Junior Eurovision Song Contest 2019: Was bislang bekannt ist (3)

Die Teilnehmerin für Polen Viki Gabor – Foto: TVP

Es geht Schlag auf Schlag beim Junior Eurovision Song Contest: die offiziellen Beiträge werden schneller veröffentlicht als Pilze in polnischen Wäldern aus dem Boden schießen, das Bühnendesign ist mittlerweile enthüllt worden und vorgestern wurde bekannt gegeben, dass kein anderer als Gromee (Polen 2018) den Titeltrack des Wettbewerbs komponieren wird.

Das Bühnendesign – Foto: TVP

Albanien (Isea Çili – Mikja ime fëmijëria)

Am 29. September wurde der albanische Vorentscheid „Junior Fest“ in Tirana ausgetragen, bisher aber noch nicht ausgestrahlt. 20 Beiträge traten gegeneinander an und wurden allein von einer Jury bewertet, ein Tele- oder Onlinevoting fand nicht statt. Am Ende konnte sich Isea Çili mit dem Titel „Mikja ime fëmijëria“ („Mein Freund aus der Kindheit“) durchsetzen. Gestern Abend wurde der offizielle Videoclip veröffentlicht, deshalb ist fraglich, ob „Junior Fest“ überhaupt noch gesendet wird.

„Mikja ime Fëmijëria“ ist die erste ganz klassische Ballade in diesem Jahrgang. Sollte das so bleiben, könnte das Albanien in die Karten spielen. Der Song ist keine Neuerfindung des Rades, ist aber trotzdem gut gemacht: er arbeitet sehr schön mit Klavier sowie Streichern und wird angenehm von Iseas Stimme getragen.

Australien (Jordan Anthony – We Will Rise)

Am Sonntag veröffentlichte Australien seinen Beitrag „We Will Rise“:

Das Lied ist eine mutmachende Midtempo-Ballade, in der Jordan Anthony den Hörer dazu auffordert, nicht den Mut zu verlieren und zu wachsen. Das ist an sich eine schöne Aussage, allerdings wirkt der Song ziemlich generisch und wenig authentisch. Um Zuschauer und Jury zu überzeugen, muss Jordan den Track live überzeugend und ehrlich präsentieren.

Georgien (Giorgi Rostiaschwili – Gvinda gvikvardes / We Need Love)

Georgien verweigert sich einmal mehr dem Trend, einen generischen Song zu senden. Am Montag wurde mit „Gvinda gvikvardes / We Need Love“ eine funkig-relaxte (nicht ganz) Acappella-Nummer veröffentlicht.

Sicherlich wird Georgien sich damit nicht ganz oben platzieren, sie geben dem Contest so aber auf jeden Fall einen schönen, andersartigen Farbtupfer.

Irland (Anna Kearney – Banshee)

Am 6. Oktober fand das Finale des irischen Vorentscheids „Junior Eurovision Éire“ statt. Die drei in mehreren Vorrunden und einem Semifinale bestimmten Finalisten präsentierten jeweils eine Coverversion eines bereits in den Vorrunden gesungen Songs und eine Coverversion eines irischen Eurovision-Siegertitels. Schließlich gab es eine Endrunde, in der sich Anna Kearney mit einer weiteren Coverversion durchsetzen konnte und so das Ticket nach Gliwice löste. Am Ende der Show wurde schließlich der Song für den JESC präsentiert: „Banshee“:

Der Track ist ein ruhiger, „schwebender“, atmosphärischer Song, der einen auf märchenhafte Weise in den Bann zieht. Zwischen den vielen eingängigen, aufmerksamkeitssuchenden Beiträgen kann das als Kontrast gut herüber kommen – aber genauso gut untergehen.

Komponisten des Songs sind unter anderem Niall Mooney und Jonas Gladnikoff, die bereits die JESC-Beiträge aus 2018 und 2015 geschrieben, sowie Anna Banks, die Schwester der ersten irischen JESC-Repräsentantin Aimee Banks.

Italien (Marta Viola – „La voce della terra“)

Die Klimakrise und die Rettung des Planeten scheinen das Motto des diesjährigen JESC zu sein: Auch Italien präsentiert mit „La Voce Della Terra“ („Die Stimme der Erde“) einen Song, der sich mit der Thematik auseinandersetzt. Gesungen wird der Track von der aus Turin stammenden Marta Viola.

Der Midtempo-Song hat einige schöne Momente, wie das chorartige „Sempre“-Echo, plätschert insgesamt jedoch etwas dahin.

Kasachstan (Yerzhan Maksim – Armanyńnan Qalma)

Zum zweiten Mal in Folge schickt Kasachstan eine ethnisch angehauchte, märchenhafte Ballade: „Armanyńnan Qalma“ wurde gestern präsentiert. Und zum zweiten Mal in Folge könnten sie damit sehr weit oben landen.

„Armanyńnan Qalma“ wirkt wie eine Disneyballade – wie eine der großen Disneyballaden und keine der Fließband-Disneyballaden. Der Song hat durch immer neu hinzukommende Instrumente, ein Streichorchester und einen Chor eine tolle Steigerung. Und er ist wahnsinnig kreativ und verspielt produziert, es werden unzählige verschiedene Instrumente verwendet und es gibt so viele unterschiedliche „Songabschnitte“. Selbst nach mehrmaligem Anhören wird man noch etwas Neues entdecken können. Auch Yerzhans Stimme ist fantastisch: am Anfang zerbrechlich, dann mit der musikalischen Steigerung immer kräftiger werdend und wunderbar klar.

Niederlande (Matheu Hinzen – Dans met jou)

Matheu Hinzen – Foto: AVROTROS

„Matheu Hinzen“ hat vorletztes Wochenende den niederländischen Vorentscheid „Junior Songfestival 2019“ gewonnen und wird die Niederlande mit dem Titel „Dans met jou“ in Polen vertreten.

Sein Sieg war eindeutig: sowohl von Kinderjury, Erwachsenenjury und den Televotern erhielt er jeweils 12 Punkte.

„Dans met jou“ heißt übersetzt „Mit dir tanzen“ und anfangen zu tanzen möchte man auch direkt beim Anhören des Liedes. Die Niederlande senden hier einen modernen, eingängigen Track nach Gliwice, der gute Laune versprüht und trotzdem immer noch sehr nach Junior Eurovision und nicht wie „Erwachsenensong wird von Kind gesungen“ klingt.

Polen (Viki Gabor – Superhero)

Drei Finalisten traten im Finale des polnischen Vorentscheids „Szansa na sukces“, welches am 29. September ausgestrahlt wurde, gegeneinander an und präsentierten Jury und Televotern einen Coversong sowie den möglichen JESC-Beitrag. Die Höchstpunktzahl sowohl von Jury als auch Anrufern erhielt Wiktoria „Viki“ Gabor.

Somit wird sie die Titelverteidigung Polens mit dem Titel „Superhero“ in Angriff nehmen.

Gestern Abend wurde die Studioversion des Beitrags veröffentlicht, die im Gegensatz zur Version im Vorentscheid auch einige englische Zeilen enthält:

„Superhero“ ist ein sehr moderner, eingängiger Track. Den gleichen Song auf Englisch von einer international erfolgreichen Sängerin gesungen, könnte man sich von den hiesigen Radiosendern rauf und runter gespielt sehr gut vorstellen. Für den JESC ist er vielleicht etwas zu „erwachsen“. Aber das hat Polen im letzten Jahr ja auch nicht geschadet.

Portugal (Joana Almeida – Vem comigo)

Auch Portugal will in diesem Jahr den Planeten retten. Gestern wurde „Vem comigo“ veröffentlicht.

Das Lied wirkt etwas wie eine Demoversion eines Ralph-Siegel-Songs. Die Melodie ist eingängig, es wirkt aber so, als wäre das Arrangement nur mit einem Keyboard gemacht worden. Hier hätte man mit einer besseren Produktion sicherlich deutlich mehr aus dem Titel herausholen können.

Russland (Tatjana Meschentsewa & Denberel Oorsak – Vremya dlya nas / A Time For Us)

Der offizielle Videoclip von „A Time For Us“ wurde diese Woche veröffentlicht. Jetzt kann man sich die Studioversion noch einmal in guter Qualität anhören:

Serbien (Darija Vračević – Podigni glas / Raise Your Voice )

Den vielleicht stärksten unter den Weltrettungssongs sendet in diesem Jahr Serbien mit „Podigni glas“.

Der Titel ist in Teilen generisch und durch den Chor sowie mit Besentechnik gespielte Snaredrums werden recht manipulativ Steigerungseffekte erzeugt. Und doch kann man nicht anders, als auf diese anzusprechen. Dazu ist die Melodie sehr eingängig und das „Podigni glas“, welches glasklar von Darija Vračević gesungen wird, frisst sich sofort im Gehörgang fest.

Spanien (Melani Garcia – Marte)

Bereits Ende September hatte Spanien ein Snippet von Melani Garcias Song „Marte“ veröffentlich, seit letzter Woche kann man den kompletten Song anhören.

Im Ganzen wirkt der Song wesentlich besser als in der Hörprobe. Er vermittelt eine bezaubernde Leichtigkeit und hat gleichzeitig etwas Hymnisches und baut sich sehr schön auf. Zum Ende hin kommt Melanis opernartige Stimme eindrucksvoll zur Geltung. Live muss hier natürlich jeder Ton sitzen.

Ukraine (Sophia Ivanko – Koly zdaietsia / The Spirit of Music)

Vor drei Tagen wurde die revampte Version von „Koly zdaietsia“ („Wenn es scheint“) veröffentlicht.

Die neue Version wirkt professioneller. Zum Klavier und Schlagzeug wurden weitere Tonspuren hinzugefügt, damit klingt der Song „voller“. Gleichzeitig verliert er dadurch jedoch auch einiges vom sphärischen Grundgefühl und seinem eigenständigen Charakter.

Wales (Erin Mai – Calon yn curo)

Auch Wales hat seinen Beitrag noch einmal revampt, gestern wurde die finale Version von „Calon yn curo“ veröffentlicht.

Der Song hat jetzt dominante Drums und positive Violinenmelodien. Das macht ihn deutlich auffälliger als in der Vorentscheidungsversion und verleiht ihm mehr „Oomph“, er verliert dabei allerdings auch die wunderschöne schwebende Leichtigkeit. Das spricht die „breite Masse“ sicherlich mehr an als die vorige Version. Es stellt sich aber die Frage, ob die „breite Masse“ nicht andere Beiträge mehr mögen wird und ob er für die „Nischenfans“ leichter, positiver Songs nun vielleicht nicht mehr nischig genug ist.

Weißrussland (Liza Misnikova – Pepelny / Ashen)

Für das offizielle Video hat Weißrussland keinen großen Aufwand betrieben, der Vorentscheidungsauftritt wurde einfach noch einmal mit der Studioversion im Hintergrund hochgeladen.

Vorentscheidungs- und Studioversion sind vom Arrangement her identisch, ein Revamp ist hier nicht erfolgt.

Jetzt fehlen nur noch die Studioversion des armenischen Beitrags, die Songs aus Malta sowie Nordmazedonien und der/die französische VertreterIn, dann ist das Feld des diesjähren JESC komplett. Wir berichten natürlich weiterhin. Stay tuned!

Hier findet Ihr weitere Informationen zum Junior Eurovision Song Contest:

Junior Eurovision Song Contest 2019: Was bislang bekannt ist
Junior Eurovision Song Contest 2019: Was bislang bekannt ist (2)
Das sind die Moderatoren des Junior Eurovision Song Contest 2019



24 Kommentare

  1. Das wird mit Sicherheit ein sehr starker JESC-Jahrgang.
    So viele tolle Songs, die sich auch in Landessprache wahnsinnig gut anhören. Polen und Spanien sind bei den Fans jetzt schon weit vorne und könnten tatsächlich den Sieg davontragen.

    Einige Lieder des Junior-Formats hätten überdies auch locker beim richtigen ESC mitmachen und dort vielleicht sogar gut abscheiden können. Doch einige Länder scheinen mehr Wert auf den JESC zu legen als auf die Erwachsenen-Version. Schade.

  2. Frankreichs Beitrag ist jetzt draußen und er ist SO ein Ohrwurm und wirklich mal für Kinder gemacht. Ich liebe es! (Dann bin ich halt kindisch lol ^^)

    • Für Kinder? Also ich könnte mir den Song auch beim normalen ESC vorstellen. Aber gut, ich esse ja auch Kinder Schokolade… 😉

      Klingt für mich wie eine Mischung aus Scilla Hess‘ „Playground“ und Serge Gainsbourgs „Comic Strip“. Also: Ja, ich liebe es auch! <3

      • Ich esse die auch! 🙂 Danke für die Erinnerung an „Comic Strip“! Scilla Hess ist in diesen Tagen dabei, Lyric Videos auf ihrem YouTube-Account hochzuladen, guck doch mal vorbei 😀

  3. Eigentlich müsste ich zufrieden sein mit dem diesjährigen Jahrgang, da mir die meisten Songs gefallen. Allerdings sind die beiden Fan Favoriten Frankreich und Polen meine absoluten Hassbeiträge. Zum einen kommen die beiden Sängerinnen zu erwachsen rüber und könnten auch ohne Probleme beim großen ESC mitsingen. Zum anderen ist mit Polens Song zu repetitiv und zu billig dank zu viel „Nanananana“ im Songtext. Frankreichs Lied dagegen ist mir zu kindisch und nervig und hätte auch vor 10 Jahren schon dabei sein können.
    Meine drei Favoriten sind Albanien, Italien und Georgien. Fürchte aber dass das die letzten drei Plätze werden. Ich hoffe dass es am Ende vielleicht Spanien schaft. Damit könnte ich wenigstens leben.

  4. Noch etwas zum Votingsystem: Dank des Onlinevotings wird wohl wie schon im Vorjahr der Youtube-/Fanfavorit Polen extrem gut abschneiden bzw. gewinnen. Der Songcontest wird somit leider extrem vorhersehbar und verliert komplett an Spannung. In den Jahren davor gab es etliche Überraschungssieger, mit denen man nach Betrachtung diverser Fanvotings/ YouTube-Rankings nicht gerechnet hat,
    Online Voting bitte wieder zügig abschaffen, ansonsten fürchte ich, dass in den nächsten Jahren die Teilnehmerländer davon laufen

  5. Albanien -.
    Isea singt gut, aber der Song ist leider reichlich unauffällig und droht nach zwei weiteren Startern bereits vergessen zu sein.

    Australien –
    Jordan hat mich mit seinen Performances bei „The Voice“ regelrecht umgehauen. Entsprechend gespannt war ich auf den Song, der wirklich ein bisschen generisch daherkommt. Ich glaube aber, dass er durch den Live-Auftritt sehr dazugewinnen wird. Nach vier Jahren in Folge „Girl-Empowerment“-Songs ist das auch mal eine willkommene Abwechslung. Bei der Jury wahrscheinlich wieder Top 3, zum Sieg wird es aber nicht reichen.

    Georgien –
    Mit Funk/Jazz haben es die Georgier ja beim JESC und sind damit bisher gut gefahren; mir gefällt er von ihren Songs in dieser Richtung auch am besten. Zündet nicht unbedingt beim ersten Hören, wird bei der Jury aber auch sehr gut ankommen.

    Irland –
    Der beste irische Beutrag bisher (was allerdings eher gegen die anderen als für diesen hier spricht)! Hübsch, aber wie Albanien wohl ebenfalls zu unscheinbar, um groß zu punkten.

    Italien –
    Mag ich richtig gerne. Marta wirkt angenehm natürlich und bildet mit dem Song, der klassisch, aber nicht zu altmodisch ist, eine stimmige Symbiose. Dabei verzeihe ich es auch, dass Italien zum vierten Mal in Folge eine stilistisch sehr ähnliche Ballade schickt. Ein bisschen Bedenken habe ich aber, dass sie die langen Töne auch live so hinbekommt.

    Kasachstan –
    Sie wollen es wirklich sehr, das hört man. Der Song ist auch nicht verkehrt, mir zum Ende hin aber etwas zu dick aufgetragen. Wenn man es beim Staging mit dem Kitsch nicht übertreibt, könnte man die gute Vorjahresplatzierung sogar noch toppen.

    Niederlande –
    Die Zweitplatzierten vom Junior Songfestival („6Times“ mit „End of Time“) gefielen mir zwar noch besser, in Hinblick auf das Online-Voting ist Mathieu aber sicher die passendere Wahl. Er muss nur aufpassen, dass seine sympathische Selbstsicherheit nicht in Nervigkeit umschlägt und das Staging könnte auch noch ein bisschen Pep vertragen, aber auf der größeren Bühne in Gliwice ist ja auch mehr möglich.

    Polen –
    Outfit-technisch gefällt mir das Video viel besser als der pinke Sack vom Vorentscheid. Viki neigt in den englischen Passagen etwas zum Nuscheln, das sollte sie noch in den Griff bekommen. Der Song ist sicher der „professionellste“ bisher und Viki verkauft ihn überzeugend; dabei kommt er aber ein bisschen gewollt rüber und das irgendwie abgewürgte Ende gefällt mir auch nicht so recht. Hängt sehr vom Auftritt ab, aber einen Doppelsieg sehe ich im Moment noch nicht.

    Portugal –
    Tut mir fast Leid, das zu schreiben, aber hier stimmt gar nichts. Der Song, an sich schon kein Knaller, ist furchtbar produziert und passt null zu Joana und ihrer Stimme. Alles ohne einen Hauch von Gefühl; irgendwie aseptisch. Etwas besseres als Bottom 3 wäre eine faustdicke Überraschung.

    Russland –
    Nachdem die russischen Beiträge in den letzten Jahren immer zu meinen Favoriten gehört haben, finde ich den Song dieses Jahr etwas seicht und nichtssagend. Der Funke springt bei mir irgendwie nicht so über. Denberel hat aber eine interessante Stimme und das man dieses Jahr wohl der einzige Nicht-Solo-Act ist, könnte auch helfen.

    Serbien –
    Letztes Jahr fand ich den serbischen Videoclip super, den Auftritt aber ziemlich unterwältigend. Ich hoffe mal, man hat daraus gelernt, denn auch dieses Jahr gefällt mir der Song wieder gut. Darija hat vom Gesicht her ein bisschen Ähnlichkeit mit Anastassija Petryk, der Siegerin von 2012; könnte also ein gutes Omen sein 😉

    Spanien –
    Finde ich überproduziert und ein bisschen overhyped. Klar, in dem Alter mit klassischer Gesangsstimme zu singen, ist schon eine Leistung, aber Melani ist weiß Gott nicht die einzige und, mit Verlaub, bereits in der Studio-Version klingen die letzten Töne reichlich dünn. Aber das größere Teile der Bubble beim kleinsten Anflug dieser Gesangslage direkt hyperventilieren, kennt man ja schon…

    Ukraine –
    Guter Revamp des ungewöhnlichsten Songs in diesem Jahr, für den es wie bei Georgien eher mehrere Hör-Durchgänge braucht bis er wirkt. Könnte gerade im Online-Voting schwierig werden.

    Wales –
    Trotz Revamp bleibt der Song leider recht altbacken. Das ist besonders schade, weil Erin mit ihrer guten Live-Stimme eigentlich etwas Besseres verdient hätte. Wird wahrscheinlich wieder um den letzten Platz kämpfen.

    Weißrussland –
    Spricht mich, wie schon letztes Jahr, überhaupt nicht an (kein Wunder; einer der letztjährigen Songwriter ist wieder involviert). Krampfhaft auf modern getrimmt, klingt es doch wie ein trashiger Eurofest-Song von vor zehn Jahren!

    Gerade erschienen: Frankreich –
    Uff… Einerseits schon interessant, aber Carla wirkt für so einen Song irgendwie zu alt. Armenien hat ja schon öfter Songs in diesem Stil geschickt und ich mochte sie nie wirklich, aber sowas hat schon seine Fans. Wird wieder oben mitspielen.

    Meine Top 5 bisher:
    1. Italien
    2. Serbien
    3. Australien
    4. Armenien (unter Vorbehalt)
    5. Georgien

  6. Am interessantesten dürfte die Sängerin Anna Kearney sein, dessen Mutter Eileen zusammen mit Michael Flatley beim ESC 1994 in einem Intervall-Act mit einer River-Dance-Nummer aufgetreten ist. Dieser Auftritt hat ihnen damals den Grundstein für den anschließenden Welterfolg des Riverdance geliefert. Anna Kearney beherrscht den Riverdance ebenso. Vielleicht gibt es ja beim JESC-Auftritt eine kleine Tanzeinlage zu ihrem Song Banshee (bedeutet Todesfee). Außerdem muss ich ja zugeben und da wird mir Matty sicherlich zustimmen, Michael Flatley hat 1994 besser ausgesehen als Sergey Lazarev heute!

  7. Der Junior ESC war für mich immer ein Knall Bundes , süsses, Bonbon. Jetzt gleicht es sich dem ESC an.

  8. Ich habe jetzt mal Carla „It’s oh so quiet“ bei Voice Kids live singen gesehen. Wenn sie das jetzt nicht zu sehr versemmelt, wird sie das Ding gewinnen. Da lege ich mich jetzt schon fest.

  9. Wenn jetzt nicht der noch ausstehende Song aus Nord-Mazedonien der Ober-Knaller wird, wovon ich nicht ausgehe, sehen meine Top 5 wie folgt aus:

    01 Spanien (Hier stimmt einfach alles: Song, Melodie, Gesang, Botschaft)
    02 Armenien (Ein schön fröhlicher und ungezwungener Song)
    03 Polen (Guter Titelverteidiger mit starker Hook)
    04 Serbien (Botschaft kommt super rüber)
    05 Malta (Einfach Modern, Gut)

    Andere Länder deren Songs ich auch noch ganz gut finde:
    Wales, Ukraine, Portugal, Frankreich und voraussichtlich Nord-Mazedonien)

    Meine subjektive Meinung zu anderen Songs, die mir nicht gefallen:

    Kasachstan (Keine Melodie, nur Geschrei)
    Australien (Zu langsam und zu leierig)
    Weißrussland (Sehr schiefer und hektischer Gesang)
    Niederlande (Zu sehr auf COOL getrimmt, vorhersehbar)
    Russland (Schon gefühlte 100 Mal gehört)
    Georgien (Altbacken)
    Albanien (Einschläfernd)
    Italien (Der Song besteht fast ausschließlich nur aus dem Wort „Sempre“)
    Irland

  10. Meine Finalen Top 10:
    01 Spain – Melani Garcia – Marte
    02 Armenia – Karina Ignatyan – Colours Of Your Dream
    03 Poland – Viki Gabor – Superhero
    04 Serbia – Darija Vračević – Raise Your Voice
    05 North-Macedonia – Mila Moskov – Fire
    06 Malta – Eliana Gomez Blanco – We Are More
    07 Erin Mai – Calon Yn Curo
    08 Ukraine – Sophia Ivanko – The Spirit Of Music
    09 Frankreich – Carla – Bim Bam Toi
    10 Portugal – Joana Almeida – Vem Comigo

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