Eurovision Song Contest 2020: Das Ergebnis des deutschen Finales in der Elbphilharmonie

Das deutsche Finale des Eurovision Song Contest 2020 ist Geschichte. Hier geht’s zum Live-Blog der Veranstaltung. Und nun das Endergebnis der Show, die soeben in der Elbphilharmonie in Hamburg zu Ende ging:

Das Gesamtergebnis

  1. Litauen: THE ROOP – On Fire
  2. Island: Daði Freyr Og Gagnamagnið – Think About Things
  3. Russland: Little Big – UNO
  4. Malta: Destiny – All Of My Love
  5. Dänemark: Ben & Tan – Yes
  6. Schweden: The Mamas – Move
  7. Schweiz: Gjon’s Tears – Répondez-Moi
  8. Italien: Diodato – Fai Rumore
  9. Bulgarien: VICTORIA – Tears Getting Sober
  10. Aserbaidschan: Efendi – Cleopatra

Das heißt, die deutschen Zuschauer haben folgendermaßen ihre Punkte vergeben:

12 Punkte: Litauen
10 Punkte: Russland
8 Punkte: Dänemark
7 Punkte: Island
6 Punkte: Italien
5 Punkte: Bulgarien
4 Punkte: Schweden
3 Punkte: Schweiz
2 Punkte: Malta
1 Punkt: Aserbaidschan

So hatte zuvor die Jury abgestimmt, die Island vorn gesehen hatte:

Nach der Absage des Eurovision Song Contest 2020 veranstaltete Deutschland einen eigenen Ersatz-Wettbewerb. Den Auftakt bildete am vergangenen Samstag das „World Wide Wohnzimmer – das ESC Halbfinale 2020“, in dem sich zehn Beiträge aus dem aktuellen ESC-Jahrgang für das heutige Finale qualifiziert haben.

Die Beiträge traten in dieser Reihenfolge an:

  1. Dänemark: Ben & Tan – Yes (Live-Auftritt)
  2. Aserbaidschan: Efendi – Cleopatra
  3. Schweden: The Mamas – Move
  4. Litauen: THE ROOP – On Fire (Live-Auftritt)
  5. Schweiz: Gjon’s Tears – Répondez-Moi
  6. Malta: Destiny – All Of My Love
  7. Island: Daði Freyr Og Gagnamagnið – Think About Things (Live-Auftritt)
  8. Italien: Diodato – Fai Rumore
  9. Bulgarien: VICTORIA – Tears Getting Sober
  10. Russland: Little Big – UNO

Am Ende der Sendung entschieden die Zuschauer per Televoting über ihren Favoriten. Schon in den vergangenen Tagen konnte die 100-köpfige Eurovisions-Jury ihre Stimmen abgeben. Das Gesamtergebnis setzt sich zu jeweils 50% aus dem Jury- und dem Televoting zusammen.

Außerdem präsentierte der deutsche ESC-Act 2020, Ben Dolic, seinen Beitrag „Violent Thing“ und zwar mehr oder weniger in der Inszenierung, wie sie auch in Rotterdam zu sehen gewesen wäre. Moderiert wurde die Show von Barbara Schöneberger. Die Kommentierung lag bei Peter Urban und Michael Schulte. Letzterer stellte außerdem seine beiden Songs „You Let Me Walk Alone“ und „Keep Me Up“ vor.


33 Kommentare

  1. Litauen hat dann doch den charismatischeren Sänger. Auch in echt wäre beim Publikum Litauen vor Island gelandet. Nur die Juries trauen sich natürlich nicht, die 12 Punkte an jemand anderen als Island zu geben, sonst würde man sich ja als nicht am Puls der Zeit outen…

  2. Hat man doch auch in den Vorjahren so erlebt, dass die Juries mit einer vorgefertigten Meinung in den Abend gehen und dann genauso abstimmen, wie sie es sich vorgenommen haben, sonst hätte heute Island nicht die Höchstwertung bekommen.

    • Das Problem ist wohl eher das die Jury schon vorher abgestimmt hat und damit nicht die Auftritte der Elbphilamonie sondern die Musikvideos als Bewertung wohl genutzt wurden.

  3. Ich bin gespannt, ob der Trend bis ins nächste Jahr anhält und auch 2021 die fröhlich-spaßigen Beiträge die Nase vorne haben.

    Nur das gute Ergebnis Russlands bleibt mir ein Rätsel – Ich musste im Schnelldurchlauf irgendwann den Ton ausschalten, ganz fürchterlich…

  4. Ich hatte Island zwar oben gesehen, hätte ich gewusst dass sie so eine schnarchnummer daraus machen hätte ich Litauen an die 1 gesetzt

  5. Ich bin sicher, die Juries haben nicht den isländischen Live-Auftritt von heute Abend bewertet, sondern den aus der IS-VE oder das Video. Wenn man die heute gezeigt hätte, wäre Island ziemlich sicher der Sieger gewesen. Aber ganz ehrlich: ich finde es sehr cool, das Dadi einfach eine andere Version gespielt hat. Sehr lässig.

    • Ziemlich optimistisch umschrieben.
      „Andere“ Version, der Großteil hätte gesagt langweilige Version.
      Da ist der 2. Gesamtrang ein Geschenk, beim regulären ESC hätte das nicht mal für die Top10 gereicht.

      • Du hast absolut recht: beim regulären ESC hätte das nicht mal für die Top 10 gereicht. Nur: Es war eben heute nicht der reguläre ESC und Dadi Freyr hätte diese heutige Version nie und nimmer beim ESC gespielt. Und wenn die Juries den heutigen Auftritt bewertet hätten (was sie mMn nicht haben), wären auch nicht 12 Punkte bei rausgekommen.

  6. Ich denke im echten ESC hätten die Balladen besser abgeschnitten.Schön, dass heute die Live-Auftritte belohnt wurden, aber eine echte Jury hätte ganz anders gewertet. Die ersten vier Plätze an uptempo ist eher bubblemäßig. Aber vielleicht liegt es nur daran, dass ich Bulgarien ganz vorne gesehen habe

  7. Irgendwie empfand ich die leere Halle für so wenig Protagonisten doch etwas überdimensioniert (hätte man wohl auch die Astor-Lounge nehmen können;). Sonst aber ein netter Abend, obschon ich immer noch entsetzt bin, wie mies Italien speziell von der Fan-Jury abgekanzelt wurde …

    • Ja, aber andererseits gibt es ja auch gerade keine andere Veranstaltung, der man die Helle wegnimmt. Fand ich eigentlich ziemlich nett in der Halle

  8. Man merkte aber im Televoting, dass die Songs mit Musikvideo ganz hinten platziert sind.

    Alle anderen Songs liefen zwar auch teilweise als Video, aber dort in einer Art Auftritt, egal ob beim VE, extra aufgenommen, oder im Fall von Little Big einfach als Video gehalten.

  9. Ich fand die Sendung gut und kann auch mit dem Ergebnis leben.
    Meine Highlights waren ja Italien und Dänemark, aber war schon toll, dass die überhaupt im Finale mit dabei waren.

    Mir tat es nur immer so leid, dass nach den Auftritten keiner geklatscht hat. 😀
    Dann habe ich auf dem Sofa geklatscht, bis ich gemerkt habe, dass das auch nicht viel bringt. 😀

  10. Mir hat es gut gefallen, Barbara fand ich auch sehr sympathisch, die leere Halle mutete zwar etwas bizarr an, aber okay, halt nicht zu ändern in diesem Jahr. Peter Urban und Michael Schulte haben ihre Sache hervorragend gemacht. Alles gut🙂

  11. Ich bin überhaupt dankbar, dass wir eine „Ersatzshow“ bekommen haben, auch wenn die Magie nach bereits 45 Minuten verpufft ist. Glückwunsch an Litauen! Dadis Selbstsabotage fand ich – sagen wir mal – interessant.

  12. Dadi hat schon Recht, in Corona Zeiten eine lustige Show abzuziehen, wäre schon daneben gewesen, vielleicht ging mir Russland deswegen noch mehr auf die Nerven als sonst

  13. Kompliment für die Sendung, die war den Umständen entsprechend gut gemacht. Wenigstens ein kleiner Trost für den ausgefallenen ESC. Und um Klassen besser als die Nachfolgesendung.

    Die ersten drei Plätze hätte ich auch so gesehen, aber letztendlich ist ja alles Geschmackssache. Glückwunsch an The Roop, für die sich ihr Kommen gelohnt hat. Schön wäre es, würde sich der Auftritt auch kommerziell positiv auszahlen. Für die anderen natürlich auch.

  14. Hätte, wäre, wenn, dann… ja, HÄTTE der ESC in der gewohnten Weise stattgefunden, WÄREN viele Auftritte anders gewesen. WENN keine Abstandsregeln gelten würden, DANN hätten auch die Performances anders ausgesehen. Ich kann nur mutmaßen, wie der richtige ESC in Rotterdam veranstaltet worden wäre. Und es wird eine Mutmaßung bleiben, kommentieren kann ich nur das deutsche Finale in der ARD. Den Free ESC auf Pro7 habe ich nicht gesehen und kann deshalb keine Vergleiche ziehen.
    Zunächst einmal fand ich die Elbphilharmonie einen gut gewählten Veranstaltungsort, die ist schließlich inzwischen weltweit bekannt und macht innerlich und äußerlich einen guten Eindruck. Natürlich wäre bei einer Sendung aus einem Studio das fehlende Publikum nicht so aufgefallen (siehe „Europe Shine a light“), der Live-Charakter kam aber dafür meiner Meinung nach besser in der Elphi als im Studio in Hilversum rüber. Die EBU-Sendung kommentiere ich aber an anderer Stelle. 😉
    Die Moderation: ich fands gut! Man kann Barbara Schöneberger mögen oder nicht, sie hat es aber meiner Meinung nach geschafft, unterhaltsam durch den Abend zu führen. Einen anderen Moderator kann ich mir momentan nicht vorstellen… Anke Engelke vielleicht noch, die macht sowas aber nicht mehr. Und echt, Martina Hill? Eine Comedian, die keine Ahnung von Moderation hat? Keine Frage, ich mag die auch, aber ich befürchte, sie hätte die Show auf ein niedrigeres Level gezogen… der Grat zwischen Comedy und Entertainment ist sehr schmal. Und da ist das alte Zirkuspferd namens Schöneberger doch die bessere Wahl gewesen (Babsi, nicht übelnehmen, du hast das sehr, sehr gut gemacht!).
    Überrascht war ich von Michael Schulte als Kommentator, er hat mich davon überzeugt, dass er es kann… der darf bleiben! 🙂
    Und die Live-Auftritte der Künstler vor Ort haben mich vom Konzept her überzeugt. Hier konnte aufgrund der abgespeckten Version jeder zeigen, was er wirklich drauf hat… Dänemark ist im Vorfeld irgendwie an mir vorbeigegangen, hier fand ich den Auftritt richtig gut. Island hat die Möglichkeit bekommen, ihren Song live zu spielen… ein Wagnis, dass sie bei der internationalen Show nicht eingegangen wären. Leider hat die Spritzigkeit darunter gelitten, deshalb haben sie die Trophäe (aus Alufolie gebastelt?) nicht mit nach Hause nehmen können.
    Litauen hat mich vollständig überzeugt gestern Abend. Der Auftritt war gelungen, man fühlte den Spaß, den die Band bei ihrem Auftritt hatte und das hat wohl letzten Endes die Zuschauer zuhause überzeugt.
    Der deutsche Beitrag war… naja. Ich könnte mir vorstellen, dass er nur im Ansatz so gezeigt wurde, wie er hätte sein sollen. Die Choreo soll vom Choreografen von Justin Timberlake entwickelt worden sein? Hmm. Das deutsche Fernsehballett hätte das vielleicht auch geschafft. Auch stimmlich und visuell hat mich Bens Auftritt hier nicht überzeugt… gut, dass er nicht zur Wahl stand, das wäre vielleicht peinlich geworden.
    Gestört haben mich eigentlich nur die Tagesschau dazwischen (was sollte das?) und die vielen Schnelldurchläufe (Was? Noch einer? Und noch einer? Nochmal??? Ist nicht euer Ernst???). Okay, da gab es ja laut Aussage von Thomas Schreiber im Nachhinein einen guten Grund für, aber Spontanität sollte für einen professionellen Sender doch anders aussehen. Barbara hätte ja noch ein paar ESC-Songs auf der Orgel spielen oder durch den Backstage-Bereich führen können, das hätte vielleicht ein paar Elphi-Interessierte mehr unterhalten können.
    So, lange Rede, kurzer Sinn: eine unterhaltsame Show, die schlimmer hätte werden können, ein verdienter erster Platz Litauens, Michael Schulte als Kommentatoren-Neuentdeckung und ein sehr guter Übergang zu „Europe Shine a Light“… das Verhängnis nahm seinen Lauf.
    Danke fürs Lesen dieses langen Kommentars, ich bin gespannt auf das nächste Jahr! NDR, nutzt die Zeit gut. 😉

    • Vielen Dank für Deinen sehr guten Kommentar. Mir hat das deutsche ESC-Finale deutlich besser gefallen als „Europe Shine a Light“. 🙂

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