ESC-Barometer 2021 (6): Galasy ZMesta aus Belarus sprengen das Polarimeter

Das Starterfeld für den Eurovision Song Contest 2021 ist vollständig – und der ESC kompakt Index für diesen Jahrgang berechnet. Who is hot und who is not? Mit der Veröffentlichung der noch ausstehenden Songs ist noch einmal anständig Bewegung ins Klassement gekommen. Mit die größte Überraschung: Galasy ZMesta aus Belarus (Aufmacherbild) schaffen es mit ihrem mittlerweile von der EBU angelehnten Beitrag nur (oder wegen?) 2% Gefällt-mir-ausgezeichnet-Stimmen auf Platz 1 unseres Polarimeters.

Bevor wir auf die einzelnen Werte eingehen, noch eine Anmerkung: drei Beiträge sind doppelt in der Auswertung enthalten. Das gilt für Deutschland, wo wir Song und Video getrennt haben bewerten lassen. Außerdem sind die beiden ursprünglichen Fassungen sowie die Revamps von Albanien und der Ukraine mit dabei. Insofern vergeben wir 43 Plätze, auch wenn aufgrund des Rückzugs von Armenien nur 40 Länder am ESC 2021 teilnehmen. Und auch bei Belarus ist ja noch nicht klar, ob sie überhaupt nach Rotterdam fahren werden.

Zunächst betrachten wir die durchschnittliche Bewertung der Beiträge. Hier bleiben The Roop aus Litauen auf der 1 und Senhit aus San Marino auf der 2. Gjon’s Tears aus der Schweiz singt sich neu auf Rang 3 und Destiny aus Malta auf Rang 4. Auch Tusse aus Schweden und sogar James Newmann aus Großbritannien schaffen es noch in die Top 10 – und verdrängen das Video des deutschen Beitrags damit auf Platz 12.

Vor dem Video von Jendrik liegt auch noch Stefania aus Griechenland, das aber vor allem wegen sehr vieler Gefällt-mir-gut-Stimmen – ganz ähnlich wie bei James Newman. Während sich der Revamp für Albanien gelohnt hat und dieser sich höher positionieren kann als die erste Version des Liedes, ist das für Go_A aus der Ukraine nicht der Fall: Der Revamp landet hier nur auf Rang 20. Vincent Bueno aus Österreich kommt auf einen durchschnittlichen Platz 18.

Im hinteren Drittel findet sich die Song-Version von „I Don’t Feel Hate“ (Rang 30), knapp vor Polen. Nordmazedonien und Georgien haben bei dieser Auswertung nicht viel Freude. Ebenso wie die schon erwähnten Belarussen von Galasy ZMesta, die mit sagenhaften 64% Ist-ganz-fuchtbar-Stimmen ganz am Ende stehen.

Da man beim ESC nicht gegen, sondern nur für einen Song abstimmen kann, schauen wir uns gezielt die Höchstwertungen „gefällt mir ganz ausgezeichnet“ separat an. Auch hier bleiben The Roop aus Litauen an der Spitze. Der Schweizer Gjon’s Tears schiebt sich in dieser Kategorie auf Platz 2 vor Senhit und unterstreicht damit seine Ambitionen auf eine sehr gutes Ergebnis in Rotterdam. Auch die Malteserin ist nicht aus dem Spiel: Mit 37% Höchstwertungen liegt sie auch vor Barbara Pravi aus Frankreich.

Der Schwede Tusse verpasst knapp den Einzug in die Top 10, wobei das anders aussähe, wenn die Ukrainer nur mit einer Liedversion vertreten wären (sie liegen hier auf Platz 8 und 10). Natalia Gordienko aus Moldawien schlägt sich wacker und behauptet sich knapp vor Efendi aus Aserbaidschan. Dadi aus Island und VICTORIA aus Bulgarien müssen sich mit Mittelfeldplatzierungen zufriedengeben.

Nach der Freude über eine Top-10-Platzierung auf Basis des DurchschnittswertS kommt hier das Erwachen für den Briten: Geht es nach den Höchstwertungen, reicht es für ihn nur für Platz 29, knapp vor Vasil aus Nordmazedonien. Während Neuzugang Tornike aus Georgien noch vor dem Vertreter der Gastgeber Jeangu Macrooy landet, bleiben für Polen und Belarus die letzten Plätze.

Die Betrachtung der Durchschnittswerte hat es schon ahnen lassen: Wir haben einen neuen Spitzenreiter im Polarimeter, dass die jeweiligen Extremwertungen „ist ganz ausgezeichnet“ und „ist ganz furchtbar“ aufaddiert. Belarus liegt mit erstaunlichen 65,8% an der Spitze! Damit stoßen sie in dieser Kategorie The Roop vom Thron. Ein Sieg, wenn auch einer mit zweifelhaftem Ruhm. Gjon’s Tears überzeugt auch hier, und Jendrik hält sich ebenfalls wacker. Auch Destiny aus Malta schafft es noch in die Top 10.

Der weiße Gesang aus der Ukraine spaltet weiter die Gemüter, wobei der Revamp (Platz 15) weniger stark polarisiert als das Original (Platz 11). Aber auch Manizha aus Russland kann hier noch einen Achtungserfolg feiern und sich knapp vor den Dänen platzieren. Direkt dahinter die Wiederholungstäterin aus Lettland, Samanta Tina.

Von den Neuzugängen finden sich vergleichsweise wenige am Ende des Polarimeters. Stefania aus Griechenland ist nicht gerade polarisierend (Platz 32). Für den Briten und den Polen gilt das noch mehr. Am Ende bleiben aber Blas Cantó aus Spanien und Eden Alene. Die reüssieren am ehesten in der „Couldn’t Care Less“-Rubrik – und das ist ganz ungünstig beim ESC.

Die verschiedenen Auswertungsansätze führen wir nun in unserem ESC-kompakt-Index zusammen. Der EKI (ESC-kompakt-Index) ist die durchschnittliche Platzierung eines Beitrags nach fünf Kriterien, die jeweils für sich gerankt werden: Einzelbetrachtung „ist ganz ausgezeichnet“, Top2-Betrachtung „ist ganz ausgezeichnet“ und „gefällt mir gut“ zusammen, Durchschnittsbewertung, Polarimeter-Index und umgedrehter Couldn’t-Care-Less-Index (Rangreihung von der niedrigsten „so la la“-Wertung (Platz 1) bis zur höchsten (letzter Platz).

Es bleibt dabei: The Roop werden in Rotterdam um den Sieg mitsingen, wenn es nach dem EKI geht. Dasselbe gilt für Senhit, Gjon’s Tears und Destiny. Die vergleichsweise gute Bewertung für Jendrik aus Deutschland ist zum einen dem Polarisierungspotenzial seines Songs zuzuschreiben. Zum anderen dürfte es aber auch ein paar wohlwollende Wertungen für den nationalen Vertreter gegeben haben. Aber wer weiß, vielleicht ist der EKI schlauer als wir es gerade zu hoffen wagen.

Während Måneskin aus Italien bei der Durchschnittswertung auf Rang 35 lag, schafft es die Band beim EKI auf einen realistischeren Platz 14, gleichauf mit Lesley Roy aus Irland. Vincent Bueno käme demnach auf Platz 25, knapp vor der Russin.

Die belarussischen Vertreter profitieren beim EKI natürlich von ihrer phänomenal schlechten Bewertung. Traurig sähe es für die Slowenin Ana Soklič aus, die es wohl nicht ins Finale schaffen würde. Und auch Roxen aus Rumänien müsste dann bangen. Richtig bitter könnte es am Ende weiter für Spanien und Uku Suviste werden. Ganz so schwarz siehst der ansonsten sehr zählgläubige Autor aber zumindest für den Esten nicht.

Deckt sich unsere Auswertung mit Deiner Meinung über die Beiträge? Diskutiere gern unter diesem Artikel.

ESC-Barometer 2021 (5): Etwas Laserlicht und reichlich Schatten
ESC-Barometer 2021 (4): Verstärkung fürs Mittelfeld
ESC-Barometer 2021 (3): Deutscher Vertreter Jendrik punktet mit Polarisierung
ESC-Barometer 2021 (2): Blind Channel aus Finnland starten durch
ESC-Barometer 2021 (1): THE ROOP sind wieder das Maß aller Dinge
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2020 aus
Rückblick: So sah das komplette ESC-Barometer 2019 aus

Beim ESC kompakt LIVE am Donnerstagabend kommentieren wir natürlich auch das ESC-Barometer und das Ergebnis des EKI. Ab 19 Uhr könnt Ihr live dabei sein.


57 Kommentare

  1. Da haben tatsächlich bei Belarus 2 bei ausgezeichnet abgestimmt? Sachen gibts. Nun gut ich hab auch mit gefällt mir weniger abgestimmt weil ich mir da übler den Text keine Gedanken machte. Ich bin mal gespannt wie und ob es mit Belarus weiter geht. Spätestens bei der offiziellen Bekanntgabe des Starterfeldes wissen wir mehr

  2. Vielleicht solltet ihr die Berechnungsmethode, indem ihr einfach addiert einmal überdenken. Belarus polarisiert ja kaum, alle sind sich einig, dass es schlimm ist.
    Als eindeutiges Beispiel, man stelle sich vor, ein Lied wäre perfekt und hätte 100% Höchstwertung, es würde trotzdem das Polarimeter gewinnen.
    Ihr müsstet Höchst- und Tiefwertung vergleichen und dann den kleineren Wert als Indiz für Polarisierung nehmen. Da hätte Belarus 2, gewinnen würden Deutschland (Song) und Italien mit 20.
    Man könnte auch noch exaktere Berechnungsmethoden machen. Ich bin Mathelehrer und kann mir gern was für euch ausdenken. 😉

    • Guter Ansatz! Der würde in diesem Fall tatsächlich helfen. Aber: Ich habe ja die (unbestätigte) Hypothese, dass Leute, die einen Beitrag sehr gut finden noch stärker motiviert sind, dafür abzustimmen, wenn sie das Gefühl haben, dass andere den wirklich ganz schlimm finden. Deshalb würde ich schon gern beide Extremwerte eingehen lassen. Die Addition ist da sicher zu einfach gedacht. Andererseits ist das ja auch nur eine mathematische Spielerei und wir kennen die Auftritt ja noch nicht…

      • Ich selbst stimme bei Liedern, die ich furchtbar finde, übrigens grundsätzlich mit „gefällt mir weniger“ ab, damit sie nicht beim Polarimeter Punkte sammeln.

      • Bei Addition der Pole hat man wirklich auch diejenigen Songs drin, die entweder extrem hoch oder extrem tief bewertet werden.

        Was haltet ihr von der folgenden Berechnung – die verzichtet auf die Addition, berücksichtigt aber beide Extrempole:
        Prozent der Höchstbewertung x Prozent der Tiefstbewertung / 25

        Das maximale Ausmass der Polarisierung wäre, wenn ein Song 50% Höchst- und 50% Tiefstbewertungen hat (und nichts dazwischen). 50 x 50 / 25 ergeben 100% Polarisierung.

    • Also ganz exakt müsste man die sogenannte Standardabweichung ausrechnen. Das ist ein Maß, dass einem die Stärke der Abweichung um einen Mittelwert angibt. Das ist eben genau die Formel, die Statistiker anwenden um so etwas herauszufinden.
      Die Formel schreib ich hier jetzt mal nicht rein, ist aber ne einfache Geschichte…

  3. Blödsinn: Wohlwollend dem nationalen Vertreter gegenüber?

    1. Es weiß sogar jeder im Ausland, dass die deutschen Fans gerne den eigenen Beitrag tendenziell abwerten und sogar bashen.

    2. Es gibt Gegenbeispiele, wie die Sisters, die absolut realistisch bewertet wurden.

    • @mischka. Das sind jetzt natürlich auch zwei extrembeispiele. Meiner meinung nach wurde weder bei den s!sters noch jetzt bei jendrik wirklich der song bewertet, sondern eher die symphatie. Sowohl im positiven(jendrik) als auch im negativen(s!sters) sinn.

  4. Sehr, sehr gut: Finnland, Frankreich, Österreich😊😊😊😊😊

    Sehr gut: Portugal, Italien, Nordmazedonien, Schweiz, Deutschland😊😊😊😊

    Gut: Litauen, Belgien, Irland, Spanien, Albanien, UK, San Marino, Georgien, Griechenland, Ukraine, Russland, Aserbaidschan, Bulgarien😊😊😊

    Gut hörbar: Norwegen, Dänemark, Schweden, Israel, Moldawien, Malta, Australien, Niederlande, Polen😊😊

    Ganz okay. Island, Estland, Rumänien, Slowenien😊

    Nicht mein Fall: Lettland, Serbien, Kroatien, Tschechien, Zypern

    P. S. Belarus habe ich nicht mehr berücksichtigt, da der Titel ja sowieso nicht beim ESC zugelassen wird. Deutschland bewerte ich nicht mir „sehr gut“, weil das der eigene Beitrag ist. Normalerweise stehe ich den deutschen Beiträgen eher kritisch gegenüber.😉
    Georgien habe ich mittlerweile richtig liebgewonnen, deshalb ist er bei mir aufgestiegen. Wirklich schöne, melodische Nummer.🙂

  5. Und wieder mal ein Zwischenstand meiner youtube-Toplisten Auswertung:

    1. San Marino 183
    2. Zypern 182
    3. Schweiz 150
    4. Griechenland 120
    5. Frankreich 117
    6. Schweden 106
    7. Rumänien 102
    8. Belgien 76
    9. Moldau 71
    10.Kroatien 51

    Übrigens, Deutschland liegt mit mageren 7 Punkten auf Platz 35, Nur Mazedonien, Holland, Israel und Georgien liegen dahinter. Das zeigt mir, dass Jendrik beim ESC nichts zu erwarten hat.

  6. Vielen Dank für die Aktualisierung des ESC-Barometers.

    Wäre es möglich, in Zukunft nur noch einen Eintrag pro Land aufzunehmen – etwa bei Albanien nur die überarbeitete – weil aktuellere – Version? Bei Deutschland kann es der Durchschnittswert von Song und Video sein – oder auch 2/3 Song und 1/3 Video …

      • Da ist normalerweise Jorge eine gute Quelle für. Andererseits haben wir damals den EKI noch nicht berechnet. Aber die Bewertungszahlen müssten wir schon gehabt haben

  7. Meine Top 20
    1.Schweiz🇨🇭
    1.Malta🇲🇹
    1.Frankreich🇫🇷
    4.Island🇮🇸
    5.Rumänien🇷🇴
    6.Finnland🇫🇮
    7.Bulgarien🇧🇬
    8.Litauen🇱🇹
    9.Lettland🇱🇻
    10.Kroatien🇭🇷
    11.Belgien🇧🇪
    12.Schweden🇸🇪
    13.Italien🇮🇹
    14.San Marino🇸🇲
    15.Russland🇷🇺
    16.Irland🇮🇪
    17.Griechenland🇬🇷
    18.Ukraine 🇺🇦
    19.Australien🇦🇺
    20.Serbien🇷🇸

    Ich persönlich finde das Jahr sehr stark!
    So eine Vielfalt an Songs, wann hatten wir das zum letzten mal?

  8. Litauen ist verdient an der Spitze. The Roop haben meiner Meinung nach einfach den besten Song in diesem Jahr. Sie müssen einfach den ESC gewinnen. Go Litauen! Außerdem hatte die lettische Teilnehmerin Samanta Tina ihren 1. Liveauftritt.

    • Das war ja schon mal nicht schlecht und Samanta ist eine tolle Performerin. Sie wird den Titel bestimmt gut darbieten und so ins Finale springen.

  9. Ich kritisiere ja sehr selten, aber in diesem Falle möchte ich doch anmerken, dass ich es schade finde, dass die musikalische Hass- und Verächtlichmachungstruppe, deren Namen ich nicht nennen möchte, mit der Erwähnung in einer Artikelüberschrift geehrt wird. Ich bin hier eindeutig für die Tradition der damnatio memoriae.

  10. Meine Favoriten Songs des ESC 2021,abseits von Wettquoten, Favoriten Status, länderspezifischen Vorurteilen oder Lieblingsländern….Einfach nur was gefällt musikalisch.
    1. ITALIEN (einfach ein geiler Song )
    2. SCHWEIZ ( wunderschöner Song )
    3. RUSSLAND (geiler Beat )
    4. ÖSTERREICH ( wieder mal total unterschätzter schöner Song )
    5. LITAUEN (einfach lässig )
    6. FINNLAND ( geht richtig gut ab )
    7. IRLAND ( überraschend frisch )
    8. UK ( geiler Typ, guter Song )
    9. GEORGIEN (mir gefällt es richtig gut )
    10. FRANKREICH ( gut aber kein Gewinner für mich )

    FAST IN DEN TOP 10
    Deutschland (lustiger kreativer Song, ein bisschen nervig…)
    SLOWENIEN (The Voice )
    ESTLAND (einfach guter Song )

    Alles andere geht so oder gefällt mir nicht oder überhaupt nicht……..

  11. Damals hab ich für The Roop noch mit „ausgezeichnet“ abgestimmt. Mittlerweile würde ich nur noch ein solala geben. Mich nervt Discoteque mittlerweile so sehr. Das einzige Lied, das ich ständig skippe.

    Meine Top 10:
    1. Malta 🇲🇹
    2. San Marino 🇸🇲
    3. Zypern 🇨🇾
    4. Slowenien 🇸🇮
    5. Irland 🇮🇪
    6. Schweden 🇸🇪
    7. Schweiz 🇨🇭
    8. Moldau 🇲🇩
    9. Griechenland 🇬🇷
    10. Albanien 🇦🇱
    (Deutschland wäre auf der 11)

  12. Hat Belarus nicht schon offiziell beschlossen, nicht am ESC teilzunehmen? War das nicht auch grad in den Nachrichten aus Belarus? Kann das jemand bestätigen? Hat jemand hier auch belarussische Nachrichten gesehen? Oder habe ich das falsch verstanden?

    • In einer FB-Gruppe hatte jemand einen Beitrag vom VK-Account des belarusischen Senders BRTC gepostet. War natürlich auf Russisch, laut Google Übersetzer steht dort tatsächlich drin, dass sie nicht teilnehmen und deshalb nur 39 Länder in Rotterdam starten werden.

  13. Nochmals Vielen Dank für die Auswertungen, ich bin ja gespannt, wie die Auswertung dieses Jahr mit dem ESC Kompakt ESC korrespondieren wird. Interessant wie immer, dass einige Beiträge aus den Kommentaren geschätzt doch anders ankommen, aber die Gruppe derjenigen, die abstimmen ist ja größer als die der Kommentierenden.
    Ansonsten denke ich ist das der richtige Beitrag, um einmal auch meine persönliche Top 39, die nur meinen Geschmack den Studioversionen nach widerspiegelt und nicht damit korrespondiert, wie ich den Ausgang des ESC prognostizieren würde. Da sehe ich aktuell Schweiz und Litauen vorne, Malta in Lauerposition und Frankreich und Rumänien als Dark Horses. Hier also meine Top 39:
    1. Dänemark
    80er Retronummer, die mich an Erasure als sie noch gut waren erinnert. Läuft bei mir in Heavy Rotation
    2. Litauen
    Im Gegensatz zu manch anderem hier, gefällt mir der Song immer besser, gerade durch den Trick langsamer und gleichzeitig basslastiger zu sein als „On Fire“
    3. Ukraine
    Ist einfach grandios, auch im Revamp.
    4. Schweiz
    Große Stimme, starker Song, der sich doch entscheidet anders zu sein als „Repondez Moi“
    5. Malta
    Die Bridge stört mich ein wenig, aber sonst ist das schon ein Brett.
    6. Australien
    Gefällt mir ausgesprochen gut, aber der Live Auftritt lässt mich sorgenvoll werden.
    7. Tschechien
    80er Anleihen, die nicht wahllos wirken, haben es bei mir einfach leicht.
    8. Frankreich
    Nur Platz Acht, weil Chansons nicht wirklich meins sind, aber qualitativ sehr hochwertig.
    9. Moldawien
    Wenn schon trashig dann bitte so, auch wenn Frau Gordienko dringend Back-Up-Sängerrinnen braucht.
    10. Rumänien
    Gefällt mir deutlich besser als der letztjährige Song, obwohl nicht so viel anders.
    11. Niederlande
    Wenn Gospel, dann bitte so wie bei Jeangu Macrooy
    12. Kroatien
    Müsste ich eigentlich mehr mögen, will ich aber nicht so oft hören.
    13. Bulgarien
    Billie Eilishs Stil ist gar nicht meins, aber der Song hat sich ein wenig nach oben „gegrowt“
    14. Finnland
    Linkin Park anno 2003 abgeschmeckt für den ESC, mag ich gerade im Wettbewerbsvergleich
    15. UK
    Ein wenig hat Bennis Empfehlung den laut per Kopfhörer zu hören geholfen…
    16. Estland
    Irgendwie mag ich die Schmonznummern von Uku dann doch
    17. Italien
    Mir zu wenig Glam und zu viel Punk, um weiter vorne zu landen
    18. Österreich
    Kann man schön hören, hätte ich aber nicht unbedingt gebraucht.
    19. Deutschland
    Bin ein wenig warm geworden mit dem Song.
    20. Island
    Bin enttäuscht, der Song ist bestenfalls ein lauer Aufguss
    21. Aserbaidschan
    Wird mit jedem hören nerviger, dennoch besser als „Cleopatra“
    22. Irland
    Der egalste Song des Jahrgangs, ok.
    23. Griechenland
    Zieht die 80er Nummer doch ganz durch, so zu unausgegoren
    24. San Marino
    Verstehe den Hype immer noch nicht, wertig gemacht, aber mehr nicht
    25. Russland
    Ne meins ist das überhaupt nicht, aber schön, dass es dabei ist
    26. Albanien
    Diese typischen Nummern aus Albanien immer…
    27. Belgien
    Furchtbar langweilig und der Gesangswechsel war auch murks
    28. Serbien
    Weniger hassenswert als „Hasta La Vista“, dennoch nicht gut
    29. Portugal
    Wäre ein schönes Schlaflied ohne den Sänger (der aber ne interessante Stimmfarbe hat)
    30. Spanien
    Schöne Stimme, ödes Lied
    31. Lettland
    Mit Dubstep kann man mich jagen
    32. Zypern
    Haben die den Tontechniker aus San Marino bekommen??
    33. Schweden
    Wird immer schlimmer in meinen Ohren.
    34. Israel
    Furchtbares Arrangement und ohne Esprit
    35. Georgien
    Könnte ich mal als Schlaflied probieren
    36. Polen
    Dreisteter Vertreter des wir machen so ein bisschen auf 80er Trends
    37. Nord-Mazedonien
    Füllware eines schwachen Andrew Lloyd Webber Musicals
    38. Slowenien
    Schlimmer Text, der einen schlimmen Song noch schlimmer macht.
    39. Norwegen
    Könnte man mich mit quälen, grausam

  14. Alles an sich blanker Unsinn. Insbesondere der angebliche Polarisierungsmesswert halte ich für unzureichend, wenn nicht gar für ausgemachten Schwachsinn, sorry. Insbesondere die Umkehrung einer Misfallens-Bekundung zur ihrem Gegenteil, nämlich einer Positiv-Bewertung ist aus der Luft gegriffen, auch in der Hinsicht, dass man nicht weiss, was den einzelnen User dazu bewegt hat eine negative Bekundung öffentlich zu machen und woher der User überhaupt stammt Sorry. Hat mit Wissenschaftlichkeit null zu tun. Es gilt der eherne Grundsatz: Glaube keiner Erhebung, die statistischen Anspruch suggeriert, die du nicht selber gefälscht hast.

    Interessant dabei ist, dass bei Youtube den Kanalinhabern (das sind in erster Linie der ESC Channel, sowie offizielle Channel der Teilnehmer und/oder deren Plattenfirmen und/oder der entsendenden Fernsehstationen) alle Daten ganz genau vorliegen.
    Jendrik, der ja wahrscheinlich sehr für Transparenz ist (oder?), kann ja mal posten aus welchen Ländern wieviel Prozent der Aufrufe und Comments des auf seinem Kanal geposteten offiziellen Videos stammen und welchen Quellen und an Hand welcher Suchbegriffe Aufrufe für sein Video initiiert wurden. Vor allem würde mich interessieren ob Werbeschaltungen stattfinden, oder nicht usw. Bin mir aber sicher, dass genau diese ohne weiteres mögliche Transparenz nicht passieren wird. Leider wurde natürlich auch ‚versäumt‘ diesbezüglich Jendrik bei Gelegenheit Fragen zu stellen…

    Youtube hatte früher im Ansatz viele interessante Daten ja veröffentlicht, das aber vor einigen Jahren aus bestimmtem Interesse heraus rundum eingestellt.
    Ausserdem muss man unbedingt wissen. dass die bei Youtube veröffentlichten Playzahlen z.T. erheblich von den tatsächlichen Aufrufzahlen abweichen. Youtube meldet grundsätzlich weniger Plays, als eigentlich insgesamt stattfinden.

      • Ich hab dazu seine Plattenfirma Universal Music befragt. Diese Firma gibt dazu aber, wie du sicher schon dir gedacht hast, keine Auskunft und zwar grundsätzlich nie, bei niemandem. Eine Anfrage bei Jendrik von meiner Seite aus halte ich für nicht sinnvoll, da Jendrik zu mir keinen wie auch immer gearteten engeren Kontakt hat. Aber ich sag mal hier scheint es ja Leute zu geben, die recht engen Kontakt zu Jendrik pflegen. Mir würde sich so eine Frage an deren Stelle halt schon ‚a bisserl‘ aufdrängen. Allerdings muss ich einschränken, dass laut Youtube Nutzungsbedingungen zb niemals öffentlich gemacht werden darf, wie hoch zb die Werbeeinnahmen konkret sind.
        Übrigens ganz besonders aussagekräftig halte ich die Information (die seitens Youtube auch erhoben wird) wie viele der Videoaufrufe NICHT nur Einmalige sind, also Repeats darstellen und auch wieviele Aufnahmen in private User-Playlists erfolgen (welche ja automatisch Repeats erzeugen). Aber ich weiss natürlich, dass Youtubedaten nur ein wirklich ganz ungefähres Bild liefern hinsichtlich der Aussichten eines Beitrags beim ESC. Allerdings ist es schon so, würde ich zumindest aus meinen statistischen Erhebungen heraus behaupten, dass selbst rudimentäre Youtubedaten schon eher einen halbwegs guten Fingerzeig dahingehend geben, ob ein Song Chancen auf kommerziellen Erfolg haben könnte bzw bereits kommerziellen Erfolg aufweist.

      • Ich habe keinen Kontakt zu Jendrik. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass er seine Social Media Accounts selber managt und dabei anscheinend zügig reagiert.
        Also warum fragst Du ihn dann nicht? Schlimmeres als „nein“ oder „weiss nicht“ kann ja nicht passieren.

      • weiss nicht ist keine Option…Option ist aber, dass sein Vertrga mit Universal einen Passus enthält, die die Weitergabe von statistischen Daten Strafzahlungsbewährt verbietet und auch einen Passus der den oben erwähnten Passus ebenfalls strafzahlungsbewährt sanktioniert. Er also nichtmal Auskunft darüber geben darf, ob der Daten NICHT veröffentlichen darf.

      • Dann wäre immer noch die schlimmste Antwort einfach keine Rückmeldung. Wo ist da dann Dein Problem?

  15. „Hat mit Wissenschaftlichkeit null zu tun.“

    Ist ja auch kein Wissenschaftsblog hier, sondern Infotainment. Und die absolute ESC-Formel zur hundertprozentig korrekten Vorhersage hat auch noch keiner gefunden. 😉

    • naja für mich wird hier schon ’sone‘ Art von Wissenschaftlichkeit suggeriert. Viele Daten, viele Balkendiagramme, viele aus den sehr rudimentären und undifferenzierten Daten gezogene Schlussfolgerungen. Ich glaube ein gewisser Anspruch wird hier schon präsentiert. Das ist glaube ich nicht als ‚reine spielerische Unterhaltung‘ gemeint.

    • Und ich dachte immer, dass ich die absolute ESC-Formel zur hundertprozentig korrekten Vorhersage sei … 😉

      • Das Gute daran ist ja, dass keiner weiß, was die Burg bedeutet. Im Bakettsaal tummelt sich ja auch der eine oder andere, den ich nicht so dolle finde, während im Verlies auch Perlen verrotten können. Also kann ich immer sagen, dass ich recht hatte. 🙂

  16. @ Thomas M. (mit Punkt)

    Ich stimme auch nicht mit „ist ganz furchtbar“ ab, nur weil mir ein Lied nicht gefällt. Damit ich das tue, muss noch etwas anderes hinzukommen, z. B. ein Text, den ich als menschenverachtend empfinde. UKD91 ist einer meiner ganz seltenen 0/12 = ist ganz furchtbar-Beiträge.

    • Da musste ich mir sofort den Song zu ansehen und nebenbei den Text googeln, denn der ist beim gesinge von Samantha Janus kaum zu verstehen.
      Zynischer kann ein Songtext ja kaum sein

      • Und dann noch diese Weichzeichnerästhetik. Das sieht aus wie ein Erotikfilm aus den 1990ern im deutschen Privatfernsehen. Mir wird jedes Mal übel, wenn ich das sehe. 🙁

  17. Meine Top 10 nach 39 Ländern

    1. Schweiz
    2. Malta
    3. Frankreich
    4. Litauen
    5. Deutschland
    6. Finnland
    7. Israel
    8. Großbritanien
    9. Kroatien
    10. Norwegen

  18. Ich möchte nicht als Klugscheißer gelten, aber werden nicht die Belarusen nicht mit nur einem „s“ geschrieben? Falsch wäre „Belarussen“.🤔🤔
    belarusisches Lied und nicht belarussisches Lied

    Ich werde das nochmal googeln 🤔🤔

    • Ich habe folgendes ergoogelt:

      Landesname: Belarus
      Adjektiv: belarusisch
      Einwohner: die Belarusen, ein Belaruse, eine Belarusin

  19. Sorry, ich mag Destinys Stimme nicht und „Je me casse“ finde ich immer nerviger. Dafür entdecke ich so langsam die Klasse von „Moon is rising“ – so etwas nenne ich mutig und innovativ.

    10/10 Frankreich
    9/10 Litauen, Schweiz, Albanien
    8/10 Finnland, Lettland, Ukraine, Bulgarien
    7/10 Deutschland, Spanien, Belgien, Georgien, irland
    6/10 Russland, GB, San Marino. Niederlande, Dänemark
    5/10 Serbien, Israel, Island, Schweden, Rumänien
    4/10 Italien, Griechenland, Österreich
    3/10 Malta. Aserbaidschan, Estland, Australien
    2/10 Norwegen, Tschechien
    1/10 Portugal, Kroatien, Moldau, Nordmazedonien
    0/10 Zypern, Polen

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