ESC-Songcheck kompakt (26) – Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri

Foto: Instagram @anxhelaperisteriofficial_

Das albanische Fernsehen RTSH hat im vergangenen Jahr trotz Corona an der Tradition des jährlichen Festivali i Këngës festgehalten – auch wenn das hieß, die Shows im Freien und bei eisigen Temperaturen ohne Publikum stattfinden zu lassen. Bereits im November wurden die ursprünglich 26 Wettbewerbsbeiträge veröffentlichtAllerdings konnten Corona-bedingt letztendlich nur 25 Acts antreten. Alle Beiträge wurden in beiden Halbfinals aufgeführt: Im ersten Halbfinale in der Studioversion, im zweiten Halbfinale in einer akustischen Version. Sowohl in den Semifinals als auch im Finale wurde das Ergebnis zu 100% von einer Jury bestimmt. Im Finale setzte sich schließlich Anxhela Peristeri mit ihrem Song „Karma“ durch. In guter albanischer Tradition wurde der FiK-Gewinner-Beitrag für den Eurovision Song Contest noch einmal überarbeitet und „Karma“ in neuer Form Anfang März als Revamp veröffentlicht.

Die 35-jährige Anxhela Peristeri ist in Albanien geboren und aufgewachsen, nach ihrem Schulabschluss zog die Familie nach Griechenland, das Heimatland ihres Großvaters. Die Sängerin hat bereits an vielen Musikwettbewerben teilgenommen: 2001 trat sie zum ersten Mal beim Festivali i Këngës mit dem Lied „Vetëm ty të kam“ an, auch an der griechischen X-Factor-Variante hat sie teilgenommen. 2004 erschien ihr erstes Album „Anxhela për ju“. Nach einer musikalischen Auszeit von 2007 bis 2014 veröffentlichte sie viele mäßig erfolgreiche Singles, konnte jedoch einige Erfolge bei albanischen Gesangswettbewerben erzielen: 2016 gewann sie die Show „Your Face Sounds Familiar“ und belegte beim Gesangswettbewerb „Kënga Magjike“ den dritten Platz. Bei letzterem Wettbewerb konnte sie im nächsten Jahr den Sieg einfahren, gefolgt von einem dritten Platz 2019.

Der Song

Komponiert wurde „Karma“ von Kledi Bahiti, der Text stammt von Olti Curri. Produziert wurde der Track von Kledi Bahiti zusammen mit dem ESC-Schwergewicht Dimitris Kontopoulos.

„Karma“ ist eine rhythmisch-treibende Midtempoballade, die sich durch einen dramatischen Aufbau auszeichnet: nach einem leisen Klavierintro setzen balkantypische Streicher und schließlich dominante Trommeln ein. Der klassische Balkan-Sound ist deutlich herausgestellt, gleichzeitig fließen aber auch immer wieder moderne Soundeffekte ein.

Fast noch dramatischer als das musikalische Arrangement ist der Text: Anxhela beschreibt den tiefen Fall einer verwöhnten, herzlosen Frau. Zuerst blickt sie auf das Damals zurück („Das Leben wie in Märchen hatte mich verwöhnt / Hoch am Himmel, als wäre ich ein Stern, lebte ich / Ich habe wie verrückt gelacht, als du geschluchzt hast / Herzlos, habe ich nur mich geliebt“), dann beschreibt sie ihre jetzige aus den Fugen geratene Welt („Als ich schluchzte, hast du wie verrückt gelacht / Ich habe es verdient, zu kriechen / Ich bin schuldig / … / Du hast mich verlassen, meine Freunde haben mich verlassen / Es gibt nicht einmal Licht“). Das Karma schlägt nach ihrem schlechten, egoistischen, empathielosen Verhalten zurück. 

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 2/5 Punkte

Benny: Der Revamp hat viel für „Karma“ getan und mir gefällt, dass die Ethno-Elemente deutlicher herausgearbeitet wurden. Trotzdem erscheinen mir die einzelnen Elemente des Songs (Strophen, Refrain, Instrumentalteil) eher willkürlich zusammengewürfelt und ergeben kein stimmiges Gesamtbild. 6 Punkte.

Berenike: Wie immer ist der albanische Beitrag etwas sperrig und der fast schon martialische Beat verleiht dem Song albanientypische Dramatik. Aber genau deshalb hat der Beitrag den nötigen Charakter, um hängen zu bleiben. Mir gefällt auch, dass man den Balkaneinschlag in der Instrumentierung hören kann. Am Anfang konnte ich nicht viel mit dem Beitrag anfangen, je häufiger ich ihn gehört habe, desto besser gefiel er mir jedoch. „Karma“ zeichnet sich durch eine gute Mischung aus traditionell und modern aus und hat die nötige Portion Eigenständigkeit. Und nachdem ich mich für den Songcheck mit dem Text auseinander gesetzt habe, ist der Track noch einen Punkt weiter nach oben geklettert und ich vergebe 8 Punkte.

Douze Points: Das Beste an „Karma 2.0“ ist immer noch das dramatische Intro. Das ist fantastisch und macht Lust auf mehr. Danach kommt dann durchschnittliche Ethno-Midtempo-Balladen-Kost vom Südwestbalkan. Das ist ganz kurzweilig, bleibt aber nicht wirklich hängen. Albanien kann doch musikalisch mehr als immer nur stimmgewaltige, dramatische Damen. Bis es mal wieder mehr Abwechslung gibt, gibt’s von mir 6 Punkte.

Florian: Albanien liefert die dramatische Ballade mit einer stimmlich fulminanten Sängerin, was der durchschnittliche Zuschauer erwarten würde, wenn zum ESC eingeschaltet wird. Das ist leider auch genau das Problem, weshalb ich dem Song nicht sonderlich viel abgewinnen kann. Wie üblich steckt da viel Drama und Stimmgewalt drin, doch dahinter verbirgt sich ein traditionelles Lied, welches im albanischen Festivali i Këngës mit Orchester funktionieren mag, für einen Musikwettbewerb im Jahr 2021 ist mir das aber (mindestens) eine Spur in der Zeit hängen geblieben. 4 Punkte.

Manu: Anxhela hatte beim Vorentscheid kaum jemand so richtig auf dem Zettel. Ein dramatischer Beginn und eine sofortige musikalische Vollbremsung schaffen gleich Aufmerksamkeit beim Zuhörer. Was dann wie eine typische Ballade fortgeführt wird, steigert sich durch einsetzende landestypische Rhythmen langsam wieder zum dramatischeren Refrain. Stimmlich ist das top, beim Revamp wurde schließlich noch die Rhythmik herausgearbeitet. Eine runde Sachen, mir gefällt’s: 6 Punkte.

Max: Albanien schafft es immer, allen Beiträgen einen eigenen, authentischen Stempel aufzudrücken. Ja, sie klingen häufig so, als könnten sie bereits vor 10 Jahren mitgemacht haben – aber ich mag sie meistens. „Karma“ bildet da keine Ausnahme. Eine super Instrumentierung, catchy Refrain, alles auf Albanisch und dann kommt Anxhela wirklich super rüber. Finaleinzug ist schwer, aber machbar. 7 Punkte.

Peter: Es dauert etwas, sich „Karma“ schönzuhören, aber es hat gut geklappt. Viel Pathos funktioniert zusammen mit der Landessprache und einer starken Stimme so gut wie immer. Die dramatische Ballade drückt bei mir die richtigen Knöpfe: eine klassische Instrumentierung fusioniert mit Ethnoklängen und einer souveränen und elegant aussehenden Powerfrau mit Powerstimme. Dazu bleibt der Absender Albanien erkennbar, das liebe ich auch. Das Holzhammer-bedeutungsschwangere Video rundet die Karma-Pathoskirmes ab. 10 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 47/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet der Revamp von „Karma“ auf Platz 15 von 39.

Wie schneidet der albanische Beitrag "Karma" von Anxhela Peristeri ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo


89 Kommentare

  1. Danke Albanien, das ist ein exzellenter Revamp, so klingt für mich ESC (oder Grand Prix) ! Schöne Frau mit Stimme und Balkanflair. Ich hoffe zudem auf eine stimmigere Performance als bei der VE, könnte klappen.

    Für mich als Landessprachenfan ein Genuß, im Finale ist aber wohl nicht mehr als Platz 16 drin.

    Ich werte mit 9 von 10 Punkten.

    • Ist auf jeden Fall einer der besseren Revamps (gerade aus Albanien …), aber das „Original“ fand ich auch hier besser (gerade der zugegeben nich besonders originelle Instrumentalteil nach dem ersten Refrain hatte es mir angetan).

  2. Das ist mal wieder ein Beitrag genau nach meinem Geschmack.😊
    Ich konnte die albanische VE (zumindest teilweise) verfolgen, war das erste Mal und habe es sehr genossen.
    Der Sieg von Anxhela Peristeri war schon eine Überraschung, ich bin aber hochzufrieden.

    Es wird zwar nicht einfach, ich tippe aber einfachma, dass Albanien ins Finale einziehen wird und dort zwischen Platz 11 und 15 landen wird.

  3. Tut mir Leid, aber meiner Meinung nach hätte es bessere Optionen im Vorentscheid als „Karma“ gegeben.
    Auch die Wettquoten verheißen momentan nichts gutes. Es wird äußerst knapp werden.
    Also ich bin in diesem Jahr kein Fan von Albanien, obwohl ich ihnen prinzipiell mehr Erfolg beim ESC wünsche.
    Vielleicht gefällt mir der Song des nächsten Jahres wieder besser.

    • Sehe ich genauso, hoffe es auch vehement, dass sie es schaffen. Albanien ist eines meiner Lieblingsländer beim ESC und enttäuscht mich nie. Ih liebe zudem orientalische Klänge und ich bin ein riesen Fan von Balkan-Balladen. Das alles bietet mir Albanien dieses Jahr. Außerdem ist Anxhelas Stimme sehr stark. 7-8 Punkte von mir und Platz 14

  4. Gefällt mir gut! Der Song wirkt gleichzeitig old school und ist doch relativ modern arrangiert. Das reicht locker für einen Platz in meinen Top Ten.

  5. Definitiv für mich der beste albanische ESC-Beitrag.
    Ich steh ja nicht so auf Frauen, die mich anschreien. Von daher hab ich meistens Probleme mit Albanien. Dieses Jahr nicht. Die Dame hat Persönlichkeit, die kann singen und man spürt, auch wenn man nix verstehst, dass sie was zu sagen hat.
    Für mich ist das auch die stärkste Botschaft dieses Jahr. Nicht Rumänien, nicht Deutschland. Das hier. Fertig.

    Finale locker drin, ich glaube an Platz 15.

  6. Nachdem die letztjährige Schülerin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, hat sich heuer eine neue Schülerin mit sehr großem Karma eingeschrieben.

    Sie ist vielseitig interessiert und nimmt stets kompetent am Unterricht teil. Ihre sehr gelungene, aber etwas düstere Abschlussarbeit über die psychischen Folgen von Vereinsamung ist im heimatlichen Dialekt geschrieben und deshalb nicht immer leicht zu verstehen, aber sie arbeitet darin – soweit wir das mitbekommen – mit sehr hübschen sprachlichen Bildern.

    Das Erreichen der Finalklasse sollte bei ihrem Können kein Problem sein und das Lehrerkollegium erwartet auch bei den Abschlussprüfungen durchwegs gute Noten.

  7. Mir gefällt der Song richtig gut. Ich tippe Finale und dort ein Platz zwischen 16 und 20. Heute gibt es übrigens bisher noch kein neues Reaction-Video.

    • Aber das Reaction-Video aus Italien wurde am 13.04.2021 veröffentlicht. Parallel zum norwegischen Beitrag. Und ich hatte es übersehen. Sorry! Hier ist es:

      • Sam, ich glaube nicht, dass du dich dafür entschuldigen musst, weil wir fürs Anschauen der Videos sowieso zumeist auf YouTube bzw. die Website des deutschen ESC gehen werden ^^

        Mich verwirrt es eher, dass du unter dem aktuellen Songcheck eines Landes das aktuelle reaction Video eines anderen Landes postest tbh xD

      • Und was hat das mit Albanien zu tun? Der NDR geht bei seinen Songchecks nach dem Tufallsgeneratot vor, während ESC kompakt nach Halbfinale geht! Laß es also bitte!

      • @Matty:
        Meine Güte. Es hat nix mit Albanien zu tun, du selbst postest aber immer wieder off-topic. Erst gestern wieder. Da kriegst du auch keinen Rüffel. Also hör bitte auf, hier den Blockwart zu spielen.

      • Lieber Sam,

        ich habe mich immer sehr gefreut, dass du den jeweiligen Songcheck hier verlinkt hast. Ich schaue sie ganz gerne an, aber das kann ja jeder selbst entscheiden. Und off-topic sind ja auch bei den Songchecks hier manchmal rund 40% der Antworten.

        Ohne dich hätte ich die Checks wohl meistens vergessen. Von daher würde ich dich eigentlich bitten, das auch weiterhin zu tun, ich will dich aber nicht in einen Gewissenskonflikt stürzen…

        Jedenfalls danke, dass du es bisher getan hast!

      • Danke Sam das du hier die Reactionvideos reinstellst. Ich würde es womöglich nicht so schnell mitbekommen. Super Sache mach bloß weiter so

      • Ja, bitte Sam, die Song Reactions bitte weiter posten!

        Ich würde sie sonst verpassen wenn sie hier nicht in den Kommentaren wären….
        Gibt ja verständlicherweise keinen eigenen Artikel dazu auf ESC Kompakt…

      • Zu dieser ganzen Kommunikation: Hei, was haben wir uns alle lieb 🤢. Furchtbar, das!

      • @Edin28

        Wieso, was stört Dich an der Kommunikation? Dass man einen freundlichen Umgangston pflegt und sich bedankt? Ist man vielleicht von diversen anderen Plattformen nicht gewohnt, aber genau das macht das Kommunizieren hier so angenehm.😉

      • Lass Dich bitte nicht von den paar Stinkstiefeln beeindrucken, die sich hier leider tummeln. Es ist doch schön, dass Du hier zusätzliche Infos lieferst, die manche von uns sonst nicht jeden Tag auf dem Radar hätten.

  8. „Karma“ finde ich OK. Ihre Stimme ist natürlich good as hell, was den Song für mich nicht besser macht.

    Der Anfang ist noch sehr spannend gemacht und ich möchte eigentlich die Steigerung im gesamten Lied mögen, aber schaffe es irgendwie nicht.

  9. Anxhela singt extrem stark und bringt auch ein bisschen Veränderung im Vergleich zu den letzten Jahren (wobei 2018 ja auch Abwechslung in Form von rockigeren Tönen dran war ^^). Trotzdem überzeugt es mich nicht so wirklich und bleibt irgendwie nicht richtig bei mir hängen.

    5/10 und 33/39.
    2020: 8.5/10 und 12/41 „and my heart is sinking like a stone“ 🙁

  10. Finalwürdig. Aber dort wird trotz schönem Folkloreeinschlag und wahrscheinlich interessanter Performance nur ein hinterer Mittelfeldplatz drin sein.

  11. Anxhela P. ist im 2. Ausbildungsjahr als Rüstungsdesignerin. Deshalb tummelt sie sich auch häufig auf den Burgmauern, wo sie das Wehrpersonal mit einem scharlachroten Maßband vermisst und den auf den Mauern stationierten Kämpfer*innen nagelneue Rüstungen anlegt. Ab und zu schlägt sie auch noch mit entschlossenem Gesichtsausdruck die letzten Nieten ins Metall, wenn letzteres bereits die vom täglichen Workout gestählten Körper auf den Mauern ziert. Jeder in der Burg weiß: Don’t mess with Angie. 🙂
    Anxhelas Rüstungsmodell für die Saison 2021 heißt Karma, und wie alle ihre Vorgänger besteht diese Rüstung aus veschiedenen Teilen, die durchweg von zufriedenstellender Qualität sind. Allerdings wollen sie im Falle von „Karma“ nicht so recht zusammenpassen. Da das Modell Brüche, Löcher und unnötike Elektronik aufweist, empfielt der burginterne Rüstungs-TÜV das Tragen des Modells Karma nur bedingt. Bei Spiel, Parade oder öffentlichen Repräsentationsanlässen gilt das Modell als unbedenklich, aber im tatsächlichen Wettbewerb besteht eine zu hohe Gefahr des Scheiterns. Von mir gibt es dafür glänzend aufpolierte 6/12 Punkte.

    • Seeehr schön, heute hast du dich mal wieder selbst übertroffen (auch wenn ich persönlich ihre Rüstung zu allen Gelegenheiten passend finde, aber ich kann dem Jahrgang insgesamt im Gegensatz zu dir auch recht viel abgewinnen).

  12. Albanien mit einer modernen Balkanballade , die neue Version gefällt mir aufjedenfall besser .
    Finale sollte dieses Jahr zu schaffen sein , auch wenn die Quoten was anderes sagen .

    Am Ende wird alles Live auf der Bühne entschieden und wie jedes Jahr gibt es Aufsteiger wie absteiger .

    • Die Quoten sind für Albanien immer schlecht. Auch beim 11. Platz von Eugent wäre es laut Wetten nicht im Finale gewesen. Jonida war auch weit unten.
      Im Bezug auf Albanien würde ich daher wenig auf die Wetten geben.

      • Ganz genau – mit der Ausnahme von Italien haben es landessprachliche Titel bei den Wettanbietern immer schwer.

        Eugent war 2018 richtig genial und vollkommen zurecht im Finale auf Platz 11.

        Natürlich hat „Karma“ nichts mit dem Sieg zu tun – gehört aber zu den Beiträgen, die würdig ihr Land vertreten (ist auch nicht so ganz unwichtig).

        Ginge es nach der Meinung der User hier, wäre Albanien auch diesmal qualifiziert.

        Albanien 9/10
        San Marino 7/10
        Serbien 6/10
        Island 5,5/10
        Griechenland 3,5/10
        Österreich 3/10
        Estland 2/10
        Moldau 1/10
        Polen 0/10

  13. Albanische ESC-Beiträge in meiner Playlist:

    12/12
    ALB 2012 Rona Nishliu Suus

    10/12
    ALB 2008 Olta Boka Zemrën e lamë peng

    09/12
    ALB 2018 Eugent Bushpepa Mall
    ALB 2019 Jonida Maliqi Ktheju tokës

    08/12
    ALB 2005 Ledina Çelo Tomorrow I Go
    ALB 2007 Frederik Ndoci feat. Aida Hear My Plea (Balada e Gurit) *erröt*
    ALB 2009 Kejsi Tola Carry Me in Your Dreams *erröt … aber anders*
    ALB 2010 Juliana Pasha It’s All About You (Nuk mundem pa ty)

    • Mit Ausnahme von 2007 und 2012 (sorry, ich weiss, da bin ich eine Ausnahme, aber das war für mich entsetzlich) mag ich auch alle albanischen Beiträge.🙂

      • Ich mag bei 2007 auch nur die albanische Originalversion, und 2012 ist halt eine Love-Hate-Geschichte. Da gibt es kaum Middle Ground.

      • Ich mag fast alle englischsprachigen Beiträge (außer 2004 und 2005) aus Albanien nicht.

        In Landessprache waren die Shkipetaren immer gut bis ausgezeichnet.

      • @Mariposa

        Ich fand es auch schade, dass Albanien in der Vergangenheit ihre Song ins Englische umgetextet haben. Musikalisch gefallen mir die Beiträge immer noch. Aber manchen Songs wurde schon ein wenig der Charme geraubt.😉

        Umso erfreuter bin ich, dass Anxhela „Karma“ auf Albanisch vortragen wird.😊

      • Das ist unwiderstehlich mitreißender Schrott, und so was mag ich. Siehe auch CYP05. 🙂

    • Die Auswahl ist natürlich top. Und Rona hat ja für mich eh den besten Song ever beim ESC gesungen.

      Ich möchte ja hier mal eine Lanze brechen für einen albanischen Beitrag, den außer mir scheinbar niemand mochte: Hersi 2014 mit „One Night’s Anger“. Sie hat mich immer an Shakira erinnert (die ich vor allem mochte, bevor sie bekannt wurde). Aber egal, bin ich halt der einzige.

      • Ich fand Hersis Lied beim FiK klasse, aber dann hat man für den ESC Revamp alles rausgestrichen, was mir gefallen hat, v. a. die großartig wütende Orchesterintro. 🙁

  14. Okay, Leute, ich gebs zu: Ich leide unter dem „Aber-ihr-wart-doch-mal-so-super“-Syndrom. Wenn ein Land mal einen Beitrag hatte, der nicht nur super war, sondern super super SUPER SUPER SUPER und nach Ansicht der Schreiberin dieser Zeilen einer der besten Beiträge der ESC-Geschichte war, dann will ich das im nächsten Jahr wieder! Und im Jahr drauf auch! Und eigentlich immer! Und zwar immer von der Person, die den tollen Beitrag verbrochen hat!

    Deshalb stellen sich für mich alle Jahre wieder immer nur die gleichen zwei Fragen:

    Ist es Albanien? Ja.
    Ist es von und mit Eugent Bushpepa? Nein.
    Dann will ich es nicht.

    • Für mich kann Albanien gerne fast jedes Jahr eine mit toller Stimme laut singende Frau mit viel Lokalkolorit (natürlich möglichst unge(re)vampt) zum ESC schicken, alle paar Jahre unterbrochen durch einen Bushpepa.

      Bei Spargel finde ich auch gut, dass es den nicht das ganze Jahr über gibt, freut man sich dann um so mehr.

      Ei, wie komme ich denn jetzt nur von Bushpepa auf Spargel???

  15. Schöner Song, und wie immer klappt das ab einem bestimmten Moment immer mit dem Schönhören der albanischen Ethnoballaden bei mir. Eine schöne Kontinuität. Semi 2 ist für mich schwer einzuschätzen, aber ich glaube schon, dass sie es schafft. Andererseits könnte es unverständlicherweise auch wie bei World 2017 ausgehen, obwohl beide finalwürdig sind bzw waren.

    Off topic: Da im Artikel auf die Herkunft des Großvaters hingewiesen wurde, wurde schon erwähnt, dass „peristeri“ im Griechischen „Taube“ bedeutet? 🙂

    Außerdem ist Peristeri ein Viertel im Westen Athens.

    Anxhela unsere diesjährige karmische Friedenstaube! 🙂

  16. Ich mag das Lied. Albanien ist in meinen Palast in der Eingangshalle (Platz 9 – 15). Ich denke Albanien kommt ins Finale wird dort aber zwischen 16. – 20. Platz landen.

  17. In dem großen Balladen-Haufen im 2. Semi dürfte das Lied positiv herausstechen. Es ist auch das einzige(?) ethnisch angehauchte Lied in dem Jahr.
    Ist für mich ein klarer Finaleinzug.

  18. Ist wirklich nur was für unsere ESC Dinosaurier..Albanien die 100ste Ethno Ballade die fast immer gleich klingt. Brauch ich nicht im Finale.

    • Der hier schreibende Grand-Prix-Dinosaurier (ESC? Was für ein modernes Zeug ist das denn nun schon wieder? 😉 ) findet dieses Lied in der Tat sehr schön und gibt ihm 7,5 Punkte (von 10), das ergibt in diesem Semifinale Platz 2 und insgesamt Platz 7.

      • Was sind denn Dinosaurier jetzt wieder für ein neumodisches Zeugs? Kenn ich noch gar nicht.

      • Irgendwie, tief in meinem Innern, hab‘ ich’s ja immer schon gespürt, dass ich meiner Zeit meilenweit voraus bin 😉

    • Im altehrwürdigen Grand Prix gab es nur Yugoslawien. Die anderen Länder kamen nach dem Mauerfall nach und nach dazu. Deshalb ist für uns Dinos Albanien auch eher Neuland😉😊

  19. Typisch Albanien? Ja, und ich liebe es. Auch wenn hier bei einigen eher die Meinung vorherrscht, dass nur geklonte Uptempo-Nummern mit Haareschwingenden Sängerin-Darstellerinnen eine ESC-startberechtigung haben, so ist es bei mir die Balkan-Ballade. Und dieses Jahr haben wir nur diese eine, da Jugoslawien ja andere Genres (besagte Uptempo-Nummern und eine pathetische Opernballade) bedient. Finde es toll, dass Anghela bei Albanisch geblieben ist, das verleiht dem Song die Authentizität die es benötigt. Letztes Jahr bei Arilena ist ihr ebenfalls schöner Beitrag sofort um 19 Plätze in meinem Ranking abgestürzt, da ich es auf Englisch eben nicht mehr authentisch fand. Da Anghela obendrein gut singt und ausschaut steigt Albanien von Platz 28 auf Platz 10 und wäre im Finale. Meine Einschätzung zu den Chancen: einzige Balkanballade, Griechenland im gleichen Semi, gut funktionierende Diaspora…das dürfte reichen, im Finale dann hinteres Mittelfeld.

  20. Albanien wie man es kennt. Eine attraktive Frau mit Ausstrahlung singt eine Ballade mit hoher Amplitude. Dieses Jahr ist der Ethnoanteil wieder hoch. Sehe definitiv, warum man das mögen kann, aber ich denke es wird knapp im Semi hängen bleiben.

  21. Ach herrlich, auf Albanien ist Verlass, die einzige Balkanballade in diesem Jahr und dazu noch eine so wunderschöne☺️. Mir geht das Herz auf – Tolle Stimme,
    musikalisch genau mein Ding. Das ist für mich ESC pur -Anxhela MUSS ins Finale.

  22. Albanien ist in meiner ESC Burg im Bankettsaal. Ausgelassen tanzt die Prinzessin aus der südöstlichen Provinz bis zum abwinken. Mit dem schönen neue Kleid geht alles noch viel besser und jeder tanzt gerne eine Runde mit ihr.

    Beim FiK war sie gar nicht mein Topfavorit trotzdem freute es mich das sie gewann und noch mehr freute es mich das der schöne Titel beim revamp auf albanisch blieb. Mittlerweile liebe ich dieses Lied und wünsche mir den Finaleinzug

  23. Ich glaube, dass ich bisher erst 2 Lieder (LTU und MLT) in die Top 10 getippt habe. Irgendwas läuft gewaltig schief …

  24. Für mich ist Albanien eines meiner Lieblings-ESC-Länder, schon alleine weil in der Regel der erste Beitrag der Saison aus Albanien kommt, außerdem versuchen die Lieder verlässlich nicht, irgendeinem Trend nachzulaufen.

  25. Es ist nicht das erste Mal, dass Albanien bei mir musikalisch knapp unter dem Radar läuft, was eigentlich auch aufgrund meiner starken Abneigung gegen gewisse Beiträge im Melodifestivalen nicht sein darf. Denn hier haben wir das Gegenteil von Alvaro Estrellas „Baila Baila“: Tiefe, Kraft, Authenzität. Und das Ganze auch noch auf Albanisch.
    Als ich vor zwei Wochen mit dem Gerbear Sorter meine Rangliste zusammengestellt habe, landete Anxhela Peristeri auf dem 33. Platz. Jetzt, da ich mir eben wieder „Karma“ zu Gemüte geführt habe, muss ich sagen, dass ich nicht nur ihr, sondern Albanien überhaupt eine Menge Unrecht getan habe. Das ist eigentlich deutlich höher einzuschätzen.
    Aber so ist das eben mit Albanien. Obwohl zwischen den beliebten Urlaubsländern Italien und Griechenland gelegen, wird dieses Land so gut wie gar nicht wahrgenommen. Vielleicht liegt das am miserablen Image und ein bisschen auch daran, dass das Land vor vierzig Jahren unter Enver Hoxha in den absoluten Ruin gewirtschaftet und dazu so verschlossen wurde wie heutzutage Nordkorea. Und wenn man schon an Weihnachten einen Beitrag auswählt, der dann auch nichts ist, was man gerne im Formatradio hört, dann gerät man schnell in Vergessenheit. Dabei bereichern die Albaner den ESC Jahr für Jahr, so auch 2021, mit Beiträgen die einem musikalischen Dresscode folgen. Eigentlich müsste ich dieses Land lieben… 😔
    Immerhin hat Anxhela Peristeri schon jetzt nicht wenige Punkte aus Griechenland, Österreich, San Marino und der Schweiz in der Tasche. Die können ihr im Konkurrenzkampf um die Finalplätze durchaus helfen.

    • Ich habe Albanien vor ein paar Jahren bereist, und es gibt dort ganz viele tolle Dinge zu entdecken: Architektonische Perlen (Berat!!!), wilde Berglandschaften, antike Trümmer (Butrint, Apollonia) und eine teilweise noch nicht von Pauschaltouristen überrannte Küste. 🙂

      • Vor ein paar Monaten habe ich mal eine Reportage über Albanien gesehen. Hat mir gut gefallen. Stelle ich mir wirklich schön vor.🙂

      • Ist auch echt ganz toll. Der Skutarisee gehört mit zum Schönsten, das ich jemals gesehen habe: endlose Seerosen- und Wassernussteppiche, Klöster auf winzigen Inseln, Wasservögel wohin man schaut und die Berge ringsum. 🙂 Ein bergmassiv heißt ‚Die Brüste der Loren.‘ 😀 Ich habe mir damals in Virpazar (Montenegro) ein Boot samt Fischer gemietet, mit dem ich den ganzen Tag über den See geschippert bin (ein slowakisches Ehepaar hat sich noch angehängt, so dass das Ganze für mich günstiger wurde). Wir haben dann auch ein albanisches Dorf am See besucht, das nur vom See her erreicht werden kann, weil es keine Straße dorthin gibt. Dort lebten noch 5 Menschen, die alle über 75 Jahre alt waren. Das MIttagessen, das sie uns servierten, war super lecker. 🙂

      • Die Albaner fanden also die ESC-Siegerin von 2012 so fantastisch, dass sie ein ganzes Bergmassiv nach ihren sekundären Merkmalen benannt haben? 😉 😀

  26. Wie fast immer, kann ich mit dem Albanischen Beitrag so gut wie gar nix anfangen. Der Song löst bei mir gar nix aus. Weder Rührung noch Begeisterung. Einfach nur öde. Nur selten konnte mich der Albanische Beitrag überzeugen. Zum letzten Mal war das 2012 und davor 2010. Ansonsten nix. Ich fürchte der Beitrag wird im Semi kleben bleiben.

  27. Leider kennen die Albaner das Wort Abwechslung nicht. Wieder schickt man eine Dame zum ESC, die uns eine dramatische Ballade vorträgt. Der xte Aufguss. Mir gefällt die Nummer nicht. Weil es langweilige 3 min sind.

  28. War beim FiK nicht unedingt mein Favorit gewesen und läuft auch momentan noch sehr unter dem Radar, aber es gibt durchaus schlechtere Lieder dieses Jahr. Für das Finale wird es denke ich leider nicht reichen.

  29. Aus Südwestbalkan nichts Neues. Altbewährtes Konzept, auch wenn es in den letzten Jahren nicht sonderlich erfolgreich war. Und auch in diesem Jahr dürfte es für die Skipetaren schwierig werden mit dem Finaleinzug. Gerade heute hatte ich den Drang, „Karma“ ein wenig auf Dauerscheife zu hören, weswegen es in meiner Gunst wieder gestiegen ist. Eine gute Ballade, nicht zu wenig Dramatik, aber auch nicht übermäßig viel. Und der Song hat zwei gute Argumente: Zum einen Anxhela und ihre Stimme (Anxhela selbst hat aber auch zwei Argumente…), zum anderen die Landessprache. Ich kenne Anxhela vom Kënga Magjikë, welches sie damals gewann. Da war mir schon klar, dass wir sie früher oder später auch auf der großes Bühne sehen werden. Und „Karma“ ist ein guter Beitrag, den sie dafür im Gepäck hat.

    Prognose: Halbfinale 14/17 (40%)
    Meinung: Platz 18/39 (6 Punkte) -> im Nachhinein gäbe es einen Bonuspunkt für die Botschaft. Ich halte das Konzept Karma für völlig unrealistisch und irrational, aber hier wurde es recht nachvollziehbar verarbeitet, das wusste ich gar nicht!

  30. Immerhin werde ich mit diesem sehr hübschen Beitrag aus Albanien für die Enttäuschung letztes Jahr entschädigt….

    Bei Kroatien ist es komplett andersherum – nun gut, dafür haben andere daran ihre Freude…..

  31. kraftvolle gute stimme – balkansound und seriös daherkommend – gute mischung = qualität.
    mir gefällt das viel besser wie z.b. zypern,griechenland,serbien,kroatien,um mal in der näheren umgebung zu bleiben aber es wird verdammt knapp – ich bin ja auch für lettland,portugal und georgien – die 4 genannten finde ich am besten in semi 2 und es könnte glatt alle erwischen – ich denke derzeit(man muß die proben abwarten),daß albanien knapp das finale verpassen wird.
    und wenn albanien es dann doch schafft dann sicher auf kosten der 3 anderen hier genannten länder – verdammte hacke auch!

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