ESC-Songcheck kompakt (16) – Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Schon Ende November letzten Jahres gab der ausführende Sender CyBC (Cyprus Broadcasting Corporation) bekannt, dass die griechische Sängerin Elena Tsagrinou für Zypern am Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam teilnimmt. Damit endeten abrupt die Spekulationen, wer für Zypern starten würde, die bereits im Sommer begonnen hatten, als bekannt wurde, dass Sandro nicht erneut für Zypern für den ESC gesetzt wird.

Die in Athen geborene Sängerin Elena Tsagrinou nahm mit nur 14 Jahren an der griechischen Version von Got Talent („Das Supertalent“) teil, wo sie immerhin das Halbfinale erreichte. Vier Jahre später stieß sie zu der noch heute bestehenden Band OtherView. Im Jahre 2018 löste sie sich schließlich von der Band, um sich auf ihre eigene Solokarriere zu konzentrieren und veröffentlichte ihre Debüt-Single „Pame Ap’ Tin Arxi“. Spätestens seit diesem Moment ist sie aus der heimischen Musikszene nicht mehr wegzudenken und trat bei verschiedenen Musik-Shows in Griechenland und Zypern auf. Auch als Moderatorin konnte sich Elena Tsagrinou etablieren, so moderierte sie schon vor ihrer Solokarriere eine Staffel der Castingshow „The Voice of Greece“. Zuletzt veröffentlichte sie im Juli vergangenen Jahres den Song „Pare Me Agkalia“ mit dem griechischen DJ Mike.

Der Österreicher Marvin Dietmann ist für die Bühnenperformance in Rotterdam verantwortlich. Er hat schon für hunderte TV-Shows europaweit gearbeitet und etwa auch die Gewinnerperformance von Conchita Wurst gestaltet. Auch beim Kostüm überlassen die zypriotischen Verantwortlichen nichts dem Zufall – hier wurde die griechische Designerin Celia Kritharioti beauftragt.

Der Song

Geschrieben wurde „El Diablo“ von Jimmy „Joker“ Thornfeldt, Laurell Barker, Oxa und Thomas Stengaard. Jimmy „Joker“ Thornfeldt schreibt schon seit Jahren Hits für die weltweit bekanntesten Musiker (Jennifer Lopez, Pitbull und viele andere) und steht in diesem Jahr zusätzlich mit den beiden Beiträgen „Voices“ von Tusse und „Adrenalina“ von Senhit im Wettbewerb. Zudem wirkte er an Eric Saades „Every Minute“, Kadiatous „One Touch“ und Alvaro Estrellas „Baila Baila“ aus dem diesjährigen schwedischen Melodifestivalen mit. Laurell Barker ist seit 2017 aus dem Songwriting-Zirkus rund um den Eurovision Song Contest nicht mehr wegzudenken: Nachdem „Stones“ der Schweizer Band ZiBBZ zwar 2018 noch als 13. Platz im Halbfinale die Heimreise antrat, folgte 2019 mit „She Got Me“ performt von Luca Hänni ihr bisher größter Erfolge beim ESC. Oxa wiederum ist in Deutschland insbesondere durch die Teilnahme bei The Voice of Germany 2019 aufgefallen und Thomas Stengaard dürfte vielen besonders durch das Siegerlied von 2013 „Only Teardrops“, aber auch durch sein mitwirken an Michael Schultes „You Let Me Walk Alone“ und Aly Ryans „Wear Your Love“, ein Begriff sein.

Der moderne, an den Sound Lady Gagas angelehnte Popsong „El Diablo“ handelt vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse – hier insbesondere von der Liebe zu einer Person, die so böse wie der Teufel („El Diablo“) ist. „I fell in love, I gave my heart to el diablo. I gave it up, because he tells me I’m his angel.“ Gegen Ende des Liedes wird die Sängerin von einem Kinderchor, welcher „I love El Diablo“ singt, begleitet.

Kurz nach der Veröffentlichung des Titels wurde eine Online-Petition gestartet mit dem Ziel, den Beitrag vom Wettbewerb zurückzuziehen, und der zypriotische Sender CyBC soll Drohanrufe erhalten haben. „El Diablo“ propagiere lebenslange Hingabe und ewige Liebe zu Satan und wurde wohl von einigen Christen als skandalös empfunden. Genützt haben diese Drohungen allerdings nichts.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Sorry, wenn ich mit diesem Thema den einen oder anderen nerve, aber ich stelle mir immer noch einen deutschen Vorentscheid vor, in dem Jendrik „I Don’t Feel Hate“ singt, OXA „El Diablo“, Tim Kamrad „Dance With Danger“, LIENNE einen schönen Song…dazu dann noch einen launigen sea shanty und etwas aus einem alternativeren Genre (Rock? Hip-Hop?). Wie toll wäre das bitte gewesen?! Anyway, zurück zum Thema: „El Diablo“ möchte ich als ziemlich offensichtliche Lady-Gaga-Kopie eigentlich nicht mögen, aber der Song ist ein Ohrwurm. Mich nervt die Verfremdung der Stimme etwas, mal sehen, wie das auf der Bühne in Rotterdam wird. Ich gehe davon aus, dass wir weder im nächsten Jahr guten Zivania genießen werden, noch dass das Laurell-Barker-Abo auf die hinteren Plätze greift (Ausnahmen bestätigen die Regel), stattdessen dürfte es bei entsprechender Inszenierung ein ziemlich sicherer Mittelfeldplatz werden. 8 Punkte.

Berenike: Wie an so vielen Dancepopnummern in diesem Jahr ist an „El Diablo“ an sich nichts auszusetzen, der Song ist professionell produziert und durchaus eingängig. Und doch ist er uninnovativ und langweilt mich etwas, Zypern scheint seit „Fuego“ zum zweiten Mal auf „Replay“ gedrückt zu haben. 4 Punkte. 

Douze Points: Noch vor fünf Jahren hätte man wohl selbstbewusst als Fan zu „El Diablo“ stehen dürfen. Im Jahr 2021 hat sich der Wind gedreht und ich muss mich hinter dem Tarnschild „guilty pleasure“ verstecken. Das Lied ist effektive Schlager-Popmusik mit bekannten Wendungen. Das geht bei mir direkt ins Ohr und ich vertraue Elena, dass sie das Stück interessant inszeniert auf die Bühne bringt. 12 Punkte.

Florian: Zypern scheint Gefallen daran gefunden zu haben, gut aussehende Sängerinnen mit einer Uptempo-Nummer zum ESC zu schicken. Leider hat das den Nebeneffekt, dass das ganze schon längst auserzählt und recht langweilig wird – was für mich „El Diablo“ schon perfekt auf den Punkt bringt. Abgesehen von der für mich weiterhin schlecht wirkenden Abmischung des Songs ist der Refrain einfach nur langweilig. Der Titel „El Diablo“ ließ mich hoffen, dass Zypern eine explosive Nummer mit Feuer und Schwung hervorbringen wird – all das muss jedoch irgendwo zwischen dem Songwriting Camp (mit deutscher Beteiligung) und Nikosia verloren gegangen sein. 4 Punkte. 

Manu: Irgendwie beschleicht mich derzeit das Gefühl, dass Zypern ordentlich kämpfen muss, um im Finale nicht durchgereicht zu werden. Klar, ins Finale wird Elena Tsagrinou kommen, aber ich halte eher eine „Replay“-Platzierung für greifbar als ein neues „Fuego“. Zu sehr klingt „El Diablo“ an einigen Stellen nach Lady Gaga, auch wenn ich die einsetzenden wummernden Bässe am Anfang schon klasse finde. Elena Tsagrinou wirkt im Musikvideo zudem auf mich fast so unnahbar wie eine Außerirdische und mit Malta, Aserbaidschan und Kroatien wird sie schon im Halbfinale direkte Konkurrenz haben. In der Hoffnung durch eine gute Performance nach oben korrigieren zu können, sind es bei mir persönlich derzeit nur 4 Punkte.

Max: Am Anfang dachte ich ja, dass es wirklich einfach nur eine billige Imitation von Gagas „Bad Romance“ ist. Ich höre den Song zwar noch immer raus, aber „El Diablo“ hat sich in mein Herz gesungen, oder besser gesagt ganz oben auf meine Playlist. Klar wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber der Song macht einfach Spaß – eben eines meiner „Guilty Pleasures“ in diesem Jahr. 8 Punkte gibt es von mir.

Peter: Klar, das ist „Fuego hits me baby one more time“, aber egal, das ist toll. Elena liefert einen der Euroclub-Klassiker des Jahres (in guter Gesellschaft mit Efendi und Albina) und sie hat genau die Attitude und die selbstbewusste Victoria’s-Secret-Optik, die es braucht, um so einen rhythmusgetriebenen Stumpf-ist-Trumpf-Song mitreißend auf der Bühne zu transportieren. Ganz persönlich gefällt mir, dass die Videos aus Zypern beim Ersterscheinen oft mit bizarr misslungenem Product Placement überfrachtet sind. Dieser merkantile Baustein, um die ESC-Teilnahme zu finanzieren, hat was plump-sympathisches. Well done Cyprus – very well done again. 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 52/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „El Diablo“ auf Platz 7 von 39.

Wie schneidet der zyprische Beitrag "El Diablo" von Elena Tsagrinou ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A


169 Kommentare

  1. Ja, dieser folkloristische Pop der 80er aus Zypern war schon sehr schön. Besonders in den Anfangsjahren wurde dies auch gut bewertet da es aus dem typischen Rahmen viel. Besonders UK hat Cypern immer gerne viele Punkte gegeben. Anna Vissi 1982 war ein toller Beitrag und sie hat einen tollen Auftritt geliefert. Zudem sah sie toll aus.

  2. Anna Vishy…. Ich gerate ins Schwärmen. Einen der besten Beiträge aus Zypern gab es zudem 1997 und ich mochte auch sehr den verkannten Song 2011.

  3. Oh ja, 1997 war auch super. Finde das es oft den Zyprioten gelungen ist Pop und Folklore gut zu verbinden. Leider ist das in den letzten Jahren total verloren gegangen.

    • 1997 war ein guter Beitrag, aber ich finde, dass dem zu viel Beachtung geschenkt wird. 1997 ist ein grandioser Jahrgang, und Zypern sticht, gerade vor der Türkei, nicht sonderlich hervor. Deswegen habe ich den Song seit Jahr und Tag auch nur im unteren Mittelfeld.

  4. Ja stimmt, Zypern hatte schon viele tolle Beiträge.
    Anna Vishy hätte 1982 gerne gewinnen dürfen (sorry Nicole), es war mit Abstand der beste Beitrag.
    Evridiki zeigte vor allem 1992, dass man ohne blödes Rumgehopse und Haare durch die Luft werfen deutlich erotischer sein kann. Sie ist und bleibt mit ihren zwei Beiträgen aus 1992 und 1994 die unerreichte zypriotische ESC-Göttin (trotz ihres schwächeren Auftritt 2007).
    Da gab es aber noch mehr, zum Beispiel das tolle Sti Fotia von Alexandros Pannayi…hach…
    Klar, das wäre heute nicht mehr zeitgemäß, aber ich bin die Elenis, Elenas und Tamtas nach drei Jahren ziemlich satt.

    • Ich mag alle drei Beiträge von Evridiki. Ihre Lieder waren sehr unterschiedlich. Von sehr anspruchsvoll 1994, bis schmalzig 1992 und kommerziell 2007. Highlight war 1992, wo sie gegen den Ständer schlug und dieser fast umkippte. Das hätte der langweiligen Show 1992 etwas Pep gegeben. Wer meint Schweden kann immer ESC, der soll sich einmal 1992 anschauen.

  5. machwerkerei ist das!
    dermaßen platt bei bad romance abgekupfert,daß es weh tut – vielen partyprinzen dürfte sowas aber am allerwertesten vorbeigehen. 😀
    ich sach mal ganz frech,daß zypern im semi hängenbleibt. 🙂

  6. Ja das hat nicht immer geklappt. Wobei mir der Song von Christer gefiel. Ja, der Mikroständer bei Evridiki. Da hatten die ESC Fans noch ein Auge auf alle Auffälligkeiten. Z. Bsp. Hat Kati von Mekado 1994 komisch geschaut als die Backgroundsängerin ( ehemaliges Mitglied der Silver Conventions ) plötzlich so laut sang ….da wurde bei den ESC Fans beim Fantreffen diskutiert. Mir war es beim Auftritt nicht direkt aufgefallen…

  7. Ich bin noch heute davon überzeugt, die Moderatoren von 1992 waren keine Menschen sondern Roboter. So frostig kalt wie die waren.
    Die Bühne mit dem Wikingerschiff war allerdings klasse.

    • Oh ja, ich habe mir mal vor ein paar Wochen den ESC 1992 angeschaut. Tolle Show mit tollen Liedern. Bis auf die Moderation, die war furchtbar. Vor allem den Mann fand ich furchtbar unsympathisch.

  8. Einer der ersten Fanfavoriten, welcher gnadenlos abstürzte, war Zypern 1999. Somit sind wir wieder bei dieser Sonneninsel.

  9. Oh ja Moderatoren in Schweden waren furchtbar. Da hatte man auch immer den Anspruch alles perfekt zu machen und dann war die Angst so groß das alles furchtbar steif wirkte. Ich denke nur an das Publikum in Brüssel 1987. Durchschnittsalter 72….ich war damals 20 und dachte wie schlimm ist das denn. Ja, Absturz Zypern 99 war schon krass. Total gehypt und der Auftritt war echt total verbockt. Und in der Nachbetrachtung war der Song auch wirklich nicht so grandios…

  10. Ich kann den meisten hier ja zustimmen, dass dieses Lied so klingt wie schon mal irgendwo gehört. Allerdings sind „Alejandro“ und „Bad Romance“ meine beiden Lieblings-Lady-Gaga-Titel, und ich wäre beim Hören von „El Diablo“ nie auf die Idee gekommen, da eine Parallele zu ziehen, denn das, was ich an diesen Liedern so mag, fehlt hier. Bei „Anywhere“ von Rita Ora höre ich an einer Stelle eine gewisse Parallelität raus, aber ich muss bei „El Diablo“ irgendwie an Sia denken, auch wenn ich kein ganz konkretes Lied im Hinterkopf habe (ihr m.E. bester Titel „Titanium“ ist es definitiv nicht).

    Wie dem auch sei, auch wenn dieser Titel ziemlich unoriginell klingt, so höre ich ihn doch nicht ungern. Ich finde ihn besser als den letztjährigen zypriotischen Beitrag, deutlich besser als „Replay“ und klar besser als „Fuego“. Wenn man die Titel nimmt, mit denen er hier oft verglichen wurde, so würde ich ihn als etwas schwächer als Aserbaidschan und San Marino, aber viel besser als Kroatien und Moldawien einschätzen. Ist ja auch klar, dass von der Komponistin des schönen Songs „Sister“ nichts ganz Schwaches zu erwarten ist 🙂

    So, es folgt nun gleich meine Rangliste der 16 Erst-Semi-Finalisten in aufsteigender Reihenfolge. Norwegen hat übrigens Kroatien überholt, weil mir die englische Version besser gefällt als die norwegische. Meine Nummer 4 in diesem Semi ist meine Gesamt-Nummer 5, meine 8 hier meine Gesamt-Nummer 12, das zeigt, wie stark ich dieses Halbfinale finde, ich hätte am liebsten 14 Titel davon im Finale.

    Höchstpunktzahl ist übrigens 10.

    16 Kroatien 3
    15 Norwegen 3,5

    14 Nordmazdonien 5
    13 Irland 5,5
    12 Israel 5,5
    11 Russland 5,5
    10 Malta 6
    09 Zypern 6
    08 Australien 6,5
    07 Slowenien 6,5
    06 Schweden 7
    05 Aserbaidschan 7

    04 Belgien 8,5
    03 Rumänien 8,5

    02 Ukraine 10
    01 Litauen 10

    • Jetzt habe ich doch glatt vergessen, den Kinderchor als Highlight des Liedes lobend zu erwähnen!

    • Nun gut, meine Meinung zu Zypern kennst Du. Aber immerhin sind auch meine Top 3 (Ukraine. Litauen und Belgien) bei Dir vorne.

      • Das freut mich. Und bei Frankreich sind wir uns ja auch einig 🙂

  11. Heute vor 40 Jahren … 04.04.1981 in Dublin:

    Nur knapp gewann die Gruppe Bucks Fizz mit „Making Your Mind Up“ vor dem deutschen Beitrag „Johnny Blue“ !

  12. Das war ein schlimmer Abend. Ich fand damals Bucks Fizz furchtbar albern und schlecht gesungen. Und Lena Valaitis hatte es echt gut gemacht. Das Voting war super spannend. Auch die Schweiz fand ich großartig. Und dann hat die schweizer Jury den deutschen Erfolg zerstört und auch die Schweiz hat es nicht geschafft. Ich war an dem Abend echt enttäuscht.

    • ich liebe Bucks Fizz, gut das Sie damals gewonnen haben , sonst hätte es „Land of makebelieve ,When we were young und New Beginning ..nie gegeben !

  13. Oh ich war früher ein sehr grosser Bucks Fizz Fan, vielleicht nicht so sehr mit „making your mind up“ aber sehr wohl mit dem was danach von ihnen kam. Wenn ich an „Land of make believe“ denke, oder „Keep each other warm“ wird mir heute noch ganz warm uns Herz☺️
    Aber es geht hier ja um Zypern😉 also ich bin da ganz gechillt.
    Plagiat hin oder her, es ist mir herzlich egal. Mir haben alle genannten „Vorbilder“ gefallen und „El Diabolo“ hör ich auch sehr gerne. Die, die es so schlimm finden, brauchen es ja nicht anzuhören (wird ja niemand gezwungen😉) Ich mach das ja bei Finnland und Italien dieses Jahr auch so – da bin ich dann raus😂

      • Echt Thomas? Ich hab mir damals so ziemlich alle LPs von denen gekauft, und unzählige Lieblings-Songs😊🙃 was war denn deine Faves?
        Übrigens: Du bist nicht alleine mit den „Sisters“ ich hör es noch heute total gern – mögen alle mit dem Kopf schütteln und Carolas Gegenwindmaschine bis zum Anschlag aufdrehen, wir bleiben dabei😂😉

      • „Land of make believe“ war der erste Bucks-Fizz-Titel den ich kannte, er ist auf meiner zweiten selbst aufgenommenen Audiokassette drauf, ich hatte damals keine Ahnung von wem und was das ist. In der siebten Klasse durften wir in Musik Songs mitbringen, da hatte ich das gerade frisch aufgenommen, allerdings auf einem Band, dass schon mal gerissen und von mir geklebt worden war (immerhin an einer Stelle vor diesem Lied, aber trotzdem fanden manche, dass es stark geeiert hätte). Leider habe ich somit Bucks Fizz‘ Auftritt versemmelt, mein Audiovortrag stieß auf wenig Gegenliebe (meine sich etwas später entwickelnde Grand-Prix-Begeisterung war übrigens auch eher ein Einzelphänomen in meiner Klasse 😉 ).

        Bei „My camera“ hatte ich gerade angefangen, die englische Hitparade zu verfolgen, ich wusste also, dass die Gruppe Bucks Fizz hieß und war ganz begeistert. Erst später stellte ich dann fest, dass diese beiden Lieder von derselben Gruppe sind, und noch später, dass Bucks Fizz den Grand Prix gewonnen hatte. „Can’t stand the heat“ fand ich gut, „Run for your life“ noch besser, „I hear talk“, „When we were young“ und „London town“ gehörten auch zu meinen Favoriten, außerdem gibt’s noch einen schönen Albumtitel namens „I’d like to say I love you“.

        „New beginning“ war zwar ein schönes Comeback, aber es gehört nicht zu meinen Favoriten. Von den späten Singles finde ich wirklich noch „Keep each other warm“ am besten. Auf einer „Best-of“-CD, die ich mir Ende der 90er in England gekauft habe, finden sich zum Schluss leicht rockig angehauchte Titel, die dann nicht mehr so mein Geschmack sind.

      • Einer meiner ersten LP-Wünsche zu Weihnachten/Geburtstag war dann tatsächlich Bucks Fizz (andere Wünsche zu dieser Zeit waren übrigens Ultravox, Soft Cell und Human League), ich habe dann ihr erstes Album bekommen, nicht das mit „Land of make believe“ und „My camera“ und war zuerst ein wenig enttäuscht. Am besten gefielen mir dort „Piece of the action“ und „Took it to the limit“.

        Außerdem habe ich oben noch vergessen, den Song „Are you ready“ positiv hervorzuheben.

      • Danke für deinen ausführlichen Bucks Fizz Memories. Musste gerade über die geklebte, eiernde Cassette lachen. Das sind Geschichten😂 – kommt mir auch sehr bekannt vor – war auch ein Meisters im Kleben, wenn es mal wieder Bandsalat gab und man so seine selbstmitgeschnittenen Lieder der vergangenen Wochen und Monate retten wollte. Aber du hast schon recht – die späteren Songs von Bucks Fizz waren dann nicht mehr so der Knaller. Aus den frühen Jahren hat mich noch „one of those nights“, alle von erwähnten und „now those days are gone“ begeistert.
        Lang ist‘s her – es hat mich damals total gefreut, dass Bucks Fizz dann nach dem Grand Prix eine Zeit lang immer wieder Erfolge feiern konnte. Das war ja damals wie heute wahrlich nicht selbstverständlich😉

      • „One of those nights“ mag ich auch, „Now those days are gone“ habe ich erst im Nachhinein kennengelernt und war zunächst enttäuscht, dass es so was Langsames war, irgendwann habe ich mich aber damit angefreundet.

        Es freut mich übrigens sehr, dass Dir „Sister“ auch gefällt!

  14. 1981 fand ich einen schwachen Jahrgang. Die Schweiz, Deutschland und Norwegen waren aber echt klasse. Mit Abstrichen noch Frankreich.

    • Ich könnte Dir eine Menge hervorragender Songs von 1981 aufzählen: Irland, Dänemark, Griechenland. und Portugal (!!!). Norwegen ist Durchschnitt. Schwach fand ich Niederlande, Österreich und Finnland.

      • Ich finde diese Lieder auch nicht schlecht. Aber in einer Playlist sind sie bei mir nicht gelandet. Österreich finde ich allerdings sehr schön. Wenn auch gewöhnungsbedürftig mit der Performance. Publikumsliebling Finnland fand ich sehr langweilig.

  15. Mein Lieblingsjahrgang der 80er war 1984. Praktisch jeder Song gefällt mir. Sogar Zypern. Deutschland, Niederlande, UK und Portugal sind meine absoluten Lieblinge.

  16. Österreich, Jugoslawien und Luxemburg mag ich gar nicht und der skandinavische Happysound a la Hot Eyes ging mir schnell auf die Nerven. Portugal ist natürlich Extraklasse. Leider lebt Maria Guinot nicht mehr.

    • Irgendwie ist Luxemburg kultig. Jedoch frage ich mich, wie man mit so einem schlechten Livegesang noch soviele Punkte bekommen kann??? Norwegen Belgien und Frankreich muss ich auch noch lobend erwähnen.

  17. Ich bin heute ganz happy, denn früher dachte ich immer ich bin der einzige Bucks Fizz Fan. Ich habe alles was die Gruppe veröffentlicht hat. Aber auch alle neuen Releases und auch die Songs von The Fizz. Für mich war es die größte Band der 80er obwohl der Start mit dem ESC unglücklich war. Aber zu den 80er Jahrgängen. 1981, 1983, 1985 und 1987 waren meine Lieblingsjahrgänge. Die Videokassetten habe ich bis zur Selbstauflösung geschaut.

    • Das ist das Schöne hier, man trifft hier auf Fans von Gruppen die es schon kange nicht mehr gibt (aber wir Fans, uns gibts noch😉) Ich habe Bucks Fizz auch geliebt und sie sind sehr lange ihrem typischen Stil treu geblieben. Wenn ich gerade darüber schreibe kommt mir gerade wieder „Golden days“ in den Kopf. An was ich mich nicht mehr erinnern kann – hatte Bucks Fizz eigentlich Konzerte in Deutschland?
      Gerade kommt mir auch ein, dass meine Mutter damals immer meinte meine Lieblingsgruppe würde „Backfisch“ heissen😂😂😂😂
      The Fizz habe ich auch verfolgt, überzeugt mich aber nicht mehr so ganz „Amen“ (schon wieder dieser Titel😅) gefällt mir da noch am besten. Trotzdem finde ich es super, dass sie weitermachen☺️

  18. Einfach weg aus Österreich 1984 war für mich immer der schlechteste deutschsprachige Beitrag. Heute kann ich das Machwerk sogar hören mit seinem nostalgischen Charme. Oder immer noch Faszination des Grauen….

  19. 1980 ist ein komischer Jahrgang. Durchwegs gute Lieder am Start. Aber kein Burner. 1982 ist für mich mit Abstand der schlechteste Jahrgang. Zypern und Deutschland sind hervorzuheben. 1983 durchaus frisch mit Spanien und Belgien. Deutschland klasse. Luxemburg für mich ein wunderschönes Siegerlied. 1984 wie 1980 aber einige Burner dabei. 1985 relativ banal aber tolle Show. 1986 meine Favoriten Österreich und Finnland abgeschlagen. Wenigstens Deutschland Türkei und Jugoslawien bekamen einige Punkte. 1987 1988 1989 wieder klasse.

  20. Zurück zum Thema: Ab morgen dann die Songs vom Semi Nummer zwei in den Songchecks. Die finde ich viel stärker, allerdings sind meine Favoriten fast allesamt in der zweiten Hälfte.

  21. Mensch Andi, schön die Erinnerungen zu teilen. 1980 fand ich Portugal, Niederlande, Schweiz und Griechenland auch toll, Irland war mir irgendwie untergegangen. Mit 1982 hast du vollkommen recht. 1986 war mäßig und witzig, mir gefielen Österreich und Finnland auch so gut. Auch Luxemburg fand ich toll. 1988 fand ich bis auf paar Außnahmen nicht so toll, hier gefielen mir Norwegen und Luxemburg sehr gut. 1989 war so eine Berg und Talfahrt. Aber ein paar echte Perlen dabei. Belgien fand ich toll und hab mich gefreut das der Song im letzten Jahr so ein großer Hit in den Niederlanden war…

  22. Also bei 1982 muss ich heftig widersprechen, ein toller Jahrgang! Nicole, Avi Toledano (Isr), Svetlana (Lux), Stella (Bel), Brixx (Den), Doce (Por), Anna Vissi (Cyp) und Lucia (Esp), sie alle haben bei mir mindestens 8 von 10 Punkten erhalten (darüber hinaus gab’s noch einige weitere nette Songs), 1981 sind landen bei mir mit Lena Valaitis und Carlos Paiao (Por, „Playback“) nur zwei Beiträge in diesen Punkteregionen.

      • Hier, bitte sehr!

        Als im Go_A-Thread frisch gekürte schreiende Diva und Dramaqueen habe ich sowas natürlich immer bei mir 😉

    • Svetlana hahahaha. Ihre Stimme ist Tinnitus, absolut furchtbar, der Song hatte sogar Potenzial, weil ich wie bekannt Backings liebe, und der Song war recht stark darauf fixiert. Wäre sie nicht gewesen….

      • Wir hatten doch schon mal den Titel „Du bist Musik“ beim ESC. Warum nicht mal ein Lied, das „Du bist Tinnitus“ heißt?

  23. Pff, da bin ich mal nicht online und lese so viel Negatives über „Einfach weg“. Schämt Euch! 😉 Anita war großartig an dem Abend, der Text ist toll und die Melodie ebenso. Und Gary Lux war Backgroundsänger! ♥ War eine Zeit lang sogar mein ’84-Gewinner, mittlerweile ist die Dritte hinter den beiden großartigsten Liedern der gesamten Dekade, wofür ich den Jahrgang gleichzeitig liebe und hasse. Konnte Belgien sich nicht einfach mit Italien absprechen und „Avanti la Vie“ einfach ein Jahr später schicken?
    1980 war klasse, 1981 fand ich auch stark, in meiner Gruppe ist er eher verhasst. 1982 will ich nicht mögen, aber ich muss es einfach, es gab ziemlich viele gute Songs (Deutschland zählte nicht dazu). 1986 mag ich sehr, ebenso 1983 und 1987. Während 1989 und 1985 für mich zu den schlimmsten Jahrgängen ever zählen…

  24. Sorry für meine Eindrücke zu Anita und Einfach weg….aber so war es leider für mich…Belgien 84 höre ich heute so gerne , damals auch nicht wirklich. Dafür habe ich Alice immer geliebt. Bei 83 und 87 gehe ich voll mit. Ach und Doce aus Portugal finde ich heute auch noch total super

    • Nene, ich glaube, Du meinst damit „Amour on t’aime“, den Beitrag der Schweiz, der es sogar aufs Treppchen gebracht hat, warum auch immer. Ich mag es, aber es gab viel Besseres in dem Jahr. Was wir meinen, war diese Goldene Stimme:

      https://www.youtube.com/watch?v=vQPdRhIwx_w

      Legenden sagen, dass auch heute noch ihre Stimme als Feuerwehrsirene in Luxemburg eingesetzt wird. 😉

  25. Jetzt habe ich Svetlana vergessen. Mein Sieger in 1982. Der Gesang ist sicherlich Geschmackssache. Aber das Zusammenspiel Sängerin mit Chor finde ich klasse.

  26. Absolute Dance-Pop-Mittelmäßigkeit hat einen neuen Namen: El Diablo. Lässt sich ganz angenehm hören, ist gut produziert, aber hat ansonsten überhaupt nichts, was irgendwie meine Aufmerksamkeit fesselt oder mich begeistern könnte.

  27. Einfach weg gefällt mir auch gut. Aber kaum ein Lied wurde so deutlich letzter. 5 Punkte nur. Der vorletzte Platz kam noch auf fast 30 Punkten. Eine Watschn für Österreich war das. Komponiert hat das Lied eine Gitti. Und diese Gitti sang mit Gary das wunderschöne Kumm hoit mi. Das Duo wurde zweiter im Vorentscheid.

    • „Einfach weg“ mag ich auch. Schöner Schlager, dargeboten von einer süßen Frau. Also den letzten Platz fand ich schon traurig. Nun war 1984 auch ein sehr starker Jahrgang, in einem anderen Jahr hätte Anita wahrscheinlich besser abgeschnitten.

  28. Oh je da hab ich doch die Zola mit dem roten Kleid aus der Schweiz mit Svetlana verwechselt. Sorry. Die war zwar am Rande des machbaren mit ihrer Stimme aber es hat mir ganz gut gefallen

  29. Mit solchen preiswerten Popnummern a la Fuego et al habe ich in der Regel eher Probleme. Bei „El Diablo“ habe ich mich aber lange gefragt, warum ich das sogar echt gerne höre. Bei der Lektüre dieser Kommentare wurde mir aber klar, dass es wohl an der Ähnlichkeit zu „Anywhere“ von Rita Ora liegen muss, ein Lied, dass ich immer wieder gewinnbringend hören kann und mir stets gute Laune macht. Ich empfinde das nicht als Plagiat, lediglich die schönsten Tonfolgen des Refrains wurden ausgeliehen. Ich finde es nicht so schlecht…

  30. Hilfe. Nach dem Ukraine braucht man hier am Anfang Ohrstöpsel.

    Song: Links rein, rechts raus
    Stimme: Nervig
    Instant-Appeal: Abwesend
    Optik: Altmodische Auffassung von wie eine Sängerin auszusehen hat.

  31. Leider eingängig wie Hölle (Wortspiel nicht beabsichtigt, aber jetzt beim Drüberlesen für gut befunden), aber ansonsten nicht viel dran. Außerdem finde ich die Interpretin ziemlich ausstrahlungsarm. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das mehr wird als irgendwo Platz 11-15. Finale schafft sie, weil sowas immer funktioniert.

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