Eurovision Weekend in Stuttgart verschoben: Organisator im ESC-kompakt-Interview

Das Eurovision Weekend sollte eigentlich in diesem Juli stattfinden.

Eigentlich sollte das Eurovision Weekend 2020 bekanntermaßen in Stuttgart stattfinden – aber die Corona-Krise hat dem Fan-Event in der Kesselstadt einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Donnerstagabend verkündeten die Organisatoren in einem Newsletter, dass die Veranstaltung aufgrund der Pandemie und den damit zusammenhängenden Verordnungen durch die Behörden auf das kommende Jahr verschoben werden muss.

Wie geht es jetzt weiter? Im ESC-kompakt-Interview erklärt Mitorganisator Manuel Junker unter anderem wie es zur Bewerbung um das Weekend kam, wie die Vorbereitungen trotz Pandemie liefen, und was Ticketbesitzer und Interessierte wissen müssen.

Vielen Dank für das Interview Manuel! Zunächst etwas über euch: Was macht den ECG-Club in Stuttgart aus, gibt es viele ESC-Fans im Ländle?

Die ESC-Community in der Region Stuttgart besteht seit 2014. Ich vertrete den Eurovision Club Germany e.V. (ECG) seitdem für die Region. Damals habe ich mit 3 Leuten begonnen, jetzt sind wir 30 und es werden jedes Jahr mehr. Die Kommunikation und Terminfindung erfolgt über eine eigene WhatsApp-Gruppe. Die Gruppe ist das ganze Jahr aktiv und trifft sich etwa einmal im Monat, was gerade natürlich nicht möglich ist. Ob zum ESC-Pre-Voting, einem gemütlichen Grillabend oder zu gemeinsamen Ausflügen in der Region – die ESC-Musik ist ein ständiger Begleiter. Unsere Aktivitäten sind vielseitig und wechseln jedes Jahr in Abstimmung mit der Gruppe. Die Stuttgarter mieten jedes Jahr auch eine größere Unterkunft am Austragungsort an. In Rotterdam hatten wir mehrere Häuser gemietet und wären eigentlich mit einer Mannschaft von 22 Leuten angereist. Aber das holen wir in 2021 einfach nach!

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Manuel Junker, Mitorganisator des Eurovision Weekend in Stuttgart

Wie kam es dazu, dass sich Stuttgart um die Austragung des Eurovision Weekends beworben hat?

Das Präsidium des ECG hat dieses Jahr alle Stammtische gefragt, ob Interesse besteht, das Eurovision Weekend auszurichten. Wenn in unserer Stuttgart-Gruppe jemand einen Vorschlag macht, gibt es meist mindestens 10 Leute, die man dafür begeistern kann….und so war es auch mit der Bewerbung für das Weekend. Michael Eckert und ich haben sofort gesagt: „Ja, machen wir!“ 

Und die Kesselstadt hat sich gegen Berlin durchgesetzt!

Da das Weekend schon oft in Berlin stattgefunden hat, haben wir uns auch gute Chancen erhofft. Erstes Feedback war: „In Berlin war ich schon so oft, aber Stuttgart kenne ich noch nicht.“ Da unsere Stadt bei den Touristen auch immer mehr Zuspruch erfährt, haben wir dann auch alle Highlights mit in unser Programm aufgenommen. Mit einem stimmigen Gesamtkonzept konnten wir die Jury dann auch von uns überzeugen.

Dann wurden die Ärmel hochgekrempelt. Wie habt ihr euch als Club organisiert?

Die Basis für das Event haben Michael Eckert und ich erst mal alleine geschaffen, d.h. Locations ausgewählt, Stars angesprochen, Verträge vorbereitet, Marketing gestartet. Die meisten aus unserer Gruppe unterstützten uns auch in der gesamten Organisation, so dass unser Team wirklich gut vorbereitet und organisiert ist.

Wie wir nun wissen wurde das Event abgesagt…

Das Wochenende war eigentlich vom 10. bis 12. Juli geplant. Aufgrund der behördlichen Einschränkungen mussten wir das Weekend absagen und auf das kommende Jahr verschieben. Wir hatten viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitungen gesteckt und uns alle riesig darauf gefreut. Der neue Termin ist vom 9. bis zum 11. Juli 2021, zudem konnten wir wieder das Theaterschiff als Location buchen.

Die Mitglieder des Stuttgarter ECG-Stammtisches reisen jedes Jahr zum ESC

Emmelie de Forest, Daniel Schuhmacher oder Justs – man hat ja einige große Namen für die Party gewinnen können. Wie kam das zustande?  

Daniel Schuhmacher hat ja schon öfter in der Presse berichtet, dass er großer ESC-Fan ist. Da er auch aus dem Ländle kommt, war klar: Er muss mit dabei sein und er freute sich auch sehr auf unser Eurovision Weekend. Auch Emmelie de Forest und Justs hatten schnell zugesagt, als wir deren Management angefragt haben. So hatten wir bereits innerhalb von drei Wochen unsere Starbesetzung und hätten auch noch weitere Stars mit ins Boot holen können. Das hing allerdings davon ab, wie sich der Ticketverkauf entwickelt hätte. Übrigens haben alle Künstler bereits ihre Teilnahme für das kommende Jahr bestätigt.

Wie kam man zu der Haupt-Location? Und ganz wichtig, gibt es auch genug Rettungsboote auf dem Theaterschiff (für Leute mit Titanic-Trauma)?

Wir haben versucht eine Location zu finden, die für eine Anzahl von 150-250 Leuten Platz bietet. Das Theaterschiff ist einfach perfekt dafür. Wir haben uns sofort verliebt! Es gibt einen Restaurantbereich, einen Theatersaal und ein Sonnendeck. Da das Schiff nicht ablegen wird, brauchen wir auch keine Angst vor Eisbergen zu haben :).

Wie sieht es nun mit den Tickets aus?

Wir hatten bereits 40 Buchungen erhalten. Natürlich stockte der Verkauf aufgrund der Corona-Krise. Die bereits gekauften Tickets behalten in jedem Fall ihre Gültigkeit. Auf Wunsch ist natürlich auch eine Rückerstattung möglich. Die Buchungsseite wird bis zum Frühjahr 2021 nun Offline gestellt.

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Ob Tel Aviv oder Rotterdam – die Stuttgarter sind dabei

Wir finden es natürlich schade, dass das Event abgesagt wurde! Aber freuen uns umso mehr auf das kommende Jahr. Wie können denn Interessenten weiterhin am Ball bleiben? 

Für das Eurovision Weekend haben wir auf Facebook und Instagram eine Seite erstellt, die auch für alle künftigen Veranstaltungen weiterverwendet wird. Hier haben unsere Vorgänger schon fleißig Eindrücke der vergangenen Jahre in Berlin und Malta hochgeladen. Hier werden wir natürlich auch Updates zur Austragung im nächsten Jahr veröffentlichen.

Des Weiteren findet man auch auf der Homepage des EC Germany eine Infoseite unter “DerClub/Fantrefffen”. Hier kann man etwa auch Teil der ESC-Community in Stuttgart werden.

Seid Ihr im nächsten Jahr beim Eurovision Weekend in Stuttgart dabei? 


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