Großbritannien stellt seinen Beitrag für den ESC 2020 am 27. Februar vor

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Lange war es ruhig um die ESC-Teilnahme Großbritanniens. Jetzt kommt das Land sogar noch Deutschland zuvor und wird seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2020 am Morgen des 27. Februar präsentieren. Das hat die BBC heute über ihren Twitter-Account bekanntgegeben. Außerdem wurde ein kurzes Video mit dem britischen ESC-Kommentator Graham Norton veröffentlicht.

Die bereitgestellten Infos sind allerdings sehr überschaubar. Der britische Beitrag wird am kommenden Donnerstag, dem 27. Februar, am Vormittag in der Breakfast-Show auf BBC Radio 1, in der Sendung mit Ken Bruce auf BBC Radio 2 sowie über die ESC-Social-Media-Kanäle der BBC vorgestellt und verbreitet. Alles weitere werden wir wohl erst dann erfahren.

Im September hatte Großbritannien bekanntgegeben, dass es es seine Vorentscheidung „Eurovision: You Decide“ nicht fortsetzen und den Beitrag für Rotterdam stattdessen intern auswählen wird. Dazu wollte die BBC mit dem Plattenlabel BMG zusammenarbeiten. Wie genau der Auswahlprozess ablief und ob der ESC-Beitrag des Vereinigten Königreichs in einem Songwriting Camp entstanden ist, über das wir vergangenes Jahr berichtet haben, verliert sich bislang noch in den Nebeln von Norwegen. Wir dürfen gespannt sein, ob die BBC ab Donnerstag eine Transparenzoffensive startet oder ob der genaue Auswahlprozess geheim bleiben wird.

Mit der Entscheidung für eine interne Auswahl reagiert die BBC in diesem Jahr auf die desaströsen Ergebnisse, die Großbritannien seit der Einführung der Vorentscheidung „Eurovision: You Decide“ eingefahren hat: Ein letzter, zwei drittletzte und ein 15. Platz standen in den vergangenen vier Jahren auf der Haben-Seite. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Platzierungen nach einer internen Auswahl in den Jahren 2011 bis 2015 nicht viel besser aussahen, sieht man von dem 11. Platz für „I Can“ von Blue im Jahr 2011 ab. Das letzte Mal hat das Vereinigte Königreich im Jahr 2009 mit dem von Andrew Lloyd Webber und Diane Warren geschriebenen und von dem späteren Sugababe Jade Ewen dargebotenen „My Time“ eine Top10-Platzierung erreicht – nach einer mehrteiligen öffentlichen Vorentscheidung.


50 Kommentare

  1. und ich dachte „schlimmer geht es nimmer“ – Deutschland hat wenigstens 45 min. im TV (wenn auch auf dem kleinen Sender ONE) – aber das Ding „nur“ über das Radio bekannt zu geben ist schon irgendwie peinlich – oder bin ich mit dieser Ansicht alleine auf weiter Flur ?

    • Wie Douze Points unten schon geschrieben hat: Wir können uns das in Deutschland mit unserem dezentralen Radio schlecht vorstellen, aber solche landesweiten Stationen haben (erst recht morgens) eine riesige Reichweite und dann sind BBC 1 und 2 schon eine ziemlich große Plattform.

  2. Ich hatte schon sowas geahnt, daß Brexitland am gleichen Tag wie Deutschland seinen Teilnehmer vorstellt und wie das passiert ist eigenartig.

  3. Oje. Das tönt aber wirklich recht lieblos. Vormittag im radio2. Höchststrafe, würd ich sagen. Da kann man ja nur hoffen, das der song nicht dem stil der präsentation entspricht. Ein sieg von u.k. im jahr 1 nach eu. wäre schon 👍👍

  4. Theresa May mit der herzzerreißenden Ballade „The Country I Loved“ – inszeniert vom Big Ben?

  5. aus dem Video: „Will we finally hear those elusive words: ‚United Kingdom, douze points‘?“

    Momentchen, wenn schon: „Royaume-Uni, douze points“… Ach, Brits…
    (nebenbei, so aus dem Gedächtnis heraus: das gleich im Anschluss auf Französisch zu übersetzen wird auch nicht mehr immer gemacht, oder? Müsste ich nochmal nachschauen…)

  6. Hmm, bin ich der einzige, der Graham Norton viel lieber sieht als Barbara Schöneberger?

    Auch sonst sehe ich jetzt nicht, wo das jetzt lust- oder gar lieblos sein soll. Zeigt, wie wenig man hier die interne Auswahl gewohnt ist. Ich würde so gerne hoffen, dass es auch nicht zur Gewohnheit werden muss …

  7. 24. Vereinigtes Königreich
    25. Frankreich
    26. Deutschland

    (Kleiner Spaß)

    Es ist aber nicht auszuschließen, dass ein Big5-Land oder der Gastgeber auf den letzten Platz landen wird.

    Ich freue mich für die Briten und hoffe, dass sie einen guten Song gefunden haben. Das wird am Donnerstag ein Duell zwischen denen und uns. Vielleicht stehlen wir denen die Show 😉

  8. „verliert sich bislang noch in den Nebeln von Norwegen“ – diese Redewendung habe ich hier aber schon öfters gelesen, ist das ein Insider Gag oder was habe ich nicht verstanden? Jugendsprache 2020?

    • Ist ein Insider. Ich glaube den hat Peter ins Leben gerufen (bitte verbessern falls ich falsch liege) aber wie der zustande kam, hat sich in den Nebeln von Norwegen verloren 😉

    • Hahahahaha…gut gesagt.
      Genau das befürchte ich für Donnerstag.
      Oder Sky Du Mont im weißen Kittel… Aus dem Rauch einer chemischen Reaktion entsteigt unser Vertreter und singt irgendwas. Und die Schöneberger sagt dazu, dass es ja wohl dieses Mal was ganz Großes wird in Rotterdam.

  9. Es ist nicht vorteilhaft das auf nem Donnerstag zu veröffentlichen. der Freitag der übliche neuveröffentlichungstag wird es dann wegspülen . Vorstellen auf bbc1 und bbc2 bringt praktisch nix. Es müsste dort auf Rotation gesetzt werden. Auf beiden Kanälen auf C Rotation müssten sie an sich machen. A und B wird wohl nur erreichbar sein wenn die Reaktion auf den Song im UK auffallend positiv ist. Ist aber nicht eruierbar ob der Song überhaupt direkt in die C Liste kommt.

  10. Okay, sorry, es hat nix mit dem UK-Beitrag zu tun, aber:

    Ilse de Lange und Michael Schulte posten bei Instagram (bzw. in ihren Storys), dass sie an etwas „very special“ arbeiten, versehen mit #eurovision.

    Wollt’s nur mal gesagt haben, nä.

  11. Naja, bin gespannt. Ich erwarte aus UK leider nicht viel, wenn ich an die letzten Jahre denke. Lasse mich aber gern positiv überraschen.

  12. Auf der Eurovision.de Facebookseite wurde geschrieben, dass morgen um 09:30 Uhr ein weiteres, drittes Video veröffentlicht werden soll. Weiß da jemand mehr?

  13. Bezüglich Deutschland: Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Donnerstag, da erfahren wir endlich welchen Mist der NDR und seine Juries ausgesucht haben. Die Messer sind gewetzt.

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