Heute Abend: Eurovision Choir 2019 – Alles zum EBU-Chorwettbewerb

Heute Abend ist es soweit: Mit „Eurovision Choir 2019“ findet der von der European Broadcasting Union (EBU) organisierte europäische Chorwettbewerb im schwedischen Göteborg statt. Die Show findet nach 2017 erst zum zweiten Mal statt und insgesamt zehn Chöre aus zehn Ländern werden musikalisch gegeneinander antreten. Die Show beginnt bereits um 20 Uhr, wird aber zeitlich verzögert ab 20.30 Uhr ausgestrahlt. In Deutschland ist sie – kommentiert von ESC-Kommentator Peter Urbanim WDR zu sehen, in der Schweiz auf RTS Un. Ein Massenchor wird zu Beginn der Sendung „Mamma Mia“ von den ESC-Siegern ABBA performen, am Ende der Sendung „Dancing Queen“ und vor dem Superfinale „Without You“ von Avicii.

Alle zehn Chöre, die jeweils mindestens vier Mitglieder haben müssen und höchstens 45 Mitglieder haben dürfen, führen zunächst ein vierminütiges Stück egal welchen Genres auf – a cappella. Drei dieser Chöre kommen ins Superfinale und dürfen dort dann ein weiteres, diesmal aber nur dreiminütiges Lied singen. Schon allein weil der Wettbewerb nicht live ausgestrahlt wird, sind bei „Eurovision Choir“ die Zuschauer aber nicht gefragt: Das Ergebnis wird ausschließlich von einer Experten-Jury entschieden.

Das Starterfeld und die Startreihenfolge für heute Abend sehen folgendermaßen aus:

  1. Schweden: Zero8 – „Khourmi / Hej, dunkom så länge vi levom“
  2. Belgien: Almakalia – „Made in Belgium (Medley)“
  3. Lettland: Babite Municipality Mixed Choir MASKA – „Pērkontēvs“
  4. Deutschland: BonnVoice – „O Täler weit / Die Gedanken sind frei“
  5. Norwegen: Volve Vocal – „Ønskediktet“
  6. Dänemark: Vocal Live – „True North“
  7. Schottland: Alba – „Cumha na Cloinne / Ach a’ Mhairead / Alba“
  8. Slowenien: Jazzva – „Spomenčice“
  9. Schweiz: Cake O’Phonie – „Chante en mon cœur / La sera sper il lag / Poï / Le ranz des vaches / La ticinella / Beresinaliedet / Chanson d’ici“
  10. Wales: Ysgol Gerdd Ceredigion – „Cúnla / Ar Lan y Môr“

Im Superfinale hören wir dann drei der folgenden Beiträge:

  • Schweden: Zero8 – „Limu, Limu, Lima“
  • Belgien: Almakalia – „Million Eyes“
  • Lettland: Babite Municipality Mixed Choir MASKA – „Nāc, Dievini“
  • Deutschland: BonnVoice – „Air“
  • Norwegen: Volve Vocal – „Famine Song“
  • Dänemark: Vocal Live – „Viola“
  • Schottland: Alba – „An t-Iarla Diùrach / Innis dhomhsa cà il thu cadal / Siud a rud a thogadh fonn“
  • Slowenien: Jazzva – „Bejži ptiček“
  • Schweiz: Cake O’Phonie – „Believer“
  • Wales: Ysgol Gerdd Ceredigion – „Yr Alwad“

BonnVoice aus Deutschland tritt also zunächst mit einem Medley aus zwei Volksliedern an. Das interessante daran ist, dass eines der beiden „O Täler weit“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (Musik) und Joseph von Eichendorff (Text) ist. Der Text dieses Liedes bzw. Gedichts von von Eichendorff ist auch im Lied „Abschied“ der Band Faun zu hören, das in der zweiten Runde der deutschen ESC-Vorentscheidung 2015 hätte zur Aufführung kommen sollen, wenn die Band nicht schon in der ersten Runde ausgeschieden wäre.

Ebenfalls ESC-Bezug gäbe es in der zweiten Runde mit dem belgischen Chor Almakalia. Dieser hat nämlich das Lied „Million Eyes“ von Loïc Nottet (Belgien 2015 mit „Rhythm Inside“) einstudiert. Cake O’Phonie aus der Schweiz treten dagegen ganz ESC-frei mit einem Medley bekannter Volks- und Chorlieder auf.

„Eurovision Choir 2019“ scheint jedenfalls eine abwechslungsreiche Veranstaltung zu werden, die einen Hauch von Eurovision in die ESC-freie Zeit bringt. In diesem Sinne sagen wir dann auch in bewährter Manier: May the best choir win!



122 Kommentare

  1. Letztes Jahr hatte Slowenien die Premiere des Wettbewerbs gewonnen. Zweiter wurde Wales und Dritter Lettland, das Gastgeber war. Ich drücke Deutschland und der Schweiz die Daumen, daß sie es bis ins Superfinale schaffen!

  2. Falls Bedarf an regen Live-Diskussionen herrscht: ich werde hier sein und auch psychologische Betreuung bieten. Und Vanillepudding.

    • Klasse, danke dir! Ich bin dabei ^^

      Diese Woche ist auch übelst viel los. Am Do Finale TMS, heute Eurovision Choir und die Party, zu der ich allen viel Spaß wünsche – und gute Mucke von @Douze Points 😉

      Ansonsten freue ich mich auf BonnVoice und Cake O’Phonie 😃

  3. Dem ESC Sommerloch ist HEUTE und in der Nacht ein Trostpflaster aufgepatcht worden. Douze Poins hat sich seinen Rechner, der kann ja Musik machen, unter den Arm geklemmt und klackert von seiner Hamburger Wohnung nur ein paar STRASSEN um die Ecke weiter ins Glanz und Gloria. Benjamin und das ganze ESC Team machen Douze Points den Einlass. Peter immer mit Foto Klick dabei. Ab ins Gewühl zu ALL den schrillen, verrückten und aufgedrehten ESC Fans.

    77 EIDELUG 77 TANZEN…

    Wir daheim gebliebenen drücken dem Bonn-Beuler Chören die Dauemen und Peter Urban ist dabei, jaaa!!!

    Gerne hätte ich mir meinen Rollator geschnappt, auf die Bahn gesetzt und Richtung Hamburg gerollt. ALLES IST BESTENS HEUTE und uns ALLEN viel Spaß!

  4. Hier schon mal zur Einstimmung „Die Gedanken sind frei“, ein traditionelles Lied, dass vor 30 Jahren bei den Protesten in der friedlichen Revolution eine nicht unwichtige Rolle spielte. Ich wünsche den BonnVoice heute abend viel Glück mit dieser perfekten, modernen Chorleistung.
    .
    https://youtu.be/GKoP4SEmrYU
    .
    „Oh Täler weit, oh Höhen“ ist vielleicht etwas zu getragen für einen Wettbewerb, aber eines der schönsten Volkslieder, die ich kenne.

  5. Also ich werde mir die Sendung gleich anschauen. Ich hoffe auf tolle Effekte und tolle Musik. Dadurch, dass quasi ,,Abschied“ von Faun gesungen wird, kenne ich sogar den Text von unserem Song und werde mitsingen 🙂
    Ich hoffe, dass wir ins Superfinale kommen oder sogar vielleicht gewinnen? Das wird aufregend, weil ich kenne keinen einzigen Song – außer hslt den Text von Faun (VE 2015), der übrigens ganz schlecht für den ESC umgetextet wurde damals, weil es sonst gegen die Regeln verstoßen wprde. Der Text ist ja über hundert (?) Jahre alt.

  6. So, ich bin hier. Buffet erkläre ich schonmal für eröffnet.

    Ich freue mich übrigens besonders darauf, dass der walisische Chor auf walisisch singt.

  7. Sekunde, die Schweiz würde im Superfinale dann „Believer“ singen? Von den Imagine Dragons? Das wiederum hat ja auch Herr Grashüpfer bei TMS gesungen 😀 Ich sag doch, ALLES ist miteinander verknüpft (an dieser Stelle spooky Musik denken bitte ^^)

  8. Okay, erster von meiner Familie schaut nicht mehr mit. Chöre sind auch nicht so meine Musik. Aber wenigstens Peter Urban und diese ESC-Atmosphäre. Ich bin gespannt auf die Bühne umd die Halle und die Schweden können es ja sowieso

  9. Oh nein, die armen zwei Leute, deren Gepäck verloren gegangen ist. Das ist ja mal mega ätzend, wenn da alles inklusive Bühnenoutfit weg ist… 🙁

    • Die WDR-Tante da vor Ort hat offenbar auch ihr Outfit verloren. Anders ist dieses furchtbare grüne Kleid nicht zu erklären. Hat das nicht schon damals Joy Fleming getragen?

  10. Das Finale habe ich mir im letzten Jahr angeschaut. Seltsamerweise schafft man es da auch noch 2 Halbfinale auszurichten, was ja bei „Unser Song für ..“ nicht möglich sein soll.😉

  11. Wie die Dame im Publikum ihre Ohren zugehalten hat. Leider fällt Schweden bei mir durch. Es war umspektakulär und langweilig. Ich freue mich auf Belgien.

  12. 1. Belgien
    2. Schweden
    Ich fand die Belgier ganz gut. Tolle Lieder, tolle Klamotten une schöne Menschen. Man sieht übrigens den Leuten sofort an, ob sie Schweden oder Belgier sind. Ob das auf jetzt bei Lettland so sein wird?

  13. Der Lockenkopf im weißen Hemd aus Belgien hat ja mal mega den – sorry – geilen Hüftschwung drauf ^^ Cutie 😍
    Belgien war toll!

  14. Bin auch dabei.

    Ich drücke meine Daumen insbesondere für den Chor aus Wales. Er stammt aus Aberystwyth – unserer Partnerstadt. 😀

  15. Schade…
    …wir werden rausfliegen. Der erste Teil (Faun-Song) war genial und eine großartige Version. Ich hatte Gänsehaut. Der zweite Song zu sehr ,kirchig‘ und zu unspektakulär. Gesanglich TOP, aber der zweite Song zu schwach. Dazu war der erste Song zu kurz und der zweite Song sehr lang. Andersherum wäre es besser gewesen. Leider wird das nicht mit dem Superfinale. Es sei denn die sechs nächsten Acts werden noch schwächer.
    1.Lettland
    2.Belgien
    3.Deutschland
    4.Schweden

  16. Ist der Auftritt des Chors aus Bergen eine Folge der DSGVO?

    Apropos Bergen – schöne Bilder von dort – freue mich schon auf meine nächste Reise dorthin 😀

  17. Die Norwegerinnen haben bestimmt eine Botschaft, die total cool ist. Und irgendwas mit „Me too“ und so. Aber ich check es nicht.

  18. Bei Norwegen bin ich mir sehr unsicher. Irgendwie tolle Choreografie und cool, aber irgendwie zu sehr gewollt und schwacher Song. Naja, bei mir landet das in der Mitte.
    1.Lettland
    2.Belgien
    3.Norwegen
    4.Deutschland
    5.Schweden

  19. Deutschland hat mir wirklich gut gefallen. Und das, obwohl ich solch traditionelle Lieder zwar schätze
    aber privat nicht wirklich höre. Gesanglich perfekt. Im Vergleich zu unserem Beitrag 2017 hat da trotzdem ein bisschen der letzte Pepp gefehlt. Das war aber auch der JAZZchor Freiburg, von daher… Gute Leistung, wird aber knapp, kann @Ruhrpottler schon verstehen…

    • Die Frage ist halt, wie die Jury so unterwegs ist. Ist die eher auf der modernen Schiene unterwegs, sind wir raus.
      Wird vor allem das traditionelle und der Gesang bewertet, haben wir bislang sicher sehr gute Chancen.

      • Das stimmt! Ich persönlich würde irgendwie eine Mischung aus beiden fahren… Schon Stimme und Chortradition, aber halt auch 2019 und Innovation…

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