ESC Radio Awards 2021 (wieder) für Gjon’s Tears sowie für Måneskin und Destiny

Das gab’s noch nie bei den ESC Radio Awards: zum dritten Mal in Folge hat ein Land den Preis für den besten männlichen Künstler erhalten – und dann auch noch die Schweiz! Im Jahr 2019 ging die Auszeichnung an Luca Hänni, 2020 sicherte sich Gjon’s Tears den Award – und legt in diesem Jahr gleich noch einmal nach. Doch nicht nur als bester Künstler räumte er ab, sondern er erhielt auch den Preis für den besten Song. Beste Künstlerin wurde Destiny aus Malta, beste Band die ESC-Sieger Måneskin aus Italien.

Mit 18,5% der Stimmen lag der Schweizer Beitrag „Tout l’Univers“ knappe vier Prozentpunkte vor dem ESC-Siegersong „Zitti E Buoni“. Einen überraschend guten dritten Platz konnte sich der norwegische Beitrag „Fallen Angel“ sichern. Für den deutschen Song „I Don’t Feel Hate“ reichte es mit weniger als einem Prozent der Stimmen für den 22. Platz, knapp hinter „Tick-Tock“ aus Kroatien und knapp vor „Øve Os På Hinanden“ aus Dänemark. Mit (so gut wie) keiner Stimme landeten „The Moon Is Rising“ (Lettland) und „The Ride“ (Polen) am Ende.

Ein Kopf-an-Kopf-Renen um den Sieg gab es bei den Künstlerinnen zwischen Destiny und Barbara Pravi, bei dem sich letztlich die Malteserin mit 19,5% zu 19,1% knapp durchsetzte. Deutlich dahinter folgt die Vorjahressiegerin VICTORIA aus Bulgarien. Auf den Ehrenplätzen 4 und 5 liegen die Russin Manizha die Aserbaidschanerin Efendi.

Vollkommen eindeutig ist jedoch das Ergebnis bei den Herren. Dem Schweizer Gjon’s Tears gelingt hier mit 41,1% ein Erdrutschsieg. Der Norweger TIX bleibt unter der 20%-Grenze und wird Zweiter (ESC Radio scheint bei seinen Fans sehr beliebt zu sein). Nur noch knapp über 5% erreichen die Plätze 3 bis 5 mit Tusse (Schweden), Blas Cantó (Spanien) und James Newman (Großbritannien). Der Deutsche Jendrik schafft es auf Rang 7, direkt hinter dem Esten Uku Suviste und etwas deutlicher vor dem Niederländer Jeangu Macrooy.

Eine klare Sache ist auch die Entscheidung bei der besten Gruppe. Die ESC-Sieger Måneskin aus Italien sichern sich hier mit 25,4% den ersten Platz. Der Kampf um Platz 2 geht knapp an Go_A aus der Ukraine vor THE ROOP aus Litauen (17,2% vs. 16,8%). Dass die Dänen Fyr og Flamme am Ende landen, ist für den Autor nicht nachvollziehbar; andererseits war hier das Startfeld auch besonders stark.

Vom 12. bis 20. Juni konnten die Hörerinnen und Hörer des Webradiosenders ESC Radio ihre Favoritinnen und Favoriten bestimmen. Dabei konnten sie jeden Tag aufs Neue dreimal voten. Die Awards wurden in diesem Jahr bereits zum 15. Mal vergeben.

Bisherige Berichte über die ESC Radio Awards

ESC Radio Awards 2020 für „On Fire“, The Roop, VICTORIA und Gjon’s Tears
ESC Radio Awards 2019 für „Arcade“, Tamara Todevska, Luca Hänni und KEiiNO


10 Kommentare

  1. Qualität setzt sich immer durch und SVT hat eben auf Instagram in seinem aktuellen Post verkündet, daß ab dem 27. Juni Wettbewerbstitel für das Melodifestivalen eingereicht werden dürfen.

  2. Ja, ich finde es auch schade, dass Fyr og Flamme so schlecht ankommen. Okay, der Auftritt beim ESC war einfach nichts, aber der Song ist doch ein schöner Ohrwurm. Höre ich immer noch gerne.

  3. Das bestätigt meine meinung, das der durchschnittliche zuschauer weder song noch stimme bewertet, sondern andere, unwichtige sachen.
    Televote weg und nur noch eine fachjury entscheiden lassen.

    • Schön, wie diese Meinungen immer gerade dann bei Leuten durchkommen, wenn ihr Land das Juryvoting gewonnen hat.
      Besonders beliebt auch der Schläger „Niemand braucht Juries“, nachdem man das Televoting gewonnen hat.

    • Der Zuseher entscheidet mit dem Bauch und dem Herz, die Juries mit dem Verstand.
      Bei Musik finde ich letzteres eher unwichtig.

      • Theoretisch mit dem Verstand. Auch Jurys sind Menschen, Menschen haben eine subjektive Wahrnehmung. Von konstant hohen Jury-Punkten an liebe Nachbarn mal ganz zu schweigen…

      • Die Juries sollten angeblich für mehr „Gerechtigkeit“ sorgen, also das Nachbarschafts- und Diasporavoting ausgleichen. Aber zumindest was das Nachbarschaftsvoting betrifft wurde das Ziel meiner Meinung nach nicht erreicht. Außerdem entscheiden sie auch nach dem eigenen Geschmack, und manchmal habe ich auch meine Zweifel, ob sie wirklich immer so die „Qualität“ im Blick haben.

    • Du meinst, unwichtige Sachen wie ob einen der Song berührt (tut Gions Mich leider nur bedingt) oder einen mitreißt (tut er leider gar nicht)?

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