Festival da Canção 2021: Das sind Details und Komponisten für die portugiesische Vorentscheidung

Portugal zählt zu den Ländern, die im kommenden Jahr an ihrem traditionellen Vorentscheidungsformat für den Eurovision Song Contest festhalten. Das bedeutet in diesem konkreten Fall, dass Elisa, die mit „Medo de Sentir“ am ESC 2020 teilnehmen sollte, nicht direkt für den Contest im kommenden Jahr nominiert wurde, stattdessen findet wieder das beliebte „Festival da Canção“ statt. Dazu hat der portugiesische Sender RTP heute weitere Details veröffentlicht.

Das Festival startet im Jahr 2021 am 20. Februar mit dem ersten Halbfinale. Das zweite Semi findet eine Woche später, am 27. Februar, statt und das große Finale folgt am 6. März. An der kommenden Ausgabe des „Festival da Canção“ werden mehr Beiträge als sonst teilnehmen und zwar insgesamt 20. Das bedeutet, dass in jedem Halbfinale zehn Titel zu hören sein werden, von denen jeweils fünf ins Finale einziehen.

Welche das sind, wird zu 50% vom portugiesischen TV-Publikum und zu 50% von einer professionellen Jury bestimmt. Im Finale wird letztere dann durch sieben regionale Jurys abgelöst, die allerdings wieder 50% des Ergebnisses bestimmen. Interessant ist auch der Aspekt, dass in den Halbfinals bei Gleichstand die Jury das letzte Wort hat, im Finale entscheiden im Zweifel die Stimmen des Publikums, wer für Portugal zum Eurovision Song Contest 2021 nach Rotterdam fahren darf.

Wie in jedem Jahr wurden außerdem vorab auch schon die Komponisten für die Beiträge des nächsten „Festival da Canção“ bekanntgegeben, die in Portugal traditionell eine sehr prominente Rolle spielen. Diese 20 Songschreiber stehen auf der Liste:

  • Anne Victorino D’Almeida
  • Carolina Deslandes
  • Da Chick
  • Fábia Maia
  • Filipe Melo
  • Hélder Moutinho
  • IAN
  • Irma
  • Joana Alegre
  • João Vieira
  • Karetus
  • NEEV
  • Pedro da Linha
  • Pedro Gonçalves
  • Miguel Marôco
  • Stereossauro
  • Tainá
  • Tatanka
  • Virgul
  • Viviane

Im vergangenen Jahr wurden die Namen der Interpreten sowie die Beiträge selbst Mitte Januar veröffentlicht. Insofern müssen wir uns wohl noch etwas über einen Monat gedulden, bis wir weitere Informationen aus Portugal bekommen. Wir halten Euch hier auf ESC kompakt natürlich auf dem Laufenden.


31 Kommentare

      • Thilo, dem schließe ich mich gerne an. Auch, wenn mich einige Songs nicht direkt begeistern konnten, dafür um so nachhaltiger. Es ist halt schade, dass ein relativ langweiliger Titel gewonnen hat.

  1. Portugal hatte so tolle Songs 2020 im Festival und steht auch mit 2 Titeln zu Recht im SCC Finale.
    Und das, obwohl mit „Movimento“ der geilste Song schon in Runde 1 ausgeschieden ist.
    Freue mich schon auf das nächste Festival da Cancao!

  2. Wenn NEEV der ist, der auf YouTube einen Kanal hat, dann ist das kein Fado, sondern eher typischer Pop mit ner coolen Stimme.

    • Es ist eine verpasste Chance, dass die Schweden nicht erst drei Tage lang die Komponisten und danach erst drei Tage lang die Künstler vorgestellt haben. 😛

    • Aber die verkünden wenigstens Teilnehmer. Der NDR hüllt sich noch in Schweigen. Ich hoffe wirklich die Ära nach Thomas Schreiber wird ein goldenes ESC Zeitalter. Ja ich weiß ich hab ne blühende Phantasie😂

      • Sicher wird es ein Duett – Helene Fischer & Capital Bra.

      • Dabei könnte der NDR noch zusätzlich 3 Tage lang verkünden, welchen Artist er mit welchem Komponist „pairt“

  3. Wie, gar kein Jorge dabei? Die haben ja auch alle kurze Namen. Ich hätte jetzt wenigstens einen Augusto Rodrigo dos Santos Gonçalves-Marques oder so ähnlich erwartet.

  4. Und dieses Gejammere über Fado kann ich nicht mehr hören. Wo waren denn bitte in den letzten Jahren die Fado-Beiträge beim FdC? Und zum ESC hat Portugal auch nur anderthalb mal Fado geschickt: 1976 einen ganzen und 2012 einen halben. Außerdem hätte ich gerne mehr Fado, vor allem wenn er von Cristina Branco dargeboten wird. <3

    • 2012 gehört zu meinem portugiesischen Lieblingstiteln. Sehr schade, dass Filipa Sousa damit nicht ins Finale gekommen ist.
      Gegen Fado hätte ich auch überhaupt nichts einzuwenden, ist ja portugiesische Tradition, und ich bin ja u. a. auch ESC-Fan, um auch solche Musik zu hören.

      • Im Gegensatz zu 1976 fand ich 2012 nicht so toll, aber wenn wir uns ansehen, wer dort alles ins Finale gerutscht ist, wäre das Finale auf jeden Fall verdient gewesen. Obwohl das mit Fado überhaupt nichts zu tun hat, fand ich die Backing-Sänger noch in Ordnung, aber die bombastisch-orchestrale Instrumentierung hat mich dann doch gestört. Diese passte mMn nicht zum melancholischen, zerbrechlichen und introvertierten Fado.
        2012 hatte Portugal ja einen Novo Fado-Vorentscheid, und da gab es wirklich faszinierende Alternativen, z. B. Pamela Salvados „Fica a saudade“ oder Pedro Macedos „Outono em forma de gente“. Beide Titel sind in meiner Playlist bis heute sehr beliebt. 🙂

      • Vielen Dank für dieses Video @togravus ceterum
        Musikalisch, optisch , gesanglich in jeder Art hinreissend und wunderschön. Aber vllt bin ich auch alt genug sowas zu mögen. Ich kann nachvollziehen das man das auch ganz schrecklich langweilig finden kann

    • Danke, dass ihr mir den portugiesischen Vorentscheid 2012 ins Gedächtnis zurückruft. 8 Jahre her, aber ich wusste noch zielsicher meine Favoriten: Cúmplices, dicht gefolgt von dem niedlichen Carlos Costa.<3

    • @Frederik – Mich würden die Hintergründe interessieren. Ganz ehrlich. Liegt es daran, dass Musik hier einen anderen Stellenwert hat? Dass der ESC in eine Kommerz-Ecke geschoben wird, die keinen gemeinsamen Nenner mit den lokalen Musikszenen findet? Dass die Verantwortlichen keinerlei Vertrauen in die einzelnen Interpreten haben und ihnen als „Profis“ ein Drehbuch vorgeben, inklusive massentauglichem Song von der Stange (wahlweise mit oder ohne Message) und genau kalkulierten Tanzbewegungen, in der Hoffnung, dass alle denkbaren Risiken umgangen werden? Dass nicht viel in den Vorentscheid investiert wird, da man von geringem Interesse seitens der Zuschauer ausgeht – deren Interesse wiederum so gering ist, WEIL eben wenig investiert wird und man dementsprechende Erwartungen hat? Fragen über Fragen. Wie auch immer – ich freue mich total auf das vielversprechende, vielfältige und grandiose FdC – und auch auf Sanremo, obwohl ich dem wundervollen Diodato nachtrauern werde.

    • Dieser „sobralistische Kulturkampf“ zwischen der „guten, avantgardistischen, intellektuellen, landestypischen Genrevielfalt“ und dem „bösen, einfältigen, debilen, anglo-amerikanisiertem Mainstreampop“ ist auch schon ein sehr sehr alter Hut…. Oh, ein Einhorn! 🦄😂

      • Och, ich mag auch Mainstream-Plastik-Pop gerne, viele meiner Favoriten der letzten Jahre fallen in diese Kategorie. Aber was Deutschland meist ausgewählt hat, ist halbherzig und irgendwie so zusammengesteckt, dass es vorne und hinten nicht passt. Es wirkt auf mich so, als würde man sich keine wirkliche Mühe geben – oder den Fokus auf Details legen und damit den Blick für’s Ganze verlieren. Violent Thing z.B. war ganz gut und Ben Dolic ist zweifelsfrei ein toller Sänger, aber es hat nicht zusammengepasst, sah für mich aus wie eine einfach gestrickte Kopie von Dance You Off – und der Live-Auftritt hat echt viel Raum zu Verbesserung gelassen. Dann nehmen sie auch noch am JESC teil und machen dort ganz ähnliche Fehler. Ich finde es immer total schade. Wieso schaffen es einige andere Länder, richtige große Vorentscheids-Shows zu machen, aber hierzulande wird maximal ein Abend mit eher ungünstiger Sendezeit draus?

  5. Wie schön! Einige Hochkaräter dabei. Verspricht ein spannender Jahrgang zu werden!
    Kann’s kaum erwarten die Songs zu hören und wer weiß, vl wird wieder was vom FdC mein Song zum SSC. 😀

    Zuletzt ist mir Carolina Deslandes aufgefallen, zB mit Ihrem Duett mit Diogo Picarra „Anjos“

    https://www.youtube.com/watch?v=3U7PahWFKkc

    Vl gibts ja wieder ein Duett? Diogo ist ja auch mal überfällig 😛

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