Hype um „Voilà“: Auch Barbara Pravi ist jetzt im spanischen Fernsehen aufgetreten

Bild: AFP / Joêl Saget

Vor knapp zwei Wochen machte „Tout l’univers“ von Gjon’s Tears in Spanien die Runde, weil der Sender Telecinco das Lied als Soundtrack für eine kontroverse und quotenträchtige TV-Doku verwendete. Der Hype über den Schweizer Beitrag war auf der iberischen Halbinsel so groß, dass Gjon sogar zum Auftakt der Doku-Reihe live im spanischen Fernsehen auftrat.

„Tout l’univers“ war aber nur die unangefochtene Nummer 1 im spanischen ESC-Universum, bis die zweite Folge des Familiendramas um Rocio Carrasco ausgestrahlt wurde. Zwar war der Schweizer Beitrag noch immer das offizielle Titelied – in den Zwischenblenden und als Untermalung der Talk-Runden wurde aber nun auch „Voilà“ von Barbara Pravi eingespielt, der französische Beitrag für den ESC 2021, der in den Wetten ebenfalls weit vorne steht.

Das Publikum bemerkte das andere französisch-sprachige Lied in der Doku und fing an, in den sozialen Netzwerken danach zu fragen. „Voilà“ schaffte es sofort auf Platz 1 der Titel, die durch die Musik-App „Shazam“ gesucht wurden. Das führte jetzt sogar soweit, dass nach Gjon vor zwei Wochen heute Abend nun auch Barbara Pravi live im spanischen Fernsehen aufgetreten ist. Der ESC-Hype-Train rollt in Spanien! Barbara dürfte sogar nun einen kleinen Vorsprung vor Gjon haben. Am Samstag vor ihrem Auftritt veröffentlichte sie nämlich auf Instagram eine Cover-Version von „Como una Ola“, das wohl bekannteste Lied von Rocio Jurado, der Mutter von Rocío Carrasco um die es ja in der Doku geht. Sie gab ein Stück des Covers auch nach ihrem Auftritt von „Voilà“ zum besten und wurde dann mit Lob überschüttet.

Offensichtlich ist beim Sender Telecinco ein ESC-Fan am Werk und fast hätte er auch noch für ein neues Kapitel in unserem diesjährigen Eurodrama-Buch gesorgt: Gjon zeigte sich nämlich zunächst sehr verwundert darüber, dass nun ein anderes weiteres Lied gefeatured wurde: „Man sagte mir, dass mein Lied einzigartig sei“, schrieb der Eidgenosse am Dienstag in einer Instagram-Story. Alles nur, weil nun auch der französische Beitrag in der Doku gespielt wird? Gjon selbst merkte schnell, dass er wohl vorschnell geurteilt hat. Stunden später entschuldigte sich der Schweizer ebenfalls auf Instagram und versicherte, dass er nun mit der Produktionsfirma der Doku gesprochen habe und alles in Ordnung sei.

Gjon hätte seiner Story nach voreilige Schlüsse gezogen und Falschinformation Glauben geschenkt. Nach seinen ersten Stories habe er viel Hass bekommen, zudem sei der falsche Eindruck entstanden, er würde Barbara Pravi den Erfolg nicht gönnen. Dies tue ihm sehr leid. Barbara Pravi teilte ihrerseits Gjons Entschuldigung auf Twitter um den Sänger zu unterstützen. Es ist also Ruhe eingekehrt und alle Spannungen zwischen Gjon und Barbara wurden beseitigt – falls es jemals welche gegeben hat. Bleibt nur zu hoffen, dass die Fans beider Lieder ebenfalls aufhören, sich auf den sozialen Netzwerken zu zanken.


51 Kommentare

  1. Ich habe diesen Kommentar zwar schon geschrieben, schreibe ihn aber noch einmal: Liebes ESC-Kompakt-Team habt ihr schon davon gehört, wisst ihr zufällig ob The Roop etwas gewonnen haben und wenn ja könntet ihr darüber bitte ein Artikel machen. Denn The Roop sind live bei den M.A.M.A. Music Arwards aufgetreten. Dort haben sie sowohl ,,On Fire“ als auch ,,Discoteque“ performt.

  2. Muchas gracias… Merci beaucoup. Gänsehaut ! Wirklich eine großartige Künstlerin und ein Gewinn für den ESC. Ich denke mal, Barbara wird auch bei der Zuschauerwertung nicht allzu schlecht abschneiden. Momentan liegt sie in meiner Gunst wieder ganz leicht vor The Roop, die vor kurzem auch eine tolle Performance hingelegt haben. Malta ist noch lange nicht durch…..

  3. Gjons Beitrag ist zeitgemäß, der von Barbara aus der Zeit gefallen. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hätte Frankreich damit beim ESC gewonnen. Steht völlig zu Unrecht bei den Odds in den Top Ten.

      • Oops, das war Gedankenübertragung !

        Sorry, mir gehen diverse Fans extrem auf den Keks, die immer meinen, alles besser zu wissen.

    • Ach Matty, könntest du nur einmal deine eigene, kuschelige Welt verlassen. Musik ist etwas universelles und Mainstream nicht wirklich das, was die Zuschauer bewegt. Das faszinierde am ESC ist doch, dass so viele zuschauen und abstimmen, und das sind viel mehr als die recht kompakte Gruppe die Hitparaden und Streaminglisten dominieren. Wir suchen nicht das, was in dieser kleinen Gruppe ankommt, sondern das was bei wirklich vielen einen emotionalen Eindruck hinterlässt.
      Erstaunlich ist doch, dass dieses Jahr viele Titel recht nostalgisch sind, oft werden die 80er zitiert mamchmal mit Bezug auf die 70er Jahre, manchmal auch auf die grausamen 90er.Warum also nicht ein Chanson, dass sich auf die 50er bezieht, Wie schon richtig gesagt wurde, war das schon mal ein Erfolgsrezept mit dem Bezig auf die brasilianische Musik der 60er.
      UNd wo ein Lied bei den Wettanbietern steht ist nur für einen sehr kleinen Kreis hier wichtig. Stand nicht die Woche ein Artikel im Spiegel, dass die Chefin des größten Wettanbietes sich eine halbe Milliarde ausgezahlt hat, weil es der Firma so gut geht. Jede Erwähnung von diesen Diensten bringt ihr noch mehr Geld.Also lassen wir es lieber sein und setzen auf unsere Erfahrung, schlechter ist die auch nicht.

  4. Wer entscheidet das denn, was zu Unrecht zu steht ? Außerdem ist das derzeit irrelevant. Portugal 2017 war auch nicht gerade zeitgemäß, hatte aber dafür andere Vorzüge.

    • Portugal war sehr wohl zeitgemäß und hat ja auch zurecht gewonnen. Außerdem hat man Salvador Sobral auch angesehen, daß er den Song authentisch rüberbringt. Bei der Pravi sieht das alles furchtbar theatralisch aus! Edith Piaf hätte das, wenn sie nicht viel zu früh verstorben wäre, besser gemacht.

      • @Matty ,deine Kommentare sind meistens nicht zeitgemäß oder scheinen aus der Zeit bzw. dem Rahmen gefallen zu sein. Deine Überheblichkeit in Sachen Zeitwisssen und Personenbeleidigungen sind einmalig ( negativ) und oft von krankhafter Selbstverliebtheit durchzogen.
        Öffne einfach mal ab und an hinter dir dein Fenster und atme bevor du hier schreibst frische Luft ein. Aufgezogen hast du ja schon …
        Was der frühe Tod von Edith Piaf mit der Interpretation des Song zu tun hat scheinst auch nur du zu wissen.
        Edith Piaf wäre heuer knapp 106 Jahre alt.
        Sie hätte den Song mit 20, 40 ,60 oder 80 Jahren nicht besser gesungen – sondern einfach nur anders. So wie sie jeden ihrer Songs eine eigene Interpretation gegeben hat.
        Oft (leider) unter vorheriger Alkohol , Morphium oder Tabletteneinnahme.
        Es gibt Konzertaufnahmen von ihr wo sie den Text von Liedern vergisst und ausgepfiffen wird…
        Ihre besten, legendärsten Auftritte hatte sie 1958 im ausverkauften Olympia in Paris 3 Monate lang .1959 bricht sie ja dann auf der Bühne des New Yorker Waldorf Astoria zusammen…..
        Erzähl du mir also nicht so ein Käse über Edith Piaf Interpretation des Songs und dein „ unzeitgemäßer“ Vergleich mit Barbara Pravi.
        Das sind zwei unterschiedliche Leben zu unterschiedlichen Zeiten.
        Meinst du nicht eher das deine Kommentare oft zu theatralisch sind ?

  5. Oje. Oft wenn matty sowas steif und fest behauptet, kommts gegenteilig heraus.😀
    Bei barbara kennen wir den live-auftritt und wissen so plus/minus was uns gutes erwartet. Bei gjon und zbsp.der hochgewetteten destiny wissen wir das nicht. Würde ich dieses jahr wetten, ich tät mein geld momentan auf frankreich und litauen setzen.

    • Frankreich und Litauen auf den Plätzen eins und zwei oder umgekehrt wäre mir schon sehr recht.

      Ich mag auch den Schweizer Beitrag. Nur eben muß man abwarten, Du hast es erwähnt.

    • Richtig, von den derzeitigen Favoriten lt. Wettquoten kann man nur auf Litauen oder Frankreich gehen.
      Da weiß man, dass die Bühnenshow ordentlich ist/ wird.

      Aber das richtig große Geld wird man nur mit Außenseiter Tipps machen, die eine Überraschung auf die Bühne bringen.
      Und die werden wir erst bei den Proben sehen.

  6. Ich bin ja ziemlich davon überzeugt das The Roop gewinnen. Da passt einfach alles. Toller Interpret. Tolles Lied. Tolle Performance. Ich glaube das wird bei Jury und Publikum gleichermaßen stark ankommen. Malta würde ich auch nicht unterschätzen. Wobei wir noch keine Livedarbietung kennen. Lachende Dritte kann Pravi werden. Ihr Auftritt beim Vorentscheid war Hammer. Das wird vielen gefallen. Den Schweizer habe ich nicht auf dem Schirm. Ich glaube sein Gesang ist nicht jedermanns Sache und deshalb werden ihm wichtige Punkte fehlen.

    • Im Moment würde ich auch zu Litauen oder Frankreich tendieren, evtl. die Schweiz, wobei man, wie schon richtig erwähnt, muß man den Liveauftritt abwarten. Aber ich kann mir Gjon sehr gut auf der Bühne vorstellen, glaube an einen schönen, stimmungsvollen Auftritt.🙂

  7. Ich sehe auch The Roop ganz vorne. Denn hier passt alles zusammen. Zumal der Song und der Interpret sehr unique sind und es passt alles zusammen. Malta sehe ich auch vorne wobei das junge Mädel sich noch live bewähren muss. Schweiz sehe ich nicht so weit vorne da der Gesang vielen zu anstrengend ist. Und, jetzt kommen wir auch noch zu Frankreich, französische Songs haben es schwer, früher kam das gut an, heute eher schwierig. Voila ist meiner Meinung nach total überbewertet. Und das hatten wir in den letzten Jahren häufig. Die Nummer ist eher altbacken und so garnix Neues. Sie ist durchaus eine gute Künstlerin und gesanglich super aber ich glaube das geht total unter.

    • Frankreich ist weder in den Tops auf YouTube, noch hier auf Esc-Kompakt überbewertet (lediglich in den Odds ist Frankreich oben mit dabei). Litauen und Italien dominieren hingegen die Top-Listen der Fans.

      • Bei Youtube taucht Frankrieich etwa so auf Platz 6 oder 7 auf, wenn man alle Hitlisten zusammenzählt (ich habe mir die Mühe gemacht…). Allerdings ist auch das in keinster Weise aussagefähig. Schweiz liegt sogar in Führung.

      • Glücklicherweise haben Charts und Streams beim ESC nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. Entscheidend ist auf dem Platz, und das ist auch gut so. 🙂

  8. Off-Topic

    Heute Nachmittag gibt es auf Pro Sieben die Doku „ABBA – Songs für die Ewigkeit“; Sendebeginn ist im 14 Uhr 50. Danach sind Whitney Houston und Cher dran.

  9. Es gibt noch was neues und zwar Afrojack, Glennis Grace und Wulf werden zusammen als Gäste beim ESC-Finale in diesem Jahr auftreten. Afrojack ist ein niederländischer Dj und Produzent der schon u.a. mit Weltstars wie David Guetta, Snoop Dog, Martin Garrix, Charli XCX und Sia zusammengearbeitet hat. Glennis Grace ist eine niederländische Sängerin die, die Niederlande beim ESC 2005 vertreten hat. Und Wulf ist auch ein niederländischer Sänger der allerdings noch nicht beim ESC war. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme bei The Voice of Holland. Bürgerlich heißt er Leuwe Albertsma.

    https://eurovoix.com/2021/04/05/afrojack-glennis-grace-wulf-eurovision-2021/

  10. Weil hier auch gerade vom Schweizer Beitrag die Rede ist:

    Ich habe gerade bei Wikipedia gelesen, dass Patrick Juvet (ESC 1973 für die Schweiz) vor ein paar Tagen tot in seiner Wohnung in Barcelona aufgefunden wurde. Sehr traurig.

    Ich mochte seinen Song damals sehr…..

  11. Salü!
    Auch ich als Deutsch/Franzose muss leider sagen, da spielt ‚Frankreich‘ in diesem Jahr mal wieder die „Edith-Piaf“-Karte (hat schon 1973 mit Betty Mars und „Comé-Comédie“ nicht funktioniert) und dann auch noch recht schamlos an Piafs „Padam… Padam…“ angelehnt.
    Ganz hübsch zwar, aber ZU offensichtlich. Da hätten sie vor ein paar Jahren mal lieber Indila mit einem ihrer wunderbar dramatischen Chansons (zB. „Dernière Danse“) ins Rennen geschickt, dann hätte es vielleicht mit einem Sieg geklappt.
    Unter’m Strich aber immer noch besser und individueller (da zumindest in Landessprache und mit musikalischem Lokalkolorit) als die alljährlichen, mediterranen und/oder kaukasischen Kreisch-Elsen, die sich für Rihanna, Lady GaGa oder Beyoncé halten und deren Songs von internationalen Autorenteams (gerne 4 und mehr Kreative) zusammengebastelt werden.
    Mit meinem Pianisten kreiere ich seit 2011 eine ESC-Show (mit Klavier und Gesang -> http://www.velvo.de ) und es ist erstaunlich, welche der aktuellen Beiträge der letzten ESC-Jahrgänge, so reduziert, noch musikalisch interessanten Bestand haben. „Amar pelos dois“ war wirklich ein harmonisches Geschenk, und wir gaben es schon in unseren Shows, eine Woche VOR dem ESC 2017, zum Besten gegeben, mit der Anmoderation, „Nur hier hören Sie jetzt bereits den Siegertitel‘ 😉

    • Sei doch froh @ledivo, das Frankreich sich manchmal auch seines fabelhaften Liedgutes bedient.
      Es ist ja nicht so ,das sie dies jedes Jahr machen.
      Gerade die französischen ESC Beiträge sind doch mit wenigen Ausnahmen in ihrer Vielfältigkeit so besonders.
      Joëlle Ursull, Amina , Natasha Saint-Pier ( die einfach nur auf die “harten” englischen Textzeilen verzichten hätte sollen) usw. sind tolle Künstler mit tollen Songs. Auch in den vergangenen Jahren geht Frankreich immer mit einer interessanten Mischung an den Start.
      Wenn es mir wirklich mal nicht gefiel, fanden gerade andere Personen es gut.
      1998 war ich von Marie-Line bestimmt als Einziger fasziniert.
      Die Frau hatte Ausstrahlung und der Song war einfach anders als die anderen…
      Ich hätte zum Beispiel neben deiner erwähnten Indila auch Shy’m gerne mit “Si tu savais” damals beim ESC gesehen….
      Aber das ist nur Wunschdenken und genau so unwahrscheinlich wie mit Frau Farmer vor ein paar Jahren in Sankt Petersburg in der Hotelbar zu sitzen. Wir wurden alle höflich hinaus komplimentiert damit Madame noch in Ruhe einen Drink konsumieren konnte ….
      Darum finde ich heuer Frankreichs Wahl hervorragend und freue mich auf Frau Pravis Auftritt.
      Wer weiß was Frankreich im nächsten Jahr schickt, gerade wenn der / die Interpret*innen nicht so weit reisen müssen …..😉

      • Salü Felix, je suis très d’accord!
        Dass die französischen Beiträge gerne mal, offensichtlich gänzlich unbekümmert, experimentell ausfielen, fand und finde ich super – unvergessen dabei zB. Sébastien Tellier oder Les Fatals Picards!
        Und nur ein bisschen weniger kompositorische, beinah zum Plagiat gereichende, Nähe zu „Padam…“ (und zu Beginn kann man auch noch „La Bohème“ zwischen den Zeilen hören), wäre bei „Voilà“ schon ok.
        Überdies könnte ich mir auch eine Komposition von Calo‘ oder Obispo sehr gut beim ESC vorstellen – und wenn „La Villaine Fermière“ für Frankreich anträte, gab’s mit Sicherheit allein aus Russland schon fette „12 Points“! 😀

      • Wenn ich mich noch kurz einmischen darf, möchte ich der Liste großartiger anderer ESC-Beiträge aus Frankreich noch Kalis „Monté la riviè“ hinzufügen.

        Und in den vergangenen Jahren hätte ich mir bis vor 4 oder 5 Jahren etwas wie Émilie Simons „Paris j’ai pris perpète“ gewünscht. Und Christine and the Queens wäre noch immer toll und eine unglaubliche Bereicherung für den ESC.

      • Joëlle Ursull und Natasha Saint-Pier fand ich auch großartig.😍😍

        Aminas Song finde ich, ehrlich gesagt, anstrengend.😉

      • Ich kenne alle ESC-Beiträge seit 1965 und wenn ich die jeweiligen persönlichen Favoriten zusammenzähle, belegt Frankreich nach wie vor einen der Spitzenplätze bei mir.

  12. Ich finde es auch toll das die Franzosen uns schon eine solch große Bandbreite geboten haben. Früher standen Sie für den klassischen Chanson, ab Mitte der 80er gab es den Umbruch und es dauerte etwas bis die Erkenntnis gereift war. Ab 1990 war es viele Jahre spannend mit welchem Stil uns die Grand Nation beglückt. Auch in den letzten 20 Jahren gab es einige Highlights. Für sich genommen ist Voila ein gelungenes Werk. Ich finde diese Tradition Chansons sind halt die einfachste Karte die gespielt wird. Und ich glaube viele haben dafür kein Ohr. Ich kann mich da auch nicht ausnehmen. Bei uns wurde in den 80/90er viel Patricia Kaas im Radio gespielt, das hat es mir irgendwie verdorben…

    • Es waren im französischen Vorentscheid durchaus ’spannendere‘ (weil etwas modernere) Beiträge, zB. Ali mit „Paris m’a dit“, dabei … aber der Jury/Zuschauer-Konsens lag offensichtlich bei traditionelleren Klängen.
      Es wäre super wenn ‚Frankreich‘ mal wieder gewönne, dann könnte ich meine nächste ESC-Show wunderbar frankophon bereichern! 🙂

      • @ togravus

        Kali war natürlich Extraklasse und mutig in einem der schwächsten Jahrgänge überhaupt. Zumindest Israel, Schweiz und Norwegen haben das auch honoriert.

  13. In den 80ern steckte Frankreich in der Krise. Von 86 bis 89 schickte man durchwegs schlechte Lieder zum ESC. 1990 kam die Wende. Eine Dame allein bestimmte die Beiträge. Joelle Ursull und Amina brachten eine neue Farbe zum ESC. Die Qualität war sehr hoch. Auch von 1992 bis 1994 war man mutig. Danach gab es wieder viel Schatten, aber auch Lichtblicke.

  14. 2001, 2002, 2003, 2007 und 2008 haben mir in den letzten 20 Jahren besonders gut gefallen, danach wurde es für mich schwieriger. Vielleicht noch Amir 2016…

    • Amir mochte ich gar nicht, dafür aber Alma in 2017. Und bzgl. 2001 + 2002: Schwere Orchesterballaden sind einfach nichts für mich. 2003 hingegen war super, trotz des Malheurs mit dem Haar …
      Und Patricia Kaas sitzt bei mir noch immer auf dem französischen Postmilleniumsthron. 🙂

      • Bei Alma sind wir beide uns auch mal wieder einig 🙂 Zusammen mit Bulgarien in meinen Top 2 2017, deren Gewinner je nach Stimmung wechselt 😀 Und ein Zeichen, dass ich auch Französisch als Gesangssprache wirklich toll finde, wenn es entsprechend dynamisch präsentiert wird und mich mitnimmt. 2017 hätte Frankreich gerne gewinnen können, 2021 möchte ich ihre Sprache deutlich lieber für die Schweiz oder Malta siegen sehen 😉

        Das wird glaub ich mein persönliches „2 gegen 2“ dieses Jahr: Malta und die Schweiz gegen Frankreich und Litauen. Erstere wären sensationelle Sieger, letztere… oh, da hinten, ein Vogel! 😀

      • Nur weil der maltesische Beitrag einen französischen Titel trägt und klingt wie In-Grids „Tu es foutu“, ist es aber noch bei weitem KEIN frankophoner Beitrag, je vous en prie mes copains/copines!

  15. Ich finde es schön, dass Frankreich mal richtig nach Frankreich klingt, auch wenn der Song recht altbacken ist. Ich glaube auch an eine Top 10 Platzierung, ihre Bühnenpräsenz ist ja wirklich sehr überzeugend.

    • Ich finde „Voilà“ zeitlos. Der Song hätte vor fünfzig Jahren funktioniert und wird auch heute noch viele Anhänger finden.🙂

  16. @ledivo:
    Das ist absolut richtig, ich bezog mich auch nur auf diese Zeile 🙂 Indila mag ich auch gerne btw!

    @Mariposa:
    Ach deshalb finde ich Malta so toll 😉 Aber na klar, das ist eben auch an meiner musikalischen Realität dran. Ich hätte auch gerne mal was im Stil von Louane für Frankreich und etwas nahe Dua Lipa für das UK 🙂

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