ESC-Songcheck kompakt (32) – Portugal: „Love Is On My Side“ von The Black Mamba

Bild: Arlindo Camacho

Portugal hat seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest auch in diesem Jahr wieder über das traditionsreiche „Festival da Canção“ gesucht und gefunden. Insgesamt 20 Acts sangen sich durch zwei Halbfinale und ein Finale. Am Ende konnte sich die Band The Black Mamba im großen Finale durchsetzen, indem sie sowohl im Jury- als auch im Televoting auf dem 2. Platz landete.

2010 gründeten Pedro Tatanka, Ciro Cruz und Miguel Casais die Band The Black Mamba. Neben Tatanka und Casais gehören aktuell Marco Pombinho, Rui Pedro „Pity“ Vaz und Guilherme „Gui“ Salgueiro zur Band. Musikalisch fühlt die Gruppe sich im Blues, Soul und Funk zuhause. Mit ihrem Debütalbum im Gepäck tourten sie durch London, Philadelphia, Luanda, Madrid und Sevilla, bevor sie 2013 nach Brasilien gingen. Das zweite Album, „Dirty Little Brother“ erschien 2014, gefolgt von einer neuen nationalen und internationalen Tournee. Im Oktober 2018 veröffentlichten sie mit „The Mamba King“, ihr drittes Studioalbum. Es folgte die „Good Times Tour“, eine Rückkehr zu den Ursprüngen, um die zehnjährige Karriere der Band zu feiern, die die Band bis ins letzte Jahr hinein durch verschiedene Länder führte.

Der Song

„Love Is On My Side“ ist ein sehr ruhiges Lied, das von seiner schönen Melodie und der prägnanten Stimme von Sänger Tatanka lebt. Dieser hat sowohl die Musik als auch den Text für Portugals ESC-Beitrag 2021 geschrieben – übrigens das allererste Lied auf Englisch, dass das Land zum Wettbewerb schickt.

Das Besondere an „Love Is On My Side“ ist, dass Tatanka den Song nach einer Reise in die Niederlande geschrieben hat, nun kann er das Lied in eben diesem Land auch auf der großen ESC-Bühne präsentieren. Der Beitrag handelt von einer älteren Frau, die ursprünglich aus Osteuropa mit großen Träumen in die Niederlande gekommen ist, um dort später in Drogensucht und Prostitution zu landen. Trotzdem hat sie ihren Optimismus nicht verloren und glaubt weiterhin: „Love Is On My Side“.

Der Check

Song: 2,5/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: „Love Is On My Side“ gefällt mir eigentlich ganz gut: Der Text, die Melodie, auch Tatankas Stimme. Objektiv ist es einfach nur eine Ballade, ich finde sie aber sehr berührend. Allerdings: Dem Song fehlt eine Entwicklung, er will nirgendwo hin und plätschert dann am Ende einfach aus. Hier muss man mit der Inszenierung in Rotterdam ansetzen, um die Zuschauer drei Minuten bei der Stange zu halten. 7 Punkte.

Berenike: Trotz Modernisierung des Vorentscheids schicken die Portugiesen wieder einen Beitrag, der ganz weit weg vom ESC-Mainstream anzusiedeln ist. Und auch wenn sie damit meist nicht sehr erfolgreich sind, sollten sie meiner Meinung nach bloß nicht damit aufhören, uns würden sonst sehr viele Farbtupfer verloren gehen. Auch „Love Is On My Side“ sticht in diesem Jahr heraus – nicht, weil es sonderlich laut ist, sondern weil es ganz anders als die meisten Beiträge in diesem Jahr etwas sehr Unaufgeregtes und Zeitloses an sich hat. Die Streicher unterstreichen das Grundgefühl des Songs sehr schön. Auch finde ich Tatankas Stimmfarbe spannend, sie klingt fast wie eine tiefe Frauenstimme. 8 Punkte.

Douze Points: Es gibt Phasen in „Love Is On My Side“, in denen gefällt mir die Stimme von Pedro Tatanka richtig gut. Aber dann kommen wieder dieser super nasalen Abschnitte, die mir Gänsehaut machen – und zwar die unangenehme. Dazu plätschert das Lied weitgehend belanglos vor sich hin und wird dann durch den vollkommen einfallslosen Refrain textlich final in den Abgrund gestoßen. 3 Punkte.

Florian: The Black Mamba liefern eine wirklich schöne Komposition, die an die Sahnezeiten von Salvador Sobral erinnert. Mir gefällt die Ruhe, die der Song die drei Minuten über ausstrahlt und die schöne Instrumentation, die das ganze Werk abrundet. Allerdings habe ich auch die Befürchtung, dass in diesem Jahr die Pandemiemüdigkeit die schnelleren Songs nach vorne pusht und eine ruhige Nummer wie „Love Is On My Side“ in Vergessenheit geraten könnte. 5 Punkte.

Manu: Nein, „Love is on my Side“ ist kein großes Lied und es wurde sicher nicht geschrieben, um den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Das Lied ist inspiriert von einer osteuropäischen alten Dame, die die Band während einer Tournee in den Niederlanden kennenlernte. Sie kam mit vielen Träumen, fand aber die Drogen und prostituierte sich. Trotzdem glaubt sie, Liebe in sich zu tragen, die sie durchhalten lässt. The Black Mamba schrieben das Lied als Hommage in der Hoffnung, dass sie es hören würde. Dass sie damit nun in Rotterdam auftreten, ist für mich die vielleicht rührendste Geschichte in diesem Jahr. 6 Punkte.

Max: Das aufregendste an diesem Lied ist, dass es auf Englisch gesungen wird. Portugal setzt auf Kollegen von Salvador Sobral, die auch einen ähnlichen Sound liefern. Anders als er haben Black Mamba jedoch nicht den Hauch einer Chance. Das Lied klingt zu altbacken und schafft es nicht, einen Retro-Nerv zu treffen – trotz Intro in Schwarzweiß. Mich langweilt die Nummer, stellenweise nervt sie auch dezent. Nö, sorry Portugal. 1 Punkt.

Peter: Noch so ein Song, der von Mal zu Mal besser klingt. Sogar so gut, dass man die naheliegende Anmerkung zurücksteckt, dass der schmachtende Midtempo-Track keine portugiesischen Roots erkennen lässt und auch in einem Nachtclub in Chicago aufgenommen sein könnte. Eine der stärksten besten Instrumentierungen des Jahrgangs. 10 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 40/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Love Is On My Side“ auf Platz 34 von 39.

Wie schneidet der portugiesische Beitrag "Love Is On My Side" von The Black Mamba ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme
(29) Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel
(30) Georgien: „You“ von Tornike Kipiani
(31) Lettland: „The Moon Is Rising“ von Samanta Tīna


76 Kommentare

  1. Portugal hat mit einer Tradition gebrochen und zum ersten Mal eiben englischsprachigen Song zm ESC und das ist ein großer Fehler! Daher zurecht nicht im Finale, da gab es beim Festival da Canção viel bessere Titel!

  2. Super Lied. Gefällt mir richtgi gut, aber ich fürchte es bleibt hängen.
    Wäre aber meiner Meinung nach ein toller Beitrag im Finalw.

  3. Mir persönlich gefällt der Song überhaupt nicht. Ich finde die portugiesischen Songs in der Regel immer langweilig. Ich mag den Musikstil der Portugiesen einfach nicht. Ich hoffe und glaube das der Song im Semi hängen bleibt. Außerdem hier das nächste Reaction-Video.

  4. Ich bin mir sicher, dass es Portugal ins Finale schafft. Dieser Song wird seine Fans finden. Und das sind dann Fans, die auf jeden Fall auch abstimmen werden. Das hier ist kein Wegwerf-Pop, es hebt sich wohltuend ab von all den Moldaus und Aserbaidschans und Zyperns und wie sie alle heißen.

  5. Also, meine lieben geschätzten Bloggerys, da wart Ihr mit Euren 4/5 für den Instant Appeal aber ausgesprochen großzügig … das seh ich ja nun so gar nicht. Der Song ist ein Grower und hat auch eine sehr gute Hook (war bei meinem zweiten Hören im Ohr, was ich nie gedacht hätte – kompletten Hörtest gibts demnächst), aber dennoch hat er nicht den Hauch einer Chance aufs Finale. Dazu gefällt die Stimme des Sängers einfach zu wenig, und sorry, Portugal auf Englisch ist leider einfach zu beliebig. Die Geschichte hinter dem Song ist allerdings tatsächlich sehr berührend. Ich finde es gut, dass Portugal sich (bis auf die Sprache heuer) irgendwie doch immer treu bleibt. Ich hoffe, sie lassen sich davon nicht entmutigen!

    • Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Portugal von den Jurys sehr hoch bewertet wird. In den Jurys sind oft Musiker vertreten, die könnten eine Schwäche für ein solch handgemachtes Lied haben. Beim Publikum könnte es allerdings untergehen. Wird spannend ob’s fürs Finale reicht.

      • im publikum sitzen aber auch leute mit einem faible für gute (hanggemachte) musik. 🙂

      • Ich bin auch etwas verblüfft, wie gut und wohlwollend Portugal im Vergleich zu Georgien bewertet wird. 🤷🏻‍♂️

  6. Gegen englisch ist nichts einzuwenden machen andere ja auch wenngleich Portugiesisch natürlich die attraktivere Sprache ist. Ich hoffe das Portugal das Finale erreicht aber mit der Stimme wird das schwer.
    Portugal ist in meiner ESC Burg in der Kapelle zu finden. Der Orgelspieler mit Hut weiß gute Musik zu spielen hat aber streng verboten bekommen zu singen

  7. The Black Mamba sind vor einigen Jahrem in Königin Barbaras Burg hängen geblieben. Leider weiß niemand genau, weshalb dies geschehen ist oder was genau Aufgabe und Funktion von The Black Mamba dort sind. Wir wissen lediglich, dass sie sich als (ehemalige) Berater in Stilfragen ausgeben. Leider vergessen viele Burgbewohner immer wieder, dass die portugiesische Herrentruppe inzwischen ein fester Bestandteil des menschlichen Burginventars ist, und rufen „Ach! Die gibt es ja auch noch“, wenn sie The Black Mamba im Burghof oder auf den Mauern sehen. Für ihre unprätentiöse und stilvoll instrumentierte Mir wird warm ums Herz-Ballade gibt es von mir 7/12 aus der Zeit gefallene Punkte.

    P.S. Ich bin noch immer fuchsteufelswild, dass The Black Mamba das FdC gewonnen haben. Dort gab es 9 Beiträge, die es in meine Playlist geschafft haben und die in meinen Top 3 dieses ESC-Jahrgangs wären.

  8. Portugal ist bei meinen Palast in dem untersten Raum, der als Escape Room dient. Während The Black Mamba verträumt eine Geschichte erzählen, Sehnt sich Elena Tsagrinou nach El Diablo. Ana Skolic betet und hofft es werde erhört damit sie raus kommen. Tornike Kipiani gesteht im stillen irgendjemanden seine Liebe. Rafal möchte auf großer Reise gehen und Fyr & Flamme fordern Teamgeist damit sie gewinnen.

    Spaß beiseite. Ich weiß nicht warum aber das Lied langweilt mich, obwohl es schön ruhig ist. Ich denke das Portugal mit ihren ersten englischen Beitrag im Halbfinale ausscheiden.

  9. Die letztjährige Schülerin hat die Schule verlassen und ist zu Tante Gertrud gezogen, weil sie beide den gleichen Musik- und Kleiderstil haben.

    Die neuen Schüler sind ein wenig verschroben. Wenn sie sich melden, zucken Lehrer und Schüler anfangs immer zusammen, da sie eine etwas eigenartig quäkende Stimme haben, die aber letztlich eine nicht uninteressante Klangfarbe hat. Ihre Abschlussarbeit befasst sich mit komplexer Liebeslyrik, ist eigentlich ganz nett geschrieben, aber leider etwas dünnbrüstig. Zudem bedauert das Lehrerkollegium, dass die Arbeit erstmals nicht im heimatlichen Dialekt der Schüler geschrieben ist, da dieser Abschlussarbeiten üblicherweise eine recht gute Form gibt.

    Auch wenn das Kollegium etwas unerklärlicherweise große Sympathien für die Schüler hegt, denkt es, dass ihre Leistung für die Finalklasse nicht ausreicht.

  10. Auch wenn ich Landessprachen-Purist bin, warum sollte ausgerechnet Portugal sich für immer und ewig der Landessprache verschreiben? Und warum müssen die Portugiesen immer etwas traditionelles landestypischer zum Contest senden? Tun sie diesmal auch nicht und schicken stattdessen eine rein englischsprachige Soul-Rock-Ballade im Stile von Lenny Kravitz. Die Stimme ist zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig und es gibt Passagen, wo ich die Stimme mag und in anderen eher nervig finde. Dennoch finde ich den Beitrag gut, schönes Instrumenten Arrangement, allein, es plätschert ein wenig zu sehr vor sich hin. Bei mir steigt Portugal immerhin nach der Langweil-Ballade vom Vorjahr immerhin von Platz 38 auf Platz 19 und würde so bei mir den letzten Platz im Finale ergattern. Ob das aber in der Realität reicht? Ich glaube eher nicht……

  11. Das Lied gefällt mir imzwischen gut, aber mit der Stimme kann ich mich nicht anfreunden, die erinnert mich an Passenger oder Jan Delay.

  12. Für mich dieses Jahr der letzte Platz.

    Künstlerisch mag das vielleicht gut sein, aber ich komm an den Song irgendwie nicht ran.
    Für mich führt er ins reine Nichts und bei der Stimme des Sängers möchten sich meine Ohren am liebsten verschließen. Sorry Portugal

  13. Mag die Stimme sehr gerne.
    Ich wünsche Portugal den Einzug ins Finale.

    und zur englischen Sprache: Jeder wie er mag. Deutschland singt seit über 10 Jahren nicht mehr auf Deutsch und es stört keinen. Aber irgendwie wird erwartet, dass die Mittelmeerländer in Heimatsprache singen und Balkan und Kaukasus traditionelle Sounds aufweisen müssen.
    Ich verstehe die Logik nicht ganz.
    Arcade ist überhaupt nicht „niederländisch“.
    Heroes oder Euphoria überhaupt nicht „schwedisch“
    etc.

    Jeder wie er mag 🙂

  14. Ich mag die Stimme des Sängers und auch die Komposition an sich. So eine ruhige Ballade braucht man auch im Jahrgang, aber für meinen Geschmack beißen sich die Stimme und Komposition zu sehr.
    Daher denke ich, dass es im Semi ausscheidet, unmöglich ist eine Finalteilnahme aber nicht

  15. Mir gefällt der Song gut. Vor allem freue ich mich das die Portugiesen mal etwas anderes als diese schrägen, schiefen und kantigen Nummern der letzten Jahre schicken. Der Song ist auch kein Überflieger so wird es sicher nicht einfach ins Finale zu kommen.

    • Nur eine kuze Einschätzung von mir: langweiliges Lied, nervige nasale Stimme (Jan Delay Vibes), keine Steigerung zum Refrain = 2 Punkte und Platz 35. Entgegen erstaunlich vieler hier, sehe ich nur minimale Chancen auf einen Finaleinzug, halte es für fast unmöglich.

  16. wie einigen hier wieder der kackstift geht,nur weil sie mal mit etwas unüblicher aber sehr guter musik konfontriert werden. 😀
    was da alles falsch sein soll…der sänger kann angeblich nicht singen und überhaupt was erlauben strunz!“
    wieso singt der in englisch?
    ein portugiese hat gefälligst in landessprache zu singen – das ist ein ungeschriebenes gesetz!
    warum soviel angst vor der schwarzen mamba?
    und selbst der supertroll auch als heiland/meister ect. bekannt und verehrt,wird zum vergleich bemüht… 😀

    qualitativ einer der 5 besten beiträge dieses jahr – kein deut schlechter wie z.b. frankreich – desweiteren kommt der song außerhalb der blase ganz gut an – wenn die jurys den song und die interpretation nicht goutieren,dann kann man sie eigentlich auch abschaffen.
    ich sehe portugal im finale und dort wird portugal dann so manchen überraschen. 🙂

  17. Ich störe mich kein bisschen daran, dass das Lied auf Englisch ist. Soll es doch auf Englisch sein.
    Seine Stimme ist interessant aber auch recht anstrengend für mich. Das Lied macht mir einfach schlechte Laune, es klingt so nach für immer verlorener Hoffnung. Der Refrain ist unnötig repetitiv und klingt einfach nach Faulheit beim Komponieren. Niemals kommt das ins Finale. Mit Glück enden sie nicht unter den letzten.
    Maybe not tonight, oder eher noch: Maybe not this year.

  18. Kein Halbfinale für Portugal dieses Jahr , kann mit den Song nichts anfangen .
    Ist mir eigentlich auch völlig egal ob Landessprache oder nicht , da hat das Volk den Song gewählt und das muss man akzeptieren.
    Denn müsste ja auch bei jedem anderen Land gemeckert werden .
    Mein Favorit war ,,NEEV – Dancing in the Stars,,.

  19. Ai, Portugal! „Love is on my side“ war kurz nach dem Festival da Canção auf dem besten Weg, mein persönlicher Hassbeitrag 2021 zu werden, aber dieser Titel ging schlussendlich nach Spanien. So weit kann ich es zweieinhalb Jahre nach einem Auslandssemester in Porto dann doch nicht kommen lassen. Aber dass „Por um triz“ von Carolina Deslandes hierfür verschmäht wurde, ist dennoch für mich ein mittelschweres Verbrechen.
    Mittlerweile habe ich mir diesen Makemakes-Song schön gehört, aber dass der portugiesische Beitrag komplett auf Englisch ist, finde ich noch immer gewöhnungsbedürftig. Dazu wirkt der Sänger, der optisch irgendwo zwischen Jan Josef Liefers und Giovanni Zarrella einzuordnen ist, verdammt unsympathisch auf mich und seine Stimme nervt. Er quakt wie ein Frosch. Ich könnte mir dieses Lied sehr gut in einem Remake von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ anstelle von „I got you babe“ vorstellen.
    Ein Finaleinzug, auch wenn er sehr überraschend wäre, ist nicht auszuschließen. Aber ich werde nicht in Tränen ausbrechen, falls es nicht klappen sollte. Wenn es denn unbedingt auf Englisch sein musste, dann hätte man doch auch Neev gewinnen lassen können. Aber beim Festival da Canção pflegt man einen speziellen Musikgeschmack. Deswegen wird Portugal als logische Konsequenz auf absehbare Zeit von solchen Typen vertreten werden und leider nicht von einer Person, die auf den Namen Blaya hört.

  20. Für alle hier, die den Regenbogen auch im Dunkeln se… oh, sorry, da ist irgendwie was falsch geraten, ich fang‘ besser nochmal an:

    Für alle hier, die sich darüber aufregen, dass die armen Portugiesen von ESC-Fans unter Druck gesetzt werden, immer auf portugiesisch zu singen:

    Natürlich hat auch Portugal ein Recht darauf, Lieder in welcher Sprache auch immer zum ESC zu schicken, genau wie jedes andere Teilnehmerland auch. Bei vielen dieser anderen Teilnehmerländer ist man es halt schon lange gewohnt, dass sie auf Englisch singen und man hat schon längst jede Hoffnung auf etwas anderes aufgegeben. Umso erfreulicher, wenn dann, wie in diesem Jahr Dänemark, doch mal wieder eines dieser Länder einen Landessprachesong raushaut (wobei ich mich auch über einen Song z.B. auf rumänisch aus Dänemark sehr gefreut hätte, Hauptsache nicht immer Englisch). Für mich eine noch größere Freude in diesem Jahr: Endlich mal wieder russisch beim ESC!

    Es ist halt nur so, dass Länder, bei denen man mit einem nicht-englischen Song rechnen darf, schon lange in der Minderheit sind. Dass manche die Gefahr eines endgültigen Verschwindens von nichtenglischen Songs beim ESC wittern, wenn eine weitere bisherige „Landessprachen-Bastion“ nun auf einmal einen Beitrag auf Englisch schickt, ist doch auch ein bisschen verständlich, oder?

    Ich persönlich bin, wie gesagt, durch Dänemark und Russland, aber auch durch die Schweiz und Frankreich (das im Unterschied zum letzten Jahr wieder komplett auf französisch singt) und auch Albanien mehr als entschädigt. Wenn wir solch eine Rückkehr zu Landessprachen (oder Hinwendung zu anderen Sprachen als Englisch) öfters hätten, könnte man bei den bisherigen „Landessprachen-Bastionen“ englischssprachige Songs deutlich entspannter sehen.

    „Love is on my side“ gefällt mir immerhin etwas besser als der andere englischsprachige Song beim Festival di Cancao (von NEEV), aber große Begeisterung sieht anders aus, und das liegt keineswegs allein an der Sprache. Es gibt durchaus schöne Passagen, aber die Stimme des Sängers finde ich einfach zu anstrengend, als dass ich den Song richtig genießen könnte.

    4,5 oder 5 Punkte (von 10)

    • Ich bitte, meine inkonsistente Groß- und Kleinschreibung (Englisch, rumänisch etc.) zu entschuldigen, das Gleiche gilt für die Bindestrich- bzw. Zusammenschreibung mancher Wörter.

  21. „Der Beitrag handelt von einer älteren Frau, die ursprünglich aus Osteuropa mit großen Träumen in die Niederlande gekommen ist, um dort später in Drogensucht und Prostitution zu landen.“

    Wenn er den Song dann wenigstens in Drag aufführen würde, hätte der Beitrag wenigstens etwas interessantes…

  22. Ich mag den Sänger optisch und akustisch gerne. Und ob die Portugiesen auf Englisch, Portugiesisch oder Klingonisch singen, interessiert mich – wen wundert’s xD – erstmal überhaupt nicht. Für mich ist einfach das Tempo und die repetitive Struktur des Songs auf Dauer zu langweilig.

    5/10 und 32/39.
    2020: 6.5/10 und 25/41.

  23. Anfangs war ich ziemlich enttäuscht, dass NEEV den VE nicht gewonnen hat und hab Black Mamba links liegen gelassen. Irgendwann hab ich dann aber dem Song ne Chance gegeben, inzwischen hör ich ihn sehr gerne und seit ich nun von Manu (Danke😊) noch die Hintergrundgeschichte dazu weiss, ist das
    Eis erst recht gebrochen. Jetzt hoffe ich, die Black Mamba beisst sich nicht im Semi fest und schleicht sich vielmehr direkt ins Finale☺️

  24. Es gibt Sachen, die wird man wohl nie verstehen. Zum Beispiel, wie man Portugal besser bewerten kann als Georgien. Liebe Blogger….was?! Vorweg: Ich finde die Herren recht sympathisch, dass sie Humor besitzen, haben sie auf dem ESC-Account ja schon bewiesen. Aber musikalisch ist das, uff, grenzwertig. Ich finde es textlich recht öde (gerade bei der Vorgeschichte, Gruß an der Stelle an Tornike), musikalisch immerhin nett, aber diese STIMME ist einfach nur fürchterlich. Da fällt mir spontan nur ein Vergleich mit Kari Kuivalainen (Finnland 1986) ein, dessen Stimme ich auch überhaupt nicht leiden konnte. Und selbst der klang nicht so, als wäre Kermit mit von der Partie. Nein, tut mir leid, aber das ist nichts für mich. Paar Punkte für die entspannte Grundstimmung (wobei mich der Anfang leicht an ‚Sobral erinnert, normalerweise werden dafür sofort alle Punkte eliminiert) und dafür, dass ich es nicht hasse, lasse ich gerne springen. Im Halbfinale werden sich wohl Dänemark und Portugal wie Punkte wegnehmen, aber DK wird hier klar als Gewinner hervorgehen.

    Prognose: Halbfinale 17/17 (20%)
    Meinung: Platz 36/39 (2-3 Punkte)

    PS: Wenn es Englisch hätte sein müssen, dann Da Chicks „I Got Music“. 😉 Muss ich mich jetzt wieder wegducken und schnell wegrennen?

  25. Ich war hier ja über die Vorentscheidssaison nicht anwesend, nach dem Durchlesen einiger Kommentare bin ich überrascht, dass NEEV so gut ankam. Das wurde in meiner Gruppe komplett verschmäht und gehasst. Na, das wird ein interessanter Second Chance Contest… 🙂

  26. Portugal verblüfft mich immer wieder. Irgendwie finde ich die Lieder meist supersausademäßig träge – und trotzdem mag ich sie. Keine Ahnung warum, is‘ aber so 🙂

  27. Eine sehr gute Nummer und überall unterbewertet. Könnte eine Prince-Ballade sein. Kommt ins Finale und dann überraschend in die Top 10.

  28. Meu querido Portugal diesmal auf Englisch, schwer gewöhnungsbedürftig…

    Ich kann aber auch mit dem Song sehr wenig anfangen und die Stimme gefällt mir nicht.

    Im Televoting gibt es Stimmen aus Frankreich, Spanien und der Schweiz, bei der Jury eine mittlere Wertung.

    Insgesamt reicht das nicht für einen Finaleinzug. Ich werte mit 2,5 von 10 Punkten.

    Bitte nächstes Jahr wieder auf Portugiesisch !

  29. Albanien 9/10
    Finnland 8,5/10
    San Marino 7,5/10
    Bulgarien 7/10
    Dänemark 6,5/10
    Serbien 6/10
    Island 5,5/10
    Georgien 5/10
    Lettland 4,5/10
    Tschechien 4/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Portugal 2,5/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  30. Na ja, ich war schon etwas enttäuscht, da ich andere Favoriten hatte. Es gab schon eine ganze Reihe bessere Songs beim FdC, meiner Meinung nach.

    Aber ich kann auch mit Black Mamba ganz gut leben. Ist ein solider Song, die Stimme des Sängers ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber passt schon irgendwie. Und sie haben einen guten Auftritt hingelegt beim FdC.

    Dennnoch dürfte es schwierig werden für Portugal, das Finale zu erreichen.

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