Georgien: Georgian Idol dient auch 2020 wieder als ESC-Vorentscheidung

Foto: Thomas Hanses

Obwohl Georgien beim Eurovision Song Contest 2019 mit „Sul tsin iare / Keep On Going“ von Oto Nemsadze (Foto) nur auf dem 14. Platz im ersten Halbfinale landete und so schon zum dritten Mal in Folge das Finale verpasste, hält der georgische Sender GDP am diesjährigen Vorentscheidungsformat fest. Das bedeutet, dass der georgische Act für den ESC 2020 in den Niederlanden wieder über die Castingshow „Georgian Idol“, also das georgische Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“, gesucht wird. Das hat der Sender gegenüber dem Fanclub INFE Georgia bestätigt.

„Georgian Idol“ diente in diesem Jahr zum ersten Mal auch als Vorentscheidungsformat für den Eurovision Song Contest. Im Finale der Show traten vier Künstler gegeneinander an, die jeweils einen von drei möglichen ESC-Songs aussuchen und vortragen mussten. Die ehemalige deutsche Vorentscheidungsteilnehmerin Natia Todua saß in diesem Jahr in der Jury von Georgian Idol.



16 Kommentare

  1. Nachdem doch schon „Sul tsin iare / Keep on Going“ das Durchziehen, die Beibehaltung der eingeschlagenen Richtung feierte, durchaus von bemerkenswerter Konsequenz.

  2. Und ich trauere immer noch Keep the Faith nach, dass es knapp im Halbfinale ausgeschieden ist. Auf jeden Fall das beste Lied der letzten drei Jahre. In die Richtung sollte es bitte wieder gehen. Kein Männergesangsverein und auch kein Mann mit Dutt der Kindern Angst macht.
    Eine Starke Stimme und ein interessanter Song, das muss für Georgien her.

  3. Für Vorentscheid-Freaks nicht unbedingt eine gute Nachricht. Zieht sich die Show bei nur 4 Beiträgen doch extrem in die Länge. Eigentlich fand ich aber ganz gut, dass da nicht der Typ Schönling, sondern eher Typ deftig singender Fleischer gewählt wurde. Ich hoffe nächstes Jahr einfach auf weniger Pathos, obwohl ich glaube, dass uns 2019 bei jedem anderen georgischen Format aus Georgien auch angesprungen hätte.

    Für die Sender rechnet sich die Idol/ESC-Kombination wahrscheinlich. Der Staatsfunk hat das Thema VE periswert von der Backe und für G.Idol erhöht das die Reichweite.

    • Toll, wenn man Sätze umstellt und am Ende gar kein Sinn mehr herauskommt. 🙁
      *dass der uns 2019 bei jedem anderen georgischen Format auch angesprungen hätte.

      • Danke, das beruhigt mich. Buchstabendreher und hängende Tastenanschläge kann ja jeder. Aber wenn die Ellipse zu inhaltlichen Eclipse wird, ärgert es mich.

      • Das „georgische Format aus Georgien“ ist jetzt schon der Kultausdruck 2019 😂 Impliziert es doch, dass es auch georgische Formate gibt, die nicht aus Georgien sind #Mindblown

  4. Gut zu wissen, dass Georgien nach den miserablen Ergebnissen der letzten Jahre nicht die Flinte ins Korn wirft. Ich mochte Otos Liedbeitrag ganz gerne, vor allem den Herrenchor, verstehe aber, dass sich mancher vorgekommen sein mag als sei er unter einen musikalischen Güterzug geraten. Oto war schon sehr kraftvoll …

  5. Okay, 2017 und 2018 hat mich Georgien stark enttäuscht (Keep the Faith war eine einzige Zumutung; Mizerja war damals viel besser als For You), aber Keep On Going fand ich wiederum richtig geil. Ich hoffe, man orientiert sich stilistisch an diesem Jahr, es sollte kein Mainstream werden (hatte Georgien aber eigentlich noch nie wirklich) und es sollte trotzdem nicht zu sperrig für Ersthörer beim ESC sein. Ich weiß, Quadratur des Kreises. *seufz*

    • Mir hat Georgien dieses Jahr auch gut gefallen. Wäre im Finale besser gewesen als die vollkommen überflüssige Billignummer aus Belarus….

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