unterkunft sehr zeitnah gebucht. Wenn das jetzt verschoben wird, ist nicht sicher, ob ich alles wieder gebucht bekomme. Insbesondere bei den Unterkunftspreisen in Rotterdam war das echt ein Glücksgriff, eine halbwegs bezahlbare Variante zu finden. Das haben wir sofort gebucht, als raus war, welche Stadt es werden wird. Jetzt wieder neu zu suchen, wird wohl schwer. Und den Urlaub kann nicht jeder einfach verschieben. In vielen Firmen gibts da strenge Regelungen, um den Dienstbetrieb abzusichern.

  11. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dieser HoD-Blogger ein Unbekannter, der versucht, Insider-Infos weiterzugeben.
    Was ich dann nicht verstehen kann: wieso diskreditiert man ihn, indem man sagt „Naja, er hat aber auch schon öfter mal falsch gelegen.“? Das liegt in der Natur der Sache. Selbstverständlich muss man nicht alle Insider-Infos blind glauben, man darf sie kritisch hinterfragen, aber Insider zu diskreditieren finde ich in höchstem Maße unanständig, weil es dann nämlich irgendwann keine Insider mehr gibt, die über aktuelle Entwicklungen oder Strömungen berichten möchten.
    Aber hier passt es natürlich ins Bild, weil die Blogger ja sehr sicher aufgetreten sind, dass eine Verschiebung üüüüüüberhaupt nicht niemals und unter gar keinen Umständen in Frage kommt, ja nichtmal im Ansatz möglich ist. Das ist nicht nur weit aus dem Fenster lehnen, das ist schon auf dem Sims tanzen.

    Es geht hier ja nicht darum, wer Recht behält. Es geht nur darum, dass die Verantwortlichen alle Möglichkeiten durchdenken und das schließt natürlich eine Verschiebung des ESC mit ein. Ist doch logisch.

    • @Andi mit Bild: Mal die Kirche im Dorf lassen! Wenn ich schreibe, dass der Insider daneben gelegen hat, dann meine ich auch nur dass er daneben gelegen hat. Wenn für Dich klar ist, dass dieser Insider daneben liegen kann, dann ist das super. Das gilt aber nicht für jeden Mitleser. Also ist es meiner Meinung nach schon richtig, die Zuverlässigkeit einer Infoquelle mit anzugeben.

      • @Vondenburg:
        Du verstehst meinen Punkt nicht, glaub ich.
        Weder kenne ich diesen Blogger noch habe ich Zeit und Lust, mir das da alles durchzulesen. Es geht ums Grundsätzliche. Es ist nämlich scheißegal, wer eine Insider-Info streut; ob das jemand ist, der immer wieder sowas tut oder der das gerade zum ersten Mal macht. Mein Punkt ist: Insider diskreditiert man nicht, weil dann automatisch auch die, die wirklich nur das weitergeben, was sie tatsächlich wissen, nichts mehr weitergeben, wenn ständig dagegen argumentiert wird und es Leute ohne Infos meinen besser zu wissen.

        In dem Fall passte es halt total toll, weil die Blogger ja felsenfest überzeugt davon sind, dass es keine Verschiebung geben kann. Also sagt man halt: „Naja, der Typ hat halt schon auch mal daneben gelegen und Insider-Infos von ihm stimmten nicht.“ Und dann arbeitet man das noch nachträglich in den Artikel ein, statt ihn neutral zu belassen, damit sich jeder eine eigene Meinung bilden kann. So ist die Meinung nun vorgefertigt und jeder der behauptet, es könnte an dem Gerücht was Wahres dran sein und es könnte wirklich eine Verschiebung geben wird so kleingehalten. Kann man machen. Aber cool isses nicht.

      • @Andi mit Bild:
        Guck mal. Der Passus kam doch erst durch meinen Hinweis rein (Es gibt sogar extra im wiwibloggs-Artikel genau den Passus, den ich angemerkt habe). Wenn also die Blogger hier wirklich dafür sorgen wollten, HOD45 zu diskreditieren, um ihre Meinung durchzudrücken, dann wäre der Passus von Anfang an drin gewesen.
        War er aber nicht.
        Übrigens sehe ich keinen Passus, der sagt: „Die Infos von HOD45 stimmen nicht“, sondern nur „HOD45 hat auch schon fehlerhafte Infos weitergegeben“ Und genau das ist sinnvolle journalistische Arbeit. Das hat nichts mit „diskreditieren“ zu tun, denn das hat der HOD45 bereits selber getan, indem er schon falsche Infos weitergegeben hatte.
        Und genau das ist hier der Punkt und das was hier geschrieben wurde: „Vorsicht! Die Infos von HOD45 waren auch schon verkehrt gewesen!“

      • @Andi
        Das sind doch alles nur Gerüchte, da kann mal was Wahres dran sein oder auch mal nicht.
        Natürlich kann man das in den Artikel dann auch reinschreiben gerade wenn es bei der Quelle des öfteren auch so war. Weiss gar nicht wieso dich das so dermaßen stört.
        Es ist eher manipulativ nicht darauf hinzuweisen.

      • @Vondenburg:
        Ich lese bei Wiwi nicht. Keine Ahnung, ob das da stand oder nicht. Aber meine Frage bleibt, warum man das hier nachträglich aufgenommen. Das kann man aus meiner Sicht nicht mit journalistischer Sorgfalt begründen.
        Wenn dieser HOD-Blogger öfter Insider-Infos raushaut, ist es dann nicht auch nur natürlich, dass er mal daneben liegt? Und interessant wäre ja zu wissen: hat er die falschen Infos, die er in seinem Blog vermeldet hat, bewusst vermeldet, obwohl er wusste, dass sie falsch sind? Oder hat er sich irgendwelche News nur ausgedacht? Wenn das so war, ist es natürlich vollkommen richtig, auch zu sagen „Hört mal, Leute, so richtig viel Glauben muss man dem wohl nicht schenken.“ Wie Thomas schon richtigerweise sagte: wenn man definitiv weiß, wie zuverlässig oder unzuverlässig die Quelle da ist, darf man das sagen. Aber wenn HOD, so hab ich es hier rausgelesen, auch schon richtige News weitergegeben hat, halt ich es für falsch auch nur anzudeuten, dass die Quelle unseriös sein könnte.

      • @Andi mit Bild: Ich fürchte da müssen wir uns auf Agree-to-Disagree einigen, weil ich sehe es genauso wie Thomas:
        „Es ist eher manipulativ nicht darauf hinzuweisen“

      • @Vondenburg:
        Alles gut. Wollte dir auch nicht meine Meinung aufdrücken oder so. War ja ein sachlicher Austausch hier und ich kann deinen Punkt durchaus nachvollziehen.

      • Vielleicht könntet Ihr Euch ja beide auf folgende Formulierung einigen: „Hod45 lag in der Vergangenheit mit einigen exklusiven Informationen richtig, mit anderen aber auch falsch, was bei Insiderinformationen ja in der Natur der Sache liegt.“?

        Dann wäre die Botschaft „diese Meldung ist mit Vorsicht zu genießen“ drin, aber man würde vermutlich nicht auf die Idee kommen, dass Hod45 besonders unzuverlässig wäre.

        Irgendwie bin ich heute Abend in versöhnlerischer Stimmung, aber wahrscheinlich habe ich jetzt nur erreicht, dass Ihr beide genervt seid 😉

  12. Meine Vermutung ist ,das der ESC ganz ausfällt oder man wirklich nur die Künstler im Land per Schaltung auftreten lässt. Die Garantie das es ab Mai /Juni besser wird , das Virus schwächer sein soll ist auch nur eine Vermutung. Dann kommt die nächste Verschiebung ? Bestimmt nicht!
    Aufgrund der jetzt schon hohen Anzahl von Toten in einigen Ländern und der leider nicht auszuschließenden noch kommenden sterbenden Menschen wird ein Musikwettbewerb somit das letzte sein was übertragen wird bzw.die Leute sehen wollen.
    Ich habe eigentlich täglich den logischen Rücktritt Italiens vom Wettbewerb erwartet.
    Jedenfalls werden einige Ländern dieses angesichts ihrer toten Menschen tun.
    Da bin ich mir so recht sicher.
    Auch meine ich,das wir als Thema Eurovision sehr weit hinter dem Thema Fußball rangieren.
    Eine einmalige Verschiebung möglicherweise in den Herbst könnte funktionieren- aber auf keine Fall früher !
    Sollte Bayern die Theresienwiese als Lazarett Gelände benötigen, was schon thematisiert wurde – kann das Oktoberfest im September/Oktober auch nicht stattfinden.
    So werden jeden Tag spätere Großveranstaltungen folgen.
    Einfach jetzt mal realistisch denken- so leid es mir auch um diesen schönen Musikevent tut.

  13. Klar ist eine verschiebung die beste möglichkeit und wenn das in rotterdam so kurzfristig möglich ist, umso besser….die frage ist, welche priorität der esc für rotterdam und die ahoy-arena hat. Bestimmt ist die halle für das ganze jahr ausgebucht.

  14. Juni ist doch eindeutig zu früh. Ich denke eine Sendung die als Aufzeichnung aus allen Ländern mit einem Liveauftritt, unter gleichen Bedingungen läuft wäre das Beste. Natürlich nicht optimal aber dann gibt es auch keine Planungsprobleme mit 2021.

  15. Also aktuell ist die Lage unübersichtlich, jetzt wird natürlich über die unglückliche Aussage vom RKI gesprochen. Die Pandemie wird uns zwei Jahre beschäftigen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die aktuellen (oder strengeren) Maßnahmen weit über den 19. April hinausgehen würde ich aus meiner Informationslage (zB über die Gefährlichkeit des Virus) ausschließen. Auf die chinesischen Zahlen würde ich mich nicht verlassen, aber aktuell verdichten sich Anzeichen (Immunität, Wetter etc), dass der Virus vergleichsweise glimpflich ist. Deswegen sollten die Länder, die nicht in der Lage von Italien, Iran sind, die Zeit nutzen, um ihr Gesundheitssystem so zu stabilisieren, dass die Gesundheitsversorgung für die betroffenen gewährleistet sein wird. Daher sind aktuell Prognosen, die über den 19. April hinausgehen vollkommen unangebracht. Ob sich die Informationslage bis zum Stichtag der Verantwortlichen klärt, wage ich aber zu bezweifeln.

  16. Ich weiß nicht, wie man immer noch auf die naive Idee kommen kann zu glauben, dass das Virus bei Wärme nicht bestehen kann?! Auf den Kanaren gibt es inzwischen auch Dutzende von Fällen. Und dort hatten wir letzte Woche im Urlaub an die 30 Grad! Wie war soll es denn bitte schön werden, damit das Virus eingeht wie Butter in der Sonne? 40 Grad?
    Am besten man macht keine Experimente und verschiebt gleich in den September. Was sollen 3 Wochen bringen?

    • Dann sind die studierten Virologen, die das mit wissenschaftlichen Untersuchungen stützen können, also naiv? Aha.
      Es sagt ja niemand, dass das Virus dann ausgelöscht ist. Es geht nur darum, dass es sich nicht mehr so schnell verbreitet. Und es gibt mehrere gesicherte Informationen darüber, dass dem so ist. Und bis die Temperaturen flächendeckend in Deutschland steigen (hier ist die nächsten Tage Nachtfrost gemeldet!), ist das Gesundheitssystem hoffentlich so weit ausgerichtet mit allen Tests und Pipapo, dass man die Zahl der Neuinfizierten sehr gut behandeln kann und die Quarantäne aufgehoben werden kann.

      • Bitte nicht solchen Unsinn posten!
        Virologe Christian Drosten zu Coronavirus: „Maximum der Fälle von Juni bis August“ (12.3)
        Wenn das so kommt wird sich das Gerücht über eine 3-Wöchige Verschiebung des ESC bald erledigt haben

      • @Andi
        Und wo steht in deinem Artikel, dass der Virus bei höheren Temperaturen verschwindet bzw. Saisonal ist?
        Hab ich dort nirgends gelesen.
        Und wo sagt das Herr Drosten?
        in dem Spiegel Artikel aus dem mein Zitat ist, hält er den Virus heuer für nicht Saisonal, er könnte es in den kommenden Jahren aber werden. Eine revidierte Aussage aus den letzten Tagen kenne ich von Ihm nicht. Schick mir doch mal was aktuelleres von ihm.

  17. Ich bin ganz klar für eine Absage und eine Austragung in Rotterdam im Jahr 2021 – so das Virus dann kein großes Thema mehr ist.

    • Wie soll das bitte dann mit „alten“ Songs funktionieren ? Da wäre wohl die schlechteste Einschaltquote überhaupt garantiert. Wie ich schon schrieb: Große TV-Shows wird es dann eher nicht mehr geben.

  18. Ganz überlesen. Einer meiner Arbeitskollegen hat mich drauf aufmerksam gemacht.

    Hod45 schreibt: „Die niederländische Regierung“

    Hod45 schreibt nicht: „Die niederländische Organisatoren“

    Die NL-Regierung hat nämlich keinen Eurocent zum ESC beigesteuert (die fehlende Millionen stammen aus den Mehreinnahmen der Werbung auf den NPO-Sender). Dazu haben die vier Parteien sehr unterschiedliche Meinungen zum Thema. Orthodox-Christliche Union CU möchte den ESC gar nicht im Land haben, Linksliberale D66 möchte alles ermöglichen, Rechtsliberale VVD betont die wirtschaftliche Vorteile und weigert Steuergeld zu spendieren, Christliche Union CDA hält sich bedeckt oder hat gar keine Meinung.

    Die NL-Regierung macht zur Zeit keine Ausnahmen, weist dezent auf diese Richtlinie für Organisatoren von Veranstaltungen und die aktuelle Verbote hin.
    Des weiteren hat das Parlament seit Montag seine Arbeit eingestellt, hat Mark Rutte am Montagabend die Bevölkerung erklärt warum man alles macht so wie man es macht.
    Alles andere bleibt liegen.

    Wer nachfragt bei Politiker, wird zwar eine private Meinung, aber was wirklich Sache ist, das wissen nur die unmittelbar Verantwortlichen beim Avrotros, NOS und NPO.

    Damit ist diesen Gerücht abgehackt.

    • Entschuldigung, warum sollte das abgehakt sein? Es kann doch immer noch sein, dass die niederländische Regierung den ESC verbietet. Da können sich dann die Organisatoren auf den Kopf stellen.
      Also komm, so naiv und weltfremd kann man doch gar nicht sein, dass man denkt, es sind allein die ESC-Organisatoren, die über die Austragung des ESC entscheiden.

      • Da sind wir mal einer Meinung 😉 Wäre der ESC für diese Woche geplant, wäre sie verboten. Aber Hod45 weckt den Eindruck, dass die Regierung den ESC als extrem wichtig eingestuft hat und das stimmt nicht. Der ESC ist nur einer von sehr vielen Veranstaltungen in NL.

        Achmed Aboutaleb hat es am Donnerstag noch klarer ausgedruckt: ja, in seiner Rolle als Bürgermeister von Rotterdam darf er entscheiden, aber die Organisation darf auch selbst entscheiden. Nirgendwo wurde die Regierung erwähnt.

        Dieses Gerücht ist für mich abgehackt. Und da wir oft eine unterschiedlicher Sicht auf Sachen haben, war ich neugeirig wie du diesen Hod45 einschätzt. Hat sich mittlerweile erledigt.

  19. Ich persönlich würde es so lesen:
    „Wir sind noch in der Debatte. Die Sachlage ist noch sehr dynamisch und es sind viele Leute beteiligt, mit denen alles abgeklärt werden muss. Wir hoffen, dass wir damit bald durch sind“

  20. Juni? Mist. Ich stecke doch dann mitten in den Olympia-Vorbereitungen, weil ich heuer für Andorra im Kugelstoßen teilnehmen werde.

  21. Nach meiner Ansicht ist das Verschieben des ESCs auf einen der Sommermonate zu kurz gedacht und ein völlig falscher Lösungsansatz. In dieser Zeit wird es Winter in Australien, was es für den Coronavirus einfacher machen wird, sich in der Südhalbkugel weiter zu verbreiten. Selbst wenn man darauf spekuliert, dass
    ein Impfstoff bis dahin gefunden wurde, dauert es mindestens ein Jahr bis zur Marktreife.
    Ich finde, dass es wichtig ist, ein Signal zu setzen und den ESC im Mai stattfinden zu lassen. Allerdings nur als Videocontest, wie es die slowenische Sendeanstalt in ihrem Plan B vorgeschlagen hat. Alles andere wäre fahrlässig.

    • Ich wäre auch für diese Lösung. Danach (befürchte ich) wird dann in Sachen „TV-Formate“ deutlich abgespeckt werden müssen. Schließlich kann niemand ausschließen, daß diese Pandemie die einzige war und was noch alles auf uns zukommen wird.

      • Schade, dass es dazu nicht kommt 🙁
        Mit dieser halbherzigen Begründung, „der Contest könne nicht in einer anderen Art und Weise organisiert werden, da es den Werten und der Tradition nicht einhergeht“, hat die EBU nur bestätigt, was ich ohnehin von ihr dachte: Sie sehen den ESC nur als Business, der ohne Live-Publikum, sprich ordentlich Cash in den Taschen, nicht stattfinden kann. Wenn ihr wirklich etwas an der Musik und den Grundgedanken des ESCs gelegen hätte, dann hätte es keine Absage gegeben.

  22. Ich könnte mir vorstellen, dass in jedem Land eine kleine Bühne wie im Video von Russland aufgebaut wird und dann der Auftritt live performt wird. Im Hintergrund darf dann auch die Erasmusbrücke von Rotterdam und jeweils eine Sehenswürdigkeit des Landes, das gerade seinen Auftritt hat, zu sehen sein 🙂

  23. Anhand des Zahlenverlaufs in Wuhan schlusszufolgern, dass man alles in ein paar Wochen im Griff hat, ist unsinnig. China hatte den ganz großen Vorteil, dass es damals die Infektion nur an einem Ort gab, den man konsequent abriegeln und so die Infektionsketten unterbrechen konnte. Wir haben jetzt eine Situation, wo der Virus überall ist und sich verbreitet. Eindämmen geht hier nicht mehr.

  24. moin!
    man kann m.e. erst anfang april brauchbare prognosen über die wahrscheinliche schwere des verlaufs (in deutschland) abgeben – stand jetzt haben wir in der kleinen großstadt,wo ich wohne 29 personen mit corona.
    eingeschleppt wurde das virus hier aus österreich(Skiurlauber) – vor gut 2 wochen gab es die ersten beiden infizierten.
    ich denke,daß es derzeit sicher noch eine dunkelziffer derer gibt,die infiziert sind und es noch nicht wissen.
    man muß da aber abwarten und wenn möglich zu hause bleiben.
    es gibt derzeit leider auch sehr widersprüchliche berichte,in wie fern man sich wieder mit corona infizieren kann.
    sollte es deutlich wärmer werden,könnte das alles verändern – zumindest sagen die virologen,daß wärme dem virus nicht gut tut.
    ich schließe eine ausgangssperre nicht mehr aus und dann wird es heftig!
    man muß trotzdem nicht immer alles gleich absagen!
    verschieben ist in manchen fällen sicher die bessere option.
    irgendwas im bereich 4-6 wochen ist akzeptabel.
    kommt dann auch darauf an,welche gebuchten hallenevents komplett abgesagt werden und dadurch termine frei werden.
    letztendlich ist der ESC aber nicht systemrelevant – man sollte jetzt schon auf die wirklich wichtigen gesellschaftlichen dinge fokussieren!

  25. So ist es…. Nur habe ich bei manchen Kommentaren hier den Eindruck, daß sie sich ausschließlich in der „Blase“ befinden und die Welt außerhalb davon nicht mehr wahrnehmen.

    Ich habe die Entwicklung des ESC in der jüngeren Vergangenheit oft kritisiert und zum Teil eine Art „Haßliebe“ entwiickelt. Daß es ihn aber gar nicht mehr gäbe, wäre auch für mich ein Schock. Aber mein Leben ist nicht so auf den ESC abgestellt, daß ich ums Überleben kämpfen müßte.

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