Großenbrode, Celine Dion, Insider-Infos – So lief das ESC-kompakt-LIVE-Interview mit Jendrik

Es war ein Moment für die ESC-kompakt-Ewigkeit: Unser Live-Interview am Donnerstagabend mit Jendrik Sigwart, dem deutschen Vertreter für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Der Hamburger zeigte sich gleichermaßen sympathisch und schlagfertig, aber auch sehr reflektiert. Keiner Frage wich er aus und opferte am Ende sogar den Anfang von Germany’s Next Topmodel für unseren Blog und die Leser- und Zuschauer*innen.

Drei große Themenbereiche gaben die Struktur vor des Interviews vor: Infos zu seiner Person, sein Weg zum ESC und die Vorbereitungen für Rotterdam. Neben den vorbereiteten Fragen und denen der Zuschauer*innen gab es auch eine kurze Schnellfragerunde. Für die improvisierte Jendrik sogar einen Jingle (im Video ab 47:50): „Willkommen zur ESC-kompakt-Runde, sie ist bekannt in aller Munde.“

In einer solchen Runde entstand auch das Aufmacherbild, als sich herausstellte, dass Jendriks Familie die Sommer früher regelmäßig in Großenbrode (einem Ort kurz vor Fehmarn) verbracht hat – genau wie unser Blogger Peter! Später berichtete Jendrik uns, dass seine ESC-Göttin Celine Dion ist und dass er fast – passend zu den Oranjes in Holland – ein orangefarbenes Oberteil auf der ESC-Bühne getragen hätte. Stattdessen ist zumindest das Sakko nun pink.

Jendrik Sigwart im Interview mit ESC kompakt

Aber natürlich unterhielten wir uns auch ausführlich über die Aussage seines ESC-Beitrags „I Don’t Feel Hate“. Dabei gab Jendrik zu, früher sowohl mal Opfer als auch selbst Mobber gewesen zu sein. Im Songwriting Camp sind mehrere Lieder für Jendrik entstanden und er hat vor, diese zu veröffentlichen. Wann und wie steht noch nicht fest.

Seine reflektierte Seite zeigte Jendrik auch, als es um das Feedback auf den Song in den sozialen Medien und das potenzielle Abschneiden in Rotterdam ging. Er nimmt es sehr bewusst war, dass der Titel wahnsinnig polarisiert und er damit auch viel Ablehnung in den sozialen Medien erfährt. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass er bei einem letzten Platz in Rotterdam „nur“ fallengelassen werden würde, während der NDR dann den ganzen Hass abbekäme.

Bei der Umsetzung des Songs für Rotterdam sprachen wir auch über die „Radiosprecheransage“ im Lied. Hier verriet der Sänger nur, dass sie auf jeden Fall dabei sein würde, aber er äußerte sich nicht zur Art und der Sprache, in der sie erfolgen wird. Außerdem berichtete er, dass die Aufnahme des Fallback-Videos in Litauen ihm gezeigt habe, was er noch für Rotterdam ändern möchte, damit der Auftritt exakt dem entspricht, wie er sich ihn vorstellt.

Obwohl uns Jendrik ursprünglich nach 1 Stunde und 15 Minuten verlassen wollte, um Germany’s Next Topmodel zu sehen (er verriet uns auch seine Favoritin, die wir hier aber nicht spoilern), beantwortete er unsere Fragen bis zum Schluss. So kamen wir als Blog sogar in seine „2021 Challenge“, bei der er immer um 20:21 Uhr ein Foto macht. Außerdem sang er für uns noch seine langsame Version von „I Don’t Feel Hate“ (im Video bei 1:22:30).

Wie fandet Ihr das Interview mit Jendrik? Welche Info hat Euch überrascht oder begeistert? Diskutiert gern unter diesem Artikel!

Das Interview gibt es auch als Podcast auf allen bekannten Plattformen, unter anderem hier.


88 Kommentare

    • Auch im Spamordner Deines E-Mail-Postfachs nachgeschaut? Es könnte auch an den Einstellungen bei Deinem Anbieter liegen.

      • Bei mir passierte es nach einem Softwareupdate. Musste die Einstellungen bei den E Mail Benachrichtigungen neu einstellen🙂

    • Mir ist auch aufgefallen, dass ich keine Emails mehr bekomme und deswegen nich mitgekriegt hab, dass der Beitrag für Nordmazedonien raus war

  1. kam denn hier endlich mal was über’s melo? (letzter livechat)
    ich das ein oder andere semi ausgelassen – die interessante trostrunde – warum diese mauerei?
    zusammen mit sanremo ist das immer noch das wichtigste im vorfeld eines ESC!

  2. Danke für das Highlight welches ihr mit Jendrik für uns bereitet habt. Mir geht es so, dass ich Jendrik mit „anderen Augen“ oder von einer abderen Perspektive betrachte. Im positiven Bereich.

    Vielleicht wäre es ja eine Idee in loser Reihenfolge ESC-Teilnehmer (aktuell bzw. Ehemalige) für ein digitales Interview (Schalte) zu begeistern 😉

  3. Vielen Dank für das tolle Interview! Es war ja vielmehr eine lockere Plauderrunde mit Impulsfragen. Und das fand ich absolut toll! Es wirkte alles toll vorbereitet und professionell (im absolut positiven Sinne!) durchgeführt.
    Gerne mehr davon – z.B. so wie Nilsilaus es vorgeschlagen hat!

  4. Das war ein wunderbarer Live-Chat mit Jendrik und euch natürlich. Ihr vier habt richtig gut zusammengepasst😉. Super Symphatisch der Junge, ich finde ihn auch clever und seine Schlagfertigkeit war phantastisch. Er ist einfach authentisch und verstellt sich in keiner Art und Weise.
    Ich fand auch toll, wie er immer auch einen Blick auf die Chat Kommentare hatte und Rainer dann die Frage beantwortet hat😀. Höchst interessant auch seine Aussage, dass er gerne als „no name“ Künstler bei einem öffentlichen Vorentscheid gestartet wäre und wenn ich das richtig verstanden habe, hätte er dies so gar noch lieber getan, als hinter den Kulissen ausgewählt zu werden.

  5. Ich habe mir ein paar Schnipsel angeschaut. Sympathisch ist Jendrik ja, aber die große ESC-Begeisterung kaufe ich ihm nicht ab. Außerdem ist sein Universum auch nicht so ganz meine Welt, aber das ist ja vollkommen in Ordnung. Ich mag es halt gerne etwas kantiger und intellektueller. Huch, das klingt jetzt aber sehr arrogant, ist aber leider so …
    Viel Spaß mit dem und beim ESC und viel Glück!

  6. Im Vergleich zu Ben Dolic, der seinen Song bei einer Pre-Party statisch und mit Händen in den Hosentaschen vortägt (*Hand auf die Stirn klatschen*), kann man ja nur punkten, was Empathie une Sympathie angeht.
    Ich bin trotzdem noch mehr begeistert von Jendrik als zuvor schon: Seine Art, seine Selbstreflexion, sein Optimismus gemischt mit der richtigen Portion Realismus, unverstellt und einfach knuffig!
    Für mich ist Jendrik einer der sympathischsten und Persönlichkeit-stärksten deutschen Vertreter ever!
    Über seinen Song kann man streiten, aber ich wünsche und gönne ihm nur das Beste! Auch, wenn es nicht für die Top 10 reicht, einen Platz in meinem Herzen hat er sowas von abonniert!
    Ich bin hin und weg! ❤

    • Ich stimme Michi voll und ganz zu. Mir gefällt Jendriks Art. Er ist sympathisch und authentisch. Das Interview zeigte eine einzigartige Person, die man sich gerne als Freund in der heutigen Zeit wünscht. Er ist ein besonderer und außergewöhnlicher Mensch.
      Bedanken möchte ich mich aber bei dem ESC Team, das dieses Interview erst ermöglicht hat.
      Ich bin überzeugt dass Jendrik die Bühne in Rotterdam rocken und bestimmt eine bessere Platzierung erreichen wird wie in der Vergangenheit. Viel Glück und Erfolg

    • Hier nimmt mir jemand direkt die Worte aus dem Mund – @ Michi, toll geschrieben – ich schliesse mich zu 100 % an – Jendrik ist wirklich ein Geschenk des Himmels – bin ebenfalls hin und weg.

  7. Eine Neuigkeit die Jendrik erzählt ist noch erwähnenswert. Nämlich das die Backing Vocaks wenn sie auf der Bühne stehen auch live gesungen werden müssen und das wird bei Jendriks Mädels so sein
    Jendrik war überaus sympatisch und ehrlich. Ich bin begeistert. Alles gute für Rotterdam wünsche ich ihm. 😍

  8. Danke für das ausführliche Interview, es war sehr aufschlussreich, ich wünsche Jendrik alles Gute, die Konkurrenz ist dieses Jahr nicht so doll, das könnte vorteilhaft sein, viel Glück verdient er auf jeden Fall🎶

  9. 1 Stunde 43 min? Kann ich mir leider nicht geben. Man kann es ja auch übertreiben. 10mins und gut ist. Was ich so durch Zufallsgenerator an Schnippsis gehört hab ist interessant, dass ’neue Musik‘ mit ihm ja eventuell bzw ’sicher irgendwann bald‘ rauskommen wird. Die riskante Abhängigkeit von einem einzigen Auftritt von dem alles abhängt ist schon ne Belastung für ihn. Auch die Erläuterung was der Song für ihn bedeutet kam mir iwie wirr vor. Alles und Nichts. Jendrik hat noch nicht verstanden, dass echte Profi-Hater nur mit knallharten Maßnahmen beizukommen ist. Er hat auch nicht verstanden, oder sieht verständlicherweise nicht, dass sein Song eben nicht zieht. Das erhöht die Abhängigkeit von seinem Auftritt im Finale ungemein. Hat gar nichts mit Haten gegen seine Person zu tun. Das sollte man auseinanderhalten. Aber insgesamt ist der iwie bissl weiss nich. Scheint mir etwas unbedarft und sagen wir mal schnell im Modus aufgekratzt. Weiss nicht puuh. Betont mir auch zu oft, dass er ja No-Name ist. Er hatte ja schon Jahre Zeit ein Name werden zu können, was er nicht wollte, oder konnte. Aber jetzt. hat er den 4er im Musikbizlotto gezogen hm. Naja dann mal schnell noch Songs posten. Schnell. Obwohl nur Songs wäre mir zu wenig. Wenn schon dann mit Videos. Glaub aber genau das darf er gar nicht…oder? Seine kurze Live Peformance fand ich überraschend. Leider aber nicht gut. War aber kurz.

    • Matty, Du kannst Dir gerne überlegen, ob Du mich weiter ignorierst oder ob du ab jetzt den richtigen Namen von Jendrik verwendest. Ich lösche hier ja eigentlich so gut wie nichts, aber ich habe keine Lust mehr darauf, mich ständig mit Deinen Kommentaren beschäftigen zu müssen. Kommentiere respektvoll oder lass es.

      • Da bin ich froh, daß ich mich gestern richtig entschieden habe, dem Ereignis nicht beizuwohnen so wie ich es morgen Abend auch halten werde! Außerdem bin ich mir keiner Schuld bewußt, denn mein von Dir leider gelöschter Kommentar war durchaus respektvoll.

      • @Matty:
        Wenn du mal wieder „Jendrike“ geschrieben hast, ist das sicher nicht respektvoll gewesen. Auch Menschen, die man nicht mag, nennt man bei ihrem richtigen Namen. Fertig.

  10. Ein wirklich tolles Interview mit Jendrik und dem Highlight Großenbrode 😉 . Selbst wenn man (wie ich) den Song nicht mag, muss man anerkennen, dass er ein super sympathischer Mensch und großartiger Vertreter für Deutschland ist.

  11. Ein sehr schönes Interview mit einem sehr sympathischen Künstler – danke!
    Das Lied mag ich zwar leider immer noch nicht besonders (mit Ausnahme der Instrumentenexplosion im Refrain), aber ich hoffe inständig, dass wir nicht Letzter werden. Es wäre ihm zu wünschen.
    …dass aber dieser unsägliche Radioeinspieler drin bleibt, macht mich fertig. Der ist sooooo unangenehm. Naja, sein Lied – seine Entscheidung.
    Aber: Findet das irgendjemand gut/lustig/sinnvoll? Mir erschließt sich das nicht.

    Oh und ich fand den Pulli toll. Wo gibt’s den? Das muss beim nächsten Mal bitte gefragt werden! 🙂

  12. Die Info, dass Backing Vocals von allen Personen auf der Bühne live sein müssen, war doch echt überraschend.
    Ob das alle anderen Delegationen auf dem Radar haben?
    Aber spätestens bei der Aufnahme des Fallback- Videos wissen sie es.
    Im unwahrscheinlichen Fall, dass man auf diese zurückgreifen muss, wäre es echt lustig bis peinlich, wenn Tänzer mit zwei Stunden Gesangstraining zu hören sind.

    • Man darf doch nur nicht die Lippen auf der Bühne bewegen und vom Band kommt dazu Gesang. Aber die Backings können vom Band eingespielt werden, ohne dass auf der Bühne dazu gesungen wird ^^ Also wird der Hauptact live singen und wenn man Lippenbewegungen der Tänzer*innen geplant hat, sollen die halt nur tanzen und der Rest kommt planmäßig vom Band. Da blamiert sich dann keiner xD

    • Auf der Bühne sind die Backing Vocals doch sowieso fast ausgestorben. Nach schwedischen Vorbild standen die in den letzten Jahre meist dahinter bzw. nicht im Blickfeld der Kameras. Das kann nun wegfallen. Das größere Problem ist, dass nun wohl auch die „Backings“ von Sänger selbst eingesungen werden kann, und damit die Live-Stimme in schwierigen Parts entlastet wird.

  13. Ich finde es war ein sehr informatives Interview. Ich fand es super das sich Jendrik soviel Zeit genommen hat und uns hat teilhaben lassen an seinen aktuellen Erlebnissen. Genau so fasziniert bin ich über so manche Psychogramme und Beurteilungen die hier nicht nur heute erstellt werden. Ich frage mich danach wie wichtig es ist ob ein Künstler jetzt intellektuell, tiefgründig, oder sonst wie ist. Ob einem ein Song gefällt oder nicht ist ja kein Thema und ist einfach dem eigenen Musikgeschmack geschuldet. Ich nehme mich da nicht aus, ich fand z. Bsp. Lena total albern, vorlaut und peinlich. Da musste ich mich immer schwer zusammenreißen zumal fast alle Sie für cute hielten. Aber ganz ehrlich das ist so furchtbar unwichtig in den drei Minuten auf der ESC Bühne. Was hingegen wichtig ist, wie überzeugend präsentiert der Künstler seinen Song und wie schafft er es sich mit dem Publikum über die Kamera zu verbinden. Und da sollten wir Jendrik nicht unterschätzen, ich glaube er kann das.

  14. Tolles Interview!!!!!! unser ESC Kompakt Team mit glitzern im Auge wie zu Weihnachten. Herrlich die Begeisterung 😘😘 Jendrik wie schon oft beschrieben sympathisch, reflektiert, bodenständig aber was mich sehr beruhigt ist die Ernsthaftigkeit mit der er an sein Staging geht. Er will ein Optimum erreichen, ich schätze Michael Schulte auch als Ideentreiber und peniblen Künstler ein und You Let me Walk Alone war auch hervorragend umgesetzt. Ich denke rein visuell wird mir sein Staging und sein Charisma in Rotterdam auf der Bühne sehr gefallen, sein Song ist für mich stimmig und besser als Durchschnitt. Ich freu mich in Rotterdam auf Jendrik Punkt no matter what

  15. Es war sehr interessant und ein toll gemachtes Interview .

    Wäre es ein Sympathiecontest wäre Jendrik ganz weit oben , aber es geht ja um die Musik beim ESC

  16. Ich bin erstaunt, was man alles in einen Menschen reindeuten kann, den man nur von einem voreingenommenen Bloggerteam-Interview (ich sage das ohne Kritik und wertfrei) kennt und vielleicht noch von dem ein oder anderen kurzen Autritt irgendwo anders.
    Ich sah ihn in der NDR Talkshow und bei Silbereisen und fand ihn sympathisch.
    Vielleicht liegt es ja auch an mir, aber „Geschenk des Himmels“, „Mensch, den man gern zum Freund haben möchte“, „besonders und außergewöhnlich“ bis hin zu „nicht intellektuell“.
    Also, das kann ja alles sein, aber das ist doch echt hart übertrieben von euch. Ihr kennt ihn doch gar nicht.

    Mein Fall isser halt einfach nicht. Sympathisch – gut und schön. Aber viel mehr seh ich da jetzt auch nicht. Aus dem, was ich kenne, isser mir etwas zu schrill und zu viel schwules Klischee. Ist ja vollkommen in Ordnung. Jeder darf leben und sich so entfalten, wie er will. Aber mir persönlich ist das nix. Ich steh drauf, wenn Menschen nicht sofort alles von sich preisgeben.
    Und das, was togravus schrieb, kann ich auch zum Teil sehr gut nachvollziehen. Eben deswegen, weil ich mich, trotz fester Partnerschaft, nicht in der schwulen Szene bewege. Wir möchten das auch beide nicht.
    Darüberhinaus ist mir GNTM zuwider. Ich entspreche vermutlich also wirklich keinem schwulen Klischee und kann deswegen mit Menschen wie Jendrik nix anfangen.
    Aber ja: er kann natürlich trotzdem ein total netter Mensch sein. Will ich nicht in Abrede stellen.

    Eines hingegen geht überhaupt nicht und ich hoffe, er hat das im Blog entsprechend eingeordnet:
    Mobbing! Er sagt, er wurde selbst mal gemobbt und war auch selber mal Mobber. Nee. Sorry. Das ist sicher kein Zeichen für eine starke Persönlichkeit oder gar für ein Geschenk des Himmels. Mobbing ist mit nichts zu entschuldigen.

    Ich hoffe, es ist erlaubt, hier nicht den Jubelperser für Jendrik zu geben. Ich versuche, das alles differenziert zu betrachten, auch wenn ich damit wohl fast auf verlorenem Posten hier stehe.

    • Als Kind nie Dich über ein anderes Kind verächtlich geäussert oder ausgelacht?
      Wenn ja, für Dich auch unentschuldbar?

      • Ich hatte eine super Erziehung, tolle Lehrer und Freunde. Tut mir leid, dass ich mit Mobbing-Erfahrungen nicht dienen kann.

      • Gute Erziehung ist das Stichwort. Dazu gehört dass man lernt, Fehler einzugestehen.
        Wenn also jemand sagt: „Ich habe xyz gemacht. Das war nicht richtig und das tue ich nicht mehr.“, dann zeugt das auch von guter Erziehung. 🙂
        (unabhängig davon was man von demjenigen ansonsten hält)

      • @Vondenburg:
        Das stimmt. Deswegen schrieb ich ja, dass ich hoffe, dass Jendrik das entsprechend eingeordnet hat. Und das sein Mobbingopfer ihm verziehen hat, hoffe ich außerdem.

        Mobbing ist abscheulich. Tut mir leid, aber das sollte Konsens sein.

      • Dass Mobbing abscheulich ist, darauf können wir uns auf alle Fälle einigen. 🙂

      • @Vondenburg:
        Und nichts andere wollte ich ausdrücken.
        Die Frage, ob ich mich als Kind an Mobbing beteiligt habe, ist halt deplatziert gewesen.

      • Mobbing als nicht entschuldbar darzustellen (zumal Kinder sehr häufig unbewusst sich am Mobben beteiligen), ist halt auch deplatziert Und um nichts Anderes ging es mir hier.

      • @Vondenburg:
        Tja, da haben wir wohl unterschiedliche Ansichten zum Thema „entschuldigen“.
        Wenn ich lese (sinngemäß) „Jendrik wurde früher gemobbt und war auch selbst ein Mobber“ ist es nicht besonders weit hergeholt, wenn man da für einen leisen Moment denkt „Entschuldigt er etwa seine Mobbereien damit, dass er selbst mal gemobbt wurde?“ Zumal das in dem Text auch nicht weiter erläutert wurde. Es steht dort ohne Kontext. Vom Video abgesehen. Da ich mir das nicht angucken möchte, hoffe ich, dass es zumindest dort richtig eingeordnet wurde.

        Ich hoffe auch, dass der, der von Jendrik gemobbt wurde, Jendrik verziehen hat. Das halte ich problemlos für möglich. Wäre ich gemobbt worden, hätte ich auch demjenigen verziehen. Hätte er um Entschuldigung gebeten.
        Denn das ist mein Punkt gewesen: der Mobber kann sein Fehlverhalten nicht entschuldigen. Er kann nur andere darum bitten, sein Fehlverhalten zu entschuldigen.
        Man kann sich nicht selbst entschuldigen, das ist einfach halt auch sprachlich schon unsauber. Man kann sagen „Ich hab mich da und da falsch verhalten, ich werde darauf achten, dass das nicht wieder vorkommt.“ Aber grad bei Mobbing kann man nicht sagen „Jo, war halt scheiße. Voll sorry und so.“ Wie gesagt: wenn man dann einen anderen um Entschuldigung bittet, find ich das sehr okay. Das zeugt ja davon, dass man sein Fehlverhalten eingesehen hat.

      • Ich muss sagen, dass ich zb nicht als Mobber in Erscheinung getreten bin bzw in Erscheinung trete. War aber als Jugendlicher Opfer von Mobbing bis mir der Kragen geplatzt ist. Es war schon erstaunlich was für Folgen ein Kieferbruch hatte…War übrigens einer der heute Klinikchef ist und eigentlich eine gute Erziehung genossen hatte….Dabei muss man aber sagen, das gelegentliches Ablästern an sich noch kein Mobbing darstellt. Gegen unverbesserliche Mobber kommt man als Jugendlicher nur mit knallharter Gewalt weiter.
        Jetzt im Berufsleben ist das schwieriger. Es gibt ja immer Leute die einem z.B. was neiden. Sei es der/die verheiratete mehrfache Familienvater/mama der/die einem Verdienst, Auto und Wohnung, Urlaub und Freiheit neiden. Sei es der Vorgesetzte, der Angst hat von Dir verdrängt zu werden. usw. Das Mobbing ist im Berufsleben oft subtiler. Würde mich natürlich interessieren welche Art Mobbing denn Jendrik gegen wen und wann betrieben hat. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass unter Musicaldarsteller/innen z.B. alles andere als ewiger eitel Sonnenschein herrscht. Ablästern dürfte da jeden Fall die Regel sein, Mobbing könnte ich mir vorstellen ist da noch weiter verbreitet, als in anderen Berufen. Jede wette, dass da schon wer weiss wie viele Leute ‚rausgemobbt‘ worden sind.

      • Bei öffentlichen Vorwürfen versuche ich persönlich immer sehr vorsichtig zu sein. Besonders wenn ich die entsprechenden Zitate nicht selber im Kontext gehört oder gesehen habe.
        In diesem Fall war es so, dass er die Sache mit dem Mobben (wieder) in Verbindung mit dem Lied gebracht hat. Eben weil auch er sowohl gemobbt wurde als auch selber gemobbt hat (mit entsprechender Mimik), ist ihm die message des Liedes natürlich auch an ihn selber gerichtet so wichtig.
        Also gerade wenn Dich eine Sache besonders empört, könnte es ein guter Rat sein, erstmal selber zu prüfen, was da jetzt genau gesagt wurde.

      • Das wäre dann ein guter und richtiger Rat, wenn ich ihm was unterstellt hätte. Das hab ich aber nicht. Nochmal: ich schrieb, dass ich hoffe, dass er das für sich richtig eingeordnet hat.

      • @trevoristos: „gelegentliches Ablästern“ ist ein SEHR dehnbarer Ausdruck. Sowohl was „gelegentlich“ als auch „Ablästern“ bedeutet. Da habe ich einige Erfahrungen am eigenen Leib gemacht.
        In welcher Branche wieviel gemobbt wird, würde ich persönlich mir nicht zutrauen zu beurteilen. Erst recht nicht, wenn es um einzelne Personen in einer Branche geht. Solange ich keine konkreten Hinweise auf sowas habe, würde ich persönlich keine Spekulationen machen. Hat was von Hörensagen.

    • Ich denke nicht, dass mein Kommentar vorschnell oder vorverurteilend war, aber an Sprachgebrauch, der Verwendung von kulturellen Bezügen, Reflexion und Schaffung von Kontext etc. lässt sich doch einiges über das Verhältnis des Subjektes zur Welt ablesen. Und dann Taylor Swift und Strandurlaub. Ich liebe lange Strandspaziergänge nach einem Tag, an dem in 20 romanische Kirchen besichtigt habe, aber Strandurlaub? … Mit dem Schwerpunkt auf Strand? 😉
      Und ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich das irgendwie doof oder schlecht finde. Ist nur eine Welt, mit der ich persönlich nichts anfangen kann.

      Und zu Amions Kommentar pflichte ich Porsteinn zu. Die öffentliche oder künstlerische Persönlichkeit ist ja Teil des ESC-Gesamtpakets und somit auch des Auftritts. Im Falle des deutschen Beitrags scheint sie mir sogar der Kern des Paketes zu sein.

      Aber vielleicht ist Jendrik privat ja auch ganz anders.

      • @togravus:
        Bitte mich nicht falsch verstehen.
        Ich kann voll und ganz nachvollziehen, was du sagst. Er ist halt auch fernab meiner Welt und meiner Lebenswirklichkeit. Und ich wollte dir auch nicht sagen, dass dein Posting zu vorschnell war oder so. Einzig deine Formulierung von wegen „intellektuell“ kann ich so halt nicht ganz nachvollziehen, weil ich zum Beispiel sehr intelligente Menschen kenne, die sich den größten Rotz im TV geben. 🙂

      • Ich meine ja auch nicht „intelligent“, sondern „intellektuell“. 🙂

        Intelligent ist ein Wesensmerkmal, und ob jemand intelligent ist oder nicht entscheidet Mutter Natur (Familie, Schule, Freunde etc. können allerdings ein wenig nachhelfen). Deshalb würde ich das auch niemals öffentlich thematisieren. Andererseits ist „intellektuell“ eine Einstellung zur Welt oder eine Sichtweise der Welt. Ich kenne viele Intellektuelle die mMn alles andere als intelligent sind …

      • Können wir. 🙂
        Ich gebe ja zu, dass ich da manchmal etwas pedantisch bin, aber als Jungfrau (Sternzeichen!) mag ich die Dinge gerne in Ordnung halten. 😉

      • Du könntest als bekennender Literaturhistoriker aber ruhig auch mal eine Analyse der Metapherndichte in Taylor-Swift-Songs abfassen 😉

      • Jaja, das ist ja auch okay und ich gebe zu, dass meine Abgrenzung Intellekt vs. Intelligenz nicht sehr sauber war.
        Aber trotzdem sehr sehr zauberhaft und ich kann versichern, dass meine Meinung die schönste ist, die man haben kann. 🙂

  17. @Andi…also auf verlorenem Posten stehst du nicht, zumindest nicht für mich. Ich finde es super wenn Menschen eine Haltung haben. Ob das nun Gefallen findet oder nicht. Und es geht doch jedem so, wir sind alle durch unsere Erfahrungen geprägt und werden mal mehr oder weniger dadurch und durch unsere Emotionen geleitet bei unserem Urteil. So ist es mit Musik und den Interpreten. Schwieriger wirds ja dann wenn die Musik gefällt aber der Künstler nicht oder umgekehrt. Da verliert ja jeder auch mal die Objektivität. Wird jedem so gehen und ist auch menschlich. Ich finde es aber hier sehr unterhaltsam da, wie beim ESC, ganz unterschiedliche Menschen zusammen kommen und durch die Musik doch verbunden sind und sich austauschen.

    • Danke. Und ja, das mag ich ja auch an so einem Blog zum Beispiel, dass hier unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Lebenswelten und Erfahrungen aufeinanderprallen, aber im Grunde das gleiche „Hobby“ haben.

      Ich versuche ja, jeden Menschen gleich zu behandeln. Gelingt mir nicht. Und wahrscheinlich hab ich auch schon von Menschen, die fernab meiner Lebenswirklichkeit waren, mehr gelernt als von meinen engsten Freunden und Vertrauten. Horizont erweitern und so.

      Ich hab Respekt vor Jendrik und dafür, dass er so unbedingt zum ESC will und dafür selbst einen bzw. mehrere Songs schrieb. Aber mir sind Jubelarien deswegen für ihn leider fremd.

  18. Kleiner Nachtrag :

    Ein tolles Beispiel bietet uns doch unser Matty.

    Er mag Jendrik nicht und seinen Song …oder zumindest löst es bei Ihm etwas aus ….

    Mit jedem Post will er uns das mitteilen, als hätten wir es vergessen wie er dazu steht, und arbeitet sich daran ab.

    Gönnen wir es Ihm. Mein Tipp an Ihn…einfach fließen lassen, oder vorbeifließen…😊

    • Ja, also, das versteh ich ja grundsätzlich nicht an ESC-Fans: da gibt es ja einige, die sich persönlich beleidigt fühlen, wenn da ein Lied gewinnt, das sie nicht mögen. Als ob sie keinen anderen Lebensinhalt haben. Ich finde das ja sehr sehr traurig.
      Es ist nur ein fucking Musikwettbewerb omg. Da muss man sich doch nicht an Songs oder Künstlern abarbeiten, die man nicht mag.

      Wenn es aber Leute gibt, die das tun, muss man ihnen auch nicht immer wieder sagen, wie nervig sie sind. Wenn es so respektlos ist wie sein „Jendrike“-Quatsch und er auch noch beratungsresistent ist: ja, immer wieder darauf aufmerksam machen, dass seine Art hier von niemandem gewollt ist. Aber man muss sich nicht reflexhaft auf ihn stürzen, so wie es hier einige ja bei jedem Posting tun. Auch da: es ist nicht meine Welt. Seine schon. Dann lass ich ihn in Ruhe in seiner Welt, wenn er sich da gemütlich eingerichtet hat.

      • Fühlte ich mich jedes Mal beleidigt, wenn ein Lied gewinnt, das ich nicht mag, hätte ich schon in den 1980ern hingeschmissen …

      • Ich hätte nie damit angefangen.

        Es ist ja meine traumatischste ESC-Erfahrung, dass ich als kleiner Andi die Münchener Freiheit abgöttisch geliebt habe und wollte, dass sie den ESC gewinnen. Ich durfte allerdings noch nicht so lange aufbleiben, dass ich den ESC komplett gucken konnte. Nur die Lieder, dann ab ins Bett. Die Punktevergabe dann am nächsten Tag.
        Am nächsten Tag reibt mir meine große Schwester dann erstmal rein, dass meine geliebte Münchener Freiheit voll abgekackt ist.

        Tja. So war es.

      • Den ESC 1993 habe ich auf BBC gesehen, weil ich damals in London studiert habe. Ich erinnere mich noch an Terry Wogans Kommentar nach dem deutschen Auftritt: „I don’t think they have a winner there.“ Gegenüber Beiträgen aus den alten ESC-Ländern war er ja immer sehr respektvoll … Wie so viele Künstler haben Münchener Freiheit leider eines ihrer schwächsten Lieder für den ESC gewählt. 🙁

      • Das stimmt. MF war damals halt auch schon massiv auf dem absteigenden Ast. Aber das hab ich mit 13 so auch noch nicht gemerkt. Insofern waren das noch immer Götter für mich. Stefan Zauner ist bis heute für mich einer der besten Sänger Deutschlands.

  19. Ich bin beim ESC ab 1980 eingestiegen. Schlimm war für mich das damals Bucks Fizz so knapp den deutschen Song geschlagen haben. Ich fand die damals gruselig. Später war ich ein großer Fan. Hingegen war ich überrascht das Nicole 1982 gewann. Und dann hab ich 1985 schon gefeiert und plötzlich bekam Deutschland keine Punkte mehr und mein geliebtes Für alle wurde nur Zweiter. Schlimm war Riva 1989 und mit 1995 Eimar Quinn konnte ich absolut nix anfangen…

    • Die haben nicht wirklich Lust mehr auf ESC. Genau wie das UK auch und Deutschland ja eigentlich auch. Wir haben bis auf wenige Ausnahmen ja auch nur noch Horror-Beiträge. Immerhin ist es dieses Mal eine „11,82” 😂

Schreibe eine Antwort zu Rusty Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.