ESC kompakt kompakt: Neuigkeiten zur ESC-2022-Auswahl in Israel, Norwegen und Tschechien

Kurz vor Beginn der neuen ESC-Saison am 1. September 2021 halten sich die meisten Länder zurück mit neuen Informationen zur Auswahl ihres Beitrags für den Eurovision Song Contest 2022 in Italien. Andere Länder – wie Israel, Norwegen und Tschechien – veröffentlichen zwar kleine Nachrichten-Häppchen, die aber wirklich so klitzeklein sind, dass sich kein eigener Artikel lohnt. Wir fassen die Neuigkeiten der vergangenen Tage deshalb wieder kompakt in einem Übersichtsbeitrag zusammen.

Israel

Aus Israel kam in diesem Jahr schon relativ früh die Nachricht, dass der oder die Nachfolger*in von Eden Alene in der Castingshow „X Factor“ gesucht und gefunden werden soll. Nun wurde bekanntgegeben, dass das Finale der Sendung gleichzeitig auch über das Lied für den ESC entscheiden wird. Zu diesem Zweck können israelische Songwriter zwischen Mitte September und Mitte Oktober bis zu zwei Songs einreichen. Es gibt einen umfangreichen Kriterienkatalog; das israelische Fernsehen behält sich allerdings das Recht vor, davon jederzeit abzuweichen und einfach irgendeinen Song auszuwählen, der nach dem 1. September veröffentlicht wurde oder auch erst von den X-Factor-Finalisten selbst geschrieben wurde. Im Klartext: Anything goes.

Norwegen

Noch ist nicht bestätigt, wie genau der nächstjährige Norsk Melodi Grand Prix aussehen wird, auch wenn die Zeichen darauf stehen, dass das in den letzten Jahren bewährte System mit fünf Halbfinals und einem Finale fortgesetzt wird. Nun wurde aber die Einreichungsfrist für potenzielle Beiträge nachträglich vom 15. August auf den 15. September verlängert. Ob das darauf hindeutet, dass bislang zu wenig brauchbares Material eingereicht wurden, verliert sich in den Nebeln von Norwegen.

Tschechien

Kurioses gibt es auch aus Tschechien zu vermelden: Hier wurden jetzt zwar erste Details zur Vorentscheidung veröffentlicht, die allerdings explizit unter dem Vorbehalt stehen, dass Tschechien auch tatsächlich am ESC 2022 teilnimmt, wozu sich die Rundfunkanstalt ČT aktuell noch nicht bekennen möchte. Nun denn. Potenzielle Beiträge können jedenfalls spätestens ab dem 17. September und bis zum 30. September eingereicht werden. Die Lieder dürfen nicht vor dem 1. September veröffentlicht worden sein und der Leadsänger muss tschechischer Staatsbürger sein.

Was sagt Ihr zu den ESC-2022-Plänen in Israel, Norwegen und Tschechien? Wir halten Euch über die weiteren Entwicklungen natürlich an dieser Stelle auf dem Laufenden.


10 Kommentare

  1. zu Norwegen:
    Ich weiß nicht weshalb bei Norwegen immer so früh der Bewerbungsschluss ist. Braucht der Melodi Grand Prix bzw. die Künstlerauswahl dafür wirklich so viel Zeit, dass man so einen frühen Bewerbungsschluss Mitte August haben muss? Da finde ich die Verlängerung bis Mitte September schon angebracht.
    Zum Vergleich:
    In Schweden beginnt die Bewerbungsphase fürs Mello erst morgen und dauert bis 17. September! In Norwegen ist die Bewerbungsphase dafür länger, da der Bewerbungsprozess schon seit 28. Mai läuft, aber ich denke dieses eine Monat bis in den September das Bewerbungsfenster offen zu halten dürfte NRK ruhig auch die nächsten Jahre machen.

  2. Was sagen wir wozu? ……..oh sorry, bin gedanklich momentan so gar nicht dabei. Bin noch ein wenig in der PED-Phase ….aber wird langsam besser, je mehr Länder (jetzt schon 15) sich für den JESC melden (und UK, Kazakhstan, Armenien und Australien noch fehlen).

    • Bei Kasachstan habe ich Hoffnung! Bei den anderen drei Ländern allerdings weniger.
      Bei Armenien weiß ich nicht wie die aktuell (finanziell) dastehen mit diesem Konflikt welchen sie letztes Jahr mit Aserbaidschan hatten. Und Aserbaidschan ist dieses Jahr auch wieder beim JESC dabei.
      Bei UK hat zwar Martin Österdahl angedeutet Gespräche zu führen, damit die wieder als ganzes beim JESC teilnehmen, aber ich bezweifle, dass diese Gespräche erfolgreich verlaufen könnten.
      Australien hat zwar noch nicht offiziell abgesagt, aber nachdem „ABC Kids“ den JESC wieder an „SBS“ zurückgegeben hat scheinen die nicht so richtig zu wissen wie es weiter gehen soll. Außerdem gibt es in Australien ja ganz strenge Coronamaßnahmen im Moment. SBS müsste also höchstwahrscheinlich beim JESC, wie beim ESC, mit einem vorher aufgezeichneten Video teilnehmen.

  3. Das norwegische System finde ich soweit ganz gut, ich würde aber die Direktnominierungen für das Finale streichen. Es könnten sich ja pro Vorrunde die zwei Besten qualifizieren.

  4. Es gibt übrigens auch Neuigkeiten aus Irland zum Thema JESC. Dort wurden heute die Moderatorin sowie die Jurymitglieder präsentiert. Louise Cantillon führt durch den JESC-Vorentscheid „Junior Eurovision Éire 2021“ und löst Vorgänger Eoghan McDermott:

    https://eurovoix.com/2021/08/23/ireland-junior-eurovision-eire-2021-presenter-guest-judges/

    Bei den Juroren sind klangvolle Namen dabei, so u. a. Lesley Roy, die in diesem Jahr am ESC teilnahm und bedauerlicherweise im Halbfinale ausschied sowie die ehemaligen ESC-Siegerinnen Niamh Kavannagh und Linda Martin sowie die Jedwardzwillinge.

    Der Sieger des ersten JESC, Dino Jelušić, hat in einem Interview mit der Tageszeitung Večernji list betont, daß er gerne für Kroatien am ESC teilnehmen möchte:

    https://eurovoix.com/2021/08/23/croatia-dino-jelusic-eurovision/

    Zuvor war Dino schon als Kandidat für den ESC gehandelt worden, hat allerdings eine möglich Teilnahme abgelehnt.

  5. Sollten die Norweger mit dem, was bis Mitte September nachgereicht wird, immer noch nicht zufrieden sein, könnten sie intern ein neues Quartett zusammenstellen, dass dann als „Just 4 Fun reloaded“ oder als „Just 4 Fun Next Generation“ oder so gen Italien reisen wird … 😉

    Wobei es in jüngerer Zeit vorkam, dass bereits der Nationalfeiertag – der 17. Mai – Einsendeschluss für potentielle Beiträge für den MGP war …

  6. Zitat (aus dem Schweizer Artikel vom 19.8.): „Am Auswahlprozess sind die diversen Schweizer Regional-Organisationen SRF, RTS, RSI und RTR beteiligt.“
    Dazu fällt mir wieder mal ein (und der Kommentar passt hier noch besser rein als beim Schweizer Artikel): in der Schweiz sind also alle Landesteile involviert, während in Deutschland nur der NDR involviert ist, im Prinzip also „nur“ Norddeutschland involviert ist, weil man sich im Rest der Republik einen schlanken Fuss beim WDR, SWR, BR, MDR, SFB oder gar dem ZDF macht. Das müsste auch mal stärker in den Fokus, aber vermutlich ist es so, dass alle Verantwortlichen beim deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk froh sind, dass sie sich keine Gedanken um den ESC machen müssen. Ob der NDR den ESC an die Wand fährt oder längst gefahren hat (was die Auswahl der deutschen Beiträge angeht), ist dabei anscheinend vollkommen egal. Man könnte sich aufregen, aber am Ende muss man es doch auch mit Humor aufnehmen, dass in Deutschland einiges schief läuft und ja auch noch nicht mal klar ist, wie die Entscheidungsstrukuren beim NDR nach dem Weggang von Thomas Schreiber nun sind.
    P.S.: Schließe mich dem Kommentar von Togravus (oder wer es war) an, dass wenn nur Grütze zur Auswahl steht im Auswahlprozess, auch am Ende nur Grütze raus kommen kann („Shit in, shit out“) und das könnte auch der Grund sein, warum es bei der Schweiz klappt (die haben es drauf, das richtige Material ihren Juries vorzulegen und nicht schon vorab „Sperriges“ zugunsten von „08/15“-Pop auszusortieren, wie es die Leute beim NDR machen).

  7. habe auch ne Absage bekommen von dem Herrn Biermann, na ja, vielleicht gibt es ja nur Absagen, wobei ich aber noch eher glaube, dass Benni in seinem Artikel recht hat (wie „damals“ im Dezember mit Jendrik), dass es vielleicht sogar eine TV-VE geben wird. Sorry, dass ich zum falschen Artikel kommentiere (1 x falsch geklickt),

Schreibe eine Antwort zu mil etter mil (Bernhard) Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.