ESC-Songcheck kompakt (31) – Lettland: „The Moon Is Rising“ von Samanta Tīna

„Endlich!“, wird sich Samanta Tīna gedacht haben, als sie 2020 den lettischen Vorentscheid „Supernova“ für sich entscheiden konnte – nach fünf vergeblichen Versuchen in Lettland zuvor und auch zwei Antritten in Litauen, die ebenfalls nicht erfolgreich waren.

In der Folge wurde Samanta zu einem Darling der Bubble, nicht zuletzt aufgrund ihrer exaltiert-euphorischen Auftritte bei den Home Concerts, aber auch weil ihr Song „Still Breathing“, den sie selbst gemeinsam mit Aminata (legendär für Lettland in Wien 2015) geschrieben hatte, richtig gefunkt hat.

Bei diesem Support der Eurovision-Community war es nur fair, dass LTV Samanta in 2021 eine neue Chance gibt. Ihren Weg nach Rotterdam hat LTV1 in der fünf Folgen langen Dokumentation “Kā uzvarēt Eirovīzijā? Samantas Tīnas ceļš uz Roterdamu” (“Wie kann man bei Eurovision gewinnen? Samanta Tīnas Weg nach Rotterdam“) nachgezeichnet und die Vorbereitungen von Samanta Tīna für den Eurovision Song Contest 2021 erzählt.

Samanta Poļakova (bürgerlicher Geburtsname) wurde am 31. März 1989 in Lettland geboren, feierte also gerade ihren 33. Geburtstag. Sie ist intensivst „ESC connected“. Ihr erster professioneller TV-Job 2010 in der „O!Kartes akadēmija“ verschaffte ihr ein Stipendium an der Tech Music School in London, ihr erster Versuch beim lettischen Eurovisionsfinale fand 2012 statt. Fünf Versuche in Lettland und zwei Versuch ein Litauen brauchte es, bis es ihr Sanna-Nielsen-Style gelang, 2020 das Ticket für Rotterdam zu ergattern. Samanta hat viel internationale Erfahrungen, sie nahm auch (teilweise sehr erfolgreich) an Casting-Sendungen in Belarus, Moldau oder Nordmazedonien teil.

Der Song

Für „The Moon Is Rising“ hat sich Samanta Tīna wie im vergangenen Jahr ESC-erfahrene Unterstützung geholt: Aminata Savadogo, die 2015 mit ihrem „Love Injected“ den 6. Platz beim ESC erreichte und im Jahr darauf mit „Heartbeat“ von Justs gleich noch den 15. Platz als Komponistin belegte, hat in diesem Jahr wieder am lettischen Beitrag mitgearbeitet. Außerdem ist auch der Produzent und DJ SKVR in den Entstehungsprozess involviert gewesen.

Leider reicht ihr neuer Song nicht an „Still Breathing“ heran. Der Midtempo-Elektro-Song ist erstklassig produziert und ist die gesungene Botschaft einer selbstbewussten modernen Frau auf Männerfang (ganz Samanta eben): „Bring the passion inside, let me touch your fate, I will lead you, I will guide you on your way.“

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Ich muss meine Meinung über „The Moon Is Rising“ revidieren: Ein starker Beat, eine eingängige Hookline. Selbst den Text finde ich mittlerweile besser, die Botschaft jedenfalls wird sehr deutlich. Und Samanta wird das als Gesamtpaket natürlich stark auf die Bühne bringen. Ich hätte mir nur eine etwas klarere Linie für den Song gewünscht – für alle, die ihn zum ersten Mal hören, ist er ziemlich sperrig und konfus. Und bitte: Keine Kronen mehr aus den Händen formen, das ist nach Bilal Hassani und The Roop mittlerweile wirklich ausgelutscht. 7 Punkte.

Berenike: Die Letten haben sich in diesem Jahr für einen Titel entschieden, der noch sperriger ist als Samantas letztjähriger Beitrag. Gerade weil „The Moon Is Rising“ so eigenständig und mutig ist, will ich es mögen, finde aber nur bedingt einen Zugang. Der Track ist mir persönlich vom Arrangement und der Leidenschaft in Samantas Stimme her zu aggressiv. Insgesamt passen Song und Sängerin aber auf jeden Fall authentisch zusammen und Samanta kann in dem Track zeigen, was sie stimmlich drauf hat. 5 Punkte.

Douze Points: Ok, der ESC ist ein Komponistenwettbewerb und die ist im Fall von „The Moon Is Rising“ durchaus modern bis innovativ. That being said … strengt mich das Lied ganz schlimm an. Die aggressive Stimme und Ausstrahlung von Samanta Tina tun ihr übriges. Da kann die Botschaft noch so gut sein; mehr als 3 Punkte werden das nicht.

Florian: Nicht zuletzt bei den Home Concerts hat Samanta uns mit ihrem Charakter und ihrer Ausstrahlung begeistert, was für mich auch das Highlight an „The Moon Is Rising“ ist (bin ich eigentlich der Einzige, den der Beat (vor allem in der Strophe) an „Hvala Ne“ von Lea Sirk erinnert?!). Dennoch muss Samanta aufpassen, dass die Performance nicht zu over the top ist und eher abschreckend wirkt. Denn mit den Zuschauern wird sie connecten müssen, damit es für den Finaleinzug reicht. 5 Punkte.

Manu: Hmm, schwierig. Ich komme so langsam dahinter, was Samanta Tina zu dem Lied bewogen hat und während ich „The Moon Is Rising“ höre, finde ich es mittlerweile auch gar nicht mehr so schlecht. Trotzdem wird hier viel Potenzial verschenkt und Samanta wird kämpfen müssen, um das Halbfinale zu überstehen. Aber ich kenne wohl keine Künstlerin, von der ich mich lieber anschreien lasse, daher hat sich ihr Lied mittlerweile bei mir auf sehr knappe 5 Punkte hochgekämpft.

Max: Samanta Tina wird alles aus der Nummer herausholen, aber es wird trotzdem sehr schwer für sie sein, das Finale zu erreichen. „The Moon is Rising“ kann stellenweise sehr anstrengend sein, nicht immer ist man in der Laune, Samantas lautes und starkes Organ zu hören. Dann ist der Drop leider nicht so sehr gelungen wie noch bei ihrem Beitrag im vergangenen Jahr. Leider nur 4 Punkte von mir.

Peter: Das Gefälle, das zwischen „Still Breathing“ und „The Moon Is Rising“ herrscht, tut mir richtig weh. „Still Breathing“ war kantig-sexy-mitreißend, „The Moon Is Rising“ ist nur eine müde „Season 2“ ohne gutes Drehbuch. Bei allen guten Absichten (gerade im Text) springt der Funke nicht über und trotz Innovationskraft kommt die souverän-herzliche Powerfrau Samanta bemüht und angestrengt rüber. So schade, ich hätte ihr einen großen ESC-Erfolg gewünscht, aber 2021 wird es das nicht werden. 5 Punkte (weil es Samanta ist).

Gesamtpunktzahl: 34/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „The Moon Is Rising“ auf Platz 16 von 39.

Wie schneidet der lettische Beitrag "The Moon Is Rising" von Samanta Tīna ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme
(29) Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel
(30) Georgien: „You“ von Tornike Kipiani


60 Kommentare

  1. Ganz schwierig zu beurteilen. Immerhin mal ein Song, der ein wenig innovativ kling und neue Wege geht. Allerdings sind mir die Gesangsstimme und der Dubstepsound zu anstengend. Da bleibt nicht mehr so viel übrig.

    Könnte aber ein Überraschungsfinalist sein. Ich werte mit 4,5 von 10 Punkten für Lettland.

  2. Den Beitrag kann ich erfolgstechnisch auch nur schwer einschätzen. Ich habe mal mit Finale abgestimmt, aber sicher bin ich mir da überhaupt nicht.

  3. Das wird aller Wahrscheinlichkeit im Semi rausfliegen, da bin ich mir recht sicher. Die 3 Minuten, die Samanta Tina auf der Bühne hat, wird die meisten Zuschauer wohl eher überfordern. Man sieht auf jeden Fall, dass sie ihrem Stil treu geblieben ist. Ich finde den Song weder schlechter noch besser als im letzten Jahr und deshalb reiht er sich wieder im Mittelfeld bei mir ein. 5 Punkte und Platz 22.

  4. Albanien 9/10
    Finnland 8,5/10
    San Marino 7,5/10
    Bulgarien 7/10
    Dänemark 6,5/10
    Serbien 6/10
    Island 5,5/10
    Georgien 5/10
    Lettland 4,5/10
    Tschechien 4/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  5. Hm… Hm… Hm… Ganz ehrlich, mich nervt Samantas Stimme, sagt mir einfach nicht zu. Ich denke aber, dass der Song genügend Anhänger finden wird, um ins Finale einzuziehen. Obwohl es nicht einfach wird, da das 2. Halbfinale viel stärker ist als das 1. Also ein Spaziergang wird es sicher nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass sie einen guten Auftritt hinlegt, so dass es (knapp) reichen wird. Im Finale rechne ich mit einer Platzierung im hinteren Mittelfeld.

  6. Ich finde den Song so la la. Ich hoffe und wünsche mir das sie im Semi hängen bleiben wird. Außerdem hier das nächste Reaction-Video.

  7. Lettland ist in meiner ESC Burg im Gesindetrakt. Die Hofbäckerin aus der kleinen baltischen Provinz schreit ständig überfordert ihre Gehilfen an weil sie so viele verschiedene Bestellungen hat. Aus dem Bankettsaal werden rustikale Brote angefordert. Die Prinzessinen aus dem Thronsaal wollen eine Torte und die verwöhnte Prinzessin aus der Tafelrunde verlangt ständig neue Nascherreien.

    Samantha Tina hat ha eine laute aber doch eine schöne Stimme. Aber irgendwie ist der Song viel zu überladen so das es eher alles nervig

  8. Die Botschaft einer modernen Frau auf Männerfang?
    Sorry, aber das ist doch Bullshit.

    Es ist eine feministische Botschaft. Sie ruft den Frauen zu: Ihr seid Königinnen. Ihr seid richtig, wie ihr seid. Das zeigt das Video auch deutlich. Und im Text wird es auch deutlich: „I’m here to remind you’re in the right place.“ Es ist der Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein und damit hin zu mehr Selbstvertrauen.

    Das ist das modernste Lied des Jahrgangs. Ich feier es. Großartige Nummer. Definitiv in meiner persönlichen Top5. Finale safe.

  9. Letztes Jahr gefiel mir besser, 2021 sehe ich kaum Finalchancen . Samantha Tina hätte Ihrem „Hero“ treu bleiben sollen , das war megatoll… stattdessenmischt Aminata zum 4. Mal mit,das hätte es nicht gebraucht

  10. Ganz schwer einzuschätzen, wie die Jury hier werten wird.
    Zählen hier die Motive „innovativer Sound+ feministische Message“ oder fällt es wegen dem doch sehr ungewöhnlichem Stil durch?

    Beim Publikum wirds wohl ein Platz knapp außerhalb der Top10 werden, deswegen wären noch einige Jurypunkte nötig fürs Finale.

  11. Prinzessin Samanta die Schrille weiß nicht wie subtil geht. Bei ihr ist immer alles voll auf die 12, so auch ihre derzeitige Kampagne, die auf die Stärkung des weiblichen Selbstvertrauens in der Interaktion mit möglichen Lebens- oder Liebeslagerpartnern abzielt. Derzeit befindet sich die Prinzessin in der Gummizelle, aber nicht weil man ihr Anliegen für illegitim hält, sondern weil dies der einzige schallisolierte Raum in der Burg ist. Auch wenn es hier voll auf die 12 geht, gibt es von mir keine 12/12 Punkte, sondern wohlwollende, aber leicht genervte 6/12 Punkte.

  12. Die sehr selbstbewusste Klassenwiederholerin verhält sich im Unterricht bisweilen etwas polterig und spricht, wenn sie sich meldet, sehr laut, ist aber doch recht kompetent. Ihre diesjährige Abschlussarbeit verhandelt (wie schon die letztjährige) die Rolle der Frau in unserer heutigen Gesellschaft aus einem konsequent feministischen Blickwinkel. Diese ist dadurch ein wenig plakativ geraten, aber in ihrer Analyse durchaus stringent.

    Einige Lehrer aus dem Kollegium wohnen im selben Haus wie die Schülerin und sind von ihr völlig genervt, da diese in ihrer Wohnung wohl recht gerne lautstark singt und dazu auf dem Boden herumtrampelt.

    Das sollte allerdings bei der Benotung keine Rolle spielen, deshalb sprechen wir uns ganz überwiegend für eine Versetzung in die Finalklasse aus und hoffen, dass ihr die unter ihr wohnenden Kollegen dort nicht den verdient guten Abschluss vermasseln.

  13. In meien Palast ist Samanta In der Eingangshalle. Ich mag das Lied. Finale wird schwer sein und wenn ja, dann 16 – 20.

  14. Hm, bereits der achte Beitrag im zweiten Semi, bei dem die User auf ein Ausscheiden tippen (bekanntlich trifft es ja nur sieben). Gut, bei Albanien war es nur eine relative Mehrheit.

  15. Wenn solche Art Musik in der Disco läuft, laufe ich reflexartig zur Bar. Schön, dass es dabei ist. Im Finale muss ich es aber nicht haben, ich sehe es knapp draußen, wäre aber nicht so verwunderlich, wenn sie es schaffen würde.

  16. Mir tut meine erste kritische Reaktion nach Veröffentlichung dieses Lieds leid, denn inzwischen höre ich es wirklich gerne. Aber nach dem fantastischen „Still breathing“ konnte ich ja eigentlich nur enttäuscht sein.

    An „The Moon is rising“ mag ich insbesondere den Kontrast zwischen ihrem aufgeregten Gesang und dem genial-monotonen öh-öh-öh-öh (oder so ähnlich), das sich durch das ganze Lied hindurchzieht. Hoffentlich werden diesmal die Chorsängerinnen nicht unter Schirmmützen versteckt wie bei der lettischen VE 2020 und bekommen ein anderes „Kostüm“.

    7,5 Punkte (von 10), das reicht in diesem Halbfinale zu Platz 1, einen Mini-Tick vor Albanien; insgesamt Platz 6

  17. Wenn man es jetzt noch mal gebündelt betrachtet, muss ich sagen, dass ich, was die Ausstrahlung und Stimmen gerade der Sängerinnen angeht, diesen Jahrgang für einen der besten und vielseitigsten aller Zeiten halte. Leider können die Songs aber in den meisten Fällen dieses Niveau nicht halten.

  18. Für mich ist dieser Song aus Lettland……einfach nur furchtbar. Wenn das Niveau ist, bin ich halt ein niveauloser primitiver Typ.

    • Mach Dir keine Sorgen, das ist einfach nur unterirdisch. Und taucht hoffentlich erst bei einer Zombie Apokalypse wieder auf.

  19. Ich mag Samantas Beitrag echt gerne, kann aber jeden verstehen, der es nervig findet.
    Die tolle Women-Empowerment und Diversity-Botschaft aus „Still Breathing“ hat sie auch gut mit in den neuen Beitrag eingebaut. Musikalisch merkt man die tollen Einflüsse meiner absoluten ESC-Göttin Aminata deutlich, allerdings macht es den Song auch vor allem für das erste Anhören sehr sperrig. Bei mir fällt Samanta ein wenig von Platz 13 im Vorjahr nun auf Platz 16, hätte aber klar ihren Platz im Finale. In der Realität wird sie das vermutlich aber nicht schaffen….schade drum.

  20. Ich finds toll, dass dieser Song den Jahrgang einfach noch diverser macht.
    Beim ersten Hören war ich nicht so begeistert, mittlerweile hat es sich zu einem OK gebessert, auch wenn ich die Bridge immer noch ziemlich unpassend finde.

    Für mich allerdings kein Finale, da gibts zu viel gute Auswahl dieses Jahr

  21. Ein wenig wie ein Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Manchmal habe ich das Verlangen, mir diesen Song anzuhören, obwohl ich ihn nicht genieße. Verrückt. Samanta geht mal wieder aufs Ganze, der Song ist kompromisslos, weswegen es viele geben wird, die den absolut furchtbar finden werden. Und ich denke, dazu wird auch das Gros der Jurys gehören. Durch die gute Aussicht auf null Jurypunkte wird es Lettland sehr schwer haben, aber wer weiß, vielleicht geschieht auf der Bühne ein kleines Wunder. Ich finde es lustig!

    Prognose: Halbfinale 15/17 (40%)
    Meinung: Platz 22/39 (5 Punkte)

  22. Samanta Tina ist offensichtlich eine Rampensau und Aminatas Handschrift ist klar zu erkennen.
    Grundsätzlich ist „The Moon is rising“ ein weiteres Produkt der Modernisierung Lettlands beim ESC, die vor allem von Aminata ausging, die dieses Land, das vorher so gut wie nie megaprofessionelle Beiträge am Start hatte, auch 2002 nicht, auf eine ganz neue Ebene gehievt hatte.
    Aber andererseits gibt es an diesem Lied schon ein bisschen was zu meckern. Das Getröte im Hintergrund ist zwar ein Markenzeichen, nervt aber auf Dauer. Außerdem ist da doch ein Tick zu viel Spiel drin. Doch diese Verspieltheit macht das wiederum authentisch.
    Es kommen zwar nur noch zwei Beiträge nach Lettland, aber ich bin bezüglich eines Finaleinzugs nur bedingt optimistisch. Eine klare Struktur ist in „The Moon is rising“ nur teilweise zu erkennen. Das Lied könnte durchaus an zu vielen Zuschauern vorbeirauschen. Samanta Tina muss schon über ihre Ausstrahlung und vor allem ihre Stimme kommen. Das sind ihre beiden Trumpfkarten.

  23. Dieses Geräusch im Hintergrund, ich glaube es ist das „öh-öh-öh-öh“, von dem @Thomas hier oben spricht, treibt mich in den Wahnsinn 😀 Ich finde Samanta toll, ich mag ihre Stimme, ich fand „Still Breathing“ großartig und diesen Song durchaus auch von seinen Motiven wie „moon is rising“ oder „queen of the night“ her super interessant. Aber das „öh-öh-öh-öh“ ruiniert mir extrem penetrant diesen an sich coolen Song 🙁

    6.5/10 und 26/39.
    2020: 8/10 und 16/41.

    • Ja, dass das „öh-öh-öh“ penetrant ist, denke ich auch. Wobei das beim ersten Hören noch nicht so problematisch war, ganz im Gegenteil. Aber auf Dauer wird das zum Störfaktor.

  24. Zu dem Song hab ich überhaupt keine Meinung. Er lässt mich total kalt. Die Stimme ist gut aber nervig,vom Typ her ist sie schon interessant aber dann auch wieder ein bisschen zu viel Botox. Finale? Vielleicht klappt es aber wird schwierig….

  25. Beim ersten Hören war ich angetan und dachte mir, mit jedem weiteren Hören entdeckt man mehr im Lied. Aber so war es nicht und inzwischen finde ich das Lied eher anstrengend. Samanta kommt vom Gesang her agressiv rüber. Jedenfalls glaube ich ein Finalticket zu bekommen wird schwierig. Oder überrascht und Lettland doch?

  26. das ist eher ESC unübliche musik,eingebettet in moderner (musik)kunst!
    den angestammten „ESC-puff“ muß man aber schon verlassen,um dies zu erfahren. 😀

    ich rechne nicht unbedingt mit dem finaleinzug,auch weil oberflächliche auf 0815 castingmusik gebürstete jurys damit überfordert sein könnten.
    es wäre aber sehr schön diesen beitrag zusammen mit dem ähnlich progressiv daherkommenden song aus der ukraine im finale zu haben.
    lasse hat selbstverständlich „top5“ gevotet. 🙂

  27. Ich weiss nicht, mir ist das zu eintönig. Samantha ist eine gute Sängerin und „Still Breathing“ fand ich sehr gelungen. Aber der Mond will bei mir einfach nicht aufgehen😉- ich hab auch absolut keinen Schimmer wie das abschneiden könnte…

  28. Der neben Albanien beste Song des 2. Semis bekommt von mir, ohne mit der Wimper zu zucken, volle 12 Punkte. Dass ich mit dieser Meinung eher alleine dastehe, ist mir bewusst. Ich hoffe sehr, sie packt es ins Finale.

      • Leider dürfen wir in Semi2 nicht abstimmen. Ich fürchte, es wird für beide Songs sehr eng mit der Finalteilnahme.

  29. Wow, ist dieses Chanson anstrengend. Ich möchte einfach nur, dass Aminata endlich wieder für sich selbst schreibt und auf die ESC-Bühne zurückkehrt. Please!

  30. Wie letztes Jahr ist Lettland mein letzter Platz.
    Für mich ist das wieder nur laut, Geschrei , gefühlt tausende Geräusche auf einmal 🙁

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