ESC-Songcheck kompakt (27) – Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA

„growing up is getting old“ ist VICTORIAs Song für den ESC 2021, der sich in einem internen Auswahlprozess unter Einbindung der Fans gegen fünf andere Titel durchsetzte. Nachdem ihr Song „Tears Getting Sober“ im vergangenen Jahr bereits zum engeren Favoritenkreis gezählt wurde, muss VICTORIA zunächst aber die Hürde im zweiten Halbfinale am 20. Mai nehmen.

VICTORIA, die mit bürgerlichen Namen Victoria Georgieva heißt, singt, seit sie 11 Jahre alt ist, und erlangte erste Bekanntheit mit ihrer Teilnahme an X Factor Bulgarien 2015, wo sie die Livephase erreichte. Sie hat bereits mehrere Singles auf Bulgarisch auf den Markt gebracht. 2019 erschien ihr erster englischsprachiger Track: „I Wanna Know” hat bereits über eine Million Aufrufe auf YouTube generiert. 2020 sollte sie für Bulgarien mit dem Titel „Tears Getting Sober“ beim ESC antreten und wurde als eine der Mitfavorit:innen gehandelt. Bereits im März letzten Jahres wurde bekannt gegeben, dass VICTORIA auch 2021 für Bulgarien am ESC teilnehmen wird.

Der Song

Geschrieben wurde „growing up is getting old“ von Helena Larsson, Maya Nalani, Oliver Björkvall und Victoria Georgieva selbst, produziert wurde der Song von Oliver Björkvall. In „growing up is getting old“ singt VICTORIA über ihre innere Gefühlswelt. Sie scheint sichtlich bewegt von all den Problemen und Sorgen, die sie umtreiben und nicht zur Ruhe kommen lassen. Gleichzeitig endet der Song positiv, da VICTORIA zum Ausdruck bringt, genau dann aufzustehen und weiterzumachen. Die Live-Performance wird von Marvin Dietmann inszeniert, der ebenfalls für das Staging von Zypern, Österreich und Spanien verantwortlich sein wird.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Ich kann nicht den Finger drauf legen, aber irgendetwas fehlt mit beim diesjährigen Lied von VICTORIA. Dabei finde ich viele ihrer Songs sehr gut, „growing up is getting old“ halte ich im Vergleich zu ihrem sonstigen Material aber eher für Durchschnitt. Allerdings war ich auch nicht der größte „Tears Getting Sober“-Fan und offensichtlich sind die Buchmacher anderer Ansicht als ich. Insofern: Die Hoffnung lebt. 7 Punkte.

Berenike: „growing up is getting old” ist für mich die größte Überraschung des Jahres, nachdem ich den Hypeaufbau übertrieben fand und mir so auch nicht im Voraus die zur Auswahl stehenden Lieder angehört hatte. Als ich den Track dann zum ersten Mal gehört habe, saß ich emotional getroffen mit offenem Mund da. Der Song berührt mich auf ganz authentische Art und Weise. Das Arrangement ist wunderschön und erzeugt einen fantastischen langsamen, aber ganz intensiven Spannungsaufbau. Victorias Stimme ist wunderbar zart-zerbrechlich und erinnert mich an die von mir sehr geschätzte Cœur de Pirate. Auch die Harmonien der Stimmspuren gegen Ende finde ich bezaubernd. 12 Punkte.

Douze Points: Ich habe in jungen Jahren Klavierunterricht bei Herrn Jäger gehabt. Der quälte mich mit Bartók und Czerny, so dass ich nie so etwas wie Begeisterung für das Instrument entwickelt habe. Was das jetzt mit VICTORIA zu tun hat? Das Ticken der Uhr! Es erinnert mich an das Metronom, mit dem ich die Kompositionen am Klavier üben musste. Und das Ticken hat mich schon damals wahnsinnig gemacht. Dadurch fällt mir der Zugang zu „Growing Up Is Getting Old“ unnötig schwer. Denn nach hinten raus gefällt mir die dramatische Komposition richtig gut. Der Weg dahin ist aber lang und die zerbrechliche Stimme der Sängerin macht mir bisweilen Angst. Daher 6 Punkte.

Florian: Glücklicherweise traf die Auswahl in Bulgarien für VICTORIA einen Song, mit dem sie sich sichtlich wohlzufühlen scheint. Ruhigere Songs kann sie einfach deutlich besser verkörpern und die Emotionen und Gefühle durch ihre Stimme darin transportieren, als dies etwa mit „phantom pain“ oder „Ugly Cry“ möglich gewesen wäre. Um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, muss die Inszenierung natürlich top arrangiert werden. Es würde mich durchaus nicht wundern, wenn VICTORIA damit ein gutes Ergebnis einfährt, besonders bei den Jurys könnte sie mit der Komposition Punkten. 7 Punkte.

Manu: Victoria lässt mich etwas ratlos zurück. Letztes Jahr gehörte ihr „Tears getting sober“ zu den absoluten Favoriten auf den Sieg. Als direkte Konkurrentin zu Roxen gehandelt, war das bulgarische Team besonders enttäuscht, dass die letztjährigen Lieder nicht für 2021 zugelassen wurden. Der diesjährige Auswahlprozess hinterlässt bei mir einen fahlen Nachgeschmack, das schlussendlich ausgewählte „Growing Up Is Getting Old“ beinhaltet aber die gleichen musikalischen Zutaten wie der letztjährige Überflieger. Und doch segelt es bisher zielsicher komplett an mir vorbei und lässt mich völlig kalt. Und ich kann noch nicht mal sagen, wieso. Ich bin gespannt, ob ihr Lied doch noch zündet und erwarte eine tolle Performance in Rotterdam. Zur Zeit kann ich aber nicht mehr geben als 3 Punkte.

Max: Die Bulgaren können eben ESC. „Growing Up Is Getting Old“ ist eine sehr schöne, moderne Ballade, die das Zeug hat, auch außerhalb des Contests erfolgreich zu sein. Besser als „Tears Getting Sober“? Das vielleicht nicht, aber es könnte für die schon im letzten Jahr prognostizierte Top-5-Platzierung reichen. Übrigens raffiniert von den Bulgaren, Viktoria und das Video zum Song etwas auf die erfolgreiche Marvel-Serie „WandaVision“ zu trimmen. Gibt nicht mehr viel zu sagen: 12 Punkte.

Peter: Victorias letzterjähriger Beitrag „Tears getting sober“ gehört zu meinen All-Time-Favorites. 2021 gibt es das nochmal, nur mittelmäßiger. Was bleibt: Tolle Frau mit Ausstrahlung, gute Stimme, anspruchsvoller Text mit guter Botschaft. Der Rest ist maximal Hausmannskost, der Song plätschert durch die Gehörgänge und ist dann irgendwann zuende. Spannungsbogen? Not really – trotz der schönen Choruselemente. Hier muss eine eindrucksvolle Inszenierung kommen, damit Victoria ihrer Favoritenrolle aus 2020 auch im Folgejahr gerecht wird. 5 Punkte

Gesamtpunktzahl: 52/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „growing up is getting old“ auf Platz 23 von 39.

Wie schneidet der bulgarische Beitrag "growing up is getting old" von VICTORIA ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri


85 Kommentare

  1. Ich bin ja ein großer Fan von Victorias zerbrechlicher Stimme. Dennoch bin ich von der Songauswahl ein wenig enttäuscht. „Tears Getting Sober“ war der Hammer für mich. Aber auch „Ugly Cry“ hätte ich mir sehr gut in Rotterdam vorstellen können.

    Aber ich glaube (und hoffe), dass es Victoria ins Finale schafft. Dort tippe ich sie aber eher aufs hintere Mittelfeld zwischen Platz 16 und 20.

    • Stimme dir zu: „Ugly cry“ wäre mal was ganz anderes gewesen und das wäre bestimmt honoriert worden. Ugly cry war 10 Wochen lang in meiner Spotify-Playlist und das heißt schon mal was…

  2. Ich weiß nicht warum, aber der Song packt mich nicht wirklich obwohl ich selber so ne ruhige „Ballade“ habe. Im Finale würde VICTORIA auf jeden Fall kommen. Dann aber wie je nachdem auf Platz 11 – 15.

  3. Der Song ist, es tut mir echt leid, so extrem langweilig,einschläfernd,mit einem schrecklichen Nuschelgesang gesungen mein absoluter Rohrkrepierer 2021. Ich verstehe nicht warum das Kunstwerk soweit vorne gewettet wird? Bulgarien hat ja in den letzten Jahren eine Sonderstellung beim ESC.Aber wie man sieht…nicht alles ist gut.

  4. So eine schöne Ballade.
    Sie erinnert mich sehr an Elizabeth Olsen (auch aus Wandvision)
    Gefällt mir persönlich sehr und ist in meine Top 10, aber es könnte so richtig abkacken.

  5. Ihr letztjähriger Beitrag war indiskutabel. Vor allem textlich.

    Ich war also skeptisch, hörte aber in ihre Vorschläge für 2021 trotzdem mal rein und fand das gut bis sehr gut.
    Auch von „Growing up…“ war ich anfangs angetan, aber das erschöpfte sich beim dritten oder vierten Hören, so dass es der Song auch schnell wieder von meiner Playlist runter schaffte.
    Zumindest ist es textlich glaubhafter als vor einem Jahr, auch ihre Stimme überzeugt mich. Aber mir ist das insgesamt dann doch einen Hauch zu unspannend.
    Aber da ich das erst nach ein paar Mal hören gemerkt habe, besteht Hoffnung, dass sie mit einer gelungenen Inszenierung weit kommt. Top10 halte ich aber für ausgeschlossen. Vielleicht knapp dahinter.

  6. Letztes Jahr war zauberhaft, dieses Jahr ists boring… Wird wohl eher ein Rohrkreprierer. Ohne gutes Staging kann das auch im Semi kleben bleiben.

  7. Wie bereits letztes Jahr trübt Prinzessin Victoria die Melancholische, Gräfin vom halb leeren Glas, die Stimmung im Bankettsaal. Während Prinz Dadi und seine Gang eine Menge Spaß haben und ihre Mätzchen treiben, teilt Victoria unaufhörlich ihre Weisheiten über Schmerz und Verlust. Die Ausführungen der Prinzessin waren im vergangenen Jahr noch von höchster poetischer Qualität, aber dieses Jahr wirkt ihr SingSang (glücklicherweise ohne Song … Achtung ESC Insider Witz!) leider etwas schmalbrüstig und leicht abgetreten. Da die junge Graublütige es jedoch vermag, im direkten Kontakt eine große Intensität und Zerbrechlichkeit zu vermitteln, zieht sie dennoch viele Menschen in ihren Bann. Diese haben sich mittlerweile ihrer Flagellantenbewegung angeschlossen, die unter anderem dafür kämpft, den Bankettsaal in das Verlies zu verlegen und in der Burg das Tragen farbiger Kleidung und glänzender Rüstungen zu verbieten. Von mir gibt es dafür tränenbenetzte 7/12 Punkte.

    • Allein schon für die Forderung, die sie den Flagellanten als Flausen ins Ohr gesetzt hat, gehört sie umgehend vom höchsten Turm der Burg gestürzt. Während des Falles kann sie dann ja nochmal eine letzte Jammerballade säuseln (ihre eigene von der Beerdigung wäre da passend)…

  8. Ich verstehe auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich, was Victoria so betrübt. Ich finde Ihre Stimme wirklich schön, aber der Song und das ganze Arrangement ist mir einfach zu klebrig. Bin sehr gespannt auf die Inszenierung auf der Bühne.

  9. Ich finde diesen Song ziemlich schrecklich. So eine langweilige Sülze habe ich lange nicht mehr gehört und würde sowas auch nie privat hören. Alles plätschert so dahin, die Strophen sind langsamer als eine Schildkröte im Wettlauf und der Refrain ist irgendwie zu Ende, obwohl man gar nicht gemerkt hat, dass dieser angefangen hat. Ich kann weder die Wettquoten noch den Hype verstehen. Außerdem finde ich Victorias Stimme extrem nervig, je öfter ih ihre Lieder höre, desto nerviger finde ich sie. Gutes Beispiel war TGS, am Anfang noch Platz 5, am Ende Platz 28.4 Punkte von mir und Platz 24!

  10. Mir gefällt der Song richtig gut. Vor allem die Stimme von ihr. Ich tippe einen Platz zwischen 11 und 15. Hier das nächste Reaction-Video.

  11. Victorias Song fängt ziemlich langweilig an, steigert sich dann aber zum Schluss unglaublich schön und berührend.
    Wenn man das richtig inszeniert, kann das eine Überraschung werden.

    ABER … Und nun kommt wieder mein Standartsatz: Auch wenn es eine ruhige Ballade ist, reicht nur rumstehen und ein trauriges Gesicht zu machen nicht aus, denn dann wirkt es einschläfernd
    Bin gespannt was da auf der Bühne passieren wird, denn das wird den Ausschlag auf eine gute Platzierung geben, wie bei so vielen Beiträgen in diesem Jahr. Denn viele Songs klingen zwar sehr schön, werden aber ohne eine gute und unterstützende Performance untergehen.

  12. 🇧🇬 Bulgarien hat „etwas“ Zeit gebraucht, um sich beim ESC zurecht zu finden. In den letzten Jahren zeigten sie enormes Potential mit dem Resultat auf gute Finalplätzierungen. Für mich persönlich ist Bulgarien
    ein heißer Anwärter auf ein Sieg. Für dieses Jahr wird es sicher um eine gute Platzierung im Finale reichen.

    • Die beste bulgarische ESC-Teilnehmerin ist für mich immer noch Poli Genova (2011 mMn völlig zu Unrecht im Semi ausgeschieden, 2016 meine persönliche Siegerin😍)

      Auch, wenn ich vom Song etwas enttäuscht bin, könnte Victoria durchaus mit ihrer ruhigen Art herausstechen. Deshalb hoffe ich auch, dass sie ins Finale einziehen kann. Das würde der Abwechslung echt guttun, bei diesen ganzen quirligen Nummern.🙂

      • Meine bulgarischen Lieblinge sind die beiden Titel von Elitsa Todorova & Stoyan Yankoulov (2007 und 2013, also „Water“ und „Samo Shampioni“) und dann noch 2008, 2010 und 2012 (Deep Zone & Balthazar, Miro und Sofi Marinova). mein letzter Platz ist ihr Debüt 2005 von Kaffe.

        Ich weiß nicht so recht, was ich vom diesjährigen Beitrag halten soll. Mir geht an vielen Stellen ihr Gesang auf die Nerven (dieses übertrieben zerbrechliche, manchmal auch kieksige), an anderen Stellen gefällt mir ihre Stimme wieder. Schön sind die Streicher und der Chor.

        ca. 5 Punkte (von 10)

    • Für mich sind es immer noch mit großem Abstand „Lorraine“ (2005, mein Gewinner) und (kein Scherz) „Illusion“ von 2009. Letzteren finde ich einfach nur phänomenal, aber mit der Begeisterung dafür stehe ich wohl recht allein da. 🙂 Die beiden Elitsa & Stoyan-Beiträge folgen knapp dahinter.

      • Knapp hinter Poli Genova folgt bei mir Bulgarien 2018, und Bulgarien 2013. Mit Bulgarien 2017 bin ich bis heute nicht warm geworden, kann ich leider nichts mit anfangen.😉

  13. Hier kommt es sehr auf die Präsenz und Bühnenshow an ..Ich kann mir eine Top 10 Plazierung aber nicht vorstellen und Tippe auf Platz 11-14 im Finale.

    Tears are getting sober dagegen hatte den Lisa Andreas (2004) Effekt und wäre garantiert Top 5 geworden !

  14. Ich schaffe es ja bei vielen Songs, sie mir schön zu hören..

    Bei GUIGO schaffe ich es nicht einmal den Song zuende zu hören, so sehr ich mir das auch vorgenommen habe.

    Wenn er zufällig in meiner Liste auftaucht, skippe ich so schnell wie möglich. Nicht nur, dass mich dieser Song nicht berührt, er stößt mich also regelrecht ab.

    Zusätzlich empfinde ich dieses Marketing rund um Mental Health und die Tendenz zur Darstellung der jungen Frau als kämpfende, sich mit sich selbst und den Umständen quälende Heranwachsende ziemlich anbiedernd. Es scheint mir, dass es zur Identifikation bestimmter Gruppen mit dem angebotenen Thema (zur aktuellen Lage) hinabzielt, was ich aber visuell und inhaltlich auch ziemlich aufdringlich empfinde. Für mich das falsche Zeichen in den Zeiten in denen wir leben, da setzen andere Länder auf bessere „Stories“ zur aktuellen Lage. Selbst Norwegen verstehe ich eher weil es „seine“ Geschichte ist, wo ich es abkaufen kann, dass er das Opfer seines Syndroms zu sein scheint und dies sogar eher selbstironisch aufbereitet (und ich mag den Song auch nicht so sehr, geschweige denn das Staging). Bei Victoria scheint es mir kostruiert, denn ich bin mir sicher, sie hat die Songs weder selbst geschrieben, noch sind es ihre Depressionen von denen sie singt. Aber was weiß ich..

    Es wird sicherlich seine Fans finden, die sich damit identifizieren können und möchten, und das Gesamtprodukt als Ganzes ist aus Marketingperspektive schon auch ziemlich clever.

    Den Hype um diesen Song verstehe ich überhaupt nicht, rechne aber dennoch mit einer (viel zu) guten Platzierung, da ich den Bulgaren eine pompöse Inszenierung mindestens im Kaliber von Beautiful Mess zutraue.

    Musikalisch hatte mich „Imaginary Friend“ bei weitem mehr abgeholt.

    Mein Platz 38/39

  15. Oh weh, da muss ich mich wohl hier als einsame Insel in einem Meer der Ablehnung outen. Aber das kenn ich ja noch von Irland 2018. Mich hat der Song aus irgendeinem Grund brutal berührt, mir hat sie sofort eine Florettspitze ins Herz gehauen. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil ich dieses Jahr einen runden Geburtstag hatte und das „getting old“ irgendwann im Leben immer präsenter wird … ach, ich weiß es doch auch nicht. Jedenfalls für mich nach einmaligem Hören wunderschön, ob es sich totläuft – wir werden sehen. Wird im Finale weit vorne landen.

  16. Ich denke der Song wird auf der Bühne in seinen eigenen musikalischen Tiefen untergehen. Für mich nichts passendes für den ESC.☹️

  17. Ich glaube übrigens auch das aufgrund der Jury, Tears are getting sober 2020 ein heisser Kandidat auf den Gesamtsieg war..

    . und das es wahnsinnig eng viellicht sogar der spannendste Contest überhaupt in den Top 5 zwischen Bulgarien , Island , Litauen , Schweiz
    (und eventuell Diodato und Destiny aus Malta ) gewesen wäre

  18. Die recht ruhige Klassenwiederholerin lässt das Lehrerkollegium etwas ratlos zurück. Letztes Jahr hat sie als Abschlussarbeit eine Biografie über eine aktuell angesagte, mutmaßlich depressive, Künstlerin geschrieben, akribisch recherchiert und kompetent, allerdings nicht allzu originell umgesetzt, indem sie deren Stil schlicht nachahmte.

    Dieses Jahr nun hat sie eine beinahe identische Biographie über dieselbe Künstlerin eingereicht und dabei die letztjährige lediglich etwas altklug überarbeitet und dadurch verschlechtert.

    Das Kollegium ist mit leichten Zahnschmerzen bereit, sie für die Finalklasse zuzulassen, denkt aber, dass sie die von manchen in sie gesetzten Erwartungen bei den Prüfungen nicht erfüllen wird.

  19. Nicht so stark wie “ Tears getting sober“ aber gefällt mir persönlich trotzdem ganz gut .
    Growing Up Is Getting Old war auch mein Favorit in der Auswahl.

    Finale sollte aufjedenfall geschafft werden und denn so ein Platz zwischen 8-15 .

  20. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Bulgarien den ESC gewinnt, aber dieses Jahr wird es nicht passieren. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Victoria ins Finale kommt.
    Im letzten Jahr galt sie für mich als potentielle ESC-Siegerin und könnte das Kristallmikrofon in diesem Jahr sicher mit nach Hause nehmen, wenn das Lied denn irgendwie an „Tears getting sober“ rankäme, aber das ist hier überhaupt nicht der Fall.
    Vielleicht liegt das auch an der Abwesenheit Borislav Milanovs. Natürlich kann er nicht zaubern und hatte auch ein paar Nieten, aber er ist gerade dabei zum bulgarischen Ralph Siegel (im positiven Sinne; „bulgarischer Stefan Raab“ geht alternativ auch) zu werden und er hätte Victoria nicht so ein langweiliges Lied verpasst.
    Unmittelbar vor und auch nach Victorias Auftritt kommen deutlich interessantere Beiträge. Auch wenn sie schön und gefühlvoll singen kann: ihr Lied ist sehr schwerfällig und bleibt kaum hängen. Da lobe ich mir lieber „You“ von Tornike Kipiani. Ist zwar auch sehr ruhig, kommt aber charmanter und lockerer daher. Tschüss Bulgarien!

  21. Letztes Jahr fand ich den Song bei den Wetten zu overhypt, ich gehöre aber zu denen, die „growing up is getting old“ deutlich besser finden. Ein Song, der mir nicht taugen sollte, mir aber gefällt. Ich mag diese Ruhe und Wärme, die durch die Instrumentierung transportiert wird. Auch gut, dass sich Victoria zumindest optisch von Billie Eilish entfernt, ihr Gesangsstil ist immer noch sehr nahe dran. Bulgarien wird sich damit wahrscheinlich zwischen Platz 6-10 einfinden.

  22. Ich mochte „Tears Getting Sober“ extrem gerne, also hatte der Nachfolger einen schweren Stand. „Ugly Cry“ ist ein Meisterwerk und wäre definitiv mein Platz 2 mit 9.5/10 hinter Destiny geworden. Na gut ^^

    „Growing Up…“ hat ein bisschen gedauert bei mir, ich mag allerdings ihren Gesangsstil und die vulnerability (ihr kennt mich, ich liebe dieses Wort) des Songs sehr gerne. Auch textlich ist da eine richtig schöne Spielerei mit growing, getting, up, old, hin und her drin. Trotzdem fällt die Eingängigkeit gegenüber 2020 schon ab.

    7.5/10 und 22/39.
    2020: 9.5/10 und 3/41.

  23. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Victoria war ja meine Nummer eins im Vorjahr mit ihrem traumhaften „Tears getting sober“ hat sie mich mit ihrer Stimme und unglaublichen Präsenz verzaubert. Sie ließ dann dieses Jahr ihre Fans über den neuen Beitrag abstimmen. Allein…keiner von ihnen erreichte die Qualität des Vorjahres. Dank ihrer Stimme, gefällt mir die strukturell sehr ähnliche Nummer dennoch gut, aber auch wirklich nur, wegen ihrer Stimme gibt es bei mir mit Platz 7 immer noch einen Top 10 Platz. Ohne Frage wird sie auch ins Finale kommen, ihre Stimme hat bisher in den Live-Aufnahmen sehr überzeugt, daher sollte das kein Thema sein. Im Finale landet sie dann knapp in den Top 10, je nach Inszenierung vielleicht auch ein bisschen mehr.

  24. Letztes Jahr hat sie ja verdient zu den Top-Favoriten gezählt, aber dieses Jahr ist es schwer einzuschätzen, wie sie abschneiden wird. Ich glaube nicht, dass sie es in die Top 5 schaffen wird mit diesem Song. Top 10 könnte sein, aber sie könnte auch recht weit hinten landen. Ich kann zwar die Qualität erkennen, aber ich höre mir den Song einfach nicht gerne an.

  25. Mich holt Victoria nicht ab. Dieses Jahr noch weniger als letztes Jahr. Grundsätzlich ist das Konzept bei ihren Songs durchaus interessant. Aber so richtig ergreifend sind die Kompositionen nicht und es fehlt auch etwas Pep in den Arrangements. Ihr würde so etwas stehen wie Dear Jesse von Madonna oder mehr Extravaganz wie bei Kate Bush mit Deeper understanding. Ehrlich gesagt verstehe ich auch den Hype um Bulgarien und Rumänien nicht. Ich glaube nicht das die Songs wirklich zünden.

  26. Hmmm, es ist halt ein ganz schmaler Grat zwischen leiser Zurückhaltung und Langeweile. Bulgarien hat bei mir zwar eh einen Stein im Brett, aber dieser ist leider der erste BG-Beitrag seit Jahren, den ich mir nicht gern anhöre. Ich würd’s gern gut finden, aber es klappt nicht 🙂 Letztes Jahr, ein ähnlich atmosphärisches Lied, aber da hat’s gezündet. Hat sich Borislav Milanov eigentlich mal geäußert, warum er sich in diesem Jahr nicht ins Rennen geworfen hat?

    • Er hat sich anscheinend da und dort beteiligt, aber ist wohl nichts daraus geworden. Nur in Kroatien war ein Song von ihm im Vorentscheid, wenn ich mich nicht täusche. War wohl weniger kreativ das Jahr für ihn.

  27. In meiner ESC Burg ist Bulgarien im Bankettsaal. Aber Lust zum feiern hat die schöne Prinzessin aus der Balkanprovinz nicht., sie wäre lieber im Thronsaal oder wenigstens in der Tafelrunde. Jetzt sitzt sie da nachdenklich nippend an einem Becher Rotwein und wird mit jedem Becher etwas fröhlicher

  28. Ja, ihren Musikstil muss man mögen, wenn man ein Lied nicht mag, mag man meistens alle Lieder nicht. Ich mochte „Tears Getting Sober“, und „Growing Up Is Getting Old“ finde ich fast noch ein wenig besser. Zählt jetzt nicht zu meinen Favoriten, aber ich höre es mir gerne an und kann auch ihre Geschichte dabei nachvollziehen. Es wundert mich allerdings ein wenig, dass sie in den Wetten so gut dasteht, ich finde, es steht und fällt mit der Inszenierung auf der Bühne. Deswegen bin ich mit Prognosen an der Stelle vorsichtig: Schafft sie es aber ins Finale, sollte die Top-10-Hürde auch nicht sonderlich schwer sein.

    Prognose: Halbfinale 7/17 (70%) -> Finale 6-10
    Meinung: Platz 19/39 (6 Punkte)

  29. Ich mag Victorias Musik sehr gerne – „Tears Getting Sober“ war letztes Jahr mein erster Platz und auch die diesjährigen Songvorschläge haben mir gut gefallen. An ihren letztjährigen Beitrag kommt aber leider keiner davon so wirklich heran und ich fürchte, dass „Growing Up Is Getting Old“ zwischen 25 anderen Songs etwas untergehen könnten. Mit einer gelungenen Performance könnte aber trotzdem ein Platz in den Top 10 drin sein, weil der Song handwerklich schon ziemlich gut gemacht ist und vor allem die Jurys ansprechen dürfte.

  30. Nicht ganz so bezaubernd wie der letztjährige Beitrag, aber ich mag Victorias zerbrechliches Timbre sehr gerne und die Liveauftritte habe mich auch überzeugt. Dürfte locker in die Top 10 kommen.

    Ich werte mit 7 von 10 Punkten für Bulgarien.

  31. Albanien 9/10
    San Marino 7,5/10
    Bulgarien 7/10
    Serbien 6/10
    Island 5,5/10
    Tschechien 4/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  32. https://youtu.be/xVnTwSllHp8

    Von Destinys „Je me casse“ wurde eine Live-Version mit Orchester veröffentlicht. Ich bin sprachlos und werde nach Corona definitiv nach Malta fliegen! Ich bin verliebt in die Insel!
    Und dazu noch die tolle Stimme und das Orchester! Wow! Ich glaube, es wird dieses Jahr wieder eine Frau gewinnen – und zwar Destiny, aber die Schweiz und Litauen darf man auch nicht außer Acht lassen! Das wird echt spannend werden im Mai!
    Freue mich jetzt schon wie ein Kleinkind!

    • Destiny hat zwar in meinen Augen den schwächsten der vier Lieder mit französischem Titel, aber falls sie gewinnen sollte, verzeihe ich ihr – wegen dieser Version ohne elektrischen Schwung.

      Und Malta ist klein aber fein und allemal eine Reise wert. Im Video gibt es ja nur Bilder von La Valetta zu sehen (vom Rest der Insel dann möglicherweise nächstes Jahr viel mehr beim ESC).

      • Da ich in der Vergangenheit auf Malta gelebt habe, muss ich jetzt erbsenzählerisch sein: Wir sehen auch Birgu, Bormla, Senglea und Gżira. 🙂

      • Zugegeben, und auch die Wachhäschen von Senglea, Vittoriosa und … (den Namen der dritten Spitze im Osten vom Hafen von La Valetta hab ich vergessen). Und diese Spitzen werden von je einem Wachhäschen bewacht (so stand es zu meinem großen Vergnügen in einer Stadtbeschreibung)

      • Als Fan von Megalithbauten war ich natürlich gut beschäftigt. Ein weiterer Höhepunkt waren für mich die zwei Tropfsteinhöhlen in Privatkellern auf Gozo…

      • Ħal Saflieni Hypogeum, Tarxien, Ggantija, Ħaġar Qim & Mnajdra. <3 <3 <3
        Gute Nacht, ag9. 🙂

    • Danke Michi. Bin gerade hin und weg. Was für eine Stimme was für eine Erscheinung was für eine grandiose Komposition. Was für ein großartiges Arrangement mit dem Orchester und dann diese wunderschöne Stadt. Eine bessere Werbung für den nächsten möglichen Gastgeber kann man kaum machen. Ich verneige mich

    • 😍😍 Ich hoffe jetzt endgültig, dass Malta zumindest das Juryvoting gewinnt. Und eigentlich auch die Televotes. Das wäre so episch!

  33. Victoria find ich richtig gut dieses Jahr, im Vergleich zum letzten Jahr sogar noch besser. Ist ein sicherer Finalkandidat, ein sehr berührender Song☺️

  34. So, liebe Leute…. Mariposa hat heute einen runden Geburtstag und ist deswegen erstmal hier abwesend. Danach gibt es passenderweise ein sehr charmantes Retrostück zu bewerten. Bis später

  35. Mein absolut ESC-ferner Freund (er hat gottseidank mit dem Spektakel nichts zu tun, er mag aber sämtliche meiner diesjährigen Favoriten) hat einen Schriftzug „ESC“ in Graffitistyle gemalt. Sehr schön !

  36. Der Song ist mir zu süßlich. Außerdem ist „Ugly Cry“ nach wie vor mein Saison-Highlight. Aber was „When we’re old“ platz- und erfolgmäßig geschafft hat, schafft VIctoria mit ihrem Song auch locker.

  37. Ein wenig off-topic, aber immerhin Bulgarien: Slavi Trifonow, der Komponist dieses schönen Songs https://www.youtube.com/watch?v=hBB9f3YdGEs (Platz 2 beim JESC 2014 und Finalplatz 3 beim ESC-Kompakt JESC-Lesergame) hat in Bulgarien eine Partei gegründet, die als „populistisch“ beschrieben wird (scheint aber nicht ganz so schlimm zu sein wie manch andere populistische Partei) und ist mit ihr bei den Parlamentswahlen vor zwei Wochen mit 17,66% auf dem zweiten Platz gelandet.

    In seinem deutschen Wikipedia-Eintrag finden sich auch diese interessanten Zeilen bzgl. Vasil:

    „Kurz vor der Parlamentswahl 2021 bot Trifonow musikalische und finanzielle Unterstützung Vasil Garvanliev an, Sänger und Vertreter Nordmazedoniens beim Eurovision Song Contest 2021 der in seinem Heimatland für seine bulgarische Wurzeln und bulgarische Staatsbürgerschaft öffentlich angefeindet wurde.[9][10] Dafür wurde Trifonow und die Partei Es gibt ein solches Volk von nordmazedonische Medien klare anti-mazedonische Positionen bezichtigt.[11]“

  38. Heute veröffentlichte die OGAE Bulgariens ihre Punktewertung, womit nun 19 Teilnehmerländer bepunktet wurden:

    https://eurovoix.com/2021/04/17/bulgaria-ogae-poll-2021/

    Die in den Top Ten der Wettanbieter befindlichen Nationen Schweden, Island und Litauen gingen leer aus. Aktuell sind noch 20 Nationen punktlos, und zwar Albanien, Australien, Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Georgien, Deutschland, Irland, Lettland, Moldawien, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Niederlande und Vereinigtes Königreich:

    https://ogaeinternational.org/2021-ogae-poll/?fbclid=IwAR2k7wFXKut8BBiTTbw3aKh82z3CZb0JZEV5adROzpJumuk_B7Bxnhy_J_w

    Bisher haben fünf OGAEs ihre Wertungen abgegeben.

  39. das ist alles so traurig also die musik – die eh schon ruhige ballade braucht sehr lange um wenigstens etwas in fahrt zu kommen.
    die ballade vom letzten jahr war gut,manche sagen sogar der siegfavorit – 2021 verblasst dagegen sehr – der refrain wirkt stark an 2020 angelehnt aber kleine (traurige) mädchen werden das lied sicher sehr mögen – meine tasse tee ist das aber nicht – finale ist wohl sicher aber da tippe ich eher auf einen platz zwischen 10-20.

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