ESC-Songcheck kompakt (19) – Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora

Wie in den Vorjahren wurde der dänische ESC-Beitrag im Rahmen des Dansk Melodi Grand Prix ermittelt. Die zehn Titel, die 31. Januar bekanntgegeben wurden, traten am 23. Februar in der Jyske Bank Boxen in Herning gegeneinander an. Drei Songs qualifizierten sich für das Superfinale. Dort stimmte die Mehrheit der TV-Zuschauer für das Duo Julie & Nina. Zusammen mit den Stimmen der Jury lag letztlich aber Leonora mit „Love Is Forever“ vorn.

Leonora Colmor Jepsen ist in den letzten Jahren mit ihren eigenen Liedern aufgetreten. Die Teilnahme am Dansk Melodi Grand Prix war dabei eindeutig ihr bisher größter Auftritt. Die 20-jährige Sängerin weiß aber, wie es ist, im Rampenlicht zu stehen und ihr Bestes zu geben: Mit 7 Jahren begann sie mit dem Eiskunstlaufen und wurde dreimal Junior-Dänemarkmeisterin und hat sowohl an nordischen als auch an Jugend-Weltmeisterschaften teilgenommen. Heute arbeitet sie als Eiskunstlauftrainerin und Choreografin.

Der Song 

„Love Is Forever“ wurde von Lise Cabble, Melanie Wehbe und Emil Lei geschrieben und komponiert. Der damit vierte ESC-Beitrag von Lise Cabble ist einfach instrumentiert, erinnert ein bisschen an ein Kinderlied und geht (vielleicht gerade deshalb) schnell ins Ohr. Im Intro sind Anleihen des Fool’s Garden Klassikers „Lemon Tree“ zu erkennen. Dass neben Englisch auch eine Strophe und ein Refrain des Liedes in großen Teilen auf Französisch gesungen wird, aber auch auf Dänisch (was damit das erste Mal seit mehr als 20 Jahren wieder beim ESC zu hören sein dürfte) und auf Deutsch, sorgt für Abwechslung und Aufmerksamkeit und wirkt weniger anbiedernd als sich das womöglich liest. Vielmehr wird damit die Aussage des Songs unterstrichen: Liebe ist universell … und ewig.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Eines meiner Guilty Pleasures in diesem Jahr. Natürlich ist der Song an sich sehr naiv und kindisch und dann kommt auch noch diese beim ESC schon tausendmal gehörte Sprachvariation. Ich weiß, dass ich das nicht mögen sollte. Aber: Die Ukulele! Und die Melodie! Und überhaupt! Ja, Liebe ist ewig, ich glaube es ihr. 10 Punkte

Douze Points: Das frankophile Fräulein Rottenmeier aus Dänemark zieht mich mit ihrem starren (um nicht zu sagen: irren) Blick ebenso in den Bann wie ihr kinderliedartiger Song. Auch der Einsatz der unterschiedlichen Sprachen kommt zum perfekten Zeitpunkt, um das Lied nicht langweilig werden zu lassen. Mitschnippend gebe ich 12 Punkte.

Peter: Naja. „Love is forever“ ist eine wunderbare Ansage und Leonora sieht süß aus. Aber ist dieses Singen eines sehr mittelmäßigen Songs in verschiedenen Sprachen nicht sehr gestrig? Dänemark gehört zu meinen allerliebsten ESC-Hitproduzenten, aber dieses Liedchen reicht nur für 3 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 25/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Love Is Forever“ auf Platz 9 von 41.

Wie schneidet der dänische Beitrag "Love Is Forever" von Leonora ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk



50 Kommentare

    • Dänemark ist einer meiner Beiträge, die och dieses Jahr nicht positives abgewinnen kann. Ich finde das so klischeehaft kitschig & langweilig, dass ich im Strahl kotze!

  1. Brrrr, wie die in die kamera schaut. Da läuft es mir kalt den rücken runter. Den song ohne video kann man nett nebenbei hören, zum beispiel beim bügeln. Auf jeden fall soll sie niemand mit anna rossinelli vergleichen.
    Kann ins final, muss aber nicht.
    Ps. Neues vom lucawerbecomitee….schweiz jetzt 2. bei den buchmachern

    • Also dieses Jahr is echt spannend. Mann kann eigentlich nicht sagen wer letztendlich gewinnt. Ist es Holland, Schweiz, Island oder am Ende doch Deutschland? 😀

      Die Proben werden vermutlich Aufschluss geben ^^

  2. Süß und unschuldig. Hart an der Grenze zu „zu süß und unschuldig“, aber gerade noch so in der richtigen Hälfte des Spielfeldes. Ich rufe „Love Is Forever“ nicht aktiv auf, genieße das Lied aber wippenden Fußes, falls es zufällig anhebt. Prognose: Kann im Semi durchfallen oder die Zoe machen. Viel Glück!

  3. Ich finde den Song ganz niedlich und die Sängerin macht auf mich einen unbekümmerten Eindruck. Wird auf jeden Fall das Finale erreichen und dort aber womöglich mit dem 14. Platz nur knapp die linke Hälfte verpassen.

  4. Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 70 %
    Ach da setzt man wieder auf die alte ausgelutschte Karte: junges und naives Mädchen singt von Liebe. Ich bräuchte es nicht im Finale, rechne aber dennoch fest damit. Unterm Stich wird es wohl so ähnlich wie 2016 bei Zoe ausgehen.

  5. Hmm, brauchen Lagnese oder McDonalds nicht wieder mal ein neues Lied? Das klingt doch sehr nach einem Werbejingle, was nicht unbedingt schlecht sein muss, da es ja ins Ohr gehen und dort auch bleiben muss. Aber ich habe das Gefühl so ein Leid schon 2348 mal gehört zu haben. Der Überraschungsfaktor ist nun wirklich gleich Null. Dennoch ist das Lied ganz OK, die Inszenierung stimmig und die Sängerin wirkt doch auch sympathisch.
    Einmal kam mir alleridngs auch der Gedanke, dass dieses Lied auch wunderbar zu einem Horrorfilm passen würde, wo sich das liebe unschuldig dreinguckende Mädchen als Serienkillerin entpuppt, während sie gleichzeitig „Liebe ist für alle da“ summt 🙂 Eine Assoziation, die ich gerne mal bei allzu süßen und kitschigen Liedern bekomme.

    Armenien: 7/10
    Dänemark: 6/10

    • Ja schon klar, so war es im ersten Semi, aber dachte es wäre sinnig, jetzt nach Startreihenfolge zu gehen, nachdem sie veröffentlich wurde. So haben es die Blogger sonst auch gemacht… Na ja egal… Dänemark ist nett, aber nervig.

  6. Och, lieb und nett, hör ich ganz gern, verändert aber wohl nicht die ESC-Welt. Letztlich überwiegt bei mir das Wohlwollen ob des leicht französischen Charmes, aber es ist ein schmaler Grat zwischen charmant und zu kindlich-naiv-zuckrig. Einschätzen kann ich das (mal wieder) nicht gut, aber im Finale sehe ich Dänemark auf jeden Fall.

  7. Ich finde das Lied wirklich niedlich und würde mir das gern zweimal anhören, Finale und Halbfinale. Klar, ein Meisterwerk ist es auf keiner Ebene, aber es ist süß, harmlos, naiv und ich hab es in mein Herz geschlossen. Außerdem gibts zur Bestechung noch nen Satz auf Deutsch, was will man mehr?

    1.Armenien 9/10
    2.Dänemark 7.5/10

    • Eben – aber nicht nur deswegen hat Dänemark meinen Anruf wohl sicher. Hoffentlich nützt es was. Meine beste Freundin kann den Song allerdings nicht ausstehen…..

  8. Beim Video kam mir noch die Vermutung, dass der Beitrag von einem deutschen Möbelhaus gesponsert wurden. Wie erklärt sich sonst dieser riesige Stuhl….

  9. Für mich der beste Song in der ersten Hälfte. Ab und zu mag ich auch „Schlagereskes“ und „Love is forever“ ist sehr hübsch und ein Ohrwurm. Hat sogar mit Island eines gemeinsam: ich würde beide als „Antimainstrem“ bezeichnen, allerdings ist zu befürchten, daß Dänemark damit nicht durchkommt.

    Derzeit rechne ich mit dem Semiaus – es gibt derzeit meiner Einschätzung fünf Kandidaten, die sich um die übrigen zwei Plätze rangeln (Albanien, Litauen, Nordmazedonien, Rumänien und eben Dänemark)….

    Ich werte mit 7 von 10 Punkten.

  10. Übrigens ist mir aufgefallen, daß Dänemark in deutschsprachigen Foren viel besser eingeschätzt wird als in den internationalen….

  11. I Like!!! Einer meiner absoluten Lieblingslieder diesen Jahrgangs. Fast so gut wie Den 2018 (aber nur fast).
    Eigentlich gehe ich schon davon aus, dass Leonora ins Finale kommt.

  12. Mein Platz 6: Dänemark
    „Ein wunderschönes Lied, das unglaublich harmonisch und positiv gehalten ist. Und dann
    auch multilingual! Ein Traum!
    8.5/10“

  13. Voll nett, das Liedlein. Unschuldig dreingeträllert, naiv ins Finale reingerutscht und dann im unteren Mittelfeld vergessen.

  14. Dänemark, ja. War am Anfang noch in meiner Top Ten. Bei meinem letzten Durchhören aller Songs allerdings nur noch im Mittelfeld gelandet: Platz 21. Im ersten Moment supersüß und charmant, nutzt das Lied dann doch irgendwann ab.

    Sollte daher locker (und verdient!) ins FInale kommen. Ob es sich dort dann ausreichend abheben kann und nicht nur als „nur nett“ wahrgenommen wird, wird man sehen.

  15. Komposition: Durchschnitt
    Sängerin: Dänisch passt besser. Man schriebt ‚Tout le monde‘ und man sagt ‚Tu le mon(de)‘.
    Text: niedlich trifft es
    Auftritt: Originell mit Risiko auf Langeweile.
    Finale: Nein. Das ESC findet am späten Abend, in manche Länder tief in der Nacht statt. Zu spät für Kinder und die Viersprachigkeit wird nicht überall ankommen.
    Gewinner: Nein.

  16. Arbeitet Mrs. Doubtfire jetzt im XXL-Ikea? Und die Crowd in Tel Aviv spielt dazu im Bällebad? Der Auftritt ist leider strange.

    Neu sind solche Songs ja nicht, kapert das Prinzip von Fool’s Garden – Lemontree (wer sich dran erinnert). Diese Intros mit Pizzicato-strings erinnern mich auch immer an T’Pau – China in Your Hand.

    Eigentlich viel zu konservativ für mich, aber ich mag es. Kratzt nicht an Lieblingsbeiträgen, aber es landet so ähnlich wie bei @BennyBenny in der Guilty Pleasure Rubrik. Eigentlich auch gemacht für die Voter vom Moldova-Musical letztes Jahr.

  17. Hat sehr viele richtige Zutaten, die sich stimmig ineinanderfügen, fällt deswegen positiv auf und wird beim Zuschauer ankommen. Hier wäre noch viel mehr drin, der Act hat dieses „funktioniert-perfekt-für-3-Minuten-an-einem-Abend-Potential“. Aber das größte Manko ist wohl Leonora selbst. Könnte sie nur halb so viel Strahlkraft und Unbekümmertheit in die Waagschale werfen wie eine Lena 2010, wäre mit ein wenig Nachjustieren und heuer bei der schwachen Konkurrenz ein Sieg gut möglich.
    Und wer sich schon an der Simplizität von Melodielinien stößt, der sollte für den ESC hoffentlich nie etwas entscheiden dürfen, auf keiner Ebene.

  18. Ich werde fassungslos, zusammengesackt, niedergeschlagen, mit leerem Blick und kopfschüttelnd vor der Glotze sitzen, wenn bekannt gegeben wird, dass es dieses schreckliche Lied ins Finale geschafft hat. Aber es wird wohl so kommen, da muss ich durch 🙂

  19. Ich kann es mir auch nicht richtig erklären, aber ich finde Love is forever einfach ganz ganz toll. Es ist super eingängig und wirkt im besten Sinne typisch dänisch, da sieht man auch die Handschrift der tollen Lise Cabble. Ich gehe fest davon aus, dass wir Leonora im Finale sehen und werde selbst bestimmt auch ein paar Stimmen für sie übrig haben.

    Mein Platz 4 von 41 (2 von 18)

  20. Die Studio-Version finde ich immer noch sehr süß, aber live springt der Funke bei mir irgendwie gar nicht über. Das Staging finde ich furchtbar: Viel zu statisch für so einen fröhlichen Song und irgendwie platt. Außerdem trägt Leonora selbst mit ihrem Nachwuchs-Gouvernanten-Outfit (soll wohl eigentlich ein Puppen-Look sein) und ihren eingefrorenen Gesichtszügen nicht gerade zur Leichtigkeit bei. Vielleicht wären die Grönland-S!sters trotz ebenso mauem Staging doch die bessere Wahl gewesen.

  21. Bin überrascht, dass dieses LEID hier relativ gut ankommt. Zoe 2019 ist ohne Ecken und Kanten und jegliche Persönlickeit. Eine weichgespülte Zuckerbombe mit abgedroschenen Plattitüden. Also nicht verzagen Freunde, denn Liebe ist für alle da. The End. Happy End natürlich. Mein Happy End für Dänemark ist hoffentlich im Halbfinale.

  22. Ich finde den Song und die Sängerin sehr süß. Eine besondere gesangliche Herausforderung ist der Song aber nicht. Die Chancen aufs Finale sehe ich aber bestens falls bei 50%. Und wenn im Finale, wohl nicht ganz weit vorne.

  23. Noch mal ne Frage: Kann es sein das die EBU das Lied gesponsert hat? Denn sie singt ja auch ständig “ Dont be so political.“ Genau das will doch die EBU,oder?

  24. Wundert mich, dass der Beitrag hier auf einmal so gehatet wird, nachdem er in der Umfrage, wer den Vorentscheid gewinnen soll, sogar noch knapp für LoL lag. Ich finde das Staging süß und das Lied sticht definitiv heraus. Kann man noch optimieren (sie sollte zusehen, dass sie sich etwas vom Charme von Gianluca Bezzina zulegt, der bei so einem Lied gefragt ist), aber ich rechne fest mit einem Finaleinzug und da einem Platz im vorderen Mittelfeld, obwohl ich die Sprachmischung teilweise als anbiedernd und teilweise als chaotisch empfinde. Die Jurys werden dem Lied vermutlich durchaus geneigt sein, auch wenn das gerade in diesem Jahr schwer vorherzusagen ist, weil es da viele potenzielle Jury-Hits gibt.

  25. Fahrstuhlmusik.

    Aber mit der Zeit habe ich es mir etwas schöngehört.

    Ganz nette Fahrstuhlmusik eigentlich.

    Semi 8/18
    Qualifikation 11/18 (40%)
    Gesamt 16/41

  26. In Amsterdam hat mir die Performance besser gefallen als beim Melodi Grand Prix. Zumindest sah Leonora dort nicht mehr so wie Fräulein Rottenmeier aus.

  27. Ich finde das Lied wirklich schlimm, erinnert mich an einen meiner persönlichen Hasssongs, die dir Charts erreicht haben. Die älteren werden Lemon Tree sicher noch kennen…

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