ESC-Songcheck kompakt (29) – Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel

Finnland mag es rockig – und so verwunderte es auch nicht wirklich, dass die in Finnland recht bekannte sechsköpfige Band Blind Channel souverän den finnischen Vorentscheid „Uuden Musiikin Kilpailu 2021“ für sich entscheiden konnten. Sowohl bei den internationalen Jurys, aber vor allem im zu 75 % entscheidenden Televoting, überzeugte ihr Titel „Dark Side“. Dort erreichte das Lied stolze 479 Punkte – und damit unglaubliche 329 Punkte Vorsprung vor den zweitplatzierten Teflon Brothers, die mit dem 80er-Pop-Song „I Love You“ den zweiten Platz erreichten und damit ebenfalls einen Charterfolg in Finnland feierten.

Blind Channel gründete sich 2013 und erspielte sich schnell mit dem selbstbenannten „Violent Pop“, so heißt übrigens auch ihr noch aktuelles Album, ein begeistertes Publikum. Schon im Folgejahr konnte die Band auf dem legendären Wacken-Festival auf sich aufmerksam machen. Seitdem mausern sich die Jungs zu einer der heißesten finnischen Musikexporte und zu kleinen Superstars im Heimatland. 2018 waren sie zudem als beste Rockband für den größten finnischen Musikpreis nominiert –  in einem Land, in dem Rock dominiert, ist das schon eine bemerkenswerte Leistung.

Auch wenn sich in ihrer Musik härtere Gitarrenklänge mit extrem eingängigen Melodien vereinen, hinkt ein Vergleich mit der finnischen Band Lordi, die den bisher einzigen Sieg für das nordische Land holte. Während Lordi der alten Generation des klassischen Hardrock zugetan ist, fühlt sich Blind Channel im satten Sound des Alternative Rock/Metalcore mit elektronischen Anleihen zuhause und klingt wie die finnische Version von Linkin Park – und vor allem wie ihr Vorbild Bring Me The Horizon.

Der Song

“Put your middle fingers up. Take a shot. Throw it up and don’t stop. I’m living that life on the dark side.”

Was heute wie eine trotzige Reaktion auf die Corona-Pandemie gedeutet werden kann, entstand allerdings schon im Frühjahr letzten Jahres, als die Ausmaße der Pandemie noch nicht absehbar waren. Vielmehr soll „Dark Side“ ein Lied für alle sein, die sich als Außenseiter oder fehl am Platze fühlen. Selbst wenn das Leben dunkel und hart ist und die Welt aus den Fugen gerät, ruft das energetische Lied dazu auf, Spaß zu haben und den Problemen den Mittelfinger entgegen zu strecken.

Der Titel wurde von den fünf Bandmitgliedern Joel Hokka, Joonas Porko, Aleksi Kaunisvesi, Niko Moilanen und Olli Matela geschrieben. Stilistisch bleibt sich Blind Channel auch mit dem Ausflug zum Eurovision Song Contest treu: Es gibt gradlinigen und sehr melodischen Metalcore, der ordentlich Krach macht und sich schon nach einigen Sekunden mitten im Refrain befindet. Wir dürfen uns sicher auf eine energetische Bühnenshow samt Feuereffekten in Rotterdam freuen und gespannt sein, ob der ESC tatsächlich, wie von der Band erhofft, der große Startschuss einer internationalen Karriere ist.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 2/5 Punkte

Benny: „Dark Side“ hat bei mir schon den umgekehrten Prozess zum Schönhören durchlaufen. Der Song hatte irgendwann zwischen Veröffentlichung und UMK seine Hochphase bei mir, mittlerweile habe ich mich schon etwas satt gehört. Das zeigt mir auch, dass das doch eher die eingängige Fast-Food-Variante eines guten Rock-Songs ist. Ich denke, der Song wird in Rotterdam gut ankommen. 7 Punkte.

Berenike: Mir gefällt Dark Side“, das ist sehr gut gemachter, eingängiger, massenzugänglicher Rock, den uns die Finnen präsentieren. Was mich etwas stört, ist, dass sich die Jungs als große Rebellen inszenieren. Das wirkt für diesen Song im Linkin-Park-Stil dann schon wieder unauthentisch. Die Band sollte einfach dazu stehen, dass sie uns hier Mainstream-Rock anbieten, dann könnte ich „Dark Side“ auch einfach ungestört genießen. 7 Punkte.

Douze Points: Hardrock bleibt am Ende doch das, was die Finnen am besten beherrschen. Und das dann so gut, dass sie mit Blind Channel sicher ins Finale kommen dürften. Klar gibt es hier viele Elemente, die man so oder so ähnlich schon häufig gehört hat. Mit dem Brückenschlag in den Mainstream holt die Band die Rockfans in jedem Fall ab und manche Zuschauer*in noch dazu, der/die womöglich gerade kurz vor dem Wegdösen war. 8 Punkte.

Florian: Zunächst konnte ich mit „Dark Side“ ehrlich gesagt nicht so viel anfangen, doch nachdem ich mich mit der Komposition des Songs arrangiert hatte, gefiel mir dieser immer besser. Der mitreißende Refrain dürfte nicht nur Rock-Fans gefallen, Blind Channel schaffen damit möglicherweise einen Crossover-Beitrag, der eingefleischten Anhängern wie zufällig einschaltenden Menschen gefallen wird. Ich bin gespannt, wie Finnland damit letztlich abschneiden wird. 7 Punkte.

Manu: Die Finnen scheuchen in diesem Jahr die rockigen Blind Channel über die ESC-Bühne. Vor 15 Jahren wäre „Dark Side“, das musikalisch irgendwo zwischen Linkin Park, Bring Me The Horizon, The Rasmus und Cinema Bizarre angelegt ist, sicher ein weltweiter Hit geworden. Und auch wenn Cinema Bizarre im deutschen Vorentscheid gegen die No Angels den Kürzeren zogen, wird Blind Channel in Rotterdam dank stimmiger Performance und eingängiger Melodie weit kommen. Da mach ich wohl mit und gebe knappe 8 Punkte.

Max: Mein persönlicher Gewinner in diesem Jahr. „Dark Side“ hat mich bereits seit Minute eins geflasht. Die Hookline ist unschlagbar, bei einem normalen ESC mit einer vollen Arena, würde die Nummer zünden wie wenig andere. Ohne Publikum wird es schwer aber sie haben das Zeug dazu, das beste Resultat für Finnland seit Jahren einzufahren. Mehr Rock beim ESC (oder eben Violent Pop). Finale absolut! 12 Punkte.

Peter: Es gab im finnischen VE so viel gute Auswahl (Aksel!!), da hätte es für mich nicht unbedingt Blind Channel werden müssen. Der Song ist sehr ok und lässt sich gut hören, aber da triefen gleichzeitig so viele Klischees, was damit anfängt, dass aus Finnland mal wieder Hardrock bzw. Soft Metal an den Start geht. Natürlich. Das Beste an „Dark Side“ ist die Inszenierung, die ist im rot-schwarz modern-edgy-dynamisch und transportiert den Song brilliant. 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 56/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Dark Side“ auf Platz 5 von 39.

Wie schneidet der finnische Beitrag "Dark Side" von Blind Channel ab?

View Results

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme


82 Kommentare

  1. Ich zähle Blind Channel zum engsten Favoritenkreis. Der Song ist einfach gestrickt, das ist immer ein Vorteil, wenn es um den Sieg geht.

  2. Ich sag es mal so: Dafür, dass ich Rock, Hardrock, Violent Pop (wie auch immer…) überhaupt nicht ausstehen kann, finde ich Finnland sogar überraschend gut. Allerdings ist dieses sehr klischeebediente Stück so strukturiert, dass mir der Hardcore-Rock-Fan wahrscheinlich zustimmen würde, wenn ich sage, 50% (leicht ünerspitzt) aller Rock-Songs sind so oder so ähnlich aufgebaut. Aber ich weiß, dass viele (hier) das Lied lieben werden. Aus den obigen Gründen hoffe ich auf ein Semi-Aus, tippe aber auf Platz 10 oder leicht höher/niedriger in Rotterdam. Ich vegebe 3 Punkte = Platz 32

  3. Topbeitrag aus Suomi ! Das mit dem Mittelfinger nehme ich gelassen und es paßt nunmal ideal zur aktuellen Stimmungslage. Top 10 sollte drin sein, ich hätte auch nichts gegen einen Sieg einzuwenden.

    Ich werte mit 8,5 von 10 Punkten.

  4. Nach einer Sekunde hat der Song mich gehabt.
    Linkin Park meets Esc und die Botschaft des Song mag ich sehr.
    Das wird Top 10 für Finnland dieses Jahr.
    Mein Platz 6 und 12 Punkte von mir.
    Go Suomi 🇫🇮

  5. Klingt exakt wie eine Nachahmung einer frühen Linken Park Nummer. Das ist solide, eingängig und genau das Maß für den ESC. Um bei mir ganz vorne zu landen, ist mir das jedoch zu kalkuliert. Dennoch schön, dass Nu Metal (die Genreeinordnung würde ich dem Song geben). Ich hab die Performance auch meinen Kumpel, der vorwiegend Metal hört, geschickt. Der meinte, dass AWS besser waren und es auch nicht an Lordi rankommt. Er hat mir aber auch zugestimmt, als ich meinte, der wird aber besser abschneiden als AWS. Von daher tippe ich Platz 11-15

    • Da stimme ich Deinem Freund zu: AWS waren in einer ganz anderen Liga, nämlich der 12/12 LIga, aber ich denke auch, dass Blind Channel besser abschneiden werden. Beim ESC kommt ja vor allem handzahmes Hard Rock- oder Metal-Material gut an.

      • Mein Kumpel mag drei ESC Songs, HUN 2018, FIN 2006 und GRE 2013. Er meinte damals auch, wenn AWS mal bei Graspop spielen, würde er sich die definitiv angucken, was ja leider nicht mehr geht.
        Ich hab aber ein Problem mit Blind Channel, das wirkt weder so ernsthaft wie AWS (schrecklich unterbewertet) noch spielerisch leicht wie bei Lordi sondern verkrampft gewollt und ich glaube das werden die Zuschauer merken und dementsprechend den Song nicht in die Top Ten voten.

      • Ich habe jetzt mal Top 10 getippt, weil ich ja 10 Lieder brauche, um diesen Teil der Punktetafel zu befüllen. Und meinst Du mit „verkrampft“ was ich als Delta zwischen Attitüde und Produkt beschreiben würde?

  6. Yessss!!!😊😊😊

    Das ist genau mein Ding! Gut gemachter, eingängiger Hartrock, da macht den Finnen so schnell niemand was vor.

    „Dark side“ ist in meiner persönlichen TOP 5, aber daran glaube ich leider nicht. Ich denke aber, dass Blind Channel ins Finale einziehen werden, und dort zwischen dem 10. und 15. Platz landen werden.

  7. Aus Finnland geht mal wieder Hard Rock bzw. Soft Metal an den Start?
    Wann war denn das bitte zuletzt der Fall? 🙂

    Ich find die Nummer echt gut. Gehört nicht zu meinen Liebsten dieses Jahr, aber er macht mir Spaß. Die Inszenierung beim VE fand ich aber noch stark verbesserungswürdig.
    Kein Top-Favorit für mich, für einen Platz in der Top10 kann es dennoch reichen.

  8. Ganz sicher Top10, vermutlich sogar Top5

    Ich freue mich schon auf den Moment, wenn im 2. Semi nach den langsamen Beiträgen von Georgien, Albanien, Portugal und Bulgarien ein herzhaftes „Put your middlefingers up“ die Leute vorm Fernseher aus dem Halbschlaf reißen wird.
    Hoffentlich werden in Rotterdam doch einige Fans vor Ort sein, die vor der Bühne herumspringen.
    Das könnte der Atmosphäre von „Dark Side“ noch etwas mehr dienen und den ein oder anderen zusätzlichen Punkt im Kampf um den Sieg bringen.

  9. Hardrock ist eigentlich nicht mein Genre, aber ich liebe den Song. Ich tippe auf Finale und dort auf einen Platz zwischen 6 und 10. Außerdem hier das nächste Reaction-Video und zwar des, des deutschen Beitrags.

    • Danke Sam für das Video. Die Reaktionen sind zwar auch kritisch aber durchweg positiv. Und es stimmt ja auch. Der Song könnte in einer Minidisco laufen wo die Kinder zu tanzen dürfen aber na und wir brauchen solche gute Laune Songs in dieser Zeit. Und wenn Jendrik diese gute Laune in Rotterdam auf die Bühne bringen kann dann der Song überraschen davon bin ich überzeugt.

  10. Ich lieeeebe es .. Zusammen mit amnesia, die einzigen Songs die es auf die Playlist meiner Tochter (20) geschafft haben

  11. Der letztjährige Schüler ist im Unterricht immer eingeschlafen und wurde deshalb in ein Schlaflabor verlegt.

    Die neuen Schüler sind das genaue Gegenteil, sie sind fast etwas zu aufgeweckt, melden sich ständig und vertreten zu allem lautstark ihre Meinung. Ihre Abschlussarbeit in Psychologie ist nicht ganz jugendfrei in ihrer Wortwahl und befasst sich mit den eher dunklen Aspekten des Lebens. Diese ist professionell verfasst, aber etwas anstrengend zu lesen.

    Das Lehrerkollegium spricht sich für eine Versetzung in die Finalklasse aus, die Arbeit der Schüler ist zwar nicht sonderlich originell, aber recht solide.

  12. Aus dem stärksten aller Vorentscheide in diesem Jahr ist das stärkste Lied als Sieger von der Bühne gegangen. Zusammen mit Italien bringen die Finnen ihre ureigene Kernkompetenz nach Rotterdam. Zwar geht es mir genauso wie schon einigen Juroren und Mitbloggern, dass die erste Faszination etwas verpufft ist, aber vor allem der Refrain dieses tollen Crossover reißt mich immer noch mit. Bei mir steigt Finnland nach dem doch eher farblosen Aksel im Vorjahr von Platz 33 auf Platz 8. Da der Song im zweiten Semi sehr heraussticht, sollte es dicke fürs Finale reichen. Im Finale wird es dank der Konkurrenz aus Italien (auch wenn deren Beitrag eher Richtung Glamrock geht) etwas schwerer als zunächst gedacht. Für eine Top 10-Platzierung müssen die Jungs gegenüber ihrem Auftritt im UMK noch ein paar Schippchen drauf legen, aber vorderes Mittelfeld sollte in jedem Fall möglich sein.

  13. Wird sich ein schönes Duell mit dem italienischen Act liefern und beide werden dabei Punkte lassen.
    Guter Mittelfeldplatz sollte aber zu schaffen sein.

  14. Toller finnischer Vorentscheid und ein toller Sieger .

    Mir gefällt der Song echt gut und befindet sich in meinen Top 10 , gefällt mir auch besser als Italien den ich auch gut finde.
    Finalplatz gesichert , würde ich behaupten .

  15. Dieser Song schafft es zusammen mit Italien auf meine „NEVER PLAYLIST“😂 Es gibt ja wirklich auf ESC Radio selten ein Lied, das ich definitiv nicht hören mag, ausser eben diese beiden. Ich steh dazu, Rock war noch nie meins und wird es auch nie werden. Viele finden das ganz super und denen sei es natürlich auch gegönnt. Ich hätte nur ein Problem, wenn diese Musikrichtung einen grossen Anteil ausmachen würde, aber ich denke mal, so weit wird es wohl eher nicht kommen😉

    • Gegen einen höheren Rockanteil beim ESC hätte ich nix einzuwenden. Ich bin ja froh, dass dieser überladene Midtemponummernhype endlich zu Ende zu gehen scheint.

    • Tja, manche ESC-Fans scheinen dann doch in der Vergangenheit hängen geblieben zu sein und allergisch auf alle Musikrichtungen zu reagieren, die nichts mit Bubblegum-Pop oder schmalzigen Balladen zu tun haben. Etwas mehr Mut und Diversität stünde so manchem ganz gut, letzteres wird ja von alt eingesessenen Fans ja schließlich vehement gefordert.

      • Man könnte natürlich den Standpunkt vertreten, dass Rock auch eher eine Musikrichtung der Vergangenheit ist, aber ich finde ja die Vergangenheit an sich gar nicht schlimm. Bloß hätte ich dann lieber wieder mehr Chansons, die haben weder was mit Bubblegum-Pop noch mit schmalzigen Balladen zu tun, und sie sind eigentlich der Kern dieses schönen Musikfestivals (Grand Prix Eurovision DE LA CHANSON).

        Und ich geb’s ja zu, wenn an Stelle der beiden diesjährigen Rock-Beiträge zwei weitere Titel dabei wären, die auf „Fuego“ machen, wäre auch nicht allzu viel dabei gewonnen.

      • Ach so, wenn man keinen Rock mag, ist man also allergisch gegen auf ALLE Musikrichtungen outside of Bubblegum und Schmalz und bleibt in der Vergangenheit hängen. Das ist jetzt doch mal eine neue Sichtweise die ich nicht teile😂 sorry das kann ich nicht ernst nehmen. Falls ich dennoch im dem ach so hartnäckigen Bubblegum hängen bleiben sollte, hoffe ich dass Thomas mich mit einem schönen Chanson herauszieht😉

  16. Ich mag den Song sehr gerne und das, obwohl ich mich entgegen der Haarpracht gar nicht dem Genre Metal, Hardrock oder whatever dazwischen liegt zuordnen würde xD Dafür ist „Dark Side“ aber, wie oben gesagt, eingängiger als andere Songs dieser Genres. Und das richtige Gespür für den Wettbewerb zu haben, nötigt mir immer Respekt ab. Wenn ihr mit Rock erfolgreich sein wollt (und ja, es müssen Songs im Semi ausscheiden und auch im Finale Letzter werden, aber das möchte ja eig. erstmal niemand), dann macht ihn eben so eingängig, dass eine breitere Masse voll dazu abgehen kann 😀

    9/10 und 5/39.
    2020: 7/10 und 24/41.

  17. Was bringt Menschen eigentlich dazu, solche Musik zu machen? Ich gebe zu, es sind ein paar schöne Synthie-Töne dabei und es ist doch so was wie eine Melodie erkennbar, die an sich gar nicht schlecht ist. Manche hatten hier mal von „Rock-Schlager“ geschrieben, vielleicht würde mir das hier als normaler Schlager sogar gefallen.

    3 Punkte (von 10)

    • In Anbetracht der Musikrichtung finde ich diese Punktzahl übrigens sehr großzügig von mir. Hach, was bin ich doch offen und tolerant 😉

  18. Finnland ist dafür bekannt, eine große Anzahl von Fachleuten für exzellente Lärmbelästigung zu haben, und da Königin Barbaras Burg ja nicht nur irgendeine Burg sein will, sondern ab und zu auch mit Mode und Zeitgeist geht, treffen wir solch finnische Experten auch in ihrem Bankettsaal. Die begrenzten finanziellen Ressourcen der königlichen Schatulle waren allerdings nicht ausreichend, um große Meister der Krachmacherei in die Burg zu locken. Schließlich musste man sich mit einem Gesellentrupp zufriedengeben, der vor allem mit Klischees und häufig gebrauchten Versatzstücken arbeitet, aber letztendlich solide Arbeit abliefert. Da der Gesellentrupp jedoch sehr selbstbewusst auftritt und sich geriert, als ob man das Krachrad neu erfunden hätte, hinterlässt die Arbeit trotz deutlich hörbarer Schwächen dennoch einen unmittelbaren Eindruck und wird im Mai die meisten Gegener erfolgreich in die Flucht schlagen. Ich kann es ganz gut hören, auch wenn es mir weder laut noch rau genug ist, und vergebe leicht desinteressierte 7/12 Punkte.

  19. Also dafür dass ich auf solche Musik sonst überhaupt nicht stehe gefällt es mir ganz gut. Ist natürlich auch nicht der große Wurf, aber im Vergleich zu dem was Finnland in den letzten Jahren geschickt hat ein deutlicher Trend nach oben.

    Ins Finale darf es gerne kommen, dort aber wohl eher Mittelfeld, da diese Musik beim ESC eher eine Nische ist.

  20. Blind Channel erfindet das Genre damit sicher nicht neu, aber als Fan des gepflegten Rock/Metals kommt die Nummerbei mir natürlich gut an 🙂 Meine Nummer 2 momentan, höre den Song recht häufig aber nach wie vor gerne.

  21. Ich finde die Nummer nett, aber auch eintönig und dadurch schnell langweilig. Einen Blumentopf werden die Finnen damit nicht gewinnen. Finale sollte schon drin sein. Aber Top 10 kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Spannend wird wer weiter vorne liegt. Italien oder Finnland.

  22. Finale auf jeden Fall..Dort ist alles möglich von Platz 5-26…. Ich mag Finnland ja sehr beim ESC. Sie sind völlig unterbewertet und gönne Ihnen eine Top 10 Platzierung.

    Aber aber die Jury … Sie haben schon Norma John rausgekickt 2017 was das grösste ESc Verbrechen aller Zeiten nach dem “ Verona“ Debakel war !!!

  23. Vor 60 Jahren nahm Finnland das erste Mal teil. Tolle Lieder schickte man zum ESC. Leider wurde das Land selten belohnt. Wie Österreich landete Finnland oft ganz hinten. Meine finnischen Toplieder sind:

    1987 Vicky Rosti
    1985 Sonja Lumme
    1977 Monica Aspelund
    1986 Kari Kuivalainen
    2002 Laura
    1979 Katri Helena
    2018 Saara Aalto
    1983 Ami Aspelund
    2006 Lordi
    1991 Kaija
    1973 Marion Rung
    2011 Paradise Oskar

    Alles sehr schöne Lieder.

    • Wobei ich der finnländischen Jury immer noch persönlich krumm nehme, dass sie 2000 Nightwish im Vorentscheid rausgewvotet haben.

    • Meine liebsten ESC-Beiräge aus Finnland: 1983, 1985, 1991, 1996, 2006 (hat sich aber merklich abgekühlt bei mir), 2021.🙂

      • Hoppala, wie konnte ich 2010 vergessen?! Ich verstehe bis heute nicht, warum es der Song nicht ins Finale geschafft hat.

      • FIN 1983 ist mein liebster ESC-Beitrag ever. <3

        Erst MARUV wurde dem wieder richtig gefährlich, ist aber dann leider (oder für Ami Aspelund glücklicherweise) doch kein ESC-Song geworden.

    • Oje, da haben wir ja keine große Schnittmenge, Ich mag sehr viele finnische Beiträge, aber ausgerechnet Vicky Rosti, Kari & Paradise Oskar bilden bei mir den Bodensatz in der Rangliste. Immerhin fand ich „Hullu yö“ auch ganz großartig, mein Gewinner im Sanr—ESC 1991! 🙂

      • Und mich ist Vicky Rosti unerreicht. Ich so enttäuscht, dass Finnland soweit hinten platziert war. Ungewöhnlich rockig für den ESC empfand ich Sata Salamaa.

      • Den Jahrgang 1991 finde ich eh sehr stark. Mit Malta, Griechenland, Schweiz, Frankreich, Portugal, Israel, Finnland, Spanien und Italien waren viele starke Acts am Start. Sehr kultig und immer wieder gerne gesehen Jugoslawien. Die Wertung extrem spannend. Klasse das man die Interpreten ausgiebig im Greenroom sah. Allerdings hat man deshalb die Punktetafel kaum im Bild. Unfreiwillig komisch war Toto Cutugno. 30 Jahre ist das schon wieder her.

      • Dann sei Dir gesagt, nach Lordis Gewinnersong ist „Sata salamaa“ der bekannteste und beliebteste eigene Beitrag bei den Finnen. Ist ein absoluter Evergreen dort. Ich kann ihre Stimme leider nicht ausstehen, und obwohl der Anfang recht vielversprechend wirkt, driftet der Song im Refrain ist so ein merkwürdiges und für mich unverdauliches Rock-Schlager-Gemisch. Ne, das war nichts für mich.

      • @ Cali. 1987 konnte ich mich nicht entscheiden…mal war Finnland mal Jugoslawien bei mir vorne. Und auch 2021 kann ich mich kaum entscheiden….mal ist Finnland vorne mal Island. Und dritter Norwegen.

      • 1991 habe ich erst letztens mit meinem Vater geschaut, und wir beide waren der Meinung, dass der Jahrgang ziemlich schwach war. Meine Favoriten in dem Jahr sind neben Finnland auch Dänemark, Belgien, Israel und Zypern. Gibt noch einige andere, die ich sehr mag, aber es war leider auch sehr viel Langweiliges und Eintöniges dabei. Deswegen hat mich der Contest nie wirklich abgeholt. Die ganze Show war aber ein amüsantes Chaos! 😀

      • Ich mag „Sata Salamaa“ auch. Ich weiß nicht, ob das Dance-Cover von Antti Tuisku, das in Finnland vor einigen Jahren mehrere Wochen auf 1 war, der Grund dafür oder die Folge davon ist, dass das Original von Vicky heute noch so beliebt ist

        Ich habe das schon mal hier verlinkt (allerdings ist das schon eine Weile her), bitte entschuldigt die Wiederholung:

  24. In meiner ESC Burg ist Finnland in der Tafelrunde anzutreffen. Die dunklen Ritter aus der Nordprovinz mit den vielen Gewässern und der Liebe zu schwarzen Lederrüstungen sagen in der Tafelrunde immer lautstark aber bestimmt ihre Meinung. Sie sind aber auch die Feier freudigsten und eigentlich immer guter Laune.

    Ich bin seit dem VE geflasht von der tollen Nummer aus Finnland und froh das sie gewannen. Sie werden mit Sicherheit ins Finale einziehen und dort respektabel abschneiden. I love it

    • Ein Evergreen von Hape, auch wenn er ’83 mit ’88 verwechselt hat. Auch toll, wie er damals Willeke Alberti gecovert hat.

  25. Ich hatte in dem guten Finale einen anderen Favoriten, dachte mir aber schon das sich dieser Song durchsetzt. Ich bin ein großer Freund von Hard Rock beim ESC. Die Nummer zündet aber ist auch recht schnell abgenutzt. Sie fischen in altbekannten Mustern und erfinden nichts Neues mit dem Song. Es fehlt etwas das Besondere um ganz vorne zu landen. Leider ist die Show auch etwas dumpf. Da müsste noch etwas passieren. Finale für mich sicher. Dann wird es etwas unvorhersehbar. Top 10 möglich, wenn es gut läuft.

  26. Benny hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Solider Roc–„Violent Pop“-Song, ich mag Rock, deswegen ist es bei mir auch recht weit oben. Aber nach einer Weile blättert es ein wenig ab, da finde ich Italien im Vergleich besser. Nichtsdestoweniger würde ich Finnland einen Achtungserfolg damit gönnen! 🙂 Und Softengine von 2014 haben den besten finnischen Rocksong bislang abgeliefert, wie ich finde.

    Prognose: 5/17 (70%) -> Finale 6-10
    Meinung: 10/39 (7 Punkte)

    • Vielleicht interessant: In unserer gemeinsamen Rangliste in der Gruppe kam Finnland auf Platz 4 von 39 und war am Ende der Beitrag, der am wenigsten polarisiert hat. (Dänemark war der am meisten polarisierende Beitrag)

  27. 2019 und 2020 war es mir so gut wie gar nicht bewusst, dass Finnland überhaupt teilnimmt, aber 2021 ist es ganz anders!
    Das will ich von Suomi hören! Wackööön-Feeling, das an den Soundtrack eines 15 oder 20 Jahre alten Videospiels erinnert.
    Tatsächlich löst „Dark Side“ nostalgische Gefühle bei mir aus. Das erinnert mich an die Musik, die 2005 bei Big FM zu hören war.
    Zwar stehen Blind Channel mit „Dark Side“ nicht ganz oben auf meiner Playlist, aber trotzdem in meiner Top 10, noch vor den Topfavoriten der Buchmacher.
    Ich glaube auch daran, dass Finnland in diesem Jahr passabel abschneidet. Das Hardrock- und Heavy-Metal-Klischee, das dem Land anhängt, könnte sicher helfen.

  28. Sorry, kann den Hype um dieses Lied wirklich nicht verstehen. Das ist 20 Jahre alter Linkin Park Sound und absolut ESC-untypisch. AWS fand ich persönlich super 2018, aber mir war klar, dass sie am Ende da landen, wo sie gelandet sind.

    Zitti e Buoni find ich reifer und auch raffinierter als Dark Side und seh es auch höher in der Platzierung, aber definitiv beide nicht auf dem Siegertreppchen.

  29. Albanien 9/10
    Finnland 8,5/10
    Bulgarien 7/10
    Dänemark 6,5/10
    Serbien 6/10
    Island 5,5/10
    Tschechien 4/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  30. Hier wurde ja hauptsächlich positives über diesen Song gesagt. Damit will ich brechen. Eingängig hin oder her, aber diese I’m-I’m-Hook finde ich total abgegriffen und irgendwo vorher schonmal gehört. Nur weil es Rock ist, scheint es aber ziemlich gehypt zu werden. Für mich ein ziemlich einfach gestrickter Rocksong, da liegen Welten zwischen Dark Side und Zitti e buoni. Meiner Meinung nach, völlig überschätzt.

  31. Es wird für mich nie nachvollziebar sein, was an diesem Krach – von Musik kann hier doch nicht ernsthaft die Rede sein – toll sein soll. Neben Italien der zweite Song in diesem Jahr, der mit Sicherheit jedesmal geskippt wird. Absolut not my Cup of Tea.

  32. Blind Channel leiden ein bisschen darunter, dass die letzten härteren Acts beim ESC (Hatari, AWS) noch weitaus progressiver waren (im ESC-Kontext gesehen natürlich) und Dark Side – auch wenn es fetzt – dann doch eher konventionell klingt. Was aber beim ESC kein Nachteil sein muss.

  33. Puh, Nu Metal ist so gar nicht meins, das kommt bei mir wie albernes Macho-Gepose rüber. AWS hingegen waren super, und „Zitti e buoni“ ist es auch.

  34. sicher ein fanfavorit aber die jurys werden den song zu gunsten von italien hoffentlich verschmähen – der song ist einfach arg simpel gestrickt und versucht mehr zu sein als er eigentlich ist inkl. bescheuerter neuer genrebezeichnung = „violent pop“ – wenn ich wie linkin park klinge sollte ich ehrlicherweise den begriff „nu metal“ verwenden.
    dass finale wird finnland ganz locker erreichen und hier dann wegen dem deutlich besseren rockbeitrag aus italien sich eher zwischen platz 8-16 plazieren.
    lordis song war ja ähnlich simpel gestrickt und auch weit weg von echten metal aber das waren damals auch noch andere zeiten.
    daher denke ich nicht,daß finnland,selbst wenn sie das televoting gewinnen den pott holen kann.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.