ESC-Songcheck kompakt (30) – Georgien: „You“ von Tornike Kipiani

Tornike Kipiani hatte bereits im vorletzten Jahr das große Finale der Castingshow „Georgian Idol“ gewonnen und hätte deshalb Georgien beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vertreten sollen – bis die Pandemie ihm und uns allen einen Strich durch die Rechnung machte. Tornike bekam aber wie viele andere seiner ESC-Kollegen den Zuschlag, um sein Land auch in diesem Jahr vertreten zu können. Im Frühjahr gab der georgische Sender GPB bekannt, dass Tornike mit dem Titel „You“ beim Contest antreten wird, Song und Clip wurden erst im März veröffentlicht.

Tornike Kipiani wurde am 11. Dezember 1987 in Tiflis, Georgien geboren. Er ist Architekt und Vater von drei Kindern. Seine erste eigene Band gründete er im Alter von 19 Jahren. 2014 gewann der Sänger die erste Staffel von X Factor Georgia, wo sein Coach keine Geringere war als Tamta, die später auch selbst für Zypern auf der ESC-Bühne stehen sollte. Bereits im Jahr 2017 versuchte Tornike Georgien mit dem Song „You Are My Sunshine“ zu vertreten. Wie erwähnt klappte es dann erst im Jahr 2020 mit der ESC-Teilnahme, dank seines Sieges bei „Idol“.

Der Song

“You” ist eine Mischung aus Rock/Pop-Rock und Blues-Rock. Inhaltlich geht es in dem Song, der von Tornike selbst geschrieben wurde, um eine Person, der man so nah ist, dass man sich ihr in jeder Lebenslage verbunden fühlt und immer bei ihr sein möchte. Aufgenommen und arrangiert wurde „You“ in den Bravo Records Studio unter Leitung von Aleko Berdzenishvili und unter Mitwirkung des Gori Mädchenchors, Aleko Berdzenishvili, Marian Shengelia und Mariko Lezhava.

Das Musikvideo zu „You“ wurde von Temo Kvirkvelia realisiert. Die Balletttänzerin Mariam Aleksidze choreografierte einen Tanz speziell für den Clip und ihre Kompanie ist in dem Video zu sehen. Das Design der Kostüme kommt von Keti Chkhikvadze. Nach der Veröffentlichung des Songs reagierte Tornike äußerst emotional auf die überwiegend negative Kritik der ESC-Fans. In Facebook-Posts richtete er sich in einem scharfen Ton gegen seine „Hater“ und zeigte in einem auch seinen Mittelfinger. Die Kontroverse um seine Beiträge flachte jedoch relativ schnell wieder ab, als er erklärte, dass alles nur ein Scherz gewesen sei.

Der Check

Song: 1/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 1/5 Punkte
Optik: 2/5 Punkte

Benny: Musikalisch finde ich das gar nicht so schlecht, wenn ich ausblende, dass ich mir von Tornike etwas ganz anderes erwartet und erhofft habe. Ich höre da nur an ganz wenigen Stellen den vom georgischen Sender kolportierten Rock raus und hätte mir einfach mehr gewünscht als nur die nächste Ballade. Entsprechend finde ich es schade, dass Tornike so schmachtend sanft unterwegs ist. Der Text ist – wie schon im letzten Jahr – ganz schlimm. 3 Punkte.

Berenike: Der Beginn von „You“ ist wunderschön und erinnert mich an Cat Stevens. Ich mag das Unaufgeregte und Warme sehr. Leider „kippt“ der Song für mich mit dem Einsatz des Schlagzeugs im Refrain: danach wirkt er nicht mehr entspannt-entschleunigt, sondern seltsam ausgebremst. Als würde das Lied schneller werden wollen, dies aber nicht können, weil es durch den Schlagzeugrhythmus angeleint ist. 7 Punkte.

Douze Points: Das sind die längsten drei Minuten des diesjährigen ESC. Irgendwo zwischen Kinderlied und gezupften Streichinstrumenten. Anstrengende Komposition, die nirgendwohin führt. So gern ich Tornike folgen will, für das Lied gibt’s nur 2 Punkte (weil er so gern an die See will, wie ich auch).

Florian: Sorry, aber „You“ ist für mich absolut einschläfernd und im Gegensatz zum Song im Vorjahr fehlt diesem jegliche Originalität, die Tornike damals noch mitbrachte. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Song schon nach dem Schnelldurchlauf wieder in Vergessenheit gerät und kann mir auch nicht vorstellen, wie man da auf der Bühne noch etwas herausholen will, und fürchte, dass Georgien damit keinen Erfolg landen wird. 3 Punkte.

Manu: Ganz ehrlich, das macht mich sauer. Da wird der kernige Tornike Kipiani, der sich auch gern mal durch seine Lieder rülpst und brüllt, für Georgien ausgewählt – und dann kommt dabei sowas raus. Letztes Jahr schon seichter Elektrorock mit schlimmen Text, doch dieses Jahr wird’s richtig böse. „You“ entpuppt sich als schlecht produzierte, dahinschleppende Liebesballade – die sich zwar langsam aufbaut, aber einfach im Nichts endet. Gesungen von einem lustlos wirkenden Sänger, der sich nicht fordert. Sorry – extrem knappe 2 Punkte.

Max: Oh nein, hier steige ich wieder aus. Die Nummer gibt mir einfach nichts und das spiegelt sich auch in meinem persönlichen Ranking wieder. Sehr, sehr langweiliges Lied ohne wirklichen Höhepunkt für mich. Ich fand das Lied im vergangenen Jahr auch nicht so pralle, aber das hatte wenigstens etwas Eigenes. Das hier ist einfach nur dröge. Es tut sicherlich nicht weh, es trifft nur überhaupt nicht meinen Geschmack. Einen Punkt.

Peter: Tornike hat richtig was drauf, das hat er letztes Jahr in den Home Concerts bewiesen, da gehörte er zu den besten. Aber warum, warum kriegt ein Charaktertyp mit Power so eine müde „Wirkt wie ausgebremst“-Ballade? Und ödet sich mit einem grottenlangweilig Song genauso grottenlangweilig und annähernd emotionslos durch ein unentschlossenes Video mit überfrachteter Symbolik (auf dem Wasser, im Wald, im Theater – Hauptsache menschenleer)? Tornike ist der Interpret des Jahrgangs 2021, der am stärksten unter Wert verkauft wird. Für seine Ausstrahlung bleiben 4 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 22/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „You“ auf Platz 33 von 39.

Wie schneidet der georgische Beitrag "You" von Tornike Kipiani ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme
(29) Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel


74 Kommentare

  1. Eine ser wenigen Balladen in diesem Jahr, geht sber leider zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus und daher leider kein Finale.

  2. Letztes Jahr hat der Klassenwiederholer eine wunderbare Abschlussarbeit geliefert, deren literarische Qualität von vielen im Lehrerkollegium gar nicht wahrgenommen wurde (sie haben die versteckten Botschaften schlicht nicht bemerkt). Und auch vom Erzählrhythmus her war diese bestimmt von Ecken und Kanten.

    Leider ist von diesen Qualitäten bei der diesjährigen Arbeit nichts zu spüren, diese ist literarisch tatsächlich so banal wie sie sich letztes Jahr nur tarnte. Und das Gesamtwerk ist an Langweiligkeit kaum zu unterbieten.

    Am Schlimmsten allerdings ist, dass der Schüler unser Institut dem Vernehmen nach als „Scheißschule“ bezeichnete und verschiedene Kollegen, die ihm zurecht schlechte Noten gaben, bedrohte, ihre Mütter gehörten – so wörtlich – gefickt.

    Aus all diesen Gründen wird ein Übertritt in die Finalklasse selbstredend abgelehnt; und es wird darüber hinaus diskutiert, den Schüler der Schule zu verweisen.

  3. Ich bin wohl einer der wenigen der von Tornike und seiner Ballade geflasht worden ist.
    In meiner ESC Burg ist er im Thronsaal

    • Oh, dann sag bloß nix falsches zu ihm, sonst schlägt er dir den Thron kurz und klein.

      Hätte er letztes Jahr vielleicht auch schon gemacht, aber da hätte er aus den Resten wahrscheinlich zumindest noch ein hübsches Instrument gebastelt, damit würde ich heuer aber nicht rechnen.

      • 😂 Ich hab doch den Vasil noch im Thronsaal der passt schon auf. Außerdem so wild ist der Prinz aus der kleinen Provinz am dunklen Meer auch wieder nicht. Schließlich hat er sich ja auch noch entschuldigt😅

      • Jau, kann mir gut vorstellen, dass der sanftmütige Vasil beruhigend auf ihn einwirkt und, sollte das alles nicht helfen, ganz klar Flagge zeigt (hüstel).

      • Mir gefällt es auch sehr gut. ☺☺
        Vor allem die zweite Strophe mit den gezupften Streichern finde ich wunderschön instrumentiert. 🥰

  4. Leider klarer Ausscheider. Ich mag Tornikes Stimme und das leicht bluesige Flair, insgesamt aber ziemlich unauffällig.

    Ich werte mit 5 von 10 Punkten.

  5. Albanien 9/10
    Finnland 8,5/10
    Bulgarien 7/10
    Dänemark 6,5/10
    Serbien 6/10
    Island 5,5/10
    Georgien 5/10
    Tschechien 4/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  6. Tornike dürfte der Interpret sein, der im Vergleich zum letzten Jahr den tiefsten Fall bei mir erlebt hat, schlägt sogar ganz knapp Vasil. Und damit ist dann auch schon alles gesagt.

  7. Mir gefällt der Song persönlich nicht so gut. Ich hoffe und glaube das der Song im Semi hängen bleibt. Außerdem hier das nächste Reaction-Video.

  8. Ne das ist leider nix. Blendet man den georgischen Pressetext aus, bleibt eine Ballade, die in mir aber leider nix auslöst. Kompositionstechnisch und lyrisch finde ich das jetzt auch nicht so gut, dass ich sagen könnte, die Jurys könnten da was retten (im Gegensatz zu Belgien im ersten Semi). Bleibt sicher im Semi kleben.

  9. Der mürrische Herr Kipiani sitzt wie jeden Tag auf seinem gestürzten Eimer in einer Ecke des Burghofes und fühlt sich missverstanden. Früher wollte Herr Kipiani Prinzgemahl werden, wozu es aber nicht kam, weil er nach eigener Aussage nicht gut genug Englisch sprach, zu schlecht angezogen war und auf dem Tanzparkett keine gute Figur machte. Diese Erfahrung machte ihn für kurze Zeit wütend, aber seit einigen Wochen macht er einen resignierten Eindruck und sucht eine schlichte Maid, mit der er an die See fahren kann. Allerdings tut er sich schwer, in seinem Werben den richtigen Ton zu treffen. Bislang hat noch keine angebissen, und so schleppt er sich schlecht gelaunt von Tag zu Tag. Von mir gibt es dafür 6/12 Füllmaterialpunkten.

      • Mal schauen, ob das klappt. Momentan tummelt sich Albina ja im anderen Burghof, weshalb die beiden sich nicht begegnen können. Das kann also nur klappen, wenn beide die anstehende Schlacht im Mai erfolgreich schlagen. Nach der Schlacht sollen die Burghöfe zusammengelegt werden, munkelt man in der Burg.

  10. Totaler Missgriff. Für den ESC einfach nur ungeeignet. Langweilt mich ausgesprochen in seiner Zähigkeit.

  11. Ich mag den ruhigen verträumten Einstieg wirklich sehr.
    Ab dem Einstieg des Schlagzeugs verschwindet diese Stimmung aber leider sukzessive und das Ende finde ich nur mehr ok.
    Insgesamt landet „You“ aber noch in meinen Top10.

    Leider ist der Song halt so überhaupt nicht dafür gemacht, um auf der großen Bühne aufzufallen.
    Von daher wird das ein vorhersehbares Ausscheiden im Halbfinale zur Folge haben.

  12. Ich glaub den Song hab ich nur bei der Veröffentlichung einmal bis zum Ende gehört.
    Langweilt einfach zu sehr.

    Da hatte sein Beitrag ausm letzten Jahr schon mehr Ecken und Kanten.

  13. Für mich ein Beitrag, der für mich ein Auf und Ab verursacht. Beim ersten Hören bin ich fast eingeschlafen, beim zweiten Mal hat mich seine tolle Stimme vor allem ab dem zweiten „Refrain“ wieder gepackt. Genau da habe ich dann auch mein Ranking gemacht und ihn auf Platz 18 eingruppiert. Inzwischen ist es her wieder ein Song zum skippen und es gibt einige Lieder die im meinem Ranking hinter ihm stehen, die ich inzwischen deutlich mehr mag (z.B. Österreich und Kroatien) und selbst den dänischen Beitrag höre ich inzwischen lieber. Tornikes letztjähriger Song war jedenfalls deutlich stärker und ich hatte ihn in meinen Top 10. Dieses Jahr heißt es „Schade und die tolle Stimme“ und nahezu 100 % sicher, dass Georgien mal wieder nicht ins Finale kommt.

  14. laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnnggggggggggggggggwwwwwwwwwwwwwweiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiig

  15. Hab jetzt wegen euch mal einen Blick auf sein Facebook Profil geworfen
    Sehr unterhaltsamer Mensch.
    Das Lied finde ich zwar langweilig, ihn jedoch extrem unterhaltsam und auf seine Art und Weise auch sympatisch 😀

  16. Das Lied ist sehr schön zum Nebenherhören, und das ist in diesem zweiten Semifinale schon viel wert. Darauf, dass er sich durch sein ESC-Lied „rülpst und brüllt“ hat er zum Glück verzichtet, und ein dritter Rocksong muss bei aller Diversität bei meinem heißgeliebten Schlager-Grand-Prix nun wirklich nicht sein 😉

    Auf jeden Fall besser als sein letztjähriger Beitrag, 5,5 oder vielleicht sogar 6 Punkte (von 10)

  17. Ganz schlimm, kann ich weder Ernst nehmen noch bewerten: Letztes Jahr Platz 40 mit 0 Punkten, dieses Jahr Platz 39 (immer noch zu hoch) mit 0 Punkten. Das schlechteste Lied, das ich je beim ESC gehört habe. Das ist natürlich nur meine Meinung, wobei ich glaube, dass viele es ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm, sehen werden. Aus im Semi zu 1000%, gute Chancen auf den letzten Platz.

  18. Einmal mehr führen uns die Georgier zu einem musikalischen Kleinod. Es fällt mir spontan kein Land ein, das bei der Beitragsauswahl mutiger ist als Georgien.
    Und so ist es wenig überraschend, dass es auch in diesem Jahr wieder einen authentischen Beitrag gibt, in dem der Interpret ganz er selbst ist. Schon „Sul tsin iare“ vor zwei Jahren hat zu meinen Favoriten gehört.
    Aber so wie in Tel Aviv wird Georgien auch in diesem Jahr wieder nicht belohnt. Da war es auch nicht unverständlich, dass Tornike Kipiani im letzten Jahr gegen die Big Five ausgeteilt hat. Ein ums andere Mal schicken die Georgier tolle Sachen und scheitern trotzdem im Halbfinale – wie auch 2021.

    • Dem kann ich nur zustimmen: Die Georgier schicken meistens extravagante, mutige Beiträge. Leider werden sie nicht oft belohnt für ihren Mut.

      • @Gaby

        Sorry, aber Mut alleine ist keine Rechtfertigung für Punkte. Georgien hat halt dieses „Talent“ Songs auszuwählen wo man schon meilenweit erahnen kann dass sie nicht ankommen werden.

  19. Ich finde das Lied langweilig. Kein Wunder das ich ihn in den untersten Raum meines Palast untergebracht habe. Bleibt, vielleicht sogar unten, im Semi hängen.

  20. Leider hat er mir letztes Jahr schon nicht gefallen und dieses Jahr auch nicht , irgendwie passt das leider nicht zusammen von Song und Künstler .
    Da bräuchte es wohl eine andere Art von Song her.
    Leider , aber das wird wohl nicht für Finale reichen.

  21. Neben Dänemark ist Georgien in meiner Gunst gestiegen. Ja okay, anfangs war ich auch etwas enttäuscht von Tornike. Aber ich finde, der Song hat eine schöne Atmosphäre und Tornikes Stimme paßt ausgezeichnet dazu.

    Aber ich fürchte, das wird nicht reichen, wird leider im Semi ausscheiden.

  22. Total absurde Wahl, zumal er den Song selber geschrieben hat – Stimme und Look sind „Rock“ und dann kommt diese Kaufhausmusik. Schade, Georgien hat oft mutige und interessante Beiträge; das klingt wie ein Song aus Schreibers Schublade.

  23. Da bin ich wohl mal wieder eine der wenigen, die das Lied schön findet (zumindest war das beim ersten Hören so, sowas kann sich ja auch immer ändern). Natürlich hat der keine Chance aufs Finale und wird sich mit Polen um den letzten Platz kloppen. Außerdem, wenn das stimmt, was der Herr Schuldirektor oben schreibt (da klingelt auch was bei mir, ich finde es aber nicht mehr), dass nämlich Herr Kipriani zur Kopulation mit unseren Erzeugerinnen auffordert, dann ist er ein Rüpel und gehört gezüchtigt und in den Karzer!

  24. Auch ich gehöre zu den Leuten, die es gut finden, wenn sich Länder mal was trauen, auch wenn’s schiefgehen kann. Georgien geht normalerweise dazu – bei „You“ jedoch suche ich vergeblich nach dem gewissen Etwas. Mir ist es von allem nicht genug: Nicht rockig genug, nicht rotzig genug, aber wiederum auch nicht romantisch genug und nicht melodiös genug. Vielleicht holt er ja live noch ein paar Punkte raus, denn er scheint ein interessanter Künstler zu sein.

  25. Mag den Song sehr und finde Tornikes Stimme klasse, es ist aber absolut keine ESC Ware und darum vermutlich leider kein Finale, bleibt aber in meinem Herzen♥️

  26. Eine hübsche Ballade zum Nebenbei- hören. Tut nicht weh, aber löst auch keine Begeisterung aus.
    Er hat sich ja viel vorgenommen. Hoffentlich hat er dann Viagra im Gepäck. Dummerweise wird sein Zielpublikum kaum vor Ort sein.

  27. Der deutsche Fanclub OGAE Germany hat seine Punkte abgegeben.

    Litauen – 12 Punkte
    Schweiz – 10 Punkte
    Frankreich – 8 Punkte
    Malta – 7 Punkte
    San Marino – 6 Punkte
    Dänemark – 5 Punkte
    Island – 4 Punkte
    Schweden – 3 Punkte
    Ukraine – 2 Punkte
    Norwegen – 1 Punkt

    Die aktuelle Top 5:

    1. Schweiz – 68 Punkte
    2. Litauen – 49 Punkte
    3. Frankreich – 49 Punkte
    4. Malta – 47 Punkte
    5. San Marino – 37 Punkte

    https://eurovoix.com/2021/04/19/ogae-germany-ogae-poll-2021/

  28. Hö?? Das höre ich wohl einen anderen Song als die Blogger und meisten Kommentatoren. Ich finde es großartig. Es lebt in seiner eigenen Welt, und ich nehme Tornike das total ab. Und dann der Aufbau zum Ende hin mit den Backings! Das erzeugt ein phänomenales Moment im Lied. Kratzt bei mir in der alten Liste noch an der Top 10, in einer neueren Version dürfte es schon drin sein. Beim Kampf um die Finalplätze sehe ich noch einige Chancen, da würde ich ihn noch nicht abschreiben. Wenn ich „drei langweilige Minuten“ haben will, mache ich Island an, aber doch nicht Georgien?!

    Prognose: Halbfinale 10/17 (50%) -> Finale 21-26
    Meinung: Platz 11/39 (7 Punkte, könnte auf 8 aufsteigen)

  29. Ich danke Tornike erstmal dafür, dass die völlig unangebrachten textlichen Fehlgriffe aus dem letzten Jahr ein Ende haben. Sein diesjähriger Beitrag ist zumindest schön verträumt und irgendwie cute, auch wenn ich ihn persönlich wieder nicht besonders hoch ranken kann.

    3/10 und 36/39.
    2020: 1/10 und 41/41.

  30. Beim ersten hören habe ich mich garnicht eingelassen auf den Song weil es so zäh begann. Aber schon beim zweiten, kompletten hören des Songs gefiel es mir recht gut. Mittlerweile mag ich diese Nummer sehr gerne. Aber leider ist dieser Song soweit vom ESC Universum weg wie das A vom Z. Aber Georgien ist oft mutig und kreativ. Respekt.

  31. Puh, das sind drei wirklich laaange Minuten. Mir gibt der Song überhaupt nichts, und diese Steigerung am Schluss passt finde ich gar nicht zum Rest dazu.

    Ne, ich denke auch dieses Jahr heißt es für Georgien bezüglich des Finales: „Wir müssen leider draußen bleiben.“

  32. Hachja… Meine Lieblings-Ballade dieses Jahr! Ich finde das Lied, die Melodie, ja sogar den Text (irgendwie…) wunder-wunderschön! <3 Sehr schade, dass ich damit alleine stehe. Irgendwie hat es auch etwas extrem melancholisches, ich werd total traurig beim Hören.
    Vielleicht liegt Georgien mir aber auch deshalb so am Herzen, weil ich "Take me as I am" letztes Jahr auch absolut geil fand und es in meiner Top 5 war!
    Auch, wenn es vielleicht der letztplatzierteste Song dieses Jahr überhaupt sein wird beim ESC: Bei mir wird das Lied noch lange laufen. 😉

  33. Ich glaube, das es einige Überraschungen dieses Jahr geben wird Georgien hat mal wieder einen Song der auf den ersten Blick langweilig,uninteressant und hoffnungslos klingt. Aber das ist er nicht, ganz im Gegenteil,ich finde den Song richtig gut aber er ist einfach kein Song für den ESC. Dazu ist er dann zu unspektakulär. Die Jurie könnte ihn ins Finale hiefen aber das Publikum wird ihn überhören und keine Punkte dafür geben. Aber egal…viel besser als einige überbewertete Songs hier in der Bubble.

  34. Immerhin zum Schluss noch ein paar Leute, die diesen Song mögen. Kommt ganz unaufgeregt daher und nimmt einem mit oder lässt einem kalt – zwischendrinn gibts da nicht viel. Ich träume da ganz gerne mit☺️ und hoffe für ihn, dass das Ergebnis im Semi dann doch nicht so desaströs wird wie die meisten hier es erwarten.

  35. Ich mag den Song. Eine verträumte Ballade mit viel Gefühl. Verstehe aber auch wenn der Song nicht gut ankommt. Ist halt wirklich Geschmacksache. War bei Iriao 2018 eigentlich genauso.
    Georgien experimentiert nun mal sehr gerne rum und schickt Lieder weit abseits des Mainstreams. Das kann natürlich auch gut gehen wie 2016, wo es fürs Finale gereicht hat (wobei Alternative Rock wie der von den Young Georgian Lolitaz schon recht beliebt ist)
    Nächstes Jahr dann wieder Finale mit Anna Berishvili und dann sehen wir uns 2023 in Tblisi 😀

  36. Wie schon mehrfach angemerkt, verfügt Georgien in Anbetrcht seiner gerade mal 15 Jahre währenden ESC-HIstorie über eines der diversesten Portfolios. Musical, Disco (discqualifiziert!), IDM, Prog, Folk, Rock, Schlager- wie Powerballade. You name it, we got it.

    Womit kann man da noch überraschen, wenn man obendrein auch noch einen baumstarken Sänger schickt? Natürlich mit einer herzigen Schnarch-Ballade. Großartig!

    Danke Tornike und danke Georgien! Fürwahr eines meiner zehn Eurovisions-Lieblingsländer.

    • Ja, Georgien zählt mittlerweile auch zu meinen ESC-Lieblingsländern. Was mir gut gefällt: Ich glaube, sie legen gar nicht immer Wert darauf, jedem zu gefallen. Sie wollen einfach ihre vielfältige Musik repräsentieren.🙂
      Ist mir lieber als z. B. Schweden, wo alles glattpoliert auf Erfolg getrimmt wird (wegduck😄)

      • Den einzigen Song aus Georgien, den ich zu gefällig glatt fand, war 2013. Der war jetzt nicht so mein Fall.

      • @togravus ceterum

        zwischen Portugal und Georgien gibt es in Sachen ESC schon Paralelen, meiner Meinung nach. Beide Länder wollen ihre Musik präsentieren, und schielen nicht so sehr auf den Erfolg. Das ist es, was mir so gefällt, diese Eigenständigkeit.😉

      • Als Ergänzung sei mir hier gestattet, für den wunderbaren Tanzfilm „Als wir tanzten“ (Georgien 2019) Werbung zu machen. Und wer die im Film verwendeten Musiktitel verfolgt, erkennt sogar die Originalversion eines von Kate Bush „ausgeliehenen“ Songs…

  37. Ja, es stimmt schon, dass aus Georgien oft Beiträge kommen, die sich vom Mainstream abheben. Das ist ja durchaus lobenswert, allerdings muss ich gestehen, dass mir die meisten davon nicht besonders gefallen. Der diesjährige Beitrag ist mit seinen 5,5 oder 6 Punkten schon auf meinem georgischen Platz 3, knapp vor Geo 2019 (Otto Nemsadze) und Geo 2013 (das Duett mit „Waterfall“, 5 von 10). Besser fand ich nur Georgiens Debüt von Sopho 2007 und am allerbesten Iriao 2018.

  38. anders als der zuckersüße balladenhappen aus der schweiz punket dieser beitrag mit tiefgang und qualität aber gut,die mehrheit verspeist eben lieber die schnelllebigen fastfoodhappen,anstatt mal ein gutes restaurant zu besuchen.
    finale dürfte sauschwer werden aber etwas hoffnung bleibt.

    lasse macht seine burger im übrigen selber,sogar die dazugehörigen brötchen – das habe ich mir von den WDR-köchen abgeschaut,die über die kanäle bzw. flusse von NRW mit dem hausboot schippern.

    • Du triffst es auf den Punkt. Ein Beitrag mit Tiefgang und Qualität. Genau das ist es. Aber Gjons Tears ist jetzt auch nicht so oberflächlich der berührt schon sehr. Er hat eben eine ganz andere Stimmfarbe die nicht jedem gefällt aber die sehr besonders ist

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