ESC-Songcheck kompakt (20) – Irland: „22“ von Sarah McTernan

Sarah McTernan Irland ESC 2019 Eurovision 22

Sarah McTernan wurde in Irland durch ihre Teilnahme an der Castingshow „The Voice of Ireland“ bekannt. Die 25-Jährige belegte dort im Jahr 2015 den dritten Platz. Im vergangenen Jahr bewarb sie sich dann für die san-marinesische ESC-Vorentscheidung, kam aber nicht weiter. Nun wurde sie vom irischen Sender RTÉ intern ausgewählt, ihr Heimatland beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv zu vertreten.

Der Song 

„22“ ist ein radiotauglicher Popsong, der teilweise countrymäßig klingt und deshalb auch etwas retro daherkommt. Sarah trägt den Midtempo-Song mit ihrer markanten Stimme zwar sehr gut, allerdings plätschert der Song dann doch ohne wirklichen Höhepunkt vor sich hin.

Geschrieben wurde „22“ von Janieck van de Polder, Marcia Sondeijker und Roel Rats. Letzterer hatte vergangenes Jahr mit „Legends“ und „I Feel The Love“ zwei Lieder in der britischen Vorentscheidung „You Decide 2018“ im Rennen.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: „22“ gefällt mir am Anfang richtig gut, aber dann passiert leider drei Minuten lang nichts mehr. Das wird in diesem Halbfinale nicht fürs Weiterkommen reichen. Schade, Sarah kann ihr Talent hier leider gar nicht richtig entfalten. Der Song ist trotzdem ein super Frühlingssong für Autofahrten bei offenem Fenster. 7 Punkte

Douze Points: Herrlich dreckig-sympathische Stimme. Und auch das Lied ist nicht grundsätzlich verkehrt. Aber für einen Komponistenwettbewerb ist das einfach zu blass und belanglos. Dass die Iren es einfach nicht verstehen, womit man beim ESC wirklich etwas reißen kann. 6 Punkte (weil’s so nett ist)

Peter: Das Fremdenverkehrsamt Schottlands schaltet bei YouTube vor Eurovisionsclips wie diesem Werbung mit heftigem Brexit-Seitenhieben Richtung London „ScotlandIsNow – Europe, let’s continue our love affair“. Der Spot gefällt mir gut und irgendwie passt dieser stimmungsvolle groovige Mitwipper aus Irland gut dahinter. Sarah singt mit klarer Stimme so deutlich, dass man den charmanten Text gut verstehen kann, in ESC-Kreisen wahrlich nicht selbstverständlich. Gehobene Hausmannskost, von mir gibt’s dafür 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 20/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „22“ auf Platz 30 von 41.

Wie schneidet der irische Beitrag "22" von Sarah McTernan ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora



39 Kommentare

  1. Kann man sich gut anhören, sie hat eine interessante Stimme, aber in der Tat – so viel Geplätscher dürfte fürs Finale nicht reichen. Leider. Und ich kann mir auch kein Staging vorstellen, dass daran etwas ändert …

  2. Benny, perfekt gesagt. Super Song für Autofahrten bei offenem Fenster. Video und Lied haben in der Tat ein Retro-feel. Gefällt mir weitaus besser als das klebrige Dänemark-Liedchen.
    Soso, für San Marino hat’s nicht gereicht. Da dürfen nur Stars von internationalem Format ran 😄

  3. Hm, reißt mich irgendwie nicht vom Hocker. Klingt zwar durchaus locker-sympathisch, aber der „Aufhänger“ fehlt. Zudem habe ich den Eindruck, daß Song und Sängerin bei RTE nicht die erste Wahl waren.

    Schade, denn früher war ich großer Irland-Fan. Diesmal wohl kein Finale und ich werte mit 5 von 10 Punkten

  4. Vielleicht überzeugt mich die Liveperformance, mal sehen…..

    Bislang zweites Semifinale

    Dänemark 7/10
    Irland 5/10
    Armenien 3/10

  5. Tja, eines dieser Lieder, die man sich super gut nebenbei anhören kann, wo es aber für einen großen audiovisuellen Wettbewerb wie dem ESC leider hinten und vorne nicht reicht. ESC-Songs muss man nicht nur mögen, wenn man sie hört, sondern auch noch lange darüber hinaus. Nur mein Platz 30, da leider zu schnell wieder vergessen.

    Auch wenn ich Irland für dieses entspannte Stück zumindest einen kleinen Achtungserfolg wünsche, wird es spätestens im Finale ganz weit hinten landen.

  6. Mein Platz 13: Irland
    „Harmonisch, tanzbar, guter Rhythmus. Besondere Gesangsstimme. Mit dem richtigen
    Staging kann das weit nach oben gehen.
    7.5/10“
    Kleiner Zusatz: Besonderer Titel! Ich finde das klasse, einfach die Hausnummer als Symbolik einzubauen und den Song nach dieser Zahl zu benennen. Diversity!

  7. Auch bei mir Sympathie-Bonus für dieses nur leicht überdurchschnittliche Teil. Trotzdem: Ich glaube an ein knappes Semi-Aus. Das Besondere fehlt. Höchstens eine sehr auffällige Inszenierung könnte Irland retten.

  8. Und das dritte Jahr in Folge schafft Irland es, innerhalb weniger Wochen bei mir von „Gott, weg damit“ zu „I love it“ und ich weiß nicht wie die Irländer das machen? Naja, genau wie Dänemark habe ich auch Irland sehr ins Herz geschlossen. Ich liebe dieses Vintage feeling und wippe immer mit beim Hören. Super süßer und sympathischer Song einfach. Auch „22“ findet sich in meiner Top 10 fürs Finale wieder, jedoch hat es wohl nicht allzu große Chancen bei der Konkurrenz. Mir egal, ich find’s super.

    1.Armenien 9/10
    2.Irland 8/10
    3.Dänemark 7.5/10

  9. Was soll man zu Irland sagen? Sie werden auf jeden Fall auf ihren achten Sieg noch warten müssen. Das Lied sorgt bei mir für null Emotion. Weder Euphorie noch Ablehnung, einfach nix. Das Lied ist einfach so banal, das es einfach egal ist. Haben die Iren wirklich nix besseres mehr auf Lager? Muss wirklich der olle Logan wieder ran? Gibt es sonst keine guten Komponisten mehr? Schon im letzten Jahr war es eher peinlich. Gibts keine irischen Rockmusiker, Hip hopper oder Dancemusiker?

  10. Das Lied wird von allen Seiten unterschätzt. Ich denke, dass es gut ankommen wird und erst recht, wenn man es das erste Mal hört. Kommt definitiv ins Finale!!!

  11. Seit dem ersten Hören bin ich diesem Lied total verfallen und könnte es ohne Weiteres in Dauerschleife hören, weil es mir so gute Laune verbreitet. Ich wünsche diesem Machwerk viele Fans und zumindest den Finaleinzug! Good Luck Ireland!!!

  12. Irland schickt zum zweiten Mal hintereinander ein Lied, das mir überraschend gut gefällt; in diesem Falle liegt’s daran, dass die Sängerin eine super-interessante Stimme hat, die positiv heraussticht (im Gegensatz zu den ungewöhnlichen Stimmen der GRE und AUT Sängerinnen, die ich beide nervig finde). Wie letztes Jahr trägt das Video einen großen Teil zu meiner positiven Bewertung bei; es verstärkt das Retro-Feeling. Ich glaube leider, dass es schwierig wird, den Video-to-stage-transfer so effektiv wie letztes Jahr hinzubekommen; hoffe aber trotzdem auf eine – knappe – Qualifikation, gerne auf Kosten des schmierigen dänischen Machwerks.

      • Hatte ich natürlich nicht vergessen. Schade dass Deutschland zu feige und mutlos ist, wie IRE, UK und AUS einen Beitrag in Landessprache zu schicken! Oder wir könnten den Retter des ESC importieren, dann wäre auch ein portugiesischer Beitrag OK für mich.

  13. Und jetzt macht ihr dann doch nach Startreihenfolge weiter? 🙂

    Ich find Irlands Song mega gut… Wäre von mir aus Top 5… Fürchte aber, die verkackt das live gehörig und der miese Startplatz tut sein übriges… Wäre schade!

  14. Ich mag die Melodie und Sarahs Stimme, aber die Instrumentierung ist leider total lieblos … oder vielleicht sogar leblos. Auf jeden Fall kann das Lied sein Potential nicht entfalten. Was sehr charmant klingen könnte, ist ungefähr so interessant wie das Geräusch, das meine Teigknetmaschine macht. Na ja, vielleicht hat das irische Team ja noch an der Instrumentierung gearbeitet. Viel Glück!

  15. Sie hat eine angenehme Stimme. Aber der Song berührt mich nicht wirklich, weder positiv noch negativ.
    Er ist einfach da, tut nicht weh, aber irgendwie auch verzichtbar.

  16. Einer meinr Favoriten dieses Jahr. Es ist einfach ein wunderbar entspannter und dennoch sehr eingängier Song. Auch fehlt Gottseidank die Weltverbesserungs- oder Selbstbehauptungsattitüde gänzlich. Ich mag, das die Iren jedes Jahr so wirklich nette und sehr natürlich klingende Songs präsentieren. Die Jurys werden es sicher mögen und ggf auch ins Finale schicken. Natürlich ist der Startplatz 2 für solche einen eher ruhigen Song kein Bonus.

    Mein Ranking:

    Irland: 8,5 / 10
    Armenien 7/10
    Dänemark 6/10

  17. Grower. Frühlingsautoausfahrten sind was Feines. Somit Dark-Horse-Potential in diesem mauen Jahr.
    1) IRL & DK 6,5/10
    3) ARM 3/10, da aggressivmachend

  18. Ist nichts besonderes. „Plätschert vor sich hin“ ist hierfür ein passender Ausdruck. Kommt nicht ins Finale. Schade!

  19. Toller, fluffig-leichter Mitsingsound mit Ohrwurmpotential. Irland liegt im Moment klar in meinen Top 10 und ich würde mich über den leider doch eher unwahrscheinlichen Finaleinzug sehr freuen.
    Mein größtes Problem mit dem Song ist Sarah selbst, die auf mich den Eindruck einer „komplizierten“ jungen Dame macht… Aber da man ja nicht nach dem Äußeren urteilen soll, vergebe ich eine glatte 8.

  20. Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 40 %
    Läuft angenehm nebenbei durch. Hübsches Mädchen, angenehme beruhigende Stimme, gechilltes Lied. Alles ohne Ecken und Kanten, was aber nicht immer zwangsläufig schlecht sein muss. Vermittelt mir ein gutes Lebensgefühl. Und drauf kommt es an. Habe allerdings Zweifel, ob das im ESC-Haifischbecken überlebensfähig ist. Ein Wackelkanditat mit der Tendenz zur Nichtqualifikation.

  21. Total schizophren: Wenn ich „22“ Leuten vorgespiele, finden sie es gut, aber geben dem selten Quali-Chancen. Die typische „ESC klingt anders“ Denke. Das Autoradio-Kopfkino hat so gut wie jeder, denke persönlich da eher an die Nachtschiene.

    Der Song hat ein wertige Produktion mit dem Wechselspiel aus Akustik- und Bassgitarre, eine super mit dem reduzierten Instrumental harmonierende dunkle Frauenstimme. Er verzichtet auf durchdringenden Beat oder lauten Chorus, das passt hier Der frühe Startplatz hilft nicht, ich bin da aber mal optimistisch und sehe gewisse Chancen, speziell bei den Jurys ein Paar Punkte abzustauben.

    Funfact: Irland 2018 hätte nach alter Methodik aus Kombination von Jury- & Televotes (8&7) die 12 Punkte aus Deutschland abgestaubt. Who knew?

  22. 69% glauben an ein Ausscheiden im Semifinale. Wenn das man stimmt. Ich habe so das Gefühl, dass Irland auch dieses Jahr wieder überraschen wird, wie es schon letztes Jahr der Fall war, als kaum jemand
    O´Shaughnessy auf dem Zettel hatte. Ich übrigens auch nicht.

  23. Komposition: geht links rein und recht raus
    Sängerin: Ja, sie kann singen, aber wie lange dauern drei Minuten?
    Text: Wird nur in engischsprachigen Länder richtig verstanden.
    Auftritt: Hoffentlich spannender als das Video
    Halbfinale: Nein oder vielleicht noch so gerade.
    Gewinner: Nö 😉

  24. Ich mag es wirklich sehr, gerade weil es so ruhig ist. Hach, ich würde es den Iren dieses Jahr gönnen. Könnte sich durchaus qualifizieren, aber ich glaube es nicht dran (leider).

    Semi 5/18
    Qualifikation 13/18 (40%)
    Gesamt 9/41

  25. Hm, in Amsterdam hat mir das ziemlich gut gefallen. Sehr angenehme Livestimme. Könnte der Überraschungsfinalist sein.

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