Frankreich beim ESC 2021: Weitere Details zum Vorentscheid „Eurovision France, C’est vous qui décidez“ bekannt

Das große Geheimnis, wann die französische Vorentscheidung „Eurovision France: C’est vous qui décidez“ im Januar diesen Jahres stattfinden wird, hat France 2 auf der heutigen Pressekonferenz nicht gelüftet. Doch nun gibt es zumindest weitere Informationen hinsichtlich des Ablaufs der Sendung sowie zur Zusammensetzung der zehnköpfigen Jury, die zur Hälfte das Ergebnis mitbestimmen wird.

Diese Informationen wurden am heutigen Freitag bekanntgegeben. Zwölf Acts nehmen an der diesjährigen Vorentscheidung teil, die damit der Nachfolger von „Destination Eurovision“ ist. Moderiert wird die Sendung von Stéphane Bern und Laurence Boccolini.

Das genaue Verfahren der französischen Vorentscheidung haben wir hier bereits beschrieben. Fest steht, dass sowohl die Zuschauer als auch eine zehnköpfige Jury zu jeweils 50% das Endergebnis von „Eurovision France: C’est vous qui décidez“ bestimmen werden. Inzwischen sind die zehn Jurymitglieder ebenfalls bekanntgegeben worden. Die Jury setzt sich zusammen aus: Marie Myriam, Duncan Laurence, Elodie Gossuin, Jean-Paul Gaultier, Chimène Badi, Agustín Galiana, Natasha St-Pier, André Manoukian, Michèle Bernier und Amir, der als Präsident der Jury wahrscheinlich die Ergebnisse in der Show verlesen wird.

Auch zum Ablauf der Sendung gibt es nun genauere Informationen. Die Show wird über drei Etappen ablaufen. Zunächst werden die zwölf teilnehmenden Acts ihren potenziellen ESC-Beitrag performen. Danach werden die Leitungen zur Abstimmung geöffnet. Die sieben Beiträge, die die meisten Publikumsstimmen erhalten, ziehen in die nächste Runde ein. Dann kommt die zehnköpfige Jury ins Spiel, die mit dem „Euro-ticket“ einen achten und letzten Beitrag in die finale Abstimmungsrunde wählt. In der finalen Runde „le vote ultime“ stimmen Publikum und Jury erneut ab – die Stimmen aus der ersten Runde werden nicht mitgezählt. Aus den acht verbliebenen Beiträgen ergibt sich dann aus dem Abstimmungsverhältnis 50/50 von Jury und Publikum der Beitrag, der Frankreich beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam vertreten wird.

Stattfinden wird die Show in einem TV-Studio in Paris – womöglich wieder auf dem Gelände der Studios de France in Saint-Denis. Der französische Vorentscheid, welcher vom Rundfunksender France 2 organisiert wird, findet aufgrund der andauernden Corona-Pandemie wahrscheinlich ohne Zuschauer statt. Möglicherweise wird aber auch ein ausgewähltes Publikum die Show verfolgen können, dies ist aber von der weitere Entwicklung abhängig.

Unklar bleibt damit noch, wann die französische Vorentscheidung nun stattfinden wird. Doch in den kommenden Tagen sollte auch dies bekanntgegeben werden, schließlich ist der Vorentscheid für Januar diesen Jahres geplant.

Was sagt Ihr zum Ablauf der Show und den vorgestellten Jurymitgliedern? Erfüllen die bisher bekanntgegebenen Details Eure Erwartungen an die Sendung von France 2?


25 Kommentare

  1. Wow, in der Jury sitzen viele bekannte Gesichter, wie z. B. Modezar Gaultier oder die ehemaligen ESC-Teilnehmer Duncan, Amir, Marie Myriam und Natascha! Das ist schon wine Überraschung genauso wie das Wiedersehen mit Chimène Badi! Ich freue mich schon auf den Vorentscheid!

    • Ja…tolle Jury.
      Da darf die Allzweckwaffe und Vorführmadame Marie Myriam (ESC-Gewinnerin von 1977; Frankreichs letzter Sieg) nicht fehlen. Sie hat es nie zu einem richtigen Starruhm geschafft, sogar in ihrem Heimatland Frankreich nicht.

      • Dürfen nur Leute mir „richtigem Starruhm“ in eine Jury? Hat sie denn überhaupt nach diesem Starruhm gestrebt (Dein „geschafft“ klingt so)? Vielleicht lebt es sich ohne richtigen Starruhm ja wesentlich angenehmer? Fragen über Fragen …

      • Für mich gehört FRA 1977 zu den besten französischen Beiträgen überhaupt. Mir doch egal, ob Marie Myriam hinterher noch eine große Karriere gemacht hat. Ihr Song wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.😊

      • @Gaby – sehe ich auch so; L’oiseau et l’enfant ist vermutlich neben Dansevise meiner Lieblingsgewinner ever. Die Siegerinnenperformance am Ende, wo sich die Flaggen im Hintergrund drehen, gibt mir immer noch Gänsehaut pur.

      • Für mich ist es auch einer der besten, wenn nicht sogar der beste Siegertitel. Dansevise finde ich übrigens, wie fast alle 60er-Gewinner, auch prima.

  2. Verstehe ich nicht ganz, was es bringen soll, wenn die Jury einen achten Beitrag ins Finale voten kann. Wenn es der Beitrag beim Publikum nicht in die Top 7 geschafft hat, hat es wohl in er Finalrunde auch keine Chance.

  3. Klingt gut, aber ich verstehe nicht so ganz, warum die Jury einen achten Kandidaten in die Finalrunde „reinmogelt“. Warum läßt man denn das Publikum nicht von vornherein acht Acts wählen?

    Mary Miriam und Natasha St. Pierre sind natürlich großartig.😍

  4. Bisschen arg kompliziert gemacht. Warum 7 bzw. 8? Man hätte doch auch einfach die 12 auf 6 halbieren können? Die Jury ist aber auch nur mit den üblichen Jury-Leuten besetzt, warum nicht mal richtige ESC-Experten nehmen?

  5. Die Jury ist offensichtlich ein Absicherungsmechanismus gegen irgendwelche social media phenomena. Viele ESC-bekannte Namen, dazu Gaultier, den wir auch gerne mal für das ansonsten sicher üblich tragische Staging nehmen könnte,n und Manoukian, der die douze points der französischen Télévote repräsentiert.

  6. Ein bisschen viel Voting für eine einzige Show, der reine Partizipationsmarathon für Laien und Professionelle.
    Ich habe übrigens aus gewöhnlich desinformierter Quelle erfahren, dass der Sendungstitel noch überarbeitet wird: „C’est vous qui décidez et vous qui décidez encore et encore une fois!“ 😉

    • Hey, da bist Du ja wieder. Schön.🙂

      Cooles Video, die Musik macht mich zwar nervös, aber zusammen mit dem Video ist es ganz witzig.

  7. Die Jury: Marie Myriam (Frankreichs letzte Siegerin 1977!), Duncan Laurence (Niederlande’s Sieg 2019), Elodie Gossuin, Jean-Paul Gaultier (Modemacher und franz. Vorzeige-ESC-Fan), Chimène Badi, Agustín Galiana, Natasha St-Pier (franz. Teilnehmerin 2001), André Manoukian, Michèle Bernier und Amir (Präsident der Jury). Was soll die ESC-besetzten Teilnehmer bringen? Sollen sie als Zugpferde dienen?
    Ich verstehe den Sinn der „Promi“-Jury nicht. Wenn ich zwischen den Zeilen lese, interpretiere ich heraus, dass die Jury die Publikumswertung überstimmen und/oder/bzw. bestimmen soll. Damit würde theoretisch (!) der Sieger schon feststehen. – Wie gesagt: theoretisch!

    Warten wir mal ab, was kommt.

  8. Viel Aufwand für schlechte Lieder. Meine Meinung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese musikalischen Stücke mit der aktuellen Szene was zu tun haben.

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