ESC-Songcheck kompakt (27) – Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi

Bildschirmfoto-2019-04-12-um-13.48.26.png

Die albanische Vertreterin für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv wurde in der 57. Ausgabe des Festivali i Këngës ermittelt. In den beiden Halbfinals traten dieselben 22 Künstler je einmal auf. Eine Jury wählte 14 davon für das am 22. Dezember 2018 stattfindende Finale aus. Dort erhielt Jonida Maliqi von den neun Juroren fünfmal die Höchstnote.

Die Sängerin hat an der Universität von Tirana Geige und Gitarre studiert. Sie hat mehrere Preise gewonnen und  Auszeichnungen erhalten. Außerdem hat sie ihr Glück neben dem Festivali i Këngës auch noch in einem weiteren TV-Format versucht. Jonida tritt nicht nur als Solokünstlerin auf, sondern spielt auch in Musicals. Als bekannte Influencerin mit knapp 450.000 Followern ist sie in ihrem Heimatland eine Mode-Ikone.

Der Song 

„Ktheju tokës“ ist ein rhythmischer Song mit reichlich folkloristischen Elementen. Einem Genre kann ich das Lied jedoch kaum zuordnen. Es klingt sehr dramatisch und etwas klagend. Eriona Rushiti hat den Titel komponiert und getextet. „Ktheju tokës“ wurde nach dem Sieg von beim Festivali i Këngës noch einmal gerevampt. Die neue Fassung wurde am 11. März veröffentlicht.

Der erstaunlich kurze und repetitive Text – es gibt im Grunde nur drei Zeilen Strophe und dann zweimal acht Zeilen Refrain – handelt davon, dass man allein ohne seine Liebe verloren ist und zu dieser (nach Hause) zurückkehren soll.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Ich bin großer Fan von Albanien beim ESC, aber in diesem Jahr packt mich der Song leider gar nicht. Ich finde ihn zu unstruktiert und wirr, selbst nach mehrmaligem Hören bleibt er mir nicht im Gedächtnis. 4 Punkte

Douze Points: Albanien schafft es immer wieder, für mich kaum zugängliche Kost zum ESC zu schicken. Oft wird da viel gewollt und aufwändig komponiert und produziert, aber mich erreichen die Sachen nicht. So ist das auch mit „Ktheju tokës“. Eigentlich gar nicht übel, aber eben auch nur eigentlich. Ein Extra-Punkt für die Landessprache. 4 Punkte

Peter: Klar, das ist relativ schwer verdaulich, aber es klingt so schön, nun wie soll ich sagen, so schön albanisch eben. Ich mag an „Ktheju tokës“ die pathetischen Elemente wie die treibende, etwas rauchige Stimme von Jonida (in Landessprache!), die Rhythmuswechsel, die kantigen Ethnoklänge, das Trommelintro und überhaupt die „klingt irgendwie nach Kaukasus“ Instrumentierung. Mehr als ok für mich alles in allem. 6 Punkte 

Gesamtpunktzahl: 14/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Ktheju tokës“ auf Platz 29 von 41.

Wie schneidet der albanische Beitrag "Ktheju Tokës" von Jonida Maliqi ab?

View Results

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni



44 Kommentare

  1. Gefällt mir gut und ich halte ein Weiterkommen ins Finale für realistisch. Da winkt dann aber eher ein Platz in der unteren Hälfte.
    Ich mag, dass Albanien beim ESC sein Ding macht. Die um ein paar moderne Einflüsse ergänzten osteuropäischen Klänge erreichen mich auf ohrschmeichelnde Art und Weise. Klar, der Innovationspreis wird damit nicht gewonnen.

  2. Starke Stimme, tolles Auftreten. Auch mag ich südosteuropäische Klänge. Dennoch, erreicht mich nicht, nervt sogar. Nicht geschafft, es mir schönzuhören. Da nützen auch der Albanien-Sympathiebonus und die schöne Landessprache nix. Möge hängenbleiben, obwohl Weiterkommen kein Ding des Unmöglichen.

  3. Albanien <333 Der erste Beitrag der Saison… Unfassbar, dass das schon wieder 5 Monate her ist. Seitdem ist viel passiert. Damals beim Livechat waren wir noch auf dem Prinzblog zu Hause. Und jetzt kann ich mich nicht mal mehr an das Layout vom Prinzblog erinnern. 😀
    Ich fand das Lied damals mega. Zwischendurch war es lange raus aus meiner Top 10, jetzt ist es wieder drin.
    Ktheju Tokes hat irgendwie so eine Naturgewalt, die mich umhaut. Auch wenn ich die originale Version besser finde als die nach dem Revamp, liebe ich das Lied immer noch.

    1.Schweiz 9/10
    2.Albanien 9/10
    3.Armenien 8.5/10
    4.Irland 8/10
    5.Dänemark 7/10
    6.Rumänien 6.5/10
    7.Lettland 6.5/10
    8.Schweden 5.5/10
    9.Österreich 4/10
    10.Moldawien 2/10

  4. Das größte Dark Horse des Jahres. Ich glaube, Albanien kann auch dieses Jahr wieder auf der linken Seite des Scoreboards landen.

    26. Finnland (0/10)

    25. Georgien (0/10)
    24. Island (0/10)
    23. Österreich (1/10)
    22. Slowenien (2/10)
    21. Montenegro (2/10)

    20. Lettland (3/10)
    19. Serbien (4/10)
    18. Polen (4/10)
    17. Irland (5/10)
    16. Ungarn (6/10)

    15. Rumänien (6/10)
    14. Estland (6/10)
    13. Moldau (6/10)
    12. Tschechien (7/10)
    11. Griechenland (7/10)

    10. Armenien (7/10)
    9. San Marino (8/10)
    8. Belgien (8/10)
    7. Weißrussland (8/10)
    6. Australien (9/10)

    5. Albanien (9/10)
    4. Dänemark (9/10)
    3. Portugal (9/10)
    2. Zypern (10/10)
    1. Schweiz (10/10)

  5. Obwohl der Song nach dem Vorentscheid überarbeitet wurde finde ich den Song nicht sehr zeitgemäß. Da hatte Albanien schon besseres – damit meine ich auch letztes Jahr – am Start. Bei den Buchmacherin sieht es zur Zeit eher danach aus, daß sich Albanien für das Finale qualifiziert, ich bin aber skeptisch.

  6. Wie so oft bei Albanien überproduziertes Geschreie, aber irgendwie gefällt mir das Dramatische; liegt eventuell daran, dass Game of Thrones wiedekommt – kann man sich die Musik gut da vorstellen.

  7. Mir gefällt’s, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da ein Ergebnis a la Mall herausspringt. Gespannt bin ich ja schon auf die Choreo – irgendwie sehe ich da immer unfreiwillig Eneda Tarifa mit ihrem Goldkleid vor mir…

    Semi 4/18
    Qualifikation 15/18 (30%)
    Gesamt 6/41

  8. Ist ganz interessant durch die musikalische Mystizität (ist das ein Wort?) des Beitrags, der sogenannte Fernet Branca-Effekt („Man sagt, er habe magische Kräfte“). Kann man aber nicht allzu oft hören

  9. Kein schlechter Song, sie singt auch sehr gut aber trotzdem kann ich mir das Finale nicht vorstellen aber lassen wir uns überraschen, ich finde es wird einige Überraschungen geben.

  10. Ein frühes Highlight der Saison. Packt mich sofort mit den ersten Tönen. Mystisch,emotional und dramatisch! Mein Platz 9!

  11. Mein Platz 29: Albanien
    „Das ist eine schöne Ballade, die mich einfach nicht zu 100% erreicht, weil es nicht ganz mein
    Genre und zudem in Landessprache ist.
    5.5/10“
    Und wehe, mein Review startet jetzt eine ellenlange Off-Topic-Debatte über Landessprache 🙈😂 Mich erreicht einfach der Text nicht, aber jeder andere darf es gerne super finden ❤

  12. Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 45 %
    Hatte ich anfangs erst gar nicht auf meinem Schirm. Ist aber die letzte Zeit in meiner Gunst gestiegen und mittlerweile im Mittelfeld in meinem Ranking angekommen. Leider ist die erste Minute zum vergessen lahm und ideenlos. Dann nimmt das Lied mit schönen Ethno-Elementen Fahrt auf. Im Prinzip aber eine typische albanische Nummer.

  13. Das Lied stand bei mir ganz unten im Ranking und ist jetzt auf die 10 gestiegen. Und ich bin nie ein Fan vom albanischen Jammergesang gewesen. Aber die Nummer hat etwas spannend mystisches und ist gut arrangiert. Viel Glück wünsche ich Albanien. Und zudem wohltuend altmodisch. Mich nerven zuweilen diese auf zeitgemäß getrimmten Nummern, die letztendlich nicht zeitgemäß sind. Sorry aber Cypern, Malta und Schweiz landen auf keiner Playlist eines Ü20. Hört doch mal in die deutschen und internationalen Charts rein…

  14. Komposition: der Klang Ost-Europas
    Sängerin: herrliche Stimme
    Text: Liebe und noch mehr Liebe
    Auftritt: sie kann das
    Finale: Hier bin ich unsicher. Es ist einer der Songs, die so emotional geladen sind, dass sie entweder durchfallen, weil es nervenbedingt doch nicht klappt im Halbfinale oder über alle Erwartungen hinaus viel mehr Punkten bekommen werden als vorhergesagt.
    Gewinner: Nein

  15. Albanien ist auch einer der Beiträge, die ich gerne mal vergesse. Will mir einfach nicht ins Ohr gehen, dabei finde ich ihn beim Hören eigentlich ganz angenehm. Gerade so an der Grenze, ab der mir Dramatik zu viel wird, hoffentlich kippt es live nicht drüber. Fällt mir superschwer, den Song einzuschätzen … tippe aber mal, dass wir ihn zweimal hören werden.

  16. Die Fans von diesem Bettelgesang haben das ja im Dezember schon zur Cash-Cow ausgerufen. Ich halte mich da lieber an: Sell in may – go away.

    Immerhin ein fast einminütiges schön archaisch-düsteres Intro und dann leider Ende Gelände. Danach zieht sich das banale Wehklagen von Flöten, Tröten und Streichern untermalt repetitiv wie Blähungen über 2 Minuten. Schöne Stimme? Ich habe da eine andere Wahrnehumg – gebt der bettelnden Frau endlich das Jodeldiplom. Und hoffentlich hat sie noch genug Goldfolie vom FiK-Auftritt aufbewahrt, dass sie wieder als Kleopatra auftreten kann. 😉

  17. Sehe ich mittlerweile wieder eher im Finale als draußen und es wäre auch verdient.

    Hat Alleinstellungsmerkmal und ich mag nunmal Ethnotitel mesitens gerne. Zudem einer der wenigen weiblichen Acts, die in meinen Top 10 zu finden sind.

    Ich werte mit 8 von 10 Punkten.

  18. Zweites Semifinale

    Albanien 8/10
    Dänemark 7/10
    Schweden 6/10
    Irland 6/10
    Schweiz 6/10
    Lettland 4/10
    Österreich 4/10
    Rumänien 3/10
    Armenien 2/10
    Moldau 1/10

  19. Ich habe eine BItte an meine Widder-Kollegin Jonida: Nicht das Cleopatra-Outfit für Tel Aviv! So wie im Videoclip wäre es recht.

  20. Albanien ist mir dieses Jahr mal wieder zu viel des Guten und so langsam nervt es mich schon, dass sie fast jedes Jahr das gleiche Konzept mit den dramatischen Diven fahren. Das FiK gehört ganz dringend ganz stark überarbeitet, sonst werden sie nie Erfolg haben. Dieses Jahr könnte allerdings sogar das Finale drin sein, hängt von der Performance ab, wobei mir jetzt schon vor Jonidas Outfit graut.

  21. Tatsächlich führt bei mir Jonida das zweite Semi an. Instrumentierung und Stimme bilden ein einzigartiges Gesamtpaket. Hat beinahe etwas Bedrohliches an sich. Und dann dieser grandiose Refrain. Albanien kann durchaus davon profitieren, dass es kaum etwas Vergleichbares in diesem Jahrgang gibt.

  22. Nach einem Tag Powersightseeing in Speyer bin ich furchtbar müde, möchte aber trotzdem gerne meine Unterstützung für Jonida bekunden. Ich liebe Bettelgesang mit Tröten. 🙂

    Gute Nacht! Heute waren der Dom, der Domschatz und die Monroe-Ausstellung dran und morgen geht es mit der römischen Sammlung, dem jüdischen Museum und dem Technik Museum weiter. 🙂

  23. Unverschämtheit alle wollen diese beschissene bum bum bum fick und BDSM Musik und Voten echte, aufwendig produzierte und tiefgründige Musik nach unten – Typisch Deutsch Für mich bleibt sie mit Norwegen bei mir auf Platz 1!

  24. Albanien ist oft bei mir recht weit oben. Letztes Jahr war „Mall“ mit riesigem Abstand meine Nummer 1 und ganz klar einer meiner All-Time-Favorites. Dieses Niveau erreicht Jonida leider nicht, aber dennoch Daumen hoch für diese wieder einmal sehr mitreisende symphonische Nummer mit einerm wie immer sehr kraftvollen Gesang. Klasse auch, dass sie es in Landessprache halten. Wenn jetzt noch die Inszenierung passt, sollten sie es ins Finale schaffen. Mit Mazedonien, Kroatien, Italien, Rumänien, Moldau, Schweiz und Österreich sind ja auch reichlich Unterstützer dabei. Von daher tippe ich auf Finale..

    01. Schweden 8,5/10
    02. Irland 8,5/10
    03. Albanien 8/10
    04. Armenien 7/10
    05. Lettland 6,5/10
    06. Dänemark 6/10
    07. Rumänien 4,5/10
    08. Schweiz 4/10
    09. Österreich 3/10
    10. Moldau 0,5/10

  25. Ich hatte beim ersten Hören irgendwie Ofra Haza-Vibes. Und seitdem ist es positiv gesetzt bei mir.
    Jonida ist fähig das Lied stimmlich zu tragen, die eigene Stimmung zu transportieren. Der ReVamp bleibt am Original, wertet den Song durch geschickte Sounds im Back aber sogar noch etwas auf.

    Insgesamt alles recht stimmig – aber natürlich nicht für den Massengeschmack und für ganz oben. Aber ich würde drauf wetten, dass das ins Finale kommt und dort sogar an den Top 10 kratzt.

Schreibe eine Antwort zu CHUPACABRA Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.